Afrika : Ruanda        (letzter Eintrag 28.8.10)

  (hier gibt es meine Video-Liste von Aufnahmen der Jahre 1994-1997. Alles auf VHS.)

Datum Beitrag Sender  (Schlüssel) Länge (Min.)
15.10.07

Jean Hatzfeld und sein drittes Ruanda-Buch , "Die Strategie der Antilopen", mit Berichten von Überlebenden des Völkermordes

arku (dt.+frz.)  
24.10.07

Alternative Stromerzeugung in Ruanda 

JA  
30.10.07

Int. Konferenz zur Entwicklung von Internet und neuen Medien in Afrika

JA

2

14.11.07

Int. Fotopreis für ein Foto aus der Serie "Die Mütter und ihre Schande" von Jonathan Torgovnik

Le Mag (E)

2

17.11.07

Untersuchungskommission zur Rolle Frankreichs beim Völkermord 1994

E,JA

zus.2

23.11.07

David Frost redet mit Präsident Paul Kagame über französische Anschuldigungen und Beitritt zum Commonwealth

A

4

26.11.07

Die Völkermord-Überlebende Immaculee Ilibagiza (Buch : "Left to Tell") spricht mit Riz Khan über ihre Geschichte 

A

18

 5.12.07 Ruanda / DRC (Kongo) : Marie-Roger Biloa (Africa int.) über den Krieg um Rohstoffe

A

5

31.12.07

Hillary Clinton (OT) sagt im US-Wahlkampf, sie habe Bill Clinton 1994 geraten, gegen den Völkermord zu intervenieren. Sie entschuldigt sich nochmal bei den Ruandern. 

C

3

25.1.08

Kouchner besucht Ruanda. Rückblick auf den Streit Frankreich-Ruanda über Verantwortung für '94.

JA

3

27.1.08

Kouchner besucht Kagame, man verträgt sich wieder.  (mehr lesen bei AlJazeera)

ari,JA

zus.3

29.1.08

Ban Ki Mun besucht Ruanda und gedenkt '94

JA

1/2

4.2.08

Erdbeben, 37 Tote, Schäden

JA

1

19.2.08

Bush-Besuch.  Pressekonferenz von Bush und Kagame (live, OT). Über Malaria, AIDS, Frieden,  Demokratie, Freundschaft, Ruandas Beitrag zum Peacekeeping in Darfur, Genozid, Wirtschaftsbeziehungen. Kagame zeigt sich ausgesprochen freundlich und dankbar. -   Fragen u.a. zum Völkermord und der gerichtlichen Verfolgung der Täter ("...I recognized, that evil still exists..."), über die Verhinderung von zukünftigen Genoziden, Sanktionen gegen Sudan.     Kompletter Text der PK

Bush besucht Gedenkstätte des Völkermordes. Und kurz Bilder vom militärischen Empfang und von Tanzvorführung für ihn, vermutlich von Twas.

B

 

 

C,JA

33

 

 

zus.3

19.2.08

Wie können Täter und Opfer des Genozids heute zusammenleben? Über die Gacaca- Dorfgerichte.    (21st Century)

B

9

22.2.08

Die Sendung des Tages : "Als das Morden begann" (Sometimes in April)

Spielfilm von Raoul Peck über den Völkermord in Ruanda.  (NNA)*, Kritik folgt. 

 Mehr über den Film und ein Gespräch (leider nur auf frz.) mit Raoul Peck bei arte. 

arte 135
4.3.08

"Mother Courage" - Die Geschichte von Davros Mukaratam, Überlebende des Völkermords und Beschützerin von Waisenkindern. (Witness) (NNA)* 

A

22

12.3.08

Ruanda - Der Mut der Mütter   Dokumentation von Léo Kalinda (Wunderwelten) (NNA)*

arte

52

22.3.08

Drei Filme von Ruandern über den Völkermord.  In "Behind this Convent" hat Regisseur Gilbert Ndahayo eigene Erlebnisse verarbeitet. Der Überlebende Dady de Maximo hat für seinen Film mit Tätern gesprochen. Und Viateur Munderere beleuchtet die Opfer beider Seiten. (Fabulous Picture Show)

A

4

27.3.08

"Munyurangabo", der Spielfilm von Lee Isaac Chung über den Genozid, in Kinyarwanda gedreht. (Talking Movies)

B

4

31.3.08

(Öko-)Tourismus als Wirtschaftszweig

JA

2

7.4.08

Ein paar kurze Bilder von der offiziellen Gedenkfeier zum 14. Jahrestag.

JA

1/2

8.4.08

"Living with Genocide" - Ein Film aus der Reihe "Veterans" über den Völkermord von 1994 (NNA)* (Kann man bei Al Jazeera online angucken.)

A

24

11.4.08

Meldung: Bei einem Anschlag auf das Genozid-Museum in Kigali werden 2 Menschen getötet.

B

1/2

14.4.08

Der Spielfilm "Shooting Dogs" über den Völkermord. Von Michael Caton-Jones (GB/F/D 2004)

arte

108

6.5.08

Interview mit Präsident Paul Kagame über "business in Africa".

B

6

9.7.08

Meldung: Frankreich will den mutmaßlichen Völkermord-Beteiligten Clever Kamana (phonetisch) nicht an Ruanda ausliefern.

JA

1/2

2.8.08

Jim Clancy mit einem recht euphorischen Bericht über Ruandas wirtschaftliche Entwicklung. Und ein Gespräch mit Janet Nkubana über ihr Projekt, bei dem Frauen traditionelle Korbflechtereien für den Export in die USA herstellen. (Inside Africa)

C

zus.8

5.8.08

Der Bericht einer ruandischen Untersuchungskommission macht Frankreich schwere Vorwürfe. Damalige Politiker (darunter DeVillepen) und das Militär sollen 1994 die Völkermörder aktiv unterstützt haben, einzelne Soldaten sollen auch selber mit gemordet haben. Ruanda verlangt, die Beteiligten vor Gericht zu bringen.

Dazu: Louise Mushikiwabo (Informationsministerin/A), Mauro de Lorenzo (Am.Enterprises Inst./C), David Servenay (Autor/JA)

ari,E,A,B,C.JA

 

zus.18

 

6.8.08

Frankreichs Regierung weist die ruandischen Vorwürfe zurück, Kouchner will sie aber prüfen. Cameron Duodu sieht politische Interessen hinter den Vorwürfen. Paul Rusesabagina glaubt nicht, daß Frankreich an der Planung des Völkermords beteiligt war, wenn er denn überhaupt geplant war.

A,E,JA

zus.7

1.9.08

"Rights and Reconstruction" - Über die neue Rolle der Frauen und den Wiederaufbau. (Autor?) (Africa uncovered) (NNA)*

A

23

     
10.9.08

Gespräch mit einer jungen Journalistin über ihr Zuschauer-Video. (unwichtig)

C

4

12.9.08

Bericht über die neue starke Rolle der Frauen in der Politik Ruandas. (Ausschnitt aus der Reportage am 13.9.)

ari

3

13.9.08

Reportage von Michael Unger und Thomas Vollherbst über die starke Rolle der Frauen. Vor der Parlamentswahl nächste Woche (NNA)* 

arep

13

15.9.08

Erster Tag der Parlamentswahl. Yvonne Ndege berichtet vom sehr ruhigem Verlauf, erklärt die Ausgangslage (nur die RPF hat reelle Aussichten) und befragt Präsident Paul Kagame nach der fehlenden Opposition. Ähnlich auch der Bericht im Journal Afrique.

A,JA

zus.4

17.9.08

Wie erwartet gewinnt die RPF die Parlamentswahl, mit 55 Prozent.

JA

2

12.10.08

Die Tutsi-Überlebende Immaculee Ilibagiza (Buch: "Led by Faith") über ihre Geschichte

C

5

18.10.08

Bericht von Yvonne Ndege über Morde an Überlebenden des Völkermordes. 

A

3

     
30.10.08

RTP zeigt einen Film der UN über den Völkermord von 1994 und die juristische Aufarbeitung.

P

6

2.11.08

Folgen der Weltfinanzkrise für die Kaffee-Exporte des Landes.

JA

2

7.11.08

Neues zum Streit über die Rolle der französischen Truppen beim Völkermord 1994.

JA

2

9.11.08

In Deutschland wird Rose Kabuye festgenommen, eine enge Vertraute von Präsident Kagame, wegen eines französischen Haftbefehls . Es geht mal wieder um den ungeklärten Abschuß des Flugzeugs von Habyarimana, der 1994 den Völkermord auslöste. Louise Mushikiwabo (Informationsministerin Ruanda) dazu. Sie nennt die Haftbefehle (auch gegen Kagame) "politisch motiviert".

A,B,E

zus.6

10.11.08

Mehr über Hintergründe der Verhaftung von Rose Kabuye. Die Autorin Linda Melvern und andere vermuten, daß die ruandische Regierung froh ist über die Festnahme, da ein Prozeß ihr endlich die Gelegenheit geben wird, die französischen Vorwürfe zu widerlegen. Dessen ungeachtet demonstrieren in Kigali Tausende gegen Deutschland.

ari,A,JA

zus.13

11.11.08

Schwere diplomatische Krise zwischen Ruanda und Deutschland. Nach der Festnahme von Rose Kabuye schickt Ruanda den deutschen Botschafter nach Hause. Präsident Kagame sagt im Interview, Deutschland verfolge die Opfer statt der Täter, die Festnahme sei illegal, weil Kabuye diplomatischen Schutz genieße (OT).   Cameron Duodu (Experte) über diesen Streit und über den Krieg im Kongo.   - In keinem deutschen Sender (auch nicht im DLF) ein Wort dazu! Aber gute Berichte in der taz. (hier noch einer.)

A,JA

zus.13

12.11.08

Über die Krise zwischen Deutschland und Ruanda berichtet weiter außer arte kein deutscher Sender. Die Bundesregierung hat jetzt auch den ruandischen Botschafter heimgeschickt. Bernhard Maingain (Anwalt von Rose Kabuye) wundert sich, warum Frankreich nie versucht hat, die Vorwürfe in Ruanda direkt zu untersuchen.

ari,A

zus.6

17.11.08 Ruanda / Kongo (DRC) : Der Schriftsteller Lukas Bärfuß über seinen Roman "Hundert Tage" über den Völkermord von 1994, über die Zusammenhänge zum Kongo-Krieg, über die Ausbeutung der Bodenschätze durch die reichen Staaten als Ursache des Elends in Afrika und über die Entwicklungshilfe für Diktaturen. Recht vernünftige Einstellungen.  ktzt 8
17.11.08

Kagame kritisiert die Arroganz der deutschen und französischen Justiz.

Ein Bericht des UN-TV über die Versuche der juristischen Aufarbeitung des Völkermordes.

JA

C

1

5

19.11.08

 

Die BRD liefert Rose Kabuye an Frankreich aus, wo sie wegen Mordes angeklagt werden soll. In Kigali demonstrieren Zehntausende dagegen. Sogar die Tagesschau berichtet (kurz) darüber.

Andrew Wallis (Autor von "The silent accomplice") sieht ganz klar eine Mitverantwortung Frankreichs am Genozid von 1994 und keine Faktenbasis für die französische Anklage gegen Kabuye und die RPF. Er meint, wenn es wirklich zum Prozeß gegen Kabuye kommen sollte, wird sie beweisen können, daß die Vorwürfe haltlos sind. Er erwartet jetzt Anklagen und Auslieferungsbegehren Ruandas gegen französische Offiziere der "Operation Turquois". (Bei Al-Jazeera).

ari,TS,E,A,JA,NC

 

zus.16

 

20.11.08

Rose Kabuye wird in Frankreich angeklagt, kommt aber vorerst unter Auflagen auf freien Fuß. Diverse Stellungnahmen, auch eine von Kabuye selbst (bei TV5). Mehr Bilder von Protesten in Kigali gegen die Festnahme.

Der britische Afrika-Minister Malloch-Brown besucht das Völkermord-Museum in Kigali.

ari,A,JA

B

zus.5

2

21.11.08

Rose Kabuye betont bei einer Pressekonferenz in Paris, daß sie unschuldig am Mord an Habyarimana sei. (OT).

A,JA

zus.3

23.11.08

Stellungnahme von Kouchner zum Fall Kabuye.

JA

1

2.12.08

Das internationale Ruanda-Tribunal verurteilt Simon Bkindi zu 15 Jahren Gefängnis. Der Sänger hatte 1994 mit Liedern im Radio den Völkermord an den Tutsis propagiert.

B

1/2

4.12.08

Ein Ausschnitt aus einer Doku von Christiane Amanpour über Völkermorde: Überlebende und Täter des Völkermordes von 1994 suchen nach Versöhnung und Ausgleich.

C

3

5.12.08

Teile aus der Doku von Christiane Amanpour über Völkermorde ("Scream bloody Murder") zum Völkermord von 1994. U.a. mit Romeo Dallaire (NNA)*

C

21

16.12.08

Ziegen als Wohltätigkeitsspenden. (NNA)*

B

3

17.12.08 Ruanda / Kongo : Leah Chishugi ist Überlebende des Völkermordes von 1994. In "Hard Talk" spricht sie mit Stephen Sackur über das damals Erlebte und über die Gewalt gegen Frauen in Konflikten und speziell im Krieg im Osten des Kongo.  (NNA)*

B

24

18.12.08

 

 

Ex-Oberst Theoneste Bagosora, der "Himmler von Ruanda", wird vom Ruanda-Tribunal in Arusha wegen seiner Verantwortung für den Völkermord zu lebenslänglich Gefängnis verurteilt, ebenso zwei Mitangeklagte. Mit Bagosora wird erstmals einer der Drahtzieher und Anstifter verurteilt.

Teile der Live-Übertragung der Urteilsverkündung. Aktuelle Berichte und Hintergründe. Bei den internationalen Sendern Hauptthema. Im ZDF vernünftige, aber sehr kurze Meldung. Die Tagesschau streicht ihre Kurzmeldung während der Sendung (!) wieder. arte und Euronews berichten korrekt und detailliert.

Interviews mit Linda Melvern (Autorin) und Gary Haugen (Menschenrechtler). Bei TV5 (Journal Afrique) ein O-Ton von Bagosora von 1994.

 (Bericht in der taz)

A,B (live)

A,B,C,JA

R,ht,ari,TS,E

 

zus.12

zus.20

zus.9

 

23.12.08

Die Tagesschau meldet die Verhaftung eines Hutu-Extremisten in Deutschland. Der Text der Meldung belegt mal wieder die anhaltende Ignoranz der Redaktion beim Thema "Völkermord in Afrika".

TS

1/2

24.12.08

Rose Kabuye darf über Weihnachten zum Heimaturlaub und wird am Flughafen wie eine Heldin empfangen.

JA,E

zus.1

20.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : 2000 ruandische Soldaten kommen in den Ostkongo, um im Nord-Kivu gemeinsam mit der Armee des Kongo gegen Hutu-Rebellen zu kämpfen.

A,JA

zus.4

21.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Berichte zum Einsatz von 2000 ruandischen Soldaten im Ost-Kongo. Die UN-Truppe beschwert sich, sie werde von den Ruandern und der Kongo-Armee daran gehindert, die Kämpfe gegen Hutu-Milizen zu beobachten. Bilder vom Grenzübertritt der ruandischen Fußsoldaten.

A,B

zus.7

22.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Hintergrundinfos zum Krieg gegen die Hutu-Rebellen, jetzt mit Beteiligung der ruandischen Armee. Fragen dazu an Francois Grignon (Int. Crisis Group). Weiter keine aktuellen Bilder. Am Freitagmorgen dann die Meldung, daß Tutsirebellenchef Laurent Nkunda in Ruanda verhaftet wurde, und Informationen dazu.

A,B,JA

zus.12

23.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Berichte, Interviews und Hintergründe zur Verhaftung von Nkunda in Ruanda und zum Krieg im Kongo.  (NNA)*

ht,ari,E,A,B,JA

zus.35

24.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Bernhard Smith aus Kigali zur Verhaftung von Nkunda. Weiterer Bericht dazu im Journal Afrique. Und Karen Allen (BBC) berichtet aus Kiwanja von einer Versammlung, bei der ruandische und kongolesische Truppen gemeinsam paradieren und Politiker vom Ende des Krieges reden.

A,B,T

zus.5

29.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Yvonne Ndege (AlJazeera) und Karen Allen (BBC) berichten (eingebettet) über die ruandischen Soldaten, die im Kongo Hutu-Milizen jagen. Ndege sagt, die Ruander hätten offenbar die Führungsrolle beim offiziell gemeinsamen Kampf mit der Kongo-Armee. - Interview mit Präsident Kagame (in Davos) zur Lage im Kongo und zur Verhaftung von Nkunda.

Beim Prozeß gegen Thomas Lubanga zieht ein Ex-Kindersoldat seine Zeugenaussage zurück.

A,B

 

A

zus.8

 

2

30.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Noch ein Bericht (von Martin Mateso) über die ruandischen Soldaten im Kongo bei der Jagd auf Hutu-Milizen. 

JA

2

4.2.09 Ruanda / Kongo (DRC) : "Der böse Fluch" - Allgemeiner Bericht von Cornelius Janzen über die Kriege im Kongo und die wechselnden strategischen Bündnisse. Gespräch dazu mit dem Autor Hans-Christoph Buch. Er vergleicht die Situation mit der im 30-jährigen Krieg, sieht dahinter die Gier nach Rohstoffen und kritisiert das Desinteresse der westlichen Medien.

ktzt

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6.2.09

Bericht über ein Lager zur Reintegration ("Umerziehung") von früheren Kämpfern der Hutu-Rebellen

JA

3

25.2.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Neue Bilder vom Abzug der ruandischen Truppen aus Nord-Kivu (Tausende von Soldaten) und von ihrer Siegesfeier in Goma.

A,JA,NC

zus.2

     
27.2.09

Der Sänger und Völkermordüberlebende John Paul Samputu über Vergebung und Versöhnung mit den Tätern. 

B

5

28.2.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Ban Ki Mun besucht den Kongo und Ruanda.

A,B

zus.2

11.3.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Einige junge Männer, die als Kindersoldaten der Hutu-Rebellen im Kongo gefangengenommen wurden, werden nach Ruanda "repatriiert".

JA

2

17.3.09

Interview mit Präsident Paul Kagame (Hard Talk mit Stephen Sackur) (NNA)*

B

23

4.4.09

"Die Kinder des Genozids" - Reportage von Ivo Brandau und Markus CM Schmidt (NNA)*
Text von der arte-Seite: "Was soll ich nur tun mit diesem Kind ? Es sieht aus wie der Vater ! "Schlag den Bastard tot !" - Ein Gespräch zwischen zwei Frauen in Kigali. Heute liegt den Genozid in Ruanda 15 Jahre zurück. In drei Monaten verloren 800.000 Menschen ihr Leben. Bis heute kämpft das Land mit den Folgen. 
Während des Mordens dienten den Tätern auch systematische Vergewaltigungen als Mittel zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Opfern sexueller Gewalt aus. 
Die meisten überlebten den Völkermord nicht. Viele der überlebenden Opfer wurden schwanger. Der Peiniger der Mutter und Vater des Kindes ist oft auch der Mörder ihrer gesamten Familie. Neun Monate nach den Massakern kamen Tausende Kinder zur Welt, entstanden aus Vergewaltigungen. 
Die Kinder des Genozids sind heute 14 Jahre alt. Vierzehn Jahre, in denen ihre Mütter lernen mussten, die Vergangenheit als Teil der Familie zu akzeptieren.
Die deutsche Trauma-Therapeutin Kathrin Groninger arbeitet in Ruanda für den Deutschen Entwicklungsdienst. Sie leitet eine Gruppe zum Austausch von Müttern, die ein Vergewaltigungskind zur Welt gebracht haben. 
Ein Team von Arte Reportage hat einige der Frauen getroffen, die die Erinnerung an den Genozid unauslöschlich in sich tragen."

arep

(dt.+frz.)

 

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6.4.09

15 Jahre nach dem Völkermord: zwei Berichte von Yvonne Ndege, einmal über Hutus, die aus dem Kongo heimgekehrt sind und jetzt einen neuen Platz in der Gesellschaft suchen, dann über ein Gacaca-Gericht in Murama, das über einige der Mörder von 1994 urteilt und über die Kritik der ruandischen Regierung am "teuren und ineffektiven" Arusha-Tribunal. - Im Journal Afrique ein Bericht über die Rolle der Frauen im modernen Ruanda, die sich seit dem Völkermord stark geändert hat.

Interviews mit Mary Kayitesi Blewitt und Jean Louis Mazimpaka (beide vom Survivors Fund), Linda Melvern (Journalistin) und Marie-Roger Biloa (Africa International).

A,JA

 

A,B

zus.9

 

zus.14

        
6.4.09

"Kigali - Bilder gegen ein Massaker" - Dokumentarfilm von Jean-Christophe Klotz, Frankreich 2005  (Wdh.)

Text von der arte-Seite: "Im Juni 1994 wurde Kigali, die Hauptstadt von Ruanda, von den extremistischen Hutu-Milizen und der ruandischen Armee heimgesucht. Der dort stationierte Bildreporter Jean-Christophe Klotz wurde von einer Kugel getroffen und schwer verwundet. Zehn Jahre später kehrt er mit den Bildern von damals zurück und macht sich auf die Suche nach Spuren von Überlebenden. Auf dieser dokumentarischen Grundlage liefert der Film Elemente einer Reflexion über die Behandlung politischer Ereignisse in den Medien.
Kigali, die Hauptstadt von Ruanda: Im Juni 1994 wird die Stadt von extremistischen Hutu-Milizen und der ruandischen Armee heimgesucht. Beim Sturm auf ein Gemeindegelände, auf dem etwa 100 Flüchtlinge Schutz gesucht hatten, wurde der Regisseur Jean-Christophe Klotz, damals Bildreporter, von einer Kugel getroffen. Er überlebte und wurde bereits zwei Tage nach seiner Verwundung evakuiert. Wenige Tage danach erfuhr Klotz, dass die Gemeinde erneut angegriffen und die meisten Flüchtlinge ermordet worden waren. Was Klotz in den Fernsehnachrichten am Abend sah, waren seine eigenen Bilder, die jetzt dazu dienten, den Tod dieser Menschen zu verkünden.
Die französische Öffentlichkeit war über dieses Massaker zutiefst betroffen. Die französische Regierung kündigte die "Opération Turquoise" an, die den "Massakern ein Ende bereiten" sollte. Doch als Frankreich endlich Truppen entsandte, hatten die Massenmorde längst stattgefunden und ihre Anstifter sich in Sicherheit gebracht. "Die Bilder", so Klotz, "für die ich mein Leben aufs Spiel gesetzt hatte, dienten jetzt dazu, eine französische Militäroperation zu rechtfertigen."
Klotz kehrt zehn Jahre später mit den Bildern von damals zurück und macht sich auf die Suche nach Überlebenden. Vor allem kommen vier Zeitzeugen zu Wort, an deren Seite Jean-Christophe Klotz während des Völkermords Stunden seltener Intensität durchlebt hat: General Roméo Dallaire, der die UNO-Blauhelme in Kigali befehligte, Bernard Kouchner, dem Klotz während einer Vermittlungsmission im Mai 1994 begegnet war, Philippe Gaillard, dem Verantwortlichen des Internationalen Roten Kreuzes in Kigali und Pater Blanchard, der seit 30 Jahren Missionar in Afrika ist und der alles in seiner Macht stehende getan hatte, um die bei ihm Schutz suchenden Flüchtlinge vor dem Massaker zu bewahren. Im Film sprechen aber ebenso ruandische Überlebende, freiwillige Helfer, Berufssoldaten und Missionare über das, was sie erlebt haben und wie sie heute damit leben."

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(dt.+frz.)

 

 

 

 

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7.4.09

Weitere Berichte zum Jahrestag: Bilder von der offiziellen Trauerfeier in Kigali. - Bei BBC und TV5 allgemeine Hintergrundberichte. - Yvonne Ndege berichtet über Muslime, die 1994 flüchtenden Tutsis das Leben retteten und ihnen z.B. in ihrer Moschee Zuflucht gewährten. Demnach stand die Rolle des Islam in scharfem Kontrast zu der eines Großteils der katholischen Kirche.

Interviews: Philip Gourevitch (Autor eines der wichtigsten Bücher über den Völkermord) über die Versuche, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen und über die stattfindende Versöhnung. - Alan Doss (UN-Beauftragter für den Kongo) über die Rolle Ruandas im Kongo-Krieg. - Der Fotograf Antonin Kratochvil über sein persönliches Erleben der Ereignisse 1994. (First Person)

A,B,JA

 

A,B

zus.9

 

zus.13

     
8.4.09

Rose Kabuye über ihre Gedanken am 15. Jahrestag, ihre Verhaftung in Europa, das Nichtstun des Westens 1994.

A

5

9.4.09

Yvonne Ndege berichtet darüber, daß in den Schulen kaum noch Französisch und stattdessen Englisch unterrichtet wird.

A

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14.4.09

Bericht zur Einführung des Englischen als erster Fremdsprache an den Schulen.

JA

2

28.4.09

Die Regierung hat den Radiosender der BBC schließen lassen, der in Kigali auf Kinyarwanda gesendet hatte. Er soll angeblich zum Hass zwischen Hutus und Tutsis aufgerufen haben. Auslöser war offenbar ein Interview mit Ex-Ministerpräsident Faustin Tswagiramungu.

JA

2

12.5.09

Eine Ausstellung in Brüssel zeigt Photos, die belgische Blauhelme während des Genozids 1994 gemacht haben. (Die meisten der Bilder sind bereits vorher veröffentlicht worden.)

JA

2

19.5.09

Der Dokumentarfilm "My Neighbour, my Killer" von Anne Aghion läuft beim Filmfestival in Cannes. Aghion hat 10 Jahre lang das "Gacaca"-Tribunal in dem Dorf Gafumbe verfolgt und festgehalten, wie dort die Taten des Völkermordes aufgearbeitet wurden. Ausschnitte aus dem Film und aus einem Gespräch mit Anne Aghion. Guter Berichtstext.

E 3
22.5.09

Ein Gericht in Kanada befindet Desire Munyaneza für schuldig wegen aktiver Beteiligung am Völkermord und Menschheitsverbrechen. Ihm droht jetzt lebenslange Haft.  Michael Byers (Experte für internationales Recht) über rechtliche Hintergründe des Verfahrens.

A

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23.5.09

Zwei weitere Berichte zum Urteil in Kanada gegen Desire Munyaneza. Im CNN-Bericht wird die Zahl von 1500 Kriegsverbrechern aus Afrika und Lateinamerika genannt, die in Kanada leben und denen dort ähnliche Verfahren drohen könnten.

C,JA

zus.5

22.6.09

Das ICTR in Arusha verurteilt Callixte Kalimanzira (Innenminister der Völkermordregierung von 1994) wegen der Verantwortung für ein Massaker an Tausenden Tutsis zu 30 Jahren Gefängnis. Bericht von Yvonne Ndege.

Talking Movies: Bericht über die prämierte Filmdokumentation "My Neighbour, my Killer" über die Gacaca-Tribunale, Gespräch mit der Regisseurin Anne Aghion.

A

B

2

3

12.7.09

Interview mit einem Mann, der in Ruanda wegen Beteiligung am Völkermord angeklagt werden soll. Vincent Bajinya lebt in London und kämpft gegen die Auslieferung. Er streitet alle Vorwürfe ab.  (newsnight) (NNA)*

B

13

14.7.09

Das Tribunal in Arusha verurteilt den früheren Bürgermeister von Kigali, Tharcisse Renzaho, wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslanger Haft.

B

1/2

19.7.09

GPS: Fareed Zakaria interviewt Präsident Paul Kagame. (NNA)*

C

25

22.7.09 Im Nationalpark der Vulkane, wo die Berggorillas leben, ist eine Reihe von Waldbränden ausgebrochen, vermutlich gelegt von Bauern, die so neues Land gewinnen wollen. (Luftbilder)

JA,P

zus.3

7.8.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Meldung: durch neue Angriffe der LRA im Norden Kongos wurden 12.000 Menschen vertrieben.

Treffen der Präsidenten Kagame und Kabila in Goma.

A

E,JA

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13.8.09

Meldung: Ein mutmaßlicher Massenmörder von 1994, Gregoire Ndahimana, wird im Kongo verhaftet. Mehr dazu auch in der taz

A

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16.8.09

"Der Feind im Kind" - Der Fotograf Jonathan Torgovnik und seine Bilder von Überlebenden des Völkermordes. Der Beitrag von Joachim Gaertner schildert Schicksale von Frauen, die damals von Hutu-Faschisten vergewaltigt wurden und die jetzt mit ihren "Hutu"-Kindern stigmatisiert werden.

ttt

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29.8.09

"Inside Africa": ein allgemeiner Bericht über den Völkermord mit einigen Aussagen von Tätern und Opfern. Interview mit Präsident Paul Kagame, sehr allgemeine Fragen und Antworten, u.a. nach Menschenrechtsverletzungen heute (beides von David McKanzie).

C

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31.8.09

In Finnland kommt der frühere Baptisten-Pastor Francois Bazaramba vor Gericht. Er ist wegen Beteiligung am Völkermord von 1994 angeklagt, streitet aber jede Schuld ab.

A

3

     
1.9.09

Beginn des Völkermord- Prozesses gegen den früheren Pastor Francois Bazaramba in Finnland.

A

3

16.9.09

Vor dem Tribunal in Arusha hat der Angeklagte George Ruggio (1994 einer der Mordhetzer von Radio Mille Collines) ausgesagt, daß damals französische Söldner (mit Rückendeckung der französischen Regierung) die Hutu-Völkermörder ausgebildet und unterstützt haben.

ari

2

21.9.09

Der im Kongo verhaftete mutmaßliche Massenmörder Gregoire Ndahimana wird dem Völkermord-Tribunal in Arusha übergeben.

JA

2

28.9.09

Eine Reportage über das Dorfleben in einem Ort in der Provinz Muhanga. Eine Familie hat sich Dank eines Mikrokredits der EU eine Kuh kaufen können und freut sich über den dadurch gewachsenen Wohlstand . (Schön, daß TV5 im Unterschied zu Euronews bei solchen Filmen darauf hinweist, daß es sich um Werbung der EU-Kommission handelt.)

JA

6

1.10.09

In der Computersendung "Click" ein Bericht von Dan Simmons über den rasanten Weg des Landes ins Internetzeitalter. Sechs Busse mit je 20 Laptop-Plätzen und Satellitenverbindung fahren über die Dörfer und bieten dort regelmäßigen Netzzugang für Schüler. Die größeren Orte bekommen nach und nach Highspeed-Kabel, vor allem die Schulen werden angeschlossen. In Kigali sind die Maschinenschreib-Läden fast verschwunden, stattdessen blühen die Internetcafes. Demnächst soll der Anschluß ans neue Ostafrika-Seekabel erfolgen. In Kigali errichten Koreaner ein weltweit ziemlich einzigartiges 4G-WLAN-Netz. 

B

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6.10.09

In Uganda ist einer der mutmaßlichen Organisatoren des Völkermordes verhaftet worden. Idelphonse Nizeyimana war Geheimdienst-Offizier und soll in Butare die Hutu-faschistischen Banden geleitet haben. Er soll ans Arusha-Tribunal ausgeliefert werden.

A,B

zus.4

7.10.09

Ein weiterer Bericht zur Festnahme von Idelphonse Nizeyimana, dem "Schlächter von Butare".

JA

2

14.10.09

Der "Schlächter von Butare", Idelphonse Nizeyimana ist in Arusha dem Völkermordtribunal vorgeführt worden. Er bekennt sich als nichtschuldig. - Yvonne Ndege berichtet über das Tribunal. Gespräch mit Martin Ngoga, ruandischer Chefankläger in Arusha, über die langsame, aber wirksame Justiz dort.

ari,A

zus.7

18.10.09

Interpol hat in Frankreich einen mutmaßlichen Mittäter des Völkermordes entdeckt.  Eugene Rwamucyo arbeitet dort als Arzt in einem Krankenhaus. Er bestreitet alle Vorwürfe (OT). 

JA

2

23.10.09

Noch ein Bericht über die Digitalisierung des Landes. 100.000 Schüler haben eigene kleine Notebooks erhalten.

B

3

27.10.09

Ein neuer Spielfilm über den Völkermord, "Le jour où dieu est parti en voyage" von Philippe van Leeuw. (Ausschnitte)

JA

3

29.10.09

Desire Munyaneza wird in Kanada wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslänglich verurteilt.

ari

1/2

30.10.09

Über das Gerichtsurteil gegen Desire Munyaneza in Kanada.

JA

2

18.11.09 Kongo (DRC) / Ruanda : In Deutschland sind zwei Anführer der völkermörderischen ruandisch-kongolesischen Hutu-Milizen (FDLR) verhaftet worden. Zu dieser Meldung ein Bericht von Jörg Brase aus dem Kriegsgebiet im Ost-Kongo. Zeugen benennen Ignace Murwanashyaka klar als Verantwortlichen von Massakern. (ZDF-Video des Beitrags)   (Mehr dazu in der taz.)

hj

4

19.11.09 Christiane Amanpour spricht mit Joseph Sebarenzi (ruandischer Politiker und Autor von "God sleeps in Rwanda") und Philip Gourevitch (Autor) über die juristische und politische Aufarbeitung des Völkermordes, die Bemühungen um Versöhnung, die aktuelle politische Entwicklung des Landes (zunehmend autoritär), die Fortschritte im sozialen Bereich (Frauenrechte, Krankenversicherung) und die Gefahr durch den Krieg im Kongo. - Sebarenzi hat eigenständige, unabhängige Ansichten und macht den Eindruck, als könne er zwischen gegensätzlichen Positionen vermitteln. Sehr sympathisch.  ¤

C

23

21.11.09 Frauen, die während des Völkermordes vergewaltigt wurden, lernen beim "Project Air" Yoga-Übungen, um ihre Traumata zu bewältigen und trotz HIV-Infektionen wieder Mut zum Leben zu bekommen. Die Projektleiterin Deirdre Summerbell erläutert ihre Arbeit.  (inside Africa)  ¤

C

3

24.11.09 In Kigali demonstrieren Hunderte gegen die Freilassung des mutmaßlichen Massenmörders Protais Zigiranyirazo durch das Arusha-Tribunal. (Mehr über den Hintergrund in der taz.)

A

1/2

29.11.09

Ruanda tritt dem Commonwealth bei und reaktiviert die Beziehungen zu Frankreich. Reaktion darauf von Kouchner (OT).

JA

3

12.12.09

 

 

 

 

"360º - Geo Reportage: Ruanda, Land der Frauen" - Ein Film von Dirk Laabs   (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite:
"15 Jahre ist es her, als im zentralafrikanischen Ruanda Auseinandersetzungen zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit zu einem grausamen Völkermord führten, dem über eine Million Menschen zum Opfer fielen. Inzwischen hat sich vieles geändert. Ruanda hat sich wirtschaftlich und politisch stabilisiert, und Hutu und Tutsi gelingt es, friedlich miteinander zu leben. Das ist vor allem ein Werk der ruandischen Frauen. "360° - Geo Reportage" hat die starken Frauen Ruandas besucht.
Epiphanie Mukashyaka ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und setzt mit ihrer Firma "BUF-Kaffee" über eine Million US-Dollar um. Sie kauft Kaffeebohnen in der ganzen Region, verarbeitet sie weiter und exportiert die Ware in alle Welt. Einfach war das nicht. Seit dem Völkermord ist Epiphanie Mukashyaka Witwe. Ihr Mann und eines ihrer Kinder wurden von Hutu-Truppen ermordet. Trotz jahrelanger Not und politischer Wirren hat es die heute 52-jährige Tutsi geschafft, ihre verbliebenen Kinder studieren zu lassen.
Dass ein normales Geschäftsleben in Ruanda heute möglich ist, erscheint wie ein Wunder. Ehemals auf den Tod verfeindete Volksgruppen finden Schritt für Schritt zurück zu einem friedlichen Miteinander. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Frauen wie Epiphanie Mukashyaka. Die meisten Leute, die für die Tutsi-Geschäftsfrau arbeiten, sind Hutu.
Einen anderen Weg der Vergangenheitsbewältigung geht die Theatermacherin und Autorin Hope Azeda. Sie inszeniert in der Hauptstadt Kigali ein Stück über den Genozid. Nur wenn sich die Menschen weiter mit dem Völkermord befassen, so ihre Meinung, können Hutu und Tutsi die traumatische Vergangenheit nachhaltig bewältigen.
"360° - Geo Reportage" zeigt den Alltag verschiedener Frauen in Ruanda. Sie erledigen die meiste Arbeit, entwickeln das fruchtbare Land weiter und betreiben Aufklärung. Ruandas Frauen sind Garanten für den Frieden und seit dem Völkermord die tragenden Säulen des Landes."

arte

 

 

 

 

43

 

 

 

 

28.12.09

Eine Reportage über die Gesundheitsversorgung in einem Dorf bei Gitarama. 

T

6

7.1.10

Beziehungen mit Frankreich werden erneuert. Frankreichs Außenminister Kouchner besucht Ruanda. Ein neuer detaillierter Untersuchungsbericht zum Abschuß des Habyarimana-Flugzeugs 1994 erscheint in Ruanda. Er beschuldigt Hutu-Militärs und deutet dabei Verbindungen mit französischen Militärs an.

ari,JA

zus.5

24.1.10

In Frankreich wird gegen mehrere mutmaßliche Beteiligte des Völkermordes ermittelt.

E

1

28.1.10

"Return to Rwanda" - Reportage von Sorious Samura über die schwierige Rückkehr der beim Völkermord nach Zaire (jetzt Kongo) geflohenen Hutus in ihre Dörfer in Ruanda.  (P+P)   (NNA)*   ¤

A

24

     
2.2.10

Ein Werbefilm der EU-Kommission über Hilfsprojekte zur Verbesserung der Wasserversorgung in der Provinz Gitarama. 

JA

5

20.2.10

In Kigali explodieren drei Granaten, ein Mensch wird getötet. Verursacher sollen Interahamwe-Leute sein.

A

1/2

24.2.10

Emmanuel Muangira, der in Gikongoro die Völkermord-Gedenkstätte betreut, führt durch den Ort des Grauens. Bericht von Sophie Roussi und Eric Black.

JA

4

25.2.10

Sarkozy und Kouchner auf Staatsbesuch. Der erste Besuch eines französischen Präsidenten seit dem Völkermord. Man will die Beziehungen wieder verbessern, die jahrelang abgebrochen waren. Sarkozy spricht von "Fehlern, über die man nachdenken müsse" (OT), eine klare Entschuldigung für Frankreichs Rolle beim Völkermord vermeidet er. - In den Berichten von arte und TV5 geht es um diverse Völkermord-Beschuldigte, die bislang unbehelligt in Frankreich leben. - Daneben die üblichen Bilder von öffentlichen Terminen, u.a. in einer Gedenkstätte.   ¤

arj,E,A,JA,NC

zus.13

26.2.10

Reaktionen von Leuten auf den Besuch von Sarkozy. Bericht von M. Mateso.

JA

3

2.3.10

In Frankreich wird Agathe Habyarimana verhaftet, die Witwe des Ex-Präsidenten, die als eine der Hauptverantwortlichen des Völkermordes gilt und bisher unbehelligt in Frankreich Unterschlupf gefunden hatte.

arj,JA

zus.5

5.3.10

In Kigali hat es erneut eine Granatenexplosion mit mehreren Verletzten gegeben. Kagame macht zwei frühere (Tutsi-) Militärs verantwortlich.

JA

2

9.3.10

Eine Kurzreportage (produziert von der EU-Kommission) über Hilfen für körperbehinderte und gehörlose Kinder.

TV5

6

12.3.10

David Frost spricht mit Außenministerin Louise Mushikiwabo,vor allem über den Fall Agathe Habyarimana und die Beziehungen zu Frankreich.  (NNA)*  

A

9

20.3.10

Ein Bericht über das ziemlich trostlose französische Kulturzentrum in Kigali.

JA

3

29.3.10

Ein Bericht im Auftrag der EU-Kommission: Eine Frauenkooperative in Gitarama hat die Tradition der "Muganda" wiederbelebt, gemeinsame Arbeitseinsätze beim Bau von Häusern, bei der Feldarbeit etc. Hutus und Tutsis sind dabei ohne Unterschied beteiligt.   ¤

JA

6

5.4.10

Ein Dossier zum 16. Jahrestag des Beginns des Völkermordes. Historischer Rückblick und ein Bericht aus Gitarama über Überlebende und die Erinnerung an die Massaker.  ¤

arj

6

16.4.10

Das Mandat der Gacaca-Dorftribunale soll verlängert werden. Bericht von Caroline Pelé.

JA

3

21.4.10

Meldungen: Die Oppositionschefin Victoire Ingabire ist verhaftet worden, angeblich wegen Leugnung des Völkermordes und Zusammenarbeit mit Hutu-Rebellen.

A,T

zus.1/2

23.4.10

Victoire Ingabire vor Gericht.

JA

1/2

24.4.10

Die Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire sagt, daß die Vorwürfe gegen sie (Leugnung des Völkermordes und Zusammenarbeit mit Hutu-Rebellen) falsch sind.

JA

3

26.4.10

Eine Reportage von Sophie Roussi und Eric Black (gesponsert von der EU-Kommission) über die Erinnerungskultur der Überlebenden des Völkermordes, hier in einem Ort im Distrikt Muhanga.    ¤

JA

6

1.5.10

In den USA scheitert der Versuch, Präsident Kagame bei einem Staatsbesuch wegen den Flugzeugabschußes vom 6.4.94 verhaften zu lassen.

A

1/2

17.5.10

Kagame erklärt, daß er für eine Wiederwahl als Präsident antreten wird.

JA

1

19.5.10

Politische Debatten und Granatenexplosionen mit zwei Toten in Kigali. (Details nicht verstanden.)

JA

2

22.5.10

Estelle Youssouffa besucht Agathe Habyarimana, eine Hauptanstifterin des Völkermordes, in ihrem Pariser Exil. Sie behauptet, damals mit Politik nichts zu tun gehabt zu haben. Überlebende verlangen dagegen, sie endlich anzuklagen.    ¤

A

3

24.5.10

Ein weiterer PR-Film der EU-Kommission, in dem Ruanda als ein Land dargestellt wird, wo dank EU-Hilfe Handys, Computer und Hightech-Medizin Einzug in jedes Dorf halten.

JA

5

5.6.10

Der US-amerikanische Anwalt Peter Erlinder ist in Kigali wegen Leugnung des Völkermordes und Anstiftung zur Unruhe angeklagt. Stellungnahme von Außenministerin Louise Mushikiwabo, Gespräch mit Erlinders Verteidiger Kennedy Ogeto. Ihm zufolge hat Erlinder nie den Völkermord bestritten. Es geht (wieder mal) um die Mitschuld der RPF an dessen Ausbruch und die Verantwortung für den Abschuß der Präsidentenmaschine.

A

6

5.6.10

Längeres Gespräch mit Paul Rusesabagina (Hotelier, bekannt aus dem Film "Hotel Ruanda", jetzt als Menschenrechtler aktiv), über den Völkermord und die Lehren daraus, über die Situation in Ruanda heute, den Bürgerkrieg im Kongo.    ¤

C

22

7.6.10

Die Regierung läßt in Kigali den Schutz der Berggorillas feiern.

JA

2

8.6.10

Bericht zum Verfahren gegen Peter Erlinder in Kigali.

JA

2

9.6.10

Ein Gericht in Frankreich verhandelt über die Auslieferung des Arztes Eugène Rwamucyo an Ruanda, dem dort die Beteiligung am Völkermord vorgeworfen wird. 

JA

2

11.6.10

In Finnland wird der Baptisten-Pfarrer Francois Bazaramba wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslanger Haft verurteilt.

A

2

18.6.10

Peter Erlinder (angeklagt wegen Leugnung des Völkermords) ist auf Kaution freigelassen worden, er darf bis zum Prozeß auch das Land verlassen. Hintergrundinfos über Erlinder und das Verfahren vom Autor Philip Gourevitch.

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3

19.6.10

In Johannesburg wird General Kayumba Nyamwasa von unbekannten Attentätern angeschossen und schwer verletzt. Nyamwasa hatte Anfang des Jahres schwere Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Kagame erhoben und war dann ins Exil gegangen. Seine Frau beschuldigt Kagame für das Attentat. Berichte von Yvonne Ndege, Martin Plaut und Karen Allen.

A,B

zus.10
20.6.10

Mehr über das Attentat in Südafrika auf General Kayumba Nyamwasa.

JA

2

21.6.10

Wieder so ein Werbefilm der EU-Kommission: drei erfolgreiche Frauen, zwei als Geschäftleute in einem Dorf in Muhanga (erfolgreich natürlich dank Mikrokrediten der EU), eine als Bürgermeisterin in Gitarama.

TV5

6

26.6.10

Meldungen: In Kigali ist der Journalist Jean-Leonard Rugambage erschossen worden.

A,JA

zus.1

2.7.10

Meldung: Der vom UN-Tribunal wegen Beteiligung am Völkermord gesuchte Priester  Jean-Bosco Uwinkindi ist in Uganda verhaftet worden.

B

1/2

14.7.10

André Kagwa, ein Politiker der oppositionellen Grünen Partei, war mehrere Tage verschwunden, jetzt hat man bei Butare seine verstümmelte Leiche gefunden.

B,JA

zus.3

15.7.10

Nach dem Mord am Grünen-Politiker André Kagwa fordern Oppositionsparteien eine internationale Untersuchung und beklagen ein Klima der Angst.

JA

2

16.7.10

Präsident Kagame nimmt an einer UN-Konferenz in Madrid teil. Wegen der jüngsten politischen Morde demonstrieren einige Leute gegen Kagame, in dem sie einen Kriegsverbrecher sehen.

E,JA

zus.3

21.7.10

Im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl am 9.8. zeigt die FPR sich bei einer großen Kundgebung in Kigali siegessicher.

JA

3

22.7.10

Bericht von Suleiman Mugera über die Lage vor der Präsidentschaftswahl: Wirtschaftsboom, Polizeistaat, Verhaftungen von Oppositionellen und ungeklärte Morde an Regimekritikern. - Gespräch mit Alfred Ndahiro (Berater von Präsident Kagame), der die Kritik für nicht gerechtfertigt hält. 

B

8

25.7.10

"Der saubere Herr Kagame" - Sabine Bohland über das heutige Ruanda, das unter Präsident Kagame zum sauberen Musterstaat geworden ist, man kann auch sagen zur Entwicklungsdiktatur. Penible Sauberkeit, Großinvestitionen in die Verkabelung und ins Bildungssystem, und eben auch Vorwürfe wegen der Verfolgung und Ermordung von Oppositionellen. An den Präsidentschaftswahlen darf u.a. die Grüne Partei nicht teilnehmen.  - (Genau die gleichen Ansichten - rigide Entwicklungsdiktatur vs. Modell-Land-  gab es übrigens damals auch zum Regime von Habyarimana...)    ¤

WS

8

28.7.10

Alain Gauthier ist Präsident des "Collectif des Pertes civiles pour le Rwanda", das in Europa auf der Suche nach geflohenen Tätern des Völkermordes ist und schon mehrmals die Verhaftung von Verdächtigen bewirkt hat. Bericht von L. Lagun-Bouchet über diese Arbeit und einige der Fälle.

JA

4

5.8.10

Rob Walker berichtet über die Vorwürfe gegen Kagames Regierung, hinter der Serie von Morden an Oppositionellen zu stecken. - Außenministerin Louise Mushikiwabo hält die Vorwürfe für unsinnig, die Regierung habe kein Interesse daran, Politiker zu beseitigen, und man habe inzwischen andere Verdächtige gefunden. 

B

8

7.8.10 Vor der Wahl : Ein paar Infos von Andrew Simmons (in Kigali) über die Ausgangslage, bei der die Opposition keinerlei Chancen hat.

Ein Schwerpunkt bei Newsnight: Bericht von Robert Walker über die Vorwürfe gegen die RPF, sie würde keine Opposition zulassen und Oppositionelle ermorden. Darin u.a. Theoneste Sibomana, der sagt, Tutsis würden allgemein bevorzugt und es gebe einen Rassismus gegen Hutus. - Noch ein Interview mit Außenministerin Louise Mushikiwabo über die Vorwürfe.

A

 

B

2

 

12

7.8.10

Will Ross trifft einen Überlebenden und einen Täter des Völkermordes, die heute wieder als Nachbarn zusammen leben, zusammen arbeiten, sich als Freunde bezeichnen.     ¤

B

3

8.8.10

Berichte zur Präsidentenwahl am Montag. Der dominante Wahlkampf von Kagame, Morde an Oppositionellen, Schikanen gegen Konkurrenten (Victoire Ingabire).

Inside Story: What next for Rwanda?  Bericht von Andrew Simmons über den Wahlkampf der RPF und die Schikanen gegen die Gegenkandidaten. Diskussion mit Harold Ayodo (Journalist), Peter Erlinder (Jurist) und Shyaka Kanuma (ruandischer Journalist). Interessant vor allem die sehr kritischen Aussagen von Erlinder (der selber kürzlich in Ruanda inhaftiert war, weil er die Mitschuld der RPF am Völkermord behauptet).     ¤

arj,E,JA

 

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zus.8

 

23

          
9.8.10

 

 

Fünf Korrespondentenberichte über den Wahltag bzw. allgemein über das "Singapur Afrikas" und seinen Diktator. Alle Berichte rechnen mit mindestens 90 Prozent für Kagame und erwähnen, daß die Konkurrenten reine Zählkandidaten seien und die echten Oppositionellen nicht zugelassen wurden. Die Beteiligung scheint trotzdem sehr hoch zu sein, und alles verläuft natürlich völlig friedlich und ordentlich (wie es sich für die Preußen Afrikas gehört). Das Ergebnis wird in fünf Tagen erwartet.
Interviews zur Wahl:
mit Peter Erlinder (Rechtsanwalt), der nochmal seine Vorwürfe erläutert, wonach Kagame selber den Völkermord mitverursacht habe.
mit Carina Tertsakian (HRW) über die eingeschränkten politischen Freiheiten in Ruanda. Sie sagt auch, daß von dem Wirtschaftsaufschwung bei der Landbevölkerung kaum etwas ankommt.

"Democracy in Rwanda": Riz Khan spricht mit James Kimonyo (Ruandas Botschafter in den USA) und Joseph Sebarenzi (Regimegegner, Autor von "God sleeps in Rwanda").   (Leider NNA)*    ¤

arj,TT,E,A,B,JA

 

 

 

A

zus.31

 

 

 

22

     
10.8.10

Obwohl erst die Hälfte der Stimmen ausgezählt ist, hat Kagame angeblich 92 Prozent bekommen und läßt sich von einer Menschenmenge im Stadion von Kigali die ganze Nacht bejubeln. Von dort berichtet Andrew Simmons. arte-journal meldet einzelne Wahlmanipulationen. Im Journal Afrique ein Rückblick auf Kagames Rolle seit 1990.

arj,A,JA

zus.8

11.8.10

In einem Einkaufszentrum in Kigali wirft jemand eine Handgranate in eine Menschenmenge, 20 Menschen werden verletzt. Bericht von Andrew Simmons. - Ausschnitt aus einem Interview mit Präsident Paul Kagame über den Mangel an Demokratie in Ruanda und die Anschläge auf Oppositionelle. (Kommt ganz am Freitag.) 

A,E

zus.6

13.8.10

Andrew Simmons interviewt Präsident Paul Kagame.  (NNA)*    ¤

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19.8.10

Africa Today: Vuyiswa Ngqobongwana spricht mit Ambrose Nzeyimana (ruandischer Oppositioneller ) und Gus Selassie (Afrikaexperte, IHS Global Insight) über die politische Lage in Ruanda anläßlich der Präsidentschaftswahl und die globalstrategischen Hintergründe. Nzeyimana hält Kagame für einen blutigen Diktator, der wegen der Verwicklung in den Völkermord vor den ICC gehöre. -  (Leider NNA)*    ¤    (kann man evtl. hier ansehen)

Press

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28.8.10 Kongo (DRC) / Ruanda : Ruanda weist die UN-Vorwürfe zum Krieg der Ruander gegen Hutu-Milizen im Kongo 1996/97 heftig zurück und droht, seine Soldaten aus UN-Truppen abzuziehen. Experte Jason Stearns (int. Crisis Group) führt aus, daß 34 erfahrene Kriminalisten jahrelang an dem Bericht gearbeitet haben, der auf 565 Seiten mit zahlreichen Details Massaker der ruandischen Armee an wehrlosen Zivilisten belegt und erstmals dabei von Völkermord spricht.   ¤

A,JA

zus.6

28.8.10

Tim Hewel berichtet von Frauen, die beim Völkermord 1994 vergewaltigt wurden und von ihrem ganz unterschiedlichen Umgang mit ihren Kindern. (Newsnight)   ¤

B

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