Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Nahost / Arabien:  Syrien #19                                                            

Syrien #1 (bis Ende 2011)

Syrien #2 (bis März 2012)

 Syrien #3  (bis Juni 2012)

Syrien #4  (bis September 2012)

Syrien #5 (bis Februar 2013)

Syrien #6 (bis Juli '13)

Syrien #7 (bis Oktober '13)

Syrien #8 (bis März '14)

Syrien #9 (bis Ende 2014)

Syrien #10 (bis 29.9.15)

Syrien #11 (bis 31.1.16)

Syrien #12 (bis 30.6.16)

Syrien #13 (bis 30.11.16)

Syrien #14 (bis 30.6.17)

Syrien #15 (bis 28.2.18)

Syrien #16 ( bis 12.8.18)

 Syrien #17 (bis 26.9.19)

 Syrien #18 (bis 26.11.24)

  (letzter Eintrag 17.2.26)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
27.11.24

Meldungen: in der Provinz Aleppo gibt es wieder schwere Kämpfe mit Rebellen. Diese sollen 13 Ortschaften und eine wichtige Luftwaffenbasis erobert haben.

A,C zus.1
28.11.24

Mehr über die schweren Kämpfe mit jihadistischen Rebellen in den Provinzen Aleppo und Idlib. Mindestens 130 Tote auf beiden Seiten. Die syrische und die russische Luftwaffe bombardieren Stellungen der Rebellen. Dabei sollen auch mindestens 30 Zivilisten getötet worden sein. Die Rebellen fühlen sich offenbar durch die Schwächung der Hisbollah angespornt. Bei AJE der einzige Bericht mit Bildern aus dem Kampfgebiet (unklar, ob diese aktuell sind). Zugleich weist AJE als einziger Sender nicht ausdrücklich auf den ideologischen Hintergrund der Rebellen hin (anhand der Bilder kann man aber darauf kommen). Bei der BBC Infos von Said Shehata. Die einige kurze Meldung auf deutsch bei RTL.  ¤

A,B,C,R

zus.7
           
29.11.24

 

 

Schwere Kämpfe bei Aleppo. Die jihadistischen Rebellen sind bis in die Stadt vorgedrungen und haben angeblich bereits das Stadtzentrum besetzt. Weiter massive Luftangriffe durch syrische und russische Kampfflugzeuge. Am Boden ist die syrische Armee dort offenbar zusammengebrochen. Und offenbar haben die Rebellen kräftige Unterstützung durch die Türkei, während die Hisbollah durch Israel geschwächt wurde. - Berichte mit einigen Bildern aus dem Kriegsgebiet, aber keine Reporter vor Ort. Hintergrundinfos und Einschätzungen bei AJE von Robert Ford (Ex-US-Botschafter), Joshua Landis und Colin Clarke, bei der BBC von Mohamed Taha, bei CNN von Steven Cook. Bei PressTV die ganze Diskussionssendung "Spotlight", mit Prof. Sa'd Nimr und Ali Rizk. Während AJE die Rebellen als "opposition fighters" bezeichnet, nennt PressTV sie "Terroristen" und "Takfiri" und verweist mehrfach auf deren Verbindungen zu Israel. Die deutschen Sender sprechen von "islamistischen Rebellen" und "Jihadisten". Bei der Tagesschau ein recht guter Bericht von Ramin Sina. Im ZDF berichtet Golineh Atai.  ¤¤

A

B,C

P

TS,hj

zus.16

zus.14

zus.27

zus.6

                 
30.11.24

 

 

Die Rebellen haben in kürzester Zeit Aleppo eingenommen und sind heute über die Autobahn weit nach Süden vorgedrungen und haben angeblich die Stadt Hama teilweise erobert. Von der Armee gibt es anscheinend kaum Widerstand, außer massiven Luftangriffen. Russland hat seine Truppen angeblich aus den Kampfgebieten abgezogen. Bei den Kämpfen sollen mehrere hundert Menschen getötet worden sein.  ¤¤

Es gibt inzwischen einige Bilder aus dem Kriegsgebiet, aber weiterhin fast keine Berichte direkt von dort. Nur Nour Qormosh (AJE) berichtet kurz aus Aleppo. - Bei AJE ein Beitrag über die Rebellengruppe Hayat Tahrir al Sham (HTS). Die Nachfolgeorganisation von Al Nusra hat sich von Al Kaida losgesagt, kontrolliert den Großteil des Rebellengebiets um Idlib. Bei AJE, BBC und CNN werden sie neutral als "Rebellen" bezeichnet, bei PressTV als "vom Ausland unterstützte Terroristen", bei den deutschen Sendern als "Islamisten" und "Jihadisten". PressTV wirft ihnen Verbindungen sowohl zu Israel als auch zur Türkei vor. - Einschätzungen bei AJE von Aron Lund, Broderick McDonald, James Dorsey und Joshua Landis, bei der BBC von Mohamed Taha.

A

B,C,Sky

P

R,arj,TS,hj

zus.33

zus.19

zus.7

zus.11

                 
                 
30.11.24

 

"Syrien-Libanon: Wieder vertrieben" - Reportage von Chris Huby und Antoine Boddaert aus dem Kurdengebiet im Nordosten. Hunderttausende Menschen sind wegen Israels Angriffskrieg aus dem Libanon zurück nach Syrien geflüchtet, viele davon ins Kurdengebiet. Dort leben sie jetzt in neuen Flüchtlingslagern.  (NNA)*   ¤

Text von arte: "Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs gegen den Diktator Assad fanden seit 2011 viele Syrer Zuflucht im Libanon. Nun fliehen sie vor dem neuen Krieg im Libanon. Zehntausende von ihnen meiden auf der neuen Flucht die vom Regime in Damaskus gehaltenen Gebiete und finden sich in einem der wenigen für sie halbwegs sicheren Gebiete wieder: dem von den Kurden gehaltenen Nordosten Syriens.
Dort trafen zwischen Oktober und November die ersten 50.000 Flüchtlinge ein. Ihre Lage bleibt jedoch unsicher angesichts der elenden Verhältnisse vor Ort, dem wachsenden Terror und der Gefahr eines neuen Krieges zwischen Kurden und Türken."

arep

 

25

 

     (Video?)    
1.12.24

Während die salafistischen Rebellen nach der Einnahme Aleppos weiter nach Süden vorrücken, bombardieren russische und syrische Flugzeuge Wohngebiete in Aleppo und Idlib. Diverse Berichte. (Unklar, von wem eigentlich die Bilder aus dem Rebellengebiet kommen, anscheinend von den Rebellen selbst.) PressTV meldet, die Armee habe in drei Tagen 1000 "Terroristen" getötet. Einschätzungen bei AJE von Andreas Krieg¤

A

B,C,Sky,P

R,arj,TS

zus.13

zus.15

zus.5

                 
1.12.24

"Inside Story: What’s next for Syria’s President Bashar al-Assad and his allies?" - James Bays spricht mit Aymenn Jawad Al-Tamimi (Middle East Forum), Fuad Sayed Issa (Hilfsorganisation "Violet") und Ranj Alaaldin (Middle East Council on Global Affairs).  (NNA)*

A 28
           
2.12.24

Weiterhin schwere Luftangriffe von syrischen und russischen Flugzeugen auf das Rebellengebiet, u.a. die Stadt Idlib. Angeblich schickt das Regime frische Bodentruppen in das Kampfgebiet. Sonst kaum neue Infos zum Verlauf der Kämpfe. Als einziger Reporter berichtet Nour Qormosh für AJE direkt aus Aleppo, allerdings nicht sonderlich informativ. Anscheinend ist dort alles ruhig und friedlich. Weiter diverse Berichte mit Bildmaterial von den Rebellen. - Irans Außenminister macht bei einem Besuch in Damaskus Israel und die USA für die Entwicklung verantwortlich - die Türkei erwähnt er nicht.  ¤

A

B,C,Sky,P

hj,E,NC

zus.9

zus.15

zus.3

                 
2.12.24

"Inside Story: How are powers involved in Syria reacting to the opposition offensive?" - James Bays spricht mit Omer Ozkizilcik (Omran Center for Strategic Studies, Ankara), Prof. Hassan Ahmadian (Teheran) und Vyacheslav Matuzov (russischer Ex-Diplomat).  (NNA)*

A 27
           
3.12.24

Die Rebellen dringen angeblich weiter in die Provinz Hama vor. Die Stadt Aleppo haben sie inzwischen vollständig unter Kontrolle. Das Regime antwortet weiterhin vor allem mit Luftangriffen auf Zivilisten. Berichte bei AJE und CNN. Auf deutsch heute ausführliche Berichte und Hintergrundinfos bei arte und im ZDF. Einschätzungen im "heute-journal" von drei Korrespondentinnen, bei arte von Kristin Helberg¤

A

C

R,arj,hj

zus.6

3

zus.19

           
4.12.24

Weitere Luftangriffe der Armee auf das Rebellengebiet in Idlib. Bei Hama gibt es angeblich eine Gegenoffensive der Armee gegen die vorrückenden HTS-Rebellen. Bei Aleppo haben die Rebellen einen weiteren Militärflugplatz eingenommen. Infos und Berichte heute nur bei AJE, u.a. von Nour Qormoush in Aleppo.

A zus.4
           
4.12.24

Bei "Markus Lanz" erklärt Kristin Helberg Hintergründe der neuen Eskalation. Die Islamisten der HTS seien ideologisch nicht mehr so extrem wie früher Al Nusra und auch keine Jihadisten, weil sie im Gegensatz zu ISIS keine internationale Agenda haben.  ¤

ZDF 18
5.12.24

 

 

Die islamistischen Rebellen der HTS haben kampflos die Stadt Hama eingenommen, nachdem die Armee von dort abgezogen ist. Der Vormarsch der Rebellen geht weiter, nun in Richtung Homs. In Hama haben sie hunderte Gefangene aus dem Staatsgefängnis freigelassen.  ¤¤

Bei AJE ausführliche Infos und Berichte. Sohaib al Khalaf berichtet aus Hama, wo viele Bewohner die "Befreiung" feiern. Einschätzungen von Marwan Kabalan und Joshua Landis. Bei CNN ebenfalls ausführliche Infos. Jomana Karadsheh berichtet aus Aleppo, von ihr außerdem ein längeres Interview mit Abu Mohammad al-Jolani, dem Anführer der Hayat Tahrir al-Sham (HTS), der sich betont moderat gibt und die Disziplin seiner Kämpfer betont. (Einige vergleichen ihn mit Che Guevara. Zumindest äußerlich gibt es tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit.) - Bei den deutschen Sendern nur wenige kurze Berichte.  ¤

A

C,Sky

arj,TT

zus.29

zus.22

zus.4

                 
           
6.12.24

 

Nach der Einnahme von Aleppo und Hama stehen die Rebellen nun vor Homs. Am Abend meldet AJE, daß sie auch bis nach Deraa ganz im Süden vorgedrungen sind. Die Armee zieht offenbar im ganzen Land ihre Truppen ab und konzentriert sie in Damaskus. Zugleich weiter Luftangriffe auf die Rebellengebiete, u.a. auf Brücken. Inszenierte Bilder von jubelnden Leuten in "befreiten" Orten.  ¤¤

Bei AJE ausführliche aktuelle Infos aus mehreren Landesteilen. Einschätzungen von Marwan Bishara und Joshua Landis. Landis glaubt, dies seien die letzten Tage des Assad-Regimes, auch eine Folge der Schwächung Russlands durch den Ukraine-Krieg. - Berichte auch bei allen anderen internationalen und bei den deutschen Sendern. Bei den Tagesthemen Einschätzungen von Kristin Helberg.

A

B,C,Sky

R,arj,TS,hj,TT

zus.34

zus.16

zus.20

                 
                 
7.12.24

 

 

 

 

 

 

Die Rebellen haben nach Hama auch Homs eingenommen und dort die Insassen des Gefängnisses freigelassen. Im Laufe des Abends dann immer mehr Meldungen, daß die Rebellen Damaskus eingekreist haben und in die Stadt vordringen. Hunderte Regierungssoldaten sollen sich in den Irak abgesetzt haben. Dann Gerüchte, Präsident Assad habe mit unbekanntem Ziel das Land verlassen.

Im Laufe der Nacht wird klar: das Assad-Regime ist gestürzt. Zuletzt hat es praktisch keinen Widerstand der Armee mehr gegeben. Von überall kommen Bilder von Leuten (meist nur Männern), die auf den Straßen den Sieg der "Revolution" feiern und Assad-Statuen stürzen. Wo Assad hin ist, ist unbekannt. Premierminister Al Jalali erklärt, er werde nicht flüchten, er wolle eine geordnete, friedliche Machtübergabe¤¤

Hauptthema natürlich bei allen Sendern. Die meisten haben allerdings Schwierigkeiten, Informationen aus dem Land zu bekommen. Bei CNN kommen die Nachrichten vor allem aus London (von Nic Robertson), bei der BBC aus Doha, bei Sky News aus Jerusalem. AJE ist näher dran, hat bereits Leute in Homs. Und sehr wertvoll ist Zeina Khodr. Sie wartet am Grenzübergang vom Libanon, eine Viertelstunde von Damaskus, bringt mehrmals live ausführlich den aktuellen Stand, sehr präzise Informationen, ausführliche Hintergrundinfos, politische Einordnungen. Zuerst telefonisch, später in Live-Schalten, umringt von feiernden Leuten, die sie nebenbei live übersetzt. Sie ist wohl die erste, die den Satz sagt: "Das Assad-Regime ist gestürzt." Leider nichts davon bei YT. Dazu bei AJE mehrere Hintergrundberichte (u.a. einer über den Anführer der HTS und mutmaßlichen neuen Staatschef, Abu Mohammad al-Jolani). Einschätzungen von Marwan Bishara (noch am Nachmittag, über das Desaster für Russland), sowie (in der Nacht) von Karam Shaar und Mouaz Moustafa (beide Exil-Oppositionelle) sowie Joshua Landis. Bei arte Einschätzungen von David Rigoulez-Roze.

A

B,C,Sky

R,arj,TS,hj,TT,E

 

 

zus.92

zus.34

zus.20

 

 

                 
                 
7.12.24

"Inside Story: What's next for Syria's President Bashar Al Assad?" - Diesmal nicht aus dem Studio, sondern live mit Publikum vom Doha-Forum in Katar. James Bays spricht mit Charles Lister (Middle East Institute), Marie Forestier (European Institute of Peace) und Sawsan Abou Zainedin (Madaniya, eine unabhängige syrische Basisgruppe). (NNA)*

A 29
           
8.12.24

 

 

 

 

 

 

Das Assad-Regime ist gestürzt, der Ex-Präsident ist nach Moskau geflüchtet und erhält dort Asyl. In den Gefängnissen werden die Insassen freigelassen. Der Anführer der HTS, Al-Jolani, hält in der großen Moschee eine Ansprache vor hunderten Kämpfern. Er spricht vom "Sieg der islamischen Nation" und ruft zu Ordnung und Disziplin auf. Im Präsidentenpalast, der iranischen Botschaft und einigen anderen Plätzen gibt es trotzdem Plünderungen, aber im Allgemeinen verläuft die Revolution bislang tatsächlich friedlich. Es gibt keine Kämpfe mit der Armee, die meisten Soldaten haben wohl ihre Uniformen weggeworfen und sich verdrückt. Angeblich gibt es eine Vereinbarung, daß die russischen Stützpunkte nicht angegriffen werden. In Damaskus hört man viel Gewehrfeuer, Freudenschüsse in die Luft. Aus dem Libanon kehren bereits zahlreiche Geflüchtete ins Land zurück.  ¤¤ 

Bei AJE berichtet Zeina Khodr den ganzen Tag immer wieder live, erst vom Grenzübergang, dann direkt aus Damaskus. Beeindruckende, bewegende und höchst informative Live-Reportagen. Ein paar Stunden später schicken auch BBC und CNN ihre Leute nach Damaskus, Barbara Plett (BBC) behauptet, sie sei die erste westliche Journalistin dort. Clarissa Ward (CNN) kommt noch etwas später dazu. Diverse zusammenfassende Berichte. Bei AJE ein Bericht über die Öffnung der Foltergefängnisse, bei der man einige längst Totgeglaubte wiedergefunden hat. Und ein Rückblick auf den 13 Jahre langen Krieg.

Einschätzungen bei AJE von Andreas Krieg, Marwan Bishara und Prof. Stephen Zunes, im deutschen TV von Volker Perthes und Guido Steinberg (beide im ZDF), Kristin Helberg und Bente Scheller (beide bei der ARD), und Daniel Gerlach (bei arte). Bei den Tagesthemen ein Kommentar von Thomas Aders. (Alle NNA)*

A

B,C,Sky

R,arj,TS,hj,TT,E

 

 

zus.58

zus.16

zus.47

 

 

                 
                 
           
8.12.24

Syrien / Israel : Israels Regime nutzt das Machtvakuum in Syrien aus und lässt seine Armee die Pufferzone auf dem Golan (also weiteres syrisches Gebiet) besetzen. Zugleich bombardiert Israels Luftwaffe etliche Ziele in Syrien, u.a. in Damaskus. Angeblich soll es sich um Waffenlager des Regimes handeln. Bei AJE leider nur sehr knappe Infos darüber, und einige Bilder von brennenden Gebäuden. Etwas mehr bei BBC und CNN, u.a. ein OT von Netanjahu, der erklärt, der Umsturz in Syrien sei die direkte Folge von Israels Krieg gegen Iran und Hisbollah. Bei arte Einschätzungen von Uri Schneider zum zukünftigen Verhältnis beider Länder.  ¤ 

A,B,C,arj

zus.15
8.12.24

Beim "Listening Post" spricht Richard Gizbert mit dem unabhängigen syrischen Journalisten Karam Nachar ("Al-Jumhuriya") über die aktuelle Entwicklung und die Einordnung der Rebellengruppe HTS, früher Hardcore-Jihadisten und Verbündete von Al Kaida, inzwischen anscheinend gemäßigter und weltoffener.

A 10
8.12.24

Weltweit feiern aus Syrien Geflüchtete den Sturz des Assad-Regimes. Bei AJE Berichte aus Berlin, Istanbul und Bukarest, diverse Berichte im deutschen TV, u.a. bei buten & binnen von der Freudendemo in Bremen mit mehr als 2000 Teilnehmerinnen.  ¤ 

A,R,TS,hj,E,b&b

zus.23
           
9.12.24

 

 

 

 

 

Die neue Staatsführung nimmt Formen an. Mohamed al Bashir wurde zum neuen Premierminister ernannt. Sowohl aus dem Libanon wie aus der Türkei kehren hunderte Geflüchtete ins Land zurück. In vielen Orten wird immer noch auf den Straßen gefeiert. - Im Norden hat die pro-türkische SNA die Stadt Manbij eingenommen, die bisher von den kurdischen SDF kontrolliert wurde. Die Türkei führt Luftangriffe auf das Kurdengebiet durch. - In Deir az-Zor sind bei Protesten gegen die kurdischen SDF sechs Teilnehmer getötet worden. ¤¤

Inzwischen haben alle internationalen Sender einen oder mehrere Korrespondenten in Syrien. Zeina Khodr (AJE), Firas Kilani (BBC) und Clarissa Ward (CNN) berichten aus dem Foltergefängnis Sednaya bei Damaskus. Hunderte Leute aus dem ganzen Land kommen dorthin, um nach ihren "verschwundenen" Angehörigen zu suchen oder wenigstens zu erfahren, was auch ihnen geworden ist. Angeblich haben die Bewacher noch vor ein paar Tagen hunderte Insassen als Geiseln nach Latakia verschleppt. Nur ein paar hundert Insassen wurden befreit. - Bei den deutschen Sendern gilt das Hauptinteresse der Frage, wann die syrischen Flüchtlinge wieder nach Hause gehen.  ¤

Einschätzungen bei AJE von Marwan Bishara und Colin Clarke, bei CNN von H.A. Hellyer, bei ZiB von Prof. Peter Neumann, und im ZDF von Golineh Atai. Diese ist sehr skeptisch über die HTS, die früher die Terrorangriffe der Al Kaida bejubelt hat, die in ihren eigenen Gefängnissen in Idlib weiterhin politische Gefangene festhält und in Damaskus angeblich bereits Frauen und Christen als Richter entlassen hat.  ¤

A

B,C,Sky

ht,arj,TS,hj,E,ZiB

 

zus.31

zus.40

zus.37

 

                 
                 
9.12.24

Syrien / Israel : Mehr über Israels Einmarsch in die bisherige "Pufferzone" am Golan. Israels Regime behauptet, es handle sich um einen räumlich und zeitlich begrenzten Schritt "aus Sicherheitsgründen". Heute hat Israel weitere sehr umfangreiche Luftangriffe in Syrien durchgeführt, erneut angeblich auf Waffenlager des alten Regimes. Infos darüber nur bei AJE und CNN. Jeremy Diamond (CNN) berichtet direkt vom Golan. Einschätzungen zu den Angriffen und zu Israels Interessen in Syrien bei AJE von Marwan Bishara und Yossi Mekelberg, bei PressTV von Ali Rizk. - Bei allen deutschen Sendern kein Wort darüber, ebenso fast nichts über die Angriffe der Türkei auf die Kurdengebiete.  ¤

A,C,P zus.27
                 
9.12.24 Israel Palästina - Essentials / Syrien : "Inside Story: What are Israel’s plans in Syria?" - Dareen Abughaida spricht mit den Nahost-Expertinnen Robert Geist Pinfold, Akiva Eldar und Salma Daoudi über Israels Expansionspläne in Syrien und die Rolle der pseudoreligiösen Fanatiker in Netanjahus Regime dabei.  (NNA)*  ¤ A 28
           
10.12.24

 

 

 

In Damaskus normalisiert sich das Leben, Banken und Geschäfte sind wieder geöffnet. Der neue Premierminister Mohammed al Bashir beginnt mit der Bildung einer neuen Regierung und trifft dazu auch Vertreter des alten Regimes. Auch in Latakia, der Hochburg von Assad, ist die Revolution friedlich verlaufen. Die russische Basis wurde nicht angegriffen. Auf den Straßen feiern zehntausende Menschen (auf den Bildern sieht man jetzt auch Frauen, meist mit Kopftuch). ¤¤

Bei allen Sendern berichten jetzt Reporter aus Damaskus. Besonders ausführliche Berichte heute bei Sky News. U.a. berichtet Stuart Ramsay aus einem Krankenhaus, wo etwa 30 Leichen untersucht werden, die man in einem Kühlhaus gefunden hat, offenbar Regimegegner, die zu Tode gefoltert wurden. Außerdem spricht Zein Jaafar (gemeinsam mit zahlreichen syrischen Journalisten) nochmal mit dem Anführer der HTS, al-Jolani. Noch zwei Berichte über Assads Foltergefängnisse, von Jomana Karadsheh (CNN) aus Deraa, und von Karim el-Gawhary (ORF) aus einer Geheimdienstzentrale in Damaskus.  ¤

Einschätzungen bei AJE von Brian Phillips zu dem Problem, daß die HTS und ihre Verbündeten bisher noch auf der Terrorliste der USA stehen. Im ZDF Einschätzungen von Peter Neumann zu den neuen scheinbar geläuterten Machthabern.

A

B,C,Sky

arj,TS,hj,TT,ZiB

 

zus.15

zus.26

zus.27

 

                 
10.12.24

Syrien / Israel : Israel führt im ganzen Land hunderte Luftangriffe durch, angeblich gegen Waffenlager und Depots mit Chemiewaffen. Außerdem sind israelische Panzer vom Golan aus tief nach Syrien vorgedrungen, angeblich bis kurz vor Damaskus. Nach israelischen Angaben wurde die gesamte syrische Marineflotte zerstört. Die UN kritisieren das Vorgehen Israels in Syrien. - Berichte und Infos darüber nun bei den meisten Sendern. Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara. - Über die schweren Angriffe der türkischen Armee gegen die Kurden in Nordsyrien dagegen praktisch keine Infos.  ¤

A,B,C,Sky,

R,arj,TS

zus.16

zus.7

                 
10.12.24

Syrien / Israel: Bei "Markus Lanz" Erläuterungen von Daniel Gerlach (Nahostexperte) und Alfred Hackensberger (berichtet für Springer aus Damaskus) zu den Vorgängen in Syrien und zur Rolle von Israel und der Türkei dabei. Teilweise interessant. Leider nur stellenweise gesehen. ¤  - Die zweite Hälfte der Sendung ging dann nur noch darum, wie Deutschland die syrischen Flüchtlinge wieder loswird. Abstoßende Debatte.

ZDF 33
11.12.24

 

 

 

 

 

Zunehmend Angaben über Übergriffe der neuen Herren auf Minderheiten (Christen, Aleviten) und angebliche Unterstützer des alten Regimes. In der Nähe von Latakia wurde der Totenschrein von Hafez al Assad niedergebrannt. - Die Stadt Deir az-Zor im Osten des Landes, die bisher von den kurdischen SDF kontrolliert wurde, ist von HTS übernommen worden. Am Vortag hatten pro-türkische SNA bereits die kurdische Stadt Manbij im Norden eingenommen.  ¤

Bei fast allen Sendern nun Korrespondentenberichte aus Syrien. Jeremy Bowen (BBC) berichtet aus Damaskus, wo tausende Leute sich für eine angekündigte öffentliche Hinrichtung eines Assad-Schergen versammelt haben, die dann aber doch nicht stattfand. Dominic Waghorn (Sky News) berichtet aus dem geplünderten Präsidentenpalast über Spuren des exaltierten Luxuslebens des Herrschers. Stuart Ramsay (Sky News) aus dem schwer zerstörten Homs. Zeina Khodr (AJE) berichtet aus Deraa, dem Geburtsort des Aufstandes gegen Assad. Große Teile der Stadt sind bis heute durch Luftangriffe zerstört. Die Leute hoffen nun auf ein besseres Leben. Bei CNN noch ein Bericht über ein geheimes Foltergefängnis in Damaskus, von Clarissa Ward. Jomana Karadsheh (CNN) berichtet aus Damaskus über Spuren der Auflösung von Assads Armee. Soldaten haben ihre Panzer einfach irgendwo stehengelassen und ihre Uniformen und Waffen weggeworfen.  ¤¤

In mehreren Lagerhallen sind tonnenweise Captagon-Pillen gefunden worden. Angeblich stammten 80 % der weltweit hergestellten Menge der illegalen Psychodroge aus Syrien. Der Handel damit soll eine Haupteinnahmequelle des Regimes gewesen sein. Erläuterungen dazu bei AJE von Joshua Landis.

Bei Sky News spricht Alex Rossi mit dem Militärchef der SDF, General Abdi Mazloum, über die neuen Herrscher und die Gefahr, daß ISIS sich nun wieder ausbreiten kann.

A

B,C,Sky

arj,TS,hj,E

 

 

zus.28

zus.33

zus.15

 

 

                 
                 
11.12.24

Syrien / Israel : Israel setzt seine Luftangriffe auf angebliche Waffenlager fort. In zwei Tagen gab es fast 500 Luftangriffe. Angeblich wurden etwa 80 % von Syriens militärischen Kapazitäten zerstört, praktisch die gesamte Marineflotte und die meisten Flugzeuge. Wachsende internationale Kritik daran. Berichte nur bei AJE und CNN, eine Kurzmeldung im ZDF. Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara¤

A,C,h+ zus.15
12.12.24

 

US-Außenminister Blinken spricht mit den Regierungen in Amman und Ankara über die Zukunft Syriens. Der Chef des türkischen Geheimdiensts trifft sich in Damaskus mit dem neuen Ministerpräsident al Bashir.

Weitere Berichte aus den früheren Foltergefängnissen und über die Bemühungen, die dort gefundenen Toten zu identifizieren. Lebend gefunden wurde der US-Bürger Travis Timmerman, der seit Juni vermisst wurde. Clarissa Ward (CNN) berichtet aus der früheren Geheimdienstzentrale in Damaskus und entdeckt im Keller anscheinend einen vergessenen Häftling. (Der Bericht wird heftig kritisiert, eine Inszenierung vermutet.) - Außerdem Berichte über die desolate wirtschaftliche Lage. - Noch ein Bericht von Zeina Khodr aus dem schwer vom Krieg zerstörten Deraa.  ¤

A

B,C,Sky

ht,arj,TS,hj,h+

zus.10

zus.30

zus.19

                 
                 
12.12.24

Syrien / Israel : Israelische Truppen rücken vom Golan aus immer weiter auf syrisches Gebiet vor und haben den Berg Hermon besetzt. Die UN verurteilen die Verletzung der Souveränität Syriens. Bei der ARD eine korrekte Erläuterung der rechtlichen Verhältnisse auf dem Golan, und Sophie von der Tann berichtet von dort, über die Sorgen der Drusen, die den Sturz des Assad-Regimes begrüßen, aber mit den Islamisten nichts zu tun haben wollen. Der israelische Vormarsch in Syrien wird auch kurz erwähnt. - Einschätzungen bei AJE von Daniel Levy und Prof. Stephen Zunes. Beide meinen, daß Israel die neu besetzten Gebiete wohl kaum wieder hergeben wird. Es ist ein weiterer Schritt in Israels Expansionsstreben, Israel nutzt die Gelegenheit um die Landkarte neu zu zeichnen. Bei der ARD Einschätzungen von Guido Steinberg. Auch zu Israel, aber vor allem zur neuen starken Macht in Syrien, der Türkei. Er befürchtet schwere Zeiten für die Minderheiten (Christen, Drusen und vor allem Aleviten).  ¤

A,TT zus.22
           
12.12.24

Syrien / Türkei : Im ZDF berichtet Anna Feist über die Angriffe der Türkei und ihrer Milizen sowie der HTS auf die kurdische FSA. Tausende Zivilisten sind deshalb auf der Flucht. Kämpfer der FSA werden durch die Kämpfe gebunden und können sich nicht mehr um die Bewachung der ISIS-Lager kümmern. Beim "update" Einschätzungen dazu von Ismail Küpeli¤

ht,h+ zus.6
13.12.24

 

Im ganzen Land feiern die Leute nach dem Freitagsgebet zu Zehntausenden den Sieg der "Revolution". Man sieht sehr viel Freude und Optimismus, übrigens auch von Frauen. - Stuart Ramsay (Sky News) berichtet aus Homs. Auf dem Weg dorthin begegnet ihm ein großer Konvoi von russischen Panzerfahrzeugen, offenbar auf dem Weg, über die Türkei das Land zu verlassen. In der Stadt ebenfalls Freudenfeiern. - Mehr über die Gespräche des US-Außenministers in Ankara und Bagdad. - Bei AJE und RTL nochmal Infos über den Fund großer Mengen der Droge Captagon. Der Handel damit soll eine der Haupteinnahmequellen des Regimes gewesen sein.  ¤

Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara zu den weiteren politischen Entwicklungen und den Interessen der Regional- und Weltmächte. Er erinnert nochmal an die Ursache des Aufstiegs von ISIS: das Zerschlagen von Armee und Staat im Irak durch die USA.

A

B,C,Sky

R,arj,TS,hj,h+,E

zus.15

zus.21

zus.14

                 
13.12.24

Syrien / Israel : Israel bombardiert erneut zahlreiche Ziele in Syrien. Bilder von riesigen Explosionen in Damaskus. Bilder von zahlreichen zerstörten Kampfflugzeugen auf einem Militärflugplatz.  ¤

A 7
           
13.12.24

Syrien / Türkei : Bei arte und ARD Berichte über die Offensive der türkischen Milizen gegen die SDF im Kurdengebiet. Matthias Ebert (ARD) berichtet aus der kurdischen Stadt Tall Tamr, die immer wieder von der Türkei bombardiert wird. Man erwartet jeden Tag einen Einmarsch der pro-türkischen Jihadisten. Laut dem Sprecher der SDF sind diese mit ISIS verbündet, genauso wie auch die neuen Machthaber in Damaskus.  ¤

arj,TT zus.8
           
14.12.24

Hauptsächlich Berichte über eine Konferenz in Aqaba (Jordanien), bei der Außenminister westlicher Staaten und aus dem Nahen Osten (einschließlich der Türkei) über die Zukunft Syriens beraten. - Lucy Williamson (BBC) berichtet von einer früheren Luftwaffenbasis bei Damaskus, über die Zerstörungen durch Israels Luftangriffe und das dortige Foltergefängnis. Stuart Ramsay berichtet aus Latakia. Von der russischen Basis dort bringen Transportflugzeuge militärische Ausrüstung außer Landes.  ¤

A

B,C,Sky

ht,arj,TT

3

zus.9

zus.7

                 
14.12.24

Syrien / Türkei : Osama bin Javaid berichtet aus Manbij, das gerade von den türkischen Milizen (SNA) erobert wurde. Ein Sprecher der SNA erklärt, man werde solange weiterkämpfen bis man die SDF vollständig aus dem Land getrieben habe. Der Bericht zitiert Einiges an antikurdischer Propaganda, ohne dem zu widersprechen. - Bei arte ein Bericht aus Kamischli. In der kurdischen Stadt kommen immer mehr Menschen an, die vor den türkischen Milizen geflüchtet sind. Man befürchtet auch hier Angriffe der Türkei und der neuen Machthaber in Syrien, und sieht diese als Verbündete von ISIS.  ¤

A,arj zus.6
           
14.12.24

Syrien / Israel : Bei weiteren israelischen Angriffen auf Zivilisten in ganz Gaza heute mindestens 22 Tote. U.a. wurde in Deir al-Balah das Rathaus zerstört und der Bürgermeister getötet. Berichte aus Gaza nur bei AJE, Meldungen bei BBC und CNN. - Bei der BBC ein Bericht über die Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza. - PressTV meldet, daß in den letzten Tagen eine Gruppe von israelischen Geiseln ("Gefangenen") bei einem israelischen Luftangriff getötet worden ist. - Bei allen deutschsprachigen Sendern wieder kein Wort über Gaza.  ¤¤

A

B,C,P

zus.6

zus.6

                 
15.12.24

Der Alltag in Damaskus normalisiert sich. Christen feiern ihre Sonntagsgottesdienste, die Schulen sind wieder geöffnet. - Erste Kontakte des neuen Regimes zu US-Vertretern, Besuch eines UN-Vertreters in Damaskus. - Bei AJE ein Bericht aus Hama, wo sich hunderte frühere Soldaten vor dem Rathaus versammelt haben und wissen wollen, was nun aus ihnen werden soll. Sie haben ihre Waffen ganz offiziell abgegeben (an wen genau, wird nicht erwähnt). - Golineh Atai (ZDF) berichtet aus einem Vorort von Damaskus über Kinder, die Knochen von ermordeten Assad-Gegnern im Schutt finden. Auch arte nochmal über die Gräueltaten des alten Regimes.

A,B,C

arj,hj

zus.12

zus.6

           
15.12.24

Im "Listening Post" ein Beitrag über den plötzlichen Kollaps des Assad-Regimes und die vollständige Umkehrung der Narrative beim Staatsfernsehen.  ¤

A 10
           
15.12.24

Syrien / Israel : Israel bombardiert weiter Militäranlagen in Syrien. Erstmals verurteilt der neue de-facto Staatschef Al-Jolani Israels Angriffskrieg gegen das Land. Zugleich kündigt Israels Regime an, die Pufferzone am Golan mindestens zwei Monate zu besetzen und auf dem besetzten Golan weitere illegale Siedlungen zu bauen. Bei AJE einige Infos dazu, u.a. im "Listening Post", und Einschätzungen von Ramy Khoury¤

A,B,C zus.7
                 
15.12.24

Syrien / Türkei : Noch ein Bericht von Matthias Ebert aus dem Kurdengebiet, jetzt aus Raqqa. Die SDF wollen sich gegen die Angriffe der Islamisten verteidigen und hoffen dabei auf die Unterstützung der USA.

TS 2
16.12.24

 

 

 

 

Der neue Staatschef Al Sharaa ("Al Jolani") erklärt in einem Interview bei AJE, das neue Regime stelle für niemanden eine Bedrohung dar. Er bittet darum, die Sanktionen gegen Syrien aufzuheben und das Land beim Wiederaufbau zu unterstützen, und fordert Israel auf, die Angriffe auf Syrien zu beenden. - In Damaskus und Izraa sind mehrere Massengräber gefunden worden, offenbar zu Tode gefolterte Gefangene des Assad-Regimes. Berichte bei AJE und Sky News. - Zeina Khodr berichtet aus Darayya. Der Vorort von Damaskus wurde im Krieg fast vollständig zerstört. Jetzt kommen Leute zurück und planen den Wiederaufbau. Genau die gleichen Bilder bei arte, aus Juba, einem anderen Vorort, der ebenfalls komplett zerstört wurde.  ¤

Bei der BBC ein aufschlussreicher Bericht aus Latakia von Quentin Sommerville. Über die große Revolutionsfeier, Befürchtungen der alevitischen Minderheit, Verhaftungen von angeblichen Regimeschergen, den Abzug der russischen Truppen. In einer Szene gehen HTS-Milizionäre gegen Männer einer anderen Miliz vor, die einfach das Haus einer alevitischen Familie besetzt haben. Die HTS-Männer (offenbar sehr diszipliniert und gut organisiert) erklären, daß es dafür keinen Grund gibt, und geben der Familie ihr Haus zurück. (Offenbar war es den HTS wichtig, daß diese Szene mitgefilmt wird. Falls sie wirklich so sind, wie sie sich gerne darstellen, lässt das hoffen.)  ¤

Assad hat sich in Moskau erstmals geäußert und über den Nachrichtendienst Telegram erklärt, er habe nie vorgehabt, zurückzutreten und zu flüchten. - Bei den deutschen Sendern sind die ersten vorsichtigen Kontakte der EU zur neuen Führung in Damaskus Thema. - Bei den Tagesthemen ein Bericht über den Captagon-Handel des alten Regimes.

A

B,C,Sky

arj,TS,hj,TT,E

 

zus.14

zus.19

zus.16

 

                 
16.12.24

Syrien / Israel : Die Bundesregierung kritisiert Israels Pläne, weitere illegale Siedlungen auf dem besetzten Golan zu bauen. Bericht von Sophie von der Tann.

TS 2
16.12.24

Syrien / Türkei : Bei Euronews ein Bericht über die Befürchtungen der Kurden wegen der Machtübernahme der Islamisten und des Vormarsches der türkischen Milizen.

E 1
17.12.24

 

Weitere Massengräber werden entdeckt, teilweise mit angeblich tausenden Toten. Bei AJE berichtet Zeina Khodr darüber aus der Nähe von Damaskus. - Bei AJE ein weiteres Interview mit der neuen Staatsführung, diesmal Premier Al Bashir. Er stellt fest, daß das Land praktisch pleite ist, ausgeplündert und zerstört. Für den Wiederaufbau brauche es Unterstützung und ein Ende der Sanktionen. - Immer mehr Vertreter der EU kommen nach Damaskus und bauen Kontakte zur neuen Führung auf. Berichte bei arte und Euronews. - Bei der BBC berichtet Lyse Doucett aus Homs, der "Hauptstadt der Revolution" und lässt einige Leute erzählen, wie sie das Assad-Regime und den Krieg überlebt haben. - Im ZDF Einschätzungen von Daniel Gerlach zum Verhalten der EU gegenüber den neuen Machthabern. Diese scheinen kluge und weitsichtige Leute zu sein, keine Fanatiker. (Den schwachsinnigen Bericht von Golineh Atai bewahre ich nicht auf. Die Frau trägt mal wieder vollkommen offensichtliche Lügenmärchen weiter.)  ¤

A,B,C

arj,hj,E

zus.16

zus.8

           
17.12.24

Syrien / Israel : Netanjahu besucht das frisch besetzte Gebiet am Mount Hermon (neben dem Golan) und erklärt, seine Truppen würden für längere Zeit dort (also auf syrischem Gebiet) bleiben.

A 1/2
17.12.24

Syrien / Türkei : EU-Chefin Vonderleihen besucht den türkischen Diktator Erdogan und ermuntert ihn, seine Rolle als "entscheidender Spieler" in Syrien weiterzuspielen. Berichte bei AJE und ARD. -  Bei AJE weist der türkische Außenminister Trumps Aussage zurück, die Türkei stecke hinter dem Regimewechsel in Damaskus. - Bei den Tagesthemen berichtet Matthias Ebert weiter aus dem Kurdengebiet (Rojava), jetzt aus Kamishli. Die Türkei blockiert seit fünf Jahren mehrere Flüsse, sodaß bei den Kurden kein Wasser mehr ankommt. Tausende Menschen aus Nordsyrien flüchten vor den türkischen Jihadistenmilizen ins Kurdengebiet. Auch bei arte ein Bericht aus Rojava.  ¤

A,arj,TS,TT zus.15
                 
18.12.24

In Damaskus ist der Flughafen wieder für Passagierflugzeuge geöffnet worden. - Weitere Berichte über die Massengräber aus der Assad-Zeit. - Zeina Khodr berichtet über den Drogenhandel des Assad-Regimes. - Ein weiteres Interview mit dem neuen Staatschef Ahmed al-Sharaa, diesmal von Jeremy Bowen bei der BBC. Einschätzungen dort von Jeremy Bowen und Mouaz Moustafa. - Euronews berichtet über den Neuaufbau der Polizei.  ¤  (Es gab noch ein paar mehr, meist redundante Berichte. Den Bericht von Golineh Atai habe ich heute ignoriert. Ich mag Leute nicht, die Lügenmärchen verbreiten.)

A,B,E zus.22
                 
18.12.24

Syrien / Israel : Im neu besetzten syrischen Gebiet vertreiben israelische Soldaten die syrischen Bewohner. Mohamed Vall berichtet darüber aus Quneitra (im syrischen Grenzgebiet). Einschätzungen von Rob Geist-Pinfold. Bei der Tagesschau ein ordentlicher Bericht von Ramin Sina.

A,TS zus.9
           
18.12.24

Syrien / Türkei : Im ZDF zwei Berichte, von Anna Feist (aus Kobane) und Phoebe Gaa (irgendwo aus dem Grenzgebiet) über den Vormarsch der türkischen Milizen ins Kurdengebiet und die Hoffnung der demokratischen Kurden auf Hilfe durch die USA.  ¤

ht,ausljn zus.9
19.12.24

Interview mit dem Regierungssprecher Obaid Arnaut. - In Damaskus haben einige hundert Leute (vor allem Frauen) demonstriert. Sie fordern Demokratie und gleiche Rechte für Alle.

A zus.4
           
19.12.24

Syrien / Israel : Guterres (UN) verurteilt die andauernde Verletzung von Syriens Souveränität durch Israels Luftangriffe und die Besetzung neuer Gebiete am Golan. OT und Infos aus New York.

A 3
           
19.12.24

Syrien / Türkei : Die türkische Regierung dementiert US-Angaben über einen Waffenstillstand zwischen türkischen Milizen (SNA) und den Kurden (SDF). Bei AJE Infos aus Istanbul. - Matthias Ebert berichtet aus dem Lager al Hol, wo die Kurden immer noch 40.000 ISIS-Anhänger und deren Familien festhalten. Die eigentlichen ISIS-Kämpfer sitzen in einem Hochsicherheitsgefängnis. Viele hoffen, daß die neue Regierung in Damaskus dafür sorgt, daß sie freikommen.  ¤

A,TT zus.6
           
20.12.24

In Damaskus treffen erstmals Vertreter der USA den neuen Regierungschef Al-Sharaa, der eigentlich noch auf der Terrorliste der USA steht. Bei AJE Infos aus Damaskus von Resul Serdar und ein Bericht. - Das ZDF meldet, daß es in Damaskus auch heute eine Demo für Demokratie und Frauenrechte gab. ¤

A

ht

zus.10

1/2

           
20.12.24

Syrien / Israel : Meldung: in Deraa haben israelische Soldaten auf syrische Demonstranten geschossen, die den Abzug der Invasionstruppen forderten. - Im ZDF berichtet Golineh Atai aus der ehemaligen, nun von Israel besetzten Pufferzone am Golan.

A,hj zus.6
20.12.24

Syrien / Türkei : Erdogan kündigt erneut an, er werde die von den USA unterstützten kurdischen Kämpfer "eliminieren" und er werde das neue Regime beim "Kampf gegen den Terror" unterstützen. Infos bei AJE. - Bei arte ein Bericht aus dem Kurdengebiet. Proteste gegen den türkischen Einmarsch, heftige Kämpfe mit türkischen Milizen bei Kobane. (Die Tagesschau wiederholt den gestrigen Bericht aus Al Hol.)

A,arj zus.5
21.12.24

Das neue Regime veranstaltet in Damaskus ein Treffen aller am Umsturz beteiligten Fraktionen. Zugleich hat Regierungschef al-Sharaa Asaad al Shibani als Außenminister und Murhaf Abu Qasraals als Kriegsminister berufen. Die USA haben ihren Haftbefehl gegen al-Sharaa aufgehoben. - Noch ein Bericht über die Untersuchung von Massengräbern mit tausenden Opfern des Assad-Regimes. - In Latakia lassen tausende Soldaten des alten Regimes sich registrieren und geben ihre verbliebenen Waffen ab.  ¤

A zus.11
                 
21.12.24

Syrien / Türkei : Ein Bericht aus dem Kurdengebiet stellt einige kurdische Soldatinnen der YPG vor. "Wir müssen nun wieder gegen ISIS und deren Ableger kämpfen. Sie sind Feinde der Menschheit und trotzdem hilft uns niemand. Die Großmächte sind unfähig, die Türkei dazu zu bringen, die Finanzierung dieser Islamisten einzustellen."  ¤

arj 3
22.12.24

Der türkische Außenminister berät in Damaskus mit der neuen Regierung. Er erklärt, für die kurdischen "Terroristen" (PKK und YPG) gebe es in Syrien keinen Platz mehr. Ausführliche Infos aus Damaskus bei AJE. - Mohamed Vall berichtet aus Damaskus über den Neuaufbau der Polizei. Die meisten früheren Beamten können ihren Dienst wieder aufnehmen. - Die UN weisen darauf hin, daß in Syrien weiterhin eine humanitäre Krise herrscht. - Bei arte ein Bericht über die Sorgen von Frauen, daß sie im neuen Syrien ihre Rechte verlieren könnten. Und über die Frauendemos in dieser Woche. - Bei der Tagesschau ein Bericht über die Suche nach Überresten ermordeter Assad-Gegner.  ¤

A

arj,TS

zus.11

zus.5

                 
22.12.24

Im "Listening Post" ein Beitrag über die regionalen Auswirkungen des Sturzes des Assad-Regimes. Iran und die Türkei sortieren ihre Beziehungen neu, Israel nutzt die Lage zur Expansion. Wie sich das in den jeweiligen Medien spiegelt.  ¤

A 11
           
23.12.24

Die neue Regierung empfängt weitere internationale Vertreter, u.a. aus Katar und Jordanien. Regierungschef al-Sharaa lobt besonders Katar für dessen Unterstützung der Rebellion gegen Assad. - Ein Bericht über die Suche nach weiteren Massengräbern des Assad-Regimes in Homs. Auch die UN unterstützen die Aufklärung der Verbrechen und die Verfolgung der Täter des alten Regimes.

A zus.8
                 
23.12.24

Syrien / Türkei : Anna Feist berichtet aus dem Grenzgebiet über die Offensive der Türkei und ihrer Milizen (SNA) gegen die kurdische FSA bei Kobane.

hj 3
24.12.24

Die diversen früheren Rebellengruppen (HTS, SNA und FSA und drei weitere) haben bei einem Treffen in Damaskus beschlossen, eine gemeinsame Armee unter Kontrolle des neuen Kriegsministeriums zu bilden. Die kurdischen SDF wurden nicht beteiligt. - Die USA und Israel haben bei Palmyra ISIS-Einheiten bombardiert und mehrere Personen getötet. - Die christliche Minderheit feiert Weihnachten. Proteste, weil in Hama irgendjemand ihren großen Weihnachtsbaum angezündet hat.

A

B,C

arj

zus.9

zus.4

3

           
25.12.24

 

 

In mehreren Städten vor allem im Westen des Landes demonstrieren tausende Alewiten. Die Proteste wurden ausgelöst durch ein Video, das die Zerstörung eines alewitischen Schreins zeigt. Das Video ist allerdings schon einige Jahre alt. Die Regierung erklärt, seit dem Umsturz habe es keine solchen Vorfälle gegeben. In Tartus, Homs und Latakia soll es wegen des Videos Zusammenstöße gegeben haben. Die Regierung hat deshalb dort eine Ausgangssperre verhängt. Infos bei AJE. - Am Morgen meldet die BBC, daß bei Kämpfen mit Anhängern des Assad-Regimes 14 Polizisten getötet wurden. Erste Einschätzungen dazu von Said Shehata¤

Mohamed Vall berichtet aus Tadmur (Palmyra), das jetzt von der HTS kontrolliert wird. Die Stadt ging seit 12 Jahren immer wieder zwischen ISIS und Syriens Armee hin und her und quillt über von Waffen. - Außerdem ein Bericht über die christliche Minderheit und ihre Weihnachtsfeiern und die zwiespältigen Erwartungen an die neuen Herrscher. 

A

B

 

zus.12

2

 

                 
25.12.24

Syrien / Türkei : Weiter schwere Kämpfe zwischen türkischen Milizen und der kurdischen SDF. Erdogan kündigt wiederholt an, er werde die Kurden "beerdigen", wenn sie sich nicht ergeben würden. Bei AJE ein paar Infos.

A 3
26.12.24

Die neue Regierung führt Gespräche mit Vertretern des Irak. - Ein Bericht aus dem im Krieg zerstörten palästinensischen Flüchtlingslager Yarmouk. - Bei AJE leider kaum weitere Infos über die Proteste der Alewiten. Ein Bericht darüber von Matthias Ebert (ARD). - Bei arte ein Bericht aus Raqqa über Angriffe der ISIS-Terroristen. - Euronews berichtet über das Verbrennen von großen Mengen Drogen, die das Assad-Regime hatte produzieren lassen. 

A

arj,TS,E

zus.6

zus.6

27.12.24

Tag der Erinnerung an die Opfer des Assad-Regimes, weitere Freudenfeiern. - Die neuen Herrscher verhaften mehrere Vertreter des alten Regimes. - Resul Serdar berichtet aus Douma. Der Vorort von Damaskus wurde im Krieg weitgehend zerstört und (angeblich) mehrmals mit chemischen Waffen angegriffen. - Im ZDF berichtet Anna Feist aus Damaskus über die Sorgen von Alewiten und Christen. - Bei arte ein Bericht aus Idlib, das schon seit sieben Jahren von den Rebellen (heute HTS) kontrolliert wurde. Anscheinend haben sie dort einen ganz ordentlichen Staat aufgebaut.  ¤

A

ht,arj

zus.11

zus.5

                 
27.12.24

Syrien / Türkei : Mohamed Vall berichtet aus Manbij über den Krieg der türkischen Milizen gegen die Kurden. Keine militärischen Details, sehr wohlwollende Darstellung der türkischen Seite. - Matthias Ebert (ARD) berichtet aus Homs über Kriegsverbrechen der türkischen Milizen im Kurdengebiet und Befürchtungen, daß die neuen Machthaber und ihre türkischen Freunde die ISIS-Gefangenen aus den Lagern der SDF befreien könnten.

A,TT zus.5
           
28.12.24

In Latakia und Tartus gehen die Sicherheitskräfte des neuen Regimes weiter gegen Überreste des Assad-Regimes vor. - In Damaskus reden immer mehr internationale Vertreter mit der neuen Führung, u.a. aus Libyen, Bahrain und Ägypten. - Die USA und die Türkei sind uneins über die Rolle der SDF (Kurden) im neuen Syrien. Für Biden sind sie Verbündete im Kampf gegen ISIS, für Erdogan sind sie selbst "Terroristen".

A 5
29.12.24

In Homs sind weitere Massengräber des Assad-Regimes gefunden worden. Eines davon soll sehr groß sein. Infos aus Damaskus von Hashem Ahelbarra. - Israel hat erneut ein Munitionslager bei Damaskus bombardiert. Dabei sollen zehn Personen getötet worden sein. -  Osama bin Javaid berichtet aus Latakia. Der Hafen und die Kriegsmarine sind durch die israelischen Luftangriffe komplett zerstört. - Bei der BBC berichtet Yogita Limaye aus Damaskus. Sie spricht mit Ex-Soldaten des Assad-Regimes sowie mit Alewiten, die erzählen, es habe seit Assads Sturz einige Rachemorde an Alewiten gegeben. Die HTS distanziert sich von diesen Angriffen.  ¤

A,B zus.8
30.12.24

 

Das neue Regime führt Gespräche mit Vertretern Katars und Kuwaits. Auch der ukrainische Außenminister besucht Damaskus und verspricht Lebensmittelhilfe. Ausführliche Hintergrundinfos von Resul Serdar. - Osama Bin Javaid berichtet aus Latakia über die russischen Luftwaffen- und Marinebasen. Die Russen sind immer noch am Abziehen, teilweise wurden die Basen durch Israels Luftangriffe zerstört. Die HTS haben rundherum Checkpoints errichtet und warten darauf, die Basen zu übernehmen. - Mohamed Vall berichtet aus Aleppo über zurückgelassene Waffen von Assads Armee, die wohl zu großen Teilen von Unbekannten übernommen wurden und noch für einige Sicherheitsprobleme sorgen könnten. - Bei arte ein Bericht über den Neuanfang. Soldaten geben ihre Waffen ab, die neuen Machthaber kündigen eine neue Verfassung an und Wahlen in vier Jahren ¤

A,arj

 

zus.14

 

                 
30.12.24

Syrien / Türkei : Anne Feist berichtet über die Offensive der türkischen Islamisten gegen kurdisch-demokratische Kämpfer in der Nähe von Kobane.

h+ 3
31.12.24

In Damaskus werden das neue Jahr und das neue Zeitalter mit Feuerwerk begrüßt. Die neue Regierung plant für die nächsten Tage eine große Konferenz des nationalen Dialogs, die u.a. auch über den Weg zu einer neuen Verfassung beraten soll. Außenminister Asaad al Shaibani sagt im Interview bei AJE, seine Regierung habe einen regionalen Krieg (mit Israel) verhindert. Er fordert, Israel solle Syriens Grenzen respektieren. Keine klare Verurteilung von Israels Angriffen gegen Syrien, Libanon und Gaza. - Berichte aus Homs und Aleppo. Beide Städte wurden im Krieg schwer zerstört und planen nun den Wiederaufbau.  ¤

A zus.10
           
1.1.25

Tausende frühere Soldaten und Polizisten geben ihre Waffen ab und lassen sich registrieren, um später vielleicht in die neuen Staatsorgane reintegriert zu werden. Die meisten von ihnen sind Alewiten, sie hoffen auf das "Versöhnungsprogramm" der neuen Machthaber.

arj 3
2.1.25

In Homs führen die "Sicherheitskräfte" des neuen Regimes Razzien durch gegen Vertreter des alten Regimes, die sich weigern, ihre Waffen abzugeben. -  Außenminister Shaibani ist zu seiner ersten Auslandsreise beim Saudi-Regime in Riad. - Osama bin Javaid berichtet aus der antiken Stadt Busra über den illegalen Handel mit archäologischen Objekten, der seit dem Krieg floriert.

A zus.5
3.1.25

Die Außenministerinnen von Frankreich und Deutschland besuchen Damaskus und reden mit Regierungschef Al Sharaa. Sie kündigen Unterstützung für das Land an, warnen aber vor einer islamistischen Diktatur. Die Sanktionen sollen vorerst nicht aufgehoben werden. Bei allen deutschen Sendern wird darauf hingewiesen, daß Sharaa Frau Baerbock nicht die Hand geben wollte.

A

R,arj,TS

3

zus.7

           
3.1.25

Syrien / Israel : Satellitenbilder zeigen, daß Israels Armee vom Golan aus immer weiter auf syrisches Gebiet vorrückt. Osama bin Javaid berichtet aus Quneitra, in Sichtweite der israelischen Panzer.

A 4
           
4.1.25

Der internationale Flughafen von Damaskus ist offiziell wieder eröffnet worden, ab Dienstag sollen dort wieder Linienflüge starten und landen. - Mohammed Vall berichtet aus Idlib, das bereits seit acht Jahren von den Rebellen der heutigen HTS kontrolliert wurde. Anscheinend haben sie dort eine recht gut funktionierende Verwaltung aufgebaut.

A zus.5
           
5.1.25

Außenminister Shaibani besucht mit einer Delegation Katar. - Resul Serdar berichtet aus dem Stadtteil Al Asali in Damaskus, der im Krieg von den Regierungstruppen fast vollständig in Trümmer gelegt wurde. - Jomana Karadsheh (CNN) berichtet aus einer Einrichtung in Damaskus, in der angeblich Chemiewaffen hergestellt wurden.

A

C

zus.6

6

           
5.1.25

Syrien / Türkei : Vera Rudolph berichtet aus Kobane über kurdische Frauen, die sich mit Waffen an der Abwehr der türkischen Angriffe beteiligen. Hoffnungen auf Deutschland, nachdem Baerbock sich bei ihrem Besuch in Damaskus vage auf ihre Seite gestellt hat.

TT 3
6.1.25

Die USA haben einige Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufgehoben. U.a. werden bestimmte Geldüberweisungen nach Syrien wieder erlaubt. Infos aus Damaskus von Resul Serdar.

A 3
7.1.25

In Damaskus landen die ersten Linienflüge mit Heimkehrern. - Mohamed Vall berichtet aus Homs, wo die "Sicherheitskräfte" der neuen Machthaber weiter gegen mutmaßliche Zellen von Assad-Unterstützern vorgehen. Einige hundert Leute wurden festgenommen, die meisten aber wieder freigelassen.

A zus.6
           
8.1.25

In Damaskus feiern tausende Leute bei einem Konzert den Sturz des Assad-Regimes vor einem Monat. - Im ganzen Land tauchen wieder private Geldwechsler auf, die ausländische Devisen anbieten. Unter Assad waren solche Geschäfte verboten. Bericht aus Damaskus. - Einschätzungen von Sihan Hatahet zur Stabilität des neuen Regimes.

A zus.5
12.1.25

Bei einer Konferenz in Riad beraten Vertreter der Region, der UN und des Westens über wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau und eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen.

A,arj zus.5
           
15.1.25

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat das Foltergefängnis Sednaya bei Damaskus besucht. Bei Gesprächen mit den neuen Machthabern fordert er diese auf, die Rechte von Minderheiten zu respektieren. Bericht von Mohammed Jamjoom.

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16.1.25

Katars Regierungschef besucht die neuen Machthaber in Damaskus. Er fordert u.a. den sofortigen Abzug Israels von syrischem Gebiet. Erstmals äußert sich auch Al Sharaa dazu, aber sehr zurückhaltend.

A 2
           
16.1.25

Syrien / Türkei : Golineh Atai berichtet aus dem Gefangenenlager Al-Hol. 40.000 ISIS-AnhängerInnen, die auch nach acht Jahren an ihrer Terrorideologie festhalten. Die kurdischen Wärter werden durch die Angriffe der Türkei zusätzlich bedrängt.

hj 3
28.1.25

Ramin Sina berichtet über die beiden russischen Militärstützpunkte in Tartus und Hmeimim, die Russland gerne behalten möchte. Die verbliebenen russischen Soldaten kapseln sich dort ein, das neue Regime scheint nicht mehr auf einen Abzug zu drängen. Zugleich baut Russland neue Basen in Libyen, im Gebiet von General Haftar.

TT 3
29.1.25

Der De-facto-Machthaber Ahmed al-Sharaa ist formell als Übergangspräsident eingesetzt worden. Die Verfassung wurde aufgehoben, alle bewaffneten Gruppen (also auch die HTS) werden aufgelöst. (Unklar, welches Gremium diese Beschlüsse gefasst hat.) In Damaskus feiern Leute auf der Straße. Infos aus Damaskus von Osama bin Javaid, Einschätzungen von Marwan Bishara. Er bemerkt u.a., daß es bisher keinen Hinweise darauf gibt, wer wann und wie eine neue Armee oder eine neue Verfassung aufstellt und wann es Wahlen geben soll.

A zus.8
           
2.2.25

Ramin Sina berichtet aus dem Westen des Landes über einen angeblichen Rachefeldzug der neuen Machthaber gegen die Minderheit der Alewiten, über angebliche Entführungen und Demütigungen.  (Beim "Weltspiegel" gab es eine ganze Ausgabe mit Ute Brucker aus Damaskus. Das war mir dann etwas zu viel.)

TS 2
5.2.25

Clarissa Ward berichtet aus Darayya. Der Vorort von Damaskus wurde im Krieg stark zerstört, jetzt hoffen die Bewohner auf einen Wiederaufbau.

C 3
7.2.25

Der Wistleblower "Caesar", der Massenmorde und Folter des Assad-Regimes aufgedeckt und dokumentiert hatte, hat sich bei Al Jazeera zu erkennen gegeben. Es ist Fared al Madhan, damals Offizier der Militärpolizei. - Osama bin Javaid berichtet aus Damaskus über eine Konferenz von Technikern aus aller Welt, die Syrien beim Wiederaufbau und z.B. bei der Suche nach Blindgängern helfen wollen. - Philip Raillon und Ute Brucker berichten über das frühere Foltergefängnis Sednaya und die Bemühungen, die Täter zu finden und vor Gericht zu bringen.

A,TT zus.8
           
8.2.25

Syrien / Türkei : Vera Rudolph berichtet aus dem Kurdengebiet. Die Türkei und ihre Jihadistenmilizen greifen rund um Kobane immer wieder die kurdischen SDF an. Dabei wurde u.a. der Tisrin-Staudamm schwer beschädigt.

TS 2
16.2.25

"Fake news, rumours and disinformation in post-Assad Syria" - Im "Listening Post" ein Beitrag von Meenakshi Ravi über das komplizierte Machtgefüge nach dem Sturz der Assad-Diktatur. Die Lage wird nicht einfacher dadurch daß zahlreiche Fake News und gefälschte Videos verbreitet werden, etwa über angebliche Gewaltakte gegen Alewiten und Christen. Die Gruppe "Verify Syria" bemüht sich, solche Fälschungen aufzudecken.  ¤

A 10
           
25.2.25

In Damaskus beginnt die "Konferenz des nationalen Dialogs", die über den zukünftigen Weg des Landes diskutieren soll.

A 1
26.2.25

Syrien / Türkei : Jiyar Gol berichtet aus Kobane über den andauernden Krieg der Türkei und ihrer Jihadistenmilizen gegen die Kurden in Nordsyrien. Gezielte Drohnenangriffe der Türkei auf Krankenhäuser und Zivilisten. Für eine Beteiligung der Kurden am neuen Regime in Damaskus gibt es wenig Hoffnung. Frauen spielen dort praktisch keine Rolle.  ¤

B 4
           
27.2.25 Türkei  / Syrien : Der inhaftiere PKK-Gründer Adullah Öcalan fordert in einem Brief die PKK (Kurdische Arbeiterpartei) auf, den bewaffneten Kampf einzustellen und sich selbst aufzulösen. Drei Berichte. - Bei arte außerdem ein Bericht über den Krieg der Türkei gegen die Kurden in Rojava, dem kurdischen Gebiet in Nordsyrien. A,arj,TS zus.13
           
26.2.25

Syrien / Israel : Israel hat erneut mehrere Ziele im Süden des Landes und bei Damaskus bombardiert, angeblich Militäreinrichtungen und Waffenlager. Israels Regime gibt die Angriffe offen zu, Netanjahu erklärt, er wolle eine "demilitarisierte Zone" im Süden Syriens. Infos dazu nur bei AJE.

A 4
28.2.25 Türkei  / Syrien : "Inside Story: What are the implications of the PKK leader’s call to disband?" - Nick Clark spricht mit den Experten Omer Ozkizilcik, HA Hellyer und Mohammed Salih.  (NNA)* A 28
           
3.3.25

Syrien / Israel : Meldung: israelische Luftangriffe auf Militäranlagen bei Tartous.

A 1/2
3.3.25

In Jaramana (Vorort von Damaskus) hat es Zusammenstöße zwischen Regime-Truppen und Mitgliedern einer örtlichen Drusen-Miliz gegeben, die sich weigern, ihre Waffen abzugeben. Resul Serdar berichtet von dort.

A 3
           
6.3.25

In der Gegend um Latakia sind bei Angriffen von angeblichen Assad-Anhängern mindestens 15 Personen getötet worden. Infos aus Damaskus von Resul Serdar, Einschätzungen von Ramy Khoury.

A 9
           
7.3.25

Bei den Kämpfen in der Region zwischen Latakia und Tartous sollen mehr als 220 Menschen getötet worden sein, laut der Londoner Beobachtungsstelle jeweils etwa zur Hälfte Regimetruppen und Zivilisten. Das Regime spricht von Angriffen durch "Assad-Anhänger", und die meisten Sender (vor allem auch AJE) übernehmen dieses Framing. Sky News zeigt Bilder aus einem Flugzeug, wo Soldaten völlig ungezielt Bomben aus der Heckluke abwerfen. PressTV spricht von einem Massaker des Regimes an der Minderheit der Alewiten und zeigt Bilder von getöteten Zivilisten. Der iranische Sender weist mehrfach auf Verbindungen des Regimes zu Al Kaida hin.  ¤

A,C,Sky,P

arj,TS

zus.18

zus.3

                 
8.3.25

 

 

Bei den "Kämpfen" in der Region Latakia sind laut der Londoner Beobachtungsstelle mehr als 300 Menschen getötet worden. PressTV spricht von mehr als 500 Toten, von "Massakern" an Alewiten und von Hinrichtungen. Das Regime spricht von "bewaffneten Assad- Anhängern", und die meisten Sender übernehmen diese Bezeichnung, obwohl sie feststellen, daß ein Großteil der Todesopfer Zivilisten sind. Laut AJE und CNN suchen einige hundert alewitische Zivilisten Zuflucht auf der russischen Luftwaffenbasis. - Einschätzungen bei AJE von Joshua Landis und bei CNN von Steven Cook. Landis spricht über Plünderungen in den Häusern von Alewiten und meint, daß das Regime in Damaskus die diversen jihadistischen Milizen nicht unter Kontrolle hat. ¤

Wenn man alle Berichte und Zahlen zusammenzieht, ergibt sich folgendes Bild: bei Angriffen von Assad-Anhängern auf Regierungstruppen und anschließenden Kämpfen sind etwa 200 Regierungskämpfer und 100 Assad-Anhänger getötet worden, anschließend haben Regierungskämpfer bei Rachemassakern mehr als 500 alewitische Zivilisten ermordet. (Keine Ahnung, ob das so zutrifft.)

A,B,C,P

ht,arj

 

zus.22

zus.5

 

           
8.3.25

"Inside Story: What threat does the surge in violence in Syria pose?" -  Adrian Finighan spricht mit Marie Forestier (European Institute of Peace), Ammar Kahf (Omran Center for Strategic Studies) und Prof. Hind Kabawat (George Mason University).  (NNA)*

A 27
           
9.3.25

 

 

Die Londoner Beobachtungsstelle gibt die Zahl der Toten im Westen des Landes nun mit über 1300 an. Mindestens 830 davon sollen alewitische Zivilisten sein, die von den Jihadistenmilizen ermordet wurden. Bei Kämpfen wurden etwa 250 "Pro-Assad-Kämpfer" und 230 Kämpfer der Pro-Regime-Milizen getötet. Die Zahlen werden u.a. bei Sky News genannt, dazu einige Aussagen von Augenzeugen der Massaker. AJE spricht undeutlich von "hunderten" Toten bei "Kämpfen", gibt aber zu, daß die meisten Toten Zivilisten ("auf beiden Seiten") sind. Laut Resul Serdar dauern die "Kämpfe" an. Er behauptet, hunderte Zivilisten seien "ins Kreuzfeuer geraten". Und das Regime habe angekündigt, diejenigen vor Gericht zu stellen, die Zivilisten getötet haben. Die Aussagen über gezielte Massaker an Alewiten werden bei AJE nicht erwähnt. (Und Joshua Landis wird man wohl erstmal nicht mehr befragen.) Im Gegensatz dazu benennt PressTV die Massaker deutlich und zeigt Videos von Regimekräften, die ihre eigenen Kriegsverbrechen gefilmt haben.  ¤¤

Bei den deutschen Sendern werden die Aussagen nun auch deutlicher, über "brutale Verbrechen", "Hinrichtungen von Zivilisten", "ethnische Säuberungen" durch islamistische Milizen. Die Tagesschau (Vera Rudolph) berichtet, daß die Morde an Alewiten auch heute weitergehen.  ¤

A

B,Sky,P

R,ht,arj,TS,TT,E

 

zus.8

zus.15

zus.11

 

                 
10.3.25

 

Das HTS-Regime hat ein Abkommen mit den kurdischen SDF geschlossen, die damit offizieller Teil des Staates werden sollen. Im Kurdengebiet wird das als Durchbruch zur Anerkennung gefeiert. Bei AJE ausführliche Infos dazu aus Damaskus, Istanbul und Washington, und Einschätzungen von Caroline Rose (New Lines Institute). Infos auch bei CNN, im ZDF eine Meldung.

Die Massaker an Alewiten wurden bei AJE heute nicht mehr erwähnt. Berichte darüber gab es bei CNN, PressTV und ZDF. Anscheinend hat die Gewalt inzwischen aufgehört. CNN nennt eine Zahl von insgesamt 779 Todesopfern, die allermeisten davon Zivilisten. Präsident Sharaa hat bestätigt, daß es Rachemorde an Alewiten gegeben hat, und erklärt, die Täter würden bestraft. Bei CNN Einschätzungen von Rim Turkmani und Prof. Rory Stewart. Im ZDF ein guter Bericht. Daniel Gerlach nennt darin das Vorgehen "ethnische Säuberungen unter dem Deckmantel einer Sicherheitsoperation".  ¤

A

C,P

hj

zus.14

zus.20

4

           
11.3.25

AJE meldet erneute "Kämpfe mit Assad-Anhängern" im Nordwesten des Landes. Die Regierung hat ein Komitee eingesetzt, um die Zusammenstöße zu untersuchen. Ein paar Infos aus Damaskus von Resul Serdar. Das volle Ausmaß der Massaker an Alewiten wird bei AJE weiterhin nicht angesprochen. - PressTV meldet, daß Russland und die USA wegen der Gewalt den UN-Sicherheitsrat angerufen haben. Der iranische Sender nennt die Zahl von mehr als 1200 Toten und zitiert Menschenrechtler, die von einem Völkermord an den Alewiten sprechen.  ¤

A,P zus.7
11.3.25

Syrien / Israel : Israel hat erneut angebliche Waffenlager im Süden Syriens bombardiert.

A 1
12.3.25

Nur bei PressTV noch ein Bericht über die Massaker an Alewiten. Hunderte Menschen sind in den Libanon geflüchtet, sie erzählen von extremen Greueltaten der Jihadistenmilizen.

P

2
13.3.25

Meldung: Präsident Sharaa hat eine "konstitutionelle Erklärung" unterzeichnet, die für eine fünfjährige Übergangszeit gelten soll.

Meldung: Israel hat in Damaskus eine angebliche "Kommandozentrale des Islamischen Jihad" bombardiert.

A 1/2
14.3.25

Berichte bei arte und ARD (Vera Rudolph). Tausende Alawiten flüchten wegen der Massaker der Jihadisten nach Libanon. Präsident Sharaa kündigt an, die Täter zu bestrafen. Das Regime hat ein Abkommen mit den kurdischen SDF geschlossen. In der neuen Übergangsverfassung kommt die Rolle der Kurden aber nicht vor.

arj,TT zus.7
16.3.25

 

 

Bei CNN eine Recherche über die Alawiten-Massaker in dem Ort al-Sanobar. Laut Augenzeugen wurden dort etwa 200 Zivilisten ermordet. Auf Videos der Täter sind etwa 80 Leichen zu sehen, aufgetürmt am Straßenrand und in einem Massengrab. Die Jihadisten feiern ihre Taten, die sie ganz offen als "ethnische Säuberung" bezeichnen. Einer ihrer Anführer trägt Abzeichen der HTS.  ¤

Im "Listening Post" ein Beitrag über Hintergründe der Massaker. Auslöser waren Angriffe von bewaffneten Assad-Anhängern auf Regimekräfte. Die Leute, die dann die Massaker an Alawiten verübt haben, waren nicht direkt Einheiten der HTS, sondern irgendwelche losen Jihadistenmilizen. Die HTS-Führung hat die Massaker halbwegs glaubwürdig verurteilt. Die Lage wird verkompliziert durch die Verbreitung von Falschmeldungen und Gerüchten aus allen Richtungen, teilweise wohl gesteuert von westlichen Diensten. - In dieser Lage wäre es hilfreich gewesen, wenn AJE selbst nicht wesentliche Details zurückgehalten hätte, z.B. über die Zahl der ermordeten Alawiten.  ¤

C

 

A

4

 

10

           
17.3.25

Weitere israelische Luftangriffe bei Deraa im Süden des Landes. - Das HTS-Regime beschuldigt die Hisbollah, vom Libanon aus mit Kämpfern nach Syrien einzudringen. Bei Kämpfen sollen mehrere Regierungssoldaten getötet worden sein. Infos aus Damaskus von Resul Serdar.  - Die EU veranstaltet in Brüssel eine "Geberkonferenz" für Syrien.

Bei Sky News eine Reportage von Stuart Ramsay über die Massaker an Alawiten in Latakia. Laut Sky News wurden bei den Kämpfen und Massakern mehr als 1400 Menschen getötet, die allermeisten davon alawitische Zivilisten, die von Jihadistenmilizen kaltblütig ermordet wurden.  ¤

A

Sky

zus.7

9

           
24.3.25

Nach den Massakern von Jihadisten an Alawiten wollen die meisten Angehörigen der Minderheit das Land verlassen.

arj 3
25.3.25

IsraelSyrien : Die Regierung verurteilt die wiederholten Luftangriffe Israels, bei denen heute erneut sechs Menschen getötet wurden. Auch bei einer Sitzung des UNSC wird Israel aufgefordert, Syriens Souveränität zu respektieren. Bericht aus New York von Gabriel Elizondo.

A 2
29.3.25

Übergangspräsident Sharaa gibt die Bildung einer Übergangsregierung bekannt. Die wichtigsten Ministerposten bekommen bzw. behalten Männer aus dem Umkreis von Sharaa, im Kabinett ist nur eine Frau. Infos aus Damaskus von Resul Serdar. Am Folgetag ein Bericht bei arte.

A,arj zus.4
2.4.25

IsraelSyrien : Meldung: Israel hat in Damaskus, Homs und Hama jeweils eine "militärische Forschungseinrichtung" bombardiert.

A 1/2
3.4.25

IsraelSyrien : Erneute israelische Luftangriffe in Damaskus. In Idlib demonstrieren Leute gegen israelische Luftangriffe, bei denen dort Zivilsten getötet wurden.

A 1
10.4.25

IsraelSyrien : Der UNSC berät bei einer Sondersitzung über die regelmäßigen Luftangriffe Israels auf Syrien. Syriens Botschafter fordert, mehr Druck auf Israel zu machen, seine Aggression einzustellen. Aus New York berichtet Gabriel Elizondo.

A 2
           
11.4.25

IsraelSyrien / Türkei : "Inside Story: Why does Syria matter to Israel and Turkiye?" - James Bays spricht mit Barin Kayaoglu (Experte aus Ankara), Joshua Landis und Alon Liel (Ex-Direktor des israelischen Außenministeriums). (NNA)*

A 28
           
25.4.25

Das Land hat eine neue Nationalflagge, die feierlich vor den UN in New York gehisst wurde. Außenminister Assad al Shaibani fordert die Welt auf, die Wirtschaftssanktionen gegen sein Land aufzuheben.

A 2
30.4.25

IsraelSyrien : Bei Kämpfen mit Drusen-Milizen in Sahnaya (südlich von Damaskus) sind 16 Regierungssoldaten getötet worden. Auch Israel hat dort Luftangriffe auf Regierungstruppen durchgeführt, angeblich zum Schutz der Drusen.

A 2
           
1.5.25

In Sahnaya, Jaramana und benachbarten Orten gibt es seit Tagen schwere Kämpfe zwischen Regimekräften und Drusen-Milizen. Laut der Londoner Beobachtungsstelle wurden dabei weit mehr als 100 Menschen getötet. Bei AJE wird diese Zahl allerdings nicht genannt, und der Bericht bei AJE hört sich stark nach Regime-Propaganda an. U.a. wird behauptet, Auslöser der Kämpfe sei ein Video mit "Beleidigungen gegen den Propheten Mohammed" gewesen.  ¤

A,hj zus.3
           
2.5.25

IsraelSyrien : Israel hat in Damaskus und im Vorort Suwayda mehrere Luftangriffe durchgeführt, angeblich um den Drusen dort den Rücken zu stärken. AJE meldet, die Regierung habe eine Einigung mit den Anführern der Drusen erreicht. Weiterhin bei AJE keine Infos über das Ausmaß der Kämpfe (mehr als 100 Tote). Im Bericht bei arte ist die Rede von einem drohenden Völkermord, und es wird festgestellt, daß Israel dort vor allem seine eigenen Interessen verfolgt.  ¤

A,arj zus.5
           
3.5.25

IsraelSyrien : Israel führt mindestens acht weitere Luftangriffe in der Nähe von Damaskus durch, angeblich zum Schutz der Drusen. - Imran Khan berichtet aus Jaramana. Er sagt, daß eine bewaffnete Gruppe (anscheinend Jihadisten) dort versucht habe, "so viele Drusen zu töten wie möglich", und daß die Regierungstruppen dies verhindert hätten. Im Moment herrscht wieder gespannte Ruhe. - Euronews meldet, daß die UN Israels wiederholte Angriffe in Syrien verurteilen.  ¤

A,E zus.5
4.5.25

Bei der BBC eine Recherche von Lucy Williamson über die Massaker an hunderten Alewiten in der Region Latakia im März und einige der Täter.  ¤

Die Tagesschau (Vera Rudolph) berichtet, daß tausende Angehörige der Drusen-Minderheit aus dem Land flüchten, vor allem nach Libanon.

B

TS

6

2

           
13.5.25

Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien gibt Donald Trump bekannt, daß er die Sanktionen gegen Syrien aufhebt. In Syrien wird das lautstark gefeiert, und offenbar teilt AJE diese Freude. Berichte aus Riad und Damaskus.

A zus.8
           
14.5.25

Sophie Nivelle-Cardinale berichtet aus as-Suwaida im Drusengebiet im Südosten Syriens. Drusenmilizen kontrollieren die Straßen. Die Anhänger des dortigen geistigen Führers der Drusen, Scheich Hikamt al-Hidschri, lehnen jeden Dialog mit dem neuen Regime in Damaskus komplett ab und setzen auf Israel als Verbündeten. Andere Fraktionen sind nicht ganz so radikal.  ¤

arj 3
14.5.25

"Inside Story: How will the lifting of US sanctions help Syrians rebuild their country?" - Folly Bah Thibault spricht mit Sinan Hatahet (Atlantic Council), Joshua Landis und Omar Alshogre (Syrian Emergency Task Force).  (NNA)*

A 28
           
21.5.25

Sophie Nivelle-Cardinale berichtet aus Aleppo. Die Kämpfer der kurdischen SDF sind zum Teil aus der Stadt abgezogen, zum Teil arbeiten sie mit den neuen Machthabern zusammen

arj 3
3.6.25

IsraelSyrien : Von der Region Deraa aus hat irgendjemand zwei Raketen auf den besetzten Golan abgefeuert. Israels Armee beschießt daraufhin die Region mit Artillerie.

A 1
4.6.25

Syrien / Türkei : "Erdogans Kampf gegen die Kurden - Unterwegs mit deutschen Helfern in Nordsyrien" - Film von Matthias Ebert.  ¤

ARD 44
22.6.25

In einer christlichen Kirche in Damaskus hat sich ein Selbstmordattentäter während eines Gottesdienstes in die Luft gesprengt und mindestens 25 Menschen getötet. Ein zweiter Attentäter soll außerhalb der Kirche geschossen haben, es soll sich um einen ISIS-Anschlag handeln. Außer einem Kurzbericht bei AJE nur im ZDF eine Meldung. - Berichte auf deutsch einen Tag später bei arte und Euronews.

A,hj,arj,E zus.5
           
8.7.25

Die USA haben die Bewertung der HTS als "Terrororganisation" zurückgenommen. Die frühere Al-Nusra-Front ist inzwischen Regierungspartei und sucht Kontakte zum israelischen Regime. Infos aus Damaskus von Osama bin Javaid.

A 2
9.7.25

Die Führung der kurdischen SDF ist erstmals in Damaskus zu Gesprächen mit dem neuen Regime. U.a. soll es um eine Integrierung der SDF-Truppen in die neue syrische Armee gehen. Infos aus Damaskus von Osama bin Javaid.

A 2
13.7.25

In der Gegend von Deir-az-Zor hat es Gefechte zwischen der Regierungsarmee und den kurdischen SDF gegeben. Infos von dort von Osama bin Javaid.

A 2
14.7.25

Mindestens 30 Tote bei Kämpfen zwischen Drusen und Beduinen in As Suwayda (im Süden des Landes). Die Armee schickt Verstärkung dorthin. Infos aus Deir az Zor von Osama Bin Javaid.

A 2
15.7.25

Die Kämpfe zwischen Drusen und "Beduinenstämmen" in As Suwayda gehen auch nach einem vereinbarten Waffenstillstand weiter. Inzwischen sind Regierungstruppen angekommen, die gegen die Drusenmilizen vorgehen. Israel führt Luftangriffe durch, angeblich zur Unterstützung der Drusen. Laut arte gab es bisher mehr als 100 Tote.  ¤

A,C,arj zus.5
           
16.7.25

Syrien / Israel : Israel bombardiert in Damaskus das Kriegsministerium (Hauptquartier der Armee) und den Präsidentenpalast. Riesige Rauchwolken über der Stadt. Keine Angaben über die Zahl der Opfer, das Kriegsministerium soll komplett zerstört sein. Israels Regime behauptet, es wolle damit die Drusen im Süden des Landes unterstützen. In einigen Städten gibt es Protestkundgebungen gegen Israel. Bei den Kämpfen in As Suwayda sollen mehr als 300 Menschen getötet worden sein. Am Abend wird dort ein neuer Waffenstillstand ausgerufen. Keine Infos zur aktuellen Lage dort. Über die Konfliktlinien der Kämpfe (Drusen gegen Jihadisten, die vom Regime unterstützt werden) gibt es bei AJE praktisch keine Infos. Da sind mal die Berichte der deutschen Sender informativer.  ¤

A

B,C,Sky

arj,TS,hj,E

zus.7

zus.11

zus.9

                 
17.7.25

Die Regierungstruppen sind wieder aus As Suwayda abgerückt, dort beruhigt sich die Lage wieder. In anderen Gebieten im Norden und Westen des Landes wachsen dagegen die Spannungen zwischen Drusen und (islamistischen?) Beduinen. Auch heute die interessanteren Berichte auf deutsch (bei arte und ZDF).  ¤

A,C

arj,hj,E

zus.8

zus.11

                 
18.7.25

Syrien und Israel haben einen Waffenstillstand vereinbart. Die Kämpfe in Suwayda flackern immer wieder auf, laut arte hat es dort insgesamt etwa 600 Tote gegeben, AJE nennt eine Zahl von mindestens 321. Bei Sky News berichtet Alex Crawford aus Suwayda. Jihadisten aus dem ganzen Land sind hierher gekommen um gegen die Drusen zu kämpfen. Sie haben zahlreiche Drusen (Zivilisten) hingerichtet.  ¤

A,C,Sky,arj zus.18
                 
19.7.25

Trotz des von der Regierung erklärten Waffenstillstands gehen in Suwayda die Kämpfe zwischen Drusen und "Beduinen" weiter. Diverse Angaben über Massaker der "Beduinen" (Jihadisten) an drusischen Zivilisten. Bei BBC und arte wird die Zahl der Toten inzwischen mit mehr als 900 angegeben. Laut UN sind 80.000 Menschen aus der Region geflüchtet. Trumps Außenminister fordert Syriens Regime auf, gegen die Jihadisten vorzugehen.  ¤

Einzige Reporterin direkt in Suwayda ist weiterhin Alex Crawford (Sky News). Von ihr heute aber nur ein kurzes Update. Ihre Bilder vom Vortag tauchen heute in den Berichten bei mehreren Sendern auf. - Bei AJE Einschätzungen von Charles Kupchan und ein längeres Gespräch mit der Schriftstellerin Sarah Hunaidi, die aus Suwayda stammt.

A

B,Sky

ht,arj,TS,hj,TT

zus.19

zus.4

zus.15

           
20.7.25

In Suwayda sind die arabischen (jihadistischen) Milizen, die aus dem ganzen Land zur "Verteidigung der Beduinen" angerückt waren, wieder aus der Stadt abgezogen. Diese wird jetzt von Regierungstruppen kontrolliert, die Kämpfe haben aufgehört. Nach den Kämpfen liegen einige Teile der Stadt in Trümmern. Die Zahl der Toten wird  bei AJE weiter mit mindestens 260 angegeben, die anderen Sender sprechen von mehr als 1000 Toten. Die Berichte bei AJE weiter sehr verschwommen. Sehenswert dagegen Alex Crawford (Sky News), die direkt aus Suwayda berichtet. Ebenso jetzt auch John Donnison (BBC). Ein brauchbarer Bericht auf deutsch bei arte.  ¤

A

B,Sky

arj,E

zus.6

zus.10

zus.4

                 
21.7.25

Nach dem Abzug der "Beduinen-Kämpfer" herrscht in Suwayda angespannte Ruhe. Mohamed Vall berichtet aus Damaskus.

A zus.3
           
22.7.25

Die Regierung hat eine Untersuchung des rassistischen Gewaltausbruchs in Suwayda beauftragt. Angeblich haben dort alle drei Seiten ("Beduinen", Drusenmilizen und Regierungstruppen) Verbrechen an Zivilisten begangen. Bei CNN ein Bericht von Ben Wedeman, darin ein Video, das die "Beduinen" (Jihadisten) selbst gefilmt haben. Unter dem Kampfruf der Salafisten ("Takfir!") nehmen sie eine Gruppe von Zivilisten gefangen, die sie anschließend ermorden. Unter den Opfern ist auch ein US-Bürger. Resul Serdar (AJE) berichtet aus Daraa über Zivilisten (sowohl Drusen wie Beduinen), die durch die Kämpfe zu tausenden vertrieben wurden.  ¤

A,C zus.7
23.7.25

Alex Crawford berichtet weiter aus Suwayda. Berge von Leichen in weißen Säcken. Drusen beschuldigen die staatliche Armee, sie sei Seite an Seite mit den "Beduinen"-Milizen gegen die Drusen vorgegangen. Bei den israelischen Luftangriffen sollen hunderte Regierungssoldaten getötet worden sein. Auch ISIS-Männer und Assad-Anhänger sollen in der Stadt aktiv sein. Angaben über Massenmorde und brutale Hinrichtungen sowohl durch Drusen wie durch "Beduinen".  ¤

Sky 7
           
24.7.25

In der Nähe von Idlib ist ein Munitionsdepot der Armee explodiert, mindestens sechs Tote. - Seit dem Sturz Assads sind etwa zwei Millionen Geflüchtete ins Land zurückgekehrt. Bericht darüber aus Damaskus von Resul Serdar.

A 3
11.8.25

Bilder einer Überwachungskamera zeigen Hinrichtungen von medizinischem Personal durch Regierungssoldaten in einem Krankenhaus in Suwayda vor einem Monat. Die Soldaten hatten das Krankenhaus besetzt und dort nach Drusen gesucht, die sie dann vermutlich ebenfalls ermordet haben. Bericht von Alex Crawford.  ¤

Sky 5
           
13.8.25

Zwei Berichte zur Lage in der Provinz Suwayda im Süden, wo im Juli mehr als 1400 Menschen bei Kämpfen und Massakern getötet wurden. Erst über Beduinen, die wegen der Kämpfe in Lager in der Wüste oder nach Deraa geflüchtet sind, dann über Drusen, die in der Stadt Suwayda geblieben sind. Sie machen regierungstreue Jihadisten für die Gewalt verantwortlich.

arj 6
20.8.25

Syrien / IsraEL : In Paris treffen erstmals Vertreter Syriens mit Vertretern Israels zu Gesprächen zusammen. Ein Thema ist die Lage der Drusen in Suwayda.

A,E zus.3
23.8.25

Ramin Sina berichtet über kurdische Kämpferinnen, die sich dagegen sträuben, ihre Waffen abzugeben, wenn die kurdischen Milizen in Syriens Armee eingegliedert werden.

TS 2
24.8.25

Syrien / Israel : Israelische Truppen rücken vom besetzten Golan aus weiter in Syrien vor. Dort kontrollieren sie jetzt u.a. zwei der wichtigsten Staudämme des Landes. Osama bin Javaid berichtet aus Quneitra.  ¤

A 3
           
27.8.25

IsraelSyrien : Israel hat in Kiswa (bei Damaskus) eine Armeekaserne bombardiert (dabei mindestens sechs Tote) und in derselben Gegend eine Kommandoaktion mit vier Hubschraubern durchgeführt. Gegen wen genau der Angriff sich gerichtet hat, ist unklar. Offenbar gab es dabei zahlreiche Tote. Ein paar Infos und Einschätzungen dazu von Mouin Rabbani.

A 5
           
8.9.25

IsraelSyrien : Israel bombardiert erneut eine ganze Reihe von Militäreinrichtungen u.a. in Homs und Latakia. Infos aus Damaskus von Abdullah Okaily.

A 1
12.9.25

Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Syrien, Adam Abdelmoula, gibt sein Mandat nach 12 Jahren ab und äußert sich trotz aller Konflikte optimistisch über die Zukunft des Landes. Bericht von Zeina Khodr.

A 3
           
24.9.25

Präsident Al Sharaa spricht vor der UN-Vollversammlung, als erster Vertreter Syriens seit 60 Jahren. Bei AJE heute Hauptthema. (Hier nur ein Bericht aus New York.)

Bei "kulturzeit" Einschätzungen von Daniel Gerlach, speziell zur Lage der Drusen und zur Einflussnahme Israels.

A

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3

7

           
4.10.25

Morgen findet erstmals eine "Parlamentswahl" statt. Es gibt allerdings keine direkten Wahlen, sondern die Abgeordneten werden von "lokalen Komitees" bzw. direkt vom Präsidenten ernannt. Osama bin Javaid berichtet aus Damaskus.

A 3
           
5.10.25

Berichte über die "Parlamentswahl", an der nur 6000 ausgewählte Wahlleute teilnehmen. Im Parlament sollen alle religiösen Gruppen (außer den Atheisten) eine proportionale Vertretung bekommen. In den Kurdengebieten findet gar keine Wahl statt.

A,arj,TS,hj

zus.11
           
19.10.25

Die Armee und die kurdischen SDF werfen sich gegenseitig Verletzungen des Waffenstillstands vor. Osama bin Javaid berichtet aus Manbij, von der Seite der Armee.

A 3
           
16.11.25

Eine Untersuchungskommission hat die Kämpfe / Massaker untersucht, bei denen im Juli in Suwayda mehr als 1000 Menschen, vor allem Angehörige der drusischen Minderheit, getötet wurden. Eine Reihe Personen sind daraufhin verhaftet worden, darunter auch Angehörige der "Sicherheitskräfte". Infos aus Damaskus von Osama bin Javaid.

A 2
19.11.25

Israel / Syrien : Netanjahu besucht israelische Truppen auf syrischem Gebiet. Syriens Botschafter bei den UN protestiert, die UN äußern sich besorgt. Bericht aus New York.

A 3
                 
21.11.25

Israel / Syrien : Osama bin Javaid berichtet aus Jabbata al Kashab in der Prvinz Quneitra im Süden des Landes, am Rand des von Israel besetzten Gebiets. Israelische Truppen dringen auch hier immer wieder ein und entführen Bewohner und dehnen die besetzte Zone stückweise weiter aus.

A 4
           
28.11.25

Israel / Syrien : Im Süden Syriens haben israelische Truppen das Dorf Beit Jinn angegriffen und dort 13 Zivilisten getötet. Die Bewohner haben sich gewehrt, sechs der israelischen Terroristen wurden verletzt. Israel behauptet, man habe dort nach zwei Brüdern gesucht, die "einen Angriff auf Israel geplant" hätten. Bei AJE Hauptthema, ausführliche Infos, ein Bericht, Stellungnahme von Syriens UN-Botschafter Ibrahim Dlabi. Bei CNN ein paar Infos von Nic Robertson.  ¤

A,C zus.15
                 
29.11.25

Israel / Syrien : Syriens Regierung protestiert gegen Israels Angriffe auf Dörfer im Süden des Landes. Am Vortag wurden dabei in Beit Jinn 13 Zivilisten getötet. Bericht aus Damaskus von Assed Baig.

A 2
30.11.25

Israel / Syrien : Assed Baig berichtet aus dem Ort Beit Jinn, der vorgestern von israelischen Truppen überfallen wurde. 13 Bewohner wurden getötet, mehrere von den Israelis entführt.

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1.12.25

Israel / Syrien : Noch ein Bericht von Assed Baig aus dem Süden Syriens über regelmäßige Vorstöße des israelischen Militärs auf syrisches Gebiet.

A 2
2.12.25

Israel / Syrien : Noch ein Bericht von Assed Baig über Israels militärisches Vordringen auf syrisches Gebiet. Netanjahu hat erklärt, er wolle dort eine "Pufferzone" einrichten. Einschätzungen dazu von Gideon Levy: wenn Israel eine Pufferzone haben will, soll es sie auf seinem eigenen Gebiet einrichten.

A zus.6
           
2.12.25

Ein Bericht von Golineh Atai über die Verfolgung der Drusen im Süden Syriens. Wie immer locker an der Realität orientiert.

hj 4
2.12.25

 

 

 

 

"Syriens Folterkerker" - Doku von Sasha Joelle Achilli (BBC).  (NNA)*  ¤

Text von arte: "Nur wenige Monate nach dem Sturz des syrischen Regimes enthüllt diese erschütternde Dokumentation das System der Masseninhaftierungen und Folterungen unter Diktator Baschar al-Assad. Sie zeigt die brutale Vorgehensweise gegen Oppositionelle: Folterungen, menschenunwürdige Haftbedingungen und mehr als 128.000 spurlos verschwundene Männer, Frauen und Kinder seit dem Arabischen Frühling.
Sie sind für den Tod Tausender Menschen verantwortlich. Jetzt brechen die Täter ihr Schweigen. Im Dezember 2024 blickte die Welt auf den dramatischen Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und damit auf das Ende des 13-jährigen Bürgerkriegs. Doch der anfänglichen Euphorie folgte aufgrund grausiger Entdeckungen die Ernüchterung: Von mehr als 100.000 Menschen fehlt bis heute jede Spur. Was ihnen widerfuhr, ist in Kerkern, Massengräbern und Geheimdokumenten verborgen.
Der Film dokumentiert eines der brutalsten Beispiele staatlicher Repression in der modernen Geschichte und gibt Opfern und Tätern gleichermaßen eine Stimme. Gut zwei Jahre lang erarbeiteten sich die Filmemacher einen exklusiven Zugang zu mehr als 40 ehemaligen Handlangern des Assad-Regimes, darunter Geheimpolizisten und Gefängniswärter, die Folterungen und Hinrichtungen überwachten. Ihre Aussagen ergänzen die Berichte zweier Brüder, die Syriens Folterkeller überlebten."

arte

 

 

 

55 

 

 

 

     (Video?)    
2.12.25

 

 

 

"Syrien nach Assad - Kampf um die Zukunft" - Doku von Kristin Becker und Matthias Ebert. (NNA)*    ¤

Text von arte: "Knapp ein Jahr nach dem Sturz Bashar al-Assads befindet sich Syrien in einer schwierigen Übergangsphase. Minderheiten fürchten um ihre Rechte und ihre Sicherheit. Zugleich entdecken Syrer, die aus dem Ausland zurückkehren, ihr Land wieder – und setzen auf einen Neuanfang. Die Dokumentation begleitet Menschen, die inmitten der Ruinen ihrer Heimat um das tägliche Überleben kämpfen.
Syrien im Jahr „danach“. Die Dokumentation begleitet ein Jahr lang Menschen, die inmitten der Ruinen ihrer Heimat nicht nur um das tägliche Überleben kämpfen, sondern auch um die Zukunft ihres Landes. Während die einen auf den Wiederaufbau setzen, machen sich die anderen Sorgen, wohin das Land nun steuert. Geflüchtete kehren nach Syrien zurück und entdecken ihr Land wieder. Sie setzen auf einen Neustart, den sich auch die syrische Wirtschaft dringend erhofft. Vor allem, seit im Mai die meisten Sanktionen der USA und der EU aufgehoben wurden.
Aber kommt nun wirklich das Wirtschaftswunder? Noch immer ist die Energieversorgung unzureichend und die Infrastruktur mangelhaft. Die Textilproduktion in Aleppo, einst eine Schlüsselindustrie, kommt nur mühsam wieder auf die Beine, da der Export nach wie vor nahezu unmöglich ist. Die Übergangsregierung versucht, den Wiederaufbau anzukurbeln, aber es fehlen Geld und Stabilität. Auch weil in Syrien immer wieder Gewalt ausbricht, die besonders oft Minderheiten trifft. So erschütterten im März Massaker an den Alawiten das Land und im Juli kam es zu blutigen Unruhen in den Drusengebieten im Süden.
Wie kann eine Aussöhnung zwischen den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen gelingen? Ungeklärt ist auch das Verhältnis zwischen den islamistischen Machthabern in Damaskus und den kurdischen Kräften im Nordosten. Wenn sich beide nicht auf einen gemeinsamen politischen Weg einigen können, droht eine Fortsetzung des Bürgerkriegs. Außerdem versuchen Israel und die Türkei, ihren Einfluss in Syrien auszubauen. Und doch gibt es zwischen all den Schwierigkeiten auch Hoffnungsschimmer in einem Land, das versucht einen neuen Weg zu finden."

arte

 

 

 

60

 

 

 

           
5.12.25

Vor einem Jahr begann mit der Einnahme von Hama durch die Rebellen der Sturz des Assad-Regimes. In der Stadt und anderswo wird gefeiert.

A 2
6.12.25

Osama bin Javaid berichtet über Leute, die nach dem Ende des Krieges in ihre Heimat zurückkehren, und andere, die wegen der Gewalt zwischen Drusen und Beduinen im Süden des Landes erneut fliehen mussten.

A 3
           
8.12.25

Große, offenbar gut organisierte Massenkundgebungen zur Feier des Sturzes des Assad-Regimes vor einem Jahr. Die Bilder gleichen denen der Massenkundgebungen unter Assad, nur daß die Geschlechter jetzt deutlich getrennt sind und die Frauen Kopftuch tragen. Präsident Sharaa spricht von einem "neuen Zeitalter der Gerechtigkeit und Koexistenz". Bei AJE Hauptthema. Berichte aus Damaskus und Aleppo. Für mein Empfinden alles sehr unkritisch und grundlos euphorisch. Berichte auch bei arte und ARD.

A

arj,TS

zus.7

zus.5

           
13.12.25

In Palmyra sind mehrere US-Soldaten bei einem Angriff von ISIS getötet worden. Trump droht mit Vergeltung, falls sich solche Angriffe wiederholen.

A 1
18.12.25

Syrien / Israel : Der UNSC berät über Israels ständige Angriffe auf Syrien und die Besetzung von Gebieten im Süden des Landes. Bericht aus New York von Gabriel Elizondo.

A 3
           
19.12.25

Nach eigenen Angaben als "direkte Antwort" auf den ISIS-Angriff auf US-Soldaten in Palmyra bombardieren die USA mehr als 70 ISIS-Ziele in ganz Syrien. Erste Infos aus Washington von Rosiland Jordan.

A 3
20.12.25

Mehr über die Serie von Luftangriffen der USA auf etwa 70 ISIS-Ziele vor allem im Osten Syriens. Nach US-Angaben wurden dabei mindestens fünf Terroristen getötet. Bei AJE berichtet Ayman Oghanna aus Damaskus, ein Bericht bei arte. (Auch bei der Tagesschau gab es einen Bericht.)

A,arj zus.5
           
22.12.25

In Aleppo hat es Gefechte zwischen Regierungstruppen und Soldaten der kurdischen SDF gegeben. Mindestens zwei Tote. Bis zum Abend haben beide Seiten sich wieder auf eine Waffenruhe geeinigt. Nur AJE berichtet darüber. Infos aus Aleppo und Damaskus, ein Hintergrundbericht von Resul Serdar über die Machtkämpfe in Syrien, und Einschätzungen von Murat Aslan. - Bei ARD und ZDF zwar kein Wort darüber, aber jeweils ein Bericht über Christen in Syrien zu Weihnachten.

A zus.12
           
23.12.25

In Aleppo ist es nach den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und SDF (vier Tote, zahlreiche Verletzte) wieder ruhig. Infos aus Aleppo von Ayman Oghanna. Auf deutsch nur bei arte ein Bericht.

A,arj zus.4
           
26.12.25

In Homs sind bei einem Bombenanschlag auf eine alewitische Moschee mindestens acht Gläubige getötet worden. Eine sunnitische Jihadistengruppe hat sich zu dem Anschlag bekannt. Die gleiche Gruppe hatte im Juni bei einem Anschlag auf eine Kirche 25 Christen ermordet. Bei AJE berichtet Ayman Oghanna aus Homs, bei arte eine Meldung.

A,arj zus.2
28.12.25

Nach dem Bombenanschlag auf eine alewitische Moschee in Homs demonstrieren in Homs, Latakia und Tartus tausende Alewiten gegen das Islamistenregime und fordern einen föderalen Staat. Bei Gegenprotesten in Latakia werden mindestens drei Menschen getötet. (AJE lässt unklar, wer da wen getötet hat.) Ein deutlich parteiischer Bericht aus Latakia von Adham Abu Hussam und Einschätzungen von Gamal Mansour¤

A 5
           
1.1.26

Al Jazeera hat einen Haufen von Dokumenten und Audio-Aufnahmen eines angeblichen Netzwerks von Anhängern des Ex-Regimes erhalten. Angeblich planen diese, sich wieder militärisch zu organisieren, angeblich haben sie schon 168.000 bewaffnete Kämpfer, vor allem in den alewitischen Regionen des Landes. Bericht von Ali Hashem.

A 3
           
3.1.26

Meldung: britische und französische Kampfflugzeuge haben bei Palmyra ein angebliches Waffenlager von ISIS bombardiert.

A 1/2
5.1.26

IsraelSyrien : In Paris verhandeln Vertreter Syriens und Israels über die Lage im Süden Syriens. Die syrische Regierung fordert den Abzug der israelischen Truppen und ein Ende der ständigen Übergriffe. - Ayman Oghanna berichtet aus dem Ort Beit Jinn in der Nähe des von Israel besetzten Golan, wo es fast täglich Angriffe der Besatzer gibt.

A 2
           
6.1.26

In Aleppo gibt es erneut Gefechte zwischen Regimetruppen und SDF-Kämpfern.

A 1/2
6.1.26

IsraelSyrien : Bei den Gesprächen in Paris haben Syrien und Israel sich auf eine Regelung zum "Abbau der Spannungen" im Süden Syriens verständigt, u.a. den Austausch von Geheimdienstinformationen. Einen Abzug der israelischen Truppen wird es demnach nicht geben. Infos aus Washington und Damaskus.

A 3
7.1.26

Schwere Kämpfe in Aleppo zwischen Regime-Truppen und SDF. Tausende Zivilisten (vor allem Kurden) flüchten aus der Stadt. In Hasakah demonstrieren Tausende ihre Solidarität mit den Kurden in Aleppo. Bei AJE berichtet Resul Serdar aus Aleppo, außerdem ein Gespräch mit Informationsminister Hamza al Mustafa. Ein Bericht auf deutsch bei arte.  ¤

A,arj zus.9
                 
8.1.26

Die heftigen Gefechte in Aleppo zwischen Armee und SDF dauern an. Tausende Zivilisten flüchten aus den umkämpften Stadtteilen. Nach Regierungsangaben wurden bei den Kämpfen bisher mehr als 27 Menschen getötet. Bei AJE Infos aus Aleppo von Resul Serdar, bei der ARD ein Bericht von Ramin Sina.

A,TS zus.10
           
9.1.26

Ein am Vormittag vereinbarter Waffenstillstand in Aleppo ist kurz danach zusammengebrochen, die schweren Kämpfe in zwei Stadtteilen dauern an, weiterhin flüchten tausende Zivilisten aus der Stadt. Infos aus Aleppo von Resul Serdar, Einschätzungen von Marwan Bishara.

A 12
10.1.26

In Aleppo verschärfen sich die Kämpfe zwischen Regimetruppen und kurdischen Kämpfern (SDF) weiter. Bisher wurden dabei mindestens 30 Zivilisten getötet. Bei AJE berichten Resul Serdar und Bernard Smith aus Aleppo, Einschätzungen von Steve Heydemann. - In der Nacht wird gemeldet, daß die SDF-Kämpfer die Stadt verlassen haben. Nach Absprache mit den Regimetruppen wurden sie mit Bussen aus der Stadt gebracht. Die Armee erklärt, die Stadt sei nun "befreit". Infos dazu aus Damaskus von Ayman Oghanna. - Außer AJE berichtet nur CNN ausführlich. Bei den deutschen Sendern allenfalls Kurzmeldungen.  ¤

Die USA haben mit Kampfflugzeugen knapp 100 ISIS-Ziele bombardiert, u.a. bei Deir-az-Zor. Infos bei AJE und CNN.

A,C zus.17
                 
11.1.26

Nachdem die kurdischen Kämpfer der SDF aus Aleppo abgezogen sind, hat dort ein Waffenstillstand begonnen. Einige der SDF-Kämpfer sind in Hasakah als Helden empfangen worden. Das Regime fordert die geflüchteten Bewohner auf, zurückzukehren. Nur bei AJE ein Bericht aus Aleppo von Bernard Smith.  ¤

A 3
           
12.1.26

Nach dem Ende der Kämpfe in Aleppo kehren viele Bewohner der kurdischen Stadtteile dorthin zurück. Bernard Smith berichtet aus Aleppo.

A 2
           
13.1.26

In Aleppo kehren die Leute (vor allem Kurden), die wegen der Kämpfe geflüchtet waren, in ihre Stadtteile zurück. Bernard Smith berichtet aus einem 6 km langen Tunnel, den die SDF angeblich zur Verteidigung angelegt hatten. (Von irgendwelchen militärischen Installationen ist dort aber nichts zu sehen.) Zein Basravi berichtet aus dem Nachbarort Deir Hafer, der jetzt von den SDF kontrolliert wird.

A 5
           
14.1.26

Zein Basravi berichtet aus der Nähe von Deir Hafer (bei Aleppo). Regimetruppen kreisen die Stadt ein und wollen die kurdischen SDF anscheinend auch von dort vertreiben.

A 3
           
15.1.26

Die Regimetruppen fordern die (kurdischen) Bewohner von Deir Hafer (bei Aleppo) auf, den Ort zu verlassen. Offenbar steht ein Angriff auf die dortigen SDF-Kämpfer kurz bevor. Das Regime verlangt, die SDF sollen sich bis östlich des Euphrat zurückziehen. Zein Basravi berichtet aus Deir Hafer.  ¤

A 3
           
16.1.26

Die Armee des Islamistenregimes beschießt die kurdische Stadt Deir Hafer (bei Aleppo) mit Artillerie. Als Reaktion auf den Truppenaufmarsch rund um die Stadt ziehen die SDF ihre Kämpfer auch von dort ab. Infos nur bei AJE, von Zein Basravi aus Aleppo.  ¤

A 6
17.1.26

 

 

In einem schnellen Vormarsch haben die Truppen des Jihadistenregimes östlich von Aleppo die Orte Deir Hafer und Maskana eingenommen und rücken nun auf Al Tabqa und Raqqa vor. Die SDF-Kämpfer haben sich offenbar aus dem Gebiet westlich des Euphrat zurückgezogen. Der islamistische Präsident al Sharaa erklärt, es gebe nur ein Syrien, und die Kurden könnten darin in Frieden (unter der Herrschaft der Islamisten) leben. - In der Nacht Meldungen, daß die Truppen auch Al Tabqa eingenommen haben. Dort soll es heftige Gefechte mit den zurückweichenden kurdischen Kämpfern geben. Die SDF warnen vor den weltweiten Folgen, wenn sie tausende von ISIS-Terroristen in mehreren Gefangenenlagern nicht mehr festhalten können.  ¤¤

Nur AJE berichtet ausführlich, mit Live-Schalten und Berichten von Zein Basravi aus Deir Hafer und Ayman Oghanna in Damaskus, sowie ausführlichen Hintergrundinfos. Einschätzungen von Zozan Alloush. Ansonsten nur bei CNN eine Kurzmeldung und bei der BBC am nächsten Morgen Einschätzungen von Joshua Landis. Bei allen deutschen Sendern kein Wort.

A

B,C

zus.18

zus.3

                 
18.1.26

 

Nach der Einnahme der westlichen Teile des Kurdengebiets ruft Präsident Al Sharaa einen Waffenstillstand mit den SDF aus. Die Truppen des Islamistenregimes sollen zukünftig auch in den bisher von den SDF kontrollierten drei östlichen Provinzen auftreten. Angeblich haben die SDF auch die Stadt Raqqa an die Regimetruppen übergeben. Kämpfe gab es auch weiter südlich bei Deir-az-Zor. Das Regime plant, die SDF aufzulösen und deren Kämpfer teilweise in die Armee zu übernehmen. Von einer Autonomie der Kurden ist keine Rede mehr. In Taqba stürzen die Islamisten kurdische Denkmäler.  ¤¤ 

Bei AJE ausführliche Infos und Berichte, u.a. von Ayman Oghanna in Damaskus und Zein Basravi in Aleppo, sowie Erläuterungen von Ibrahim Olabi, der das Regime bei den UN vertritt. - Nachdem die deutschen Sender das Thema tagelang ignoriert haben, heute einige Berichte. Gut der Bericht im Weltspiegel von Tim Kukral, u.a. darüber, daß die Jihadisten in Aleppo nicht nur die Kämpfer der SDF vertrieben haben sondern auch die kurdischen Bewohner.

A

ht,arj,TT,WS

 

zus.12

zus.12

 

                 
19.1.26

 

 

Der von Präsident Sharaa verkündete "Waffenstillstand" ist offenbar nur ein Propagandatrick. Die Truppen des islamistischen Regimes rücken im Kurdengebiet immer weiter vor. In Raqqa feiern Salafisten den Sieg mit dem üblichen gotteslästernden Gebrüll. Sie nehmen SDF-Kämpfer gefangen und ermorden sie anschließend. Über Massaker an der kurdischen Bevölkerung gibt es noch keine Infos. Bei Raqqa haben sie zwei ISIS-Gefangenenlager eingenommen, wobei ein Teil der Insassen "entkommen konnte" bzw. freigelassen wurde. ¤¤

Weiterhin berichtet nur AJE ausführlich, wobei der salafistische Charakter der Jihadistenhorden deutlich zu sehen und zu hören ist, aber vom Sender nicht benannt und schon gar nicht kommentiert wird. U.a. ein Beitrag über die ökonomischen Interessen des Regimes: im Kurdengebiet liegen die wichtigsten Öl- und Gasfelder sowie der größte Staudamm des Landes. - Bei CNN gar nichts, bei der BBC am Dienstagmorgen Infos zur Freilassung von ISIS-Gefangenen. - Einziger aktueller Bericht auf deutsch bei der Tagesschau, von Ramin Sina. Faktisch korrekt, aber grob verharmlosend. Angeblich würden die arabischen Bewohner von Raqqa sich über den Einmarsch der "arabischen Kämpfer" freuen. Bei Euronews zwei Berichte auf dem Stand des Vortags. Einer davon aus Berlin, über Proteste von Kurden gegen den (inzwischen abgesagten) Besuch von Staatschef Sharaa.

A

B

TS,E

 

zus.10

zus.2

zus.5

 

                 
           
20.1.26

 

 

 

Wegen des Vormarschs der Jihadistenarmee in das Kurdengebiet haben die SDF das ISIS-Lager al Hol verlassen. Die meisten der dort festgehaltenen etwa 30.000 Personen (ISIS-Terroristen samt ihren Familien) sind nun frei. Das Regime in Damaskus behauptet, es habe die Kontrolle des Lagers übernommen und die meisten der "entkommenen" ISIS-Leute wieder eingefangen. Und es beschuldigt die SDF, die Terroristen "freigelassen" zu haben. - Am Abend verkündet das Regime mal wieder einen "viertägigen Waffenstillstand" ¤¤

Weiterhin berichtet nur AJE ausführlich über die Vorgänge, aber leider parteiisch zugunsten der Islamisten und allzu bereit, die Lügengeschichten des Regimes zu glauben. U.a. ein Bericht von Ameer al Abbad aus dem am Vortag aufgegebenen Gefängnis Al Shadadi, wo etwa 120 ISIS-Terroristen freigekommen sind. Einschätzungen von Samy Akil. Weiterhin keine Angaben zur Zahl der bei der Offensive der Jihadisten getöteten Menschen - vermutlich tausende.

Auch CNN (Ben Wedeman) und Sky News (Adam Parson) berichten über die Öffnung der ISIS-Lager, aber beide haben das Ausmaß des Vorgangs noch nicht verstanden. Bei der BBC heute gar nichts. - Bei den deutschen Sendern allenfalls Kurzmeldungen. Bei "heute" ein paar knappe und falsche Infos, nur bei arte ein Bericht, leider auch recht oberflächlich. In Bremen haben 2000 Leute (vor allem Kurden, daneben ein paar Linke) zur Solidarität mit Rojava demonstriert. Bericht bei "buten un binnen". 

A

C,Sky

ht,ajt,TS,hj

b&b

 

zus.22

zus.6

zus.5

2

 

                 
21.1.26

 

Offenbar interessiert sich niemand für den ausgerufenen "Waffenstillstand". Die Jihadistenmilizen der HTS (früher Al Nusra, jetzt "syrische Armee") rücken immer weiter ins Kurdengebiet vor. Weiterhin keine Infos über die Zahl der dabei getöteten Menschen. Nachdem die meisten ISIS-Terroristen aus dem Lager Al Hol entkommen sind, beginnen US-Truppen damit, Gefangene aus einem Lager in Hasakah in Lager im Irak zu verlegen. Erläuterungen dazu von Kenneth Katzman¤¤

Ausführliche Berichte weiterhin nur bei AJE, allerdings weiterhin mit klarer Parteinahme für die Islamisten und komplettem Ausblenden von deren Verbrechen. U.a. aber auch ein Bericht über Solidaritätskundgebungen von Kurden in der Türkei. Ansonsten nur bei der BBC eine Meldung über die freigekommenen ISIS-Terroristen, und auf deutsch nur bei arte ein Bericht über Al Hol und die Proteste in der Türkei. Bei CNN nichts.

A

B

arj

zus.14

1

2

                       
           
22.1.26

Heute hat außer AJE kein Sender irgendetwas über Syrien berichtet. Hier u.a. ein Bericht aus dem Lager Al Hol, wo ein paar dort verbliebene ISIS-Leute jetzt von den Jihadisten des Regimes pro forma bewacht werden. Einige hundert andere ISIS-Kämpfer werden von US-Truppen in Lager im Irak gebracht. AJE berichtet, daß die Regimetruppen SDF-Kämpfern aus Raqqa freien Abzug nach Kobane gewährt haben. Daß Kobane selbst unter ständigem Artilleriebeschuss der Jihadisten liegt, wird nicht erwähnt. Außerdem ein Bericht aus New York von einer Sondersitzung des UNSC. Dort geht es ausschließlich um den Umgang mit den ISIS-Terroristen. Die Kurden haben dort keinen Vertreter und keinen Fürsprecher. Ein Völkermord, der buchstäblich niemanden interessiert¤

A zus.11
                 
23.1.26

Weiterhin berichtet nur AJE über den Krieg der regierenden Jihadisten gegen die Kurden. Und weiterhin kann man das Ausmaß des Angriffs nur indirekt erschließen, da AJE sich konsequent an die Narrative der Jihadisten hält. Kein Wort über den Artilleriebeschuss auf Kobane, kein Wort über Massaker an kurdischen Kämpfern und Zivilisten. Es wird so getan, als habe der ausgerufene Waffenstillstand eine tatsächliche Bedeutung. Es gibt Berichte aus Raqqa und aus Deir-az-Zor, die jetzt beide von den Jihadisten kontrolliert werden, und Einschätzungen von Muhanad Seloom.

A zus.7
                 
24.1.26

 

 

Das Jihadistenregime verkündet, es habe den "Waffenstillstand" mit den SDF um zwei Wochen verlängert. Damit solle den USA die Evakuierung von ISIS-Gefangenen erleichtert werden. Über das tatsächliche Ausmaß der (andauernden) Kämpfe gibt es weiterhin keine Infos. Laut AJE setzen die Regimetruppen ihren Vormarsch ins Kurdengebiet fort. Bei AJE berichtet u.a. Bernard Smith aus dem Lager al Hol, wo augenscheinlich nur noch Familienangehörige der ISIS-Männer sind.  ¤

Erstmals ein Bericht auf deutsch aus dem Kurdengebiet, von Ramin Sina (ARD) aus Kamishli. Zehntausende Zivilisten sind hierher geflüchtet. Ein paar Bilder von fernem Artilleriebeschuss. Sina zitiert Präsident Sharaa, der erklärt hat, es werde keine kurdische Autonomie mehr geben, und er erwähnt kurz Massaker und Vergewaltigungen durch die Jihadisten, aber ohne Details. Sprecher der Kurden beklagen, daß sie von der internationalen Gemeinschaft mal wieder im Stich gelassen werden.  ¤

Ansonsten auf deutsch nur Meldungen über Protestdemos von Kurden in Deutschland, bei "buten un binnen" ein Bericht aus Bremen (dort mehr als 5000 Teilnehmer:innen). Vor dem Bericht sagt die Ansagerin: "Die Bilder aus Nordsyrien lassen viele Menschen nicht los." Demnach gibt es also Bilder von dort. Im Fernsehen werden sie aber nicht gezeigt.

A

TT

R,arj,b&b

6

5

zus.5

                 
25.1.26

Wieder nur bei AJE Berichte. Angeblich wird der "Waffenstillstand" zwischen Armee und SDF größtenteils eingehalten, bis auf einige Verletzungen von beiden Seiten. Allerdings berichtet Zein Basravi aus der Nähe von Kobane, daß die kurdische Stadt weiterhin mit Artillerie beschossen wird und inzwischen komplett von den Truppen der Jihadisten eingekreist ist. Immerhin wurde ein Konvoi der UN zur Versorgung der Bevölkerung hineingelassen. Außerdem ein Bericht von Sinem Koseoglu aus dem türkischen Grenzgebiet über Erdogans "Friedensplan" zur Entwaffnung der PKK.  ¤

A 6
           
26.1.26

 

 

AJE meldet, daß es von beiden Seiten weiterhin "Verletzungen des Waffenstillstands" gebe. Vor allem greifen die Jihadisten weiterhin die kurdische Stadt Kobane an. Berichte aus Erbil (Nordirak), wo Kurden den Verrat der USA beklagen (Mahmoud Abdelwahed erwähnt im Bericht Kriegsverbrechen der Jihadisten), und aus Deir-az-Zor, über die schweren Schäden durch den Bürgerkrieg.  ¤

CNN hat den neuen Krieg tagelang einfach ignoriert. Heute berichtet Ben Wedeman aus dem Kurdengebiet. Kurden werfen den USA vor, daß sie sich an die Seite von Syriens Regime und damit von ISIS und Al Kaida stellen. Über den Vormarsch der Jihadisten ins Kurdengebiet leider kaum Infos.  ¤

Bei der Tagesschau noch ein Bericht von Ramin Sina, aus der kurdischen Stadt Dayrik im äußersten Nordosten des Landes. Angeblich sind die Leute dort erleichtert, weil es nun eine Waffenruhe gibt. Sina erwähnt aber das Andauern der Kämpfe sowie ebenfalls Kriegsverbrechen der Regierungstruppen und die Freilassung von ISIS-Terroristen.  ¤

A

C

TS

6

4

2

                 
27.1.26

Eine Meldung: ein Konvoi der UN mit Hilfsgütern ist von Raqqa ins Kurdengebiet gelassen worden. - Zein Basravi berichtet aus Raqqa, daß Angehörige von ISIS-Gefangenen deren Freilassung fordern, weil die Männer "unschuldig" seien.

A 3
           
27.1.26

Syrien / Israel : Israel dehnt das vom Golan aus besetzte Gebiet im Süden Syriens immer weiter aus und verstärkt seine Truppen dort. Elif Ural berichtet aus Deraa. Bauern sagen, daß sie wegen der Besatzer ihr Land nicht mehr bestellen können.

A 3
           
28.1.26

Präsident Sharaa ist zu Besuch bei Putin in Moskau. Russland beginnt mit dem Abzug seiner Truppen aus dem Kurdengebiet.

A 2
           
29.1.26

Bei AJE berichtet Bernard Smith aus Aleppo über den Wiederaufbau, ohne den andauernden Krieg gegen die Kurden zu erwähnen.

Bei Sky News ein Bericht von Alex Rossi aus dem Kurdengebiet. Angriffe der Jihadisten, immer mit ihrem gotteslästernden Geheul, Flucht der kurdischen Bevölkerung, Übernahme der ISIS-Lager durch die Jihadistenarmee. Laut Rossi hält der "Waffenstillstand" aber im Großen und Ganzen.  ¤

A

Sky

2

11

           
30.1.26

Das Regime und die SDF haben unter US-Vermittlung angeblich ein weiteres Abkommen geschlossen, nach dem die kurdischen Kämpfer vollständig in die Armee integriert werden sollen. Bericht aus Aleppo von Zein Basravi, eine Meldung bei der Tagesschau.

Bei Sky News nochmal eine etwas veränderte Kurzfassung des gestrigen Berichts von Alex Rossi aus dem Kurdengebiet.

A,TS

Sky

zus.4

4

           
31.1.26

Ramin Sina berichtet aus dem Lager Al Roj (im äußersten Nordosten des Kurdengebiets), wo die SDF noch etwa 2000 ISIS-Familienangehörige festhalten, viele davon mit deutschem Pass. Sie hoffen, jetzt wieder zurückkehren zu können. André Bank (GIGA-Institut) stellt fest, daß unter den Soldaten der islamistischen Regierungsarmee viele ISIS-Anhänger sind. - Bei arte ein Bericht über die Einigung, nach der die kurdischen Kämpfer der SDF in die islamistische Armee eingegliedert werden sollen. - Im ZDF ein Bericht über zahlreiche Demos von Kurden in Deutschland, die nicht an solche Abmachungen mit den Jihadisten glauben und weiter die Autonomie des Kurdengebiets fordern.  ¤

arj,hj,TT zus.8
1.2.26

Teresa Bo berichtet aus der Nähe von Hasakah, aus einem Ort, der von der syrischen Jihadistenarmee kontrolliert wird. Diese soll nach der Einigung mit den SDF nun in alle kurdischen Orte einrücken. Ein Gefängnis, in dem die SDF 100 ISIS-Kämpfer festgehalten hatten, ist nun leer - angeblich alle während der Kämpfe entkommen, angeblich wurden die meisten wieder eingefangen. Wo sie jetzt sind, wird nicht gesagt.

A 3
           
2.2.26

Die Armee des Jihadistenregimes ist ohne Widerstand der SDF in die kurdische Stadt Hasakah eingerückt. Teresa Bo berichtet von dort.  ¤

A 2
           
3.2.26

Die Regimetruppen sind in die kurdische Stadt Qamishli einmarschiert, auch hier ohne Widerstand der SDF. Die Truppen werden von bärtigen Männern und verschleierten Frauen begrüßt. Teresa Bo berichtet von dort. Außerdem Zeina Khodr aus Aleppo. Sie stellt fest: die kurdische Autonomie ist vorbei, auch wenn es in einigen Orten noch Widerstand gibt. - Außer bei AJE keine Berichte.  ¤

A 6
                 
4.2.26

Teresa Bo berichtet weiter aus Qamishli, das nun von den Truppen der islamistischen Regierung besetzt ist.

Auf deutsch gab es fast keine Berichte über den Vormarsch der Jihadisten ins Kurdengebiet. Jetzt im ZDF ein Bericht von Golineh Atai, u.a. aus Qamishli und Raqqa. Die übliche schwer verdauliche Mischung aus Fakten, Märchen und höherem Blödsinn. "Bis jetzt sind Massaker gegen Zivilisten ausgeblieben."

A

auslandsjnl

3

7

           
5.2.26

Nur bei AJE weitere Berichte zur Besetzung des Kurdengebiets (Rojava) durch die Jihadistenarmee. Teresa Bo berichtet aus Qamishli (aus kurdischer Sicht), Zeina Khodr aus Aleppo. Nur in Kobane soll die Armee zunächst nicht einrücken.  ¤

A 6
                 
6.2.26

Die USA ziehen den Großteil ihrer Truppen vom Stützpunkt al Shaddadi (bei Hasakah im Nordosten Syriens) ab. Teresa Bo berichtet von dort.

A 3
           
7.2.26

Die USA haben mit einem Konvoi einige hundert ISIS-Gefangene von Qamishli in den Irak gebracht. - Zeina Khodr berichtet aus Aleppo. Einige Kurden hoffen, unter dem Islamistenregime als Minderheit anerkannt zu werden.

A 2
8.2.26

Ramin Sina berichtet über das Ende der kurdischen Autonomie. Letzte zaghafte Widerstandsversuche, aber die Armee des Islamistenregimes wurde ohne größere Kämpfe in die kurdischen Städte hineingelassen. Nun hofft man darauf, daß sie wieder verschwindet. Sina erwähnt, daß es Kriegsverbrechen der Jihadisten gab, aber anscheinend gibt es nur wenige Belege dafür.  ¤

WS 6
9.2.26

Nur in die kurdische Hochburg Kobane sind die Truppen des Islamistenregimes noch nicht einmarschiert. Teresa Bo berichtet aus dem benachbarten Ort Birek und filmt einen Konvoi mit einigen Dutzend PKK-Kämpfern, die aus Kobane abziehen und dabei freies Geleit erhalten. Unklar, wo sie hinsollen.

A 3
         
9.2.26

IsraelSyrien : Israelische Flugzeuge besprühen im Südlibanon und in den besetzten Gebieten Syriens große Flächen mit Herbiziden. Ayman Oghanna berichtet aus Quneitra.  ¤

A 2
         
10.2.26

IsraelSyrien : Gespräch mit Kate Mackintosh (Juristin, Expertin für das Verbrechen Ökozid) über Israels gezielte Zerstörung von Ackerland in Syrien und Libanon aus angeblichen "Sicherheitsgründen". Der ICC könnte bereits nach den vorhandenen Gesetzen Haftbefehle erlassen gegen die Verantwortlichen für den systematischen Einsatz von Herbiziden dort, ebenso gegen die Nazisiedler im besetzten Palästina, die absichtlich tausende von Olivenbäumen roden.  ¤

A 6
11.2.26

Noch ein Bericht von Teresa Bo aus der Nähe von Kobane, der letzten von den kurdischen Kämpfen kontrollierten Stadt.

A 3
           
12.2.26

Nach dem Abzug der letzten 200 US-Soldaten übernehmen Regierungstruppen die Basis Al Tanf (nahe den Grenzen zu Jordanien und Irak). Einige redaktionelle Infos und von Heidi Pett in Aleppo.

A 3
           
13.2.26

Die USA haben etwa 5700 ISIS-Gefangene, die bisher in Lagern der SDF festgehalten wurden, in Lager im Irak verlegt. Infos aus Aleppo von Heidi Pett.

Bei "kulturzeit" ein Beitrag über das Ende der kurdischen Autonomie und des kurdischen Projektes Rojava, mit Basisdemokratie, Gleichberechtigung der Frauen und Säkularismus. Die ISIS-Gefangenen werden nun von Truppen bewacht, die selbst Jihadisten sind. Die Kurden wurden vom Westen mal wieder im Stich gelassen und verraten. Dem angeblich geläuterten Präsidenten Sharaa kann man angesichts der Massaker an Drusen und Alewiten nicht trauen. Einschätzungen u.a. von Düzen Tekkal, Guido Steinberg und Michael Wilk. Sehr sehenswerter Beitrag von Ursula Beyer.  ¤¤

A

ktzt

2

9

14.2.26

Das Islamistenregime löst das ISIS-Lager Al Hol auf, in dem die SDF bisher ca. 20.000 ISIS-Familienangehörige festgehalten hatten. Die meisten sind bis heute Hardcore-Salafisten. Einige wurden angeblich in andere Lager verlegt, die meisten kommen jetzt frei. Infos und Bericht nur bei AJE.  ¤

A 5
           
15.2.26

Die Armee des Jihadistenregimes hat auch die frühere US-Basis Al Shaddadi übernommen. Infos aus Aleppo von Heidi Pett.

A 3
           
16.2.26

Die SDF haben aus dem noch von ihnen kontrollierten Lager Roj (im äußersten Nordwesten Syriens) 34 ISIS-Gefangene freigelassen und versucht, sie nach Australien abzuschieben. Alle sind australische Staatsbürger. Die Regimetruppen haben sie aber nicht durchgelassen und zurück nach Roj gebracht.  

A 1
           
17.2.26

Australien weigert sich, seine Staatsbürger aufzunehmen, die aus den früheren ISIS-Lagern in Syrien entlassen werden. - Syriens Regime schließt das Lager Al Hol, in dem etwa 20.000 Familienangehörige von ISIS-Kämpfern (die meisten davon selbst überzeugte Jihadisten) festgehalten wurden. Ein paar hundert von ihnen wurden mit Bussen in ein neues Lager in Akhtarin (bei Aleppo) gebracht. Unklar, wo der Rest verblieben ist. Laut AJE waren in Al Hol nur 6600 Personen. Heidi Pett berichtet aus Akhtarin.  ¤

A 2
           
       

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