Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Ruanda          (letzter Eintrag 15.7.17)

  (hier gibt es meine Video-Liste von Aufnahmen der Jahre 1994-1997. Alles auf VHS.)

 Die Nachrichten der Tagesschau von 1994 über Ruanda jetzt in einer Extra-Liste

Datum Beitrag Sender  (Schlüssel) Länge (Min.)
15.10.07

Jean Hatzfeld und sein drittes Ruanda-Buch , "Die Strategie der Antilopen", mit Berichten von Überlebenden des Völkermordes

arku (dt.+frz.)  
24.10.07

Alternative Stromerzeugung in Ruanda 

JA  
30.10.07

Int. Konferenz zur Entwicklung von Internet und neuen Medien in Afrika

JA

2

14.11.07

Int. Fotopreis für ein Foto aus der Serie "Die Mütter und ihre Schande" von Jonathan Torgovnik

Le Mag (E)

2

17.11.07

Untersuchungskommission zur Rolle Frankreichs beim Völkermord 1994

E,JA

zus.2

23.11.07

David Frost redet mit Präsident Paul Kagame über französische Anschuldigungen und Beitritt zum Commonwealth

A

4

26.11.07

Die Völkermord-Überlebende Immaculee Ilibagiza (Buch : "Left to Tell") spricht mit Riz Khan über ihre Geschichte 

A

18

 5.12.07 Ruanda / DRC (Kongo) : Marie-Roger Biloa (Africa int.) über den Krieg um Rohstoffe

A

5

31.12.07

Hillary Clinton (OT) sagt im US-Wahlkampf, sie habe Bill Clinton 1994 geraten, gegen den Völkermord zu intervenieren. Sie entschuldigt sich nochmal bei den Ruandern. 

C

3

25.1.08

Kouchner besucht Ruanda. Rückblick auf den Streit Frankreich-Ruanda über Verantwortung für '94.

JA

3

27.1.08

Kouchner besucht Kagame, man verträgt sich wieder.  (mehr lesen bei AlJazeera)

ari,JA

zus.3

29.1.08

Ban Ki Mun besucht Ruanda und gedenkt '94

JA

1/2

4.2.08

Erdbeben, 37 Tote, Schäden

JA

1

19.2.08

Bush-Besuch.  Pressekonferenz von Bush und Kagame (live, OT). Über Malaria, AIDS, Frieden,  Demokratie, Freundschaft, Ruandas Beitrag zum Peacekeeping in Darfur, Genozid, Wirtschaftsbeziehungen. Kagame zeigt sich ausgesprochen freundlich und dankbar. -   Fragen u.a. zum Völkermord und der gerichtlichen Verfolgung der Täter ("...I recognized, that evil still exists..."), über die Verhinderung von zukünftigen Genoziden, Sanktionen gegen Sudan.     Kompletter Text der PK

Bush besucht Gedenkstätte des Völkermordes. Und kurz Bilder vom militärischen Empfang und von Tanzvorführung für ihn, vermutlich von Twas.

B

 

 

C,JA

33

 

 

zus.3

19.2.08

Wie können Täter und Opfer des Genozids heute zusammenleben? Über die Gacaca- Dorfgerichte.    (21st Century)

B

9

22.2.08

Die Sendung des Tages : "Als das Morden begann" (Sometimes in April)

Spielfilm von Raoul Peck über den Völkermord in Ruanda.  (NNA)*, Kritik folgt. 

 Mehr über den Film und ein Gespräch (leider nur auf frz.) mit Raoul Peck bei arte. 

arte 135
4.3.08

"Mother Courage" - Die Geschichte von Davros Mukaratam, Überlebende des Völkermords und Beschützerin von Waisenkindern. (Witness) (NNA)* 

A

22

12.3.08

Ruanda - Der Mut der Mütter   Dokumentation von Léo Kalinda (Wunderwelten) (NNA)*

arte

52

22.3.08

Drei Filme von Ruandern über den Völkermord.  In "Behind this Convent" hat Regisseur Gilbert Ndahayo eigene Erlebnisse verarbeitet. Der Überlebende Dady de Maximo hat für seinen Film mit Tätern gesprochen. Und Viateur Munderere beleuchtet die Opfer beider Seiten. (Fabulous Picture Show)

A

4

27.3.08

"Munyurangabo", der Spielfilm von Lee Isaac Chung über den Genozid, in Kinyarwanda gedreht. (Talking Movies)

B

4

31.3.08

(Öko-)Tourismus als Wirtschaftszweig

JA

2

7.4.08

Ein paar kurze Bilder von der offiziellen Gedenkfeier zum 14. Jahrestag.

JA

1/2

8.4.08

"Living with Genocide" - Ein Film aus der Reihe "Veterans" über den Völkermord von 1994 (NNA)* (Kann man bei Al Jazeera online angucken.)

A

24

11.4.08

Meldung: Bei einem Anschlag auf das Genozid-Museum in Kigali werden 2 Menschen getötet.

B

1/2

14.4.08

Der Spielfilm "Shooting Dogs" über den Völkermord. Von Michael Caton-Jones (GB/F/D 2004)

arte

108

6.5.08

Interview mit Präsident Paul Kagame über "business in Africa".

B

6

9.7.08

Meldung: Frankreich will den mutmaßlichen Völkermord-Beteiligten Clever Kamana (phonetisch) nicht an Ruanda ausliefern.

JA

1/2

2.8.08

Jim Clancy mit einem recht euphorischen Bericht über Ruandas wirtschaftliche Entwicklung. Und ein Gespräch mit Janet Nkubana über ihr Projekt, bei dem Frauen traditionelle Korbflechtereien für den Export in die USA herstellen. (Inside Africa)

C

zus.8

5.8.08

Der Bericht einer ruandischen Untersuchungskommission macht Frankreich schwere Vorwürfe. Damalige Politiker (darunter DeVillepen) und das Militär sollen 1994 die Völkermörder aktiv unterstützt haben, einzelne Soldaten sollen auch selber mit gemordet haben. Ruanda verlangt, die Beteiligten vor Gericht zu bringen.

Dazu: Louise Mushikiwabo (Informationsministerin/A), Mauro de Lorenzo (Am.Enterprises Inst./C), David Servenay (Autor/JA)

ari,E,A,B,C.JA

 

zus.18

 

6.8.08

Frankreichs Regierung weist die ruandischen Vorwürfe zurück, Kouchner will sie aber prüfen. Cameron Duodu sieht politische Interessen hinter den Vorwürfen. Paul Rusesabagina glaubt nicht, daß Frankreich an der Planung des Völkermords beteiligt war, wenn er denn überhaupt geplant war.

A,E,JA

zus.7

1.9.08

"Rights and Reconstruction" - Über die neue Rolle der Frauen und den Wiederaufbau. (Autor?) (Africa uncovered) (NNA)*

A

23

     
10.9.08

Gespräch mit einer jungen Journalistin über ihr Zuschauer-Video. (unwichtig)

C

4

12.9.08

Bericht über die neue starke Rolle der Frauen in der Politik Ruandas. (Ausschnitt aus der Reportage am 13.9.)

ari

3

13.9.08

Reportage von Michael Unger und Thomas Vollherbst über die starke Rolle der Frauen. Vor der Parlamentswahl nächste Woche (NNA)* 

arep

13

15.9.08

Erster Tag der Parlamentswahl. Yvonne Ndege berichtet vom sehr ruhigem Verlauf, erklärt die Ausgangslage (nur die RPF hat reelle Aussichten) und befragt Präsident Paul Kagame nach der fehlenden Opposition. Ähnlich auch der Bericht im Journal Afrique.

A,JA

zus.4

17.9.08

Wie erwartet gewinnt die RPF die Parlamentswahl, mit 55 Prozent.

JA

2

12.10.08

Die Tutsi-Überlebende Immaculee Ilibagiza (Buch: "Led by Faith") über ihre Geschichte

C

5

18.10.08

Bericht von Yvonne Ndege über Morde an Überlebenden des Völkermordes. 

A

3

     
30.10.08

RTP zeigt einen Film der UN über den Völkermord von 1994 und die juristische Aufarbeitung.

P

6

2.11.08

Folgen der Weltfinanzkrise für die Kaffee-Exporte des Landes.

JA

2

7.11.08

Neues zum Streit über die Rolle der französischen Truppen beim Völkermord 1994.

JA

2

9.11.08

In Deutschland wird Rose Kabuye festgenommen, eine enge Vertraute von Präsident Kagame, wegen eines französischen Haftbefehls . Es geht mal wieder um den ungeklärten Abschuß des Flugzeugs von Habyarimana, der 1994 den Völkermord auslöste. Louise Mushikiwabo (Informationsministerin Ruanda) dazu. Sie nennt die Haftbefehle (auch gegen Kagame) "politisch motiviert".

A,B,E

zus.6

10.11.08

Mehr über Hintergründe der Verhaftung von Rose Kabuye. Die Autorin Linda Melvern und andere vermuten, daß die ruandische Regierung froh ist über die Festnahme, da ein Prozeß ihr endlich die Gelegenheit geben wird, die französischen Vorwürfe zu widerlegen. Dessen ungeachtet demonstrieren in Kigali Tausende gegen Deutschland.

ari,A,JA

zus.13

11.11.08

Schwere diplomatische Krise zwischen Ruanda und Deutschland. Nach der Festnahme von Rose Kabuye schickt Ruanda den deutschen Botschafter nach Hause. Präsident Kagame sagt im Interview, Deutschland verfolge die Opfer statt der Täter, die Festnahme sei illegal, weil Kabuye diplomatischen Schutz genieße (OT).   Cameron Duodu (Experte) über diesen Streit und über den Krieg im Kongo.   - In keinem deutschen Sender (auch nicht im DLF) ein Wort dazu! Aber gute Berichte in der taz. (hier noch einer.)

A,JA

zus.13

12.11.08

Über die Krise zwischen Deutschland und Ruanda berichtet weiter außer arte kein deutscher Sender. Die Bundesregierung hat jetzt auch den ruandischen Botschafter heimgeschickt. Bernhard Maingain (Anwalt von Rose Kabuye) wundert sich, warum Frankreich nie versucht hat, die Vorwürfe in Ruanda direkt zu untersuchen.

ari,A

zus.6

17.11.08 Ruanda / Kongo (DRC) : Der Schriftsteller Lukas Bärfuß über seinen Roman "Hundert Tage" über den Völkermord von 1994, über die Zusammenhänge zum Kongo-Krieg, über die Ausbeutung der Bodenschätze durch die reichen Staaten als Ursache des Elends in Afrika und über die Entwicklungshilfe für Diktaturen. Recht vernünftige Einstellungen.  ktzt 8
17.11.08

Kagame kritisiert die Arroganz der deutschen und französischen Justiz.

Ein Bericht des UN-TV über die Versuche der juristischen Aufarbeitung des Völkermordes.

JA

C

1

5

19.11.08

 

Die BRD liefert Rose Kabuye an Frankreich aus, wo sie wegen Mordes angeklagt werden soll. In Kigali demonstrieren Zehntausende dagegen. Sogar die Tagesschau berichtet (kurz) darüber.

Andrew Wallis (Autor von "The silent accomplice") sieht ganz klar eine Mitverantwortung Frankreichs am Genozid von 1994 und keine Faktenbasis für die französische Anklage gegen Kabuye und die RPF. Er meint, wenn es wirklich zum Prozeß gegen Kabuye kommen sollte, wird sie beweisen können, daß die Vorwürfe haltlos sind. Er erwartet jetzt Anklagen und Auslieferungsbegehren Ruandas gegen französische Offiziere der "Operation Turquois". (Bei Al-Jazeera).

ari,TS,E,A,JA,NC

 

zus.16

 

20.11.08

Rose Kabuye wird in Frankreich angeklagt, kommt aber vorerst unter Auflagen auf freien Fuß. Diverse Stellungnahmen, auch eine von Kabuye selbst (bei TV5). Mehr Bilder von Protesten in Kigali gegen die Festnahme.

Der britische Afrika-Minister Malloch-Brown besucht das Völkermord-Museum in Kigali.

ari,A,JA

B

zus.5

2

21.11.08

Rose Kabuye betont bei einer Pressekonferenz in Paris, daß sie unschuldig am Mord an Habyarimana sei. (OT).

A,JA

zus.3

23.11.08

Stellungnahme von Kouchner zum Fall Kabuye.

JA

1

2.12.08

Das internationale Ruanda-Tribunal verurteilt Simon Bkindi zu 15 Jahren Gefängnis. Der Sänger hatte 1994 mit Liedern im Radio den Völkermord an den Tutsis propagiert.

B

1/2

4.12.08

Ein Ausschnitt aus einer Doku von Christiane Amanpour über Völkermorde: Überlebende und Täter des Völkermordes von 1994 suchen nach Versöhnung und Ausgleich.

C

3

5.12.08

Teile aus der Doku von Christiane Amanpour über Völkermorde ("Scream bloody Murder") zum Völkermord von 1994. U.a. mit Romeo Dallaire (NNA)*

C

21

16.12.08

Ziegen als Wohltätigkeitsspenden. (NNA)*

B

3

17.12.08 Ruanda / Kongo : Leah Chishugi ist Überlebende des Völkermordes von 1994. In "Hard Talk" spricht sie mit Stephen Sackur über das damals Erlebte und über die Gewalt gegen Frauen in Konflikten und speziell im Krieg im Osten des Kongo.  (NNA)*

B

24

18.12.08

 

 

Ex-Oberst Theoneste Bagosora, der "Himmler von Ruanda", wird vom Ruanda-Tribunal in Arusha wegen seiner Verantwortung für den Völkermord zu lebenslänglich Gefängnis verurteilt, ebenso zwei Mitangeklagte. Mit Bagosora wird erstmals einer der Drahtzieher und Anstifter verurteilt.

Teile der Live-Übertragung der Urteilsverkündung. Aktuelle Berichte und Hintergründe. Bei den internationalen Sendern Hauptthema. Im ZDF vernünftige, aber sehr kurze Meldung. Die Tagesschau streicht ihre Kurzmeldung während der Sendung (!) wieder. arte und Euronews berichten korrekt und detailliert.

Interviews mit Linda Melvern (Autorin) und Gary Haugen (Menschenrechtler). Bei TV5 (Journal Afrique) ein O-Ton von Bagosora von 1994.

 (Bericht in der taz)

A,B (live)

A,B,C,JA

R,ht,ari,TS,E

 

zus.12

zus.20

zus.9

 

23.12.08

Die Tagesschau meldet die Verhaftung eines Hutu-Extremisten in Deutschland. Der Text der Meldung belegt mal wieder die anhaltende Ignoranz der Redaktion beim Thema "Völkermord in Afrika".

TS

1/2

24.12.08

Rose Kabuye darf über Weihnachten zum Heimaturlaub und wird am Flughafen wie eine Heldin empfangen.

JA,E

zus.1

20.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : 2000 ruandische Soldaten kommen in den Ostkongo, um im Nord-Kivu gemeinsam mit der Armee des Kongo gegen Hutu-Rebellen zu kämpfen.

A,JA

zus.4

21.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Berichte zum Einsatz von 2000 ruandischen Soldaten im Ost-Kongo. Die UN-Truppe beschwert sich, sie werde von den Ruandern und der Kongo-Armee daran gehindert, die Kämpfe gegen Hutu-Milizen zu beobachten. Bilder vom Grenzübertritt der ruandischen Fußsoldaten.

A,B

zus.7

22.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Hintergrundinfos zum Krieg gegen die Hutu-Rebellen, jetzt mit Beteiligung der ruandischen Armee. Fragen dazu an Francois Grignon (Int. Crisis Group). Weiter keine aktuellen Bilder. Am Freitagmorgen dann die Meldung, daß Tutsirebellenchef Laurent Nkunda in Ruanda verhaftet wurde, und Informationen dazu.

A,B,JA

zus.12

23.1.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Berichte, Interviews und Hintergründe zur Verhaftung von Nkunda in Ruanda und zum Krieg im Kongo.  (NNA)*

ht,ari,E,A,B,JA

zus.35

24.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Bernhard Smith aus Kigali zur Verhaftung von Nkunda. Weiterer Bericht dazu im Journal Afrique. Und Karen Allen (BBC) berichtet aus Kiwanja von einer Versammlung, bei der ruandische und kongolesische Truppen gemeinsam paradieren und Politiker vom Ende des Krieges reden.

A,B,T

zus.5

29.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Yvonne Ndege (AlJazeera) und Karen Allen (BBC) berichten (eingebettet) über die ruandischen Soldaten, die im Kongo Hutu-Milizen jagen. Ndege sagt, die Ruander hätten offenbar die Führungsrolle beim offiziell gemeinsamen Kampf mit der Kongo-Armee. - Interview mit Präsident Kagame (in Davos) zur Lage im Kongo und zur Verhaftung von Nkunda.

Beim Prozeß gegen Thomas Lubanga zieht ein Ex-Kindersoldat seine Zeugenaussage zurück.

A,B

 

A

zus.8

 

2

30.1.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Noch ein Bericht (von Martin Mateso) über die ruandischen Soldaten im Kongo bei der Jagd auf Hutu-Milizen. 

JA

2

4.2.09 Ruanda / Kongo (DRC) : "Der böse Fluch" - Allgemeiner Bericht von Cornelius Janzen über die Kriege im Kongo und die wechselnden strategischen Bündnisse. Gespräch dazu mit dem Autor Hans-Christoph Buch. Er vergleicht die Situation mit der im 30-jährigen Krieg, sieht dahinter die Gier nach Rohstoffen und kritisiert das Desinteresse der westlichen Medien.

ktzt

11

6.2.09

Bericht über ein Lager zur Reintegration ("Umerziehung") von früheren Kämpfern der Hutu-Rebellen

JA

3

25.2.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Neue Bilder vom Abzug der ruandischen Truppen aus Nord-Kivu (Tausende von Soldaten) und von ihrer Siegesfeier in Goma.

A,JA,NC

zus.2

     
27.2.09

Der Sänger und Völkermordüberlebende John Paul Samputu über Vergebung und Versöhnung mit den Tätern. 

B

5

28.2.09 Ruanda, Kongo (DRC) : Ban Ki Mun besucht den Kongo und Ruanda.

A,B

zus.2

11.3.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Einige junge Männer, die als Kindersoldaten der Hutu-Rebellen im Kongo gefangengenommen wurden, werden nach Ruanda "repatriiert".

JA

2

17.3.09

Interview mit Präsident Paul Kagame (Hard Talk mit Stephen Sackur) (NNA)*

B

23

4.4.09

"Die Kinder des Genozids" - Reportage von Ivo Brandau und Markus CM Schmidt (NNA)*
Text von der arte-Seite: "Was soll ich nur tun mit diesem Kind ? Es sieht aus wie der Vater ! "Schlag den Bastard tot !" - Ein Gespräch zwischen zwei Frauen in Kigali. Heute liegt den Genozid in Ruanda 15 Jahre zurück. In drei Monaten verloren 800.000 Menschen ihr Leben. Bis heute kämpft das Land mit den Folgen. 
Während des Mordens dienten den Tätern auch systematische Vergewaltigungen als Mittel zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Opfern sexueller Gewalt aus. 
Die meisten überlebten den Völkermord nicht. Viele der überlebenden Opfer wurden schwanger. Der Peiniger der Mutter und Vater des Kindes ist oft auch der Mörder ihrer gesamten Familie. Neun Monate nach den Massakern kamen Tausende Kinder zur Welt, entstanden aus Vergewaltigungen. 
Die Kinder des Genozids sind heute 14 Jahre alt. Vierzehn Jahre, in denen ihre Mütter lernen mussten, die Vergangenheit als Teil der Familie zu akzeptieren.
Die deutsche Trauma-Therapeutin Kathrin Groninger arbeitet in Ruanda für den Deutschen Entwicklungsdienst. Sie leitet eine Gruppe zum Austausch von Müttern, die ein Vergewaltigungskind zur Welt gebracht haben. 
Ein Team von Arte Reportage hat einige der Frauen getroffen, die die Erinnerung an den Genozid unauslöschlich in sich tragen."

arep

(dt.+frz.)

 

2x24

 

 

6.4.09

15 Jahre nach dem Völkermord: zwei Berichte von Yvonne Ndege, einmal über Hutus, die aus dem Kongo heimgekehrt sind und jetzt einen neuen Platz in der Gesellschaft suchen, dann über ein Gacaca-Gericht in Murama, das über einige der Mörder von 1994 urteilt und über die Kritik der ruandischen Regierung am "teuren und ineffektiven" Arusha-Tribunal. - Im Journal Afrique ein Bericht über die Rolle der Frauen im modernen Ruanda, die sich seit dem Völkermord stark geändert hat.

Interviews mit Mary Kayitesi Blewitt und Jean Louis Mazimpaka (beide vom Survivors Fund), Linda Melvern (Journalistin) und Marie-Roger Biloa (Africa International).

A,JA

 

A,B

zus.9

 

zus.14

        
6.4.09

"Kigali - Bilder gegen ein Massaker" - Dokumentarfilm von Jean-Christophe Klotz, Frankreich 2005  (Wdh.)

Text von der arte-Seite: "Im Juni 1994 wurde Kigali, die Hauptstadt von Ruanda, von den extremistischen Hutu-Milizen und der ruandischen Armee heimgesucht. Der dort stationierte Bildreporter Jean-Christophe Klotz wurde von einer Kugel getroffen und schwer verwundet. Zehn Jahre später kehrt er mit den Bildern von damals zurück und macht sich auf die Suche nach Spuren von Überlebenden. Auf dieser dokumentarischen Grundlage liefert der Film Elemente einer Reflexion über die Behandlung politischer Ereignisse in den Medien.
Kigali, die Hauptstadt von Ruanda: Im Juni 1994 wird die Stadt von extremistischen Hutu-Milizen und der ruandischen Armee heimgesucht. Beim Sturm auf ein Gemeindegelände, auf dem etwa 100 Flüchtlinge Schutz gesucht hatten, wurde der Regisseur Jean-Christophe Klotz, damals Bildreporter, von einer Kugel getroffen. Er überlebte und wurde bereits zwei Tage nach seiner Verwundung evakuiert. Wenige Tage danach erfuhr Klotz, dass die Gemeinde erneut angegriffen und die meisten Flüchtlinge ermordet worden waren. Was Klotz in den Fernsehnachrichten am Abend sah, waren seine eigenen Bilder, die jetzt dazu dienten, den Tod dieser Menschen zu verkünden.
Die französische Öffentlichkeit war über dieses Massaker zutiefst betroffen. Die französische Regierung kündigte die "Opération Turquoise" an, die den "Massakern ein Ende bereiten" sollte. Doch als Frankreich endlich Truppen entsandte, hatten die Massenmorde längst stattgefunden und ihre Anstifter sich in Sicherheit gebracht. "Die Bilder", so Klotz, "für die ich mein Leben aufs Spiel gesetzt hatte, dienten jetzt dazu, eine französische Militäroperation zu rechtfertigen."
Klotz kehrt zehn Jahre später mit den Bildern von damals zurück und macht sich auf die Suche nach Überlebenden. Vor allem kommen vier Zeitzeugen zu Wort, an deren Seite Jean-Christophe Klotz während des Völkermords Stunden seltener Intensität durchlebt hat: General Roméo Dallaire, der die UNO-Blauhelme in Kigali befehligte, Bernard Kouchner, dem Klotz während einer Vermittlungsmission im Mai 1994 begegnet war, Philippe Gaillard, dem Verantwortlichen des Internationalen Roten Kreuzes in Kigali und Pater Blanchard, der seit 30 Jahren Missionar in Afrika ist und der alles in seiner Macht stehende getan hatte, um die bei ihm Schutz suchenden Flüchtlinge vor dem Massaker zu bewahren. Im Film sprechen aber ebenso ruandische Überlebende, freiwillige Helfer, Berufssoldaten und Missionare über das, was sie erlebt haben und wie sie heute damit leben."

arte

(dt.+frz.)

 

 

 

 

2x95

 

 

 

 

7.4.09

Weitere Berichte zum Jahrestag: Bilder von der offiziellen Trauerfeier in Kigali. - Bei BBC und TV5 allgemeine Hintergrundberichte. - Yvonne Ndege berichtet über Muslime, die 1994 flüchtenden Tutsis das Leben retteten und ihnen z.B. in ihrer Moschee Zuflucht gewährten. Demnach stand die Rolle des Islam in scharfem Kontrast zu der eines Großteils der katholischen Kirche.

Interviews: Philip Gourevitch (Autor eines der wichtigsten Bücher über den Völkermord) über die Versuche, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen und über die stattfindende Versöhnung. - Alan Doss (UN-Beauftragter für den Kongo) über die Rolle Ruandas im Kongo-Krieg. - Der Fotograf Antonin Kratochvil über sein persönliches Erleben der Ereignisse 1994. (First Person)

A,B,JA

 

A,B

zus.9

 

zus.13

     
8.4.09

Rose Kabuye über ihre Gedanken am 15. Jahrestag, ihre Verhaftung in Europa, das Nichtstun des Westens 1994.

A

5

9.4.09

Yvonne Ndege berichtet darüber, daß in den Schulen kaum noch Französisch und stattdessen Englisch unterrichtet wird.

A

3

     
14.4.09

Bericht zur Einführung des Englischen als erster Fremdsprache an den Schulen.

JA

2

28.4.09

Die Regierung hat den Radiosender der BBC schließen lassen, der in Kigali auf Kinyarwanda gesendet hatte. Er soll angeblich zum Hass zwischen Hutus und Tutsis aufgerufen haben. Auslöser war offenbar ein Interview mit Ex-Ministerpräsident Faustin Tswagiramungu.

JA

2

12.5.09

Eine Ausstellung in Brüssel zeigt Photos, die belgische Blauhelme während des Genozids 1994 gemacht haben. (Die meisten der Bilder sind bereits vorher veröffentlicht worden.)

JA

2

19.5.09

Der Dokumentarfilm "My Neighbour, my Killer" von Anne Aghion läuft beim Filmfestival in Cannes. Aghion hat 10 Jahre lang das "Gacaca"-Tribunal in dem Dorf Gafumbe verfolgt und festgehalten, wie dort die Taten des Völkermordes aufgearbeitet wurden. Ausschnitte aus dem Film und aus einem Gespräch mit Anne Aghion. Guter Berichtstext.

E 3
22.5.09

Ein Gericht in Kanada befindet Desire Munyaneza für schuldig wegen aktiver Beteiligung am Völkermord und Menschheitsverbrechen. Ihm droht jetzt lebenslange Haft.  Michael Byers (Experte für internationales Recht) über rechtliche Hintergründe des Verfahrens.

A

6

23.5.09

Zwei weitere Berichte zum Urteil in Kanada gegen Desire Munyaneza. Im CNN-Bericht wird die Zahl von 1500 Kriegsverbrechern aus Afrika und Lateinamerika genannt, die in Kanada leben und denen dort ähnliche Verfahren drohen könnten.

C,JA

zus.5

22.6.09

Das ICTR in Arusha verurteilt Callixte Kalimanzira (Innenminister der Völkermordregierung von 1994) wegen der Verantwortung für ein Massaker an Tausenden Tutsis zu 30 Jahren Gefängnis. Bericht von Yvonne Ndege.

Talking Movies: Bericht über die prämierte Filmdokumentation "My Neighbour, my Killer" über die Gacaca-Tribunale, Gespräch mit der Regisseurin Anne Aghion.

A

B

2

3

12.7.09

Interview mit einem Mann, der in Ruanda wegen Beteiligung am Völkermord angeklagt werden soll. Vincent Bajinya lebt in London und kämpft gegen die Auslieferung. Er streitet alle Vorwürfe ab.  (newsnight) (NNA)*

B

13

14.7.09

Das Tribunal in Arusha verurteilt den früheren Bürgermeister von Kigali, Tharcisse Renzaho, wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslanger Haft.

B

1/2

19.7.09

GPS: Fareed Zakaria interviewt Präsident Paul Kagame. (NNA)*

C

25

22.7.09 Im Nationalpark der Vulkane, wo die Berggorillas leben, ist eine Reihe von Waldbränden ausgebrochen, vermutlich gelegt von Bauern, die so neues Land gewinnen wollen. (Luftbilder)

JA,P

zus.3

7.8.09 Ruanda / Kongo (DRC) : Meldung: durch neue Angriffe der LRA im Norden Kongos wurden 12.000 Menschen vertrieben.

Treffen der Präsidenten Kagame und Kabila in Goma.

A

E,JA

1/2

4

13.8.09

Meldung: Ein mutmaßlicher Massenmörder von 1994, Gregoire Ndahimana, wird im Kongo verhaftet. Mehr dazu auch in der taz

A

1/2

16.8.09

"Der Feind im Kind" - Der Fotograf Jonathan Torgovnik und seine Bilder von Überlebenden des Völkermordes. Der Beitrag von Joachim Gaertner schildert Schicksale von Frauen, die damals von Hutu-Faschisten vergewaltigt wurden und die jetzt mit ihren "Hutu"-Kindern stigmatisiert werden.

ttt

6

29.8.09

"Inside Africa": ein allgemeiner Bericht über den Völkermord mit einigen Aussagen von Tätern und Opfern. Interview mit Präsident Paul Kagame, sehr allgemeine Fragen und Antworten, u.a. nach Menschenrechtsverletzungen heute (beides von David McKanzie).

C

10

31.8.09

In Finnland kommt der frühere Baptisten-Pastor Francois Bazaramba vor Gericht. Er ist wegen Beteiligung am Völkermord von 1994 angeklagt, streitet aber jede Schuld ab.

A

3

     
1.9.09

Beginn des Völkermord- Prozesses gegen den früheren Pastor Francois Bazaramba in Finnland.

A

3

16.9.09

Vor dem Tribunal in Arusha hat der Angeklagte George Ruggio (1994 einer der Mordhetzer von Radio Mille Collines) ausgesagt, daß damals französische Söldner (mit Rückendeckung der französischen Regierung) die Hutu-Völkermörder ausgebildet und unterstützt haben.

ari

2

21.9.09

Der im Kongo verhaftete mutmaßliche Massenmörder Gregoire Ndahimana wird dem Völkermord-Tribunal in Arusha übergeben.

JA

2

28.9.09

Eine Reportage über das Dorfleben in einem Ort in der Provinz Muhanga. Eine Familie hat sich Dank eines Mikrokredits der EU eine Kuh kaufen können und freut sich über den dadurch gewachsenen Wohlstand . (Schön, daß TV5 im Unterschied zu Euronews bei solchen Filmen darauf hinweist, daß es sich um Werbung der EU-Kommission handelt.)

JA

6

1.10.09

In der Computersendung "Click" ein Bericht von Dan Simmons über den rasanten Weg des Landes ins Internetzeitalter. Sechs Busse mit je 20 Laptop-Plätzen und Satellitenverbindung fahren über die Dörfer und bieten dort regelmäßigen Netzzugang für Schüler. Die größeren Orte bekommen nach und nach Highspeed-Kabel, vor allem die Schulen werden angeschlossen. In Kigali sind die Maschinenschreib-Läden fast verschwunden, stattdessen blühen die Internetcafes. Demnächst soll der Anschluß ans neue Ostafrika-Seekabel erfolgen. In Kigali errichten Koreaner ein weltweit ziemlich einzigartiges 4G-WLAN-Netz. 

B

8

6.10.09

In Uganda ist einer der mutmaßlichen Organisatoren des Völkermordes verhaftet worden. Idelphonse Nizeyimana war Geheimdienst-Offizier und soll in Butare die Hutu-faschistischen Banden geleitet haben. Er soll ans Arusha-Tribunal ausgeliefert werden.

A,B

zus.4

7.10.09

Ein weiterer Bericht zur Festnahme von Idelphonse Nizeyimana, dem "Schlächter von Butare".

JA

2

14.10.09

Der "Schlächter von Butare", Idelphonse Nizeyimana ist in Arusha dem Völkermordtribunal vorgeführt worden. Er bekennt sich als nichtschuldig. - Yvonne Ndege berichtet über das Tribunal. Gespräch mit Martin Ngoga, ruandischer Chefankläger in Arusha, über die langsame, aber wirksame Justiz dort.

ari,A

zus.7

18.10.09

Interpol hat in Frankreich einen mutmaßlichen Mittäter des Völkermordes entdeckt.  Eugene Rwamucyo arbeitet dort als Arzt in einem Krankenhaus. Er bestreitet alle Vorwürfe (OT). 

JA

2

23.10.09

Noch ein Bericht über die Digitalisierung des Landes. 100.000 Schüler haben eigene kleine Notebooks erhalten.

B

3

27.10.09

Ein neuer Spielfilm über den Völkermord, "Le jour où dieu est parti en voyage" von Philippe van Leeuw. (Ausschnitte)

JA

3

29.10.09

Desire Munyaneza wird in Kanada wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslänglich verurteilt.

ari

1/2

30.10.09

Über das Gerichtsurteil gegen Desire Munyaneza in Kanada.

JA

2

18.11.09 Kongo (DRC) / Ruanda : In Deutschland sind zwei Anführer der völkermörderischen ruandisch-kongolesischen Hutu-Milizen (FDLR) verhaftet worden. Zu dieser Meldung ein Bericht von Jörg Brase aus dem Kriegsgebiet im Ost-Kongo. Zeugen benennen Ignace Murwanashyaka klar als Verantwortlichen von Massakern. (ZDF-Video des Beitrags)   (Mehr dazu in der taz.)

hj

4

19.11.09 Christiane Amanpour spricht mit Joseph Sebarenzi (ruandischer Politiker und Autor von "God sleeps in Rwanda") und Philip Gourevitch (Autor) über die juristische und politische Aufarbeitung des Völkermordes, die Bemühungen um Versöhnung, die aktuelle politische Entwicklung des Landes (zunehmend autoritär), die Fortschritte im sozialen Bereich (Frauenrechte, Krankenversicherung) und die Gefahr durch den Krieg im Kongo. - Sebarenzi hat eigenständige, unabhängige Ansichten und macht den Eindruck, als könne er zwischen gegensätzlichen Positionen vermitteln. Sehr sympathisch.  ¤

C

23

21.11.09 Frauen, die während des Völkermordes vergewaltigt wurden, lernen beim "Project Air" Yoga-Übungen, um ihre Traumata zu bewältigen und trotz HIV-Infektionen wieder Mut zum Leben zu bekommen. Die Projektleiterin Deirdre Summerbell erläutert ihre Arbeit.  (inside Africa)  ¤

C

3

24.11.09 In Kigali demonstrieren Hunderte gegen die Freilassung des mutmaßlichen Massenmörders Protais Zigiranyirazo durch das Arusha-Tribunal. (Mehr über den Hintergrund in der taz.)

A

1/2

29.11.09

Ruanda tritt dem Commonwealth bei und reaktiviert die Beziehungen zu Frankreich. Reaktion darauf von Kouchner (OT).

JA

3

12.12.09

 

 

 

 

"360º - Geo Reportage: Ruanda, Land der Frauen" - Ein Film von Dirk Laabs   (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite:
"15 Jahre ist es her, als im zentralafrikanischen Ruanda Auseinandersetzungen zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit zu einem grausamen Völkermord führten, dem über eine Million Menschen zum Opfer fielen. Inzwischen hat sich vieles geändert. Ruanda hat sich wirtschaftlich und politisch stabilisiert, und Hutu und Tutsi gelingt es, friedlich miteinander zu leben. Das ist vor allem ein Werk der ruandischen Frauen. "360° - Geo Reportage" hat die starken Frauen Ruandas besucht.
Epiphanie Mukashyaka ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau und setzt mit ihrer Firma "BUF-Kaffee" über eine Million US-Dollar um. Sie kauft Kaffeebohnen in der ganzen Region, verarbeitet sie weiter und exportiert die Ware in alle Welt. Einfach war das nicht. Seit dem Völkermord ist Epiphanie Mukashyaka Witwe. Ihr Mann und eines ihrer Kinder wurden von Hutu-Truppen ermordet. Trotz jahrelanger Not und politischer Wirren hat es die heute 52-jährige Tutsi geschafft, ihre verbliebenen Kinder studieren zu lassen.
Dass ein normales Geschäftsleben in Ruanda heute möglich ist, erscheint wie ein Wunder. Ehemals auf den Tod verfeindete Volksgruppen finden Schritt für Schritt zurück zu einem friedlichen Miteinander. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Frauen wie Epiphanie Mukashyaka. Die meisten Leute, die für die Tutsi-Geschäftsfrau arbeiten, sind Hutu.
Einen anderen Weg der Vergangenheitsbewältigung geht die Theatermacherin und Autorin Hope Azeda. Sie inszeniert in der Hauptstadt Kigali ein Stück über den Genozid. Nur wenn sich die Menschen weiter mit dem Völkermord befassen, so ihre Meinung, können Hutu und Tutsi die traumatische Vergangenheit nachhaltig bewältigen.
"360° - Geo Reportage" zeigt den Alltag verschiedener Frauen in Ruanda. Sie erledigen die meiste Arbeit, entwickeln das fruchtbare Land weiter und betreiben Aufklärung. Ruandas Frauen sind Garanten für den Frieden und seit dem Völkermord die tragenden Säulen des Landes."

arte

 

 

 

 

43

 

 

 

 

28.12.09

Eine Reportage über die Gesundheitsversorgung in einem Dorf bei Gitarama. 

T

6

7.1.10

Beziehungen mit Frankreich werden erneuert. Frankreichs Außenminister Kouchner besucht Ruanda. Ein neuer detaillierter Untersuchungsbericht zum Abschuß des Habyarimana-Flugzeugs 1994 erscheint in Ruanda. Er beschuldigt Hutu-Militärs und deutet dabei Verbindungen mit französischen Militärs an.

ari,JA

zus.5

24.1.10

In Frankreich wird gegen mehrere mutmaßliche Beteiligte des Völkermordes ermittelt.

E

1

28.1.10

"Return to Rwanda" - Reportage von Sorious Samura über die schwierige Rückkehr der beim Völkermord nach Zaire (jetzt Kongo) geflohenen Hutus in ihre Dörfer in Ruanda.  (P+P)   (NNA)*   ¤

A

24

     
2.2.10

Ein Werbefilm der EU-Kommission über Hilfsprojekte zur Verbesserung der Wasserversorgung in der Provinz Gitarama. 

JA

5

20.2.10

In Kigali explodieren drei Granaten, ein Mensch wird getötet. Verursacher sollen Interahamwe-Leute sein.

A

1/2

24.2.10

Emmanuel Muangira, der in Gikongoro die Völkermord-Gedenkstätte betreut, führt durch den Ort des Grauens. Bericht von Sophie Roussi und Eric Black.

JA

4

25.2.10

Sarkozy und Kouchner auf Staatsbesuch. Der erste Besuch eines französischen Präsidenten seit dem Völkermord. Man will die Beziehungen wieder verbessern, die jahrelang abgebrochen waren. Sarkozy spricht von "Fehlern, über die man nachdenken müsse" (OT), eine klare Entschuldigung für Frankreichs Rolle beim Völkermord vermeidet er. - In den Berichten von arte und TV5 geht es um diverse Völkermord-Beschuldigte, die bislang unbehelligt in Frankreich leben. - Daneben die üblichen Bilder von öffentlichen Terminen, u.a. in einer Gedenkstätte.   ¤

arj,E,A,JA,NC

zus.13

26.2.10

Reaktionen von Leuten auf den Besuch von Sarkozy. Bericht von M. Mateso.

JA

3

2.3.10

In Frankreich wird Agathe Habyarimana verhaftet, die Witwe des Ex-Präsidenten, die als eine der Hauptverantwortlichen des Völkermordes gilt und bisher unbehelligt in Frankreich Unterschlupf gefunden hatte.

arj,JA

zus.5

5.3.10

In Kigali hat es erneut eine Granatenexplosion mit mehreren Verletzten gegeben. Kagame macht zwei frühere (Tutsi-) Militärs verantwortlich.

JA

2

9.3.10

Eine Kurzreportage (produziert von der EU-Kommission) über Hilfen für körperbehinderte und gehörlose Kinder.

TV5

6

12.3.10

David Frost spricht mit Außenministerin Louise Mushikiwabo,vor allem über den Fall Agathe Habyarimana und die Beziehungen zu Frankreich.  (NNA)*  

A

9

20.3.10

Ein Bericht über das ziemlich trostlose französische Kulturzentrum in Kigali.

JA

3

29.3.10

Ein Bericht im Auftrag der EU-Kommission: Eine Frauenkooperative in Gitarama hat die Tradition der "Muganda" wiederbelebt, gemeinsame Arbeitseinsätze beim Bau von Häusern, bei der Feldarbeit etc. Hutus und Tutsis sind dabei ohne Unterschied beteiligt.   ¤

JA

6

5.4.10

Ein Dossier zum 16. Jahrestag des Beginns des Völkermordes. Historischer Rückblick und ein Bericht aus Gitarama über Überlebende und die Erinnerung an die Massaker.  ¤

arj

6

16.4.10

Das Mandat der Gacaca-Dorftribunale soll verlängert werden. Bericht von Caroline Pelé.

JA

3

21.4.10

Meldungen: Die Oppositionschefin Victoire Ingabire ist verhaftet worden, angeblich wegen Leugnung des Völkermordes und Zusammenarbeit mit Hutu-Rebellen.

A,T

zus.1/2

23.4.10

Victoire Ingabire vor Gericht.

JA

1/2

24.4.10

Die Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire sagt, daß die Vorwürfe gegen sie (Leugnung des Völkermordes und Zusammenarbeit mit Hutu-Rebellen) falsch sind.

JA

3

26.4.10

Eine Reportage von Sophie Roussi und Eric Black (gesponsert von der EU-Kommission) über die Erinnerungskultur der Überlebenden des Völkermordes, hier in einem Ort im Distrikt Muhanga.    ¤

JA

6

1.5.10

In den USA scheitert der Versuch, Präsident Kagame bei einem Staatsbesuch wegen den Flugzeugabschußes vom 6.4.94 verhaften zu lassen.

A

1/2

17.5.10

Kagame erklärt, daß er für eine Wiederwahl als Präsident antreten wird.

JA

1

19.5.10

Politische Debatten und Granatenexplosionen mit zwei Toten in Kigali. (Details nicht verstanden.)

JA

2

22.5.10

Estelle Youssouffa besucht Agathe Habyarimana, eine Hauptanstifterin des Völkermordes, in ihrem Pariser Exil. Sie behauptet, damals mit Politik nichts zu tun gehabt zu haben. Überlebende verlangen dagegen, sie endlich anzuklagen.    ¤

A

3

24.5.10

Ein weiterer PR-Film der EU-Kommission, in dem Ruanda als ein Land dargestellt wird, wo dank EU-Hilfe Handys, Computer und Hightech-Medizin Einzug in jedes Dorf halten.

JA

5

5.6.10

Der US-amerikanische Anwalt Peter Erlinder ist in Kigali wegen Leugnung des Völkermordes und Anstiftung zur Unruhe angeklagt. Stellungnahme von Außenministerin Louise Mushikiwabo, Gespräch mit Erlinders Verteidiger Kennedy Ogeto. Ihm zufolge hat Erlinder nie den Völkermord bestritten. Es geht (wieder mal) um die Mitschuld der RPF an dessen Ausbruch und die Verantwortung für den Abschuß der Präsidentenmaschine.

A

6

5.6.10

Längeres Gespräch mit Paul Rusesabagina (Hotelier, bekannt aus dem Film "Hotel Ruanda", jetzt als Menschenrechtler aktiv), über den Völkermord und die Lehren daraus, über die Situation in Ruanda heute, den Bürgerkrieg im Kongo.    ¤

C

22

7.6.10

Die Regierung läßt in Kigali den Schutz der Berggorillas feiern.

JA

2

8.6.10

Bericht zum Verfahren gegen Peter Erlinder in Kigali.

JA

2

9.6.10

Ein Gericht in Frankreich verhandelt über die Auslieferung des Arztes Eugène Rwamucyo an Ruanda, dem dort die Beteiligung am Völkermord vorgeworfen wird. 

JA

2

11.6.10

In Finnland wird der Baptisten-Pfarrer Francois Bazaramba wegen Beteiligung am Völkermord zu lebenslanger Haft verurteilt.

A

2

18.6.10

Peter Erlinder (angeklagt wegen Leugnung des Völkermords) ist auf Kaution freigelassen worden, er darf bis zum Prozeß auch das Land verlassen. Hintergrundinfos über Erlinder und das Verfahren vom Autor Philip Gourevitch.

A

3

19.6.10

In Johannesburg wird General Kayumba Nyamwasa von unbekannten Attentätern angeschossen und schwer verletzt. Nyamwasa hatte Anfang des Jahres schwere Korruptionsvorwürfe gegen Präsident Kagame erhoben und war dann ins Exil gegangen. Seine Frau beschuldigt Kagame für das Attentat. Berichte von Yvonne Ndege, Martin Plaut und Karen Allen.

A,B

zus.10
20.6.10

Mehr über das Attentat in Südafrika auf General Kayumba Nyamwasa.

JA

2

21.6.10

Wieder so ein Werbefilm der EU-Kommission: drei erfolgreiche Frauen, zwei als Geschäftleute in einem Dorf in Muhanga (erfolgreich natürlich dank Mikrokrediten der EU), eine als Bürgermeisterin in Gitarama.

TV5

6

26.6.10

Meldungen: In Kigali ist der Journalist Jean-Leonard Rugambage erschossen worden.

A,JA

zus.1

2.7.10

Meldung: Der vom UN-Tribunal wegen Beteiligung am Völkermord gesuchte Priester  Jean-Bosco Uwinkindi ist in Uganda verhaftet worden.

B

1/2

14.7.10

André Kagwa, ein Politiker der oppositionellen Grünen Partei, war mehrere Tage verschwunden, jetzt hat man bei Butare seine verstümmelte Leiche gefunden.

B,JA

zus.3

15.7.10

Nach dem Mord am Grünen-Politiker André Kagwa fordern Oppositionsparteien eine internationale Untersuchung und beklagen ein Klima der Angst.

JA

2

16.7.10

Präsident Kagame nimmt an einer UN-Konferenz in Madrid teil. Wegen der jüngsten politischen Morde demonstrieren einige Leute gegen Kagame, in dem sie einen Kriegsverbrecher sehen.

E,JA

zus.3

21.7.10

Im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl am 9.8. zeigt die FPR sich bei einer großen Kundgebung in Kigali siegessicher.

JA

3

22.7.10

Bericht von Suleiman Mugera über die Lage vor der Präsidentschaftswahl: Wirtschaftsboom, Polizeistaat, Verhaftungen von Oppositionellen und ungeklärte Morde an Regimekritikern. - Gespräch mit Alfred Ndahiro (Berater von Präsident Kagame), der die Kritik für nicht gerechtfertigt hält. 

B

8

25.7.10

"Der saubere Herr Kagame" - Sabine Bohland über das heutige Ruanda, das unter Präsident Kagame zum sauberen Musterstaat geworden ist, man kann auch sagen zur Entwicklungsdiktatur. Penible Sauberkeit, Großinvestitionen in die Verkabelung und ins Bildungssystem, und eben auch Vorwürfe wegen der Verfolgung und Ermordung von Oppositionellen. An den Präsidentschaftswahlen darf u.a. die Grüne Partei nicht teilnehmen.  - (Genau die gleichen Ansichten - rigide Entwicklungsdiktatur vs. Modell-Land-  gab es übrigens damals auch zum Regime von Habyarimana...)    ¤

WS

8

28.7.10

Alain Gauthier ist Präsident des "Collectif des Pertes civiles pour le Rwanda", das in Europa auf der Suche nach geflohenen Tätern des Völkermordes ist und schon mehrmals die Verhaftung von Verdächtigen bewirkt hat. Bericht von L. Lagun-Bouchet über diese Arbeit und einige der Fälle.

JA

4

5.8.10

Rob Walker berichtet über die Vorwürfe gegen Kagames Regierung, hinter der Serie von Morden an Oppositionellen zu stecken. - Außenministerin Louise Mushikiwabo hält die Vorwürfe für unsinnig, die Regierung habe kein Interesse daran, Politiker zu beseitigen, und man habe inzwischen andere Verdächtige gefunden. 

B

8

7.8.10 Vor der Wahl : Ein paar Infos von Andrew Simmons (in Kigali) über die Ausgangslage, bei der die Opposition keinerlei Chancen hat.

Ein Schwerpunkt bei Newsnight: Bericht von Robert Walker über die Vorwürfe gegen die RPF, sie würde keine Opposition zulassen und Oppositionelle ermorden. Darin u.a. Theoneste Sibomana, der sagt, Tutsis würden allgemein bevorzugt und es gebe einen Rassismus gegen Hutus. - Noch ein Interview mit Außenministerin Louise Mushikiwabo über die Vorwürfe.

A

 

B

2

 

12

7.8.10

Will Ross trifft einen Überlebenden und einen Täter des Völkermordes, die heute wieder als Nachbarn zusammen leben, zusammen arbeiten, sich als Freunde bezeichnen.     ¤

B

3

8.8.10

Berichte zur Präsidentenwahl am Montag. Der dominante Wahlkampf von Kagame, Morde an Oppositionellen, Schikanen gegen Konkurrenten (Victoire Ingabire).

Inside Story: What next for Rwanda?  Bericht von Andrew Simmons über den Wahlkampf der RPF und die Schikanen gegen die Gegenkandidaten. Diskussion mit Harold Ayodo (Journalist), Peter Erlinder (Jurist) und Shyaka Kanuma (ruandischer Journalist). Interessant vor allem die sehr kritischen Aussagen von Erlinder (der selber kürzlich in Ruanda inhaftiert war, weil er die Mitschuld der RPF am Völkermord behauptet).     ¤

arj,E,JA

 

A

zus.8

 

23

          
9.8.10

 

 

Fünf Korrespondentenberichte über den Wahltag bzw. allgemein über das "Singapur Afrikas" und seinen Diktator. Alle Berichte rechnen mit mindestens 90 Prozent für Kagame und erwähnen, daß die Konkurrenten reine Zählkandidaten seien und die echten Oppositionellen nicht zugelassen wurden. Die Beteiligung scheint trotzdem sehr hoch zu sein, und alles verläuft natürlich völlig friedlich und ordentlich (wie es sich für die Preußen Afrikas gehört). Das Ergebnis wird in fünf Tagen erwartet.
Interviews zur Wahl:
mit Peter Erlinder (Rechtsanwalt), der nochmal seine Vorwürfe erläutert, wonach Kagame selber den Völkermord mitverursacht habe.
mit Carina Tertsakian (HRW) über die eingeschränkten politischen Freiheiten in Ruanda. Sie sagt auch, daß von dem Wirtschaftsaufschwung bei der Landbevölkerung kaum etwas ankommt.

"Democracy in Rwanda": Riz Khan spricht mit James Kimonyo (Ruandas Botschafter in den USA) und Joseph Sebarenzi (Regimegegner, Autor von "God sleeps in Rwanda").   (Leider NNA)*    ¤

arj,TT,E,A,B,JA

 

 

 

A

zus.31

 

 

 

22

     
10.8.10

Obwohl erst die Hälfte der Stimmen ausgezählt ist, hat Kagame angeblich 92 Prozent bekommen und läßt sich von einer Menschenmenge im Stadion von Kigali die ganze Nacht bejubeln. Von dort berichtet Andrew Simmons. arte-journal meldet einzelne Wahlmanipulationen. Im Journal Afrique ein Rückblick auf Kagames Rolle seit 1990.

arj,A,JA

zus.8

11.8.10

In einem Einkaufszentrum in Kigali wirft jemand eine Handgranate in eine Menschenmenge, 20 Menschen werden verletzt. Bericht von Andrew Simmons. - Ausschnitt aus einem Interview mit Präsident Paul Kagame über den Mangel an Demokratie in Ruanda und die Anschläge auf Oppositionelle. (Kommt ganz am Freitag.) 

A,E

zus.6

13.8.10

Andrew Simmons interviewt Präsident Paul Kagame.  (NNA)*    ¤

A

23

19.8.10

Africa Today: Vuyiswa Ngqobongwana spricht mit Ambrose Nzeyimana (ruandischer Oppositioneller ) und Gus Selassie (Afrikaexperte, IHS Global Insight) über die politische Lage in Ruanda anläßlich der Präsidentschaftswahl und die globalstrategischen Hintergründe. Nzeyimana hält Kagame für einen blutigen Diktator, der wegen der Verwicklung in den Völkermord vor den ICC gehöre. -  (Leider NNA)*    ¤    (kann man evtl. hier ansehen)

Press

26

28.8.10 Kongo (DRC) / Ruanda : Ruanda weist die UN-Vorwürfe zum Krieg der Ruander gegen Hutu-Milizen im Kongo 1996/97 heftig zurück und droht, seine Soldaten aus UN-Truppen abzuziehen. Experte Jason Stearns (int. Crisis Group) führt aus, daß 34 erfahrene Kriminalisten jahrelang an dem Bericht gearbeitet haben, der auf 565 Seiten mit zahlreichen Details Massaker der ruandischen Armee an wehrlosen Zivilisten belegt und erstmals dabei von Völkermord spricht.   ¤

A,JA

zus.6

28.8.10

Tim Hewel berichtet von Frauen, die beim Völkermord 1994 vergewaltigt wurden und von ihrem ganz unterschiedlichen Umgang mit ihren Kindern. (Newsnight)   ¤

B

9

1.9.10

Mehr über die Drohung der ruandischen Regierung, ihre Soldaten aus den UN-Truppen abzuziehen wegen der Vorwürfe der UN zum Krieg im Kongo.

JA

2

4.9.10 Kongo (DRC) / Ruanda : Erstmals berichtet eine der deutschen Nachrichtensendungen über die Vorwürfe gegen Ruanda wegen der Massaker im Kongo in den 90er-Jahren.

Neue Informationen über Massenvergewaltigungen in Shabunda (bei Bukavu). Marcel Stoessel (Oxfam) sagt, nicht nur die Hutu-Milizen, sondern alle Bürgerkriegsparteien, auch die Armee des Kongo, verüben solche Verbrechen. Bei TV5 ein Bericht vom Besuch einer UN-Delegation in Luvungi nach dem dortigen Gang-Rape.

ht

A,JA

2

zus.6

6.9.10

Ein Bericht zur erneuten Vereidigung Kagames als Präsident. Und über empörte Reaktionen in Ruanda auf den UN-Bericht. Dazu auch ein Gespräch mit Anneke van Woudenberg (HRW), die den Report für sehr gut fundiert hält. Es deute alles auf systematische Verbrechen gegen die Menschheit durch die ruandische Armee hin.

B

zus.6

7.9.10

Mehr über die Vorwürfe der UN gegen Ruanda. Ban Ki Mun besucht Kigali, dort fordert die Regierung, den bekanntgewordenen UN-Bericht nicht offiziell zu veröffentlichen. Infos dazu von Jason Stearns, einem Ex-Blauhelm, der an der Untersuchung mitgearbeitet hat. Und ein Gespräch mit dem Anwalt Peter Erlinder, der ebenfalls an dem Report mitgewirkt hat. "Die bisher erzählte Geschichte über Ruanda ist die der Sieger."    ¤

A zus.7
8.9.10

Ban Ki Mun in Kigali. Die Veröffentlichung des Reports soll verschoben werden, bis Ruanda dazu Stellung genommen hat.

A

1

11.9.10

Französische Juristen sollen in Kigali den Habyarimana-Abschuß (1994) nochmal untersuchen. (Nicht verstanden.)

JA

3

12.9.10

Informationen über den Besuch von französischen Juristen in Ruanda, die dort etwas über den Abschuß des Flugzeugs von Habyarimana 1994 ermitteln sollen.

A,B

zus.3

15.9.10

Die französische Justiz weigert sich, den mutmaßlichen Beteiligten des Völkermordes Eugene Rwamucyo an Ruanda auszuliefern.

JA

3

17.9.10

Paul Kagame äußert sich (bei einem Besuch in London) zum UN-Bericht über ruandische Verbrechen im Kongo. 1. sei der Vorwurf des Völkermordes absurd und schon die Fragestellung unsinnig, 2.seien die Untersuchungsmethoden unsauber gewesen und 3. seien an der Untersuchung Leute beteiligt, die die Hutu-Extremisten in Ruanda unterstützt hätten.  (OT) - Mal wieder ein Musterbeispiel eines bestätigenden Dementis. Statt inhaltlich irgendetwas zu erklären oder zurechtzurücken greift er die Fragenden unfair an. Danach muß man diesen Report erst recht ernstnehmen. Die Verwendung des Wortes "absurd" in Dementis ist offenbar regelmäßig ein Hinweis darauf, daß man gegen die Vorwürfe keine Argumente hat und diese also zutreffen.  ¤

B

2

18.9.10

Die Gruppe von französischen Juristen und Kriminologen untersucht in Kigali im Detail nochmal den Abschuß der Präsidentenmaschine vom 6.4.1994. Sie bekommen die alten Ermittlungsakten, nehmen ballistische Tests, Ortbegehungen und Zeugenbefragungen vor.  ¤

JA

2

24.9.10

Präsident Kagame beklagt in einer Rede vor den UN die Ungleichbehandlung der afrikanischen Länder durch die UN, speziell deren Vorwürfe gegen Ruanda wegen Massakern im Kongo. (OT)

A

1

30.9.10 Kongo (DRC)  /  Ruanda : Der Bericht der UN, in dem Ruanda wegen Verbrechen im Kongo in den 90ern des Völkermordes bezichtigt wurde, soll am Freitag veröffentlicht werden, und zwar offenbar in einer entschärften Fassung. Dazu Infos von Cath Turner aus New York und ein Bericht von Mark Doyle.

Ein Bericht von Martin Zeppenfeld aus Goma. Er erzählt nochmal die Geschichte des damaligen Krieges Hutu gegen Tutsi und sucht nach Spuren und Zeugen der Massaker im Kongo. (Im Morgenmagazin nochmal in Kurzform.)  ¤

A,B

 

TT,MoMag.

zus.5

 

zus.7

1.10.10

Der UN-Bericht zu den Verbrechen im Ost-Kongo in den 90er-Jahren wird veröffentlicht. Die Vorwürfe gegen Ruanda werden von dessen Regierung energisch zurückgewiesen. Berichte, Hintergründe, Interviews mit Navi Pillay (UN-Menschenrechtskommission), Ileka Atoki (UN-Botschafter des Kongo), Louise Mushikiwabo (Ruandas Außenministerin). Und ein persönlicher Augenzeugenbericht der Überlebenden Marie-Beatrice Umutesi (bei TV5).  ¤

Hier ein Augenzeugenbericht . Und hier der UN-Bericht.

arj,E,A,B,C,JA

zus.29

3.10.10

Ein Bericht über den Beginn der industriellen Erschließung des Methangas-Vorkommens im Kivu-See. Eine Förderplattform ist jetzt in Betrieb und produziert Strom.

JA

2

11.10.10

Neues vom juristischen Streit in Frankreich um eine Auslieferung der vermutlich wichtigsten Drahtzieherin des Völkermords, Agathe Habyarimana, an Ruanda.

JA

2

16.10.10

Die Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire ist in Kigali erneut verhaftet worden. HRW protestiert. Infos von Carina Tertsakian (HRW).

A

4

17.10.10

Über den Spielfilm "Africa United" (von Debs Gardner-Paterson). Der Film begleitet fünf ruandische Kinder auf ihrer Reise zur Fußball-WM in Südafrika, bietet beste Unterhaltung und thematisiert dabei viele der Probleme der afrikanischen Realität. - Über das afrikanische Kino und die Realitäten auch ein Gespräch mit dem Filmemacher und Journalisten Mamadou Niang.   ¤

A

7

     
19.10.10

Noch zwei Beiträge über den Spielfilm "Africa United" (sh.17.10.). Bei der BBC ein Gespräch mit der Regisseurin Debs Gardner-Paterson und Emmanuel Jal (Darsteller des Tulu).

E,B

zus.7

28.10.10

"Sweet Dreams" - Film von Lisa und Rob Fruchtman über zwei Projekte von ruandischen Frauen: Die von der Theaterregisseurin Kiki Katesi gegründete Trommlerinnengruppe "Ingoma Nshya", und den ruandischen Ableger der New Yorker Eisdiele "Blue Marble", die in Kigali "Inzozi Nziza" heißt. Bei beiden Initiativen wollen Frauen die Spaltungen der Vergangenheit überwinden. Macht Spaß, anzusehen.  (Witness)   ¤

A

23

     
28.10.10

Paul Rusesabagina (Hotel Ruanda) wird von der Regierung beschuldigt, zwei verbotene (angeblich terroristische) Oppositionsgruppen zu unterstützen.

A

1/2

19.11.10

Gespräch mit dem Journalisten Pierre Péan über sein neues Buch "Carnages - Les guerres secrètes des grandes puissances en Afrique", in dem er machtpolitische Hintergründe (u.a. französische Interessen) des Völkermordes von 1994 und der Konflikte in der Region behandelt.

JA

6

14.12.10

In Kigali wird ein neues Dokumentationszentrum über den Völkermord eröffnet, mit großem Archiv und öffentlicher Ausstellung von Dokumenten. 

JA

2

18.1.11

Beginn eines Gerichtsprozeßes in Deutschland gegen Onesphore Rwabukombe, der beim Völkermord als Bürgermeister die Ermordung von etwa 3700 Menschen angeordnet haben soll. (Ein ausführlicher Hintergrundartikel zu dem Fall stand in der taz.)

ht,TS

zus.2

5.2.11

 

 

 

 

"Eine Krankenversicherung für alle" - Reportage von Rebecca Donauer, Elsa Kleinschmager, Faustin Murangwa und Florence Touly.  (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Die meisten konnten sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten. Heute haben fast alle Ruander eine Krankenversicherung. 1,50 Euro im Jahr kostet die medizinische Grundversorgung. Die Menschen kommen mittlerweile wegen jeder Kleinigkeit und das ist gut, erzählt Dr. Solange im Kibagabaga Krankenhaus in Kigali. Chronische Krankheiten sind viel seltener geworden. Malaria, Tuberkulose, Diarrhö werden behandelt, AIDS-Kranke therapiert. Seit 1995, ein Jahr nach dem Völkermord, hat sich die Lebenserwartung fast verdoppelt. Heute werden die Ruander 52 Jahre alt.
90% sind heute versichert. Diese Zahl ist für den Gesundheitsministers Richard Sezibera sein größter Erfolg. Allein kann Ruanda die Kosten nicht schultern. Finanziert wird das Gesundheitssystem gemeinsam mit zahlreichen internationale Partnern, dem Global Fund und Hilfsorganisationen.
Bis 2020 will sich Ruanda vom Entwicklungs- zum Schwellenland wandeln. Gesundheit und Bildung für alle sind für Präsident Paul Kagame dafür wesentlich. Und: Nur wenn es den Menschen gut geht, können sie ihr Land wieder aufbauen. Und nur dann kann die Versöhnung nach dem Völkermord der Hutus an den Tutsis auch langfristig gelingen." 

arep

 

 

 

 

13

 

 

 

 

22.3.11

Interview mit Präsident Paul Kagame zur Intervention in Libyen, die er (natürlich) unterstützt.

B

3

14.4.11

Gespräch mit Pauline Kayitare, Autorin des Buches "Tu leur diras que je suis Hutue". Darin geht es um ihre Geschichte, wie sie als 13-Jährige den Völkermord überlebte. (Leider kaum verstanden.)

JA

4
17.5.11

Das UN-Tribunal in Arusha verurteilt zwei Hauptverantwortliche des Völkermordes. Augustin Bizimungu, damals höchster General der ruandischen Armee, wird wegen Völkermord zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein anderer General kriegt 10 Jahre, die er schon abgesessen hat. Informationen von Nazanine Moshiri aus Nairobi, und ein Gespräch mit dem Anwalt Peter Erlinder, der sich darin bestätigt sieht, es habe keinen geplanten Völkermord durch die alte ruandische Regierung gegeben, Kagame sei der eigentliche Schuldige und Carla Del Ponte sei von den USA daran gehindert worden, Kagame anzuklagen.   ¤

A

7

21.5.11

Im Listening Post Zitate aus dem bizarren Twitter-Austausch zwischen Präsident Kagame und dem Guardian-Reporter Ian Birell. Kagame meinte, niemand habe das moralische Recht, ihn zu kritisieren.

A

1

23.5.11

Zwei ruandische Oppositionelle im Exil in London werden dort nach Angabe von Scotland Yard von Auftragskillern der ruandischen Regierung bedroht. Gespräch mit Einem der Beiden, Rene Mugenzi. Außenministerin Louise Mushikiwabo erklärt die Vorwürfe für Blödsinn, zumal in Ruanda Niemand Mugenzi kenne.

A

7

17.6.11

 

Im Listening Post ein Beitrag über späte Auswirkungen des Völkermords auf Ruandas Medien. Nachdem damals staatliche und private Medien als Mittel zur Anstachelung zum Massenmord dienten, hat das heutige Regime immer ein Argument gegen kritische Medienberichte: sie würden wieder zum Hass aufrufen und Zwietracht zwischen Hutus und Tutsis säen. Eine Reihe von Journalisten sprechen über solche Erfahrungen. Eine Besserung der Lage entsteht durch die Masse von neuen Medien, vor allem fast 100 unabhängige Radiosender. -  In ganz Afrika nutzen "demokratische" Regime das Stichwort "Ruanda" um Kritiker als Hetzer zu diffamieren. (Interessante Parallelen zur Antisemitismus-Keule in Deutschland ...) Was im Bericht leider fehlt: es gibt natürlich auch immer wieder tatsächliche Hetzmedien, etwa im Kongo und in Cote d'Ivoire.  ¤

A

 

9

 

            
24.6.11

Das Ruanda-Tribunal in Arusha verurteilt die damalige Familienministerin Pauline Nyiramasuhuko  zu lebenslanger Haft, wegen ihrer Verantwortung für den Völkermord und der Organisation von Massenvergewaltigungen in Butare. Infos von Andrew Wallis (Journalist) und Freddy Mutanguha (Überlebender, Aegis Trust).  ¤

(Der ordentliche Bericht bei Euronews ist von 17:30 Uhr. Kein anderer deutscher Sender hat es geschafft, darüber zu berichten. Der normale Rassismus des deutschen Fernsehens, immer noch.)

A,B,E,JA

zus.10
           
24.6.11

Bei Euronews (in der Sendung "Learning World") ein Beitrag über die Arbeit in einem Gedenkzentrum, wo Schüler die Erinnerung an den Völkermord und die Lehren daraus vermittelt bekommen. (Beitrag zum Ansehen unter dem Link.)

E

3
28.6.11

In Frankreich verklagen drei Tutsi-Frauen französische Soldaten, die beim Völkermord beteiligt gewesen sollen. Infos (telefonisch) von der Anwältin der Frauen, Laure Heinich-Luiger. (Details leider nicht verstanden.)

JA

2

7.8.11

"Wellblech und Internet - Vision 2020" - Werner Zeppenfeld über den Bauboom in Kigali. Neue Wohngebiete, Planungen für Wolkenkratzer, und überall werden Glasfaserkabel verlegt. In den Dörfern läßt die Regierung Strohdächer abreißen und später durch angeblich moderneres Wellblech ersetzen. Einige Twa erzählen, daß sie dadurch einige Zeit ohne Dach im Regen saßen.  ¤

WS

7

11.9.11

Präsident Kagame besucht erstmals Frankreich und spricht in Paris vor einigen Hundert begeisterten Anhängern aus der ruandischen Diaspora.

JA

2
12.9.11

Präsident Kagame besucht Sarkozy in Paris. Von dem früher zerrütteten Verhältnis Ruandas zu Frankreich soll nicht mehr geredet werden, Kagame: "Wir reden über die Zukunft, nicht über die Vergangenheit." Draußen demonstrieren einige Hundert Ruander und Menschenrechtler gegen den "Massenmörder" Kagame. Bei TV5 ein Gespräch mit Außenministerin Louise Mushikiwabo.

arj,E,TV5,JA

zus.19
           
30.9.11

Im Magazin "makro": "Anschluß für Afrika. Beispiel Ruanda" - Beiträge über den rasanten Wirtschaftsaufschwung in Ruanda und über die wichtige Rolle der Frauen dabei. Außerdem Beiträge über Angolas Ölboom und über Botswanas Reichtum durch die Diamantenförderung. Gespräch über die afrikanischen "Löwenstaaten" mit dem Wirtschaftsberater Stephan Klingebiel. Alles wie bei Wirtschaftssendungen üblich ziemlich oberflächlich.

3sat

25

6.10.11

 

 

 

Der Spielfilm "Le Jour ou Dieux est parti en Voyage" (Der Tag, als Gott verreiste) von Philippe Van Leeuw (von 2009)   Die Sprache ist großenteils französisch, einige Passagen in Kinyarwanda haben französische Untertitel. Zu hörende Radiopassagen sind Originaltöne des Hutu-Hetzsenders "Radio Mille Collines". Der Film ist auch ohne Französischkenntnisse zu verstehen, da er kaum Dialoge enthält. Es ist allerdings hilfreich, wenn man die Geschichte des Völkermordes in Ruanda ein Wenig kennt. - (Nachtrag: In der Wiederholung gab's deutsche Untertitel dazu, hab ihn aber noch nicht zum zweiten Mal angesehen.)

Der Film erzählt die Geschichte einer Tutsi-Frau (Jaqueline, gespielt von Ruth Nirere), die den Völkermord überlebt. Eine befreundete weiße Familie wird von europäischen Soldaten in Sicherheit gebracht, zeigt vorher aber noch der Frau ein Versteck in ihrem Haus.  Die Frau bleibt dort, während in ihrem Dorf das Massaker stattfindet. Später findet sie dann ihre erschlagenen Kinder. Sie flüchtet in einen nahegelegenen Wald, wo sie unter großen Entbehrungen und in ständiger Angst vor den Hutu-Mörderbanden zwei Monate durchhält. Sie rettet einem anderen Überlebenden, einem schwer verletzten Tutsi-Mann, das Leben. Als dieser sich selber eine Machete besorgt, damit zuerst ein Wildschwein, später einen jungen Hutu tötet, wendet sie sich von ihm ab und kehrt ins Dorf zurück, wo man sie erstmal für einen Geist hält.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Film viel zum Verständnis des Hutu-Tutsi-Konflikts beiträgt. Abgesehen davon ist er eine sehr überzeugende, glaubwürdige, schlüssige und realistische Erzählung über ein (so tatsächlich passiertes) Einzelschicksal.  Er geht in vielen Details angenehm ungehemmt mit den üblichen Tabus (Nacktheit, Ekel, Gewalt) um, ohne dabei auch nur im Geringsten voyeuristisch zu sein. Freunde von Action und Splatter werden nicht versorgt. Eher hat der Film etwas von Haneke: das Drama spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. Und bei mir jedenfalls hat das funktioniert. Wie gesagt, ohne Wissen über den äußeren Rahmen gelingt das möglicherweise nicht.     ¤¤¤

TV5

 

 

 

 

94

 

 

 

 

12.11.11 Ruanda / Cote D'Ivoire : Cote d'Ivoires Ministerpräsident Guillaume Soro besucht Ruanda, um mehr über Versöhnung und Wiederaufbau nach einem Bürgerkrieg zu erfahren, Teil eines Projektes der UN, an dem auch Burundi und Sierra Leone beteiligt sind.

JA

2

29.11.11

 

"Haßparolen und Popmusik" - Der schweizer Regisseur Milo Rau und der Schauspieler Dorcy Rugamba führen in Kigali als Theater-Performance nochmal auf, was beim Hutu-Radiosender "Radio Mille Collines" (RTLM) 1994 blutiger Ernst war, dessen zynische Aufrufe zum Massenmord an allen Tutsis. Rugamba ist selber Überlebender des Völkermords. "Dieses Radio ist die Kristallisation der Ideologie, die im Zentrum des Massenmords stand. Und das ist keine trockene Ideologie, sondern das Radio schafft eine Atmosphäre, in der Mord normal ist, in der man zu Popmusik mordet." - Im Beitrag auch O-Töne des Senders von damals, mit deutscher Übersetzung (UT), teilweise vorher noch nie dokumentiert. Ausgezeichneter (und entsetzender) Beitrag von Patricia Corniciuk.  ¤¤¤

Ein Video der Aufführung von "Hate Radio" sowie sehr umfangreiches schriftliches Material über das Stück und den Hintergrund kann man sich auf der Seite des IIPM herunterladen. Unbedingt zu empfehlen! (Ich habe vor, über das Stück irgendwann auch noch mal ausführlicher zu schreiben.)

ktzt

 

8

 

1.12.11

Beitrag über den Spielfilm "Kinyarwanda" von Alrick Brown, der Episoden aus der Zeit des Völkermordes erzählt.

E

2

4.12.11

Noch ein Beitrag über das Theaterstück "Hate Radio" von Milo Rau, und über die Rolle des Hetzsenders RTLM im ruandischen Völkermord. (sh. 29.11.)  ¤

ttt

6

9.1.12

In Frankreich wird morgen ein neuer Report über die Verantwortung für den Abschuß des Präsidentenflugzeugs am 6.4.1994 vorgelegt. Bericht mit Erläuterungen.

A

2

10.1.12

 

 

 

In Paris veröffentlicht eine Juristenkommission ihren Bericht über den Abschuß des Präsidentenflugzeugs am 6.4.1994, der den Beginn des Völkermordes markiert. 2006 hatte eine andere Richtergruppe die RPF und Paul Kagame dafür verantwortlich gemacht. Jetzt werden diese entlastet, ohne daß aber die Täter benannt werden, in Frage kommen aber nur Hutu-Extremisten bzw. die damalige Präsidentengarde. Bei AJE dazu Interview mit Bernard Maingain, Anwalt der Kagame-Leute. Er erklärt, daß man jetzt bewiesen habe, daß die Rakete in Kanombe abgefeuert wurde, wo die Präsidentengarde stand, und nicht in Masaka, wo zeitweise RPF-Einheiten waren. (vgl. Prunier S.213 ff)  ¤

Zwei Bemerkungen: 1. Ich weiß nicht, wer das Flugzeug abgeschossen hat, ich finde beide Theorien plausibel. Die Frage, wer Habyarimana ermordet hat und damit den Startschuß zum Völkermord gab, ist eine der wichtigsten ungeklärten Fragen des letzten Jahrhunderts, in mehrfacher Hinsicht vergleichbar mit der nach den Brandstiftern im deutschen Reichstag 1933. Wie Frankreich diese Frage beantwortet, ist offensichtlich eine Frage der politischen Opportunität, momentan ist man wieder an guten Beziehungen zu Kagames Regime interessiert.

2. Ich bin immer wieder erstaunt über das Desinteresse der Medien am weltweit zweiten First-Degree-Genocide. Nicht nur, daß die deutschen Sender wieder mal kein Wort drüber verlieren. Auch bei arte und AJE ist den Moderatoren der Name Habyarimana nicht geläufig und wird fahrlässig von "Bürgerkrieg" geredet, wo es um Völkermord geht. (Nicht in diesem Video.)  Zu loben ist dagegen AJE-Korrespondentin Jacky Rowland, die kenntnisreich und engagiert berichtet. 

arj,E,A,JA

 

 

 

zus.12

 

 

 

           
11.1.12

Nochmal drei Berichte mit Reaktionen auf das französische Gutachten. Bei arte kurze Stellungnahmen von Patrick de Saint-Exupéry und Pierre Pèan. Bei Euronews eine gute Zusammenfassung der Zusammenhänge. Die neue Bewertung basiert auf ballistischen Untersuchungen am Flugzeugwrack. Bei TV5 ein Bericht aus Kigali mit Stimmen von Passanten und Politikern, die sich zufrieden äußern.   ¤

Bei den deutschen Sendern geht der Wettbewerb weiter, welcher Sprecher die absurdeste Verstümmelung des Namens "Habyarimana" hinbekommt. Heute hatte arte knapp die Nase vor Euronews.

arj,E,JA

 

zus.8

 

           
19.1.12 Ruanda / Kenia : Wegen des Mangels an Lehrern will die ruandische Regierung von Kenia 4000 Lehrer "ausleihen", vor allem für den Englischunterricht. Bericht von Alifya Noorani.

P

3

21.1.12

Wegen Korruption im Zusammenhang mit der illegalen Ausbeutung von Mineralienminen im Ostkongo sind in Ruanda vier höhere Offiziere verhaftet worden.

JA

2

24.1.12

Kanada wird Leon Mugesera an Ruanda ausliefern, wo er als einer der ideologischen Hauptanstifter des Völkermordes endlich vor Gericht kommen soll.

JA

2

25.1.12

Leon Mugesera ist an Ruanda überstellt worden. (Ausführlicher Bericht über den Fall von Dominic Johnsohn in der taz.)

A

1/2

1.3.12

"Truth on Trial" - Film von Beate Arnestad über das ICTR, das Internationalen Strafgericht für Ruanda im tansanischen Arusha. Richter und Ankläger erklären die Arbeit des Tribunals, der Fall des Priesters Hormisdas Nsengimana wird im Detail vorgestellt, Täter, Überlebende und Zeugen sprechen vor Ort in Ruanda über die Ereignisse von 1994. (Witness) (Leider NNA)*   ¤¤¤

A

47
            
4.3.12

Beitrag über den Anbau und die Verschiffung von Kaffee, immer noch Ruandas wichtigstes Exportgut. Wenigstens ist momentan der Verkaufspreis recht hoch.

JA

2
7.4.12

Als einziger Sender hat sich CNN an das Datum des Beginns des Völkermordes vor 18 Jahren erinnert und aus dem Anlaß ein paar Berichte aus und über Ruanda gebracht. Bei "Inside Africa" eine Reportage von Errol Barnett über Fahrradverkehr, von den (auf öffentlichen Straßen inzwischen verbotenen) hölzernen Transporträdern und vom Training der Rennradler-Nationalmannschaft (am Rande geht es um die Erinnerungen der jungen Sportler an den Völkermord).  - Und von Suzanne Malvaux ein Film über ein Gespräch zwischen einer Tutsi-Überlebenden und einem Hutu-Mann, der an der Ermordung ihrer Familie beteiligt war. Er war 9 Jahre im Gefängnis, jetzt leben beide in einem "Versöhnungsdorf", das 50 Überlebende und Mittäter gemeinsam aufgebaut haben.   ¤

C

C

23

5

           
14.4.12

Bei "Inside Africa" Reportage von Errol Barnett über den Virunga-Park mit den geschützten Berggorillas. Um die Gorillas selber geht es nur am Rande, mehr um die Menschen dort, Bauern, Parkranger, Touristen. Sehenswert.  (NNA)*   ¤

C

23
31.5.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Wie zuvor die BBC, berichtet AJE über Zeugenaussagen von Rebellen der "M23" in UN-Arrest. Sie sagen, daß sie aus Ruanda kommen und dort für die ruandische Armee rekrutiert und ausgebildet wurden, dann aber gegen ihren Willen in den Kongo geschickt wurden. Im Bericht von Malcolm Webb eine dieser Aussagen. Ruandas Außenministerin dementiert. Weitere Infos zur Rolle Ruandas von Nazanine Moshiri (im Studio) und von Mvemba Dizolele (Journalist)  ¤

A

zus.10
           
1.6.12

Die Zeitung "Libération" stellt neue Fragen zur Rolle Frankreichs beim Abschuß der Präsidentenmaschine am 6.4.94. Bericht und Gespräch mit Pierre Cherruau (Journalist bei "Slate Afrique").  (Details leider nicht verstanden.)

JA

6
4.6.12 Kongo (DRC) / Ruanda : HRW beschuldigt Ruanda, den Warlord Bosco Ntaganda und die Tutsimiliz  "M23" im Kongo mit einigen Hundert Kämpfern, Ausbildung und Waffen zu unterstützen. Ruandas Regierung dementiert jede Verwicklung in den Krieg im Kongo. Außenministerin Louise Mushikiwabo spricht von "albernen Gerüchten" - was man als Bestätigung werten darf, denn die Vorwürfe sind alles andere als lächerlich. Ruanda hat auch schon den vorigen Krieg vor 4 Jahren mit seiner Unterstützung von Tutsi-Milizen gegen die Kongo-Armee angefacht.  (OT / Telefoninterview bei AJE, leider nicht vollständig.)

A

5
           
15.6.12 Kongo (DRC)  /  Ruanda : Gabriel Gatehouse berichtet aus dem Virunga-Park. UN-Soldaten suchen nach Milizenchef Thomas Lubanga, Flüchtlinge erzählen von neuen Kämpfen, ein Junge sagt, er sei von Lubangas Miliz als Kindersoldat entführt worden, aber weggelaufen. - Gespräch mit Ruandas Außenministerin Louise Mushikwabo, die rundheraus bestreitet, daß Ruanda irgendwelche bewaffneten Gruppen im Kongo unterstützen würde. Die klaren Belege von HRW für eine Unterstützung der M23 (Bosco Ntaganda) durch Ruanda nennt sie erneut "Gerüchte" und "lächerlich".

B

10
18.6.12

Nach 10 Jahren stellen die Gacaca-Dorfgerichte ihre Arbeit ein. Fast zwei Millionen Menschen haben dort zu ihrer Rolle beim Völkermord ausgesagt.

E

1
19.6.12

Noch zwei Berichte zum Ende der Gacacas.

arj,JA

zus.4
20.6.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Präsident Kagame weist bei einer Pressekonferenz in Kigali nochmal die Vorwürfe zurück, Ruanda würde im Kivu-Krieg Rebellengruppen unterstützen.

JA

2
25.6.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Ruandas Außenministerin leugnet bei den UN erneut die Unterstützung Ruandas für Rebellen im Kongo und meint, Ruanda werde als Sündenbock benutzt. (OT)

A

1
26.6.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Kurzer zusammenfassender Bericht über den Krieg in Nord-Kivu und die vermutete Verwicklung Ruandas.

arj

2
28.6.12

Kevin Mwachiro berichtet aus Kigali über ein Land zwischen Erinnern, Versöhnung und Wirtschaftsoptimismus. (Leider nur der Anfang des Berichts. Sendung wurde abgebrochen zugunsten einer Liveübertragung einer unwichtigen Rede eines korrupten britischen Politikers.)

B

2
30.6.12

Ein recht guter Bericht von Peter Greste zum Ende der Gacaca-Dorfgerichte. Er bemerkt, daß es bei der "Amateurjustiz" weniger um Bestrafung als um Wahrheit und Versöhnung ging.

A

3
           
1.7.12

Militärparade in Kigali zur Feier des 50. Jahrestags der Staatsgründung. Peter Greste berichtet über Kritik am autoritären Kagame-Regime. Kagame weist in seiner Rede (OT) solche Kritik als Einmischung der früheren Mächte in Afrika zurück.

A

3
2.7.12

Bericht über die Feiern zum 50. Unabhängigkeitstag in Kigali und Bujumbura.

JA

2
3.7.12 Kongo (DRC) /Ruanda : The Stream: "Unfriendly neighbours in the Kivus" - Diskussion über die Rolle Ruandas im Bürgerkrieg in Nord-Kivu, mit Kambale Musavuli (Friends of the Congo), Jason Stearns (Rift Valley Institute) und Zuschauern. (Leider NNA)*   ¤

A

25
              
4.7.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Peter Greste spricht mit Präsident Paul Kagame. Der bestreitet erneut jede Unterstützung Ruandas für die M23-Rebellen im Kongo, nennt erneut die Vorwürfe der UN "lächerlich" (was sie ganz sicher nicht sind) und meint, da hätten vielleicht irgendwelche Deserteure ihre Waffen mitgenommen.

A

4
           
12.7.12 Kongo (DRC) / Ruanda : In Nord-Kivu greifen bewaffnete Hubschrauber der UN und der Armee jetzt stellenweise die M23-Rebellen an. Infos von Peter Greste aus Goma und ein allgemeiner Bericht.

Hard Talk: Zeinab Badawi spricht mit Präsident Paul Kagame, der erneut jede Unterstützung Ruandas für die Tutsi-Rebellen im Kongo bestreitet und den Kritikern Ignoranz und Arroganz vorwirft. (Den Rest nicht angesehen.)

Gespräch dazu mit Vincent Magombe und Mark Doyle. Sie sprechen von offensichtlichen Einmischungen Ruandas, das u.a. ein Interesse am Kleinhalten von Hutu-Rebellen hat.

A,E

B

B

zus.5

24

9

15.7.12

In Goma warten UN-Truppen auf einen Angriff der Tutsi-Rebellen. Peter Greste erklärt in seinem Bericht die zentrale wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Stadt. - Beim AU-Gipfel haben Ruanda und Kongo eine Art Friedensvereinigung getroffen. Einschätzungen dazu von Nii Akuetteh. - Bei TV5 ein Bericht über Flüchtlinge aus dem Kongo in Ruanda, meist Tutsis.

A,C,JA

zus.10
           
23.7.12

"Talk to Al Jazeera": Peter Greste interviewt Präsident Paul Kagame. (NNA)*   ¤

A

25
           
28.7.12

Die USA kürzen ihre Militärhilfe für Ruanda, andere westliche Länder (u.a. die BRD) setzen ihre zivilen Hilfszahlungen aus. Gespräch mit Ayo Johnson (Viewpoint Africa) über ethnische Politik der ruandischen Regierung. (Nicht sehr tiefschürfend.) - Bei "No Comment" Bilder von Kriegsflüchtlingen in Goma.

A,NC

zus.5
30.7.12

Ein Bericht über "Reformen" im Sozialsystem. Waisenheime und Altersheime sollen geschlossen werden, die Familien wieder mehr "Verantwortung" tragen. (Wenn ich das richtig verstanden habe. Keine Ahnung, was der Unsinn soll.)

JA

2
5.8.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Ein Bericht über Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen von Exilanten aus beiden Ländern in Brüssel.

JA

2
8.8.12 Kongo (DRC) / Ruanda : 

Inside Story: "Could military intervention end rebellion in DRC?" - Diskussion mit drei Experten, Mvemba Phezo Dizolele, Jason Stearns und Marie-Roger Biloa.  (NNA)*

A

24
           
24.8.12

Ruandas Regierung setzt einen eigenen Entwicklungsfond ("Agaciro") auf, um das Land von ausländischer Hilfe unabhängig zu machen.

JA

2
27.8.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Der belgische Außenminister besucht Ruanda und fordert ein Ende der Einmischung im Kongo, die die ruandische Regierung bestreitet. Im Nord-Kivu breiten sich die M-23-Rebellen weiter aus und bauen inzwischen eine eigene Verwaltung auf.

JA

2
1.9.12

 

 

 

 

"Eine Krankenversicherung für alle" - Reportage von Rebecca Donauer, Elsa Kleinschmager, Faustin Murangwa und Florence Touly über das fortschrittliche, fast sozialistische Gesundheitssystem des Landes, mit allgemeiner Krankenversicherung und flächendeckenden Gesundheitszentren.

Text von der arte-Seite: "Die Patienten drängeln sich durch die Flure des Gesundheitszentrums, in den Hügeln Ruandas. Dutzende Kranke behandeln die Krankenschwestern hier Tag für Tag. Vor ein paar Jahren noch kam kaum jemand hierher.
Die meisten konnten sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten. Heute haben fast alle Ruander eine Krankenversicherung. 1,50 Euro im Jahr kostet die medizinische Grundversorgung.
Die Menschen kommen mittlerweile wegen jeder Kleinigkeit und das ist gut, erzählt Dr. Solange im Kibagabaga Krankenhaus in Kigali. Chronische Krankheiten sind viel seltener geworden. Malaria, Tuberkulose, Diarrhö werden behandelt, AIDS-Kranke therapiert. Seit 1995, ein Jahr nach dem Völkermord, hat sich die Lebenserwartung fast verdoppelt. Heute werden die Ruander 52 Jahre alt.
90% sind heute versichert. Diese Zahl ist für den Gesundheitsministers Richard Sezibera sein größter Erfolg. Allein kann Ruanda die Kosten nicht schultern. Finanziert wird das Gesundheitssystem gemeinsam mit zahlreichen internationale Partnern, dem Global Fund und Hilfsorganisationen.
Bis 2020 will sich Ruanda vom Entwicklungs- zum Schwellenland wandeln. Gesundheit und Bildung für alle sind für Präsident Paul Kagame dafür wesentlich. Und: Nur wenn es den Menschen gut geht, können sie ihr Land wieder aufbauen. Und nur dann kann die Versöhnung nach dem Völkermord der Hutus an den Tutsis auch langfristig gelingen"

arep

 

 

 

 

 

9

 

 

 

 

 

8.9.12

Mordserie an Prostituierten in Kigali, mindestens 15 Opfer in wenigen Tagen.

JA

2
12.9.12 Kongo (DRC) / Ruanda : In Kinshasa beraten Staatschefs aus Ostafrika über die Entsendung einer Eingreiftruppe in den Nord-Kivu. (Artikel in der taz über eine Konferenz in Kampala zum selben Thema zwei Tage vorher.)  

JA

2
14.9.12 Kongo (DRC) / Ruanda : HRW wirft den von Ruanda unterstützten M-23-Rebellen in Nord-Kivu schwere Kriegsverbrechen vor.

JA

2
15.9.12

Bei BBC-"Fast:Track" ein Beitrag von Theopi Skarlatos über die Rolle von Frauen beim Wiederaufbau des Landes.

B

7
28.9.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Am Rande der UN-Vollversammlung in New York wird auch über den Konflikt in Nord-Kivu und Ruandas Rolle dabei gesprochen, die Präsidenten beider Länder sind auch dort.

JA

2
30.9.12

"Rwanda: The Killers amongst us" (Teil 1) - Film von Manolo D'Athuys. Der Franzose Alain Gauthier sucht weltweit nach untergetauchten Tätern des Völkermordes. Im ersten Teil zunächst ausführlich nochmal die Geschichte des Völkermordes, dann geht es um Agathe Habyarimana (ein Gespräch mit ihr in Frankreich, die Hauptanstifterin erklärt sich weiter für unschuldig) und um die Suche nach dem Chef von RTLM, Felicien Kabuga.   ¤

P

25
1.10.12

"Rwanda: The Killers amongst us" (Teil 2) - Film von Manolo D'Athuys über die Suche nach untergetauchten Tätern des Völkermordes.  (NNA)*   ¤

P

26
2.10.12

"Rwanda: The Killers amongst us" (Teil 3) - Film von Manolo D'Athuys über die Suche nach untergetauchten Tätern des Völkermordes.  (NNA)*   ¤  

P

26
2.10.12

In dem neuen Buch "Silence Turquoise" von Laure de Vulpian und Thierry Prungnaud wird nach der Mithilfe der französischen Truppe beim Völkermord 1994 gefragt. Gespräch dazu mit der Autorin Laure de Vulpian

JA

3
17.10.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Mehr über die erneuten Vorwürfe der UN gegen Ruanda und Uganda wegen Unterstützung der M-23-Rebellen. Infos und Bericht von Peter Greste. Bei der BBC ein Bericht von Catherine Bayahanga aus Kampala mit klaren Dementis, und Einschätzungen des Experten Jason Stearns, der die Vorwürfe für sehr plausibel und überzeugend hält.

"Inside Story" dazu: "Fuelling the DR Congo Conflict". Es diskutieren Oliver Nduhungirehe (ruandischer Diplomat), Fred Robarts (als Mitarbeiter von UN und HRW lange im Kongo gewesen) und Kris Berwouts  (Historiker). (NNA)*

A,B,E

A

zus.15

25

           
18.10.12

Die UN geben Ruanda als ein Land von fünfen ab Januar '13 einen Sitz im Sicherheitsrat. In der UN gibt es laute Stimmen gegen die Berufung, weil Ruanda im Kongo Krieg führt. Bei AJE Bericht aus New York von Cath Turner und ein Gespräch mit Louise Mushikiwabo (Ruandas Außenministerin).

A,JA,E

zus.11
19.10.12

Resolution des UN-Sicherheitsrats beschließt Sanktionen gegen die M-23-Rebellen und ihre Unterstützer. (Kurzbericht)

A

1
20.10.12

Jean Mari Lugerero, Sprecher der M-23-Rebellen, erklärt, die Gruppe brauche und bekomme keine Hilfe von Ruanda. Er fordert Verhandlungen mit der Regierung und droht, "den Kampf wiederaufzunehmen".

A

1
2.11.12 Uganda / Kongo (DRC) / Ruanda / Somalia : Die ugandische Regierung droht, ihre Soldaten aus der AU-Truppe in Somalia abzuziehen, wenn die UN ihre Vorwürfe gegen Uganda nicht zurückzunehmen, daß es im Kongo die ruandischen Rebellen der M23 unterstütze. Infos von Malcolm Webb (Kampala), und ein Hintergrundbericht bei der BBC.

A,B

zus.3
3.11.12

Berichte bei Press und TV5 zur Drohung Ugandas, seine Soldaten aus der AU-Truppe in Somalia (sowie auch aus der Truppe, die in der ZAR nach Kony sucht) abzuziehen.

P,JA

zus.3
5.11.12 Kongo (DRC) / Ruanda : An der Grenze Kongo / Ruanda bei Gisenyi hat es einen Zwischenfall gegeben, bei dem ein ruandischer Soldat von Soldaten der Armee des Kongo auf ruandischem Gebiet getötet wurde. Beide Seiten geben gegensätzliche Erklärungen dazu ab. Bericht vom Tatort.

JA

2
14.11.12

Uganda schließt seine Grenze zum Kongo, um die M23-Rebellen von Nachschub abzuschneiden, wie ein Regierungssprecher erklärt. Daniel Arapmoi berichtet aus Kampala.

P

2
17.11.12

Die M23-Rebellen haben bei einer neuen Offensive Kibumba eingenommen, anscheinend auf dem Weg nach Goma. Heftige Gefechte zwischen M23 und Kongo-Armee, angeblich sind unter den getöteten Rebellen auch ruandische Soldaten. Infos aus Goma von Jean-Baptiste Kambale (telefonisch bei TV5).  - Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, Infos dazu aus NY von John Hendren und Barbara Plett. - Hintergrundinfos von Afrika-Expertin Laura Seay, die sehr sicher ist, daß Ruanda tatsächlich hinter den M23-Rebellen steckt.

A,B,JA

zus.12
20.11.12

 

 

 

 

 

Kongo (DRC) / Ruanda : Die von Ruanda unterstützten Tutsi-Rebellen der M23 nehmen zuerst den Flugplatz von Goma ein und marschieren dann in Goma ein, offenbar ohne größeren Widerstand der Kongo-Armee oder der UN-Truppe. Tausende Bewohner der Stadt und Flüchtlinge sind erneut auf der Flucht.  ¤

Infos und Berichte aus Goma von Nazanine Moshiri (AJE) und Gabriel Gatehouse (BBC), aus Nairobi von David McKenzie (CNN). Hintergrundinfos von den Experten Michael Amoah und Andrew Wallis, Einschätzungen von Jendayi Frazer (bei AJE).

Auf deutsch ein sehr vager, aber nicht völlig falscher Bericht in der Tagesschau um 5 (alles nur "angeblich", "vermutlich", "was immer das heißen soll", usw.) Die Rolle Ruandas wird nicht erwähnt. In den Hauptsendungen bei ARD und ZDF dagegen gar nichts. - Ordentlich und korrekt die Berichte bei arte und Euronews. - Alle Bilder des Tages im O-Ton bei "No Comment".

Das "Journal Afrique" bei TV5 hat heute nur dies eine Thema. Ein Bericht (nochmal die gleichen Bilder), telefonische Stellungnahmen von Lambert Mende (Informationsminister des Kongo), Vianey Kazarama (Sprecher der M23) und von einem Sprecher der UN-Truppe, ein O-Ton von Präsident Kabila, Infos aus New York, wo der UN-Sicherheitsrat berät, von Karim Lebhour, und ein Gespräch mit Experte Ousmane Ndiaye.

Bei AJE "Inside Story": "Will military action end DR Congo crisis?" - Fragen an Lambert Mende (Informationsminister des Kongo) und Diskussion mit Olivier Nduhungirehe (Ruandas UN-Vertreter), Yussa Bunvigiye (Congo Global Coalition) und Emmanuel Dupuy (Politologe / IPSI).  (NNA)*

A,B,C

TS_um5,arj,E,NC

JA

A

 

 

zus.28

zus.7

zus.14

24

 

 

                
21.11.12

 

Kongo (DRC) /Ruanda : In Goma veranstalten die M23-Rebellen eine Massenveranstaltung im Sportstadium. Einige Tausend Armee-Soldaten und Polizisten treten dort öffentlich "freiwillig" zu den Rebellen über. Die Führung der Rebellen verkündet, man werde jetzt das ganze Land "befreien". Von der UN-Truppe ist nichts zu sehen.  ¤¤

Nazanine Moshiri (AJE) und Gabriel Gatehouse (BBC) berichten aus dem Stadion in Goma, Moshiri auch live. Weitere Berichte von CNN und Sky News. - Über die hilflose Reaktion der Regierung berichtet Haru Mutasa aus Kinshasa. -  In Kampala beraten die Präsidenten von Uganda, Ruanda und Kongo über den Konflikt und einigen sich, die Rebellen sollten wieder aus Goma abziehen. Infos darüber aus Kampala von Malcolm Webb (AJE) und Daniel Arapmoi (Press).  - Bei TV5 Bericht aus Goma und Infos aus Bukavu von Bruno Minas RFI, telefonisch). 

Bei "heute" ein ordentlicher Bericht von Jörg Brase (aus Nairobi). In der Tagesschau zuerst wieder eine wirre Meldung, dann aber ein recht ordentlicher redaktioneller Bericht, ein etwas ausführlicherer in den Tagesthemen. Bei Euronews nur ein sehr knapper Bericht über internationale Reaktionen.

A,B,C,Sky,P

JA

ht,TS,TT,E

zus.26

6

zus.6

           
30.11.12 Kongo (DRC) / Ruanda : Wie erwartet "verzögert" sich der Abzug der M23 aus Goma, wegen eines Streits mit den UN um die erbeutete Munition. Infos dazu von Nazanine Moshiri, die auch aus Sake berichtet, wo tatsächlich einige aus Goma abgezogene M23-Kämpfer eintreffen.  - Gespräch mit Jendayi Frazer, die meint, es sei gar nicht so sicher, daß Ruanda die Rebellen unterstützt. Sie möchte aber ihre Meinung in der etwas hitzigen Debatte mit Teymoor Nabili nicht so recht begründen und stellt stattdessen Gegenfragen. - Bei TV5 ein Bericht über den langsamen Abzug der Rebellen aus Goma, beobachtet von UN-Soldaten.   ¤

A,JA

zus.16
           
8.12.12

Bei "Double Standards" das Video "Pay Attention" von Mark Fiore.   ¤

P

1
           
20.12.12

Meldung: das UN-Tribunal in Arusha hat den damaligen Minister der Hutu-Regierung Augustin Ngirabatware wegen Völkermords zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt.

A 1/2
23.12.12

Die Verhandlungen zwischen Regierung und M23-Rebellen in Kampala sind unterbrochen worden.

JA 2
10.1.13

Die Zeitung "Libération" beschäftigt sich erneut mit der Rolle Frankreichs beim Völkermord 1994. Bericht über die neuen Fragen, und Gespräch mit der Redakteurin Maria Malagardis. (Details leider nicht verstanden.)

JA

6
21.1.13

" Rwanda: Rising from the shadows of it's past" - Die Reporterin Jazzmin Jiwa besucht Ruanda, um mehr über den Völkermord von 1994 zu erfahren. Sie trifft Überlebende, besucht die Gedenkstätten, spricht mit Experten, u.a. dem Regierungsvertreter Sheikh Saleh Habimana. Teils etwas oberflächliche Erkenntnisse, aber als Einstieg doch sehenswert. Es geht auch um die Geschichte der Hutu-Tutsi-Spaltung, die Suche nach Tätern, die Versöhnungspolitik im heutigen Ruanda. (In Teil 2 soll es um Ruandas internationale Rolle gehen.)  (In Focus)  ¤

P

23
           
26.1.13

Christiane Amanpour spricht in Davos mit Präsident Paul Kagame über Ruandas Unterstützung für die M23-Rebellen im Kongo, die Kagame weiter bestreitet. Er verspricht aber, in Zukunft damit aufzuhören, und gerät dabei rhetorisch fürchterlich ins Schlingern.

C

9
27.1.13

"Rwanda, member of UN Security Council" - Die Fortsetzung von Jazzmin Jiwas Film über Ruanda. (Genauer Titel unklar.) Jetzt geht es vor allem um Ruandas Rolle bei den Kriegen im Kongo. U.a. diverse Gespräche mit Politikern von Regierung und Opposition.  (NNA)*   ¤

P

24
           
25.2.13

Mindestens 3 Tote, viele Verletzte und schwere Schäden bei einem Tornado in Kigali. Bericht.

JA

2
17.3.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Einige Hundert M23-Rebellen der unterlegenen Fraktion fliehen nach Ruanda, darunter angeblich auch Bosco Ntaganda. Bericht von Malcolm Webb.

A

2
           
18.3.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Rebellenchef Bosco Ntaganda stellt sich in der US-Botschaft in Kigali, damit diese ihn an den ICC überstellt, wo er wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden soll. Bericht von Nazanine Moshiri, Infos aus Washington und von Ida Sawyer (HRW).

A,B,E,JA

zus.13
           
20.3.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Nazanine Moshiri berichtet aus Gisenyi (Ruanda). Flüchtlinge aus dem Kongo sagen, sie hoffen, daß es zum Frieden beiträgt, wenn Ntaganda vor Gericht kommt.

A

3
22.3.13

"South 2 North: Nowhere to go: The plight of refugees" - Redi Tlhabi spricht mit Maung Tun Khin (Menschenrechtler aus Myanmar), Kennedy Gihana (Überlebender des ruandischen Völkermordes und Rechtsanwalt) und Beatrice Mtetwa (Menschenrechtlerin aus Zimbabwe) über die Situation in den drei Ländern und die gemeinsamen Erfahrungen mit ethnischen Massakern und Vertreibung. Sehenswert. (Leider NNA)*   ¤

A

25
           
4.4.13

"Album '94 - Bilder eines Jahres" - Das ZDF wiederholt nochmal diesen unsäglichen Jahresrückblick von Eberhard Piltz. Über den Völkermord in Ruanda gab es auch am Jahresende nur grob verfälschendes, dummes, rassistisches Gerede. Täter und Opfer wurden verwechselt, das Wort "Völkermord" kam nicht vor.

ZDF

3

6.4.13 Der 19. Jahrestag des Beginns des Völkermordes in Ruanda ist von allen Sendern ignoriert worden.    
16.4.13

"Rwanda - Children of bad Memories" - Film von Ingeborg Beugel. Ein 13-jähriger Junge fragt nach seiner Identität. Seine Mutter war beim Völkermord 1994 von Hutumördern vergewaltigt worden.  - (NNA)*   ¤

A

25
19.5.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Ruandas Präsident Kagame sagt in einem Interview, die UN-Friedenstruppe im Kongo habe die Situation dort eher verschlimmert.

B

2
6.6.13

Bericht über Projekte zur besseren Wasserversorgung auf dem Lande.

JA

2
6.7.13

In Kanada ist ein angeblicher Täter des Völkermordes (Jaques Mumuarere) von einem Gericht freigesprochen worden. Überlebende sind empört.

JA

2
19.7.13

In Frankreich ist ein früherer ruandischer Offizier und mutmaßlicher Täter des Völkermordes verhaftet worden. (Name nicht verstanden.) Bericht von aitv .

JA

2
25.7.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Die US-Regierung kritisiert die andauernde Unterstützung Ruandas für die M23-Rebellen in Kongo. Außenministerin Mushikiwabo weist die Vorwürfe erneut zurück.

A

1
31.7.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Die UN richten rund um Goma eine Sicherheitszone ein und stellen den M23-Rebellen ein Ultimatum, die Gegend in 48 Stunden zu verlassen. Bericht bei TV5 von Guillaume Villadier.

A,arj,E,JA

zus.7
11.8.13

Wegen eines diplomatischen Streits zwischen Ruanda und Tansania verlassen einige Tausend Ruander die Flüchtlingslager im Nachbarland und kehren heim. (Details nicht verstanden.) Bericht von aitvMehr darüber in der taz!

JA

2
17.8.13

Our World: "Clinton in Africa" - Film von Komla Dumor über das "philantropische" Engagement der Clinton-Familie. U.a. beweist Bill Clinton, daß er den Völkermord von 1994 bis heute nicht wirklich verstanden hat. (Er redet davon, da hätten sich Leute gegenseitig umgebracht). Gespräch mit Paul Kagame über die Rolle der USA damals. Clinton kümmert sich jetzt vor allem um die landwirtschaftliche Entwicklung. Zum Thema der Bemühungen westlicher Menschenfreunde, Afrikas Landwirtschaft in den Weltmarkt einzubinden und dabei die Selbstversorgung zu zerstören, heute auch ein spannender Hintergrundbeitrag in der jungen Welt: "Bill Gates in Afrika" -    ¤

B

26
15.9.13

Vor der Parlamentswahl am Montag. Am Wahlsieg der RPF bestehen keine Zweifel, eine ernstzunehmende Opposition gibt es nicht. Peter Greste berichtet aus Kigali vom "Wahlkampf".  Der Bericht bei TV5 (aitv) erwähnt zwei Bombenanschläge, dabei wurden zwei Menschen getötet.

A,JA

zus.5
19.9.13

Im neuen Parlament sind 64 Prozent der Abgeordneten Frauen. Bericht von Peter Greste.    

A

3
           
20.9.13

Die RPF hat bei der Wahl wie erwartet 76 Prozent der Stimmen bekommen. Kurzbericht von Peter Greste.

A

1
14.10.13

"Die verlorene Fabrik" - Film von Astrid von Stockar. Der schweizerische Unternehmer Christoph Dicken fliegt nach Ruanda, um seine frühere Dachplattenfabrik zu besichtigen, die er durch den Völkermord 1994 verloren hatte. Er versucht, herauszufinden, wem die Fabrik jetzt gehört (heute wird dort Tütenmilch abgepackt) und wie der Eigentümerwechsel vonstatten ging. Antworten bekommt er aber kaum, auch nicht von Präsident Kagame, obwohl der vermutlich einiges darüber weiß.

3sat 22
19.10.13

Um das anhaltend hohe Bevölkerungswachstum einzudämmen, macht die Regierung Werbung dafür, daß Ehemänner eine Vasektomie (Sterilisation durch Durchtrennen der Samenleiter) machen lassen. Bericht von Peter Greste.

A

3
25.10.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Meldung: neue Kämpfe zwischen Kongos Armee und M23. Dabei fliegen bei Gisenyi auch wieder Granaten auf ruandisches Gebiet. Ruanda beschuldigt Kongos Armee und droht mit Gegenschlägen.

P

1/2
29.10.13 Kongo (DRC) / Ruanda : Die Armee nimmt auch Rumangabo ein, wo das wichtigste Militärlager der M23 war. Die Rebellen haben den Ort fluchtartig verlassen und große Mengen Waffen zurückgelassen. Es wurden zahlreiche Rebellen gefangengenommen, von denen viele angeblich aus Ruanda und Uganda stammen. Die Rebellen halten angeblich nur noch Bunagana an der ugandischen Grenze. Bei AJE berichtet Malcolm Webb aus Rumangabo (offenbar bei der Armee eingebettet).  Bei TV5 ein Bericht (aitv) aus Kinshasa. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

Inside Story: "M23 : On the Brink of Defeat?"  - Diskussion mit Richard Dowden (Afrikaexperte),  Herman Cohen (Ex-US-Afrikaminister) und Kambale Musavuli (Friends of Congo), u.a. auch über die Rolle Ruandas im Konflikt.  (NNA)*

A,JA,E

 

A

zus.6

 

25

                 
8.12.13

In einer Afrika-Ausgabe des Weltspiegel der einzige halbwegs interessante Bericht: "Die Plastiktüten-Polizei!" - Shafagh Laghai über den staatlich verordneten (man möchte sagen: typisch deutschen) Sauberkeitsfimmel der Ruander. Kigali, die "sauberste Stadt Afrikas", allgemeines Verbot von Plastiktüten. Einreisende werden penibel gefilzt, die konfiszierten PE-Tüten gesammelt und in Handarbeit zu Plastikplanen für die Landwirtschaft recycelt.

WS

7
2.1.14

In Johannesburg ist der frühere Chef des ruandischen Geheimdienstes, Patrick Karegeya, ermordet worden. Er war 2006 abgesetzt worden und nach Südafrika ins Exil gegangen. Schon 2010 hat er zwei Mordanschläge überlebt. - Bei der BBC Bericht von Peter Biles aus Johannesburg, und Hintergrundinfos von Ally Yusufu Mugenzi (BBC Africa).   ¤

A,B,JA

zus.11
           
12.1.14

Präsident Kagame erklärt zum Mord an  Patrick Karegeya (am 2.1. in Südafrika): "Niemand der das Land verrät, kann den Konsequenzen entkommen."

A

2
18.1.14

Bericht über die Morde an ruandischen Exil-Politikern und was Kagame damit zu tun hat.

JA

2
28.1.14

Der UN-Beauftragte für Menschenrechte Maina Kiai stellt in Kigali seinen Bericht zur Lage in Ruanda vor und kritisiert u.a., daß jede politische Opposition als Terrorismus oder Leugnung des Völkermordes verfolgt wird. Bericht von Gervais Nitcheu (aitv).

JA

2
29.1.14

Der frühere Leutnant der Präsidentengarde Joel Mutabazi und 15 andere sind vor Gericht angeklagt, ein Attentat auf den Präsidenten geplant zu haben. Bericht von Gervais Nitcheu (aitv).

JA 2
3.2.14

Der Chef des ruandischen Geheimdienstes von 1994, Pascal Simbikangwa,  steht in Paris wegen Beteiligung am Völkermord vor Gericht. Bei AJE ein Bericht von Emma Hayward, und Gespräch mit Peter Erlinder (Jurist und Autor von "The accidential Genocide"), der die These vom geplanten Völkermord ablehnt und meint, die Geschichte Ruandas sei einseitig von den Siegern geschrieben worden. Er hält Kagame für den Mörder von Habyarimana. - Im Bericht bei TV5 u.a. Stellungnahme von Simbikangwas Anwältin Alexandra Bourgeot.   ¤

A,JA

zus.9
                 
3.2.14

Bei "Africa Today" diskutiert Vuyiswa Ngqobongwana mit Phil Clark (Politologe), Kalisa Kalemera (Sprecher der Ruander in Britannien) und Daniel Donovan (Afrika-Experte) über das heutige Ruanda, Wirtschaftswunder oder Diktatur? (Natürlich beides!)

P

25
3.2.14

"Rwanda: reconciliation a must" - Film von Oriol Andrés und Carlos Castro über den Völkermord und die Anstrengungen zur Versöhnung. Mit zahlreichen Aussagen von Ruandern, Überlebende, einfache Leute, Juristen, Politiker. Noch nicht richtig angesehen, vermutlich sehenswert.   ¤

Text bei YT zum Film: "In Rwanda, people live peacefully. However, is it the same coexisting peacefully than living in peace? Eighteen years after the genocide, Hutu and Tutsi are all part of a country officially and apparently in peace. Reconciliation was the only way to survive and a political priority for the government that arose after the genocide and it is still in power. The justice of the Gacaca, Memory and the press, all pushed on that direction. But at the same time, reconciliation has been imposed. It has been a one-way process that created cracks. The suffering and the wounds of so many atrocities are still present. "The first day we ex-prisoners and survivors sat face to face, we thought that the survivors would revenge. But they were also worried. They thought we had returned to commit another genocide."

P

 

26

 

           
4.2.14

Berichte und Hintergrund zum Prozeß gegen  Pascal Simbikangwa in Paris. Bei AJE Gespräch mit Philip Gourevitch (er beschuldigt Frankreich, 1994 Komplize beim Völkermord gewesen zu sein), bei der BBC mit Patrick de Saint Exupéry (Korrespondent in Ruanda 1994), Venuste Nshimiyimana (BBC Afrique), Carina Tertsakian (HRW) und mit Johnston Busingye (Ruandas Justizminister). Bei TV5 Infos über Reaktionen in Kigali und Gespräch mit François Soudan (Jeune Afrique).   ¤

Auf deutsch berichten nur Euronews (kurz und gut) und arte. Im arte-Bericht weisen Alain und Dafrosa Gauthier, die den Prozeß durchgesetzt haben, darauf hin, daß in Frankreich noch zahlreiche Haupttäter des Völkermordes unbehelligt im Exil leben, darunter Agathe Habyarimana.

A,B,Sky,arj,E,JA

 

zus.36

 

                 
5.2.14

Bei Euronews noch ein Bericht über den Prozeß gegen Pascal Simbikangwa. Wohl der beste Beitrag, der sich in zwei Minuten über den Völkermord machen läßt.  ¤

E

2
           
13.2.14

Fortsetzung des Prozesses gegen Pascal Simbikangwa in Paris.

JA

2
18.2.14

In Frankfurt verurteilt ein Gericht Onesphore Rwabukombe zu 14 Jahren Gefängnis. Er hatte als 1994 als Dorfbürgermeister ein Massaker an 400 Tutsi angeordnet, die in einer Kirche Zuflucht gesucht hatten.   

arj,TS zus.4
26.2.14

Bericht über den Prozeß gegen Pascal Simbikangwa in Paris, bei dem es auch um die Rolle des Hetzsenders "Radio Mille Collines" beim Völkermord geht. (Details leider nicht verstanden.)

JA 2
14.3.14

Pascal Simbikangwa ist in Paris wegen Beteiligung am Völkermord und Verbrechen gegen die Menschheit zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt worden. Simbikangwa hat nicht nur seine Beteiligung immer geleugnet, sondern auch, daß es in seiner Region überhaupt einen Massenmord gegeben habe. Bei AJE berichtet Emma Hayward aus Paris, sowie ein Gespräch mit Peter Erlinder.   ¤

A,P,arj,E,JA

zus.17
                 
21.3.14

"Comme si c'etait hier- La Radio des Mille Collines - Le Genocide en chantant" - Ein Stück zur Erinnerung an den Völkermord vor 20 Jahren.   ¤

TV5

4
26.3.14

Eine Recherche von Gabriel Gatehouse in Johannesburg. Ex-Geheimdienstchef Patrick Karegeya wurde dort im Januar ermordet, vermutlich von ruandischen Agenten im Auftrag von Präsident Kagame.

B

4
2.4.14

Vor 20 Jahren (am 6.4.1994) begann der Völkermord. In den nächsten Tagen wird es einige Berichte über das Gedenken geben.

Im Journal Afrique ein Bericht von Sophie Roussi über Frauen, die fast 20 Jahre als Flüchtlinge im Kongo waren und jetzt zurückkehren, erstmal in ein Übergangslager in Rubavu bei Goma. - Euronews berichtet über eine Konferenz in Brüssel zur Verhinderung von Völkermorden.

JA,E

zus.4
3.4.14

Mark Doyle berichtet aus Ruanda und erzählt die Geschichte von Capitan Mbaye Diagne nach. Der UN-Blauhelmsoldat aus Senegal hat 1994 auf eigene Faust 600 Tutsis vor den Massenmördern gerettet. - Am Wochenende bei der BBC darüber die Doku "A Good Man in Rwanda".   ¤

Zweiter Bericht von Sophie Roussi über Frauen, die aus dem Exil in ihre Heimatdörfer zurückkehren.

B

JA

4

4

3.4.14

Der Spielfilm "Rwanda - The Day God Walked Away" von Philippe van Leeuw, jetzt tatsächlich die deutsche Fassung. (Meine Besprechung des Films - französische Fassung - am 6.10.11)    ¤¤¤

WDR

95
4.4.14

 

 

Bei der BBC berichtet George Alagiah live aus Kigali über die anstehenden Gedenkfeiern. In einem Bericht aus der Gedenkstätte in Murambi schildert er den Ablauf der Massaker und spricht mit zwei Überlebenden und dem Direktor des Museums. Live ein Gespräch mit Freddy Mutanguha, Direktor des Kigali Genocide Memorial.  ¤

Bei CNN ein Bericht von Nima Elbagir über die Erinnerungen einer Frau, die als 16-Jährige das Massaker überlebt hat. Sie wurde damals von einem Vergewaltiger mit HIV infiziert.

Im "Journal Afrique" ein Bericht von Sophie Roussi über den Alltag in einem Dorf, die schwierige Stromversorgung und das neue Methangaskraftwerk am Kivu-See.

Bei arte ein Beitrag über den französischen Fotografen Alexis Cordesse, der seit 1996 daran arbeitet, den Völkermord zu dokumentieren. Neben seinen eigenen Aufnahmen nutzt er auch Bilder des Hetzsenders RTLM. Cordesse weist auf dessen rassistische Ideologie hin. Sehenswerte Ausstellung im Holocaustmuseum in Mechelen (Belgien).   ¤

B

C

JA

arj

9

6

3

4

4.4.14

 

 

Komplett die Sitzung des deutschen Bundestages zum Gedenken an den Völkermord. Mit einigen wirklich hörenswerten Redebeiträgen, u.a. von Außenminister Steinmeier und Kordula Schulz-Asche (Grüne). Gute Beiträge auch von Linken-Abgeordneten, denen leider CDU-Politiker kein Ohr schenken. Erwähnenswert aber auch der unsäglich peinliche Auftritt des Philipp Mißfelder, der weder mit dem Namen Habyarimana etwas anfangen kann, noch den in sehr schlechtem Deutsch verfaßten Redetext korrekt vorlesen kann. Inhaltlich vielleicht später noch mehr dazu.  ¤¤

Vorweg ein Gespräch mit Kordula Schulz-Asche und Dagmar Wöhrl (CSU).

Nur zwei Nachrichtensendungen haben über die Debatte berichtet. Bei der Tagesschauredaktion hat man nach 20 Jahren immer noch rein gar nichts gelernt und schwafelt wieder mal davon, daß "damals die Gewalt zwischen den Stämmen der Hutus und der Tutsis eskalierte". Der Bericht von Hans Jessen bringt zwar ein paar gute Redeausschnitte, erklärt aber kaum etwas, sondern hebt vor allem auf die Pflicht zur militärischen Intervention ab, ganz im Sinne der Strategie der Nato. - Der sehr kurze Nachrichtenbeitrag im heute-journal ist auch nicht viel besser. Auch hier die sinnlose Formulierung von den "Gemäßigten Hutus", die neben den Tutsis ermordet wurden. Waren denn die in den deutschen KZs ermordeten Kommunisten auch "gemäßigte Arier"? Oder für die Tagesschau: wie fändet ihr es, wenn ein afrikanischer Sender über die deutsche Geschichte mitteilen würde, daß von 1933 bis 1945 "die Gewalt zwischen den Stämmen der Juden und der Arier eskalierte"?

Phoenix

 

Phoenix

 

TS,hj

 

113

 

15

 

zus.3

 

           
5.4.14

Aktuell: die französische Regierung will sich an den Gedenkfeiern in Kigali nicht beteiligen, weil Kagame es gewagt hat, nochmal an die Beteiligung Frankreichs am Genozid zu erinnern. Bei AJE Bericht dazu von Nadim Baba aus Paris, bei TV5 eine Stellungnahme des Sprechers des französischen Außenministers, und zwei Meldungen.   ¤

A,P,JA,E

zus.6
                 
5.4.14

Bei AJE zwei Berichte aus Ruanda. Mohammed Adow bringt Eindrücke aus der Gedenkstätte in Murambi und zeigt den Kontrast zur heutigen rasanten Entwicklung des Landes. Catherine Soi berichtet aus Kibuye über junge Leute im heutigen Ruanda und die Erinnerungen an die Geschichte.   ¤

Bei Euronews ein Bericht über zwei Männer, damals Täter und Opfer, heute Nachbarn.

Im "Journal Afrique" ein Bericht von Sophie Roussi über den Geschichtsunterricht in einer Schule in Kibuye.

A

E

JA

7

2

3

                      
5.4.14

  "A Good Man in Rwanda" -  Film von Mark Doyle über die Geschichte des Capitan Mbaye Diagne. Der UN-Blauhelmsoldat aus Senegal hat 1994 auf eigene Faust 600 Tutsis vor den Massenmördern gerettet. Spannend, etliche Augenzeugen, Täter und Überlebende, Erinnerungen von Romeo Dallaire. Teilweise für mich unbekannte Aufnahmen von 1994. (Doyle war damals als Korrespondent in Ruanda, die BBC war hier noch nicht empfangbar.)  ¤¤¤

B

47
5.4.14

 

 

"Vergeben, aber nicht vergessen" - Reportage von (??) über das Leben im heutigen Ruanda. Junge Leute und ihr Umgang mit der Geschichte. Frauen, die 20 Jahre danach weiter von der erlittenen Gewalt gequält werden und sich in einer Selbsthilfegruppe austauschen. Aus dem Kongo zurückgekehrte Hutu-Kämpfer im Reintegrationszentrum "Maputo". Eindrücke eines sich enorm verändernden Landes.   ¤¤

Text von der (leider wieder mal völlig zerstörten) arte-Seite: "Die jungen Leute um die 20 Jahre nennen sie in Ruanda die „Kagame-Generation“, nach ihren Präsidenten Paul Kagame, der das Land seit inzwischen zwei Jahrzehnten regiert, erst als Vize- und seit 2000 als Präsident. Die jungen Leute haben den Völkermord 1994 nicht selbst miterlebt – und viele wissen nur sehr wenig darüber.
In Kigali steht das Mahnmal zum Völkermord, vor zehn Jahren errichtet nach dem Vorbild des Yad Vashem in Jerusalem. Hier bieten sie Führungen an für junge Leute, in der Regel ein Vormittag Unterricht und Führung in ruandischer Zeitgeschichte über die Ursachen und die Folgen des Mordens zwischen Tutsi und Hutu: Zeugen erzählen, was ihnen widerfahren ist, Filme und Fotos berichten über die Barbarei der 100 Tage im Frühjahr 1994.
Seit 20 Jahren bemüht sich Ruandas Präsident Paul Kagame um eine Politik der Versöhnung: Es soll keinen Unterschied mehr geben zwischen Tutsis und Hutus, sondern nur noch Ruander. Er will sein Land zu einem „Singapur in Afrika“ entwickeln: Tatsächlich ist das Wirtschaftswachstum Ruandas nicht nur für afrikanische Verhältnisse sehr beeindruckend. 20 Jahre nach dem Völkermord mit 800.000 Toten bemüht sich Ruanda nach vorne zu schauen und seine Vergangenheit nicht zu vergessen."

arep

 

 

27

 

 

6.4.14 20. Jahrestag des Beginns des Völkermordes an den ruandischen Tutsi, eines Ereignisses, dessen Bedeutung von den deutschen Medien bis heute nicht verstanden wird.    
6.4.14

AJE berichtet den ganzen Tag ausführlich über Ruanda, diverse Live-Schalten nach Kigali, mit aktuellen Infos von Mohammed Adow. Berichte über das Gedenken, mit Erinnerungen von Überlebenden. Über Hutus, die immer noch als Flüchtlinge im Nachbarland Kongo leben. Über Hutus und Tutsis in einem Dorf, die das friedliche Zusammenleben wieder gelernt haben. Außerdem Infos aus Paris zur aktuellen Kontroverse mit Frankreich über dessen Mitschuld am Völkermord. Und ein Gespräch mit Jan Eliasson (Vize-Generalsekretär der UN) über das Versagen der UN damals.  ¤

A

 

A

zus.18

 

25

                   
           
6.4.14

Inside Story: Diskussion über die Mitverantwortung Frankreichs. Mit Simon Adams (Konfliktexperte), Francois Gere (Historiker) und Robert Ford (ruandischer Journalist und Unternehmer).  (leider NNA)* (leider weder Link noch Video verfügbar.)  ¤

A

25
6.4.14

PressTV meldet, daß Ruanda Frankreich beschuldigt, am Genozid teilgenommen zu haben. - Bei CNN ein Beitrag von Christiane Amanpour, mit viel emotionaler Musik und ein paar schrecklichen Fakten, aber ohne Erkenntnisgewinn.

P,C

zus.6
6.4.14

Bei TV5 Infos über den diplomatischen Streit, und ein Bericht aus Kigali von Sophie Roussi über das Verhältnis von Regierung und Opposition. Interessant, leider kaum verstanden.

Beim Sender France24 eine Dokumentation von Pauline Simonet: "Rwanda, le dernier Genocide du 20e Ciecle" - Historische Hintergründe, diverse Experten und Augenzeugen. Details später, NNA)*

JA

TV24

6

17

6.4.14

 

Im deutschen TV gibt es überhaupt nur in der ARD Beiträge zu Ruanda, aber die auch nur am Rande. In der Tagesschau wird an ein Erdbeben vor 5 Jahren erinnert, aber nicht an den zweiten Holocaust. Im Wochenspiegel nur ein kurzer Hinweis, dann ein Bericht über Chinas Investitionen in Afrika. Einzig im Weltspiegel kommt Relevantes, ein Bericht von Peter Schreiber über das Zusammenleben von Überlebenden mit den damaligen Tätern in einem Dorf und über das boomende Kigali, wo die Unterscheidung von Hutus und Tutsis anscheinend überwunden worden ist. (Kurzfassung davon am Montag im MoMa.) Guter und einfühlsamer Bericht, aber auch nicht sonderlich erkenntnisfördernd. Vielleicht kann er zum Fragen anregen.

arte und Euronews berichten über den diplomatischen Streit zwischen Ruanda und Frankreich. Bei arte außerdem ein Bericht über verordnete Versöhnung von Tätern und Überlebenden in einem "Versöhnungsdorf". Bei Euronews ein kurzer, aber sehr guter Bericht über die historischen Ereignisse.

ARD,WS

 

arj,E

zus.17

 

zus.10

           
 

Was in keinem Bericht klargemacht wird, was offenbar niemand verstehen will: das Entscheidende am Völkermord an den Tutsis ist nicht dessen Grausamkeit, ist nicht die Zahl der Opfer, ist nicht der "Blutrausch" der Täter. Es ist die Parallele zum Völkermord an den Juden: eine faschistische Machtelite beschließt, eine Minderheit komplett auszulöschen, erklärt diesen Plan öffentlich und setzt ihn dann praktisch um. Ein organisierter und geplanter Völkermord. Sowas hat es vorher in der Menschheitsgeschichte nicht gegeben, der Nazi-Holocaust wurde darum als "Singularität" bezeichnet. In Ruanda ist es das zweite Mal passiert. Wie kann es sein, daß dies im Land des ersten Holocausts niemand begreift?

Ich sehe darin eine Art des Rassismus, der es diesen primitiven Schwarzen einfach nicht zutraut, so ein enormes Verbrechen zu planen. Der den Rassismus der "Hutus" gegenüber den "Tutsis" nicht erkennt, weil es ja eben alles nur Schwarze sind. Der politische Motive nicht sieht, sondern nur dunkle "Stammeskämpfe" vermutet. Der darum auch die eigene Mitschuld nicht erkennen kann: Deutschland war das Land, das Ruanda zuerst kolonisiert hat, es waren deutsche Ethnologen, die dort die sozialen Kasten der Hutus und Tutsis zu "Völkern" erklärt haben und mit diesem rassistischen Gift die Grundlage für den Völkermord fast genau 100 Jahre später gesät haben. 

 

 
7.4.14

 

 

 

 

 

 

 

 

In Kigali findet die große zentrale Trauerfeier zur Erinnerung an den Beginn des Völkermordes vor 20 Jahren statt. AJE, BBC und die französischen Sender berichten sporadisch live von dort, leider keiner durchgehend, und alle schaffen es nicht, einfach mal den Mund zu halten und zuzusehen und zu hören. Obwohl die Ansprachen großenteils auf englisch oder französisch sind. Nur bei AJE ein Paar Minuten live-OT der Rede von Kagame. Sonst viel, mehr oder weniger schlaues Gerede der Korrespondenten, und Expertenmeinungen, u.a. von André Guichaoua (Historiker, bei F24) und Andrew Wallace (Experte, bei AJE).   ¤

Diverse Zusammenfassungen und Hintergrundberichte bei AJE, BBC und CNN. Bei AJE berichtet Mohammed Adow. Bei der BBC Einschätzungen von Ally Yusufu Mugenzi (Mitarbeiter der BBC) und William Nkurunziza (Ruandas Botschafter in Britannien), sowie zwei gute Berichte von George Alagiah. Bei CNN ein Bericht von Nima Elbagir. Und ein OT von Tony Blair. Der Massenmörder war ebenfalls zu Gast bei den Feiern in Kigali.

Bei PressTV wird Kagames Kritik an der Rolle Frankreichs hervorgehoben (bei den anderen Sendern eher am Rande). Bewertungen dazu von Abayomi Azikiwe.

Nach der Absage der französischen Regierung ist auch der französische Botschafter von den Feiern ausgeschlossen worden. Bei TV5 ist dies das Hauptthema. Ein Gespräch darüber mit François Graner, der in seinem Buch "Le sabre et le machette" die Beteiligung von französischen Soldaten an den Massakern der Hutu-Faschisten nachgewiesen hat. Außerdem Gespräch mit dem Autor Grégoire Duruz. Und ein Bericht von einer Kundgebung des "SOS Racisme" in Paris.   ¤


Für die ARD berichtet Peter Schreiber von den Gedenkfeiern, recht ordentlich. Aber die Tagesschauredaktion nennt Hutus und Tutsis 20 Jahre danach immer noch "Völker". Und die liebe Caren Miosga sagt tatsächlich, die Ermordeten seien "Stammesmitglieder der Zuzi" gewesen. Auch die sonst sehr geschätzte Shafagh Laghai verbreitet in ihrem Geschichtsrückblick einigen Blödsinn. Der damalige Korrespondent Hans-Josef Dreckmann rettet den Beitrag. 

Recht gute Berichte bei arte, hier ist Ruanda Hauptthema der Nachrichten, sowohl die Gedenkfeiern als auch der Streit mit Frankreich. - Im heute-journal kluge Worte von Marietta Slomka über die "künstliche Unterscheidung" zwischen Hutus und Tutsis. Und ein Bericht von Jörg Brase über das Zusammenleben von Tätern und Überlebenden. - Bei Euronews ein guter Bericht über die Gedenkfeier, und ein "News+" über die Wirtschaftsentwicklung. Gespräch mit Pierre Boisselet (Redakteur bei "Jeune Afrique").   ¤

A,B,TV5,F24

 

A,B,C

 

P

JA

 


TS24,TS,TT

 

arj,hj,E

zus.31

 

zus.29

 

3

zus.16

 


zus.10

 

zus.15

                 
7.4.14

Bei kulturzeit vernünftige Worte zum Tage von Ernst Grandits, und ein Beitrag über Paul Rusesabagina, den Filmhelden aus "Hotel Ruanda". Dem damaligen Hotelmanager, der wohl einige Hundert Menschen vor den Mörderbanden geschützt hat, wird heute in Ruanda vorgeworfen, er habe sich an den Flüchtlingen bereichert. Die Vorwürfe dürften aber damit zusammenhängen, daß er das heutige Regime kritisiert und Mitglied einer Oppositionspartei ist. Er lebt jetzt im Exil in Paris.   ¤

ktzt

7
7.4.14

Die Meldungen der Tagesschau vom 7. und 8. April 1994 über "die blutigen Unruhen in Kigali". Immer noch unfaßbar, wie man da Meldungen über Tausende ermordete Zivilisten mal eben in 25 Sekunden nebenbei abgehakt hat. Peinlich dumme Erklärversuche: "zwei Völker, Hutus und Tutsis stehen sich gegenüber." Beschämend. (Heutzutage bringt man solche Meldungen lieber gleich gar nicht, auch wenn es dazu sogar Bilder gibt, wie bei den Massakern im Sudan und den Terroranschlägen der Salafisten in Nigeria. )   ¤¤¤

Die Nachrichten (und fehlenden Nachrichten) der Tagesschau von 1994 über Ruanda jetzt auf einer Extra-Liste.

TS24,NDR

zus.3
8.4.14

Gespräch mit dem Journalisten Pierre Péan über Kagames Vorwürfe gegen Frankreich und über die Gegenvorwürfe, Kagame bzw. dessen RPF hätten damals das Präsidentenflugzeug abgeschossen. Welche Haltung Péan dazu hat, ist mir leider nicht ganz klargeworden.

JA

6
8.4.14

 

 

 

"Ein Dream-Team für Ruanda" - Film von Francois Xavier Destors und Marie Thomas-Penette. Ein Ex-Fußball-Nationalspieler kehrt 20 Jahre nach dem Völkermord ins Land zurück. Der Film zeichnet anhand seiner Begegnungen und Erinnerungen die Geschichte des Landes nach, dabei werden ausführlich alte Dokumentaraufnahmen verwendet. Die Kolonialisierung, die rassistische Deutung des Hutu-Tutsi-Gegensatzes, die Hutu-Revolution 1959, der Einmarsch der RPF 1990, die folgenden Massaker an Tutsis, die Bildung der faschistischen Parteien "Hutu-Power" und CDR und ihrer Mördermiliz Interahamwe, die mediale Mordhetze und schließlich 1994 der Völkermord. Sehr klare und korrekte Darstellung der Geschichte und der Zusammenhänge, verständlich, nachvollziehbar, bewegend. Einer der besten Filme dazu. Unbedingt sehenswert!    ¤¤¤

Text von arte: "Zusammen mit damaligen Mannschaftskameraden, die ihn 1994 beschützt hatten, hat Eugène Murangwa in Kigali eine Fußballakademie gegründet. Die Kinder sind die Hoffnungsträger des heutigen Ruanda. Die neue Generation soll den durch Jahrzehnte des Hasses entstandenen Bruch kitten.
Wie das ganze Land strebt auch Eugène nach Wiedergutmachung. Er reist in die Vergangenheit, um die Grundlagen für eine neue Zukunft zu schaffen. Dabei trifft er Überlebende des Genozids und ehemalige Fußballspieler. Die Geschichte dieses Sports ist eng mit der Kolonialherrschaft und der Tragödie Ruandas verknüpft. Zum ersten Mal erlebt Eugène, dass Feierlichkeiten zum Gedenken an die Opfer des Völkermords stattfinden. Nach und nach holt ihn seine eigene Geschichte ein, und er erkennt, wie komplex die selbstgestellte Aufgabe tatsächlich ist. Die Felder, Stadien und Hügel Ruandas beschwören noch immer die Erinnerung an die grauenvollen Ereignisse herauf."

arte

 

 

 

87

 

 

 

9.4.14

In der Reihe "Witness" erinnert sich der damalige UN-Helfer Adama Daff an die Ermordung von Premierministerin Agathe Uwilingiyimana durch Hutu-Faschisten am Abend des 6.4.94.    

B

4
9.4.14

Bericht von Maud Julian über Hutus aus Ruanda, die seit 20 Jahren als Flüchtlinge in Kongo (DRC) leben. Ihre FDLR-Milizen terrorisieren dort die Bevölkerung. FDLR-Chef Victor Byiringiro sagt, er will nur nach Ruanda zurückkehren, wenn die Rebellengruppe dort als Partei anerkannt wird.

B

4
9.4.14

Gespräch mit dem Journalisten Francis Kpatindé über Kagames Vorwürfe gegen Frankreich. (NNA)*

JA

5
9.4.14

"Kagame" - Film von Sorious Samura und Clive Patterson über das heutige Ruanda. Samura spricht u.a. mit Präsident Kagame, auch über die Kritik an seiner autoritären Führung. (P+P) (NNA)*

A

25
            
9.4.14

Im D-Radio Kultur das Hörspiel "Personalausweis/Carte d’identité" von und mit Diogène Ntarindwa. Ein ganz persönlicher Blick auf den Völkermord und die Geschichte des Landes. Teilweise tatsächlich witzig, z.B. die Stelle über die widersprüchlichen Mythen der Kolonialisten über die Tutsis. Hörenswert.

DLR

 
10.4.14

"Justice Seekers" - Film von Antonio Ribeiro  - Die Ruanderin Dafroza Gauthier sucht gemeinsam mit ihrem französischen Mann nach den Völkermordtätern, die ihre komplette Familie ausgelöscht haben, und nach den verantwortlichen Hintermännern. (Witness)  (NNA)*    ¤¤

A

47
           
10.4.14

The Stream: "In Rwanda, remembrance and reconciliation" - (Text von AJE:) How does a nation reconcile with genocide? Twenty years have passed since ethnic divisions sparked the killing of more than 800,000 Rwandans. How much progress has been made in repairing societal damages, and to what degree has Rwanda achieved reconciliation and justice for its people? We’ll hear Rwandan perspectives on the 1994 massacre. 

Live-Diskussion mit Yvette Nyombayire Rugasaguhunga (ruandische Diplomatin), Olivia Ikilezi ("Digital Strategist"), Alphonsine Kabagabo (Survivors Fund), Samuel Munderere (foundationrwanda.org) und Jean Baptiste Habyalimana (Versöhnungskommission).  (NNA)*   ¤

A

25
           
11.4.14

"Perspectives": Beiträge europäischer Sender (vor allem aus der Schweiz) über die Erinnerungen an den Völkermord.    ¤

E

10
16.4.14

Der bekannte Musiker Kizito Mihigo, selber Völkermordüberlebender, ist in Kigali verhaftet worden, angeblich soll er Terroranschläge mit vorbereitet haben. Vor Reportern erklärt er, tatsächlich Kontakt zur RNC gehabt zu haben. Bericht (aitv) . Ausführlicher Artikel von DJ dazu in der taz: "Ein Sänger als Terrorist?"

JA

2
17.4.14

Bei den UN ist über Lehren aus dem ruandischen Völkermord debattiert worden.

Mohamed Adow berichtet aus Kigali über die Medien in Ruanda und deren Lehren aus dem Völkermord. Seit einem Jahr gibt es neben dem staatlichen Fernsehen auch wieder einen kleinen, unabhängigen privaten TV-Sender, "TV10".

A

A

1

3

           
23.4.14

Gespräch mit dem Journalisten Mathieu Sarfati über seine Dokumentation "Pièces à convictions". Darin geht es um drei katholische Priester, Martin Kabalira, Gabriel Maindron und Wenceslas Munyeshyaka, die in Ruanda wegen Beteiligung am Völkermord verurteilt wurden. Alle drei leben unbehelligt im Exil in Frankreich.   ¤

JA

5
10.5.14

"Hate Radio - Radio des Milles Collines und der Völkermord in Ruanda" - Film von Milo Rau zu seinem Theaterstück (Re-Enactment) gleichen Namens. Eine Aufzeichnung des ganzen Stücks kann man auf der Webseite des IIPM herunterladen.  (leider immer noch nicht richtig angesehen.) (siehe 29.11.11)   ¤¤¤

3sat

 52
11.5.14

"Sternstunde Philosophie: Greuel und Kunst - Wo liegen die Grenzen des Ästhetischen?" - Juri Steiner spricht mit dem Theatermacher Milo Rau und der Philosophin Juliane Rebentisch über Raus Inszenierungen von Gerichtsprozessen und das Ruanda-Stück "Hate Radio".  - Spannend, leider NNA)*

3sat

53
29.5.14

Romeo Dallaire (1994 Chef der UN-Truppe in Ruanda) ist in Kanada von seinem Senatorenposten zurückgetreten.  

TV5

5
11.6.14 Kongo (DRC) / Ruanda : Meldung über Gefechte zwischen Soldaten beider Länder an der Grenze, mindestens 5 Tote. Gegenseitige Vorwürfe. Bei TV5 Infos aus Kinshasa von Mehdi Meddeb.

E,JA

zus.3
12.6.14 Kongo (DRC) / Ruanda : Noch ein Bericht (Euronews) und eine Meldung (TV5) über die Kämpfe an der Grenze. Anscheinend sind diese aber wieder vorbei.

E,JA

zus.1
22.6.14

In Frankreich verlangen immer mehr Stimmen eine Aufarbeitung der Kollaboration der französischen Eingreiftruppe in Ruanda mit den Völkermördern. Bericht aus Paris von Ramin Mazaheri.

P

2
           
27.8.14

Tania Page berichtet aus Johannesburg über den Prozeß gegen sechs Männer, die für den ruandischen Geheimdienst versucht haben sollen, einen oppositionellen Exilanten in Südafrika zu ermorden.

A

2
29.8.14

Beim Prozeß in Johannesburg sind zwei Angeklagte freigesprochen worden, die anderen vier sind schuldig. Sie sollen versucht haben, den ruandischen  oppositionellen Ex-General Nyamwasa zu ermorden, angeblich im Auftrag des ruandischen Geheimdienstes. Infos und Bericht aus Johannesburg von Tania Page.  (Aufnahme versehentlich gelöscht.)

A

7
9.10.14

Beitrag über eine Dokumentation der BBC ("Rwanda's untold story"), die behauptet, der heutige Präsident Kagame sei für schwere Kriegsverbrechen der RPF während des Krieges verantwortlich.

JA

2
23.10.14

Demonstrationen gegen die BBC, weil diese die umstrittene Dokumentation "Rwanda's untold Story" ausgestrahlt hat. Das Parlament verlangt ein Verbot des Senders. (Bericht aitv.) 

JA

2
1.11.14

 

 

 

Themenabend "Ruanda" bei ARD-Alpha (früher BR-Alpha). Leider ist die Sendungsbegleitung unter aller Sau, es gibt über die Beiträge und Filme praktisch keine Informationen. Nicht im Videotext, nicht im Netz, auch nicht auf dem Sender selber, wo nur immer wieder ein Werbeclip für den Themenabend wiederholt wurde, der bewies, daß man bei dem Sender (Motto: "Die Welt verstehen") über Ruanda leider rein gar nichts verstanden hat. Da ich selber alles noch nicht angesehen habe, hier erstmal nur die dürren Titelangaben:

1. "100 Days" - Spielfilm von Nick Hughes aus dem Jahr 2001 über den Völkermord. Durchgehend auf englisch, keine UT.   ¤¤

2. "Remember, unite, renew - Ruanda heute" - Film von Michael Gruber.

3. "alpha-Forum": Gespräch mit Christine Nkulikiyinka (Botschafterin von Ruanda in Deutschland)

4. "Ingaruka" (Consequences) - Kurzfilm von Nicole K. Umutoni und Ayuub Kasasa Mago.

5. "The K-Guy" - Kurzfilm von Joselyne U.

6. "Stressed" - Kurzfilm von Malika Banyundo.

Die folgenden Filme fehlen mir leider: "Special Thieves" (von Jules Sibomana) und "Kezalella" (von Fiona Mukundente). (Folgen in der nächsten Langen Nacht am 20.5.16)

Alpha

 

 

 

98

30

43

15

6

7

23.12.14 Ruanda Weltjustiz : Das internationale Strafgericht für Ruanda (ICTR) in Arusha (Tansania) beendet seine Arbeit 20 Jahre nach seiner Gründung. JA 2
1.2.15

 

"Rwanda Gambit" (Teil 1) - Film von Andre Vltchek. Inhaltlich und formal erbärmliches Machwerk. Der Autor will irgendwie Paul Kagame und die RPF als die "Bösen" entlarven, vom Völkermord bis heute. Er reiht dafür irgendwelche zusammenhanglosen Aussagen von irgendwelchen Leuten (u.a. Noam Chomsky) aneinander, unterlegt mit völlig unpassenden Bildern und ebenso unpassender Musik ("Rapsody in Blue" zu Leichenbildern. Mein Gott!). Schwer zu ertragen, erst recht wenn man die Hintergründe und Zusammenhänge selber ein wenig kennt. Faktische Falschaussagen kann man dem Autor wohl nicht vorwerfen: er formuliert keinerlei fassbare These. Peinlich, daß PressTV so einen Schund sendet.

P

 

23

 

2.2.15

"Rwanda Gambit" - Teil 2 des Films von Andre Vltchek.  (NNA. Siehe Vortag)*

P

23
3.2.15

"Rwanda Gambit" - Teil 3 des Films von Andre Vltchek.  (NNA. Siehe 1.2.)*

P

16
4.2.15

"Rwanda Gambit" - Teil 4 des Films von Andre Vltchek.  (NNA. Siehe 1.2.)*  

P

18
5.2.15

"Rwanda Gambit" - Teil 5 des Films von Andre Vltchek.  (NNA. Siehe 1.2.)*       

P

19
27.2.15

Meldung: der bekannte Sänger Kizito Mihigo ist wegen eines angeblich geplanten Attentats auf Präsident Kagame zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden. - Bei einem Besuch von Kagame in Paris demonstrieren Ruander für und gegen Kagame.

JA 1
8.4.15

Gedenkfeier in Kigali zum 21. Jahrestag des Beginns des Völkermordes. Kagame begrüßt die Öffnung der Archive des französischen Außenministeriums aus dieser Zeit.    

TV5

2
30.5.15

Bericht über das andauernde Ausstrahlungsverbot für den Kinyarwanda-Service der BBC wegen einer kritischen Dokumentation, die der Sender gezeigt hatte.

JA

2
6.6.15

Im "Listening Post" eine Meldung über die Sperrung von BBC-Programmen durch die ruandische Regierung.

A 1
22.6.15

"7 Days in Kigali" - Dreiteilige Dokumentation von Mehdi Ba und Jeremy Frey über den Beginn des Völkermordes 1994.  (NNA)*

P 25/22/22
23.6.15

In London ist der Chef des ruandischen Geheimdienstes, Emanuel Karenzi Karake, verhaftet worden. Er ist in Spanien angeklagt worden wegen einer Verantwortung für angebliche "Vergeltungsmassaker" der RPF in den 90er-Jahren. Ruandas Regierung protestiert gegen die Festnahme, die als Beleidigung des Landes betrachtet wird.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,B,C,JA zus.10
24.6.15

Vor der britischen Botschaft in Kigali protestieren hunderte Leute gegen die Verhaftung von Karenzi Karake in London.

A

1/2
25.6.15

Geheimdienstchef Karake ist in London gegen Kaution freigelassen worden. - Euronews berichtet als einziger Sender auf deutsch über die Affäre.   

A,B,E

zus.6
26.6.15

Bericht von Coletta Wanjohi (Addis Abeba) zur Verhaftung von Geheimdienstchef Karake in London und zu den Protesten der ruandischen Regierung.

P

2
30.6.15

Angeblich haben mehrere Millionen Ruander eine Petition unterschrieben, die eine Verfassungsänderung fordert, damit Paul Kagame noch eine weitere Amtszeit als Präsident antreten kann. Es gibt Zweifel, ob bei den Unterschriften alles mit rechten Dingen zuging.

JA

2
14.7.15

Das Parlament beschließt, die Verfassung zu ändern, damit Kagame nochmal zur Präsidentenwahl antreten kann. Erläuterungen, Bericht.   

B,JA zus.6
29.7.15

Das Verfassungsgericht prüft die geplante Verfassungsänderung, mit der Kagame eine dritte Amtszeit ermöglicht werden soll.    

JA 1
10.8.15

Meldung: der in London verhaftete ruandische Geheimdienstchef ist wieder freigelassen worden.   

A 1/2
2.9.15

Bei "Markus Lanz" erzählt der Nothelfer Kilian Kleinschmidt über Erlebnisse in Ruanda 1995, u.a. beim Massaker von Kibeho.   

ZDF

5
9.9.15

Das oberste Gericht muß über die Zulässigkeit einer dritten Amtszeit von Präsident Kagame entscheiden. Catherine Soi berichtet aus Kigali.  (NNA)*

A 3
           
30.9.15

"Rwanda: From Hatred to Reconciliation" - Film von Sherif Salah  (NNA)*   ¤¤

A

47
           
2.10.15

Catherine Soi berichtet über futuristische Pläne der ruandischen Regierung für einen völligen Neuaufbau der Hauptstadt Kigali. Heutige Bewohner der Stadt machen sich Sorgen, ob dort für sie noch Platz sein wird.

A

3
18.10.15

Bericht über einen gefeierten Auftritt des belgischen Popstars Stromae in Kigali. Stromae stammt aus Ruanda, sein Vater wurde beim Völkermord 1994 ermordet.

TV5

2
14.12.15

Das Völkermordtribunal in Arusha hat seinen letzten Fall abgeschlossen. Sechs Personen wurden wegen ihrer Beteiligung an den Massakern 1994 verurteilt. Insgesamt wurden in 20 Jahren 93 Personen angeklagt und 61 davon wegen Beteiligung am Völkermord oder als Anstifter verurteilt. Sammy Awami berichtet aus Arusha und spricht mit einigen beteiligten Juristen.   

B 3
17.12.15

Vor dem Referendum zur Verfassungsänderung, mit dem Präsident eine weitere Amtszeit ermöglicht werden soll. Seine Anhänger feiern jetzt schon. Malcolm Webb und Emmanuelle Godard berichten aus Kigali.  

A,JA

zus.5
18.12.15

Beim Referendum hat eine "überwältigende Mehrheit" zugestimmt, die Verfassung zu ändern, damit Kagame eine dritte Amtszeit ermöglicht wird. Berichte und Infos aus Kigali von Malcolm Webb, Catherine Byaruhanga und Emmanuelle Godard.

A,B,JA

zus.11
18.12.15

Bei PressTV weitere Infos zu dem Massaker in Zaria, bei dem die Armee angeblich Hunderte Anhänger des schiitischen Predigers Zakzaky getötet hat. Bilder von Protestkundgebungen in mehreren Ländern, u.a. im Iran, in Pakistan und Indien.

P

8
19.12.15

Laut offiziellen Angaben haben 98 Prozent für die Verfassungsänderung gestimmt. Angeblich ist auch die Wahlbeteiligung 98 Prozent gewesen.  - Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,arj

zus.3
           
21.12.15

Präsident Kagame bedankt sich in einer Rede für das Referendum, deutet dann aber an, daß er vielleicht 2017 gar nicht wieder kandidieren wird: "Niemand bleibt für immer."

A

1
22.12.15

Malcolm Webb berichtet aus Kigali über Kagames Reaktion auf das Referendum und über Leute, die es wagen, Kagame zu kritisieren.  

A

3
29.12.15

In Frankfurt ist Onesphore Rwabukombe zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Völkermord verurteilt worden. Rwabukombe war als Bürgermeister von Kiziguru 1994 verantwortlich für ein Massaker an über 450 Menschen. - In der taz ein guter Bericht über das Verbrechen und den Prozeß, und ein ebensoguter Kommentar, beide von Dominic Johnson.  ¤

arj,TS,hj

zus.7
31.12.15

Malcolm Webb berichtet aus Cyahinda im Süden Ruandas. Der Bürgermeister des Ortes, der hier 19994 den Massenmord anführte, ist kürzlich in der DRC verhaftet worden. Nach dem Ende des Arusha-Tribunals soll er nun in Ruanda vor Gericht gestellt werden.

A 3
1.1.16

Präsident Kagame erklärt, daß er 2017 doch ein drittes Mal zur Wahl antreten will. Bei AJE eine Stellungnahme des Oppositionspolitikers Justin Bahungu.

A,E

zus.3
6.4.16

Nur bei Euronews ein Beitrag zum 22. Jahretag des Beginns des Völkermordes.   

E

1
           
7.4.16

Zum 22. Jahrestag des Beginns des Völkermordes ein Gespräch mit der Buchautorin Beata Umubyeyl Mairesse.  (NNA)*

JA 6
12.4.16

Israel hat während des Völkermordes 1994 trotz UN-Embargos Waffen an das Völkermordregime in Ruanda geliefert. Zwei israelische Anwälte haben verlangt, die Akten darüber zu veröffentlichen. Das hat nun das höchste Gericht Israels abgelehnt, unter Verweis auf Israels "nationale Sicherheit und internationale Beziehungen". PressTV fand als einziger Sender, daß das berichtenswert ist. Gespräch dazu mit Richard Silverstein (Seattle), der das Thema etwas ausweitet auf Israels Kriegswaffenexporte heute.

P

6
           
29.4.16

Gespräch mit der Filmemacherin Marina Courtade. Sie hat an dem Filmprojekt "Mauvais Souvenir" mitgearbeitet, über die Kinder (inzwischen junge Erwachsene), die das Produkt von Vergewaltigungen während des Völkermordes waren.

JA 6
8.5.16

Erinnerung an den Völkermord im Ort Kabarondo.

JA

3
10.5.16

In Paris stehen zwei frühere ruandische Bürgermeister vor Gericht, die 1994 an den Massakern im Ort Kabarondo maßgeblich beteiligt gewesen sein sollen.

JA,E zus.4
20.5.16

 

 

 

"Ruanda für Schlaflose" - Wieder (nach dem 1.11.14) eine lange Ruanda-Nacht bei ARD-Alpha, wieder ohne jegliche begleitende Information. Drei neue Beiträge:  (alles NNA)*

1. Gespräch mit Ruandas Außenministerin Louise Mushikiwabo.

2. "Glaube, Versöhnung, Fortschritt - Der ruandische Weg" - Landesportrait von Michael Gruber und Martin Brandes

3. Gespräch mit Igor Cesar, dem neuen Botschafter von Ruanda in Deutschland.

Sowie einige Wiederholungen, darunter zwei Kurzfilme, die ich damals verpaßt hatte: 

1. "Kezalella" - Kurzfilm von Fiona Mukundente

2. "Special Thieves" - Kurzfilm von Jules Sibomana

Alpha

 

 

46

20

45

 

37

40

10.6.16

Mehdi Hasan ("UpFront") spricht mit Ruandas Außenministerin Louise Mushikiwabo über die Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen, die sie als "Mißverständnisse" bezeichnet. Auch sonst eine sehr schwache Vorstellung.

A

13
           
6.7.16

In Paris sind die beiden früheren Bürgermeister Tito Barahira und Octavien Ngenzi zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wegen ihrer Verantwortung für das Massaker in der Dorfkirche von Karabondo, bei dem 1994 über 2000 Tutsis ermordet wurden. Arte berichtet über Alain und Afroza Gauthier, die bereits 25 ruandische Massenmörder vor Gericht gebracht haben, darunter diese beiden. Bei TV5 Erläuterungen von Alain Ngirinshuti (Verband der Völkermordüberlebenden) zu dem Fall.

arj,JA

zus.8
12.8.16

Unterentwicklungsminister Müller hat zum Abschluß seiner Afrikatournee noch Ruanda heimgesucht, dort "an die Opfer des Völkermordes erinnert" (gemeint ist wohl: er hat ihrer gedacht) und das Land wegen seiner "Wirtschaftskraft" als Vorbild für ganz Afrika gerühmt. (Vorgänger von ihm haben in den 80er-Jahren auch schon die damalige "freundliche Diktatur" in Ruanda als Vorbild gepriesen.) Und Müller fordert einen "Marschallplan" für Afrika, mit - ernsthaft! - 10 Millionen Euro für Investitionen.

TS

2
30.11.16

Die ruandische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen 20 Franzosen aufgenommen, die 1994 als Soldaten der französischen Eingreiftruppe in Ruanda waren und dabei den Völkermord der Hutu-Milizen unterstützt haben sollen. Sie sollen dazu in der ruandischen Botschaft in Paris befragt werden.  - Die französische Regierung nennt die Vorwürfe "Lügen", obwohl diese in diversen Untersuchungen belegt wurden. Allerdings hätte Ruanda schon viel eher diesen Schritt gehen sollen - jetzt wirkt er wie ein politisches Rachemanöver.

arj,E,JA

zus.6
            
5.12.16

Zum 10-jährigen Jubiläum wiederholt AJE in der Reihe "Rewind" einige alte Filme. Hier die Dokumentation "Sweet Dreams" von Lisa und Rob Fruchtman aus dem Jahr 2007, zuerst gesendet am 28.10.10. Meine Zusammenfassung von damals: "Film über zwei Projekte von ruandischen Frauen: die von der Theaterregisseurin Kiki Katesi gegründete Trommlerinnengruppe "Ingoma Nshya", und den ruandischen Ableger der New Yorker Eisdiele "Blue Marble", die in Kigali "Inzozi Nziza" heißt. Bei beiden Initiativen wollen Frauen die Spaltungen der Vergangenheit überwinden. Macht Spaß, anzusehen." Jetzt eine leicht gekürzte Fassung, außerdem ein Gespräch mit Kiki Katesi ¤

A

23
           
12.2.17

Sabine Bohland berichtet über das Projekt einer kalifornischen Hightechfirma, in Ruanda Drohnen für den Transport von Blutkonserven einzusetzen.     

WS 4
20.3.17

Präsident Kagame besucht den Papst im Vatikan. Papst Franz erklärt, daß er Gott um Vergebung bittet für die Rolle der katholischen Kirche während des Völkermordes 1994, bei dem auch einige Priester mitgemacht hatten.  ¤

JA,B

zus.2
28.6.17

Der Journalist Patrick de Saint-Exupéry ("Revue XXI") hat eine Aussage eines hohen französischen Regierungsbeamten (anonym), der Zugang zu geheimen Regierungsakten hatte. Demnach hat Frankreich 1994 noch während des Völkermordes Waffen an das Regime der Hutu-Extremisten geliefert.

arj,JA zus.5
29.6.17

Drei NGOs haben die französische Bank BNP Paribas wegen Beihilfe zum Völkermord verklagt. Die Bank hatte im Juni 1994 1,3 Millionen Dollar auf ein Konto des Regimes der Hutu-Extremisten transferiert, die damit dann 80 Tonnen Waffen gekauft haben. Zu der Zeit bestand ein Waffenembargo der UN gegen Ruanda und es war bereits bekannt, daß die Hutu-Extremisten einen Völkermord durchführten. Andere Banken hatten die Überweisung abgelehnt.

arj,JA zus.5
15.7.17

Der Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl hat begonnen. Bericht von einer Kundgebung des einzigen aussichtsreichen Kandidaten, Präsident Kagame, in Kigali.  

JA

2
       

    Sender-Schlüssel

  Das Archiv (nach Themen)

  Das Archiv (nach Datum)

      HOME