Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Israel / Palästina #15  : ab 1.1.22        

Viele lesenswerte Texte zum Nahostkonflikt und zur Berichterstattung der Medien darüber gibt es bei www.arbeiterfotografie.com

Israel / Palästina #1 (Oktober '07 bis Mai '08)

Israel / Palästina #2   (Juni '08 bis Dezember '08)

Israel / Palästina #3  Der Gaza-Krieg (Dezember '08 bis Januar '09)

Israel / Palästina #4  (Januar '09 bis Juni '09)

Israel / Palästina #5   (Juli '09 bis Dezember '09)

Israel / Palästina #6  (Januar '10 bis Juni '10)

Israel / Palästina #7  (Juli '10 bis Juni '11)

Israel / Palästina #8  (Juli '11 bis Juni '12)

Israel / Palästina #9 (Juli '12 bis März '13)

Israel / Palästina #10 (April '13 bis Juni '14)

Israel / Palästina #11 (13.6.14 bis Dezember '14)

Israel / Palästina #12 (Januar '15 bis Dezember '16)

Israel / Palästina #13 (Januar '17 bis Juni '18)

Israel / Palästina #14 (Juli '18 bis Dezember '21)

 

      (letzter Eintrag 23.11.22)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
2.1.22

Nachdem von Gaza aus zwei Raketen Richtung Tel Aviv gestartet wurden (beide ins Meer gestürzt) hat Israel erneut Gaza bombardiert, allerdings anscheinend nur eine Freifläche. Es gibt zwar große Explosionen, aber keine Schäden. Nur eine Meldung bei AJE.

A 1/2
4.1.22

Der palästinensische Gefangene Hisham Abu Hawash hat 140 Tage lang mit einem Hungerstreik gegen seine willkürliche Inhaftierung ("Administrativhaft") durch Israel protestiert. Jetzt haben die israelischen Behörden angekündigt, ihn Ende Februar freizulassen, und Hawash hat daraufhin den Hungerstreik abgebrochen. Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim.

A 2
           
15.1.22

 

 

"Palästina: Proteste gegen die Autonomiebehörde" - Reportage aus dem besetzten Palästina von Gwendoline Debono und Laurent Van Der Stockt. Über Korruption, Willkür, Unterdrückung, Mord und Folter durch die regierende Fatah-Partei.  (NNA)*  ¤

Text von arte: "Der Oppositionspolitiker Nizar Banat hatte die Korruption in der Palästinensischen Autonomiebehörde immer wieder scharf kritisiert, vor allem in den Sozialen Netzwerken. Im Westjordanland gingen daraufhin viele Palästinenser auf die Straße und kritisierten offen ihr Regime und vor allem den 86-jährigen Mahmud Abbas. Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde klammert sich an die Macht, er hat die ersten Wahlen seit 16 Jahren abgesagt. Unsere Reporter trafen Palästinenser, die keine Angst mehr davor haben, ihre Anführer von der Fatah in Ramallah offen zu kritisieren: Die Familie von Nizar Banat erzählt von den Einschüchterungen in ihrem Kampf um Gerechtigkeit; Milizionäre aus den Lagern berichten, warum sie sich nun radikalen Bewegungen anschließen wollen; Schüler aus der Region Hebron fühlen sich angesichts der zunehmenden Gewalt durch israelische Siedler von ihrer politischen Führung allein gelassen. Ehemalige israelische Sicherheitsbeamte warnen vor der gefährlichen Lage in den palästinensischen Gebieten. Immer mehr Palästinenser im Westjordanland sagen heute: « Wir leben unter zwei Besatzungen. Der von Israel und der von der Palästinensischen Autonomiebehörde."

arep

 

 

25

 

 

           
18.1.22

In Sheikh Jarrah (im besetzten Ost-Jerusalem) haben israelische Truppen das Haus von Mahmoud Salhiya umstellt, um es zu räumen und abzureißen. Salhiya und seine Familie weigern sich, das Haus zu verlassen. Er droht, sich mit Benzin zu übergießen und selbst zu verbrennen.

arj 2
19.1.22

In Sheikh Jarrah (im besetzten Ost-Jerusalem) sind israelische Truppen in das Haus der Familie Salhiya eingedrungen, haben etwa 20 Bewohner und Unterstützer verhaftet und dann das Haus abgerissen und dabei sämtlichen Besitz der Familie zerstört. Israel verweist auf ein Urteil eines israelischen Gerichts, wonach das Land dort israelischen Siedlern gehöre. Allerdings haben israelische Gerichtsurteile im besetzten Palästina keine Bedeutung, das Vorgehen ist eindeutig völkerrechtswidrig (und allemal rassistisch). Präsident Abbas spricht von einem "Kriegsverbrechen".  - Bei AJE berichtet Harry Fawcett aus Sheikh Jarrah, außerdem James Bays aus New York über Beratungen des UN-Sicherheitsrats zu dem Thema, und Einschätzungen von Daniel Seidemann (Menschenrechtsanwalt). Bei CNN berichtet Hadas Gold aus Jerusalem, bei PressTV Mona Kandil aus Ramallah.  - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  ¤

A,C,P

zus.11
                 
30.1.22

Israel / Palästina / Emirate : Israels Präsident Herzog ist auf Staatsbesuch in den UAE. In Abu Dhabi wird er von der Herrscherclique um den selbsternannten "Emir" empfangen.  - Bei AJE leider gar nichts darüber. Dagegen berichtet und kommentiert PressTV ausgiebig. Die Hamas hat den Besuch scharf verurteilt. Meldungen bei ARD und ZDF, und ein recht euphorischer Bericht von Daniel Hechler in den Tagesthemen, über die inzwischen erstaunlich engen Beziehungen der beiden Länder. Israel liefert den Emiraten Waffen und Hightech.  ¤ 

ht,TS,TT,P

zus.7
           
1.2.22

Die israelische Firma NSO, die die Spionagesoftware "Pegasus" verkauft, hat einer Telefonfirma in den USA vor vier Jahren sehr große Mengen Geld für die Bereitstellung von Nutzerdaten von Handynutzern in aller Welt angeboten. Die "WaPo" hat das jetzt enthüllt. Erläuterungen von Courtney Radsch (Tech Policy Press). - Israels Polizei hat zugegeben, daß die Nutzung von "Pegasus" teilweise illegal ist. - In El Salvador ist aufgeflogen, daß die Regierung zahlreiche Oppositionelle und Journalisten mit Hilfe von "Pegasus" überwachen und ausspionieren läßt. Bericht aus San Salvador von Jon Holman.

A 9
           
1.2.22

Meldung: Israels Armee hat zwei Soldaten entlassen, die im Dezember einen 78-jährigen Palästinenser verhaftet und dann gefesselt und mit verbundenen Augen in einem leerstehenden Haus abgelegt hatten. Er starb an einem Herzinfarkt.

A 1/2
6.2.22

Das Zentralkomitee der PLO trifft sich, um einige Führungsposten neu zu besetzen, vor allem den des Generalsekretärs, der seit dem Tod von Saeb Erekat vor zwei Jahren vakant ist. Der neue Mann wird dann wohl auch als Präsident Palästinas aufgestellt. Die Hamas und andere Oppositionelle protestieren gegen das undemokratische Vorgehen der PLO-Führung. Im besetzten Palästina hat es seit 15 Jahren keine Präsidentschaftswahl und keine Parlamentswahl mehr gegeben.

arj 3
8.2.22

In Nablus (besetztes Palästina) haben israelische Spezialtruppen und Geheimdienstler ein Taxi gestoppt und mit einem Kugelhagel die drei Insassen getötet. Angeblich sollen es palästinensische Widerstandskämpfer gewesen sein, die an Angriffen auf Besatzungssoldaten und Siedler beteiligt waren. Der faschistische israelische Premier Bennett erklärt, es gebe "keine Immunität für Terroristen", meint damit aber nicht die Täter, die den Mordanschlag ausgeführt haben. Die Al-Aksa-Brigaden kündigen Vergeltung an.  ¤

A  
           
9.2.22

Nida Ibrahim berichtet aus Nablus im besetzten Palästina, wo viele Einwohner gegen die Ermordung von drei Widerstandskämpfern durch israelische Geheimdienstler protestieren und sich an Streiks beteiligen.

A 2
13.2.22

Proteste von Bewohnern im Stadtteil Sheikh Jarrah (im besetzten Ost-Jerusalem) gegen eine provokative Aktion eines israelischen Nazi-Politikers zur Unterstützung der israelischen Siedler dort. Najwan Simri berichtet vom Ort des Geschehens.

A 2
14.2.22

Weiter angespannte Lage in Sheikh Jarrah (besetztes Ost-Jerusalem). Israelische Soldaten beschützen den Nazipolitiker Itamar Ben-Gvir, der dort ein "Büro" für die illegalen israelischen Siedler errichtet hat. Sie beschützen auch seine Anhänger, die den Bewohnern immer wieder Parolen wie "Tod den Arabern" zurufen. Aus Sheikh Jarrah berichten Harry Fawcett (AJE) und Andrew Carey (CNN).

In der Nähe von Jenin (besetztes Palästina) haben israelische Soldaten einen Jugendlichen erschossen, der mit anderen gegen die Zerstörung des Hauses eines Palästinensers protestierte. Bericht von Stefanie Dekker und Einschätzungen des Völkerrechtlers Prof. Munir Nuseibah zu Israels illegalen Kollektivstrafen.

A,C zus.10
           
14.2.22

Israel / Palästina  / Bahrain : Israels rechtsextremer Ministerpräsident Bennett besucht erstmals seine Diktatorenfreunde in Bahrain. Hauptthema ist die Allianz gegen den gemeinsamen Feind Iran. Meldung bei CNN. PressTV meldet eine Protestkundgebung in Manama, dann ein Beitrag über die Entwicklung des Landes seit der blutigen Niederschlagung der schiitischen Oppositionsbewegung 2011.

C,P

zus.5
16.2.22

Bei einer Protestkundgebung in Nebi Saleh (besetztes Palästina) haben israelische Soldaten einen weiteren jungen Palästinenser erschossen. Nihad Barghouti war erst kurz zuvor aus einem israelischen Gefängnis freigelassen worden. Bei der Beisetzung in Kufr Ein gibt es laute Proteste gegen die Besatzer. Von dort berichtet Nida Ibrahim.

A 2
18.2.22

Harry Fawcett berichtet über weitere Proteste in Sheikh Jarrah (besetztes Ost-Jerusalem), weil Israel dort eine weitere palästinensische Familie aus ihrem Haus vertreiben will, um es israelischen Siedlern zu überlassen.

A 2
23.2.22

Israel räumt Häuser von Einheimischen im besetzten Palästina. (NNA)*

A 3
           
28.3.22

Israels Regierung veranstaltet in der Negev-Wüste ein Gipfeltreffen mit den Außenministern Ägyptens, Bahrains, Marokkos und der UAE sowie dem US-Außenminister. Wichtigstes gemeinsames Ziel ist die Front gegen "den gemeinsamen Feind Iran und seine Stellvertreter" (OT von Israels Außenminister Lapid). Der Vertreter Ägyptens spricht immerhin die israelische Besatzung an und spricht sich für eine "zwei-Staaaten-Lösung" aus. Jordaniens Außenminister ist nicht dabei und König Abdallah besucht demonstrativ zur gleichen Zeit Präsident Abbas in Ramallah. - Bei AJE ein Bericht von Harry Fawcett, Einschätzungen von Marwan Bishara und Stellungnahme von Mustafa Barghouti: sie (die arabischen Staaten und die USA) fallen den Palästinensern in den Rücken und versuchen deren Rechte auszulöschen. Berichte auf deutsch bei arte und Euronews, sonst nur Kurzmeldungen.

A

arj,E

zus.14

zus.4

                 
29.3.22

In Bnei Brak (Vorort von Tel Aviv) hat ein bewaffneter Mann (angeblich ein arabischer Israeli) fünf Personen erschossen. Anschließend wurde er selber von israelischen Polizisten erschossen. In der letzten Woche hat es eine Serie von Angriffen (meist mit Messern) auf Israelis gegeben. Bei AJE ausführliche Infos und Bericht von Harry Fawcett. Auf deutsch nur Kurzmeldungen.

A,C

TS,hj,E

zus.10

zus.1

           
30.3.22

Mehr über den Angriff eines Palästinensers, der in einem Vorort von Tel Aviv fünf Israelis erschossen hat. Bodycam-Videos israelischer Polizisten, Reaktionen in Israel und Palästina. Bei AJE Infos von Harry Fawcett (West-Jerusalem) und ein Bericht von Nida Ibrahim (Ramallah). Berichte bei arte und Euronews.

A,arj,E zus.7
31.3.22

Als Reaktion auf die Serie von Angriffen von Palästinensern in Israel führen Israels Besatzungstruppen Razzien im besetzten Palästina durch. Dabei werden in Jenin mindestens zwei junge Männer getötet.

A,TS zus.4
           
1.4.22

Meldung: in Arrabeh (bei Jenin, besetztes Palästina) haben israelische Soldaten drei Bewohner erschossen, angeblich nachdem diese die Besatzungssoldaten beschossen hatten. Seit Jahresbeginn hat israelisches Militär im besetzten Palästina bereits 27 Palästinenser getötet.

A 1/2
7.4.22

In der Innenstadt von Tel Aviv greift am Abend ein bewaffneter Mann Passanten an, tötet zwei und verletzt zwölf Menschen, zum Teil schwer. Der Täter kann zunächst flüchten, wird aber später von Polizisten getötet, angeblich bei einem Schußwechsel. Bei AJE berichtet John Holman, Berichte auf deutsch spätabends im ZDF und bei Euronews.

A,h+,E zus.5
8.4.22

Einschätzungen von Marwan Bishara zur Welle von Anschlägen auf Israelis und zu Israels Reaktionen. Wie immer wird Israel die Palästinenser kollektiv bestrafen statt seine Politik zu ändern.

A 7
10.4.22

Nach der Serie von Angriffen auf Israelis führen die Besatzer in diversen Orten im besetzten Palästina Razzien durch. Dabei sind mindestens drei Palästinenser:innen getötet worden. In Jenin versuchen die Bewohner, mit Straßensperren die israelischen Truppen fernzuhalten. Infos aus Ost-Jerusalem von John Holman.

A 3
13.4.22

Israelische Truppen verhaften bei Razzien im besetzten Palästina zahlreiche Einheimische und töten drei Palästinenser, darunter einen 14-Jährigen. Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim.

A 7
14.4.22

Bei den Razzien der israelischen Armee im besetzten Palästina, vor allem in der Umgebung von Jenin, sind inzwischen mindestens sechs Bewohner getötet und mehr als hundert gefangengenommen worden. Infos aus Jenin von Nida Ibrahim.

A 3
           
15.4.22

Weiter heftige Zusammenstöße im besetzten Palästina zwischen Besatzern und Einheimischen, u.a. auch auf dem Tempelberg in Jerusalem.  (NNA)*

A,C,Sky

arj,TS

zus.15

zus.5

           
16.4.22

Die Lage am Tempelberg hat sich beruhigt, Israel läßt 400 verhaftete Palästinenser wieder frei.

A 1/2
17.4.22

Auf dem Tempelberg versuchen mal wieder israelische Nazis in das islamische Heiligtum einzudringen. Als sie von Palästinensern daran gehindert werden, gibt es schwere Ausschreitungen der Besatzungspolizei, die in die Al-Aksa-Moschee eindringt und zahlreiche Palästinenser verhaftet. Von Seiten der Palästinenser wird diesmal aber offenbar keine Eskalation gewollt. Infos und Bericht aus Jerusalem von John Holman, Einschätzungen von Marwan Bishara¤

A 15
           
18.4.22

Weitere Spannungen am Tempelberg, weitere Razzien Israels im besetzten Palästina. Aus Gaza wird erstmals seit Monaten wieder eine Rakete nach Israel abgefeuert. - Bei AJE heute nur ein Kurzbericht. Ausführlichere Berichte bei arte und Tagesschau.

A,arj,TS

zus.6
19.4.22

Bei Burqa (bei Nablus im besetzten Palästina) marschieren tausende israelische Siedlernazis unter dem Schutz der israelischen Armee zu dem vor 17 Jahren geräumten Siedler-Außenposten "Homesh". Als Einheimische versuchen, den Nazis den Weg zu verstellen, gibt es heftige Zusammenstöße mit israelischen Soldaten. Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim.  ¤ 

A,E zus.3
20.4.22

Weitere Provokationen von israelischen Nazisiedlern an der Al-Aksa-Moschee, erneut greifen israelische Soldaten auf der Seite der Nazis ein und dringen dabei in die Moschee ein. Infos aus Jerusalem von Harry Fawcett. - Von Gaza aus werden erneut mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, die aber keinen Schaden anrichten. Gestern hatte Israel auf eine Rakete mit einem Luftangriff in Gaza reagiert und ein Fabrikgebäude zerstört.

A 2
21.4.22

Rechtsextreme jüdische Gruppen setzen ihre Provokationen auf dem Tempelberg fort und beten demonstrativ auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee. Die israelische Polizei unternimmt nichts gegen diese illegalen Aktionen und greift stattdessen Palästinenser an, die dagegen protestieren. Bei AJE Bilder davon sowie Infos aus Ost-Jerusalem von Stefanie Dekker. Bei CNN ausführliche Infos aus Jerusalem von Hadas Gold.  ¤

A,C zus.8
22.4.22

Weitere Zusammenstöße am Tempelberg zwischen Palästinensern und israelischer Besatzungspolizei. Israel hat nun den Zutritt zum islamischen Heiligtum für jüdische Fanatiker gesperrt. Bei AJE berichtet Harry Fawcett aus Jerusalem, außerdem einige Hintergrundinfos zu dem Konflikt und ein Bericht aus Gaza über Solidaritätskundgebungen der Hamas. Bei ARD und ZDF kurze oberflächliche Meldungen.

A,TS,hj zus.6
           
23.4.22

Israel hat den einzigen Grenzübergang nach Gaza geschlossen.

Nida Ibrahim berichtet aus Jenin (besetztes Palästina) über junge Männer, die sich in großer Zahl bewaffneten Widerstandsgruppen anschließen.

A

A

1/2

4

           
29.4.22

Trotz der andauernden Spannungen am Tempelberg haben heute, am letzten Tag des Ramadan. 180.000 Muslime friedlich in der Al-Aksa-Moschee gebetet. Bericht von Stefanie Dekker.

A  
30.4.22

Weitere Zusammenstöße im besetzten Palästina, als israelische Truppen nach einem Mann fahnden, der einen israelischen Wachmann getötet haben soll. Akiva Eldar ruft Israels Regierung auf, den Konflikt nicht weiter anzuheizen. - Ein Hamas-Sprecher droht bei weiteren Provokationen am Tempelberg mit erneutem Raketenbeschuß auf Israel.

A 2
30.4.22

Im "Listening Post" ein paar Tips für unabhängige Informationsquellen zum Nahostkonflikt auf Instagram: Letstalkpalestine, eye.on.palestine, documentingpalestine.

A 2
5.5.22

Israels oberstes Gericht hat die Räumungsverfügung gegen acht palästinensische Dörfer im Gebiet von Masafer Yatta (besetztes Palästina) bestätigt. Deren 1500 Bewohner würden dadurch obdachlos. Israel will auf dem Gebiet ein Trainingsgelände für seine Armee einrichten. Der israelische Rechtsanwalt Shlomo Lecker, der gegen die Räumung geklagt hatte, nennt sie eine Verletzung internationalen Rechts.  ¤

A 3
5.5.22

Im Ort Elad bei Tel Aviv haben zwei Palästinenser mit Äxten drei Israelis ermordet. Die Täter sind geflüchtet. Bei AJE Bericht von Stefanie Dekker, bei CNN Infos aus Elad von Hadas Gold. (Text nachträglich korrigiert.)

Zuvor hatte es am Tempelberg in Jerusalem erneut Zusammenstöße gegeben, nachdem dort erneut israelische Nazis auf dem Al-Aksa-Gelände "gebetet" haben.

A,C zus.6
           
6.5.22

Noch ein Bericht bei arte über die Welle von tödlichen Anschlägen auf israelische Zivilisten und die andauernden Spannungen am Tempelberg.

arj 2
8.5.22

Die beiden Palästinenser, die in Elad drei Israelis ermordet hatten, sind von israelischen Truppen nach intensiver Jagd in einem nahegelegenen Wald verhaftet worden. Bei den Razzien u.a. im Heimatort der Beiden wurden zwei Palästinenser getötet. Infos aus West-Jerusalem von Stefanie Dekker.

A 2
10.5.22

Meldung: Israel hat im besetzten Ost-Jerusalem ein Wohnhaus abgerissen und die 35 Bewohner zu Obdachlosen gemacht. Seit Jahresbeginn wurden in Ost-Jerusalem bereits 40 palästinensische Häuser zerstört.  ¤

A 1/2
10.5.22

Am Mittwochmorgen Breaking News bei AJE und später bei CNN: in Jenin (besetztes Palästina) haben israelische Soldaten die Reporterin Shireen Abu Akleh von Al Jazeera erschossen. Bei AJE Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim.  ¤

A,C zus.12
11.5.22

 

 

Bei einer Razzia in Jenin haben israelische Soldaten die palästinensische Journalistin Shireen Abu Akleh erschossen. Ihr Sender Al Jazeera spricht von einem gezielten mutwilligen Mord. Israels Regierung behauptet, Akleh sei während einer Schießerei mit palästinensischen Widerstandskämpfern ("Terroristen") getroffen worden, und könne dabei auch von denen getroffen worden sein. Ein Video, das das belegen soll, ist aber an einem anderen Ort entstanden. Regierungen in aller Welt, u.a. die US-Regierung, fordern eine unabhängige Untersuchung ¤¤

Bei AJE den ganzen Tag einziges Thema, mit zahlreichen Berichten und Stellungnahmen. U.a. Einschätzungen von Marwan Bishara und Rashida Tlaib (US-Abgeordnete), eine Stellungnahme von Ayman Mohyeldin, Erläuterungen von Hagal El-Ad (B'Tselem), warum Israels Dementis nicht glaubwürdig sind, und ein Portrait von Shireen Abu Akleh. Insgesamt 10 Stücke aufbewahrt. - Bei CNN ein Interview mit einem Berufslügner Sprecher der israelischen Terrororganisation IDF Armee und ein Gespräch mit Aklehs Kollegin bei AJE, Nida Ibrahim. Auch bei der BBC wird das Thema sehr hoch angesetzt. Bei den deutschen Sendern nur kurze Berichte oder Meldungen. (Bei den Privatsendern gar nichts.)

A

B,C,Sky,P

arj,TS,hj,E

zus.38

zus.40

zus.7

                 
12.5.22

 

 

In Ramallah haben Tausende Abschied von Shireen Abu Akleh genommen. Sie soll morgen in Jerusalem beigesetzt werden. Die palästinensische Journalistin war am Vortag in Jenin von israelischen Soldaten erschossen worden. Israels Regierung deckt weiterhin die Täter und behauptet ohne jede Faktenbasis, Akleh sei vielleicht von palästinensischen Kämpfern erschossen worden. Laut diversen Zeugenaussagen waren an der Stelle aber keine Widerstandskämpfer und es hat dort auch keinen Schußwechsel gegeben. U.a. der ebenfalls verletzte Reporter Ali al Samoudi sagt aus, das sie beide direkt und gezielt von den israelischen Soldaten beschossen wurden. Auch Helfer, die die Getroffenen bergen wollten, wurden von den israelischen Terroristen beschossen. 

Bei AJE weiterhin Hauptthema, alles andere rückt buchstäblich an den Rand. Bericht aus Ramallah, eine detaillierte Untersuchung der Spurenlage, Einschätzungen von Ali Abunimah und Marwan Bishara und ein Gespräch mit Richard Gizbert (Listening Post) über die windelweichen Berichte bei vielen anderen Sendern (CNN ausgenommen!), die es nicht hinbekommen, die Täter zu benennen, und stattdessen deren Gerüchte verbreiten. - Ansonsten berichten heute nur noch CNN und Euronews über den staatlichen Mord an einer Kollegin.  ¤

A

C,E

 

zus.25

zus.4

 

                 
13.5.22

 

 

 

 

 

 

 

Die von israelischen Soldaten ermordete Journalistin Shireen Abu Akleh ist auf dem Friedhof am Berg Zion im besetzten Ost-Jerusalem beigesetzt worden. Zuvor haben sich Hunderttausende von ihr verabschiedet. Bei der Überführung des Sarges vom Krankenhaus zur Grabeskirche wird der Trauerzug mehrfach von israelischen Besatzungspolizisten angegriffen. Sie prügeln brutal in die friedliche Menschenmenge, schlagen auf die Sargträger ein, bis der Sarg zu Boden stürzt. Absolut schockierende Bilder, die die Menschenverachtung dieser Herrenmenschentruppe sehr deutlich offenbaren. Die Gäste bei der Trauerfeier und der Beisetzung werden von den Besatzern aussortiert, es werden nur Christen hineingelassen.  ¤¤¤

Das alles wird bei AJE live übertragen, mit Live-Kommentar u.a. von Marwan Bishara (in London) und Luis Moreno Ocampo (Ex-Chefankläger beim ICC). Live aus Jerusalem berichtet u.a. Stefanie Dekker. Bishara kommentiert die Bilder: "Arroganz gebiert Dummheit." Am Abend zusammenfassende Berichte, Infos aus Washington zu einer sehr lauwarmen Reaktion der US-Regierung, die es nicht schafft, das Verhalten der israelischen Truppen klar zu verurteilen, dann weitere Einschätzungen von Marwan Bishara und Luis Moreno Ocampo, noch ein Nachruf auf Shireen Abu Akleh, eine Geschichte der Angriffe auf Journalisten durch Israels Truppen, und ein Gespräch mit Prof. Ardi Imseis (Jurist).

Bei der BBC werden zwar auch die Bilder gezeigt, aber mit absurden Kommentaren belegt. Da ist die Rede von "Zusammenstößen" (Clashes) zwischen Israelis und Palästinensern - dabei zeigen die Bilder, daß die Gewalt ausschließlich von einer Seite ausging. Etwas deutlicher die Berichte von Atika Shubert (CNN) und Alistair Bunkall (Sky News).

Beim ZDF gibt es nur völlig erbärmliche nichtssagende Meldungen, und bei der ARD allen Ernstes rein gar nichts. Für jeden, der die Bilder live gesehen hat, ist sowas nicht nachvollziehbar. Das deutsche Publikum soll offenbar nicht mit dem Leid der Palästinenser behelligt werden. Solidarität mit einer ermordeten Berufskollegin? Fehlanzeige. Solche Ignoranz ist beschämend. Der Bericht bei arte ist ganz ordentlich, auch wenn auch hier von "Zusammenstößen" fantasiert wird. Bei Euronews wagt man es nicht, das zu beschreiben, was man sieht, und eine eigene Haltung dazu zu beziehen.

Israels Armee untersucht übrigens inzwischen intern den Mord und geht offenbar auch davon aus, daß die Schüsse von israelischen Soldaten kamen, nicht aber davon, daß es sich um einen vorsätzlichen Mord handelt.

A (live)

A

B,C,Sky,P

arj,ht,h+,E

 

 

 

zus.92

zus.33

zus.15

zus.4

 

 

 

                 
                 
14.5.22

Meldung und Bilder: in Hebron (besetztes Palästina) haben einige israelische Nazisiedler ein wegen Renovierungsarbeiten leerstehendes palästinensisches Haus besetzt, geschützt von israelischen Soldaten.

A 1/2
14.5.22

 

Weltweit äußern sich Regierungen (u.a. auch die deutsche Außenministerin) schockiert über die Gewalt bei der Beisetzung von Shireen Abu Akleh, aber kaum jemand benennt Israels Verantwortung, und kaum jemand benennt die Mörder. Ein Bericht mit O-Tönen, und ein Gespräch über die lauwarmen, übervorsichtigen Reaktionen der US-Regierung mit Phyllis Bennis. - Der UN-Sicherheitsrat hat die Tötung von Shireen Abu Akleh verurteilt und es dabei geschafft, Israel nichtmal zu erwähnen. - Gespräch mit dem irischen Parlamentsabgeordneten Richard Boyd Barrett, der in einer Rede die Doppelmoral verurteilt hat, mit der man den Einmarsch Russlands in die Ukraine verurteilt, aber zu Israels Einmarsch ins palästinensische Jenin schweigt. - In London demonstrieren Tausende in Solidarität mit Palästina.  ¤

Bei der Tagesschau, die gestern einfach gar nicht berichtet hatte, heute eine komplett lächerliche verschwurbelte Meldung, die den Zuschauer dümmer macht.

A

TS

zus.24

1/2 

           
14.5.22

Im "Listening Post" ein Gespräch mit der Menschenrechtsanwältin Diana Buttu über den Mord an Shireen Abu Akleh und die Reaktionen der weltweiten Medien. Viele westliche Medien weigern sich, die Täter klar zu benennen, ignorieren die eindeutigen Zeugenaussagen und verbreiten lieber die Märchenerzählungen der rassistischen israelischen Propaganda. Niemand fragt, was die israelische Armee überhaupt dort in Jenin zu suchen hatte.  ¤¤

A 10
           
15.5.22

Gespräch mit Agnes Callamard (ai) über den Mord an Shireen Abu Akleh. Ein Symbol für Israels Gewaltpolitik, die dieses Jahr bereits dutzende Palästinenser getötet hat, darunter acht Kinder.

Gespräch mit Gideon Levy ("Haaretz"). Ein tiefes Gefühl der Scham und des Entsetzens angesichts der israelischen Übergriffe auf den Trauerzug. Zu sehen, wie israelische Soldaten Palästinenser nicht als Menschen ansehen.  ¤

A zus.11
15.5.22

74 Jahre nach der Gründung Israels gedenken die Palästinenser der Nakba, der gewaltsamen Vertreibung aus ihrem Land. Hauptthema des Tages bei AJE, mit einem historischen Rückblick und zwei Berichten (von Nida Ibrahim und Imran Khan) über die andauernden Vertreibungen von Palästinensern aus ihren Wohnungen durch Israel. Die Nakba ist nicht nur Geschichte, sie geht jeden Tag weiter.  ¤

A zus.12
                 
16.5.22

Im besetzten Ostjerusalem greifen erneut israelische Soldaten den Trauerzug eines von ihnen getöteten Palästinensers an. Vertreter der christlichen Kirchen verurteilen die menschenverachtenden Angriffe. Bericht von Imran Khan.

A 3
           
17.5.22

Bericht von Uri Schneider über die Zerstörungen der Häuser von Palästinensern im Westjordanland durch die israelischen Besatzer.  ¤

arj 3
19.5.22

 

AJE zeigt ein neues Video, das die Sekunden vor der Ermordung von Shireen Abu Akleh durch israelische Soldaten zeigt. Es bestätigt die Zeugenaussagen von Überlebenden des Angriffs. Israels Armee erklärt, sie werde keine Ermittlungen gegen den Mörder führen, weil die Journalistin sich in einer Kampfsituation befunden habe. (Genau das wird durch das neue Video widerlegt.) Das Gewehr, mit dem sie erschossen wurde, sei aber identifiziert worden. Davon, sie sei von palästinensischen Kämpfern erschossen worden, wird nicht mehr geredet. Bei AJE Infos aus West-Jerusalem von Imran Khan. - In Washington trifft sich der US-Militärminister mit seinem israelischen Kollegen. Sein Sprecher Kirby antwortet ausweichend auf eine Reporterfrage zu seiner Haltung dazu, daß die Journalistin mit US-Staatsbürgerschaft mit einer von den USA gelieferten Waffe ermordet wurde. Der OT, und ein Kommentar dazu vom Abgeordneten Andre Carson, außerdem ein Gespräch mit dem kritischen israelischen Journalisten Akiva Eldar ("Haaretz").  ¤

A zus.17
                 
20.5.22

Updates zum Mord an Shireen Abu Akleh. Das US-Außenministerium fordert eine Untersuchung zu ihrem Tod, und Agnes Callamard (ai) verurteilt auf Twitter Israels Verweigerung einer ebensolchen: "This is what repression and domination look like. Some lives simply dont matter: #Apartheid". - Meldung: bei einer weiteren Razzia in einem palästinensischen Dorf sind sechs Bewohner durch scharfe Schüsse der israelischen Soldaten verletzt worden.

A 2
21.5.22

Beitrag im "Listening Post": "Israel’s disinformation playbook: Delay, deflect, deny" - Wie Israels Propaganda systematisch versucht, die Wahrheit über den Mord an Shireen Abu Akleh aus der Welt zu bringen. Für Israels Soldaten ist Jeder mit einer Kamera ein Terrorist.  ¤

A 11
           
23.5.22

Die palästinensische Verwaltung hat offiziell den ICC beauftragt, im Fall des Mordes an Shireen Abu Akleh zu ermitteln. Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim. Mustafa Barghouti wirft dem ICC Doppelmoral und eine Geschichte von gezielten Verzögerungen bei Ermittlungen gegen Israel vor.

A 3
24.5.22

Forensik-Experten haben für CNN die vorhandenen Videos und Audios vom Mord an Shireen Abu Akleh ausgewertet und kommen zu dem Ergebnis, daß sie sehr sicher von israelischen Soldaten erschossen wurde. Es gab zu dem Zeitpunkt keine Gefechte, es waren auch keine palästinensischen Kämpfer am Tatort. Und es deutet alles darauf hin, daß es eine gezielter absichtlicher Mord war. Genau das, was AJE aufgrund der Zeugenaussagen von Anfang an festgestellt hat. Bei CNN ein Bericht von Katie Polglase und weitere Infos aus Jerusalem von Atika Shubert. Bei AJE Infos aus Washington von Shihab Rattansi. - Der UN-Sicherheitsrat befasst sich bei einer Debatte über die weltweite Verfolgung von Journalisten erneut mit dem Fall und fordert erneut eine unabhängige Untersuchung. Infos aus New York von Kristen Saloomey.  ¤

A,C zus.14
           
26.5.22

Eine Untersuchung der palästinensischen Staatsanwaltschaft zum Mord an Shireen Abu Akleh hat ergeben, daß die Journalistin gezielt und absichtlich von israelischen Soldaten ermordet wurde. U.a. wurden die Munition und die Waffe identifiziert. - Bei AJE Hauptthema, mit ausführlichen Details, Stellungnahmen bei den UN, Einschätzungen von Marwan Bishara und einem Gespräch mit Luis Moreno Ocampo (Ex-Chefankläger beim ICC). Ansonsten berichten nur PressTV und auf deutsch Euronews.  ¤

A,E zus.21
                 
27.5.22

Die Internationale Journalistenvereinigung (IFJ) und zwei Menschenrechtsorganisationen haben gemeinsam beim ICC eine Klage gegen Israel eingereicht wegen der Morde an Shireen Abu Akleh und vier weiteren palästinensischen Journalisten. Bericht aus London von Nadim Baba. - Die US-Regierung verlangt erneut von Israel eine Aufklärung des Mordes, Israels Armee weigert sich weiterhin, den Täter zu benennen. Infos aus Washington von Alan Fisher

A 6
           
28.5.22

Auf YouTube sind die Berichte von AJE zum Mord an Shireen Abu Akleh nur eingeschränkt zu sehen. Die israelkritischen Beiträge wurden vom Algorithmus als "gewaltverherrlichend" deklariert und sind damit für die meisten Nutzer nicht mehr zugänglich. Die gleichen Bilder sind bei anderen Sendern unzensiert zu sehen. Beim "Listening Post" Infos von Stanley Kasirowore.  ¤

A 2
29.5.22

 

 

 

Im besetzten Ost-Jerusalem marschieren tausende israelische Nazis mit ihren Nazifahnen durch die palästinensische Altstadt und krakeelen ihre Völkermordparolen. Die israelische Besatzungspolizei beschützt die Nazis und geht mit brutaler Gewalt gegen protestierende Bewohner vor. Mehr als 160 Einheimische werden verletzt. Einige der israelischen Nazis sind zeitweise in die Al-Aksa-Moschee eingedrungen, ebenfalls unter dem Schutz von israelischer Polizei.  ¤

Bei AJE Hauptthema, mit stundenlangen Live-Berichten von Imran Khan und Stefanie Dekker (auch über gleichzeitige Zusammenstöße mit israelischen Nazisiedlern in Hebron). Aufbewahrt die zusammenfassenden Berichte sowie die Einschätzungen von Marwan Bishara. Außerdem berichten Tom Bateman (BBC) und Atika Shubert (CNN) aus Jerusalem. Die internationalen Sender nennen die israelischen Extremisten "religious nationalists" oder "jewish nationalists" oder "israeli ultra-nationalists".

Die Kurzmeldung der Tagesschau nennt die israelischen Nazis einfach "Juden", was man eigentlich nur als offenen Antisemitismus verstehen kann. Bei ZDF, arte und Euronews gibt es aber ordentliche Berichte, in denen beide Seiten zu Wort kommen. Die Nazis werden als "nationale Israelis" und "Ultranationalisten" (ZDF), "Rechtsextremisten" (arte) und "israelische Nationalisten" (Euronews) bezeichnet.

A,B,C

ht,arj,TS,E

 

zus.28

zus.7

 

                 
30.5.22

Nach der Völkermordhetze durch israelische Nazis beim "Flaggenmarsch" durch das besetzte Ostjerusalem fordert Israels Militärminister Benny Gantz etwas überraschenderweise, die beiden rechtsextremen Gruppen La Familia und Lehava zu verbieten und als Terrororganisationen einzustufen. Auch Premier Bennett und Außenminister Lapid verurteilen die Extremisten, die nicht würdig seien, Israels Fahne zu tragen. Infos aus Jerusalem von Imran Khan (AJE) und Hadas Gold (CNN).  ¤

A,C zus.4
2.6.22

Im Ort Ya'Bad (bei Jenin im besetzten Palästina) haben israelische Truppen das Haus einer einheimischen Familie abgerissen, auf protestierende Palästinenser geschossen und einen jungen Mann getötet. Imran Khan berichtet von dort. Israelische Soldaten haben in zwei Tagen vier Palästinenser:innen getötet.

A 3
           
3.6.22

Proteste im besetzten Palästina, nachdem israelische Soldaten in zwei Tagen vier Palästinenser erschossen haben.

E 1
           
6.6.22

Die Flagge des Nachbarlandes Palästina wird in Israel immer mehr abgelehnt. Israelische Nazis wollen sie am liebsten ganz verbieten.

E 2
           
9.6.22

Der palästinensische Außenminister besucht den ICC in Den Haag und übergibt die bisherigen Ermittlungsergebnisse zum Mord israelischer Soldaten an der Journalistin Shireen Abu Akleh. Bericht aus Den Haag von Step Vaessen.

A 2
11.6.22

Einen Monat nach der Ermordung der palästinensischen Journalistin Shireen Abu Akleh. Erinnerungen an die bekannteste Reporterin des Landes. Der Stand der Ermittlungen. Bis heute weigert sich Israel, den Täter zu benennen. Beitrag von Imran Khan. 

A 5
           
13.6.22

Nach einem neuen Report einer Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats hat Israel keinerlei Absicht, jemals aus dem besetzten Palästina abzuziehen oder das Apartheidsystem dort aufzugeben. Menschenrechtsverstöße und Kriegsverbrechen der Besatzer werden regelmäßig nicht verfolgt oder bestraft. Bericht aus Ost-Jerusalem von Bernard Smith.

A 3
16.6.22

AJE hat Fotos von der Patrone erhalten, mit der die Journalistin Shireen Abu Akleh in Jenin von einem israelischen Soldaten erschossen wurde. Es ist eine Patrone, die typischerweise mit M4-Gewehren verschossen wird, wie sie von der israelischen Armee eingesetzt werden. Israel weigert sich weiterhin, das Ergebnis einer internen Untersuchung zu dem Mord zu veröffentlichen und den Mörder anzuklagen. Bei AJE heute Hauptthema, mit einem ausführlichen Hintergrundbericht und Bewertungen von Ammar Hijazi (palästinensischer Vize-Außenminister), Chris Cobb-Smith (Sicherheitsexperte) und Ori Givaati ("Breaking the Silence"), und über die Rolle der US-Regierung Phyllis Bennis ¤

A 17
           
17.6.22

Die illegal im besetzten Palästina wohnenden israelischen Siedlernazis wollen den Einheimischen das Benutzen deren eigener Nationalfahne verbieten. Sie greifen unter dem Schutz israelischer Soldaten Leute an, die palästinensische Fahnen zeigen. Bericht aus Huwwara von Nida Ibrahim. 

A 3
           
20.6.22

Israels Regierungskoalition ist zerbrochen. Das Parlament wird aufgelöst, in etwa drei Monaten soll es erneut Neuwahlen geben, bei denen dann wieder Netanjahu zurückkehren könnte. Infos aus West-Jerusalem von Bernard Smith.

A 3
22.6.22

In Salfit im besetzten Palästina hat ein israelischer Siedlernazi einen palästinensischen Bauern auf dessen Acker angegriffen und ermordet. Obwohl der Täter bekannt ist, wurde er bislang von der israelischen Polizei nicht verhaftet. Die Zahl der Angriffe israelischer Siedler auf Einheimische ist in letzter Zeit stark angestiegen. Nida Ibrahim berichtet von einer Protestkundgebung bei der Beisetzung des Mordopfers.  -  Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A 2
24.6.22

Eine Untersuchung des UN- Menschenrechtskommissariats bestätigt, daß die Reporterin Shireen Abu Akleh von israelischen Soldaten erschossen wurde, und zwar offenbar gezielt. Die israelische Terrororganisation "Armee" behauptet, man wisse nicht, ob die Reporterin von palästinensischen Kämpfern oder "versehentlich" von israelischen Soldaten getötet wurde, und die UN seien voreingenommen.  ¤

A,arj zus.4
           
2.7.22

Die Hisbollah hat drei Überwachungsdrohnen in das zwischen Libanon und Israel umstrittene Seegebiet geschickt, wo sie von der israelischen Armee abgeschossen wurden.

A,C

zus.1
2.7.22

Die palästinensischen Behörden haben die Gewehrkugel, mit der Shireen Abu Akleh ermordet wurde, an Forensikexperten in den USA übergeben. Bei AJE Hintergrundinfos von Glenn Carle (Ex-CIA).

A,C zus.6
4.7.22

 

Nach einer sehr kurzen Untersuchung der Gewehrpatrone, mit der Shireen Abu Akleh erschossen wurde, erklärt das US-Außenministerium, es sei sehr wahrscheinlich, daß die Kugel von israelischern Soldaten abgefeuert wurde, es lasse sich aber nicht mit Sicherheit feststellen, wer den Schuß abgefeuert hat, und es gebe keinen Grund für die Annahme, daß die Journalistin absichtlich ermordet wurde und nicht durch "tragische Umstände" zu Tode kam. Die Begleitumstände und etliche Zeugenaussagen werden einfach ignoriert. Bei AJE ausführliche Infos und Kommentare, hier ein Bericht von Stefanie Dekker und Bewertung von Marwan Bishara: die Soldaten gehörten zu den Mordkommandos, die Israel regelmäßig in Orten wie Jenin einsetzt.  ¤

Bei "kulturzeit" ein Bericht über den Mord an Shireen Abu Akleh und die Recherchen der "Washington Post" zur Ermittlung des Schützen.  ¤

A

 

ktzt

11

 

7

           
13.7.22

Zum Beginn einer Nahostreise besucht Präsident Biden Israel. Er wird vom amtierenden Premier Lapid begrüßt und besucht dann Yad Vashem. Nächstes Reiseziel ist das besetzte Palästina. Berichte über die erwarteten Streitpunkte.

A,C,TT zus.9
           
14.7.22

Beim Besuch von Biden in Israel sind sich der US-Präsident und Israels Regierungschef Lapid einig, man müsse unbedingt verhindern, daß der Iran an Atomwaffen gelangt. (Daß Israel bereits solche Waffen besitzt, spricht Biden nicht an.) Ausführliche Einschätzungen und Bewertungen von Marwan Bishara sowie von Ali Abunimah ¤

A zus. 25
           
14.7.22

John Holman berichtet aus dem besetzten Ost-Jerusalem über die Erwartungen an Biden vor seinem Besuch in Palästina, speziell zu klaren Aussagen zum Mord an Shireen Abu Akleh.

Tim Cupal berichtet aus Hebron. Südlich der Stadt hat Israel damit begonnen, die etwa 800 Bewohner von acht kleinen Orten zu vertreiben. Israels Armee will das Gebiet als Truppenübungsplatz benutzen.

A

ZiB

2

4

15.7.22

Zwischen seinem Israelbesuch und seiner Reise nach Saudistan besucht US-Präsident Biden für ein paar Stunden das besetzte Palästina. Vor allem trifft er sich in Bethlehem mit Präsident Abbas. Außer einer unverbindlichen Erklärung, die Palästinenser hätten einen eigenen Staat "verdient", gibt es kaum konkrete politische Aussagen. Bei AJE lange Live-Berichte, dann Einschätzungen von Hanan Ashravi, Marwan Bishara und Daniel Levy.

A

arj,TS,E

zus.21

zus.7

           
15.7.22

Bei arte ein Bericht von Uri Schneider über Vorwürfe von Menschenrechtlern ("Anwälte für Gerechtigkeit" und HRW) gegen die palästinensische Autonomiebehörde, die immer wieder Oppositionelle foltern läßt. Mit Details des Falls Nizar Banat. Der Menschenrechtsaktivist hatte staatliche Korruption angeprangert und wurde vor einem Jahr in Hebron brutal gefoltert und ermordet.  ¤

arj 3
16.7.22

In Gaza feuern Unbekannte zwei Raketen nach Israel ab. Eine wird abgefangen, die andere landet auf einem Feld. Israel bombardiert daraufhin zwei angebliche Hamas-Ziele in Gaza. Bei AJE Infos aus Gaza von Youmna el Sayed.

A,E zus.3
24.7.22

Bei Razzien der Besatzer sind in Nablus zwei Einheimische erschossen worden. Wütende Proteste der Bewohner. John Holman berichtet aus Nablus.

A 2
26.7.22

Im Dorf Qarawet Beni Hassan im besetzten Palästina hat Israels Armee die Häuser der Familien von zwei Palästinensern gesprengt, die im April angeblich einen bewaffneten israelischen Nazisiedler getötet haben. Aus dem Ort berichtet Nida Ibrahim.  ¤

A 4
           
29.7.22

Bei einer friedlichen Protestkundgebung gegen eine illegale israelische Siedlung in der Nähe von Ramallah haben israelische Soldaten (oder auch Siedlernazis) einen palästinensischen Jugendlichen erschossen.

A 1
5.8.22

 

Israel beschießt mehrere Wohnblocks in Gaza mit Raketen. Dabei werden mindestens zehn Zivilisten getötet, sowie angeblich ein Anführer des "Islamischen Jihad". Als Reaktion beschießt die islamistische Widerstandsgruppe israelische Städte mit etwa 100 selbstgebauten Raketen, die aber fast alle abgefangen werden, der Rest landet irgendwo auf dem Acker. Dann antwortet Israel mit weiteren Luftangriffen auf Gaza. Israels Premier Lapid nennt den eigenen Terrorangriff "eine präzise Anti-Terror-Operation gegen eine unmittelbare Bedrohung", die US-Regierung spricht von "Israels Recht auf Selbstverteidigung".  ¤

Bei AJE Hauptthema mit ausführlichen Infos und Hintergrundgesprächen, u.a. mit Marwan Bishara, Gideon Levy und Phyllis Bennis. Bei den deutschen Sendern erstmal nur Kurzmeldungen.

A

B,C

TS,E

zus.38

zus.9

zus.2

           
6.8.22

 

 

 

 

In Gaza setzen beide Seiten ihre Angriffe auf die jeweils gegnerische Bevölkerung fort. Der "Islamische Jihad" schießt weiter ohne jede Wirkung Raketen auf Israel, Israel bombardiert zivile Gebäude in Gaza, wobei angeblich auf Führungskader der Widerstandsgruppe gezielt wird. Im Flüchtlingslager Jabaliya werden dabei mindestens fünf Zivilisten getötet. Israel behauptet, dort sei eine abgestürzte Rakete der Jihadisten eingeschlagen. Insgesamt wurden bisher in Gaza mindestens 24 Menschen getötet, darunter sechs Kinder. Ob darunter tatsächlich Widerstandskämpfer sind, läßt sich nicht verifizieren. Experten sind sich ziemlich einig, daß Israel diesen Krieg nur begonnen hat, weil dort Wahlkampf ist und die Regierenden sich als "Starke Männer" präsentieren wollen. Im besetzten Palästina haben israelische Soldaten 19 angebliche Mitglieder des "IJ" gefangengenommen.  ¤

Bei AJE weiter Hauptthema. Infos aus Gaza von Safwat al Kahlout, diverse Berichte, Einschätzungen u.a. von Marwan Bishara und Ibrahim Fraihat (Doha Institute).  - Außerdem die "Inside Story: Will fighting in Gaza trigger a wider war?" , Sami Zeidan spricht mit Raji Sourani (Palästinensisches Menschenrechtszentrum), Nour Odeh (Journalistin) und Yoni Ben-Menachem (Journalist).  (NNA)*

Auch bei den relevanten deutschen Sendern jetzt Hauptthema. Obwohl diesmal eindeutig Israel mit dem Terror angefangen hat, wird nicht die israelische Armee als Terrororganisation bewertet sondern die palästinensische Widerstandsgruppe. Man spricht nicht von "Krieg", sondern von israelischen "Militäroperationen" - fast wie bei der russischen Kriegspropaganda.

A

A

B,C

arj,TS,hj,E

zus.22

25

zus.11

zus.11

                 
7.8.22

 

 

Zunächst weitere israelische Luftangriffe auf Gaza und weitere Raketen des "Islamischen Jihad" auf Israel. In Israel weiterhin keine erwähnenswerten Verluste, in Gaza inzwischen 44 Tote (davon etwa die Hälfte Zivilisten) und schwere Zerstörungen. Am Abend erklären dann beide Seiten, daß sie sich bei Verhandlungen in Kairo auf einen Waffenstillstand geeinigt haben. Dieser wird dann auch erstmal eingehalten.  ¤

Bei AJE weiter ausführliche Infos und Berichte, Einschätzungen von Marwan Bishara und Ali Abunimah. Bemerkenswert ist, daß die Hamas sich aus dem Konflikt herausgehalten hat und auch nicht von Israel angegriffen wurde. - Bei den deutschen Sendern, besonders bei der ARD, weiterhin sehr einseitige und unfaire Berichte. Speziell die Tagesschau erinnert stark an russische Propaganda, wenn sie Israels Angriffskrieg eine "Militäraktion gegen die extremistische Palästinenserorganisation" nennt. Der "Islamische Jihad" wird durchweg als "Terrororganisation" bezeichnet, obwohl deren Raketen keinen Menschen verletzt haben, der Terror der israelischen Armee gegen Zivilisten wird zwar geschildert (im Bericht von Christian Limpert, auch im Weltspiegel, sogar recht ausführlich), aber nicht als ebensolcher bezeichnet.

A

B,C

WS,arj,TS,hj,TT,E

zus.22

zus.10

zus.23

           
8.8.22

 

Die Waffenruhe in Gaza hält weiterhin. Der UN-Sicherheitsrat berät und stellt fest, daß die Lage in Gaza weiterhin sehr instabil ist. Der Vertreter Israels lügt, Israel habe sich einfach nur verteidigt, und er behauptet, der "IJ" habe 1100 Raketen abgefeuert, von denen 200 innerhalb von Gaza gelandet seien, was vermutlich auch gelogen ist. Bei AJE Berichte aus Gaza über die Trauer um die mehr als 40 Getöteten und die enormen Zerstörungen, O-Töne aus New York, und Einschätzungen von Marwan Bishara. Bei CNN berichtet Ben Wedeman aus Gaza. Berichte auf deutsch bei arte und Tagesschau. - Übrigens hat es in Israel größere Proteste der linken Opposition gegen den Krieg gegeben. Leider hat das kein Sender erwähnt.  ¤

In Rummaneh im besetzten Palästina haben israelische Truppen die Häuser von zwei Palästinensern zerstört, die angeblich im Mai drei Israelis getötet haben. Nida Ibrahim berichtet aus dem Ort.

A,C

arj,TS

zus.22

zus.5

             
9.8.22

Israels Armee hat bei einer Razzia in Nablus (besetztes Palästina) drei Mitglieder (darunter einen Kommandanten) der "Al-Aksa-Brigaden" getötet. Wütende Proteste der Bewohner. Bei AJE berichtet John Holman von dort. - Außerdem mehr über die Zerstörungen durch Israels Angriffskrieg in Gaza und nochmal Einschätzungen von Marwan Bishara. Bei CNN noch ein Bericht aus Gaza von Ben Wedeman. Auf deutsch nur eine Meldung bei der Tagesschau.  ¤

A,C,TS zus.16
           
14.8.22

An einer Bushaltestelle in der Nähe der Klagemauer (auf dem Gebiet des besetzten Ost-Jerusalem) greift ein Palästinenser israelische Zivilisten mit einer Schusswaffe an und verletzt acht Personen, teilweise schwer. Nach sechs Stunden Verfolgung stellt sich der Täter. Laut CNN sind fünf der Opfer US-Bürger.

A,C,arj

zus.7
           
16.8.22

Sowohl eine palästinensische Untersuchung als auch eine Untersuchung des israelischen Militärs bestätigen, daß der Raketeneinschlag auf einem Friedhof im Jabaliya-Flüchtlingslager in Gaza am 7.8., bei dem fünf Kinder getötet wurden, keine Rakete der Widerstandsgruppen war sondern eine der israelischen Armee. Dies war auch bereits von Augenzeugen ausgesagt worden, die den Abschuss der Rakete durch eine israelische Drohne beobachtet hatten. Israels Kriegpropaganda ist mal wieder der Lüge überführt, aber außer den Palästinensern, "Haaretz" und Al Jazeera interessiert das jetzt niemanden mehr.  ¤

A 3
17.8.22

 

Palästinenserpräsident Abbas ist zu Besuch in Berlin. Bei einer Pressekonferenz mit Kanzler Scholz wird er gefragt, ob er sich für den Terroranschlag auf israelische Sportler in München 1972 entschuldigen wolle. Er antwortet ungehalten, Israel habe seit 1947 bis heute 50 Massaker an Palästinensern begangen (und sich nie deswegen "entschuldigt") und fügt dann dummerweise und völlig überflüssig einen Nebensatz an, in dem er die Worte "Massaker" und "Holocaust" synonym benutzt. Große Aufregung, keiner weiß genau, worüber, niemand interessiert sich für seine Aussage, alle reden von "Holocaust-Vergleich" und "Relativierung der Shoa" und daß man sowas gerade in Deutschland nicht sagen dürfe. Auch Scholz wird kritisiert, weil er nicht sofort auf den Satz reagiert hat. Hauptthema bei allen deutschen Sendern. Der Wortlaut der Aussage von Abbas wird dabei meist weggelassen oder verdreht (Ausnahme: Tagesschau). International nur bei CNN ein Bericht, als einziger mit dem ungeschnittenen OT von Abbas.

(Bei AJE nichts darüber, aber zum Lesen ein Kommentar von Marwan Bishara.)

C,arj,TS,hj,E

 

zus.15

 

           
17.8.22

Israel / Palästina / Türkei : Die Regime Israels und der Türkei haben die Wiederaufnahme von vollen diplomatischen Beziehungen vereinbart. Die Türkei hatte diese 2010 nach dem Massaker auf der Mavi Marmara abgebrochen. Bei AJE ein Bericht aus Istanbul von Resul Serdar und Einschätzungen von Marwan Bishara.

A,P,E

zus.10
           
18.8.22

Vor 100 Tagen wurde die Journalistin Shireen Abu Akleh von israelischen Soldaten ermordet. In Jenin halten Familienmitglieder, Freunde und Kollegen eine Gedenkfeier für die "Stimme Palästinas" ab. Von dort berichtet Nida Ibrahim.

A 5
           
18.8.22

Israelische Soldaten haben im besetzten Palästina die Büros von mehreren Menschenrechtsorganisationen durchsucht und Dokumente gestohlen. Israels Regierung beschuldigt die Menschenrechtler, sie hätten Verbindungen zur Befreiungsorganisation PFLP, die von Israel als Terrorgruppe angesehen wird. Bericht von Natasha Ghoneim.

A 2
           
18.8.22

Mal eine positive Meldung: mit Hilfsgeldern der EU sind in Gaza drei neue Kläranlagen gebaut worden, die inzwischen die Abwässer der 1,2 Millionen Einwohner reinigen und dafür sorgen, daß man am Strand von Gaza wieder baden kann. Bericht von Uri Schneider.       

arj 3
23.8.22

Uri Schneider berichtet aus der israelischen Kleinstadt Afula (bei Haifa), in der die Stadtverwaltung die arabischen Einwohner ganz offen rassistisch diskriminiert.

arj 3
25.8.22

Meldung und Bilder: im Wadi al Ahmaar im Jordantal (besetztes Palästina) haben israelische Truppen mehrere Häuser von Einheimischen zerstört, die angeblich in einem Naturschutzgebiet gebaut wurden. Vier direkt daneben gelegene illegale Siedlungen von israelischen Nazisiedlern wurden nicht angerührt.

A 1/2
28.8.22

Im Gebiet von Masafer Yatta im Süden des besetzten Palästina droht mehr als 1000 Einheimischen die Vertreibung, weil Israel dort einen Truppenübungsplatz einrichten will. Yolande Knell berichtet von dort.  ¤

B 4
           
29.8.22

Die israelischen Besatzungsbehörden haben die Schließung von sechs Schulen im besetzten Ostjerusalem angeordnet, weil ihnen die dort benutzten Geschichtsbücher nicht gefallen. Natasha Ghoneim berichtet von dort.

A 3
           
4.9.22

Im Jordantal (besetztes Palästina) haben bewaffnete Widerstandskämpfer zwei Busse mit israelischen IDF-Terroristen angegriffen und einige von ihnen verletzt. Zwei der angeblichen Angreifer wurden gefangengenommen, zwei weitere sollen in ihrem brennenden Auto ums Leben gekommen sein. Bericht von Natasha Ghoneim.

Mit Unterstützung der UN sind in Gaza acht Wohnhäuser wieder aufgebaut worden, die Israel letztes Jahr bei Luftangriffen zerstört hatte. 500 weitere sind noch im Bau. Bericht aus Gaza von Youmna el Sayed.

A

A

2

2

           
5.9.22

Eine Untersuchung des israelischen Militärs bestätigt, daß Shireen Abu Akleh von einem israelischen Soldaten getötet wurde - jedenfalls "sehr wahrscheinlich", und natürlich nur "versehentlich". Der Name des Mörders wird nicht bekanntgegeben, er wird auch nicht vor Gericht gestellt. - Bei AJE Hauptthema. Berichte bzw. Meldungen auch bei PressTV und Sky News. Bei CNN erstmal nichts. Auf deutsch nur bei Euronews ein Bericht. Deutsche Journalisten interessieren sich nicht für den Mord an einer Kollegin.  ¤

A,Sky,P,E

zus.9
                 
6.9.22

Mit etwas Verspätung auch bei CNN Infos zu dem Eingeständnis der israelischen Armee, daß die Journalistin Shireen Abu Akleh von israelischen Soldaten erschossen wurde - "versehentlich". Infos aus Tel Aviv von Hadas Gold. Bei den deutschen Sendern auch heute nichts darüber. (Dafür ewig lange Berichte über einen Staatsbesuch des israelischen Präsidenten in Berlin.)

C 3
23.9.22

Ein Bericht von Hadas Gold über die seit Monaten zunehmende Gewalt zwischen Einheimischen und Besatzern im besetzten Palästina.

C 4
23.9.22

Laut einer unabhängigen Untersuchung diskriminieren Facebook und Instagram systematisch Palästinenser, schränken ihre Kommunikation ein und löschen regelmäßig ohne Grund ihre Beiträge. Facebook spricht von einer "technischen" Panne. Erläuterungen von Eliza Campbell, die an der Untersuchung beteiligt war.

A 2
28.9.22

Bei einer Razzia in Jenin (besetztes Palästina) haben israelische Soldaten vier Bewohner erschossen und ein Wohnhaus mit einer Panzergranate zerstört. Bericht von John Hendren (in Ramallah), bei CNN Infos von Hadas Gold (in Jerusalem).

A,C zus.6
             
8.10.22

Bei Razzien im besetzten Palästina haben israelische Soldaten an einem Tag vier palästinensische Jugendliche ermordet. Bericht von Nida Ibrahim.  ¤

A 3
           
12.10.22

Proteste der Bewohner im Flüchtlingslager Shuafat (bei Jerusalem, besetztes Palästina), das seit Tagen von israelischen Soldaten abgeriegelt wird, nachdem ein Besatzungssoldat an einem Checkpoint erschossen wurde. Nida Ibrahim berichtet aus dem ebenfalls abgeriegelten Nachbarort Anata.

A 2
           
14.10.22

Bei einer Razzia in Jenin haben israelische Soldaten zwei Einheimische erschossen. Insgesamt haben die Besatzer dieses Jahr schon 119 Palästinenser getötet. Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim und aus Jerusalem von Hadas Gold.

A,C zus.8
15.10.22

Bei arte ein Bericht über die angespannte Lage in Jenin (besetztes Palästina), wo Israel auf der Suche nach "Terroristen" immer wieder Razzien durchführt und die gesamte Bevölkerung terrorisiert. Sie treffen dabei auf eine neue Generation von Widerstandskämpfern, die weder mit der korrupten Fatah noch mit der islamistischen Hamas etwas zu tun haben wollen.

arj 2
18.10.22

In Malaysia ist eine Bande von Mossad-Agenten verhaftet worden, die dort kürzlich zwei palästinensische Exilanten entführt, gefoltert und verhört haben sollen. Einer von ihnen konnte entkommen und hat die Polizei eingeschaltet. Infos aus Kuala Lumpur von Florence Looi.

A 4
           
18.10.22

Australiens neue Regierung hat die Entscheidung der Vorgänger revidiert, das besetzte Jerusalem als "Hauptstadt Israels" anzuerkennen. Israels Regime hat daraufhin Australiens Botschafter vorgeladen. Infos aus Brisbane von Sarah Clarke und aus West-Jerusalem von Bernard Smith.

A 4
           
19.10.22

Die Besatzer haben seit einer Woche die Stadt Nablus im besetzten Palästina abgeriegelt und suchen dort nach mehreren Widerstandskämpfern. Nida Ibrahim berichtet aus Nablus.

A 3
           
20.10.22

Aus Protest gegen Israels ständige Razzien und die gezielten Morde an palästinensischen Widerstandskämpfern haben die Palästinenser einen Generalstreik ausgerufen. Dieses Jahr haben israelische Soldaten bereits 120 Palästinenser ermordet. Berichte aus Ramallah von Nida Ibrahim und aus Gaza von Youmna el Sayed. - CNN meldet, daß israelische Siedler im besetzten Palästina israelische Soldaten mit Pfefferspray angegriffen haben, als diese sie an Angriffen auf Palästinenser hindern wollten. 

A,C zus.5
           
24.10.22

Bei einer Razzia in Nablus (besetztes Palästina) haben israelische Soldaten mindestens fünf Mitglieder der Widerstandsbewegung "Lion's Den" (Löwengrube) ermordet. Bei AJE Infos aus Ramallah von Nida Ibrahim und Hintergrundinfos über "Lion's Den" von Ibrahim Younes (Palestinian Youth Movement). Bei CNN eine Meldung.  ¤

A,C zus.8
           
25.10.22

Israel führt im besetzten Palästina, vor allem in Nablus, einen offenen Krieg gegen die Widerstandsbewegung "Lion's Den". Dabei wurden heute mindestens fünf Palästinenser ermordet. Bei AJE bereits in der Nacht Infos dazu, jetzt weitere Berichte. Auf deutsch Berichte nur bei arte und Euronews, im ZDF eine Kurzmeldung.

A,B,C

arj,hj,E,NC

zus.11

zus.5

                   
25.10.22

Bei arte außerdem ein Bericht über den Wahlkampf des israelischen Faschisten Itamar Ben Gvir, dessen Partei "Stärke für Israel" nach der Wahl in einer neuen Netanjahu-Regierung mitregieren könnte.

arj 3
27.10.22

Israel und der Libanon haben ein Abkommen unterzeichnet, das die bislang umstrittene Seegrenze im Mittelmeer regelt und beiden Ländern Zugang zu den dort lagernden Erdgasvorkommen gibt. Da beide Länder sich formell noch im Kriegszustand befinden, gab es keine direkten Gespräche, sondern nur indirekte unter Vermittlung der USA. Berichte bei AJE von Zeina Khodr und Bernard Smith, Berichte auf deutsch bei arte und Euronews.

A,arj,E zus.9
           
27.10.22

Vor einem Monat hat eine Untersuchungskommission der UN einen Bericht zur Lage in den von Israel besetzten Gebieten vorgelegt. Der Bericht stellt u.a. fest, daß die Besatzung nach Völkerrecht illegal ist. Israels Regierung beschimpft deshalb die drei renommierten Juristen als "antisemitisch". Dagegen setzt sich die südafrikanische Juristin und frühere Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission Navi Pillay zur Wehr: dies sei das erste Mal, daß ihr jemand vorwirft, sie sei antisemitisch, sagt die 81-Jährige.

A 3
28.10.22

Sam Kiley berichtet aus Jenin über neue palästinensische Widerstandsbewegungen wie die "Jenin Brigade", und spricht mit zwei von deren Kämpfern.

C 5
                
28.10.22

Palästina hat im UN-Sicherheitsrat eine Entscheidung des ICC angefordert, um zu entscheiden, ob die israelische Besatzung Palästinas legal ist. Bericht aus New York von James Bays. (Falls es dazu kommen sollte, wird Israel wahrscheinlich auch den ICC als "antisemitisch" brandmarken.

Außerdem ein Gespräch mit Francesca Albanese (UN-Berichterstatterin für das besetzte Palästina) über den Report der UN-Untersuchungskommission zur Lage in den von Israel besetzten Gebieten, die sie zusammenfasst in dem Begriff "Siedler-Kolonialismus".  ¤

A 10
           
30.10.22

Bernard Smith berichtet über den Wahlkampf des Faschisten Itamar Ben Gvir, der mit seinen provokativen Aktionen immer wieder Siedler und Palästinenser gegenseitig zur Gewalt anstachelt. Laut Umfragen nennen sich inzwischen etwa 70 Prozent der jüdischen Israelis selbst "rechts", und bei immer mehr bedeutet das rechtsextrem.

A 3
           
1.11.22

Bei der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich nach den Hochrechnungen ein Sieg von Netanjahus rechtem Likud ab, der dann im Bündnis mit diversen rechtsextremen und ultrareligiösen Parteien erneut Regierungschef werden könnte. Die Partei des Faschisten Itamar Ben Gvir wird demnach drittstärkste Kraft. Das Auszählungsergebnis wird erst in den nächsten Tagen erwartet, aber der wegen Korruption angeklagte Netanjahu zeigt sich schon mal als Sieger. - Erste Berichte, und bei AJE ausführliche Einschätzungen von Marwan Bishara.   ¤

A,C,E zus.22
           
2.11.22

Berichte über Netanjahus Wahlsieg und seine rechtsextremen Koalitionspartner. Ausgelassen tanzende Faschisten und Übergriffe von Nazis auf Palästinenser.  ¤

A,B,C

arj,TS,E

zus.8

zus.6

                 
2.11.22

Am Internationalen Tag zum Gedenken an getötete Journalisten erinnert AJE an eines der bereits 35 Opfer in diesem Jahr, die palästinensische Journalistin Shireen Abu Akleh. Ihre Nichte Lina Abu Akleh fordert eine unabhängige Untersuchung des Mordes, und daß der Mörder zur Rechenschaft gezogen wird.

A 2
3.11.22

In Jenin und Ost-Jerusalem haben israelische Soldaten bei Razzien weitere vier Palästinenser ermordet. Wütende Protestkundgebungen. - In der Nacht wird von Gaza aus erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert, die abgefangen wird. Israel antwortet mit einem erneutem Luftangriff auf Gaza.

A 3
           
14.11.22

Die US-Regierung hat beschlossen, eine eigene Untersuchung zum Mord an der Journalistin (und US-Bürgerin) Shireen Abu Akleh zu beginnen. Israels amtierender Regierungschef spricht von einem "schweren Fehler", und ausdrücklich: "Wir stehen hinter den IDF-Soldaten." - also auch dem Mörder. Infos aus Washington von Mike Hanna, Einschätzungen von Glenn Carle (Ex-CIA) und Bruce Fein (Ex-Oberstaatsanwalt der USA).

A 13
15.11.22

Israels amtierende Regierung bestätigt nochmal, daß sie bei der Untersuchung des FBI zum Mord an Shireen Abu Akleh nicht mitwirken wird. Infos bei AJE, CNN und auf deutsch bei Euronews. 

A,C,E zus.
           
15.11.22

In der Nähe einer illegalen israelischen Siedlung bei Nablus im besetzten Palästina hat ein Palästinenser drei Siedler ermordet und ist anschließend von israelischen Soldaten ermordet worden. Infos aus West-Jerusalem von Stefanie Dekker.

A 2
16.11.22

Michael Bewerunge berichtet aus der israelischen Siedlung Beit El bei Ramallah im besetzten Palästina. Hier kommt Israels zukünftiger Innenminister her, der Faschist Itamar Ben Gvir, und 83 Prozent der Bewohner haben hier  die Rechtsextremen gewählt.  ¤

auslandsjnl 7
17.11.22

Bei einem Großbrand in einem Wohnhaus im Flüchtlingslager Jabalia im Gaza-Streifen sind sämtliche Hausbewohner, mindestens 21 Menschen, ums Leben gekommen. Die Feuerwehr konnte den Menschen mangels Ausrüstung nicht helfen. Bei AJE berichtet Youmna el Sayed aus Gaza.

A,C zus.3
18.11.22

Youmna el Sayed berichtet aus Gaza über die Trauer um die 21 Menschen, alle Mitglieder derselben Familie, die beim Brand ihres Hauses in Jabalia ums Leben gekommen sind.

A 3
           
23.11.22

In West-Jerusalem (Israel) explodieren kurz nacheinander zwei Bomben an zwei Bushaltestellen. Ein Jugendlicher wird getötet, 18 Zivilisten verletzt. Die Hamas lobt die Terroranschläge. Berichte von Alan Fisher und Christian Limpert.

AJE meldet außerdem: bei Hebron (besetztes Palästina) hat Israel eine Schule abgerissen. Nach UN-Angaben war es bereits die fünfzigste in diesem Jahr, insgesamt wurden 730 palästinensische Gebäude zerstört.  ¤

A,TS zus.5
       

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