Haiti (letzter Eintrag 7.8.10)
| Datum | Beitrag | Sender (Schlüssel) | Länge (Min.) |
| 13.10.07 |
Dorf von Hochwasser zerstört, viele Tote |
E | |
| 16.10.07 |
Haitianer als Zuckerrohr-Billigarbeiter in der Dom.Rep. |
A | |
| 15.11.07 | Menschen in Armut und Elend in Port au Prince |
A |
3 |
| 5.4.08 |
4 Tote bei Unruhen und Demonstrationen gegen teure Nahrungsmittel, UN-Soldaten schießen, als die Menge versucht, mit Gewalt ein Versorgungslager zu stürmen. (Meldungen, kurze Bilder, wie die vier ums Leben kamen wird nicht klar.) |
A,B |
zus.1 |
| 8.4.08 |
Weiter Proteste und schwere Unruhen wegen dramatisch gestiegener Nahrungspreise. (Der Beitrag von Euronews war der Einzige im deutschen TV.) |
A,E |
zus.3 |
| 9.4.08 |
Hungerrevolte: Tausende belagern den Präsidentenpalast und werden von UN-Blauhelmen vertrieben. Mike Kirsch (Al Jazeera) ist in Port-au-Prince und referiert, was Präsident Preval in seiner Rede ans Volk sagte, nämlich daß er nichts für die Preisexplosion kann und die Leute um Ruhe bittet. (Schade, daß hier kein Sender diese bemerkenswerte Rede ausgestrahlt hat. Zitate daraus in einem guten Beitrag des DLF, den ich hier mal ausnahmsweise selber anbiete.) |
ht,ari,A,B |
zus.12 |
| 10.4.08 |
Nach den Unruhen und Plünderungen. Al-Jazeera-Reporter Mike Kirsch berichtet, daß UN-Truppen und Polizei wieder für Ruhe gesorgt haben. |
ari,A |
zus.2 |
| 11.4.08 |
Mike Kirsch berichtet (teilweise live) vom Aufräumen nach den Unruhen und über die allgemeine tägliche Katastrophe des (Über-)Lebens in Port au Prince. |
A |
10 |
| 12.4.08 |
Parlament setzt Premier Alexis ab, Präsident Preval verspricht, den Reispreis um 15 Prozent zu senken, der sich innerhalb einer Woche verdoppelt hatte. Abends wird ein UN-Blauhelm von Unbekannten erschossen. |
A,B,E |
zus.9 |
| 13.4.08 |
Weiter unruhige Lage, Regierung Alexis gestürzt. |
ari,E |
zus.3 |
| 16.4.08 |
Stefan Schaaf berichtet, daß die Wut der Leute über die Verdoppelung der Lebensmittelpreise andauert, die von der Regierung versprochene Senkung der Preise hat noch nicht stattgefunden. Bilder von schweren Zerstörungen, abgebrannte Markthallen. |
TS |
2 |
| 20.4.08 |
"Wo die Menschen Erde essen" - Stefan Schaaf berichtet über den Hunger und zeigt, wie aus Lehm Kekse gebacken werden, die zwar nicht nähren, aber den Hunger vertreiben. |
WS |
7 |
| 25.4.08 |
Mike Kirsch berichtet über das ökologische Desaster. Der tödliche Kreislauf von Abholzung, Erosion, Brennstoffmangel, Hunger, Armut und weiterer Abholzung. |
A |
3 |
| 26.4.08 |
Portrait des Dichters, Sängers und Aktivisten Jan Sebon. Seine Ansichten über den Hunger in Haiti. Kurz: Tausende demonstrieren gegen Hunger und für die Rückkehr von Präsident Aristide. |
A |
3 |
| 4.7.08 |
Bei Al-Jazeera ein Bericht über den US-Einfluß auf Haitis Nahrungskrise und Ansätze zur Selbsthilfe. - Bei n-tv ein sehr anschaulicher Bericht von Volker Albers über Elend und Hunger in einem Slum von Port-Au-Prince. |
n-AR,A |
zus.9 |
| 5.7.08 |
"Politics of rice" - Hintergrundbericht über Zusammenhänge der Nahrungskrise mit der Politik der USA. ("Inside USA") (NNA)* Bericht über die UN-Stabilisierungstruppe und die ausufernde Gewalt von kriminellen Banden. |
A A |
23 3 |
| 6.7.08 |
Bericht von Mike Kirsch über ausufernde Bandengewalt und Entführungen. Die UN-Truppen und private Sicherheitsfirmen kämpfen dagegen. |
A |
3 |
| 4.9.08 |
Katastrophale Überschwemmungen und schwere Zerstörungen nach dem dritten Hurrikan in drei Wochen. |
A,E |
3 |
| 5.9.08 |
Der dritte Hurrikan hat Teile Haitis verwüstet. Die Stadt Gonaives ist komplett überschwemmt. Die Ernte ist vernichtet, Millionen sind von Hunger und Seuchen bedroht. |
ht,E,A,B |
zus.10 |
| 6.9.08 |
Teresa Bo berichtet über die katastrophalen Zustände in Gonaives und Versuche der UN, zu helfen. Die Stadt ist großteils noch unter Wasser, die Menschen haben weder Nahrung noch Wasser, und allen Besitz verloren. Vermutlich wurden weit über 500 Menschen getötet. |
A |
3 |
| 7.9.08 |
Bericht von Teresa Bo über die Flutkatastrophe und die Not der Überlebenden in Gonaive. Der nächste, vierte Hurrikan ist vorbeigezogen und bedroht Kuba. |
A |
3 |
| 8.9.08 |
Haiti / Kuba : Der Hurrikan Ike hat Haiti nur gestreift, aber zu neuen Überschwemmungen geführt, mindestens 60 Tote. Auf Kuba richtet er schwere Schäden an, aber über eine Million Menschen sind vorher in Sicherheit gebracht worden. AlJazeeras Korrespondentinnen berichten von den beiden so völlig verschiedenen Nachbarinseln. CNN berichtet über US-Hilfe für Haiti; Hilfe für Kuba hat die Bush-Regierung ausdrücklich abgelehnt. |
A,C | zus.7 |
| 9.9.08 | Kuba / Haiti : Der Hurrikan Ike verwüstet große Teile beider Inselstaaten. Auf Kuba zwei Tote, auf Haiti etwa 60. |
A |
zus.5 |
| 12.9.08 |
Marc Thompson berichtet aus Gonaives über die menschliche Katastrophe nach der Naturkatastrophe. Die Menschen sind hungrig und zunehmend wütend auf ihre hilflose Regierung. |
B |
2 |
| 17.9.08 |
Hunger und Verschärfung des Massenelends als Folge der Hurrikankatastrophe. UN-Blauhelme verteilen Lebensmittel. (Bericht aus Gonaive) |
hj |
3 |
| 18.9.08 |
Noch ein Bericht über die desaströse Lage in Gonaives. Die Stadt steht immer noch unter Wasser, die Menschen hungern, Krankheiten breiten sich aus. |
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2 |
| 19.9.08 |
Ein Bericht über die dramatische Lage in Gonaive mit teilweise drastischen Bildern. |
n-AR |
4 |
| 26.9.08 |
Teresa Bo berichtet über die Vorwürfe gegen UN-Soldaten wegen sexueller Übergriffe. |
A |
4 |
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27.9.08
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Reportage von Thomas Dandois und Pierre Creisson über die Auswirkungen der vier Hurrikane. Das ohnehin bitterarme Land versinkt in Chaos, Hunger und Verzweiflung. Bilder von absoluter Zerstörung. Die Stadt Gonaive steht immer noch unter Wasser; Tausende Menschen in auswegloser Lage warten auf Nahrungshilfe von den Blauhelmen; Ärzte von MSF als hilflose Helfer; Matt Damon und Wyclaf Jean zu Besuch; Lehmfladen als Hungerstiller. Am Ende ein Arbeiter, der eines der letzten Waldstücke zu Holzkohle macht. Ihm ist völlig klar, daß das verheerende Folgen hat, er sagt, er würde lieber Bäume pflanzen- aber er habe keine Wahl, wenn er nicht verhungern wolle. |
arep
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18
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| 25.10.08 |
Ein Pfarrer als Kämpfer gegen das Elend (NNA)* Die schweren Schäden durch die Hurrikane (NNA)* |
arep B |
4 2 |
| 8.11.08 |
Beim Einsturz eines Schulgebäudes in Port-au-Prince sterben mindestens 75 Schüler. |
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2 |
| 29.11.08 |
Ein Bericht über das unglaubliche Elend in Gonaives nach den 4 Hurrikanen. (People & Power) |
A |
10 |
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14.2.09
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Haiti /
Dom. Rep. : "Das Geschäft mit der Not" - Reportage von Yann Le Gléau und Sébastien Mesquida
(NNA)* (Text von der arte-Seite): Es sind zwei Welten auf einer Insel : Im Westen liegt Haiti, das ärmste Land der nördlichen Hemisphäre, seit 20 Jahren von Krisen geschüttelt - im Osten der Insel liegt die Dominikanische Republik, ein Eldorado für Touristen und Investoren. Vor allem nach den verheerenden Stürmen versuchen immer mehr Menschen von Haiti in die Dominikanische Republik zu flüchten. Der Marktplatz in Dajabon an der nordöstlichen Grenze ist ein Treffpunkt für viele Flüchtlinge. Getrieben von Hunger und Elend versuchen sie, sich von dort ins „gelobte Land“ schleusen zu lassen. In die Grenzstadt Dajabon kommen die Haitianer auch, um Reis, Mehl und Holzkohle zu kaufen, Dinge, die es in ihrem Land kaum noch gibt. Zweimal in der Woche liefern Lastwagen Tonnen von Lebensmitteln in die Hauptstadt Port-au-Prince und in die von Stürmen zerstörten Landesteile. Ohne den Markt von Dajabon könnte das haitianische Volk wohl kaum überleben. Ein Drittel der Bevölkerung, beinahe drei Millionen Menschen, leben von der internationalen Nahrungsmittel-Hilfe. Die Vereinten Nationen helfen weiter, denn das Risiko einer Hungersnot ist groß. Die Stürme haben die meisten Anbauflächen verwüstet und die Hälfte der für dieses Jahr erwarteten Ernte vernichtet. Haiti bittet den reichen Nachbarn um Hilfe, die Dominikanische Republik. Vor 20 Jahren war das noch undenkbar. Damals produzierte Haiti noch 80 Prozent seines Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln. In diesen Tagen aber müssen sie beinahe alles importieren - im Schnitt verdient ein Haitianer einen Euro am Tag. Das reicht kaum zum Überleben, denn im letzten Jahr sind die Preise für Lebensmittel explodiert und es kam zu Aufständen im Land wegen des Hungers der Menschen. Es erscheint heute hoffnungslos. Eine Million Menschen sind durch die Stürme obdachlos geworden und für sie gibt es nur eine Lösung - raus aus dem Land und in die Dominikanische Republik, um Geld für das Überleben der Familie zu verdienen. Ein gewaltiger Menschenschmuggler-Ring ist entstanden. Die Schleuser kommen in die Dörfer und erzählen den Menschen dort vom dominikanischen Eldorado. Und kaum dort angekommen, lauern den Flüchtlingen die dominikanischen Soldaten auf, um ihnen ihr letztes Geld abzupressen oder sie sofort wieder abzuschieben. Die ARTE-Reporter sind an diese Grenze gefahren, eine Grenze an der sich die größten Hoffnungen und die tiefsten Enttäuschungen begegnen. Eine Reise in zwei Welten auf einer Insel, zwei Welten, die verschiedener nicht sein könnten. |
arep
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14
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| 9.3.09 |
Bill Clinton und Ban Ki Mun besuchen das ärmste Land Amerikas und versprechen einen Hilfsaktionsplan. |
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2 |
| 13.3.09 |
Anhaltendes Elend (NNA)* |
B |
3 |
| 8.4.09 |
"Haiti in Crisis" - "Laura Trevelyan travels to Haiti with the United Nations, as the country tries desperately to recover from the impact of successive hurricanes against a backdrop of diminishing global aid. Can Haiti be helped?" (our world) (NNA)* |
B |
22 |
| 18.4.09 |
In einer Woche wird ein Teil des Senats neugewählt. Ein Vorbericht von Teresa Bo. Viele sind empört, daß die Lavalas-Partei von Ex-Präsident Aristides nicht zur Wahl zugelassen ist. |
A |
4 |
| 25.4.09 |
"Die Verdammten von Haiti" - Reportage von Frédéric Boisset und Pierre Creisson über den schleppenden Wiederaufbau der Stadt Gonaive nach den Unwettern des letzten Jahres. Während staatliche Wiederaufforstungsprogramme die Menschen zum Anlegen von Terrassen bringen, werden die verkarsteten Berge von Holzkohlesammlern und illegalen Steinbrüchen weiter zerstört. Text
von der arte-Seite: "Im September vergangenen Jahres berichtete ARTE Reportage über die Katastrophe in Gonaïves, die Stadt auf Haiti, die nach drei Wirbelstürmen hintereinander im Schlamm zu versinken drohte. |
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24
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| 6.9.09 |
"Die Kindersklaven in den Slums" - Ein Bericht von Stefan Schaaf. (NNA)* |
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8 |
| 16.10.09 |
Am "World-Food-Day" ein allgemeiner Bericht von Teresa Bo, über Armut, Ungleichheit, Erosion, Mißernten durch Hurrikane, und die Folge: Hunger. |
A |
5 |
| 30.10.09 |
Der Präsident setzt die Premierministerin Michelle Pierre Louis nach Korruptionsvorwürfen ab. |
A |
2 |
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14.11.09
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"Haiti, das Paradies der Sektengründer" - Reportage von Michel Dumont und Eric Bergeron (NNA)* ¤ Text von der arte-Seite: "Haiti scheint eine von Gott verlassene Insel zu sein: Die Menschen sind extrem arm, ihr Leben ist bedroht durch Kriminalität, sie werden heimgesucht vom Stürmen und über-schwemmt von Fluten – und doch oder vielleicht gerade deshalb zweifeln sie nicht an ihrem Schöpfer. Viele viele Kirchen bieten den Menschen auf Haiti Trost und Beistand. |
arep
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13
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| 12.1.10 |
Um 22:53 Uhr MEZ wird Port-au-Prince von einem sehr schweren Erdbeben erschüttert. Al Jazeera bringt die Meldung nach 8 Minuten und berichtet dann die ganze Nacht ausführlich, sachlich und präzise. Erste Bilder (über Satellitentelefone und Internet) von extremer Zerstörung, von Toten und verzweifelten Überlebenden. Über der Stadt liegt eine Staubwolke, nachdem wohl fast alle massiven Gebäude eingestürzt sind. Eine Schätzung der Totenzahl wagt noch niemand. Man hofft, daß die Bewohner der Slumviertel in der Dreimillionenstadt den Einsturz ihrer Hütten überlebt haben. Kommunikation und Infrastruktur sind völlig außer Funktion. ¤ |
A,B
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zus.12
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13.1.10
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Das katastrophale Erdbeben von Port-au-Prince ist Hauptthema aller Sender. Weiterhin nur wenige Bilder, am Abend treffen die ersten Korrespondenten dort ein. Einige verwackelte Luftbilder. Weitere Bilder von den schweren Zerstörungen und vom Leid der Menschen. Da auch die Krankenhäuser eingestürzt sind, warten Schwerverletzte unbehandelt auf den Straßen. Die Menschen sind völlig auf sich selbst angewiesen, nichts funktioniert. Die Zahl der Toten wird auf zwischen 20.000 und über 100.000 geschätzt. Die Leichen können aus den eingestürzten Häusern nicht geborgen werden. ¤ Der Al-Jazeera-Journalist Avi Lewis erklärt (in zwei Gesprächen) den sozioökonomischen Hintergrund des ärmsten Staates der Welt. Die Armut ist Produkt einer Geschichte von Kolonialismus, die in den letzten Jahrzehnten verlängert wurde durch die marktliberalen Einmischungen der USA (zusammen mit IWF und Weltbank). Dank Clintons Politik ist das Land von US-Reislieferungen abhängig geworden. Eine eigenständige Entwicklung (so wie unter Aristide) wurde nie zugelassen. Die jetzt von den USA angebotene massive "Hilfe" ist als Teil der "Schockstrategie" zu sehen. ¤ Hier der entsprechende Bericht von Avi Lewis: |
E,TS,TT,
A |
zus.34
zus.10 |
|
14.1.10
|
Bilder und Berichte aus dem großenteils zerstörten Port-au-Prince. Tote und Überlebende, Menschen die einander zu helfen versuchen, verzweifelte Menschen. Kein Staat, keine Versorgung, keine Sicherheit. Hervorzuheben: Anderson Cooper (CNN) über die Rettung eines verschütteten 13-jährigen Mädchens. - Aufnahmen eines unbekannten Kameramanns direkt nach dem Beben (ebenfalls bei CNN) - Bilder aus einem Hubschrauber zeigen Prunkvillen etwas außerhalb der Stadt, auch davon sind einige eingestürzt. Weitere Luftbilder, u.a. von der zerstörten Kathedrale. - Bilder von Hunderten aufgeschichteten Leichen. - Ein Bericht bei Al Jazeera über ein Krankenhaus in der Dom. Rep., wo Hunderte Haitianer behandelt werden. - Immer wieder in den Berichten Menschen, die die Welt um Hilfe anflehen. - Ein paar Bilder von Plünderungen, aber auch Bilder von Leuten, die an einer Wasserstelle stundenlang schlangestehen. ¤ In deutschen Berichten ist öfters davon die Rede, angesichts der fehlenden staatlichen Strukturen drohten jetzt Anarchie und Chaos. Für mich zeigen die Bilder bislang etwas ganz anderes: wie bewundernswert uneigennützig und kooperativ Menschen sich gerade in der tiefsten Not verhalten. Daß hier jedes autoritäre Gehabe völlig fehl am Platze ist. Die Menschen wissen besser als jeder Staat und jedes Gesetz, was zu tun ist und was sich gehört. |
A,B,C,NC, E,TS,hj
|
zus.36
|
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14.1.10
|
Ein kurzer geschichtlicher Rückblick über Haiti. Und Gespräch mit dem Autor Hans Christoph Buch über den kulturellen Reichtum Haitis und die Ursachen der dauernden politisch-sozialen Rückständigkeit des Landes. Was ist von der überwältigenden Hilfe der USA (durch das US-Militär) zu halten, für die jetzt neben Bill Clinton ausgerechnet G.W.Bush zuständig ist? Angesichts der Geschichte von ökonomischen und militärischen Interventionen der USA in ihrem ärmsten Nachbarland. Gespräche dazu mit dem Autor William Blum, dem haitianischen Aktivisten Ray Laforest und dem Nahrungsexperten Raj Patal (Autor von "Stuffed and stubbed"). Spannend. ¤ |
ktzt
A |
7
zus.14 |
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15.1.10
¤
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Bislang wurden etwa 50.000 Tote gefunden, man rechnet mit 200.000 beim Erdbeben Getöteten. Wie viele durch den Ausfall jeglicher Versorgung noch umkommen? Insgesamt 22 ausgewählte Stücke in drei Sprachen, und
ein paar Bilderstrecken ohne Worte aus den Nachrichten und
Sondersendungen. Besonders hervorzuhebende Berichte: Anderson Cooper (CNN) aus dem stark beschädigten Staatsgefängnis, wo alle 4500 Insassen entkommen sind. - Mathew Price (BBC) bei einem langen Rundgang durch ein zerstörtes Viertel, überall Leichen unter den Trümmern und Überlebende ohne jede Versorgung, vor allem ohne genug sauberes Wasser. - Sebastian Walker (Al Jazeera) bei einem eingestürzten Supermarkt, wo Leute nach Lebensmitteln graben und Polizisten und Blauhelme (vergeblich) versuchen, die "Plünderer" davon abzuhalten. - Teresa Bo (Al Jazeera) zwischen Massengräbern und auf der Straße vegetierenden Überlebenden. - Susan Candiotti (CNN) aus dem zerstörten Containerhafen. Ein Geschäftsmann erklärt ihr, daß ohne den Hafen das halbe Land ohne Versorgung ist und verhungern wird. - Ähnliche Berichte auch im französischen und deutschen TV, u.a. von Christoph Röckerath (ZDF) und Stefan Schaaf (ARD). Bilder von einer eingestürzten Grundschule, in der 700 getötete Kinder vermutet werden. Und ein Interview bei CNN mit dem US-Ex-General Russel Honoré, der erklärt, daß die US-Soldaten als Helfer kommen. Es gehe nicht darum, gegen Aufständische zu kämpfen. "Nur weil diese Leute arm sind, heißt das nicht, daß sie gefährlich sind." |
A,B,C R,ht,arj,TS,E TV5 NC
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zus.45 zus.29 zus.4 zus.4
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| 15.1.10 |
Hintergrund : Der Journalist Kim Ives von der New Yorker Zeitung "Haiti Liberte" kritisiert die Militarisierung der Hilfe durch die USA, die den Flughafen unter ihre Kontrolle nehmen und sich um die "Sicherheit" der Helfer sorgen statt einfach zu helfen. |
A |
4 |
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16.1.10
¤ |
Die UN sprechen von der schwersten Katastrophe in ihrer Geschichte. Die internationale Hilfe erreicht weiter nur einen Bruchteil der etwa 3 Millionen Betroffenen. Einige Boote mit Flüchtlingen machen sich auf die Reise. 23 ausgewählte Berichte und Meldungen, zwei "No Comment". Darunter: Tarek Basley (A) über die Bemühungen der Leute, ihre Toten zu beerdigen. - Mike Kirsch (A) über eine weitere Rettung eines verschütteten Kindes. - Rob Reynolds (A) und Matt Frei (B) über das Leid und die zunehmende Wut der Leute, die auf Hilfe warten. - Neue Luftbilder aus ebenfalls zerstörten Nachbarorten. Luftbilder der demolierten Hafenanlagen. Bilder eines Massengrabes. - Matthew Price (B) und Teresa Bo (A) berichten aus dem zu 90 Prozent zerstörten Ort Leogane, wo bisher überhaupt keine Hilfe ankommt. UN-Blauhelme versuchen erstmal, die Straße dorthin freizuräumen. - Luis Carballo (E) berichtet von chaotischen Zuständen bei der Verteilung von Hilfsgütern und über den Flüchtlingsstrom an der dominikanischen Grenze. - |
A,B TV5 R,ht,arj,TS,E NC
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zus.23 4 zus.26 zus.4
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16.1.10
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Haiti /
USA :; Ein Bericht über die politische Diskussion in den USA
über die Aufnahme von haitianischen Flüchtlingen bzw. den Stopp der
Abschiebungen von "Illegalen". Zynische Kommentare dazu von rechten
Republikanern. |
A
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zus.13
|
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17.1.10
¤
|
Insgesamt 19 Korrespondentenberichte bzw. Reportagen, 17 weitere Stücke mit interessanten Bildern und Informationen, davon fünf "No Comment". Immer noch werden
Überlebende aus den Trümmern geborgen. - RTL zeigt ziemlich hilflose Helfer
einer deutschen Organisation. - Es gibt keinen Platz mehr um die Toten zu
begraben. Gottesdienste in Zelten und auf offener Straße. Auch Alte und Kranke
leben ohne wirkliche Hilfe auf der Straße. - Verteilung von Lebensmitteln durch
internationale Helfer. Im Weltspiegel Berichte von Anja Bröker und Matthias Ebert und Infos von Stefan Schaaf, bei Spiegel-TV (RTL) eine Reportage von Helmar Büchel. Weitere ausführliche Informationen, Kommentare und Links auf den Seiten von Al Jazeera. |
A,B,C R,ht,arj,TS,E WS,Spiegel-TV NC
|
zus.44 zus.34 zus.29 zus.7
|
| 17.1.10 |
Haiti / USA : Ein kurzer Bericht über Hetze von Rechten in den USA (z.B. Rush Limbaugh) gegen die Hilfe für verarmte Schwarze in Haiti. Interview mit dem Sprecher des US-Außenministeriums P.J. Crowley. Er weist die Kritik an der Rolle des US-Militärs bei der Hilfsaktion für Haiti zurück. Es gehe in keiner Weise darum, Haiti zu erobern. Die Angaben einiger Hilfsorganisationen seien nicht korrekt, die US-Armee mache genau das, worum die Regierung von Haiti sie gebeten habe. - Hört sich recht glaubwürdig an. Andererseits wundert man sich schon über Bilder von US-Soldaten, die dort mit Gewehren herumlaufen. Die Hubschrauber sind sicher auch nicht unbewaffnet. |
A
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zus.12
|
| 17.1.10 |
Haiti : Geschichte : In der Sendung "GPS" von Fareed Zakaria ein kurzer recht vernünftiger historischer Rückblick und ein Gespräch mit drei Haiti-Experten: Tracy Kidder (Autor von "Mountains beyond Mountains"), Amy Wilentz (Journalistin) und Madison Smartt Bell (Autor einer Biografie von Toussant Louverture). Interessant, leider (NNA)* ¤ Man kann sich den Rückblick und das Gespräch bei CNN ansehen. |
C |
14 |
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18.1.10
¤
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Zusammen 28 ausgewählte Stücke, Korrespondentenberichte, Gespräche, Kurzberichte, "No Comments" : Berichte aus dem völlig
zerstörten Ort Leogane, mit erschütternden Geschichten von Überlebenden. -
Besuche von Ban Ki Mun und Bill Clinton. - Es gibt nach dem Einsturz der
Nationalbank auch kein Bargeld mehr. - Weitere ausführliche Informationen, Kommentare und Links auf den Seiten von Al Jazeera. |
A,B,C
ht,arj,TS,TT,E NC
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zus.44
zus.38 zus.6
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| 18.1.10 |
Haiti : Solidarität : Auch vom zerbombten Gazastreifen wird eine Ladung mit symbolischen Spenden für Haiti abgeschickt. - Welle der Hilfsbereitschaft in afrikanischen Ländern, Senegals Präsident Wade bietet Flüchtlingen aus Haiti sogar ein eigenes Gebiet in seinem Land an. Kirchengemeinden in Kinshasa sammeln Geld für Haiti. |
A,JA |
zus.3 |
|
19.1.10
¤
|
Nochmal 30 ausgewählte Korrespondentenberichte und Informationsstücke, sowie 3 "No Comments". -
Auch eine Woche nach dem Beben werden immer noch Menschen (ältere Frauen)
lebend aus den Trümmern geborgen. In mehreren Berichten wird aber deutlich,
daß es für die Rettungsteams schwer ist, den Gefundenen anschließend auch
medizinische Hilfe anzubieten. Weitere ausführliche Informationen, Kommentare und Links auf den Seiten von Al Jazeera. |
A,B,C R,arj,TS,TT,E TV5 NC
|
zus.58 zus.37 zus.5 zus.6
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| 19.1.10 |
Haiti / USA : Gespräch mit Avi Lewis über Rolle des US-Militärs bei der Hilfsaktion und politische Hintergründe der Hilfsbereitschaft. |
A |
5 |
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20.1.10
¤ |
Wegen eines technischen Problems fehlen heute leider die meisten deutschen Sendungen. Trotzdem zusammen 23 einzelne Beiträge. - Neue
Schäden durch ein starkes Nachbeben. Die Zahl der bislang Gestorbenen wird
auf 200.000 geschätzt, täglich kommen mehrere Tausend hinzu, eine NGO
schätzt, daß es bis zu 20.000 sind, die täglich an Nahrungsmangel und
Verletzungen sterben. |
A,B,C arj,TS,E auslandsjnl. TV5 NC
|
zus.34 zus.13 12 zus.6 2
|
|
21.1.10
¤
|
Insgesamt 27 aktuelle Stücke. Korrespondentenberichte, Nachrichtenberichte, zwei "No Comments" -
Weiter etliche Berichte über die langsam ankommende Hilfe, Ursachen der
Verzögerungen, Geschichten von verzweifelt Wartenden, von Leuten die sich
weiter geduldig und hilflos in ihr Schicksal fügen, und anderen, die das Gesetz
des Stärkeren umsetzen. - Karl Penhaul (C) berichtet über einen Fall, in dem Polizisten zwei Männer, die sie als "Plünderer" verdächtigten, durch Schüsse schwer verletzt haben und offenbar hinrichten wollten. Nach Aussagen von Zeugen handelte es sich aber um einen Irrtum, die Männer hatten Reissäcke aufgehoben, die von einem LKW gefallen waren. Die Reportercrew kümmert sich um Aufklärung und um die Versorgung der beiden Opfer. Einer der Männer stirbt später. Ein lesenswerter Artikel über politische Dimensionen der Haiti-Hilfe steht beim Spiegelfechter. |
A,B,C R,arj,TS,hj,TT,E TV5 NC
|
zus.33 zus.37 zus.5 zus.4
|
| 21.1.10 |
Haiti / Hintergrund Gespräch mit Jeremy Scahill (Blackwater-Experte) über Pläne in den USA, rechtsextreme Söldnertruppen nach Haiti zu schicken und dort gegen mögliche Unruhen einzusetzen. Bei TV5 eine Diskussionssendung über Haiti und politische Hintergründe der Armut. U.a. mit Jean Ziegler und Rony Brauman (MSF). (Ausschnitte) (NNA)* |
A TV5 |
3 15 |
|
22.1.10
¤
|
22 aktuelle Berichte, 3 "No Comments" -
Viele Berichte über die Flucht von Tausenden Menschen aus der
Stadt, die
hoffen, im Hinterland irgendwo unterzukommen, oder mit Booten übers Meer
wollen. - Teresa Bo (A) berichtet über
Einzelfälle von Lynchjustiz an Plünderern und vermutete Exekutionen durch
Polizisten, und sie trifft zwei Männer, die beim Beben aus dem Gefängnis
geflohen sind. - Zu dem gestrigen CNN-Bericht von Karl Penhaul ein längeres Gespräch mit Penhaul und seinem Kameramann Jerry Simonson. Sie hatten sich um die Aufklärung einer mutmaßlichen Polizeiexekution gekümmert. Sie antworten jetzt auf die teilweise heftige Kritik von Zuschauern (z.B., warum sie denn den Opfern nicht lieber geholfen hätten... Was sie ja getan haben, soweit noch möglich.) Ich finde dagegen das Handeln der Reporter vorbildlich und absolut professionell. |
A,B,C R,ht,arj,TS,hj,E TV5 NC
|
zus.34 zus.25 2 zus.6
|
| 22.1.10 |
Hintergrund I : Ein Bericht über Haitis Geschichte und die Gründe der Armut. U.a. mit Hans Christoph Buch und dem Historiker Oliver Gliech. (NNA)* (zum Ansehen beim ZDF) |
aspekte (ZDF) |
5 |
| 22.1.10 |
Hintergrund II : Focus on Haiti: "The Politics of Rice" - Eine Recherche von Avi Lewis aus dem Jahr 2008 über die Ursachen von Haitis Elend. Spannend. (NNA)* ¤ |
A |
24 |
| 22.1.10 |
Haiti / Medien Zapp (vom 20.1.): Wie Journalisten im Katastrophengebiet arbeiten. - "Wenn Medien ein Land vergessen" - Das Versagen der Medien (beim Berichten über Haitis Not schon vor dem Beben). - (NNA)* ¤ Listening Post: Eine sehr kritische Analyse der internationalen Medienberichterstattung zur Erdbebenkatastrophe. (NNA)* ¤ |
Zapp A |
13 9 |
|
23.1.10
¤
|
Noch 19 einzelne Berichte, Reportagen und Meldungen. Das Interesse der meisten Sender beginnt abzuflauen, nachdem die allergrößte Not durchstanden scheint. - Es werden nochmal sechs
Verschüttete lebend geborgen, aber der Fokus liegt jetzt klar auf der Versorgung
der Überlebenden, der Umsiedlung in Notlager und dem Beginn der
Aufräumarbeiten. Offiziell werden die Rettungsarbeiten für beendet erklärt,
die Suchteams beginnen abzureisen. - Al Jazeera berichtet über die deutliche Kritik der medizinischen Zeitschrift "The Lancet" am Geschäft mit der Hilfe. Teresa Bo macht in einem Bericht deutlich, wie die Konkurrenz der Hilfsorganisationen das Chaos vermehrt. Manche Gebäude wurden von drei Teams nacheinander durchsucht. Weniger Personal und mehr Material hätte viele Menschenleben retten können. |
A,B,C arj,TS,E NC
|
zus.33 zus.13 2
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| 23.1.10 |
Haiti / Peru : Nach dem Erdbeben von Pisco am 15.8.07 ist dort der Wiederaufbau kaum vorangekommen. Monica Villamizar berichtet darüber, daß die dafür gezahlten Millionen in dunklen Kanälen verschwunden sind. Die Bewohner der Ruinenstadt demonstrierten am Jahrestag des Bebens. |
A |
3 |
|
24.1.10
¤
|
13 Berichte, zwei Reportagen, zwei "No Comments" -
Weitere Berichte über langsam ankommende Versorgung. Leute protestieren vor dem
provisorischen Regierungsgebäude, weil sie immer noch hungern müssen. Reportagen im Weltspiegel (Stefan Schaaf) über die Folgen des Bebens für die Menschen, und von Helmar Büchel (Spiegel-TV) über die Arbeit einer deutschen Ärztin (MSF). |
A,B,C arj,TS,TT,E WS,Spiegel-TV NC
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zus.26 zus.10 zus.15 zus.4
|
| 24.1.10 |
Hintergrund Noch ein Gespräch mit Hans Christoph Buch, über richtige und falsche Hilfe. Manch Bedenkenswertes, viel wirres Gerede. Der Haiti-Experte Peter Hallward ("Damming the Flood") über Zusammenhänge von Ausbeutung, kolonialer Unterdrückung und systematischer Verarmung, die tödliche Rolle des IWF, rassistische Aspekte bei der Hilfsaktion. (Rattansi & Ridley) |
ttt Press |
6 6 |
|
25.1.10
¤
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Das Thema Haiti steht nicht mehr im Vordergrund des Medieninteresses, aber immer noch gibt es zahlreiche interessante Berichte, 19 Stück (davon zwei "No Comments") habe ich aufbewahrt. - Weitere
Berichte über die Nahrungsmittelausgabe, immer noch gibt es nicht genug für
Alle. Bilder von endlos langen Warteschlangen. Ein Bericht von Todd Baer (A)
zeigt Zusammenstöße mit UN-Blauhelmen bei einer Essensausgabe am
Präsidentenpalast. Ähnliche Szenen in einem Bericht von Teresa Bo (A) aus
Cité Soleil. Kräftige Männer versuchen mit Gewalt, Frauen ihre Rationen
abzunehmen. (Video unten) |
A,B,C R,ht,TS,hj,TT,E NC ktzt
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zus.28 zus.18 zus.4 5
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26.1.10
¤ |
In den deutschen Nachrichtensendungen kommt Haiti jetzt kaum noch vor, auch die internationalen Sender haben das Thema weiter nach hinten geschoben. - Gabriel Elizondo und Monica
Villamizar (A) berichten von weiteren
Tumulten bei einer Nahrungsverteilung. Viele Leute werden zunehmend
aggressiv, weil bei ihnen immer noch kaum Hilfe ankommt. Ein ähnlicher Bericht
auch von Karl Penhaul (C). Blauhelme setzen Tränengas, Pfefferspray und
Warnschüsse ein. |
A,B,C,NC TS,E
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zus.16 zus.3
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27.1.10
¤ |
Nochmal werden zwei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen. - Robert Moore (C) berichtet über die Bewohner eines Slumviertels, die vorher schon nichts hatten und auch jetzt kaum Hilfe bekommen. - Monica Villamizar (A) über Kinder, die ihre Schule verloren haben. - Laura Trevalian (B) über Kinder, die nach dem Beben in die USA gebracht wurden. - Sebastian Walker (A) über die schwache und überforderte Regierung Haitis. - Und weitere Berichte von Not, Hilfe, Wiederaufbau. |
E,A,B,C,T,NC
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zus.21
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| 27.1.10 |
Haiti / USA : Ein US-Regierungssprecher (Philip J. Crowley) kritisiert einen Bericht von Al Jazeera, in dem von einer "Green Zone" der Amerikaner am Flughafen die Rede war. Dazu ein freundliches Gespräch zwischen PJ Crowley und Anand Naidoo von Al Jazeera. |
A |
7 |
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28.1.10
¤ |
Al Jazeera hatte als erster Sender aus Haiti berichtet. Jetzt, nachdem die meisten Kamerateams wieder abgezogen sind, ist Al Jazeera wieder der einzige Sender, der noch mit mehreren Korrespondenten ausführlich über die Nachwirkungen des Bebens informiert. - Monica Villamizar über die andauernden logistischen Probleme bei der Versorgung der Obdachlosen. Sie begleitet einen Hilfskonvoi der Blauhelme, der einen ganzen Tag durch die Stadt kurvt. Aber wegen schlechter Planung schaffen sie es nicht, ihre Nahrungsmittel unters Volk zu bringen. - Fragen zu diesen Problemen an Kim Bolduc von der UN-Mission. - Jonah Hull über andauernde Befürchtungen, daß sich Seuchen ausbreiten könnten. Die medizinischen Helfer sind immer noch völlig überlastet, es gibt keine Kanalisation, es liegen noch Tausende von Leichen im Schutt. - No Comment: Bilder von Leuten, die sich nach einer Verteilungsaktion um Nahrungspakete prügeln. |
A,C,NC
|
zus.18
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| 28.1.10 |
"Trauma Haiti - Überleben in Ruinen" - Film von Stefan Schaaf, der die letzten zwei Wochen der Katastrophe zusammenfaßt. Das Beben, die Trümmer, die Verschütteten, der Hunger, der Kampf ums Überleben, die militarisierte Hilfe, der Schwarzmarkt. Mit etlichen bewegenden Schilderungen von Augenzeugen. Bislang der beste längere Film zum Thema. ¤ (zuvor eine Kurzfassung in den Tagesthemen) |
TT,ARD |
4;15 |
| 28.1.10 |
Haiti / extra : Ein Teil des Interviews von Christiane Amanpour mit Ministerpräsident Jean-Max Bellerive. Bemerkenswert die Stelle, an der er von Fällen des Organhandels (mit Körperteilen von Erdbebenopfern) spricht. Leider keine Vertiefung des Themas. |
C |
10 |
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29.1.10
¤
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- Neue Bilder von einer Massenpanik bei der Ausgabe von
Lebensmitteln. In der kulturzeit ein Gespräch mit der Fotografin Alice Smeets (sh. 25.1.), die gerade aus Haiti zurückgekehrt ist. Sie war dort nicht als Katastrophenreporterin, sondern weil sie sich in Haiti zuhause fühlt. Die Chancen des Wiederaufbau sieht sie sehr skeptisch, die Rolle des US-Militärs ebenfalls. - Lesenswert: die Einträge von Alice Smeets im kulturzeit-Blog. Sie stellt die richtigen Fragen, und es macht sie sympathisch, daß sie offen sagt, daß sie auf Vieles auch keine Antwort weiß. |
A,B,C,NC ht,TS,E ktzt
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zus.22 zus.7 7
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| 29.1.10 | Hier außerdem noch ein interessantes Video. Im Interview mit Avi Lewis kritisiert Premier Jean-Max Bellerive das übertriebene Sicherheitsgehabe der US-Soldaten. "Die Leute brauchen Nahrung, Wasser und Medizin, nicht so sehr Sicherheit." ¤ | ||
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30.1.10
¤
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Die Wut der Haitianer über die schlecht funktionierende
Nahrungsverteilung wächst. Monica Villamizar (A) berichtet ausführlich und
mehrmals live aus den Warteschlangen. Das WFP verteilt an manchen Stellen Hilfe
nur noch an Frauen. Bei TV5 eine längere Reportage, Zusammenfassung der letzten Wochen. (Ende fehlt) |
A,B E,ht,arj TV5 NC
|
zus.24 zus.8 zus.11 2
|
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31.1.10
¤
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- Die meisten Berichte gehen um den Fall der 10 wegen
mutmaßlichem Kinderhandel verhafteten US-Amerikaner, diverse Interviews mit
den Betroffenen und Angehörigen. Viel Pro und Kontra, einige der Kinder haben
offenbar doch noch Eltern. Im Weltspiegel dazu der Bericht "Adoption
zwischen Kinderliebe und Menschenhandel" von Udo Lielischkies. - Vermutlich
sind das keine kriminellen Händler, sondern nur völlig naive verfettete
religiöse Amis, die mal ein paar arme Negerkinder retten wollten. Ein paar Tage
im haitianischen Knast tun denen sicher mal ganz gut. Lucia Newman (A) berichtet aus Porto Alegre (Brasilien) über den Vorschlag von Präsident Lula, Haiti solle sich mit Zuckerrohranbau von Energieimporten unabhängig machen, so wie Brasilien das gemacht hat. Und über Kritik von Ökologen an solchen Ideen. |
A,B,C ht,WS,TS,TT,E TV5 NC
|
zus.29 zus.17 3 2
|
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1.2.10
¤ |
- Die zehn
US-Missionare sitzen weiter im Gefängnis und geben Interviews, in
denen sie ihre Unschuld (und Blödheit) betonen. Karl Penhaul (C) spricht mit
einem der "Waisenkinder". Das Mädchen erzählt, daß sie gegen ihren
Willen mitgenommen wurde. "Ich wollte aus dem Bus aussteigen, durfte aber
nicht. Ich habe geweint, und gesagt, ich will zurück zu meiner Mama." Beim arte-journal stellt ein Beitrag den Fotografen Frédéric Sauteriau vor, der rund um die Welt von Katastrophe zu Katastrophe reist um dort technisch perfekte Bilder zu machen. Auch die notleidenden Menschen in Haiti hat er heimgesucht. Was er sagt, zeugt von wenig Verständnis für deren Situation. Ich frage mich, was er mit seinen Bildern beweisen will und vermute bei ihm Voyeurismus als Hauptantrieb. |
E,A,B,C
arj |
zus.18
3 |
|
2.2.10
¤
|
Karl
Penhaul (CNN) geht weiter den Spuren der entführten "Waisenkinder"
nach. Ein Vater erzählt, er habe seine beiden Töchter den Missionaren
mitgegeben, in der Hoffnung, daß die Amerikaner ihnen eine bessere Zukunft
geben würden. Auch die meisten anderen Kinder haben noch ein oder beide Eltern.
Zu
dem Thema auch ein Bericht von Jonah Hull (Al Jazeera, s.u.). Informationen
über vermehrte Fälle von Überfällen auf Nahrungskonvois und die gespannte
Sicherheitslage. Bilder von Rangeleien zwischen US-Soldaten und Leuten, die
Nahrung bekommen wollen. Ein Bericht von Jonah Hull über die sehr lebendige Voodoo-Religion. Die meisten Haitianer (auch die christlichen) hängen dem Glauben an Naturgeister an. Martin Niessen (ZDF) berichtet über eine Textilfabrik, die beim Beben unbeschädigt blieb. 750 Arbeiterinnen verdienen hier wieder Geld. Ihr Chef (Charles Baker, ein Weißer) hofft auf eine Karriere als konservativer Politiker. |
E,ht,hj,A,C,NC
|
zus.24
|
|
3.2.10
¤ |
- Weitere Berichte über die eingesperrten
Kindesentführer, über zähe Notversorgung, vorsichtigen Wiederaufbau. "Hope among the Rubble" - Reportage von Juliana Rufus über das Leben nach der Katastrophe. (P+P) (NNA)* ¤ |
E,TT,A,B,C
A |
zus.29
24 |
| 3.2.10 |
In der Schweiz wird darüber gestritten, was mit den Milliarden von Ex-Diktator Duvallier passieren soll. Er selber soll das Geld nicht bekommen, aber auch die Rückgabe an den Staat Haiti ist von einem Gericht verworfen worden. |
E,TV5 |
zus.4 |
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4.2.10
¤
|
In den meisten Berichten geht es um die 10 amerikanischen Missionare, die jetzt wohl wegen Kindesentführung angeklagt werden. Daneben: -
Die offizielle Zahl der Bebentoten ist jetzt über 200.000. "Kunst in Trümmern - Haitis verlorene Schätze" - Ein Bericht von Martin Niessen bei 3sat-kulturzeit über das Musée Nadaire, das Musée d'Art Haitién, das Centre d'Art, die alle beim Beben völlig zerstört wurden. Mitarbeiter versuchen, wenigstens einige der Kunstwerke noch aus den Trümmern zu bergen. Einige der geretteten Gemälde machen deutlich, welche wunderbare Kunst hier, in diesem armen, bunten Land, entstanden war und nun verlorengegangen ist. ¤ |
ht,arj,E,A,B,C
ktzt |
zus.22
6 |
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5.2.10
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- Der UN-Sondergesandte Bill
Clinton kommt zu Besuch. Vor dem Regierungssitz protestieren Hunderte
Menschen gegen die mangelhafte Versorgung. Bei Euronews gibt es ein paar Bilder
davon. Bei der BBC wird gemeldet (aber nicht gezeigt), daß Clinton sich bei den
Demonstranten für die schlechte Koordination der Hilfe entschuldigt habe.
¤ - Beverly Bell (Beraterin von Ex-Präsident Aristide) übt heftige Kritik an Clinton, dessen Politik in den 90ern die Notlage Haitis verschärft habe, und an der "militärischen Besatzung" Haitis durch die USA nach dem Beben. ¤ |
A,B,E
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zus.12
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| 6.2.10 |
- Die reichen Länder sagen zu, Haiti
die "Schulden" zu erlassen. |
A,B
|
zus.18 zus.6
|
|
7.2.10
¤ |
- Im Weltspiegel ein Bericht
von Stefan Schaaf über Seismologen, die vorher vor einem solchen Beben
gewarnt haben, und über die Korruption am Bau (man könnte auch sagen: die
Schwäche des Staates), die die Folgen des Bebens so dramatisch hat werden
lassen. |
WS,A
|
zus.19
|
|
8.2.10
¤ |
- Rob Reynolds berichtet über gefälschte
Lebensmittelcoupons und über eine Demo gegen die Bürgermeisterin des
Stadtteils Petionville. Sie soll Hilfsgüter unterschlagen und an ihre eigenen
Leute gegeben haben, was sie vor der Kamera abstreitet. |
E,A |
zus.12 |
|
9.2.10
¤
|
- Jonah Hull berichtet über das Programm "Food for
Work", bei dem jetzt viele in Handarbeit mit Aufräumen und Wiederaufbau
begonnen haben. Es gibt erste Planungen für neue Stadtviertel, aber immernoch
haben Hunderttausende nicht mal ein Zeltdach über dem Kopf. |
A,C
|
zus.15
|
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10.2.10
¤
|
- Offiziell ist die Zahl
der Toten auf 230.000 gestiegen. Es ist unklar, wieviele davon erst nach dem
Beben an Hunger, Wassermangel und unbehandelten Verletzungen gestorben sind.
Vermutlich mehrere Zehntausend. (Angaben von Gabriel Elizondo, Al Jazeera.) Avi Lewis mit einer Vorschau auf sein "Fault Lines"-Special über den Wiederaufbau. |
A,B,C,NC
|
zus.29
|
|
11.2.10
¤
|
- Zum
ersten Mal gibt es heftigen Regen. Jonah Hull erklärt, welche
Probleme dadurch entstehen. |
E,hj,A,B,C
|
zus.30
|
| 11.2.10 |
"Focus on Haiti: Rescue from the ruins" - Film von John Goheen über "Ruuska Village", ein Waisenheim am Stadtrand von Port-au-Prince, das beim Beben schwer beschädigt wurde und zugleich vor ganz neuen Aufgaben steht. (NNA)* ¤ "Fault Lines: The Politics of Rebuilding" - Avi Lewis berichtet über die Diskussionen der Haitianer über den Wiederaufbau der Stadt und des Landes. Sehr interessant. (NNA)* ¤ |
A
A |
22
23 |
|
12.2.10
¤ |
Ein Monat nach dem Beben. Etwa 100.000 Menschen nehmen an
einer gemeinsamen Trauerfeier aller Konfessionen teil. Al Jazeera berichtet
ausführlich und mehrmals live. Außerdem einige Berichte, die die Lage
zusammenfassen, das Leben in Ruinen, das alltägliche Elend, die Bemühungen der
Helfer (die immer noch nicht überall ankommen). |
A,B E,ht,arj,TS TV5 |
zus.23 zus.10 4 |
| 12.2.10 |
"Beyond the mountains there are mountains" - Die Reportage von Euronews fasst nochmal die Bilder und Geschichten des letzten Monats zusammen. Gut gemacht und eindringlich. ¤ Wird als "special report" am Wochenende noch mehrmals wiederholt. |
E |
26 |
|
13.2.10
¤ |
Nochmal nehmen Zehntausende an einer Trauerfeier teil. Al Jazeera berichtet teilweise live. Bei arte-Reportage werden Bilder des Fotografen Bruno Stevens gezeigt, von Menschen kurz nach der Katastrophe. Manche Bilder muß man in Schwarz-Weiß sehen, die Brillanz der Farben verdeckt das Wesentliche. |
E,A,B,C
arep |
zus.15
6 |
| 14.2.10 |
- Jonah Hull berichtet über den dritten Tag der Trauer und des
Gedenkens.
Und er sieht neue Unruhen des notleidenden Volkes voraus. |
A |
4 |
| 14.2.10 |
"In der Hölle von Haiti - Wie deutsche Ärzte helfen" - Reportage von Michael Höft. (Gott und die Welt) |
ARD |
28 |
|
15.2.10
¤ |
- Sebastian Walker (A) berichtet über Demonstrationen der
Lavalas-Bewegung gegen das Versagen der Regierung und für die Rückkehr von
Aristide. |
A,C,NC |
zus.10 |
| 16.2.10 |
Sebastian Walker über die finanziellen Probleme des Wiederaufbaus und Forderungen nach der Rückkehr Aristides. Vor dem Besuch von Sarkozy erwähnt er, daß den Haitianern noch sehr bewußt ist, daß am Beginn ihrer Armut die Milliarden-Tributzahlungen an Frankreich standen. Rasia Igbal (?) berichtet aus Malaga/ Spanien über Betrüger, die versuchen, mit nichtexistierenden Hilfsprojekten für Haiti Spendengeld abzuzocken. In diesem Fall steckt wohl die Nigeria-Connection dahinter. Es gelingt den Reportern, einen der Männer bei einer inszenierten Geldübergabe zu filmen. |
A B |
4 4 |
|
17.2.10
|
Sarkozy besucht Haiti, das erste Mal seit der Sklaverei, daß ein französischer Präsident sich hertraut. Öffentlichkeitswirksam verspricht er 400 Millionen Dollar Hilfe (und verkündet unverschämterweise einen "Schuldenerlass" für Haiti.) Sebastian Walker (Al Jazeera) weist auf die französischen Schulden von etwa 20 Milliarden Dollar hin und fragt erst den Botschafter und dann Sarkozy selber, wie sie denn über Reparationen dächten. Beide verweigern eine Antwort. (Bei TV5 ein paar O-Töne aus Sarkozys zynischer Ansprache.) ¤ Acht der zehn US-Missionare werden freigelassen und fliegen nach Hause. |
TV5,A,arj,E
B,E |
zus.19
zus.2 |
| 18.2.10 |
Es gibt erste heftige Regenfälle, auch wenn dies noch nicht die Regenzeit ist. Sebastian Walker berichtet aus einem der Zeltlager, das jetzt schon in Schlamm und Dreck versinkt. - In einem Bericht von Jonah Hull erzählt eine junge Studentin, die mit anderen tagelang unter den Trümmern eingesperrt war, von ihrer Verzweiflung, der Rettung und ihren anhaltenden Ängsten. Sie traut sich nicht mehr, im Haus zu schlafen. Viele Überlebende leiden unter Angststörungen. |
A,E |
zus.7 |
|
19.2.10
|
Die UN erinnern daran, daß die Menschen in Haiti weiter dringend Hilfe brauchen. Udo Lielischkies über das dubiose Geschäft mit Adoptivkindern. Der Bericht legt eine erstaunliche These nahe: erst durch die Nachfrage (vor allem in den USA) entsteht der Markt und damit das Angebot. Eltern produzieren Kinder, um sie zu verkaufen. Die Menschenhändler warten nur auf solche Katastrophen wie das Erdbeben. ¤ Todd Bear über Haitianer, die versuchen, per Segelboot in die USA auszuwandern, unterwegs von der US-Küstenwache abgefangen werden (in internationalen Gewässern!) und zurück in Haiti erstmal im Gefängnis landen. |
ht
ktzt A |
2
8 3 |
| 20.2.10 |
Sebastian Walker über UN-Blauhelme als Ordnungsmacht gegen kriminelle Banden und politische Opposition. Ein maskierter Anhänger der Lavalas-Bewegung erklärt, daß sie auch mit Waffengewalt für den Wandel kämpfen würden. ¤ |
A,E |
zus.5 |
| 21.2.10 |
Steve Chao berichtet über Befürchtungen von Helfern, daß mit der Regenzeit erst die eigentliche Katastrophe beginnen wird. - "No Comment" von einem Auftritt der "Clowns without Borders" bei haitischen Kindern. |
A,NC |
zus.6 |
| 22.2.10 |
Steve Chao über erbärmliche Zustände in einem katholischen Waisenhaus. Auch schon vor dem Beben waren die Kinder unterernährt, unbetreut, manche angebunden. Jetzt bekommen sie etwas Hilfe von internationalen Ärzten. Die machen auch Druck auf die Regierung, sich um solche Einrichtungen zu kümmern. ¤ |
A |
5 |
| 23.2.10 |
Lucia Newman berichtet von einem Interessenkonflikt.
Hunderte Obdachlose zelten auf dem Grundstück einer Schule. Die Schule soll
nächste Woche wieder beginnen und die Leute sollen dann fort. Nur weiß
niemand, wohin. Aber man droht ihnen schon mal mit
Polizeigewalt.
¤ |
A |
7 |
| 24.2.10 |
Ein Bericht von Lucia Newman über die brasilianischen Blauhelme, die seit 6 Jahren in Haiti für Ordnung sorgen, und über gemeinsame Anstrengungen der lateinamerikanischen Länder beim Wiederaufbau. - No Comment: Ein evangelikaler Mob stört in Cité Soleil eine friedliche Voodoo-Zeremonie und randaliert dann. ¤ |
A NC |
3 1 |
| 26.2.10 |
- Immer stärkere Regenfälle. Demonstranten
verlangen Zelte, es gibt aber allenfalls Plastikplanen. - Der "Rebellenführer" (und mutmaßliche Drogenhändler) Guy Philippe, einer der Anführer des Putsches gegen Präsident Aristide von 2004, will jetzt selber als Präsidentenkandidat antreten. Dazu ein Bericht und Hintergrundinfos von Sebastian Walker, der Philippe in einem abgelegenen Dorf getroffen und befragt hat. Weitere Hintergründe von Kim Ives (Haiti Liberté) ¤ |
E,A
A |
zus.4
12 |
| 27.2.10 |
Ein Bericht von Steve Chao über US-Ärzte, von denen die meisten schon wieder abgereist sind, obwohl sie noch gebraucht würden. - "No Comment": Bilder von Schlamm, Dreck und Müll in einem Obdachlosenlager nach dem Regen. |
A,NC |
zus.5 |
| 28.2.10 |
Steve Chao fliegt mit kanadischen Ärzten ins Hinterland, in einen Ort, wo es zahlreiche Verletzte bei Erdrutschen nach dem Beben gab und bisher noch gar keine Hilfe hingelangte. - Bei schweren Regenfällen und Überschwemmungen an der Südküste (Les Cayes) kommen mehr als 10 Menschen ums Leben. Weitere Bilder von versumpften Notlagern nach den Regenfällen in der Hauptstadt. |
A,E |
zus.7 |
| 1.3.10 |
Beim Beben wurden durch Erdrutsche Flüsse gestaut. Wenn die Dämme in der Regenzeit brechen, drohen Überflutungen. Bericht von Steve Chao. - Bei CNN ein Bericht von Devin McKenzie über die Befürchtungen, daß die Flüchtlingslager in der Regenzeit keinen Schutz bieten werden. Ratlosigkeit, wohin mit den Menschen. ¤ |
A,C |
zus.6 |
| 4.3.10 |
Steve Chao berichtet über die Suche der Polizei nach Häftlingen, die beim Beben aus den eingestürzten Gefängnissen entkamen. Und er trifft einen der Gesuchten, einen verurteilten Mörder und Vergewaltiger, der jetzt irgendwo untergetaucht ist und sich nicht gerade geläutert zeigt. - No Comment: eine ausländische Politikerin läßt sich erst vom Hubschrauber aus die zerstörte Stadt zeigen und besucht dann eine Krankenstation. |
A,NC |
zus.6 |
| 6.3.10 |
Steve Chao berichtet vom Alltag zwei Monate nach dem Beben. Menschen stehen in Schlangen nach Essen an, sie lassen sich für eine "Volkszählung" erfassen, sie bauen Hütten für die Regenzeit, und sie stellen fest, daß die Hilfe nicht ausreicht und die meisten weiter in notdürftigen Zelten hausen, die kaum Schutz gegen den Regen bieten werden. ¤ |
A |
3 |
| 9.3.10 |
Präsident Preval zu Besuch in Washington. Ausschnitte aus seiner Pressekonferenz mit Frau Clinton (OT). Blackwater und andere Söldnerfirmen beraten bei einer Konferenz in Miami über Möglichkeiten für "Sicherheits"-Geschäfte in Krisenländern wie Haiti. Kritiker nennen das "Katastrophen-Kapitalismus". (vgl. Naomi Klein) Bericht von Rob Reynolds ¤ |
A A |
3 3 |
| 10.3.10 |
Steve Chao berichtet von Kindern in einem Waisenheim, die gerne zurück zu ihren Eltern wollen. Sie waren hier untergekommen, nachdem sie von US-Missionaren entführt worden waren. Weder die Leute vom Heim noch die Regierung unternehmen etwas für sie. Die Nahrungsmittelhilfen führen zu neuen Abhängigkeiten und wirtschaftlichen Problemen. Dazu ein Bericht von Marc Doyle und ein Gespräch mit Doyle und Anna Ridout (World Vision). ¤ |
A B |
4 7 |
| 11.3.10 |
Steve Chao mit Betrachtungen über Armut, Korruption und Gerechtigkeit. Zu Wort kommen dazu der Liedermacher Beken, der katholische Priester Chavannes Jeune und der Unternehmer Reginald Boulos. Marc Doyle geht der Frage nach, warum in Haiti soviel mehr Menschen umkamen als in Chile. Ein Architekt gibt offen zu, daß er und seine Kollegen sich beim Häuserbau nicht an die Notwendigkeiten in einem Erdbebengebiet gehalten haben. |
A B |
4 3 |
| 12.3.10 |
Infos von Sebastian Walker über die Freilassung von zwei entführten MSF-Ärztinnen. - Craig Marrow berichtet aus Bolivien über einen Fall von Kinderhandel mit haitianischen Kindern. Die mutmaßlichen Täter wurden in Bolivien verhaftet. - Suna Lisha (?) berichtet über das Leben in Zeltstädten in einer Ruinenstadt. ¤ |
A,B |
zus.11 |
| 15.3.10 |
Bilder vom Besuch von Ban Ki Mun, viel Händeschütteln und Anlächeln, auch mit einfachen Leuten und kleinen Kindern. |
NC |
4 |
| 17.3.10 |
Drei Berichte aus Port Au Prince: Sebastian Walker über eine Bürgerwehr von Bewohnern in einer der großen Zeltstädte. - Marc Doyle über das zerstörte Staatsgefängnis. Von den 5000 entkommenen Häftlingen wurden 200 wieder eingefangen. - Stefan Schaaf über kaum vorankommenden Wiederaufbau, Korruption bei der Nahrungsverteilung, Sorgen vor der anstehenden Regenzeit. ¤ |
A,B,TT |
zus.9 |
| 22.3.10 |
Bill Clinton und George W. Bush besuchen Port au Prince. Bush: "Ich wollte die Zerstörung mit eigenen Augen sehen." (OT) |
B |
2 |
|
27.3.10
|
"Haiti: Wo ist der Ausweg?" - Film von Barbara Sostaric
(NNA)*
¤ |
3sat
|
30
|
| 28.3.10 |
Rob Reynolds interviewt Präsident René Preval, der die Kraft seiner Regierung zum Wiederaufbau offenbar überschätzt. - Ein Bericht von Sebastian Walker über die Generation der Amputierten, vielen tausend Menschen mußten wegen ihrer Verletzungen beim Beben Gliedmaßen abgenommen werden, manche bekommen Prothesen, auf eine Ausbildung oder einen Job haben sie kaum Hoffnung. |
A |
9 |
| 29.3.10 |
Sebastian Walker berichtet aus dem Norden des Landes (Gonaive) über die brachliegende Landwirtschaft, Folge von billigen Nahrungsimporten. Bauern, die noch produzieren, fürchten daß ihre Betriebe von weiteren "Hilfen" des Auslands keinen Vorteil haben werden. |
A |
4 |
| 30.3.10 |
Gabriel Elizondo berichtet über die Probleme in einem Land, in dem alles in der Hauptstadt zentralisiert war, die nun zerstört ist. - Cath Turner berichtet aus New York vor dem Beginn der UN-"Geberkonferenz". |
A |
7 |
| 31.3.10 |
Berichte zur "Geberkonferenz" in New York. Mehrere Korrespondenten zur anhaltend schlimmen Lage in Port au Prince. (NNA)* |
ht,TS,A,B |
zus.19 |
| 3.4.10 |
Christoph Rückerath über die Menschen die in den Ruinen von Port au Prince Ostern feiern. |
ht |
2 |
| 5.4.10 |
In Port au Prince haben einige Schulen wieder mit dem Unterricht begonnen, meist in Zelten. |
E |
1 |
| 8.4.10 |
Sebastian Walker berichtet über Vorbereitungen auf die beginnende Regenzeit in den Zeltlagern und über Befürchtungen, daß es dieses Jahr besonders viele Hurrikane geben wird. |
A |
2 |
| 9.4.10 |
Gary Tuchman berichtet über Zeltlager, die wegen der beginnenden Regenzeit auf eine frisch planierte Fläche am Stadtrand von Port au Prince umgesiedelt werden sollen. |
C |
3 |
| 12.4.10 |
Sebastian Walker berichtet vom Beginn der Regenzeit. Die Leute bauen an stabileren Unterkünften, Tausende werden aus den improvisierten Zeltlagern in neue auf planierten Flächen am Stadtrand umgesiedelt. |
A |
7 |
| 13.4.10 |
Michelle Obama zu Besuch in Port au Prince. Sie besichtigt Hilfsprojekte und sagt, die USA würden Haiti nicht vergessen. Im Bericht von Laura Trevelyan auch Bilder von überschwemmten Zelten, seit 7 Tagen regnet es jede Nacht. - Bei TV5 ein PR-Film der EU-Kommission über europäische Hilfsprojekte. |
B,T |
zus.12 |
| 20.4.10 |
Sebastian Walker berichtet von den ersten Zwangsräumungen von Obdachlosenlagern. Die Leute sollen z.B. Schulgelände verlassen, weil der Unterricht jetzt wieder läuft. Wo sie hinsollen ist aber unklar. Es soll bei den Räumungen zu Gewalt durch Polizisten gekommen sein. |
A |
3 |
| 22.4.10 |
Sebastian Walker berichtet über Sorgen, daß durch die Folgen der Erdbebenkatastrophe auch die AIDS-Vorsorge leidet und das Virus sich wieder stärker ausbreitet. |
A |
4 |
| 23.4.10 |
Drei Monate nach dem Beben. Matthias Fornoff über den kaum stattfindenden Wiederaufbau, bisher hat man nur Trümmer weggeräumt und provisorische Zeltlager eingerichtet. In Les Cayes demonstrieren einige Hundert Leute gegen das Mißmanagement von Regierung und UN. Und zwar ausgelassen tanzend und singend, während ein paar schwerbewaffnete Blauhelme sehr hilflos zusehen. Bewegende Bilder. ¤ |
hj
NC |
4
1 |
| 25.4.10 |
Sebastian Walker über einen neuen Wiederaufbaufond der Weltbank und die Kritik von Haitianern daran, daß sie selber nicht über die Entwicklungsrichtung mitbestimmen dürfen |
A |
3 |
| 26.4.10 |
Bei einem Großfeuer in Port au Prince wird der größte Markt der Stadt komplett zerstört. |
E |
1/2 |
| 28.4.10 |
Sebastian Walker berichtet über Schüler, die dagegen demonstrieren, daß ihre Schulen nicht öffnen können, weil dort immer noch Obdachlose in Zelten wohnen. Die UN schaffen es nicht, für Alle neue Unterkünfte bereitzustellen. |
A |
3 |
| 3.5.10 |
Die Regenzeit hat jetzt richtig begonnen und die Zeltsiedlungen versinken in Wasser und Schlamm. Ein paar Bilder, Infos von Anne Poulsen vom WFP. |
A |
4 |
| 4.5.10 |
Bericht über die Leute in Port au Prince, die mit ihren Zelten in Regenwasser und Schlamm versinken. |
TV5 |
2 |
| 6.5.10 |
Sebastian Walker berichtet über Schäden nach den ersten heftigen Regenfällen. |
A |
2 |
| 10.5.10 |
In Port au Prince fordern etwa 1000 Demonstranten den Rücktritt von Präsident Preval, und einige die Rückkehr von Aristide. Bericht von Sebastian Walker. |
A |
2 |
| 11.5.10 |
Ein weiterer Bericht und Bilder von den Demonstrationen gegen Präsident Preval. |
E,NC |
zus.3 |
| 16.5.10 |
Sebastian Walker berichtet von Überschwemmungen und darüber, daß die Leute Hilfsgüter wie z.B. Zeltplanen nur auf dem Schwarzmarkt bekommen. |
A |
3 |
| 2.6.10 |
Zum Start einer Geberkonferenz in der Dom. Rep. ein Bericht von Sebastian Walker über Leute in Port au Prince, die die Regenzeit in improvisierten Stoffzelten überdauern müssen. |
A |
|
|
4.6.10
|
Monsanto und andere Agrarkonzerne haben tonnenweise genmanipuliertes Saatgut (Mais) und Hybrid-Saatgut (Gemüsepflanzen) nach Haiti geliefert, als "Hilfe" nach dem Erdbeben. Bauern sorgen sich, daß sie damit unbekannten Gefahren ausgesetzt werden. Das Saatgut ist gebeizt, darf eigentlich nie berührt werden (die Bauern haben aber keine Handschuhe). Wenn sie ihre eigenen Sorten nicht mehr anbauen, sind sie auf immer von den Konzernen abhängig, müssen jedes Jahr wieder neue Saat kaufen. In Indien haben sich wegen solcher "Hilfe" Tausende Bauern schon das Leben genommen. Experten warnen und raten zu den alten, angepaßten lokalen Sorten. Bericht von Sebastian Walker, weitere Infos im live-Gespräch, Gespräch mit dem Filmemacher Robert Kenner ("Food Inc.") ¤ Über die Demonstration am 4.Juni in Artibonite von 5000 gewerkschaftlich organisierten Landarbeitern und Bauern gegen Monsantos Gen-Geschenke kam leider nichts im Fernsehen. |
A
|
zus.7
|
| 7.6.10 |
Haitis Künstler malen Bilder, in denen sie die Erfahrung der Erdbebenkatastrophe verarbeiten. Ein Bericht von Sebastian Walker. |
A |
3 |
| 11.6.10 |
Sebastian Walker berichtet über regelmäßige und immer größere Demonstrationen, die den Sturz der Regierung und/oder Neuwahlen verlangen. |
A |
3 |
|
12.6.10
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"Haiti: Warten auf die Hilfe" - Reportage von Sophie Rosenzweig und Wissam Charaf (NNA)* ¤ Text von der arte-Seite:"Fünf Monate nach dem Erdbeben herrscht noch immer der Notstand in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis. Noch immer hausen die Menschen in 460 Lagern auf öffentlichen Plätzen. Mehr als 1 300 000 Menschen leben unter Plastikplanen im Elend. 230 000 Menschen starben in den Trümmern ihrer Häuser.
Die Überlebenden warten ungeduldig auf die Entscheidungen über internationale Hilfe zum Wiederaufbau ihrer Häuser. Der haitianische Staat, einer der ärmsten der Welt, hat nicht die Mittel, seinen Bürgern neue Häuser zu bauen. |
arep
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| 14.6.10 |
Sebastian Walker berichtet über junge Frauen, die nach dem Erdbeben als einzige Einkommensquelle nur noch die Prostitution sehen. Und über (Waisen)-Kinder, die in die Hände von Menschenhändlern geraten. Mehr dazu von Beth Verhey (Unicef). |
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| 17.6.10 |
Sebastian Walker berichtet von einem Treffen einiger "Geber", u.a. Bill Clinton, in einem Hotel in Port au Prince. Draußen protestieren Haitianer dagegen, daß sie an Entscheidungen nicht beteiligt werden. |
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| 30.6.10 |
Bericht von Sebastian Walker über Reaktionen auf Prevals Ankündigung von Neuwahlen für November. Einige protestieren gegen Preval und die Wahlkommission, sie vermuten, daß ein Wahlbetrug geplant wird. Das sagt auch Herold Valentin von der Lavalas-Bewegung im Interview. |
A |
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| 10.7.10 |
Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben von Port au Prince. Lucia Newman berichtet aus einem Krankenhaus, wo unterernährte Kinder aufgepäppelt werden. Sebastian Walker berichtet über zunehmende sexuelle Gewalt gegen Frauen in den Flüchtlingslagern und spricht mit Opfern. Darüber und über Ursachen auch ein Gespräch mit der Helferin Regine Zamor. |
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| 11.7.10 |
Sebastian Walker über die weiterhin sehr prekäre Unterbringung der Obdachlosen. Die meisten leben immernoch in improvisierten Unterkünften, die einem Hurrikan nicht standhalten werden. |
A |
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| 11.7.10 |
"Fault Lines": Eine Lagebeschreibung sechs Monate nach dem Beben, von Sebastian Walker. Das Elend der Obdachlosen, die Gewalt gegen Frauen, die zunehmende Wut auf interessengeleitete Helfer. Gespräche mit diversen Insidern und Vertretern der linken Opposition. ¤ |
A |
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| 12.7.10 |
Ein halbes Jahr nach dem Beben. Eine Reihe von Korrespondenten berichten (bei Al Jazeera teilweise live) von der Situation, vor allem vom Wiederaufbau, der kaum vorankommt. Von den versprochenen Milliardenhilfen ist bisher kaum etwas angekommen. Lucia Newman, Sebastian Walker, Matthew Price und Matt Frei berichten aus Port au Prince und reden mit diversen Einwohnern, Rob Rynolds ebenso in Leogane. |
arj,E,A,B |
zus.32 |
| 13.7.10 |
Bilder aus einem Zeltdorf, das bei einem Tropensturm völlig zerfetzt wird. Menschen, die verzweifelt und hilflos im Regen stehen. |
NC |
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| 17.7.10 |
Am Wasserfall "Saut d'Eau" treffen Tausende Haitianer zu einer traditionellen religiösen Reinigungszeremonie (halb Marienkult, halb Voodoo) zusammen. ¤ |
B,NC |
zus.3 |
| 20.7.10 |
Ein Bericht über das "vergiftete Geschenk" von Monsanto, die Lieferung von genmanipulierter Maissaat und Hybrid-Gemüsesaatgut. Viele Bauern haben begriffen, daß dies teure Geschenke sind, auch ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagt, Monsanto wolle nur die Bauern von sich abhängig machen. (Trotzdem hat man die Lieferungen aber nicht verboten oder vernichtet.) ¤ |
TV5 |
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| 22.7.10 |
Sebastian Walker fragt, warum der Wiederaufbau nicht vorankommt und Baumaschinen ungenutzt herumstehen. Er entdeckt, daß die "International Haiti Recovery Commission" (IHRC), die Millionen von Hilfsgeldern verwaltet, in ihrer teuren Traglufthalle (an der Stelle, wo das alte UN-Gebäude eingestürzt war) seit drei Monaten buchstäblich gar nichts macht. Ihre Webseiten sind verwaist. |
A |
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| 25.7.10 |
Sebastian Walker über Auswirkungen der Regenzeit. Die improvisierten Behausungen und auch manche der schönen Zelte der Hilfsorganisationen halten den schweren tropischen Regengüssen und Überflutungen nicht stand. Die Leute haben Angst vor den Folgen von möglichen Hurrikanen. |
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| 4.8.10 |
Der HipHop-Star Wyclef Jean kündigt an, für das Präsidentenamt zu kandidieren. (OT) |
B |
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| 5.8.10 |
Wyclef Jean will Präsident werden. Imtiaz Tyab befragt in Port au Prince Leute nach ihrer Meinung dazu. Der Musiker hat zwar eine gewisse Popularität, aber niemand weiß genau, wofür er steht. - Ray Laforest (Haiti Support Network) ist ebenfalls sehr skeptisch, und der Filmemacher und Haiti-Kenner Kevin Pina stellt erstmal fest, daß Wyclef formal gar nicht kandidieren darf, weil er nicht in Haiti lebt, und zählt auf, wo Wyclef sich früher als Unterstützer der rechten Mörder und Putschisten gezeigt hat. ¤ |
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| 7.8.10 |
Pras Michel war mit Wyclef Jean Mitglied der "Fugees". Er äußert sich ebenfalls ablehnend zu dessen Kandidatur, weil Wyclef kein politisches Konzept hat. Er selber unterstützt den Kandidaten Michel Martelli. |
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