Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.
Afrika : Kongo (DRC) #2 (letzter Eintrag 7.5.13)
| Datum | Beitrag | Sender | Länge (Min.) |
| 1.1.12 | In Bukavu versucht eine Gruppe von Gefangenen aus dem Gefängnis auszubrechen. Einer von ihnen zündet eine Handgranate, wirft sie aber nicht fort, sodaß 9 Häftlinge getötet und etwa 50 verletzt werden. Drei Kurzberichte, bei TV5 etwas ausführlicher mit einem Augenzeugenbericht. |
A,P,E,JA |
zus.2 |
| 3.1.12 | Bei "The Stream" geht es um die Rolle der Mineralindustrie beim Konflikt im Ost-Kongo. Gesprächsgäste Mvemba Dizolele (Journalist und Blogger) und Sasha Lezhnev (Enough Project). Kontroverse Diskussion. (NNA)* |
A |
22 |
| 5.1.12 | Meldung: in Südkivu haben ruandische Hutu-Rebellen mehrere Dörfer überfallen und mindestens 45 Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, ermordet. - Informativer Artikel von D. Johnson darüber in der taz. |
A |
1/2 |
| 29.2.12 |
Im Dokumentarfilm "L'Affaire Chebeya, un Crime d'Etat?" untersucht der Belgier Thierry Michel den Mord am Menschenrechtler Floribert Chebeya (am 3.6.10) und beobachtet die offizielle Untersuchung des Falles. Er meint, die Verantwortung der Militärführung und des Präsidenten sei vertuscht worden. |
JA |
3 |
| 14.3.12 |
Weltjustiz / Kongo : Der ICC verhängt nach 10 Jahren erstmals einen Schuldspruch. Der Milizenführer Thomas Lubanga ist schuldig wegen Kriegsverbrechen, vor allem dem Einsatz von Kindersoldaten. Die Strafe steht noch nicht fest. Berichte über das Urteil und die Kindersoldaten im Kongo, teilweise mit kritischen Hintergrundbemerkungen über den ICC (der sich bisher nur um die kleinen Fische kümmert). Interessant der Bericht von Jörg Brase (hj) mit einer Aufnahme von Lubanga im Jahr 2003, der damals noch große Töne spuckte. Stellungnahmen von Vava Tampa (Save the Congo, bei BBC) und Prof. Claus Kreß (Völkerrechtler, TT). ¤ Bei AJE auch ein Bericht von Haru Mutasa aus Ituri im Kongo. Einige der früheren Kindersoldaten sehen in Lubanga bis heute einen Helden, der ihnen damals Schutz bot. Die meisten Leute sind aber froh über das Urteil. |
A,B,arj,TS,hj,TT,E
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zus.24
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| 16.3.12 | Im Ostkongo gibt es weiter Konflikte zwischen diversen Milizen und der Armee. Haru Mutasa berichtet aus Ituri über eine solche Miliz, die "Ituri Patriotic Resistance Front" von Cobra Matasa, die großenteils aus Kindersoldaten besteht. Verhandlungen über eine Integration der erwachsenen Kämpfer in die Armee stocken, und durch das Lubanga-Urteil vertieft sich das Mißtrauen der Milizionäre. |
A |
2 |
| 31.3.12 |
Im Nord-Kivu sind nach neuen Angriffen von ruandischen Hutu-Rebellen (FDLR) wieder Tausende Zivilisten auf der Flucht. ¤ |
JA |
2 |
| 12.4.12 | Bericht von Martin Mateso aus dem (früheren) Bürgerkriegsgebiet im Osten, über die Suche der Armee nach Rebellenführern, die vom ICC angeklagt worden sind. (Details leider nicht verstanden.) ¤ |
JA |
2 |
| 14.4.12 | Meldung über Probleme der kongolesischen Armee mit Deserteuren. Der Einsatz gegen Rebellen im Osten muß deswegen unterbrochen werden. |
A |
1/2 |
| 15.4.12 |
Bericht aus Goma über den Armeeeinsatz gegen Hutu-Rebellen im Nord-Kivu, der unterbrochen wird. |
JA |
2 |
| 16.4.12 |
Der Schweizer Konzern Glencore betreibt zum Nutzen einiger Superreicher Erzminen im Kongo, in den 10-jährige Kinder sich totarbeiten und die Umwelt komplett zerstört wird. Ausschnitt aus einem Bericht von BBC-Panorama. (Auch unter Kapitalismus.) |
B |
3 |
| 24.4.12
und 25.4.12
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"Black Heart, White Men" (Teil 1 und 2) - Dokumentation von Samuel Tilman über die Geschichte des Kongo seit der Kolonisation (erst durch Portugal, dann durch Belgien) bis heute. (NNA)* ¤¤¤ Text
von der arte-Seite: "Die Region Kongo steht wegen ihres Rohstoffreichtums seit jeher im Interesse der Weltmächte. Bereits im 15. Jahrhundert nehmen die Portugiesen Kontakt zum Königreich Kongo auf, das sich am Sklavenhandel beteiligt und dadurch zu Reichtum gelangt. Ab dem 16. Jahrhundert setzt jedoch der Niedergang ein. Nach dem Zerfall der portugiesischen Vorherrschaft wird das Königreich Kongo von Niederländern und Briten zerstört und ausgeplündert und schließlich in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zum "Privatbesitz" des seit jeher von dem Gedanken an ein Kolonialreich faszinierten belgischen Königs Leopold II. erklärt. |
arte
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2x 53
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| 1.5.12 | In Masisi an der Grenze zu Ruanda sind wieder Tausende Menschen auf der Flucht vor Kämpfen zwischen den Rebellen von Bosco Ntaganda und der Armee. Viele Menschen flüchten nach Ruanda. |
A,JA |
zus.2 |
| 2.5.12 | "Beyond the Killing Fields" - In der Reihe "Women and War" berichtet Valerie Gauriat aus Süd-Kivu über Frauen, die sich gegenseitig helfen, nachdem sie von Milizionären vergewaltigt, mit Aids infiziert und von ihren Familien verstoßen wurden. |
E |
7 |
| 3.5.12 | Kongo / Ruanda : Etwa 5000 Menschen sind vor den Kämpfen in Masisi (Nord-Kivu) nach Ruanda geflüchtet. Für die Gewalt soll Rebellenchef Bosco Ntaganda verantwortlich sein. ¤ | A,arj,NC |
zus.5 |
| 9.5.12 | Über die neuen Kämpfe im Nord-Kivu mit Hutu-Rebellen von Bosco Ntaganda. |
JA |
2 |
| 10.5.12 | Women and War: "Mother's Power" - Valerie Gauriat trifft in Ituri Frauen, die sich nach dem Bürgerkrieg engagieren, um Kriegsopfer wieder einzugliedern und Täter vor Gericht zu bringen (ein Projekt von MSF). |
E |
5 |
| 10.5.12 | Über das Buch "Kongo - Eine Geschichte" von David van Reybrouck. Darin erzählt der Autor die Geschichte des Kongo aus der Sicht der kleinen Leute. Der Beitrag gibt das leider kaum wieder, sondern fasst nur das Bekannte nochmal zusammen. |
ktzt |
7 |
| 11.5.12 |
Meldung über schwere Kämpfe in Masisi zwischen der Armee und den Truppen von Bosco Ntaganda. |
A |
1 |
| 12.5.12 | Die schweren Kämpfe in Masisi dauern an, Tausende Menschen fliehen nach Ruanda. Bericht aus einem Flüchtlingslager, Leute schildern die Lage im Kriegsgebiet. |
JA |
2 |
| 14.5.12 | Meldung: im Süd-Kivu haben ruandische Hutu-Milizen Bauerndörfer angegriffen und etwa 20 Menschen mit Macheten ermordet. ¤ |
A |
1/2 |
| 15.5.12 |
Weiter fliehen Tausende Menschen aus Nordkivu nach Ruanda, wegen der Kämpfe mit den Milizen von Bosco Ntaganda. Infos von Nima Elbagir aus Gisenyi. |
C |
3 |
| 15.5.12 | Humphrey Hawksley berichtet aus einer Zinn- und Goldmine im Ostkongo. Sie wird inzwischen nicht mehr von Kriegsmilizen kontrolliert, und es arbeiten keine Kinder mehr hier. Die Arbeitsbedingungen der Männer sind gleichwohl übelst, in ständiger Lebensgefahr untertage mit primitiver Ausrüstung. |
B |
3 |
| 16.5.12 | Auch in Uganda kommen Tausende Flüchtlinge aus Nord-Kivu an, die von schweren Kämpfen und Kriegsverbrechen erzählen. Bericht von Malcolm Webb. Gespräch mit Philippe Bolopion (HRW) über den Milizenführer Bosco Ntaganda. Bei CNN berichtet Nima Elbagir aus einem Flüchtlingslager in Ruanda. |
A,C,JA |
zus.13 |
| 16.5.12 | Noch ein Bericht von Humphrey Hawksley über eine (illegale) Goldmine im Ostkongo und die armen Menschen, die dort schuften. |
B |
3 |
| 16.5.12 |
Women and War, "Voice of the voiceless" - Valerie Gauriat über den freien Radiosender "Radio Okapi" und die Journalistinnen dort. (Video und kompletter Text unterm Link. ) ¤ |
E |
6 |
| 17.5.12 | Malcolm Webb berichtet aus Bunagana über einen Vormarsch der Regierungstruppen gegen die Milizen von Bosco Ntaganda. Bei der BBC ein Gespräch mit Phil Clark (Völkerrechtler) über die Suche des ICC nach Ntaganda und die Rolle Ruandas (das Ntaganda früher unterstützt hat) dabei. |
A,B |
zus.6 |
| 18.5.12 |
Infos über den neuen Krieg in Nord-Kivu, die Suche nach Bosco Ntaganda und die Rolle Ruandas, von Nazanine Moshiri (in Goma) und von Kambale Musavuli (Friends of the Congo, NY) |
A |
6 |
| 19.5.12 | Nazanine Moshiri berichtet aus Goma über den neuen Krieg in Nord-Kivu, rund um Masisi. 8000 Flüchtlinge in Ruanda, einer sagt, sie hätten vor allem Angst vor plündernden Regierungstruppen. Die meisten Flüchtlinge sind Tutsis, die sich von den Milizen des Bosco Ntaganda (ebenfalls Tutsi) beschützt fühlten. ¤ |
A |
3 |
| 20.5.12 | Krieg in Nord-Kivu zwischen Regierungsarmee und Tutsi-Rebellen. Darüber ein Bericht von Malcolm Webb aus Bunagana, Infos von Nazanine Moshiri aus Jomba, und ein Bericht von ihr aus Kiwanja, dem Ort eines Massakers von Ntagandas Leuten vor 4 Jahren. - Etwa 40.000 Menschen sind durch die Kämpfe vertrieben worden. - ¤ Über den neuen Konflikt wird jetzt seit etwa einem Monat berichtet. Allerdings, wie gewohnt, nicht im deutschen Fernsehen. Hier gab es bislang genau eine einzige Meldung, bei arte am 3.5. |
A
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9
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| 21.5.12 |
Noch ein eher allgemeiner Bericht über den Krieg in Nord-Kivu. |
JA |
2 |
| 22.5.12 | Nazanine Moshiri berichtet aus Ruchuru (Nord-Kivu) über die Kämpfe. Sie spricht via Handy mit dem Anführer der Rebellengruppe M23, der vor allem die Wiederaufnahme seiner Truppe in die Armee fordert. |
A |
2 |
| 23.5.12 | In Kinshasa zieht die Polizei die berüchtigten "Todesbusse" (verrostete uralte Mercedes 207) aus dem Verkehr. Bericht von Bernard Aparis. |
JA |
2 |
| 24.5.12 |
Inside Story: "Is history repeating itself in DR Congo?" - As fighting rages in eastern DRC, we ask why the international community is not doing more to stop the violence. Diskussion mit Yussa Bunvigiye (Congo global Coalition), Anneke van Woudenberg (HRW) und Lambert Mende Omalange (Minister für Kommunikation der DRC). (NNA)* ¤ |
A |
25 |
| 26.5.12 | Kurzberichte zu einer Reihe von Massakern der Hutu-Rebellen (FDLR) an Zivilisten in Nord-Kivu. FDRL-Milizen sollen dabei in 10 Tagen über 180 Menschen getötet haben. ¤ |
A,P,JA |
zus.3 |
| 27.5.12 | Gabriel Gatehouse berichtet aus Goma, daß die UN Belege für eine Unterstützung von Tutsi-Rebellen durch Ruanda haben. 11 Deserteure der Kongo-Armee sind verhaftet worden, und sie sagen aus, sie hätten in Ruanda Waffen und Training bekommen. ¤ |
B |
2 |
| 28.5.12 | Nazanine Moshiri trifft Kämpfer der Rebellengruppe "M23". Sie haben sich von der Armee getrennt, fordern ihre Wiederaufnahme, bekämpfen vor allem die Hutu-Rebellen der FDLR und werden vermutlich von Ruanda unterstützt. Jedenfalls sagen sie, sie wollen bis zum Tod weiterkämpfen. ¤ |
A,E |
zus.4 |
| 28.5.12
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"Antoine: A Journey from Hell" - Film von Arnaud Zajtman und Marlene Rabaud. (Witness) - Marc-Antoine Vumimia erzählt seine Lebensgeschichte. Er nahm an der Rebellion gegen Mobutu teil, wurde unter Präsident Laurent Kabila Mitarbeiter des Geheimdienstes, obwohl er von der Revolution sehr bald enttäuscht war. Nach der Ermordung Kabilas wurde er 2001 mit 84 Anderen als angebliches Mitglied der Verschwörung zum Tode verurteilt, dann zu lebenslanger Haft. Ausführliche Schilderung der entsetzlichen Zustände im Foltergefängnis Makala in Kinshasa, dazu Bilder von herausgeschmuggelten Videos. Nach neun Jahren konnte Antoine aus dem Knast fliehen, seine Nichte half ihm, sich als Frau zu verkleiden und so durch die Kontrollen zu kommen. Er lebt jetzt als Flüchtling in Brazzaville, arbeitet als Regisseur bei der politischen Theatergruppe "Theatre du Cefrad" und hofft, irgendwo in Europa Asyl zu bekommen. - Packend und eindringlich. (Überwiegend französischer OT mit engl. UT) ¤¤ Deutsche Fassung bei arte-Reportage am 13.10.12 |
A
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25
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| 29.5.12 |
Mehrere Rebellengruppen im Ostkongo wollen sich unter dem Namen UPCP zusammenschließen. Nazanine Moshiri berichtet aus Lubero. |
A |
3 |
| 31.5.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Wie zuvor die BBC, berichtet AJE über Zeugenaussagen von Rebellen der "M23" in UN-Arrest. Sie sagen, daß sie aus Ruanda kommen und dort für die ruandische Armee rekrutiert und ausgebildet wurden, dann aber gegen ihren Willen in den Kongo geschickt wurden. Im Bericht von Malcolm Webb eine dieser Aussagen. Ruandas Außenministerin dementiert. Weitere Infos zur Rolle Ruandas von Nazanine Moshiri (im Studio) und von Mvemba Dizolele (Journalist) ¤ | A |
zus.10 |
| 4.6.12 | HRW beschuldigt Ruanda, den Warlord Bosco Ntaganda und die Tutsimiliz "M23" im Kongo mit einigen Hundert Kämpfern, Ausbildung und Waffen zu unterstützen. Ruandas Regierung dementiert jede Verwicklung in den Krieg im Kongo. Außenministerin Louise Mushikiwabo spricht von "albernen Gerüchten" - was man als Bestätigung werten darf, denn die Vorwürfe sind alles andere als lächerlich. Ruanda hat auch schon den vorigen Krieg vor 4 Jahren mit seiner Unterstützung von Tutsi-Milizen gegen die Kongo-Armee angefacht. (OT / Telefoninterview bei AJE, leider nicht vollständig.) |
A |
5 |
| 13.6.12 |
Ein Bericht zur Lage im Kriegsgebiet von Nord-Kivu, Flüchtlinge in einem Lager bei Goma erzählen. Gespräch mit Michel Janssens (MSF). |
JA |
5 |
| 15.6.12 | Gabriel Gatehouse berichtet aus dem Virunga-Park. UN-Soldaten suchen nach Milizenchef Thomas Lubanga, Flüchtlinge erzählen von neuen Kämpfen, ein Junge sagt, er sei von Lubangas Miliz als Kindersoldat entführt worden, aber weggelaufen. - Gespräch mit Ruandas Außenministerin Louise Mushikwabo, die rundheraus bestreitet, daß Ruanda irgendwelche bewaffneten Gruppen im Kongo unterstützen würde. Die klaren Belege von HRW für eine Unterstützung der M23 (Bosco Ntaganda) durch Ruanda nennt sie erneut "Gerüchte" und "lächerlich". |
B |
10 |
| 20.6.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Präsident Kagame weist bei einer Pressekonferenz in Kigali nochmal die Vorwürfe zurück, Ruanda würde im Kivu-Krieg Rebellengruppen unterstützen. | JA |
2 |
| 23.6.12 |
Bericht von Nima Elbagir über den neuen Krieg in Nord-Kivu und die angebliche Unterstützung Ruandas für Rebellengruppen. |
C |
4 |
| 25.6.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Ruandas Außenministerin leugnet bei den UN erneut die Unterstützung Ruandas für Rebellen im Kongo und meint, Ruanda werde als Sündenbock benutzt. (OT) | A |
1 |
| 26.6.12 | Kurzer zusammenfassender Bericht über den Krieg in Nord-Kivu und die vermutete Verwicklung Ruandas. |
arj |
2 |
| 2.7.12 | Bericht über den andauernden Krieg in Nord-Kivu. 200.000 Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen. Zeugen sprechen über Greueltaten der M23 gegen Zivilisten. |
TV5 |
2 |
| 3.7.12 | The Stream: "Unfriendly neighbours in the Kivus" - Diskussion über die Rolle Ruandas im Bürgerkrieg in Nord-Kivu, mit Kambale Musavuli (Friends of the Congo), Jason Stearns (Rift Valley Institute) und Zuschauern. (Leider NNA)* ¤ |
A |
25 |
| 4.7.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Peter Greste spricht mit Präsident Paul Kagame. Der bestreitet erneut jede Unterstützung Ruandas für die M23-Rebellen im Kongo, nennt erneut die Vorwürfe der UN "lächerlich" (was sie ganz sicher nicht sind) und meint, da hätten vielleicht irgendwelche Deserteure ihre Waffen mitgenommen. | A |
4 |
| 5.7.12 | Die Rebellen der M23 in Nord-Kivu haben eine Offensive auf den strategisch wichtigen Ort Bunagana an der Grenze zu Uganda begonnen. Infos und Bericht von Peter Greste, der mit UN-Blauhelmen in der Gegend unterwegs ist. |
A |
5 |
| 7.7.12 | Die von Ruanda unterstützten Tutsi-Rebellen der M23 unter Führung von Bosco Ntaganda haben die Stadt Bunagana und die Gegend um Rutshuru an der ugandischen Grenze erobert. Tausende Zivilisten fliehen nach Uganda, ebenso 600 offenbar völlig demoralisierte Soldaten der Kongo-Armee (die Waffen lassen sie an der Grenze). Bei den Kämpfen sind auch zwei UN-Blauhelme getötet worden. Infos vom Grenzposten erst von Malcolm Webb, dann von Peter Greste, und Bericht aus Bunagana von Peter Greste. ¤ |
A,JA |
zus.10 |
| 8.7.12 |
Peter Greste berichtet aus Rutshuru. Die Regierungsarmee ist aus dem Ort geflüchtet, und die Tutsi-Rebellen der M23 nehmen ihn ein, während dort noch UN-Blauhelme herumstehen. Sie greifen anscheinend nicht ein. Die Kämpfe selber sind nicht zu sehen und man fragt sich, woher die große militärische Überlegenheit der Rebellen rührt. Im benachbarten Ort Kibanja erinnert man sich an das Massaker, das die Tutsi-Rebellen dort im November 2008 angerichtet haben, mit über 150 Toten. ¤ - Bei TV5 ein weiterer Bericht dazu, mit eigenen, sehr ähnlichen Bilden. |
A,JA |
zus.7 |
| 9.7.12 | Die Tutsi-Rebellen in Nord-Kivu nehmen weitere Orte ein. Infos und Bericht von Peter Greste aus Rumangabo, das von den Bewohnern verlassen worden ist. In einer Basis der Armee sind fast alle Soldaten desertiert, offenbar demoralisiert nach Jahren der Unterversorgung. Vermutungen über einen weiterer Vormarsch der Rebellen nach Goma. - Malcolm Webb berichtet aus Bunangana, auch hier sind die Rebellen in einer fast menschenleeren Stadt. - Erstmals ein Bericht im deutschen TV, von Arnim Staudt, der erst in Bunangana, dann in Rutshuru war. Die Bewohner beider Orte sind geflüchtet, nur die Tutsis kommen schon wieder zurück. Die M23-Rebellen sind anscheinend schon wieder weitergezogen. (Sehenswerter Bericht.) ¤ |
A,TT |
zus.15 |
| 10.7.12 | Die Tutsi-Rebellen rücken weiter Richtung Goma vor, u.a. in Masisi. Infos aus Goma von Peter Greste (AJE) und Catherine Byaruhanga (BBC), ein längerer aktueller Bericht bei der BBC, der Basis ist für die Berichte bei arte und TV5. Über 200.000 Menschen sollen auf der Flucht sein. Ein Bericht von Malcolm Webb über Flüchtlinge in Uganda. ¤ Bei der BBC Hintergrundgespräche, u.a. über die Rolle Ruandas, mit Mark Doyle (BBC-Afrikaexperte), Barnabe Kikaya Bin Karubi (Botschafter der DRC in Britannien) und Kieran Dwyer (Sprecher der UN-Peacekeeping-Abteilung). |
A,B,arj,JA,NC |
zus.28 |
| 10.7.12 | Beim ICC ist der frühere Milizenchef Thomas Lubanga zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden, vor allem wegen des Einsatzes von Kindersoldaten. |
A,B,arj,E,JA |
zus.8 |
| 11.7.12 | Die Tutsi-Rebellen rücken weiter auf Goma vor, dort werden die UN-Truppen verstärkt. Von Kämpfen ist nichts zu sehen. Bei AJE berichtet Peter Greste aus Kibumba, weiterer Bericht bei TV5. Dort auch ein Gespräch mit Sabine Sessou (Slate.Afrique) über Hintergründe der M23-Rebellion. |
A,B,C,JA |
zus.13 |
| 12.7.12 | In Nord-Kivu greifen bewaffnete Hubschrauber der UN und der Armee jetzt stellenweise die M23-Rebellen an. Infos von Peter Greste aus Goma und ein allgemeiner Bericht. Hard Talk: Zeinab Badawi spricht mit Präsident Paul Kagame, der erneut jede Unterstützung Ruandas für die Tutsi-Rebellen im Kongo bestreitet und den Kritikern Ignoranz und Arroganz vorwirft. (Den Rest nicht angesehen.) Gespräch dazu mit Vincent Magombe und Mark Doyle. Sie sprechen von offensichtlichen Einmischungen Ruandas, das u.a. ein Interesse am Kleinhalten von Hutu-Rebellen hat. |
A,E B B |
zus.5
24 9 |
| 13.7.12 | Drei ziemlich ähnliche Berichte zur Lage in Goma. Die UN-Truppe dort wird gegen den erwarteten Angriff der M23-Rebellen verstärkt, Tausende Flüchtlinge aus dem Umland kommen hierher. Angeblich haben die UN-Blauhelme andere Orte von den Rebellen zurückerobert. |
A,B,arj |
zus.7 |
| 15.7.12 | In Goma warten UN-Truppen auf einen Angriff der Tutsi-Rebellen. Peter Greste erklärt in seinem Bericht die zentrale wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Stadt. - Beim AU-Gipfel haben Ruanda und Kongo eine Art Friedensvereinigung getroffen. Einschätzungen dazu von Nii Akuetteh. - Bei TV5 ein Bericht über Flüchtlinge aus dem Kongo in Ruanda, meist Tutsis. |
A,C,JA |
zus.10 |
| 17.7.12 | David McKenzie berichtet telefonisch aus Goma, weiter gespanntes Warten auf einen möglichen Angriff der M23-Rebellen. |
C |
3 |
| 18.7.12 | Ein Bericht aus Goma von David McKenzie, Flüchtlinge im Lager erzählen von Gewalt durch die Rebellen. |
C |
3 |
| 20.7.12 | David McKenzie berichtet aus dem Virunga-Park bei Goma, wo einige in- und ausländische Ranger sich um den Schutz der Berggorillas auch im Bürgerkrieg kümmern. Ranger und Reporter kommen dabei den sanften Riesenbabys sehr nahe. (Ergreifende interspezielle Kuschelszenen.) ¤ |
C |
5 |
| 23.7.12 | Infos von Gabriel Gatehouse aus Bunagana. Der Ort ist unter Kontrolle der M23-Rebellen, die sehr gut ausgerüstet und sehr diszipliniert sein sollen (wie die ruandische Armee). Sonst wenig Neues. |
B |
2 |
| 24.7.12 | Die M23-Rebellen greifen in der Nähe von Goma Stellungen der Armee und der UN-Truppe an. Infos von Peter Greste. Gabriel Gatehouse berichtet aus einem Feldlager der M23-Rebellen in Bunagana. An der Seite der Tutsi-Kämpfer sind auch immer mehr desertierte Soldaten der Kongo-Armee. |
A,B |
zus.5 |
| 25.7.12 | Meldungen über heftige Kämpfe in der Nähe von Goma zwischen Armee und M23-Rebellen und über eine neue Massenflucht von Zivilisten. Bei der BBC Infos aus Goma von Gabriel Gatehouse. Recht ausführliche Berichte bei Euronews, Bilder auch bei "No Comment". |
B,TT,E,NC |
zus.6 |
| 26.7.12 | Gabriel Gatehouse (BBC) und Jemand bei TV5 berichten aus der Nähe von Goma. Tausende Leute sind auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen M23-Rebellen und der Armee in der Gegend. Trotz Unterstützung durch die Blauhelme scheint die Armee auf dem Rückzug zu sein. |
B,JA |
zus.4 |
| 27.7.12 | Wegen Ruandas Unterstützung für die Tutsi-Rebellen im Kongo haben die USA ihre Militärhilfe gekürzt. Außenministerin Mushikiwabo weist die Vorwürfe erneut entschieden zurück. |
JA |
2 |
| 28.7.12 | Die USA kürzen ihre Militärhilfe für Ruanda, andere westliche Länder (u.a. die BRD) setzen ihre zivilen Hilfszahlungen aus. Gespräch mit Ayo Johnson (Viewpoint Africa) über ethnische Politik der ruandischen Regierung. (Nicht sehr tiefschürfend.) - Bei "No Comment" Bilder von Kriegsflüchtlingen in Goma. |
A,NC |
zus.5 |
| 29.7.12 | Die Tutsi-Rebellen in Nord-Kivu sind weiter auf dem Vormarsch, es ist zwar die Rede von heftigen Kämpfen, aber von der Kongo-Armee ist nichts mehr zu sehen. Die Rebellen sind siegesgewiss und fordern den Rücktritt Kabilas. 260.000 Menschen sind auf der Flucht. Fast gleichlautende Berichte bei arte und TV5, weitere Bilder (von Flüchtlingen und UN-Truppen) bei "No Comment". |
arj,JA,NC |
zus.6 |
| 31.7.12 | Angeblich unterstützt auch Uganda die M23-Rebellen im Kongo und hat sogar Truppen zu deren Unterstützung ins Nachbarland geschickt. Ein Militärsprecher dementiert. Bericht von Daniel Arapmoi. (Die gezeigten Bilder von ugandischen Soldaten haben mit der angeblichen Story nichts zu tun.) |
P |
3 |
| 1.8.12 | Bei Sky News ein Bericht über die M23-Rebellen und die Vorwürfe, sie würden auch von Uganda unterstützt. Nochmal ein deutliches Dementi des ugandischen Armeesprechers. In Kinshasa demonstrieren mehrere Tausend Frauen (und einige Männer) gegen die Gewalt im Osten des Landes. (Bilder im Bericht bei AJE.) ¤ |
A,Sky,JA |
zus.6 |
| 2.8.12 | Bei TV5 mehr über den Friedensmarsch in Kinshasa und die Lage im Kivu. Die M23-Rebellen sollen näher an Goma heranrücken. - Sowie ein Bericht über den Coltanabbau in kleinen illegalen Minen. |
JA |
4 |
| 5.8.12 | Peter Greste berichtet aus einem Flüchtlingslager bei Goma, wo jetzt die Cholera ausgebrochen ist. - Bei arte ein allgemeiner Bericht über den neuen Bürgerkrieg im Ostkongo. |
A,arj |
zus.5 |
| 5.8.12 | Letzte Woche kam im DLF ein sehr hörenswerter Hintergrund von Simone Schlindwein über den Vormarsch der Tutsi-Rebellen: "Der Schrecken kehrt in den Kongo zurück" (zum Nachhören und Nachlesen.) ¤¤ | ||
| 5.8.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Ein Bericht über Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen von Exilanten aus beiden Ländern in Brüssel. | JA |
2 |
| 6.8.12 | Meldung: bei einer Konferenz in Kampala beraten Regierungen von 11 afrikanischen Staaten über den Konflikt im Ostkongo. |
A |
1/2 |
| 7.8.12 |
Peter Greste berichtet aus Rutshuru über den Aufbau einer eigenen Verwaltung durch die M23-Rebellen, die dort seit einem Monat herrschen. Die Tutsi-Rebellen bemühen sich, den Eindruck von Normalität und Volksnähe zu erwecken. ¤ Bei Press-TV berichtet Daniel Arapmoi von der Kongo-Konferenz in Kampala. Die Nachbarländer vereinbaren, eine gemeinsame Sicherheitstruppe für den Ost-Kongo aufzubauen. Bei Euronews und TV5 Berichte über die sich ausbreitende Cholera in den Flüchtlingslagern von Goma. |
A P E,JA |
3
3 zus.3 |
| 8.8.12 | Noch ein paar Infos zum Konflikt mit den Tutsi-Rebellen von Peter Greste aus Rutshuru. Bei TV5 telefonische Infos von Omar Kavota, und ein Bericht über den Besuch von Valerie Amos (UN) im Lager von Goma, und über die Konferenz in Kampala. |
A,JA |
zus.7 |
| 8.8.12 |
Kongo (DRC) / Ruanda :
Inside Story: "Could military intervention end rebellion in DRC?" - Diskussion mit drei Experten, Mvemba Phezo Dizolele, Jason Stearns und Marie-Roger Biloa. (NNA)* |
A |
24 |
| 15.8.12 | Ein allgemeiner Bericht über den Krieg im Nord-Kivu und seine Ursachen. |
E |
2 |
| 18.8.12 | Eine Gruppe von Exilanten aus Ruanda und Kongo demonstriert vorm Gebäude des ICC in Den Haag und fordert eine Anklage gegen Präsident Kagame wegen Ruandas Einmischung im Kongo. |
JA |
2 |
| 24.8.12 | Régis de Rath berichtet aus Bukavu über den Krieg im Nord-Kivu. Verletzte Zivilisten (darunter vergewaltigte Frauen) im Krankenhaus. Hilflose Blauhelme. Zigtausende Flüchtlinge suchen Schutz im Virungapark und bedrohen damit die Berggorillas. |
JA |
3 |
| 25.8.12 | Flüchtlinge in einem Lager bei Goma erzählen von Überfällen der M-23-Rebellen auf ihre Dörfer. (Die Aussagen auf französisch kommen bei TV5 mit französischen Untertiteln. ) |
JA |
2 |
| 27.8.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Der belgische Außenminister besucht Ruanda und fordert ein Ende der Einmischung im Kongo, die die ruandische Regierung bestreitet. Im Nord-Kivu breiten sich die M-23-Rebellen weiter aus und bauen inzwischen eine eigene Verwaltung auf. | JA |
2 |
| 1.9.12 | Außenminister Mulongo fordert die UN-Truppe auf, die M-23-Rebellen auszuschalten und deren Unterstützung durch Ruanda zu unterbinden. |
A |
1 |
| 12.9.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : In Kinshasa beraten Staatschefs aus Ostafrika über die Entsendung einer Eingreiftruppe in den Nord-Kivu. (Artikel in der taz über eine Konferenz in Kampala zum selben Thema zwei Tage vorher.) | JA |
2 |
| 14.9.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : HRW wirft den von Ruanda unterstützten M-23-Rebellen in Nord-Kivu schwere Kriegsverbrechen vor. | JA |
2 |
| 20.9.12 | Bei RTL ein Bericht von Nicole Macheroux-Denault über Kinder aus dem Kongo in einem Flüchtlingslager in Uganda. |
R |
2 |
| 28.9.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : Am Rande der UN-Vollversammlung in New York wird auch über den Konflikt in Nord-Kivu und Ruandas Rolle dabei gesprochen, die Präsidenten beider Länder sind auch dort. | JA |
2 |
| 1.10.12 | JA |
1 | |
| 2.10.12 | Bericht über ein Treffen der Oppositionspartei UDPS in Kinshasa. |
JA |
2 |
| 7.10.12 | Ein Bericht von Ilhame Taoufiqi aus dem Gebiet im Nord-Kivu rund um Kibumba, das von den M-23-Rebellen kontrolliert und verwaltet wird. ¤ |
JA |
4 |
| 8.10.12 | Eine kurze Reportage von Simon Rodier über Polizei und kriminelle Jugendbanden in Kinshasa. |
JA |
4 |
| 9.10.12 | Ilhame Taoufiqi berichtet aus Kiwanga im Nord-Kivu über den Radiosender "Radio Raku" und seine Journalisten, die trotz Krieg und dauernden Plünderungen und Todesdrohungen ihre Arbeit machen. |
JA |
4 |
| 13.10.12
|
"Adieu Hölle" - Reportage von Arnaud Zajtman und Marlene Rabaud, deutsche Fassung des Films "Antoine: A Journey from Hell" (bei AJE am 28.5.12), die Lebensgeschichte des Marc-Antoine Vumimia. Er nahm an der Rebellion gegen Mobutu teil, wurde unter Präsident Laurent Kabila Mitarbeiter des Geheimdienstes, obwohl er von der Revolution sehr bald enttäuscht war. Nach der Ermordung Kabilas wurde er 2001 mit 84 Anderen als angebliches Mitglied der Verschwörung zum Tode verurteilt, dann zu lebenslanger Haft. Ausführliche Schilderung der entsetzlichen Zustände im Foltergefängnis Makala in Kinshasa, dazu Bilder von herausgeschmuggelten Videos. Nach neun Jahren konnte Antoine aus dem Knast fliehen, seine Nichte half ihm, sich als Frau zu verkleiden und so durch die Kontrollen zu kommen. Er lebt jetzt als Flüchtling in Brazzaville, arbeitet als Regisseur bei der politischen Theatergruppe "Theatre du Cefrad". Inzwischen hat Schweden ihm Asyl gewährt. - Packend und eindringlich. ¤¤ |
arep
|
28
|
| 13.10.12 | Ein Bericht von Ilhame Taoufiqi aus Sake im Nord-Kivu, zwischen Rebellen und demoralisierten Soldaten. |
JA |
3 |
| 16.10.12 | Meldung: ein neuer Report der UN beschuldigt erneut Ruanda und Uganda, die M-23-Rebellen im Nord-Kivu zu unterstützen bzw. sogar zu lenken. |
A |
1/2 |
| 17.10.12 |
Kongo (DRC) / Ruanda : Mehr über die
erneuten Vorwürfe
der UN gegen Ruanda und Uganda wegen Unterstützung der M-23-Rebellen.
Infos und Bericht von Peter Greste. Bei der BBC ein Bericht von Catherine
Bayahanga aus Kampala mit klaren Dementis, und Einschätzungen des
Experten Jason Stearns, der die Vorwürfe
für sehr plausibel und überzeugend hält. "Inside Story" dazu: "Fuelling the DR Congo Conflict". Es diskutieren Oliver Nduhungirehe (ruandischer Diplomat), Fred Robarts (als Mitarbeiter von UN und HRW lange im Kongo gewesen) und Kris Berwouts (Historiker). (NNA)* |
A,B,E A |
zus.15
25 |
| 17.10.12 | Neues zum Mord am Menschenrechtler Floribert Chebeya (3.6.10). Anscheinend, nach Aussagen eines Polizisten, kam der Mordbefehl direkt von Präsident Kabila. Antwort darauf vom Informationsminister Lambert Mendé. ¤ |
JA |
6 |
| 18.10.12 | Die UN geben Ruanda als ein Land von fünfen ab Januar '13 einen Sitz im Sicherheitsrat. In der UN gibt es laute Stimmen gegen die Berufung, weil Ruanda im Kongo Krieg führt. Bei AJE Bericht aus New York von Cath Turner und ein Gespräch mit Louise Mushikiwabo (Ruandas Außenministerin). |
A,JA,E |
zus.11 |
| 19.10.12 | Resolution des UN-Sicherheitsrats beschließt Sanktionen gegen die M-23-Rebellen und ihre Unterstützer. (Kurzbericht) |
A |
1 |
| 20.10.12 | Jean Mari Lugerero, Sprecher der M-23-Rebellen, erklärt, die Gruppe brauche und bekomme keine Hilfe von Ruanda. Er fordert Verhandlungen mit der Regierung und droht, "den Kampf wiederaufzunehmen". |
A |
1 |
| 21.10.12 | Zusammenfassender Bericht zur Lage im Nord-Kivu. Darin nochmal im OT die Äußerungen von Jean Mari Lugerero (M 23). |
JA |
2 |
| 27.10.12 |
Bericht aus einem Flüchtlingslager bei Goma. |
JA |
2 |
| 2.11.12 | Uganda / Kongo (DRC) / Ruanda / Somalia : Die ugandische Regierung droht, ihre Soldaten aus der AU-Truppe in Somalia abzuziehen, wenn die UN ihre Vorwürfe gegen Uganda nicht zurückzunehmen, daß es im Kongo die ruandischen Rebellen der M23 unterstütze. Infos von Malcolm Webb (Kampala), und ein Hintergrundbericht bei der BBC. | A,B |
zus.3 |
| 3.11.12 | Berichte bei Press und TV5 zur Drohung Ugandas, seine Soldaten aus der AU-Truppe in Somalia (sowie auch aus der Truppe, die in der ZAR nach Kony sucht) abzuziehen. |
P,JA |
zus.3 |
| 5.11.12 | Kongo (DRC) / Ruanda : An der Grenze Kongo / Ruanda bei Gisenyi hat es einen Zwischenfall gegeben, bei dem ein ruandischer Soldat von Soldaten der Armee des Kongo auf ruandischem Gebiet getötet wurde. Beide Seiten geben gegensätzliche Erklärungen dazu ab. Bericht vom Tatort. | JA |
2 |
| 7.11.12 |
Daniel Arapmoi berichtet aus Kampala über die Drohungen der ugandischen Regierung, ihre Soldaten aus Somalia abzuziehen. Mit diversen O-Tönen, u.a. aus einem Interview mit Außenminister Henry Okello Oryem. (Am 7.11. steht in der jw bereits, daß die Regierung die Drohung wieder zurückgenommen habe.) |
P |
3 |
| 14.11.12 | Uganda schließt seine Grenze zum Kongo, um die M23-Rebellen von Nachschub abzuschneiden, wie ein Regierungssprecher erklärt. Daniel Arapmoi berichtet aus Kampala. |
P |
2 |
| 17.11.12 | Die M23-Rebellen haben bei einer neuen Offensive Kibumba eingenommen, anscheinend auf dem Weg nach Goma. Heftige Gefechte zwischen M23 und Kongo-Armee, angeblich sind unter den getöteten Rebellen auch ruandische Soldaten. Infos aus Goma von Jean-Baptiste Kambale (telefonisch bei TV5). - Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, Infos dazu aus NY von John Hendren und Barbara Plett. - Hintergrundinfos von Afrika-Expertin Laura Seay, die sehr sicher ist, daß Ruanda tatsächlich hinter den M23-Rebellen steckt. |
A,B,JA |
zus.12 |
| 18.11.12 | Die Tutsi-Rebellen der M23 rücken weiter auf Goma vor, die UN-Truppe greift die Rebellen mit Kampfhubschraubern an. Bericht von Nazanine Moshiri (aus Nairobi), bei TV5 eine Stellungnahme eines M23-Sprechers und Infos von einem Sprecher der UN-Truppe (beides telefonisch). |
A,JA,E |
zus.6 |
| 19.11.12
|
Die M23-Rebellen marschieren weiter auf Goma zu und drohen, in die Stadt einzurücken. Am Stadtrand greift die Armee des Kongo sie dann doch mal an (wohl mehr für die Kameras). Nazanine Moshiri berichtet jetzt aus der Region. Bei BBC und TV5 redaktionelle Berichte. (Leider erfährt man nicht, von wem die Bilder stammen.) Sogar die Tagesschau hat einen 30-Sekunden-Beitrag, der allerdings fast komplett aus Fehlern, Tatsachenverdrehungen und rassistischer Blödheit besteht. Der Kivu liegt bei der TS im Nordosten des Kongo, man stammelt über "die Volksstämme der Hutus und Tutsis", und zieht als Fazit: "Ruanda droht in den Konflikt hineingezogen zu werden." Es ist wirklich zum Haareraufen. Seit 1994 war offenbar noch keine Gelegenheit, sich mal mit dem Thema zu beschäftigen. - Sehr viel sinnvoller und zutreffender berichtet dagegen Euronews, knapp eine Minute lang, und das nicht nur heute. |
A,B,E,TS,JA,NC
|
zus.10
|
| 20.11.12
|
Die von Ruanda unterstützten Tutsi-Rebellen der M23 nehmen zuerst den Flugplatz von Goma ein und marschieren dann in Goma ein, offenbar ohne größeren Widerstand der Kongo-Armee oder der UN-Truppe. Tausende Bewohner der Stadt und Flüchtlinge sind erneut auf der Flucht. ¤ Infos und Berichte aus Goma von Nazanine Moshiri (AJE) und Gabriel Gatehouse (BBC), aus Nairobi von David McKenzie (CNN). Hintergrundinfos von den Experten Michael Amoah und Andrew Wallis, Einschätzungen von Jendayi Frazer (bei AJE). Auf deutsch ein sehr vager, aber nicht völlig falscher Bericht in der Tagesschau um 5 (alles nur "angeblich", "vermutlich", "was immer das heißen soll", usw.) Die Rolle Ruandas wird nicht erwähnt. In den Hauptsendungen bei ARD und ZDF dagegen gar nichts. - Ordentlich und korrekt die Berichte bei arte und Euronews. - Alle Bilder des Tages im O-Ton bei "No Comment". Das "Journal Afrique" bei TV5 hat heute nur dies eine Thema. Ein Bericht (nochmal die gleichen Bilder), telefonische Stellungnahmen von Lambert Mende (Informationsminister des Kongo), Vianey Kazarama (Sprecher der M23) und von einem Sprecher der UN-Truppe, ein O-Ton von Präsident Kabila, Infos aus New York, wo der UN-Sicherheitsrat berät, von Karim Lebhour, und ein Gespräch mit Experte Ousmane Ndiaye. Bei AJE "Inside Story": "Will military action end DR Congo crisis?" - Fragen an Lambert Mende (Informationsminister des Kongo) und Diskussion mit Olivier Nduhungirehe (Ruandas UN-Vertreter), Yussa Bunvigiye (Congo Global Coalition) und Emmanuel Dupuy (Politologe / IPSI). (NNA)* |
A,B,C TS_um5,arj,E,NC JA A
|
zus.28
zus.7 zus.14 24
|
| 21.11.12
|
In Goma veranstalten die M23-Rebellen eine Massenveranstaltung im Sportstadium. Einige Tausend Armee-Soldaten und Polizisten treten dort öffentlich "freiwillig" zu den Rebellen über. Die Führung der Rebellen verkündet, man werde jetzt das ganze Land "befreien". Von der UN-Truppe ist nichts zu sehen. ¤¤ Nazanine Moshiri (AJE) und Gabriel Gatehouse (BBC) berichten aus dem Stadion in Goma, Moshiri auch live. Weitere Berichte von CNN und Sky News. - Über die hilflose Reaktion der Regierung berichtet Haru Mutasa aus Kinshasa. - In Kampala beraten die Präsidenten von Uganda, Ruanda und Kongo über den Konflikt und einigen sich, die Rebellen sollten wieder aus Goma abziehen. Infos darüber aus Kampala von Malcolm Webb (AJE) und Daniel Arapmoi (Press). - Bei TV5 Bericht aus Goma und Infos aus Bukavu von Bruno Minas RFI, telefonisch). Bei "heute" ein ordentlicher Bericht von Jörg Brase (aus Nairobi). In der Tagesschau zuerst wieder eine wirre Meldung, dann aber ein recht ordentlicher redaktioneller Bericht, ein etwas ausführlicherer in den Tagesthemen. Bei Euronews nur ein sehr knapper Bericht über internationale Reaktionen. |
A,B,C,Sky,P JA ht,TS,TT,E |
zus.26
6 zus.6 |
| 22.11.12 | Nach der Einnahme von Goma rücken die M23 weiter vor nach Sake, auf dem Weg nach Bukavu. Nazanine Moshiri berichtet erst live aus Goma, dann aus der Nähe von Sake. Dort flüchten viele Menschen aus dem Kampfgebiet. Haru Mutasa fragt in Kinshasa Leute nach Reaktionen auf den Rebellenvormarsch. Hintergrundinfos über die M23-Rebellen vom Experten Joseph Ochieno. (Alles AJE). - Gabriel Gatehouse (BBC) ist auch in der Nähe von Sake und sagt, dort gebe es heftige Kämpfe. Angeblich haben die Rebellen den Ort schon eingenommen. - Bei CNN berichtet Robyn Kriel aus Goma über sanitäre Probleme in den Flüchtlingslagern. - In den Tagesthemen ein redaktioneller Bericht zur Lage im Ostkongo, mit einigen Fehlern, aber ganz ordentlich. Birgit Virnich ist live in Goma, hat aber noch nicht wirklich viel mitbekommen. - Im Bericht bei TV5 weitere Bilder aus der Gegend von Sake. ¤ |
A,B,C,E,TT,JA |
zus.27 |
| 23.11.12
|
Die Tutsi-Rebellen marschieren weiter, Sake ist wohl eingenommen. Nazanine Moshiri läßt sich ein Munitionslager zeigen, das sie der Armee abgenommen haben, vor allem Artilleriegranaten. - In Kinshasa demonstrieren einige Tausend Frauen gegen den Krieg, gegen die unfähige Regierung und gegen die Untätigkeit der UN. Haru Mutasa berichtet. - Bei CNN Einschätzungen von John Burnett (NPR) zum Vormarsch der Rebellen. - Bei TV5 ein Bericht von Ilhame Taoufiqi aus Sake. Leichen von Soldaten auf der Straße, flüchtende Hutu-Zivilisten, Rebellen auf dem Weg nach Masisi. - Im heute-journal Bericht von Jörg Brase (nicht aus Sake, sondern aus Nairobi. Recht klar verständlich, aber in einem Punkt falsch: es gibt keine Hinweise, daß viele der M23-Kämpfer selber aus Ruanda stammen. Vielmehr gibt es auch im Ostkongo ca. 400.000 Tutsis / Banyamulenge.) - Im Nachtmagazin berichtet Birgit Virnich aus Goma und spricht dort mit Flüchtlingen. ¤ Im auslandsjournal (3sat) nochmal ein ausführlicherer Bericht von Jörg Brase über die Ereignisse der letzten Tage. Bei n-tv ein Bericht von Nicole M.-D. über Kinder in einem Flüchtlingslager in Uganda. Sehr klischeehafte Einführung. |
A,C,JA,hj,Nam,E
auslandsjnl n-AR |
zus.19
6 3 |
| 24.11.12
|
In Kampala treffen sich die Regierungschefs der Region, allerdings ohne Kagame und ohne die Rebellen. Sie verlangen, daß die M23-Rebellen innerhalb von zwei Tagen Goma verlassen sollen, und drohen mit einer (nicht existenten) Eingreiftruppe. Peter Greste berichtet. Interview dazu mit Louise Mushikiwabo (Ruandas Außenministerin). Nazanine Moshiri ist weiterhin mit den Rebellen unterwegs und berichtet aus Sake. Die M23 sagen, sie wollen die Tutsis schützen, sie sind offenbar militärisch der Armee hoch überlegen. Ihre Führung lehnt den "Friedensplan" ab und fordert direkte Gespräche mit Kabila. - Über Reaktionen in Kinshasa berichtet Haru Mutasa. - Expertin Laura Seay meint, die Ergebnisse der Konferenz seien nicht ernstzunehmen, da die Rebellen nicht beteiligt sind und weiter von Ruanda unterstützt werden. - Soweit allein AJE, 6 Einzelberichte. ¤ Bei der BBC nur ein Kurzbericht, bei CNN noch ein Interview mit Louise Mushikiwabo (telefonisch). Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi aus der Nähe von Bukavu, wo die Rebellen weiter voranmarschieren. Wieder Bilder von toten Soldaten der Armee. - Der ordentliche Bericht bei arte verwendet die gleichen Bilder. - In der ARD Meldungen zur Konferenz in Kampala (korrekt) und Berichte von Birgit Virnich aus Goma über die schwierige humanitäre Lage dort. |
A B,C,JA arj,TS,TT,E |
zus.20
zus.8 zus.8 |
| 25.11.12 | Peter Greste über die andauernden diplomatischen Verhandlungen in Kampala. Offizielle Gespräche mit den Rebellen gibt es nicht. - Nazanine Moshiri und I. Taoufiqi berichten über die Versorgungsprobleme im Mugunga-Flüchtlingslager bei Goma. - Dazu auch Christina Corbett (Oxfam). - Aus dem von den Tutsi-Rebellen eroberten Sake berichtet Robyn Kriel (CNN). Angeblich sind 100.000 Menschen von dort geflüchtet. - Im Weltspiegel ein Bericht von Birgit Virnich. Sie läßt sich von den Rebellen nochmal die Container mit Munition zeigen die sie angeblich von der Armee erbeutet haben, die vielleicht aber auch aus Ruanda kommen könnten. Diese beiden AJE-Videos gehören noch zum Vortag: |
A,C,JA,NC WS |
zus.15
4 |
| 26.11.12 | Das "Ultimatum" läuft ab, aber erstmal machen die M23-Rebellen keine Anstalten, sich aus Goma zurückzuziehen. Warum sollten sie auch. In Minova sammeln sich die desolaten Regierungstruppen und tönen von Gegenoffensive. Nazanine Moshiri berichtet von dort. Angeblich zieht die Armee mal wieder plündernd durch die Gegend, mit Unterstützung der Mai-Mai-Milizen, unter denen viele Kindersoldaten sind. - Hintergründe und Einschätzungen von Peter Greste (Kampala) und David McKenzie (Nairobi). Reaktionen von Politikern und Bürgern aus Kinshasa hat wieder Haru Mutasa. Ein Oppositionsführer ruft zum Sturz Kabilas auf. - Und bei TV5 auch ein Bericht aus Minova und ein Gespräch mit Philippe Perdrix von "Jeune Afrique". ¤ |
A,C,JA,E |
zus.24 |
| 27.11.12
|
Die M23-Rebellen geben verschiedene Erklärungen ab, mal wollen sie aus Goma und Sake wieder abziehen, dann wieder doch nicht oder nur unter inakzeptablen Bedingungen. Nazanine Moshiri berichtet von einer PK der Rebellen in Goma und spricht mit Jean Marie Runiga, "Präsident" der M23. Bei AJE außerdem Infos von Peter Greste aus Kampala und Gespräch mit dem Experten (und Ex-Rebellenführer) Jeansy Kazadi. Er meint, Kabila, Museveni und Kagame hätten den Ostkongo längst untereinander aufgeteilt. (Ziemlich dummes Zeug.) - Bei der BBC berichtet Catherine Byaruhanga aus Kampala. - Bei CNN Infos von David McKenzie und ein Bericht aus Goma von Rohit Kachroo (ITN). - "Inside Story: Under what conditions will M23 pull out of Goma?" - darüber diskutiert James Bays mit den Experten Richard Dowden und Mvemba Phezo Dizolele. (NNA)* |
A,B,C,JA,E
A |
zus.25
24 |
| 28.11.12
|
Die M23-Rebellen wollen jetzt angeblich doch aus Goma abziehen, und beginnen anscheinend in Mushake damit. Der Ort liegt 50 km südlich von Goma und ist der äußerste Vorposten des eroberten Gebietes, kurz vor Bukavu. Bei AJE Infos und Bericht von Nazanine Moshiri aus Karuba, wo einige Hundert Kämpfer sich sammeln. Vermutungen, daß der internationale Druck (vor allem Ugandas) die M23 zum Rückzug bewegt habe. - Bei CNN Infos von David McKenzie (Nairobi). - In den Beiträgen bei arte und TV5 Bilder aus Goma von Leuten, die gegen Kabila und gegen eine Rückkehr seiner Soldaten demonstrieren. - Olivier Nduhungirehe (ruandischer Diplomat) beharrt bei AJE darauf, es gebe keine Unterstützung Ruandas für die Tutsi-Rebellen. ¤ "Inside Story: What is driving US-policy towards the conflict in the DRC?" - Sheehab Rattansi spricht mit Kambale Musavuli (Friends of the Congo), Nii Akuetteh (Experte) und Herman Kahn (Afrika-Minister und Bush I). Interessant, leider NNA)* ¤ |
A,B,C,Sky,P
A |
zus.31
19 |
| 29.11.12 | Die M23 lassen sich Zeit mit ihrem Abzug aus Goma. Nazanine Moshiri spricht mit Rebellenchef Sultani Makenga, der verspricht, die Stadt am Freitag zu räumen. In Minova sammeln sich Regierungstruppen, und deren General Olenga Tete tönt, die Armee sei bereit zum Krieg. Haru Mutasa berichtet aus Kinshasa über die schlechte Moral der Armee. - Bei der BBC spricht Gabriel Gatehouse in Bukavu mit einigen Ex-Rebellen über die Unterstützung Ruandas für M23. Angeblich hat jeder 1000 Dollar im Monat bekommen. - Bericht bei TV5 (RTS) aus Goma, mit weiteren Bildern von Demos gegen Kabila. |
A,B,T |
zus.14 |
| 30.11.12 | Wie erwartet "verzögert" sich der Abzug der M23 aus Goma, wegen eines Streits mit den UN um die erbeutete Munition. Infos dazu von Nazanine Moshiri, die auch aus Sake berichtet, wo tatsächlich einige aus Goma abgezogene M23-Kämpfer eintreffen. - Gespräch mit Jendayi Frazer, die meint, es sei gar nicht so sicher, daß Ruanda die Rebellen unterstützt. Sie möchte aber ihre Meinung in der etwas hitzigen Debatte mit Teymoor Nabili nicht so recht begründen und stellt stattdessen Gegenfragen. - Bei TV5 ein Bericht über den langsamen Abzug der Rebellen aus Goma, beobachtet von UN-Soldaten. ¤ |
A,JA |
zus.16 |
| 1.12.12 | Die M23-Rebellen sind dann doch tatsächlich wieder aus Goma abgezogen. Sie verlassen die Stadt auf LKWs und beziehen Quartier in 20 km Entfernung. Nazanine Moshiri berichtet mehrmals aktuell aus Goma. Sie spricht dort auch mit dem Experten Jason Sterns, der es für einen taktischen Rückzug hält. Die Rebellen sind jetzt gestärkt und stellen politische Forderungen, die Armee ist als Papiertiger bloßgestellt. - Bei der BBC berichtet Jonny Hogg (aus Kinshasa). Bericht bei TV5, Kurzmeldung der Tagesschau, etwas ausführlicherer Bericht bei Euronews. ¤ |
A,B,TS,E,JA |
zus.14 |
| 2.12.12
|
Meldungen: Die M23 drohen, wieder nach Goma einzumarschieren, wenn es keine Verhandlungen mit Kabila gibt. (AJE) - Unbekannte haben das Flüchtlingslager Mugunga 3 bei Goma überfallen. Frauen wurden vergewaltigt und Kinder verschleppt. (Euronews) - Bei den Kämpfen der letzten Wochen wurden 90 Menschen getötet und hunderte Zivilisten verletzt. Nazanine Moshiri berichtet aus einem Krankenhaus in Goma. Bei BBC-Newsnight ein Bericht von Gabriel Gatehouse. Er faßt nochmal die BBC-Berichte von der Einnahme Gomas durch die M23 und die Vorwürfe gegen die Rebellengruppe zusammen, außerdem ein Blick über die Grenze ins boomende Ruanda. "Ostkongo: Anarchie in der Schatzkammer des Landes" - Im Weltspiegel ein Bericht von Birgit Virnich. Die M23-Rebellen sagen, sie wollen das Land nicht ausplündern (wie die Armee und die anderen Milizen), sondern aufbauen und entwickeln. Die Flüchtlinge im Lager von Goma trauen dem Frieden nicht und kehren erstmal nicht in die Dörfer zurück. Viele haben sich längst an die Abhängigkeit von den Helfern gewöhnt. ¤ |
A,E B WS |
zus.4
12 7 |
| 3.12.12 | Nach dem Abzug der M23 aus Goma rückt die Armee des Kongo wieder in die Stadt ein. Einige Bewohner jubeln, jemand erzählt etwas von Verbrechen der Rebellen während deren Besatzung. |
E,JA |
zus.4 |
| 6.12.12 | Meldungen: am Freitag sollen Gespräche zwischen M23 und Kongos Regierung beginnen. - Bei TV5 Bericht aus Kinshasa mit Stimmen aus diversen Parteien zum Umgang mit den Rebellen. |
A,JA |
zus.3 |
| 7.12.12 | Ein Bericht aus Kampala, wo Gespräche zwischen Kongos Regierung und den M23-Rebellen beginnen sollen. |
JA |
2 |
| 8.12.12 | Bei "Double Standards" das Video "Pay Attention" von Mark Fiore. ¤ |
P |
1 |
| 9.12.12 | Haru Mutasa berichtet aus Kinshasa über die schwierige Wirtschaftslage und die Unzufriedenheit der Leute mit der schwachen Regierung. - Bei TV5 berichtet Gervais Nitcheu aus Kampala über den Beginn von Gesprächen der Regierung mit den M23-Rebellen. |
A,JA |
zus.5 |
| 11.12.12 | Meldung: die Armee des Kongo hat 10 ruandische Soldaten verhaftet, die an der Seite der M23-Rebellen gekämpft haben. - Bei PressTV berichtet Daniel Arapmoi aus Kampala über die stockenden Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen. |
A,P |
zus.3 |
| 14.12.12 | Bericht über schlimme Bedingungen im großen Flüchtlingslager Mugunga 3 bei Goma. |
JA |
2 |
| 18.12.12 | Der frühere Milizenchef Mathieu Ngudjolo Chui ist vom ICC in Den Haag freigesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, für ein Massaker mit 200 Toten in Bogoro (Nord-Kivu) im Jahr 2003 verantwortlich zu sein. |
A,T,E |
zus.5 |
| 23.12.12 |
Die Verhandlungen zwischen Regierung und M23-Rebellen in Kampala sind unterbrochen worden. |
JA | 2 |
| 24.12.12 |
Bericht über Bemühungen des Roten Kreuzes, Kinder zu ihren Familien zurückzubringen, von denen sie im Kriegschaos getrennt wurden. |
JA |
2 |
| 26.12.12 | Im Ostkongo wird weiterhin häufig sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt. |
E |
1 |
| 4.1.13 | Die Gespräche in Kampala zwischen Regierung und M23-Rebellen gehen doch wieder weiter, kommen aber offenbar nicht voran. |
JA |
2 |
| 5.1.13 | Portrait einer Frau im Flüchtlingslager von Goma. |
JA |
2 |
| 8.1.13 |
Die M23-Rebellen erklären einen einseitigen Waffenstillstand. Bei der BBC Infos aus Kampala von Catherine Byaruhanga. |
A,B |
zus.2 |
| 10.1.13 | Ein Werbefilm des kongolesischen Bergbaukonzerns Gecamines, der wieder auf dem Weltmarkt mithalten will. Angeblich betreibt der Konzern eine vorbildliche Sozial- und Gesundheitsversorgung seiner Mitarbeiter. Wohl darum lächeln die auch alle. |
E |
2 |
| 14.1.13 | "Gefährliche Helfer - Sexuelle Gewalt durch UN-Soldaten" - Film von Pagonis Pagonakis und Marcel Kolvenbach. (NNA)* ¤ |
ARD |
44 |
| 15.1.13 | Der Gynäkologe Denis Mukwege hat sich mit der Hilfe für vergewaltigte Frauen im Kivu einen Namen gemacht. Er war eine Zeitlang im Exil in Belgien. Bei der Rückkehr nach Bukavu wird er von Hunderten Frauen freudig begrüßt. |
JA |
2 |
| 16.1.13 |
Neue Runde von Verhandlungen zwischen Regierung und M23 in Kampala. |
JA |
2 |
| 25.1.13 | Die UN wollen ihren Einsatz im Ost-Kongo ausweiten, ca. 2500 Blauhelme zusätzlich, mit erweitertem Mandat. Am Montag soll ein entsprechender Friedensvertrag unterzeichnet werden. Infos aus Addis Abeba und Bericht von James Bays. |
A |
4 |
| 26.1.13 | Christiane Amanpour spricht in Davos mit Präsident Paul Kagame über Ruandas Unterstützung für die M23-Rebellen im Kongo, die Kagame weiter bestreitet. Er verspricht aber, in Zukunft damit aufzuhören, und gerät dabei rhetorisch fürchterlich ins Schlingern. |
C |
9 |
| 28.1.13 |
Die Gespräche in Addis Abeba zwischen Kongo, Uganda und Ruanda über einen Friedensvertrag für den Ostkongo sind gescheitert. Bericht von James Bays. |
A |
3 |
| 20.2.13 |
Angeblich gibt es ein neues Friedenabkommen zwischen Regierung und M23, das am Sonntag unterzeichnet werden soll. James Bays berichtet aus New York. |
A |
1 |
| 23.2.13 | Nazanine Moshiri berichtet aus Goma über das geplante neue Friedensabkommen für den Ost-Kongo. Sie spricht u.a. mit Jean Marie Runiga, "Präsident" der Rebellengruppe M23, die an dem Abkommen nicht beteiligt worden ist. |
A |
3 |
| 24.2.13 | In Addis Abeba unterzeichnen die Staatchefs von 11 Ländern ein Friedensabkommen für den Ost-Kongo, in dem sie sich u.a. verpflichten, keine Rebellen im Kongo zu unterstützen. Nazanine Moshiri berichtet aus Goma, BBC und TV5 aus Addis Sogar in der Tagesschau eine 30-Sekunden-Meldung. |
A,B,TS,JA |
zus.7 |
| 25.2.13 | Meldung über Kämpfe in Rutshuru (Nord-Kivu) zwischen rivalisierenden Gruppen in der Rebellengruppe M23, etwa 10 Tote. - Gespräch mit Ousmane Ndiaye über das Friedensabkommen. |
JA |
5 |
| 28.2.13 | Meldung über schwere Kämpfe zwischen der Armee und einer Fraktion der M23-Rebellen, über 36 Tote. |
A |
1/2 |
| 1.3.13 | In Nord-Kivu kämpfen Fraktionen der M23-Tutsi-Rebellen gegeneinander. Tausende Menschen fliehen vor den Kämpfen, wie Malcolm Webb von der ugandischen Grenze berichtet. |
A |
2 |
| 2.3.13 | Die Armee rückt in mehrere Orte in Nord-Kivu ein, nachdem die zerstrittenen M23-Rebellen dort abgezogen sind. In Bunagana übernimmt dagegen M23-Kommandeur Sultani Makenga das Kommando. Seine Fraktion will M23-Chef Ntaganda verhaften lassen und verhandelt mit Vertretern der regionalen Friedensbeobachter. Malcolm Webb berichtet aus Bunagana. (Ich hoffe, das war so richtig. Ich blicke da allmählich nicht mehr ganz durch.) ¤ |
A,JA |
zus.3 |
| 8.3.13 | Ein Bericht aus Bunagana (Nord-Kivu), das von den M23-Rebellen kontrolliert wird. Diese haben einen neuen politischen Chef, Bertrand Bisinwa. |
JA |
2 |
| 9.3.13
|
"Noch immer kein Frieden" - Reportage von Michel Dumont und Olivier Besson (NNA)* Text von der arte-Seite:
"Seit mehr als zehn Jahren herrscht ein blutiges Chaos im Osten der Demokratischen Republik Kongo, an den Großen Seen, nahe Ruanda und Uganda. Beide Nachbarländer werden beschuldigt, schwer bewaffnete Milizen zu finanzieren, die die Regierung in Kinshasa schwächen und die Rohstoffe um den Kivu-See weiter plündern sollen. |
arep
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23
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| 10.3.13 |
Im Mugunga-Flüchtlingslager bei Goma kommen Leute an, die vor den M23-Rebellen geflüchtet sind. |
JA |
2 |
| 15.3.13 | Laut Hilfsorganisationen haben Soldaten der Armee und Rebellen in den letzten Monaten hunderte Frauen vergewaltigt. Bericht von Nazanine Moshiri aus Goma, mit einigen Zeugenaussagen. Neue Gespräche in Kampala zwischen Regierung und M23-Rebellen, bzw. mit der einen Fraktion der Rebellen. |
A JA |
3
2 |
| 17.3.13 | Kongo (DRC) / Ruanda : Einige Hundert M23-Rebellen der unterlegenen Fraktion fliehen nach Ruanda, darunter angeblich auch Bosco Ntaganda. Bericht von Malcolm Webb. | A |
2 |
| 18.3.13 | Kongo (DRC) / Ruanda : Rebellenchef Bosco Ntaganda stellt sich in der US-Botschaft in Kigali, damit diese ihn an den ICC überstellt, wo er wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden soll. Bericht von Nazanine Moshiri, Infos aus Washington und von Ida Sawyer (HRW). | A,B,E,JA |
zus.13 |
| 19.3.13 |
arte berichtet über den Rebellenchef Ntaganda, der sich in Kigali dem ICC gestellt hat. |
arj |
2 |
| 20.3.13 | Kongo (DRC) / Ruanda : Nazanine Moshiri berichtet aus Gisenyi (Ruanda). Flüchtlinge aus dem Kongo sagen, sie hoffen, daß es zum Frieden beiträgt, wenn Ntaganda vor Gericht kommt. | A |
3 |
| 21.3.13 | Nazanine Moshiri berichtet aus Rutshuru und Kivanja (im Gebiet der M23-Rebellen) über Reaktionen auf Ntagandas Gang zum ICC. U.a. eine kurze Stellungnahme vom neuen M23-Chef Sultani Makenga. - Bei TV5 ein Bericht über die schwierige Gesundheitsversorgung für Kinder im Ostkongo. |
A,JA |
zus.5 |
| 22.3.13 |
Bosco Ntaganda ist an den ICC überstellt worden. Infos aus Kigali von Nazanine Moshiri. |
A,JA |
zus.6 |
| 27.3.13 |
Bosco Ntaganda wird beim ICC erstmals den Richtern vorgeführt. Die Anhörung soll im September beginnen. |
Sky |
2 |
| 28.3.13 |
Der UN-Sicherheitsrat beschließt, eine spezielle Eingreiftruppe mit robustem Mandat zur Entwaffnung der Rebellengruppen im Ostkongo zu entsenden. Infos und Bericht aus New York von Cath Turner. |
A |
6 |
| 29.3.13 |
Bericht zur Entscheidung des UN-Sicherheitsrates, eine Blauhelm-Brigade in den Ost-Kongo zu schicken, die die Rebellen offensiv bekämpfen und entwaffnen soll. (Kurzmeldung dazu auch in der Tagesschau.) |
JA |
2 |
| 31.3.13 | Bertrand Bisimwa, politischer Führer der M23-Rebellen, erklärt, daß die M23 die neue UN-Truppe nicht angreifen werden, aber auch nicht weglaufen werden. |
A |
2 |
| 1.4.13 | Ein Bericht aus Bunagana über die Reaktion des M23-Chefs Bisimwa auf die von den UN beschlossene Eingreiftruppe. Hier ist der OT ausführlicher und hört sich völlig anders an, bedrohlicher. Bisimwa spricht von einer "Kriegserklärung gegen M23" und von "Katastrophe, Apokalypse". |
JA |
2 |
| 5.4.13 |
Und noch ein OT von M23-Chef Bertrand Bisimwa: "wenn die UN-Truppe kommt und uns angreift, werden wir kämpfen." |
A |
1 |
| 7.4.13 | Beitrag über den belgischen Buchautor David van Reybrouck ("Congo - Une Histoire") In Brazzaville erklärt er, daß der Bürgerkrieg im Osten des Kongo immer noch eine Spätfolge des Völkermordes in Ruanda 1994 ist. |
arj |
3 |
| 10.4.13 | Bericht aus Kinshasa vom Prozeß gegen einige Polizisten wegen der Ermordung des Menschenrechtlers Floribert Chebeya |
JA | 2 |
| 11.4.13 | Die Außenminister der "G8" wenden sich (auf Initiative des Briten Hague) gegen Vergewaltigungen als Kriegswaffe. Vor allem im Ostkongo werden diese massiv eingesetzt, von Rebellen und Regierungssoldaten, und offenbar auf Befehl. Zwei Berichte aus dem Ostkongo, von Anne Mawathe (BBC) aus Minowa und Sabine Doppler (Nachtmagazin), beide mit Zeugenaussagen. Bei TV5 ein Bericht aus einem Ort im Rebellengebiet im Nord-Kivu. Die M23 veranstalten dort eine Volksversammlung, bei der Rebellenchef Bizimwa zu den Leuten spricht. |
B,Nam
JA |
zus.8
2 |
| 12.4.13 |
Meldung über die Drohung der M23-Rebellen, gegen die neue UN-Truppe zu kämpfen, wenn sie denn kommt. |
E |
1 |
| 1.5.13 | Kongo (DRC) / Ruanda : Etwa 700 der M23-Rebellen aus dem Kongo leben seit März in einem Internierungslager bei Kigali. Dort gab es jetzt eine Informationsveranstaltung der Regierung für die Presse. | JA |
2 |
| 1.5.13 | "Congo's Tin Idea" - Film von Fiona Lloyd-Davies über die "Conflict-free-mining Initiative" von westlichen NGOs und einigen Rohstoff-Firmen, die im Kongo wieder Mineralien (z.B. Zinn) fördern wollen, aber Milizen und Militär aus dem Minengeschäft heraushalten wollen. (P*P) ¤ |
A |
25 |
| 3.5.13 |
Meldung über schwere Kämpfe und eine Massenflucht der Bevölkerung im Gebiet von Pinga im Nord-Kivu. Infos aus Goma von Jan Peter Stellema (MSF). |
A | 1 |
| 6.5.13 |
Ein Bericht über die Tutsi-Rebellen der M23 im Nord-Kivu, die sich auf einen Angriff der geplanten UN-Eingreiftruppe vorbereiten. |
A |
2 |
| 7.5.13 | Allgemeiner Bericht über die anhaltende Gewalt im Ostkongo, unter der vor allem Frauen zu leiden haben, die weiter zu Tausenden in die Flüchtlingslager kommen. Insgesamt sind eine Million Menschen auf der Flucht. |
arj |
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| 19.5.13 | Kongo (DRC) / Ruanda : Ruandas Präsident Kagame sagt in einem Interview, die UN-Friedenstruppe im Kongo habe die Situation dort eher verschlimmert. | B |
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