Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Kongo (DRC) #3                                                       (letzter Eintrag 11.5.18)

Kongo #1 (bis Ende 2011)  

Kongo #2 (bis Ende 2017)

Datum Beitrag Sender

(Schlüssel)

Länge (Min.)
1.1.18

Weitere Berichte über die Proteste gegen Präsident Kabila, bei denen in Kinshasa mindestens sieben Menschen von Polizisten erschossen wurden. - Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.  

A,arj,E

zus.6
3.1.18

Am Sonntag haben landesweit Christen gegen Präsident Kabila demonstriert, der sich weigert, zurückzutreten. In Kinshasa ging die Polizei brutal gegen die Demonstranten vor und hat mindestens sieben Teilnehmer erschossen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche, Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya, kritisiert das Vorgehen der Polizei als "barbarísch". Berichte bei BBC und TV5, bei der BBC Einschätzungen von Prudent Nsengiyumva (BBC Great Lakes).

B,JA zus.8
10.1.18

Bei schweren Überschwemmungen in Kinshasa sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Über 5000 Menschen haben ihre Häuser verloren, vor allem in den Slumvierteln. Im ganzen Land breitet sich die Cholera weiter aus.  ¤

A

2
           
13.1.18

Catherine Soi berichtet aus Kinshasa über die Rolle der katholischen Kirche beim Protest gegen Präsident Kabila, der sich nach dem Ende seiner Amtszeit weigert, zurückzutreten.  

Bei Beni in Nord-Kivu hat die Armee eine Offensive gegen die Basen der ADF-Rebellen begonnen. Die Rebellen haben im Dezember 15 UN-Blauhelme ermordet und in den letzten drei Jahren über 700 Zivilisten. 

A

A

3

2

           
14.1.18

Letzte Woche wurden bei einem Bergrutsch in einem Slumviertel von Kinshasa zahlreiche Häuser zerstört, etwa 50 Menschen kamen ums Leben, Tausende verloren ihre Wohnung. Wegen der ständigen Überflutungen und der katastrophalen hygienischen Verhältnisse breitet sich die Cholera immer weiter aus. Landesweit sind dieses Jahr schon etwa 1000 Menschen an der Krankheit gestorben. Catherine Soi berichtet aus Kinshasa.   ¤     

A

3
18.1.18

Die UN rufen zu Spenden für die Menschen in der DRC auf. Durch die Bürgerkriege in Kasai und im Osten des Landes sind 750.000 Menschen auf der Flucht, über drei Millionen leiden Hunger.

E

1
           
21.1.18

In Kinshasa demonstrieren wieder einige Hundert Christen (Katholiken) nach dem Sonntagsgottesdienst gegen Dauerpräsident Kabila. Die Demo wird von Polizisten gestoppt, es kommt zu Auseinandersetzungen, erneut schießen die Polizisten auf die Demonstranten und töten sechs von ihnen. Auch in anderen Orten setzt die Polizei Tränengas gegen friedliche Protestkundgebungen ein. Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Kinshasa, Berichte auch bei arte und TV5.  ¤

A,arj,JA zus.7
           
23.1.18

Durch den Bürgerkrieg in Kasai leiden etwa drei Millionen Menschen an Nahrungsmangel, 400.000 Kinder sind unterernährt. Catherine Soi berichtet aus einem Nothilfelager.

A 3
           
24.1.18

Catherine Soi berichtet aus Kasai über die Folgen des Bürgerkrieges für Zivilisten.

A

3
           
25.1.18

Malcolm Webb berichtet aus dem Grenzgebiet von Uganda zur DRC. Dort kommen Tausende Flüchtlinge an. Seit Monaten toben in Nord-Kivu heftige Kämpfe, es gibt massive Übergriffe aller kämpfenden Gruppen auf die Zivilbevölkerung, oft mit Gruppenvergewaltigungen. Meist weiß man nicht, von welcher Gruppe man gerade angegriffen wird.  ¤

A 3
           
26.1.18

Präsident Kabila spricht erstmals seit längerer Zeit öffentlich und kündigt an, die auf Ende 2018 verschobenen Wahlen würden dann aber ganz bestimmt stattfinden. Bericht von Catherine Soi.

A 3
           
13.2.18

Wegen der neuen Kämpfe in Nord-Kivu flüchten täglich Tausende Zivilisten in Booten über den Albertsee nach Uganda. Reportage von Anne Soi.

B 4
16.2.18

Schwere Unruhen in Bukavu nach Protesten der Opposition gegen Präsident Kabila.   

JA 2
20.2.18

Meldung: in Nord-Kivu haben Rebellen zwei Helfer ermordet und einen entführt. - Auch in der Provinz Tanganjika im Südosten des Landes hat sich die Lage durch Angriffe diverser Milizen dramatisch verschlechtert, warnt UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic. - Bei TV5 ein Bericht aus Nord-Kivu: in der Nähe von Beni hat eine Maj-Maj-Miliz ein Dorf überfallen und niedergebrannt und mehrere Bewohner ermordet.

A,JA

zus.3
21.2.18

Bei AJE ein sehr allgemeiner Bericht über die humanitäre Katastrophe in der Provinz Tanganjika (die Bilder sind nicht aktuell bzw. stammen aus Nord-Kivu). Weitere Infos zu den Kämpfen zwischen diversen Stammesmilizen von Alex Vines (Experte), leider auch sehr allgemein.

A 8
           
22.2.18

Bericht von Sabine Bohland über die Proteste der katholischen Kirche in Kinshasa gegen das Kabila-Regime.

TT 4
25.2.18

In Kinshasa und Kisangani gehen am Sonntag nach dem Gottesdienst wieder Tausende Katholiken auf die Straße und fordern, Präsident Kabila solle endlich zurücktreten. In beiden Städten gehen erneut Polizisten gewaltsam gegen die Menge vor, in Kinshasa werden ein Demonstrant erschossen und zwei durch Schüsse schwer verletzt.

A,JA,E

zus.5
           
26.2.18

Catherine Byaruhanga berichtet aus Bunia (Nord-Kivu) über Zivilisten, die vor den neuaufgeflammten Kämpfen geflüchtet sind und in einer Kirche Unterschlupf gefunden haben.

B 4
3.3.18

In der Provinz Ituri (rund um Beni) haben Milizen der Lendu mindestens vier Dörfer überfallen, die Bewohner (vor allem Hima) mit Macheten zerhackt und sämtliche Häuser niedergebrannt. Mindestens 79 Menschen wurden getötet. Kurzbericht.  ¤   

A

2
           
6.3.18

Bericht über die ethnischen Massaker von Lendu-Milizen an Hima-Zivilisten in der Ituri-Region. Äquivalent zu den Massakern der Hutu-Faschisten an den Tutsis in Ruanda 1994.   ¤

A

2
           
8.3.18

Die Regierung hat mit internationalen Minenkonzernen ein Abkommen über die Ausbeutung der Coltan-Vorkommen im Osten des Landes unterzeichnet. (Details des Berichts leider nicht verstanden.)   

JA

2
9.3.18

Nach einer Reise durch den Kongo sagt Jan Egeland vom Norwegischen Flüchtlingsrat, daß sich die Lage dort dramatisch verschlechtert hat. Über zwei Millionen Kindern droht der Hungertod, vor allem in den Bürgerkriegsprovinzen Kasai und Nord-Kivu.

A

1
13.3.18

Meldung: in Ituri sind bei neuen Massakern (bzw. "Kämpfen zwischen Hema und Lendu") mindestens 40 Zivilisten getötet worden. - Außerdem ein sehr allgemeiner Bericht über die Krise des Landes.  

A

3
20.3.18

"Dans l'Enfer du Cobalt", ein Bericht über die Hölle der Kobaltminen im Osten und Südosten der DR Kongo, über die Zerstörung von Landschaft, Umwelt und Menschen für Handy-Akkus.  ¤ 

JA 6
22.3.18

Letzte Woche hat es in Ituri ein weiteres Massaker an Hema-Bauern gegeben. Weiterhin flüchten Tausende Zivilisten von dort nach Uganda.    

JA

2
24.3.18

"Inside Story: How bad is the humanitarian crisis in DR Congo?" - Vor einer "Geberkonferenz" der UN behauptet die Regierung der DRC, die UN würden das Ausmaß der Flüchtlingskrise übertreiben. Sami Zeidan diskutiert darüber mit Claude Mashala (Sekretär der regierenden Partei PPRD), Babar Baloch (Sprecher des UNHCR) und Vava Tampa (Campaign for human rights in Congo).  (NNA)*

A 25
           
26.3.18

Fergal Keane berichtet aus Ituri, aus dem Dorf Maze, wo Lendu-Milizen kürzlich ein Massaker an den Hema-Bewohnern verübt haben. Bilder von ausgebrannten Hütten, Aussagen von Überlebenden über Greueltaten. Der Verdacht, die Kabila-Regierung würde solche Gewalt anstacheln, um die Wahl zu verhindern.  ¤

B 6
28.3.18

Bei einem weiteren Angriff von ADF-Rebellen auf ein Dorf bei Beni (Nord-Kivu) sind mindestens 10 Zivilisten ermordet worden. Die Bewohner werfen der Armee und der Regierung vor, daß sie sie nicht schützen. Zwei Berichte mit  (unterschiedlichen) Aufnahmen aus der Region.

A,JA zus.5
           
30.3.18

Alex Crawford berichtet aus einer Kinderklinik in Bunia (Ituri), die überfüllt ist mit unterernährten und verhungernden Kindern, Folge des Bürgerkrieges und der Plünderungen durch diverse Milizen.  ¤

Sky 4
31.3.18

Zweiter Bericht von Alex Crawford aus Bunia. In einem der Flüchtlingslager leben etwa 10.000 Menschen, jede Woche kommen 1500 dazu. Die Reporterin trifft eine Familie. Lendu-Milizen hatten ihr Dorf überfallen, sie haben die Mutter mit Macheten zerstückelt und versucht, auch die Kinder zu töten. Der Vater und vier Kinder konnten aber entkommen, alle mit schrecklichen Schnittverletzungen. Einem kleinen Mädchen haben sie die Hand abgehackt, dem zweijährigen Jungen hätten sie fast den Kopf abgeschnitten.  ¤

Sky

5
1.4.18

Der dritte Bericht von Alex Crawford aus Bunia. Die Reporterin begleitet UN-Blauhelme bei einer Fahrt durch die Provinz Ituri. Ein niedergebranntes und verlassenes Dorf nach dem anderen. Die Bewohner auf der Flucht, viele über den Albert-See nach Uganda. Am Ufer des Sees finden die Soldaten ein Massengrab. Alle Flüchtlinge, denen man begegnet, sind stark unterernährt.  ¤

Sky 7
           
10.4.18

Seit Januar sind 70.000 Menschen vor den Massakern in Ituri über den Albertsee nach Uganda geflüchtet.  Malcolm Webb berichtet aus dem Kyangwali-Flüchtlingslager.

A 3
           
11.4.18

Reporter Malcolm Webb ist nun in Kasenyi am Westufer des Albertsees, von wo aus Tausende Menschen aus Ituri hinüber nach Uganda flüchten.

A

1
12.4.18 Kongo (DRC)

Vor der "Geberkonferenz" der UN in Genf drei allgemeine Berichte über das entsetzliche Elend und menschliche Leid in den Bürgerkriegsgebieten, von Alex Crawford (Sky News), Catherine Byaruhanga (BBC)  und Annika Will (arte), sowie bei arte ein Bericht von Sophie Rosenzweig aus Goma, über Morde und Entführungen durch kriminelle Banden.

B,Sky,arj zus.12
13.4.18

 

Noch ein Bericht von Malcolm Webb über die Massenflucht von Menschen aus Ituri über den Albertsee nach Uganda. Der Reporter ist inzwischen weitergefahren nach Bunia. - Bei arte noch ein Bericht von Sophie Rosenzweig über die Not der Menschen in einem Flüchtlingslager. Dorfbewohner schildern die Massaker von Lendu-Milizen an den Hima.  ¤

In Genf findet eine internationale "Geberkonferenz" für die 13 Millionen Menschen statt, die im Kongo unter den diversen Bürgerkriegen leiden. Die Regierung boykottiert die Konferenz, weil sie meint, die UN würden das Leid übertreiben und damit dem Image des Landes schaden. Bei der BBC (Focus on Africa) ausführliche Berichte und Infos aus Genf. Außerdem berichtet Catherine Byaruhanga aus einem Flüchtlingslager in Uganda.

A,B,arj

zus.21
           
17.4.18

In der Provinz Ituri sind über 100.000 Menschen auf der Flucht vor den Massakern der Lendu-Milizen. Der Gouverneur versucht, die Krise herunterzuspielen und ruft bei einem Auftritt in Bunia die Geflüchteten auf, in ihre Dörfer zurückzukehren. Malcolm Webb berichtet aus Bunia.

A

3
     
19.4.18

Malcolm Webb berichtet weiter aus Ituri. Kinder in einem Flüchtlingslager, die von den Mördermilizen mit Macheten schwer verstümmelt wurden. Ein Dorf, wo die Lendu-Milizen alle Häuser niedergebrannt haben, die der Hema und die der Lendu. Weitere Aussagen von Leuten, die hinter all dem einen Plan der Kabila-Regierung vermuten, die durch neuen Krieg die Wahlen verhindern wolle.  ¤

A 3
           
27.4.18

UN-Blauhelme haben in Ituri fünf Massengräber entdeckt. Meldung bei BBC (Focus on Africa), Infos bei TV5 (Journal Afrique).

B,JA zus.1
29.4.18

"Wenn der Staat versagt" - Sabine Bohland berichtet aus Süd-Kivu. Trotz (bzw. wegen) der enormen Rohstoffvorkommen ist das Land in Krieg und Elend versunken. Aids, ethnische Massaker, Massenvergewaltigungen als Kriegswaffe, traumatisierte Menschen. Staatliche Infrastruktur ist praktisch nicht vorhanden, die Funktion des Staates übernimmt die katholische Kirche.  ¤ 

WS 8
1.5.18

Nima Elbagir berichtet aus dem Ostkongo über Kinderarbeit und Zwangsarbeit in den Kobaltminen. Das Metall wird für die Akkus von Computern und Elektroautos benötigt. In jedem E-Auto steckt schmutziges Kobalt aus dem Kongo. Ausführlicher Bericht und weitere Infos.  ¤    (Korrigiert. Ich verwechsle immer Kobalt und Coltan.)

C 13
4.5.18

Fergal Keane berichtet aus Kinshasa über den Kampf der katholischen Kirche gegen politische Unterdrückung und für freie Wahlen. Bei friedlichen Protesten wurden zahlreiche Demonstranten von der Polizei erschossen.

B 5
11.5.18

Warnung von Unicef, daß in Kasai mehr als 700.000 Kinder hungern, 400.000 sind akut vom Hungertod bedroht.

B,arj,TS,E zus.8

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