Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Nigeria #1   (bis Juni 2012)   

Nigeria #2  (ab 2.7.12)

Datum Beitrag Sender  (Schlüssel) Länge (Min.)
9.11.07

2 dt. Dokumentarfilmer bei Recherchen im Nigerdelta verhaftet, wieder frei. Florian Opitz und Andy Lehmann berichten von der Haft und den Konflikten in Nigeria ("Situation ist viel komplizierter als meist dargestellt.") Auf den Film darf man gespannt sein.

ktzt zus.8
15.11.07

4 Live-Reportagen aus dem Niger-Delta : Konflikte um Land und Öl. Rebellen, Soldaten, Zivilisten. Menschen in Armut und Elend

A

zus.13

16.11.07

Noch zwei Live-Berichte aus Port Harcourt (mit Gen.Andrew Azazi und Chibudon Nwuche, Rechtsanwalt) zur Frage, ob das Ölgeld für Militär oder für Entwicklung sein soll.

und Haru Mutasa berichtet aus Sokoto (Nordnigeria) über den Sultan von Sokoto und seinen Kampf gegen Korruption

A

zus.10

28.11.07

Abuja : Beim Neubau von Stadtvierteln werden alte Bewohner vertrieben und enteignet

A

3

1.12.07

Das Geschäft mit gefälschten Medikamenten. Polizei versucht, Banden zu bekämpfen.

A

3

6.12.07

Gerichtsverhandlung in Kano über den Pfizer-Skandal

JA

2

12.1.08

30 Tote bei Explosion eines Tankwagens in Port Harcourt. Rebellen sprengen Öltanker.

A

1

26.2.08

Gericht bestätigt den Wahlsieg von Präsident Jar-Adua, es habe keinen Wahlbetrug gegeben.

B

2

31.3.08

Reportage über die katastrophale Verkehrssicherheit auf den Straßen von Lagos.

C

3

6.5.08

Meldung: Carter soll zwischen Regierung und Nigerdelta-Rebellen vermitteln.

A

1/2

15.5.08

Über 100 Tote beim Brand einer Ölpipeline in Lagos.

A,E

zus.4

16.5.08

Mehr Bilder und Meldungen von der Flammenhölle in Lagos.

ari,TS,A

zus.2

24.5.08

Gespräch mit Sandy Cioffi, Autorin des Dokumentarfilms "Sweet Crude" über den Ölkrieg im Nigerdelta.

C

4

19.6.08

Rebellen greifen erstmals eine Ölplattform im offenen Meer an.

B

1

13.7.08

"Armenhaus im Öldelta" - Bericht von Florian Opitz über die soziale und ökologische Katastrophe im Nigerdelta.

WS

7

24.7.08

Bericht über Rebellen der MEND im Nigerdelta, die immer wieder die Ölförderung sabotieren. Mit Aussagen von ihrem (maskierten) Kommandanten Boma.

JA

2

26.7.08

Einige weiße Farmer aus Zimbabwe haben in Nigeria Land bekommen und lassen jetzt die Menschen dort für sich arbeiten. Die sind auch noch froh, bei den neuen Herren Geld verdienen zu können.

A

3

30.7.08

Haru Mutassa berichtet über die prekäre Stromversorgung in Lagos.

A

4

5.8.08

Bericht über Anschläge der Rebellen im Nigerdelta gegen die deutsche Baufirma Berger.

JA

2

13.8.08

Kamerun / Nigeria : Nigeria gibt die umstrittene Bakassi-Halbinsel zurück. Kamerun hofft, dort Öl zu finden.

A,JA

zus.4

14.9.08

Kämpfe im Nigerdelta, die Delta-Rebellen greifen Ölanlagen und Militärstützpunkte an und rufen einen "Ölkrieg" aus. Angeblich wurden 22 Soldaten getötet. (Meldung und Telefoninfos von Sarah Simpson.)

A

2

16.8.08

Haru Mutasa berichtet aus dem Nigerdelta, wo die Armee Banden bekämpft, die Pipelines anzapfen um das Öl auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

A

3

16.9.08

Bericht über Angriffe von Rebellen auf Ölanlagen.

JA

2

17.9.08

Die Delta-Rebellen sollen eine Pipeline zerstört haben. Telefoninterview mit einem anonymen Sprecher der "MEND"-Rebellengruppe über ihre Ziele und Methoden.

A

3

20.9.08

Anschläge auf Ölanlagen

E,ari

zus.3

21.9.08

Der Ölkrieg im "Nigerdelta". Yvonne Ndege spricht mit einem anonymen Führer der MEND-Rebellen.

A

4

22.9.08

MEND erklärt Waffenstillstand.

A

2

26.10.08

Bauboom in Lagos

B

3

29.11.08

Hunderte Tote bei ethnischer Gewalt in der Stadt Jos (in der Landesmitte). Bilder von ausgebrannten Häusern. Nach einer lokalen Wahl und Vorwürfen von Wahlbetrug soll es zu gegenseitigen Angriffen von "Christen" und "Muslimen" gekommen sein, Kirchen, Moscheen und Wohnviertel wurden in Brand gesetzt, Tausende Menschen sind geflohen. Telefonbericht der Journalisten Stella Din (in Lagos), die aber auch wenig Genaues weiß.

A,B,JA,E

zus.7

30.11.08

Nach den Pogromen und Straßenkämpfen in Jos am Freitag wird zu erklären versucht, was eigentlich geschehen ist. Auch die Zahl der Toten ist unklar, mindestens 200, vielleicht viel mehr. Zu sehen sind rauchende Trümmer und Verletzte im Krankenhaus. Keine Spur von den Tätern, vermutlich "christliche" und "muslimische" Jugendbanden. Über 1500 Beteiligte soll die Polizei verhaftet haben.

E,ari,A,B,JA

zus.8

2.12.08

Berichte zu den Pogromen von Jos (NNA)*

JA,B

zus.4

3.12.08

Ein Bericht aus Jos. Ganze Stadtviertel liegen in Trümmern. Bewohner können nicht erklären, was geschehen ist.

C

3

7.1.09

"Conflict Delta" Reportage über den Konflikt im Niger-Delta. (our world)  (NNA)*

B

22

8.1.09

Bericht von Sue Lloyd-Roberts über den Konflikt ums Öl im Nigerdelta. (Kurzfassung der Doku vom Vortag)

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4

9.2.09

Die Polizei befreit in Enugu 21  Frauen aus der Gewalt eines Arztes, der sie als Gebärmaschinen festgehalten hatte. Der Kinderhandel soll weithin florieren. (Bericht von Nicole Macheroux-Denault)

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2

13.2.09

Nicole Macheroux-Denault berichtet nochmal ausführlicher über den krassen Fall von Frauenhandel in Enugu.  (NNA)*

n-AR

5

16.2.09

 

"Music of Resistance" (Teil 3) über den jüngsten Sohn von Fela Kuti, Seun Kuti, der in die Fußstapfen seines Vaters tritt und zusammen mit dessen alter Band "Egypt 80" den politischen Afro-Beat wiederbelebt. Steve Chandra Savale besucht Seun in Lagos und erfährt von ihm viel über Politik und Musik in Nigeria, Felas Erbe und den Wiederaufbau der "Kalakuta Republic". Aufnahmen von Proben und Konzerten und viel Lagos-Atmo .

(unter "SD+RnR")

A

 

23

 

21.2.09

Meldung über Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen in Bauchi, mindestens vier Tote.

A

1/2

22.2.09

Mark Eddo berichtet über den jungen Gouverneur von Lagos, Babatunde Raji Fashola, dessen engagierte Arbeit für die Entwicklung der 18-Millionen-Stadt allgemein anerkannt wird.

A

3

23.2.09

Mark Eddo berichtet aus Lagos über die Auswirkungen des abgestürzten Ölpreises und der Bankenkrise

A

3

29.4.09

"Kanowood", die Filmstadt im islamischen Norden, leidet unter Einschränkungen durch das Scharia-Recht.

JA

3

15.5.09

Im Nigerdelta erklärt die Rebellengruppe MEND der Regierung und den Ölkonzernen den "totalen Krieg"

JA

2

16.5.09

Das Militär befreit gewaltsam 15 Ölarbeiter die von Rebellen festgehalten wurden.

B

2

17.5.09

Rebellen und Leute im Nildelta beklagen Unterdrückung durch die Armee.

B,JA

zus.2

26.5.09

Zwei Berichte zum Krieg im Nigerdelta. Die Rebellen sollen Schuld an der Halbierung von Nigerias Öleinnahmen sein. Der Shell-Konzern soll wegen des Justizmordes an Ken Saro-Wiwa verklagt werden.

A,JA

zus.4

28.5.09

David Loyne berichtet über allgemeinen Niedergang von Infrastruktur und Versorgung in einer abgelegenen Gegend im Norden.

B

4

3.6.09

Der Prozeß in New York gegen Shell wegen der Beteiligung am Justizmord an Ken Saro-Wiwa wird vom Richter ohne Begründung abgesagt. Zwei Berichte, einer über die Hintergründe des Prozesses, einer über die Absage.

A

zus.5

8.6.09

Der Shell-Konzern vermeidet den Prozeß wegen der Ermordung von Ogoni-Aktivisten (darunter Ken Saro-Wiwa), indem er einer Zahlung von 15,5 Mio. Dollar an die Familien der Opfer zustimmt. Der Konzern erreicht zugleich eine Bestätigung, daß er keine Schuld an den Morden trage.

A,B

zus.4

9.6.09

Weitere Berichte und Hintergründe zur Einigung von Shell mit den Ogoni-Familien. James Marriot (von einer Saro-Wiwa-Solidaritätsgruppe) und Judith Chomsky (Center for constitutional Rights) sind mit der erreichten außergerichtlichen Zahlung sehr zufrieden. Bei CNN ein Bericht von Christian Peerfoi (oder so) über die Lage im Ogoni-Land heute. Die Umweltzerstörung durch kaputte Ölpipelines geht weiter

ht,ari,E,A,B,C

zus.15

     
21.6.09

Meldung und Kurzbericht über Angriffe der MEND-Rebellen auf Shell-Ölanlagen im Nigerdelta.

A,JA

zus.2

25.6.09

Rebellen greifen eine Shell-Ölpipeline an. Infos von Mark Doyle.

B

3

13.7.09

Henry Okah, ein Anführer der Delta-Rebellen, wird (als Geste des guten Willens der Regierung) aus dem Gefängnis entlassen. Daraufhin erklären die Rebellen sich zu Gesprächen bereit.

A,JA

zus.4

14.7.09

Die MEND-Rebellen verkünden einen 2-monatigen Waffenstillstand.

B

2

26.7.09

In Bauchi greifen einige Männer von der islamistischen "Boko Haram"-Sekte eine Polizeiwache an. Anschließend stürmen  Polizisten ein Zentrum der Gruppe, töten 42 Sektenmitglieder und nehmen Hunderte fest. Infos von Caroline Duffield (BBC, Lagos) und Patrick Wilmot (Afrika-Experte). Nur zwei Standbilder, eines zeigt einen Haufen Leichen, das andere offenbar die verhafteten Männer die in langer Reihe nebeneinander bäuchlings auf dem Boden liegen.

A,B

zus.5

       
27.7.09

Bei den Kämpfen zwischen Polizei und der islamistischen Boko-Haram-Sekte sind in drei Bundesstaaten über 100 Menschen getötet worden. Außer den beiden Fotos vom Vortag gibt es weiter keine aktuellen Bilder. Aber ausführliche Infos und Hintergründe, u.a. von Anthony Goldman (Experte) und Felix Onuah (Journalist vor Ort). "Boko Haram" bedeutet "Bildung verboten", sie lehnen Schulen ab, weil sie den westlichen Einfluß fürchten. 

E,A,B,JA

zus.13

     
28.7.09

Weiter kaum aktuelle Bilder. Bei den Gefechten zwischen Armee/Polizei und den Islamisten von Boko Haram sollen etwa 150 Menschen getötet worden sein. Wale Ismail (Westafrika-Experte) erläutert Hintergründe der Sekte. (dazu auch hier.)

E,A,B,JA

zus.12

29.7.09

 

Weiter Kämpfe in fünf Bundesstaaten zwischen Armee und den Boko-Haram-Islamisten. Die Zahl von Todesopfern wird jetzt mit "mehrere Hundert" (mindestens 300) benannt, überwiegend Sektenmitglieder, aber auch Unbeteiligte. Am schlimmsten soll es in Maiduguri sein. 3000 Menschen sollen vor den Kämpfen geflohen sein. Es gibt Vorwürfe gegen die Armee, sie habe überreagiert. Angeblich wurden auch Männer gruppenweise erschossen, die sich schon ergeben hatten.  - Weiter nur wenige Bilder, auf Fotos sieht man zerstörte Gebäude und Leichen auf den Straßen. - Informationen am ausführlichsten von Yvonne Ndege (Al Jazeera, in Abuja). -  Polizeiminister Ibrahim Yakubu Lame (telefonisch) über die aktuelle Lage. Zu den Vorwürfen sagt er, im Gegenteil sei man extrem vorsichtig vorgegangen (er ist aber offenbar auch nicht vor Ort.)  - Eric Guttschuss (HRW) verweist auf die letzten Unruhen in Jos im November 2008, wo nach HRW-Recherchen mindestens 133 Menschen von Polizisten ermordet wurden. 

Inside Story: Über die Gewalt der Islamisten diskutieren Musa Aliyu (Friedensforscher), Darren Kew (Konfliktmanager) und Malam Garba Sani (Nigeria Muslem Forum UK). (NNA)*

ari,TS,A,B,JA

 

 

A

zus.22

 

 

21

         
30.7.09

 

Weiter Kämpfe zwischen Armee und den Islamisten. Offenbar gelingt es den staatlichen Kräften, die Boko-Haram-Gruppe weitgehend zu zerschlagen. Deren Führer Mohamed Jusef wird in Maiduguri festgenommen und unter unbekannten Umständen im Gefängnis getötet. Die Zahl der bei den Kämpfen Getöteten steigt auf ca. 600.  Infos von Caroline Duffield (BBC) und Yvonne Ndege (Al Jazeera). Immer mehr Bilder von den Unruhen, zahlreiche Tote auf den Straßen, Kampfspuren, zerstörte Häuser. Alles aber ohne Ortsangaben, bislang keine Korrespondentenberichte.

Was da eigentlich in den letzten 4 Tagen geschehen ist wird ganz gut zusammengefaßt in den Artikeln von Dominic Johnson in der taz. Die Schlacht von Maiduguri.

ht,E,A,B,JA

 

zus.14

 

     
31.7.09

Weiter Unklarheit über die Umstände des Todes von Islamistenchef Mohammed Yusuf, aber alles deutet auf eine außergerichtliche Hinrichtung. Informationsministerin Dora Akunyili ist mit dem "effektiven" Vorgehen der Sicherheitskräfte sehr zufrieden.

Immer noch nur wenige Bilder vom Geschehen, vor allem Bilder von zerstörten Gebäuden. Al-Jazeeras Korrespondentin Yvonne Ndege ist jetzt in Maiduguri.

ht,ari,A,B,JA

zus.15

1.8.09

 

 

Zwei Berichte von Yvonne Ndege aus Maiduguri. In den Trümmern des vollständig zerstörten Hauptquartiers der Boko-Haram-Gruppe liegen noch zahlreiche Leichen. Angeblich wurden beim Sturm der Armee auf das Gelände auch viele Zivilisten getötet. Da noch Niemand die Leiche von M.Yusuf gesehen hat, gibt es Zweifel, ob die Soldaten wirklich den richtigen Mann erwischt haben. Und Befürchtungen, die Gruppe könne sich wieder neu formieren.  - Im Polizeigebäude von Maiduguri wartet eine Gruppe von Witwen von Boko-Haram-Kämpfern. Sie sagen, sie seien in die Stadt gezogen um hier Arabisch zu lernen, vor 10 Tagen haben sie ihre Ehemänner zuletzt gesehen, dann kam die Polizei und hat sie alle mitgenommen um sie zu ihren Familien zurückzubringen. 

Die Armee nennt jetzt die Zahl von 700 bei den Kämpfen Getöteten. Ein Armeesprecher (mit starkem amerikanischem Akzent übrigens) sagt bei CNN, daß unter den getöteten Kämpfern auch viele Ausländer waren.

A,C

 

 

zus.7

 

 

2.8.09

Die Zahl der Toten wird jetzt mit 780 benannt.

TS,A

zus.2

3.8.09

Über die Eskalation der Gewalt und die Rolle der Islamisten der "Boko Haram" ein Gespräch mit Anthony Goldman (Journalist), Yusuf Tuggar (Parlamentsabgeordneter) und Paul Lubek (Experte). (NNA)*

A

16

4.8.09

"No Comment" bringt Bilder von den Zerstörungen in Maiduguri. Offenbar wurde auch eine Schule zerstört, die Kinder lernen jetzt im Freien.

NC

2

     
12.8.09

Frau Clinton besucht die Regierung in Abuja und spricht über die Bedrohung durch Al Kaida in Afrika (OT).

A

1

16.8.09

Im westlichen Bundesstaat Niger verhört die Polizei Tausende von Leuten, die verdächtigt werden, Islamisten zu sein. Infos von Alhaji Malam Garba Sani (Sprecher der Nigerianer in London).

A

4

24.8.09

Eine Fraktion der Rebellengruppe MEND im Nigerdelta hat ihre Waffen abgegeben, diese werden von der Armee präsentiert. - Al Jazeera meldet gleichzeitig, daß die MEND ihren Waffenstillstand aufgekündigt habe.

JA

2

25.8.09

Christian Purefoy berichtet aus Lagos über die Waffenübergabe und die Aufgabe des Kampfes durch eine Gruppe der Delta-Rebellen. Mehrere Ex-Kämpfer sagen, sie seien sehr froh über die von der Regierung angebotene Amnestie, und sie hofften, jetzt vielleicht auch einen Job zu bekommen. Das Amnestie-Angebot gilt weiter bis Ende Oktober auch für die Kämpfer von anderen Gruppen.

C 4
26.8.09

In einem größeren Korruptionsskandal wurden bisher 15 Angestellte mehrerer Banken verhaftet. Einige der reichsten Leute des Landes sollen betrügerische Kredite bekommen haben und sollen diese jetzt zurückzahlen. Bericht von Owen Fay.

A 3
     
27.8.09

Nach der Zerschlagung der islamistischen "Boko Haram"-Gruppe Anfang des Monats fordern Menschenrechtler Aufklärung über die dabei offenbar durchgeführten Massenhinrichtungen. Bericht mit einigen neuen Bildern des Geschehens.

JA

2

20.9.09

Yvonne Ndege hat in Maiduguri Aussagen von Leuten gesammelt, die der Polizei und Armee vorwerfen, bei der Zerschlagung der Boko-Haram-Sekte im August zahlreiche Menschen, auch Unbeteiligte, ermordet zu haben. Insgesamt sollen bei der Aktion etwa 1000 Menschen gestorben sein.

A

3

     
28.9.09

Yvonne Ndege trifft einen Anführer der Nigerdelta-Rebellen, Solomon Ndigbara, der sich selber "Osama Bin Laden" nennt. Er beklagt, die Regierung habe ihre Amnestie-Versprechen nicht eingehalten, und droht damit, den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen. 

A

4

     
29.9.09

Yvonne Ndege berichtet aus dem Ogoni-Land im Nigerdelta. Die Arbeiter in einer improvisierten Diesel-Destillieranlage sind sauer, weil sie nichts vom Staat bekommen, während die Ex-Rebellen für ihren Waffenstillstand eine Amnestie und finanzielle Belohnung bekommen. - Der Menschenrechtler und Ogoni-Aktivist Ben Amunwa sieht ebenfalls keine Entwicklung und keine Vorteile für die Menschen aus der Ölförderung. Der friedliche Widerstand der Aktivisten um Ken Saro Wiwa wurde brutal unterdrückt, erst dann entstanden die bewaffneten Rebellengruppen.

A

8

     
3.10.09

Inside Africa: Christian Purefoy berichtet aus Lagos über Ordnung im Chaos. Kampagne für eine "saubere Stadt" (Polizei zerstört Stände von Straßenhändlern), die Verkehrspolizisten im Kampf gegen Staus und Unfälle, die Männer der Müllabfuhr mit ihren neuen LKWs, Pläne der Stadtverwaltung für neue Stadtviertel und Autobahnen, Protest gegen Vertreibungen von Menschen für Neubau-Projekte. Und das größte Problem der 15-Millionen-Stadt: sie wächst immer weiter, täglich kommen 6000 weitere Menschen hier an, um Arbeit und Einkommen zu finden.

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4.10.09

Eine weitere Rebellengruppe im Nigerdelta stimmt der Waffenruhe zu. Ihr Anführer Government Tompolo unterschreibt bei Präsident Adua, daß seine Leute die Waffen niederlegen. Sie sollen dafür Amnestie, eine Abfindung und zivile Ausbildung bekommen. In Port Harcourt übergeben Rebellen einer anderen Gruppe ihre Waffen an die Armee.

A,JA,E

zus.6

5.10.09

Inside Story: Über die Chancen auf einen dauerhaften Frieden im Nigerdelta diskutieren die drei Westafrika-Experten Buba Misawa (Politologe), Michael Watts (Geograph) und Hakeem Babalola (Journalist).  (NNA)*

A

23

25.10.09

Die Rebellengruppe MEND erneuert den Waffenstillstand, nachdem einige Untergruppen diesen beenden wollten.

B

2

1.11.09

Yvonne Ndege berichtet über neue Drohungen der Nigerdelta-Rebellen gegen die Ölindustrie. Sie spricht mit dem Chef der MEND, Henry Okah, der sagt, daß Tausende seiner Kämpfer sich an der Demobilisierung nicht beteiligt haben.

A

4

     
21.12.09

Der Pharmakonzern Pfizer hatte zwar eingewilligt, den Opfern seiner Medikamentenversuche Entschädigungen zu zahlen. Aber Yvonne Ndege berichtet über Eltern von schwerbehinderten Kindern, denen eine Kompensation verweigert wird, weil sie irgendwelche bunten Zettel damals nach den Tests nicht aufgehoben haben und deshalb vom Konzern jetzt als Betrüger dargestellt werden.  ¤

A

4

     
29.12.09

Meldung: In Bauchi sterben bei Unruhen und Kämpfen zwischen Polizei und der islamischen Sekte "Kala Kato" mindestens 38 Menschen. - Gespräch mit Malam Garba Sani (Nigerian Muslim Forum) über Hintergründe. Zum konkreten Anlaß weiß er nichts, ordnet die Sekte aber als abwegig und "außerhalb des Islam" stehend ein.

A

3

30.12.09

In den Niederlanden erreichen Umweltschützer, daß sich ein Gericht mit den Umweltsauereien des Ölkonzerns Shell in Nigeria beschäftigt.

A,E

zus.3

1.1.10

Reportage von Danjuma Abdullahi über Polizeiwillkür in Lagos. Amnesty International hat im Report "Killing at Will" auf hunderte Fälle von außergerichtlichen Hinrichtungen (pro Jahr) hingewiesen. Ein Polizeisprecher weist die Vorwürfe pauschal zurück. Der Bericht zeigt einige Beispielsfälle.  ¤

Press

5

4.1.10

Marc Doyle berichtet aus Abuja über Hintergründe des Flugzeugattentäters von Detroit und Sorgen, daß er das Land in einen schlechten Ruf gebracht hat.

B

3

8.1.10

Nazanin Sadri sucht nach Spuren, wie Umar Faruk Abdulmutallab zum Detroit-Attentäter wurde, u.a. in dessen Schule. Die Leute sagen, daß er erst im Jemen zum Extremisten wurde.

A

2

12.1.10

Bürgerrechtler verlangen bei Demonstrationen, daß Präsident Yar'Adua zurücktreten soll, der seit 2 Monaten offenbar schwerkrank in Saudi-Arabien behandelt wird. Berichte von Andrew Simmons und Will Ross.

A,B

zus.5

14.1.10

Andrew Simmons berichtet über die wachsende Unruhe wegen der Abwesenheit des kranken Präsidenten. Fragen, wer jetzt eigentlich gewisse Entscheidungen trifft, z.B. die Berufung von Richtern.

A

3

19.1.10

In Jos kommt es erneut zu Gewalt zwischen Muslimen und Christen, dabei sollen etwa 200 Menschen getötet worden sein. Bisher kaum Details und keine aktuellen Bilder.

arj,E,A,B,JA

zus.5

20.1.10

Mehr Informationen und ein paar Bilder nach den schweren Kämpfen und gegenseitigen Pogromen zwischen "muslimischen" und "christlichen" Gruppen in Jos. Auslöser war ein Brandanschlag auf eine christliche Kirche, bei dem 300 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Bei Al Jazeera zwei Gespräche über den Hintergrund der Konflikte, mit den Experten Na'eem Jeenah und Professor Patrick Wilmot. Beide weisen auf die Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit der jungen Leute hin. Die Religion sei nur ein Vorwand, um ethnische Gruppen gegeneinander aufzuhetzen.  ¤

A,B,JA

zus.14

     
21.1.10

Berichte und Informationen von Nigeria-Korrespondenten (u.a. Andrew Simmons), von denen allerdings noch keiner vor Ort ist, über die Pogrome in Jos. Es gibt jetzt recht viele Bilder von ausgebrannten Häusern, Moscheen und Kirchen, aufgestapelte Leichen. Die Stadt wird jetzt vom Militär kontrolliert, offenbar ist die Stimmung aber weiter sehr angespannt, es gibt Berichte über neue Unruhen in einem Nachbarort. Die Zahl der Getöteten wird auf bis zu 400 geschätzt.   ¤

arj,A,B

zus.13

22.1.10

Informationen und ein Bericht von Andrew Simmons aus Kuru Jantar, einem Ort in der Nähe von Jos. Dort ist es am Dienstag ebenfalls zu Massakern gekommen, mit vermutlich etwa 150 Toten. Die Bilder sind verstörend, wer hier genau warum gegen wen Krieg führt, wird nicht ganz klar. Die meisten Opfer sind aber hier jedenfalls Muslime.   ¤

A

7

     
23.1.10

Weitere Informationen und ein Bericht von Andrew Simmons, der jetzt aus Jos über die dort diese Woche stattgefundenen ethnischen Pogrome berichtet. Für die BBC ist jetzt Caroline Duffield ebenfalls dort. Beide erwähnen sehr grausame Details und berichten von der Suche nach Verantwortlichen. Nachdem Tausende Häuser abgebrannt wurden, sind über 10.000 Menschen heimatlos geworden. Ein katholischer Priester macht die staatlichen Behörden verantwortlich, die sich nicht um den Schutz und die Sicherheit der Menschen gekümmert haben.    ¤

Eric Gutschuss (HRW) meint auch, daß das alles mit Religion wenig zu tun hat, sondern mit sozialen Konflikten, die in ethnisch-politische Verfolgung umschlagen. Es sei sehr wichtig, die Täter zu finden und zur Verantwortung zu ziehen.

A,B

 

zus.14

 

     
24.1.10

Die Menschenrechtlerin Khataza Gondwe (Christian Solidarity) über die Massaker von Jos und ihre Auslöser.

B

3

26.1.10

Bericht aus Jos von Andrew Simmons. Augenzeugen berichten ihre Versionen über den Ausbruch der ethnischen Unruhen vor einer Woche. Weitere Informationen in einer Live-Schalte, und Fragen an Regierungsberater Daniel Manjang über deren Untersuchungen.   ¤

A

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29.1.10

Andrew Simmons über die anhaltende Diskussion um die Amtsführung von Präsident Yar'Adua. Das oberste Gericht lehnt eine Machtübergabe an seinen Vize ab. Yar'Adua ist seit zwei Monaten im Ausland wegen einer Erkrankung in Behandlung.

A

2

30.1.10

Die MEND-Rebellen im Nigerdelta erklären, sie würden den Friedensvertrag aufkündigen. Ausführlicher Bericht von Andrew Simmons, Hintergrundinfos von Cameron Duodu.

A,B

zus.11

31.1.10

Bericht über die Rebellion im Nigerdelta und die Demonstrationen in der Hauptstadt gegen den abwesenden Präsidenten.

C

2

6.2.10

Im Staat Anambra wird ein neuer Gouverneur gewählt. Yvonne Ndege berichtet von zahlreichen Beschwerden über massive Unregelmäßigkeiten.

A,JA

zus.4

9.2.10

Al Jazeera zeigt ein Video vom Juli 2009. Beim Kampf gegen die Boko-Haram-Sekte hatte die Armee damals Hunderte Sektenmitglieder und Unbeteiligte getötet. Das Video aus Maiduguri zeigt Soldaten auf einer Straße. Sie lassen Festgenommene erst sich auf den Boden legen und töten sie dann mit Gewehrschüssen. Ein Foto des getöteten Sektenführers Mohamed Yusuf deutet ebenfalls darauf hin, daß dieser hingerichtet wurde. Bericht von Mike Hanna, Stellungnahme von Senator Abubakar Umar Garda, Hintergrundgespräch mit Slimane Zeghidour (TV5).    ¤

A,JA

zus.9

     
10.2.10

- Vizepräsident Goodluck Jonathan wird als Übergangspräsident eingesetzt.
- Berichte über ausbleibende offizielle Reaktionen auf die Videos von Hinrichtungen von Sektenmitgliedern durch Soldaten.
- Ein Bericht gibt einen Überblick über die verschiedenen Konflikte in Nigeria.

A

zus.8

11.2.10

"Inside Story: Nigeria, a failed State?"  - Über die instabile politische Lage, die verschiedenen ethnisch-religiösen Konflikte und die Ursachen für Nigerias Krise diskutieren Mohammed Bolori (Ex-Regierungschef des Bundesstaates Borno), Musa Aliyu (Friedensforscher) und Buba Misawa (Politologe).  (NNA)*

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24

15.2.10

Yvonne Ndege berichtet vom wackeligen Waffenstillstand im Nigerdelta. Die MEND-Rebellen beschweren sich, daß die Regierung ihre Versprechungen nicht eingehalten habe.

A

3

26.2.10

Auch zwei Tage nachdem Präsident Jar'Adua wieder zurückgekehrt ist, ist weiter unklar, wie es ihm geht und ob er wieder die Macht übernimmt. Bericht von Yvonne Ndege aus Abuja.

A

3

28.2.10

Die Behörden nehmen 17 Polizisten fest, die möglicherweise an den Hinrichtungen von Boko-Haram-Leuten in Maiduguri beteiligt waren. Infos von Yvonne Ndege.

A

2

7.3.10

Bei Massakern in der Nähe von Jos werden über 200 Menschen getötet.  (Nach Angaben der BBC sogar etwa 500.) Yvonne Ndege (in Abuja) sagt, daß angeblich Mitglieder einer muslimischen Volksgruppe (Fulani) nachts mehrere Dörfer eines mehrheitlich christlichen Volkes (Borom) überfallen und die Leute mit Speeren, Macheten und Messern angegriffen haben. Die meisten Opfer sollen Frauen und Kinder sein.  (Bislang kaum aktuelle Bilder.)    ¤

A,B,JA,E

zus.7

     
8.3.10

 

Bei den Massakern in der Gegend von Jos sind über 500 Menschen ermordet worden. In allen Berichten die gleichen Bilder von Leichenhaufen und traumatisierten Überlebenden. Augenzeugen im Dorf Dogo Nahawa berichten vom nächtlichen Überfall durch muslimische Nomaden. In den Berichten wird nach Ursachen jenseits der religiösen Trennlinien gefragt, Armut, Dürre, Streit um knappes Ackerland. Infos und Korrespondentenberichte aus Jos von Yvonne Ndege (Al Jazeera), Caroline Duffield (BBC) und Christian Purefoy (CNN). Yvonne Ndege berichtet auch über eine große Trauerfeier.   ¤

Fragen zu Ursachen und Hintergründen an Patrick Wilmot (Nigeria-Experte), Pearl Robinson (Politologin) und Mohammed Umar (nigerianischer Autor).   ¤

arj,ht,hj,E
A,B,C,JA

 

zus.8
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9.3.10

Nach den Massakern zeigt in Jos jetzt das Militär Präsenz, es wird nach den Tätern gesucht. Viele Leute verlassen aus Furcht vor weiteren Angriffen die Gegend. Berichte von Christian Purefoy (CNN) und Yvonne Ndege, die auch darauf hinweist, daß sogar Kinder verletzt und getötet wurden.   ¤

Bei Al Jazeera mehr über Hintergründe der Gewalt von Patrick Wilmot (Nigeria-Experte), und zwei Gespräche mit dem Pastor James Wuye aus Jos und dem Imam Muhamed Ashafa vom dortigen Center für muslimisch-christlichen Dialog.

TS,A,C

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10.3.10

In Abuja demonstrieren Tausende gegen das Machtvakuum (seit Monaten ist unklar, wer Präsident ist) und gegen Korruption. - Weitere Berichte zu den Massakern von Jos.   ¤

Inside Story: Über Ursachen und Hintergründe der Gewalt reden: Senator Ibrahim Mantu (Mitglied des Regierungskommitees zur Untersuchung der Massaker), Cameron Duodu (Autor und Experte) und Eric Guttschuss (HRW).   (NNA)*

R,A,B,JA

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zus.10

23

 
11.3.10

Das Militär hat etwa 200 Männer verhaftet, die an den Massakern von Jos beteiligt gewesen seion sollen. - Für die BBC berichtet Komla Dumor aus Dogo Nahawa. In den Ruinen eine niedergebrannten Kirche schildert er, was dort geschehen ist, und erinnert auch an das letzte Massaker an Muslimen im Januar.

A,B

zus.4

13.3.10

 

In Jos demonstrieren Hunderte Frauen gegen die Gewalt. Zeugen berichten von den Massakern.  ¤

Bericht von Caroline Duffield aus dem Dorf Dogo Nahawa, einem der Orte des Massakers vom letzten Wochenende. Verzweifelte und verängstigte Überlebende.  ¤

"Back Story": CNN-Reporter Christian Purefoy beobachtet, wie bei einer Beerdigungsfeier in Jos ein nigerianischer Reporter angegriffen wird, weil er angeblich ein Muslim ist. Junge Männer drohen, ihn totzuschlagen, schließlich greift die Polizei ein.  - Purefoy versucht, die Hintergründe der Gewalt zu erklären.

JA

B

C

2

2

9

14.3.10

Yvonne Ndege berichtet von Muslimen (Frauen und Kindern), die nach dem Massaker aus Angst vor Racheakten von "christlichen" Banden aus der Region Jos ins benachbarte Bauchi geflohen sind, wo sie in einem Flüchtlingslager untergekommen sind.. Zeugen berichten von massiven Drohungen.  ¤

A

4

     
15.3.10

In Warri im Nigerdelta explodieren zwei Autobomben vor einem Regierungsgebäude. Die MEND-Rebellen erklären, das sei eine Warnung vor mehr Gewalt, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden.

A,JA

zus.3

17.3.10

- Der amtierende Präsident Jonathan entläßt die gesamte Regierung.
- Bei einem erneuten Überfall auf ein "christliches" Dorf in der Nähe von Jos werden 14 Menschen ermordet. Infos von Yvonne Ndege und vom Erzbischof von Jos, Benjamin Kwashi (telefonisch).

E,A,B

zus.8

18.3.10

Infos von Yvonne Ndege über die Regierungskrise.

A

4

25.3.10

Yvonne Ndege berichtet vom Leben in der überfüllten 18-Millionenstadt Lagos.

A

3

     
26.3.10

Im "Listening Post" wird untersucht, wie die Medien mit den komplexen Zusammenhängen der Massaker von Jos zwischen "muslimischen" und "christlichen" Gruppen  umgegangen sind. Es wird festgestellt, daß viele sich (auch aus Mangel an Korrespondenten vor Ort) auf einfache Stereotype beschränkt haben. - Von den Berichten, die ich dokumentiert habe, kann ich dies nicht sagen. Auch die deutschen TV-Sender haben, wenn überhaupt, relativ vernünftig berichtet. Anders allerdings Hetzblätter wie die "Bild".   ¤

A

8

     
30.3.10

Ein Gericht in Nordnigeria entscheidet, daß Menschenrechtler nicht im Internet (facebook) über das Schariah-Gesetz und speziell über einen Fall diskutieren dürfen, bei dem einem Mann wegen Diebstahls die Hand amputiert wurde. Bericht von Yvonne Ndege.

A

3

     
5.5.10

Präsident Umaru Yar'Adua stirbt nach seiner langen Krankheit. Rückblick, Würdigung und Ausblick von Yvonne Ndege. Nachfolger wird jetzt offiziell Vizepräsident Goodluck Jonathan.

A,B,E

zus.13

        
6.5.10

Vereidigung von Goodluck Jonathan als neuer Präsident. Bericht von Andrew Simmons. - Außer Euronews hat es kein deutschsprachiger TV-Sender für erwähnenswert gehalten, daß im größten Land Afrikas der Präsident gestorben und ein neuer ernannt worden ist. Die Tagesschau füllte dafür ein Drittel ihrer Sendezeit mit Fußball - obwohl gar nicht gespielt wurde.

A

2

7.5.10

Yvonne Ndege berichtet über den Regierungswechsel und erklärt die schwierige Machtbalance zwischen Politikern des (islamischen) Nordens und des (christlichen) Südens. Die Frage ist jetzt, wer neuer Vizepräsident wird.

A

4

     
11.5.10

Yvonne Ndege berichtet aus dem Nigerdelta, wo die Ijaw es feiern, daß mit Goodluck Jonathan jetzt ein Mann aus ihrem Volk Präsident wurde. An den Problemen von Armut, Unterentwicklung und Korruption wird aber auch er nicht viel ändern können.

A

3
18.5.10

Yvonne Ndege berichtet über die Kontroverse um einen Senator, der sich für 100.000 Dollar ein 13-jähriges Mädchen gekauft hat und dieses dann geheiratet hat. Menschenrechtler fordern, den Mann zu verhaften. Senator Ahmed Sani Yerima beruft sich im Gespräch mit Y. Ndege auf das Scharia-Recht. - Roland Ewubare (Menschrechtskommission) spricht dagegen von Menschenhandel.

A

7

     
19.5.10

Danjuma Abdullahi berichtet aus Abuja über die Kontroverse um die Wahl eines neuen Vizepräsidenten. Nominiert wird schließlich Namadi Sambo, ein Muslim aus Kaduna.

Press

3

7.6.10

Bauern im Nigerdelta fordern Entschädigung vom Shell-Konzern für Schäden durch Ölverseuchung. Bericht von Yvonne Ndege

A

4

     
14.6.10

In einer Gegend in Nord-Nigeria sind über 150 Menschen an Bleivergiftung gestorben, überwiegend Kinder. Die Leute hatten jahrelang Gesteinsbrocken in ihre Dörfer gebracht, um Gold daraus zu extrahieren. Das Gestein enthält aber vor allem Blei, und der Bleistaub hat sich überall in den Häusern angesammelt. Jetzt versuchen Spezialisten, die Häuser zu dekontaminieren. Bericht von Christian Purefoy.    ¤   (unter Natur/Umwelt)

C

4

3.7.10

Im Nigerdelta überfallen bewaffnete Männer ein Frachtschiff und nehmen 12 Europäer als Geiseln mit.

B

1

4.7.10

Im Nigerdelta werden bei der Ölförderung immer noch große Mengen Erdgas verbrannt. Das ist nicht nur Verschwendung und klimaschädlich, sondern bereitet auch den Anwohnern Gesundheitsprobleme. Bericht von Yvonne Ndege.

A

4

     
6.7.10

Ein Bericht über die verheerenden Umweltschäden durch die ständig lecken Ölförderungsanlagen. Verseuchte Mangrovensümpfe, zerstörte Fischgründe.

JA

2

11.7.10

"Die Spuren der Massaker" - Peter Schreiber berichtet aus Jos, ein Versuch die Gründe der ethnischen Massaker (im Januar über 1000 Tote) zu erklären. Streng zwischen Muslimen und Christen getrennte Stadtviertel. Beide Seiten erzählen von Überfällen und Massakern durch Jugendliche der Gegenseite. Während einige den Religionen die Schuld geben, sieht der Erzbischof Kaigama "die Religion" (Singular) als Opfer, das als Waffe benutzt wird, obwohl es eigentlich um soziale Probleme geht. Der muslimische Scheich Muhammad Suleiman verlangt Neutralität und Stärke des Staates.  -  Sehenswerter Bericht.  ¤

WS

8

14.7.10

"Die vergessene Katastrophe - Fünf Jahrzehnte Öl-Pest in Nigeria" - Bericht von Jörg Brase über die tägliche Ölpest im Nigerdelta. 

auslandsjnl.

8

17.7.10

Meldung über einen Angriff auf Christen in Jos, sieben Menschen sollen zu Tode gehackt worden sein und eine Kirche niedergebrannt.

A

1/2

5.8.10

"Crude Amnesty" - Reportage von Juliana Ruhfus über die chaotische Entwaffnung von Rebellengruppen im Niger-Delta.  (P+P)  ¤    (NNA)*

A

24

     
15.8.10

"Der Dreck der Multis" - Werner Zeppenfeld berichtet aus dem Nigerdelta über die allgegenwärtige Ölkatastrophe. Gespenstische Bilder.  ¤

WS

7

4.9.10

Über Lekki, das Projekt einer neuen Stadt vom Reißbrett im Südwesten des Landes, gebaut von chinesischen Investoren.

JA

2

8.9.10

In Bauchi im Norden des Landes befreien Bewaffnete 800 Insassen des Gefängnisses und töten vier Wärter. Etwa 200 der Gefangenen gehören zur faschistischen Boko-Haram-Sekte. Im BBC-Bericht erste Bilder von dem ausgebrannten Gefängnis. (Die Boko Haram werden meist als Islamisten bezeichnet, was aber Unsinn ist. Die haben mit dem Islam so viel zu tun wie die LRA mit dem Christentum.)    ¤

A,B

zus.

10.9.10

Bericht über die gewaltsame Befreiung von 200 Boko-Haram-Leuten (und 600 weiteren Häftlingen) aus einem Gefängnis in Bauchi.

JA

2

18.9.10

Präsident Goodluck Jonathan will nächstes Jahr zur Wiederwahl antreten. Bericht von Yvonne Ndege.

A

3

20.9.10

Die Wahlkommission sagt, die Präsidentenwahl im Januar solle wegen mangelnder Vorbereitung verschoben werden. Bericht von Yvonne Ndege.

A

2

23.9.10

Die UN lassen die Massenvergiftung in Nordnigeria untersuchen, bei der im Juni über 200 Kinder durch Blei aus einer Goldmine getötet wurden. Es gibt bis heue täglich neue Vergiftungsfälle. Yvonne Ndege berichtet. (siehe 14./17.6.)

A

2

     
27.9.10

In der Reihe "States of Independance" berichtet Yvonne Ndege über Nigeria : "Becoming Nigerian" - Geschichte und aktuelle Entwicklungen, der Biafra-Krieg, der Streit ums Öl im Nigerdelta, Armut, Korruption, Braindrain, Spannungen zwischen den Ethnien (bzw. Religionen) im Norden und friedlich-fröhliche Multikultur in Lagos. Mit etlichen Landeskennern, u.a. Wole Soyinka. - Film mit vielen bunten Impressionen, die Lust auf dieses vor Leben sprühende Land machen.   ¤¤

A

23

     
28.9.10

Ahmed Idris berichtet über traditionelle Herrscher (Könige, Emire, Häuptlinge) im islamischen Norden des Landes und ihren Einfluß auf die Politik.

B

3

1.10.10

In Abuja werden bei zwei Bombenexplosionen mindestens 8 Menschen getötet. MEND, eine Gruppe von Rebellen aus dem Nigerdelta, bekennt sich dazu. Berichte u.a. von Yvonne Ndege.

E,A,B,C

zus.10
2.10.10

Weitere Infos und ein Bericht von Yvonne Ndege über die Bombenanschläge in Abuja, bei denen 12 Menschen getötet wurden. Mehrere Anführer der MEND sind verhaftet worden.

A

3
2.10.10 Nigeria  / Geschichte : "Nigeria - The Legacy of Empire" - Film von Tim Whewell über einen britischen Ex-Kolonialbeamten (John Smith), der nach 50 Jahren nach Nigeria zurückkehrt und mit einem damaligen Schüler über den Weg in die Unabhängigkeit und den schweren Weg zur Demokratie reflektiert. Mit vielen historischen Filmdokumenten.  (our world) (NNA)*   ¤

B

22
3.10.10

Zwei Berichte und Hintergrundinfos von Yvonne Ndege zu den Anschlägen von Abuja.  (NNA)*

A

8

4.10.10

Yvonne Ndege hat (kurz vor den Anschlägen in Abuja) in einem Dschungelcamp im Niger-Delta die Führung der MEND-Rebellen besucht. Ein maskierter Anführer erklärt die Ziele der Bewegung. - Weitere Infos von Yvonne Ndege.    ¤

A

6
     
5.10.10

Weiter Verwirrung darüber, wer wirklich hinter den Anschlägen von Abuja steckt. Telefongespräch mit Henry Okah (Ex-Führer der MEND), der in Südafrika verhaftet worden ist. Angeblich sollen Regierungsbeamte ihn gedrängt haben, die Verantwortung der MEND abzustreiten. Man wollte stattdessen muslimische Gruppen aus dem Norden beschuldigen.

A

3

11.10.10

Yvonne Ndege berichtet über einen internationalen Bankenskandal, bei dem britische Banken sich an Korruptionsgewinnen in Nigeria beteiligt haben.

A

3

15.11.10

Die Behörden haben eine Waffenlieferung (angeblich aus dem Iran) abgefangen. Vielleicht war es aber auch eine legale Lieferung, die für ein Nachbarland bestimmt war.

A

1

16.11.10 Nigeria / Iran : Bericht von Ama Boateng über die Beschlagnahmung einer Waffenlieferung aus dem Iran und die zahlreichen offenen Fragen dazu.

A

2

19.11.10

19 in- und ausländische Ölarbeiter sind nach einem Monat Geiselhaft in der Hand von Delta-Rebellen von einem Armee-Kommando unblutig befreit worden.

A

2

20.11.10

Die Armee hat im Nigerdelta mehrere Lager der MEND-Rebellen gestürmt, große Mengen Waffen beschlagnahmt und über 50 Rebellen verhaftet. Im Beitrag bei TV5 Bilder von den Gefangenen.

A,JA

zus.2

24.11.10

Aktueller Bericht von Danjuma Abdullahi über die militanten Rebellen im Nigerdelta.    (NNA)*

Press

2

9.12.10

Weitere Enthüllungen durch WikiLeaks: der Pharmakonzern Pfizer hat in Nigeria üble Tricks benutzt, um eine Strafverfolgung wegen des Medikamentenskandals zu verhindern. -  Ein Bericht über die jetzt aufgedeckte massive politische Einflußnahme von Shell in Nigeria. 

A

3

10.12.10

Mehr über die Vorwürfe gegen den Pharmakonzern Pfizer, der nach einer WikiLeaks-Enthüllung mit schmutzigen Methoden Druck auf die Strafverfolger ausgeübt hat. Dies offenbar erfolgreich, die Familien der durch Pfizers Medikamente getöteten und schwer behinderten Kinder haben bisher keinen Penny Entschädigung bekommen. Berichte von Yvonne Ndege und Christian Purefoy.  ¤  - Pfizer bestätigt die Vorwürfe, indem es sie als "preposterous", also "absurd, albern" dementiert.

A,C

zus.5

24.12.10

Bei zwei Explosionen in Jos werden mindestens acht Menschen getötet. Erste Infos.

Press,B

zus.2

25.12.10

Wenige Infos und wenig Bilder von der brisanten Lage in Jos. Bei zwei Bombenexplosion starben mindestens 32 Menschen. In Maiduguri sind bei Brandanschlägen auf drei Kirchen 6 Menschen getötet worden.   ¤

A,B,JA

zus.3

26.12.10

Mehrere Berichte über die Gewalt gegen Christen in Jos und im Bundesstaat Plateau. Es gibt Bilder von unruhigen Menschenmengen, brennenden Häusern und Autos. Der Gouverneur von Plateau, Jonah David Jang, verspricht, die Täter vor Gericht zu bringen. Leider keine Korrespondenten dort, und also wenig Konkretes. Bei CNN ein Telefoninterview mit Choji Gyang (Berater des Gouverneurs).  ¤

A,B,C,E,JA

zus.11

27.12.10

Nochmal ein zusammenfassender Bericht über die Unruhen in Jos (teilweise mit alten Bildern von den Massakern im März).

arj

2

28.12.10

Nach offiziellen Angaben sind  in Jos bei den Anschlägen gegen Christen und bei Unruhen 86 Menschen getötet worden. Zu den Bombenanschlägen bekennt sich eine unbekannte islamistische Gruppe, die anscheinend in Verbindung zu Boko Haram steht. (Abbildung des englischsprachigen Schreibens.)   ¤

A,E

zus.2

29.12.10

Ein Bericht von Danjuma Abdullahi über die Gewaltwelle in Jos, bei der über 80 Menschen getötet wurden.

Press

3

31.12.10

Bombenexplosion auf einem Marktplatz in Abuja während der Neujahrsfeiern, über 30 Tote (später korrigiert auf vier.). Infos von dort von Yvonne Ndege, später auch einige Bilder. Wem der Anschlag galt, ist unklar, der Markt liegt direkt neben einer Kaserne.   ¤

Meldung: die Polizei hat 90 mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Sekte Boko Haram verhaftet, die mit den Anschlägen auf Kirchen in Maiduguri zu tun haben sollen.

A,B,E

zus.10

1.1.11

Berichte über den Anschlag in Abuja. Unklar, wer die Verantwortung trägt. Die Zahl der Toten ist auf vier korrigiert worden.

ht,E,A,B,JA

zus.6

10.1.11

Bewaffnete Männer greifen eine oppositionelle Wahlveranstaltung (wo?) an und töten mehrere Menschen. Bericht von Yvonne Ndege.

A

2

26.1.11

Yvonne Ndege berichtet über eine ziemlich komplizierte und umstrittene Wählerregistrierung zu den Wahlen im April.

A

2

     
29.1.11

"Und ewig währt die Ölpest" - Reportage von Yann Le Gléau und Sébastien Mesquida  (NNA)*

arep

24

31.1.11

Bei neuen ethnischen Unruhen in Jos werden mindestens 20 Menschen getötet.

A,JA

zus.1
12.2.11

Bei einer Wahlveranstaltung in Port Harcourt gibt es eine Massenpanik, mindestens 11 Menschen werden getötet.

B

1

24.2.11

Hard Talk: Zeinab Badawi spricht mit Ibrahim Shekarau (Gouverneur von Kano und Präsidentschaftskandidat), u.a. über mögliche demokratische Revolutionen auch in Afrika. Spannend, leider NNA)*  (Das Ende fehlt wegen Shuttle-Starts.)   ¤

B

20

4.3.11

Im Listening Post ein Bericht über den unabhängigen Online-Nachrichtendienst "sahara reporters", der von New York aus über Nigeria berichtet.

A

9

6.3.11

Nigerianisches Militär zerstört im Nigerdelta eine illegale improvisierte Ölraffinerie. Bilder einer entsetzlich ruinierten Landschaft.   ¤

JA

2

1.4.11

Am Wochenende ist Parlament- und Präsidentschaftswahl. Bei TV5 ein Bericht über den Wahlkampf einer Parlamentsabgeordneten, Abike Dabiri, in Lagos.

Im Magazin "Makro" eine Reihe von allgemeinen Hintergrundberichten über Nigeria. Landesportrait, Präsidentschaftskandidaten, Medien, Filmwirtschaft, die Ölversuchung des Nigerdeltas, die ethnischen Konflikte im Norden. Kaum Neues, aber einigermaßen interessant. Es wäre schön, wenn die Moderatoren bei 3sat wenigstens die Namen von Hauptstadt und Präsident richtig aufsagen könnten.

JA

 

3sat

3

 

25

2.4.11

Die Wahlen werden wegen logistischer Probleme um zwei Tage verschoben. Infos und Bericht von Yvonne Ndege aus Abuja.

A,B

zus.10
4.4.11

Die Wahlen sind nochmal verschoben worden, jetzt auf nächstes Wochenende. Allerdings haben 15 Millionen Menschen am Sonnabend schon abgestimmt und nun weiß Niemand, was mit diesen Wahlzetteln passiert. Mögliche Wahlmanipulationen befürchtet. Es droht eine allgemeine Verfassungskrise. Bericht von Yvonne Ndege. ¤

A

3

5.4.11

Riz Khan spricht mit dem Schriftsteller Wole Soyinka und der Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie über die politischen Zustände in Nigeria. (Leider NNA)*

A

24
         
6.4.11

"Der Medienmillionär" - Jörg Brase läßt sich von dem Unternehmer und Milliardär Raymond Dokpesi das politische System und die Methoden der Korruption (mit denen er reich geworden ist) erklären.

auslandsjnl.

6

7.4.11

Bericht von Caroline Duffield aus Lagos über das Chaos der verschobenen Wahl und die Sorgen der Leute, ob es mit der Wahl noch klappt.

B

3
8.4.11

Bombenexplosionen in Büros der Wahlkommission in Abuja und Lagos Maiduguri, etwa 8 Tote. Infos von Yvonne Ndege.

A,E

zus.4
9.4.11

Die Parlamentswahl findet jetzt doch statt. Berichte aus Kano (Yvonne Ndege) und Lagos (Barnaby Philips und Caroline Duffield). Offenbar trotz erheblichem Chaos bei der Organisation meist ruhiger Wahlverlauf, lange Schlangen vor den Wahllokalen.

A,B,E

zus.11
12.4.11

Erste Ergebnisse der Parlamentswahl. - Bericht von Barnaby Phillips aus dem Nigerdelta. Ex-Rebellenkämpfer warten immernoch auf das Geld dafür, daß sie die Waffen niedergelegt haben. Ein Kandidat der Labour-Party macht schöne Versprechungen. - Aus Kano berichtet Yvonne Ndege: bei der Präsidentenwahl am nächsten Sonnabend werden sich viele Wähler nicht nach politischen Kriterien richten, sondern nach ethnisch-religiöser Herkunft.

A

zus.6
13.4.11

Bericht von Barnaby Phillips aus Lagos über die prekäre Stromversorgung. Die ständigen Stromausfälle sind ein wichtiges Thema im Wahlkampf. Dezentrale private Netze werden als Ausweg angesehen.

A

3

14.4.11

Yvonne Ndege berichtet über den Wahlkampf der drei wichtigsten Kandidaten zur Präsidentschaftswahl, Goodluck Jonathan, Nuhu Ribadu und Muhammadu Buhari.

A

3
         
15.4.11

Allgemeiner Bericht zur Präsidentenwahl.

E

1
16.4.11

Zwei allgemeine Berichte zur Präsidentschaftswahl.

ht,A

zus.5
18.4.11

Die Präsidentschaftswahl ist im Allgemeinen korrekt und friedlich verlaufen, nach ersten Ergebnissen hat Goodluck Jonathan deutlich gewonnen, mit etwa 56 Prozent. Nach der Bekanntgabe kommt es in mindestens 8 Bundesstaaten im Norden zu blutigen Unruhen, u.a. werden Kirchen niedergebrannt, mehrere Menschen getötet. Bisher nur wenige Standbilder und keine genauen Angaben. Bei AJE ein Telefongespräch mit dem Menschenrechtler Shehu Sani, der in Kaduna die Krawalle miterlebt hat. Viel Erhellendes hat er leider nicht zu berichten.  ¤

A,B,E

zus.11
19.4.11

Bei den Unruhen im Norden, vor allem in Kaduna, sollen mindestens 33 Menschen getötet worden sein. Anhänger von Wahlverlierer Buhari sind auf Angehörige der christlichen Minderheit losgegangen. Keine Berichte von Beobachtern vor Ort, kaum Bilder.   ¤

A,E

zus.4
20.4.11

Bei AJE ein Bericht mit Bildern aus Kaduna nach den Unruhen, bei denen angeblich über 200 Menschen getötet wurden. U.a. niedergebrannte Wohnhäuser und eine Kirche. Yvonne Ndege ist jetzt auch in Kaduna. Dort kontrolliert die Armee die Straßen, ca. 1000 Personen wurden wegen der Gewalttaten festgenommen.  ¤

A,JA

zus.7

         
21.4.11

Zwei Berichte aus Kaduna nach den Unruhen, von  Caroline Duffield und Yvonne Ndege, Infos von A.Kaura Abubakar (BBC). Bilder von schlimmen Verwüstungen und Verletzungen und von festgenommenen jungen Männern. Es herrscht wieder Ruhe, die Ausgangssperre ist noch in Kraft. Präsidentschaftskandidat Buhari behauptet weiterhin, die Wahl sei gefälscht worden.  ¤

A,B

zus.7
         
22.4.11

Weitere Infos über die Unruhen in Kaduna, bei denen über 200 Menschen getötet wurden. Bilder einer niedergebrannten Hüttensiedlung, offenbar wurden Tausende Häuser zerstört. Yvonne Ndege berichtet vom Leid der mehreren Zehntausend Geflohenen, die alles verloren haben. Die Hilfsorganisationen haben Probleme, sie zu versorgen. Es sind sowohl Muslime als auch Christen betroffen, es hat offenbar wechselseitige Rachefeldzüge gegeben. - Bedrückende Bilder von niedergebrannten Häusern auch im Bericht von Christian Purefoy (CNN). - Patrick Wilmot sieht ökonomische Probleme und Korruption, nicht "religiöse" Konflikte als Ursache.  ¤

A,C

 

zus.11

 

         
23.4.11

Yvonne Ndege hat in Kaduna Augenzeugen gefunden, die sagen, daß bei den Unruhen auch Polizisten unbeteiligte Zivilisten getötet haben.

A

3
24.4.11

Nach Angaben von Menschenrechtlern sind bei den Pogromen in Kaduna über 500 Menschen getötet worden, allein 300 im Ort Zonkwa.  ¤

P

1
26.4.11

Yvonne Ndege berichtet aus Kano über die Gouverneurswahlen, die nach mehreren Anschlägen in einer gespannten Atmosphäre stattfinden.

A

2

29.4.11

Im Listening Post ein Beitrag über die Rolle der Medien im Wahlkampf, sowohl der klassischen Presse als auch neuer Internetportale.  (NNA)*

A

10
         
24.5.11

"Street Life in Lagos" - Der Film von Joe Loncraine bringt ein eindringliches Bild des Lebens in der 20-Millionen-Stadt. Lange ruhige Bilder und die Erzählungen der Bewohner berichten von kultureller Vielfalt, bitterem Elend, Improvisationskunst. Szenen aus der Hausbootstadt in der Lagune, aus dem Verkehrschaos, von der gigantischen stinkenden Müllkippe, vom Geschäft mit Stromgeneratoren (wenn der Strom mal wieder abgeschaltet wird - für den aber auch fast niemand bezahlen kann). Sehenswert.  (Witness)  ¤

A

25

          
2.6.11

Meldung und Bilder: die Polizei in Aba hat eine "Baby-Farm" hochgenommen. Dort hatten Frauen gegen Bezahlung Kinder bekommen, die dann zur Adoption und für Rituale verkauft wurden. Ein Arzt und 32 schwangere junge Frauen sind verhaftet worden.   ¤

A

1/2

3.6.11

Nur ein kurzer Bericht über die "Baby-Farm", die die Polizei in Aba entdeckt hat. 30 schwangere Mädchen wurden verhaftet, die jüngsten erst 15, sowie ein Arzt. Für jedes Baby sollen die Mädchen 160 Dollar bekommen haben. Die Angabe, daß auch Babys für "Hexenrituale" verkauft wurden, ist nicht weiter belegt worden.   ¤

A

2

16.6.11

In Abuja versucht ein Attentäter ins Polizeihauptquartier zu gelangen, sprengt sich dann auf dem Parkplatz davor in die Luft, vermutlich 5 Tote. Es wird vermutet, daß die Boko Haram dahinterstecken. Bericht aus Abuja von Yvonne Ndege.

A,TS

zus.4

20.6.11

Jonah Fisher berichtet aus Maiduguri, der Hochburg der Boko-Haram-Sekte, die von dort aus und mit Unterstützung aus Somalia für einen islamistischen Umsturz in ganz Nigeria kämpft.

B

3

26.6.11

In Maiduguri explodieren 3 Bomben und töten mindestens 25 Menschen. Vermutlich steckt die Boko-Haram-Sekte dahinter. Erste Infos von Yvonne Ndege aus Lagos. (Sie spricht zunächst von Autobomben, Euronews später von Bomben, die von einem Motorrad aus in einen Biergarten geworfen wurden.)

A,E

zus.4
26.6.11

Bericht von Yvonne Ndege über den Fortgang des Pfizer-Skandals. Um eine Entschädigung zu bekommen, müssen schwerbehinderte Kinder DNA-Tests über sich ergehen lassen, die beweisen sollen, daß sie wirklich durch die Pfizer-Versuche geschädigt wurden.

A

3

          
27.6.11

Mehr Infos zu den Anschlägen in Maiduguri, von Bilkisu Babangida (telefonisch). Sie spricht von Bildern des Grauens in dem verbrannten Biergarten.

B

2

12.7.11

Meldung über neue Überfälle der Boko Haram in Maiduguri, die Universität wurde geschlossen. Gespräch darüber mit Prof. Kabir Mato (Politologe, in Abuja).

A

4

20.7.11

Bericht von Emike Umolu über den Konflikt mit der Boko-Haram-Sekte in Maiduguri. Tausende Menschen sind wegen der Gewalt in den Nachbarstaat geflüchtet.

A

2

          
23.7.11

Noch ein Bericht über die Flucht von tausenden Leuten aus Maiduguri. Die Armee führt dort eine Offensive gegen die Boko-Haram-Sekte durch.

A

3
26.7.11

Bericht über Flüchtlinge aus dem Bundesstaat Borno, die wegen der Gewalt von Boko Haram und der Armee in die Nachbarländer geflüchtet sind.

A

3
4.8.11

Shell akzeptiert die Verantwortung für massive Ölverschmutzungen im Nigerdelta und wird jetzt auf Entschädigungszahlung verklagt werden.

A,B

zus.5
18.8.11

Bilder aus Bayelsa (Niger-Delta). Eine Ölpipeline brennt, Öl fließt über die Äcker.

NC

1
           
26.8.11

In Abuja fährt ein Selbstmordattentäter mit seinem Bombenauto ins Hauptquartier der UN und sprengt sich drinnen in die Luft, mindestens 18 Menschen werden getötet, das Gebäude schwer beschädigt. Später bekennt sich Boko Haram zu dem Anschlag. Als erste hat Yvonne Ndege bei AJE ausführlich drüber berichtet, später auch Christian Purefoy bei CNN, beide direkt aus Abuja.

R,ht,arj,TS,E,
A,B,C,JA

zus.17

27.8.11

Yvonne Ndege berichtet aus Abuja nochmal über den Terroranschlag auf das UN-Gebäude.

A

2

2.9.11

In Jos werden mindestens 20 Menschen bei "Kämpfen zwischen Muslimen und Christen" getötet. Keine weiteren Informationen, nur ein paar Bilder von etlichen ausgebrannten Autos.   ¤

E,JA

zus.1

13.9.11

In den letzten Wochen sind rund um Jos Dutzende Menschen im Streit um Land zwischen "Christen" und "Muslimen" umgebracht worden, zuletzt eine ganze christliche Familie, 14 Menschen. Bericht von Amika Moulu.   ¤

Bei "The Stream" ein Gespräch mit dem nigerianischen Journalisten Tolu Ogunlesi über Hintergründe der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram.

A

A

2

7

           
5.11.11

 

Attentäter von Boko Haram werfen in Damaturu (Bundesstaat Yobe) und Maiduguri (Borno) Bomben in Kirchen, Polizeiwachen, Regierungsgebäude und vor einer Kaserne der Armee, zum Teil sind es auch Selbstmordattentäter, die sich dort selbst in die Luft sprengen. Das Polizeihauptquartier in Damaturu wird völlig zerstört. Zunächst ist die Rede von etwa 60 Toten, später von über 150, davon ein großer Teil Soldaten und Polizisten. Informationen von Jonah Fisher (BBC, Lagos), später bei CNN ein paar Fotos. Hintergründe über Boko Haram bei AJE von Nii Akuetteh (Washington).   ¤¤

Kein einziger deutscher TV-Sender hat dazu auch nur eine Meldung gebracht.

Im Listening Post die Meldung, daß Boko Haram den TV-Journalisten Zakariyya Isa ermordet haben, dem sie vorwerfen, er habe mit der Polizei kooperiert.

A,B,C

 

 

A

zus.11

 

 

1/2

6.11.11

 

 

 

Nach den Terroranschlägen der Boko Haram gibt es inzwischen mehr Bilder aus Damaturu, von verwüsteten oder ausgebrannten Gebäuden und ausgebrannten Autos, bei TV5 auch von verletzten Überlebenden, bei arte eine Szene mit etwa 10 Leichen. Es sollen 5 Kirchen niedergebrannt sein, davon allerdings keine Bilder. Die Zahl der Toten ist weiter nicht genau klar, liegt aber über 100.   ¤¤

Ausführliche Berichte bei AJE und TV5, Infos von Jonah Fisher (BBC, Lagos), im arte-journal ein guter, deutlicher und (fast) korrekter 2-Minuten-Bericht. Die "heute" Sendung nennt in ihrer Kurzmeldung eine Zahl von "mindestens 11" Toten, man traut den Zuschauern hier auch die Kenntnis des Namens Boko Haram nicht zu. Hier der deutlichere Bericht von Euronews.

Hintergrundinfos zu Boko Haram bei AJE von Prof. Toyin Falola und bei TV5 von Marc Antoine P. Montclos (Politologe).

In der "Inside Story" bei AJE sprechen David Zounmenou (Nigeria-Experte), Jonathan Offei-Ansah (News Africa) und Anthony Goldman (Wirtschaftsberater in Abuja) über die Anschläge, Reaktionen, Hintergrund der Boko-Haram-Sekte, ihre Ziele (Einführung der Scharia in Nord-Nigeria) und ihre Beziehungen zu Al Kaida. (leider nur teilweise gesehen.) 

Obwohl es also inzwischen genug Informationen und Bilder gibt, fand die Tagesschau die Ermordung von 150 Menschen auch heute nicht erwähnenswert. Sind für die Herren in Hamburg wohl nur "Neger".

ht,arj,E,A,B,JA

 

 

 

A

zus.19

 

 

 

24

                 
6.11.11

"Sand und Träume" - Peter Schreiber über den Bauboom in Lagos. Beim fragwürdigen Mammutprojekt "Eco Atlantic" sollen auf einer 7 km langen künstlichen Insel utopische Wolkenkratzer gebaut werden. Den Sand für Lagos haben bisher Sandtaucher in Handarbeit, ohne Tauchausrüstung aus der Lagune geholt. Jetzt machen die gigantischen Spülanlagen ihnen Konkurrenz und zerstören die sensible Struktur der Lagune. Das Bauklotzprojekt wird ziemlich bald wieder in ebendieser Lagune versinken, die Gewinne werden die europäischen "Investoren" wie üblich trotzdem absahnen.   ¤

WS

7
10.11.11

Bericht von Jonah Fisher nach den Terroranschlägen der Boko Haram mit über 100 Toten. Während die Regierung auf die Stärke des Militärs setzt, fordern Oppositionelle wie Buba Galadima Verhandlungen mit den Islamisten. 

B

3

11.11.11

Bericht von Christian Purefoy über die Terrorsekte Boko Haram. Nichts Neues.

C

3

17.11.11

Yvonne Ndege berichtet aus Abuja über Bemühungen des Staates, die Boko-Haram-Terroristen in den Griff zu kriegen, mit massiver Polizeipräsenz, Straßensperren, verschärften Sicherheitskontrollen. 

A

3

26.11.11

Bericht zum Besuch von Präsident Jonathan bei Sarkozy in Paris, bei dem es wohl auch um Waffenkäufe geht.

P

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24.12.11

Erste Meldung über schwere Kämpfe zwischen Polizei und Boko-Haram-Leuten in mehreren nördlichen Bundesstaaten, über 60 Tote.   ¤

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1/2

25.12.11

 

Bei einem Bombenanschlag der Boko Haram auf eine christliche Kirche werden in Madalla (bei Abuja) etwa 40 Menschen getötet. Nach dem Weihnachtsgottesdienst ist eine Autobombe vor der Kirche explodiert, die offenbar gezielt Gottesdienstbesucher töten sollte. Mehrere weitere Tote bei Anschlägen auf Kirchen in den Städten Jos, Gadaka und zweimal in Damaturu.   ¤¤

Als einziger Korrespondent vor Ort berichtet Ahmed Idris (AJE) aus Madalla. Bilder von dort gibt es außerdem von Reuters. Bei CNN telefonische Infos des Journalisten Hassan John aus Jos. In der Tagesschau ein guter Bericht von Peter Schreiber, der auch auf die andauernden Kämpfe zwischen Boko Haram und der Polizei hinweist (mit über 60 Toten) und die Zusammenhänge ganz gut erläutert. - Einschätzungen zur Lage von den Experten Michael Amoah (AJE) und Joseph Ochieno (CNN).

A,B,C,P,
ht,arj,TS,E,JA

 

zus.35

 

            
26.12.11

Berichte über Reaktionen auf die Terroranschläge der Boko Haram auf Christen. Wieder ein guter Bericht von Peter Schreiber, der auch zeigt, daß das Oberhaupt von Nigerias Muslimen (der Sultan von Sokoto) gemeinsam mit katholischen Bischöfen den Terror verurteilt. Bei AJE berichtet Ahmed Idris.  ¤

arj,TS,E,A,JA

zus.9
28.12.11

In Sapele (im Nigerdelta) wirft jemand eine Bombe in eine muslimische Schule, sechs Kinder und ein Erwachsener werden verletzt. Infos von Ahmed Idris (Abuja). - In einem Ort bei Jos (im Norden) überfällt jemand eine christliche Familie und erschießt drei Personen. Infos und Bilder bei Euronews.

A,E

zus.2
29.12.11

Bericht über die Angriffe der Boko Haram auf Christen im Norden des Landes.

JA

2
30.12.11

Bei einem Bombenanschlag auf einem Marktplatz in Maiduguri werden 4 Menschen getötet. (Euronews und CNN sagen, der Anschlag galt Gläubigen, die gerade eine Moschee verließen.)  - Bei der BBC ein Bericht mit Aussagen von verletzten Überlebenden des Anschlags auf Christen in Madalla 

B,C,E

zus.4
31.12.11

Präsident Jonathan ruft (in einer TV-Ansprache) für mehrere nördliche Bundesstaaten den Ausnahmezustand aus, wegen der Angriffe der Boko Haram. Dazu einige Berichte und bei AJE Hintergrundinfos von Ahmed Idris.  

Meldungen: im südöstlichen Staat Ebonyi sind bei Landstreitigkeiten zwischen zwei Völkern über 50 Menschen getötet worden.

A,B,E

zus.14

           
1.1.12

 

Die Trauer der Christen nach dem Terroranschlag von Madalla. Präsident Jonathan verhängt den Ausnahmezustand und nennt Boko Haram "ein Krebsgeschwür".

In der "Inside Story" Fragen nach den Aussichten dieser Konfrontation und den Möglichkeiten eines Dialogs mit den Islamisten. Mit Isaac Olewale Albert (Friedens- und Konfliktforscher, Ibadan), Na'eem Jeenah (Politologe, Johannesburg) und Richard Dowden (Royal African Society, London). Sehr interessantes Gespräch, leider NNA)*   ¤¤

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A

2

24

           
2.1.12

Die Boko Haram verlangen, daß alle Christen innerhalb von 3 Tagen den Norden des Landes verlassen sollen.

Die Regierung hat die Subventionierung des Benzinpreis aufgehoben, sodaß der Preis des Brennstoffs sich schlagartig verdoppelt hat. Einige Oppositionelle rufen darum zur Revolution auf. Bericht von Ahmed Idris aus Abuja.

E

A

1

3

3.1.12

In einigen Städten gibt es Proteste und Unruhen wegen der Benzinpreisverdoppelung.

Ahmed Idris berichtet aus Jos über den Ausnahmezustand. Es herrscht eine gespannte Ruhe, die Leute unterstützen das Militär beim Kampf gegen Boko Haram. (Deren Ultimatum erwähnt der Bericht nicht.)

A,B,P,JA,NC

A

zus.11

3

                 
4.1.12

Die Proteste und Krawalle wegen der Benzinpreiserhöhung gehen weiter. Berichte von Danjuma Abdullahi (Press-TV, Abuja) und bei TV5,  Infos von Ahmed Idris (AJE, Abuja).

In Maiduguri und Umgebung gibt es 4 Bombenexplosionen. Sehr spärliche Infos (eigentlich gar keine) von Ahmed Idris.

A,P,JA

A

zus.7

3

6.1.12

In Gombe greifen mutmaßliche Boko-Haram-Terroristen wieder eine Kirche an und töten 6 Gemeindemitglieder. Später töten Boko-Haram-Männer im östlichen Bundesstaat Adamawa 20 Menschen in einem christlichen Gemeindezentrum. Infos bei AJE von Ahmed Idris (Abuja).   ¤

Bei CNN weitere Infos zu andauernden Protesten gegen die erhöhten Benzinpreise (von Vladimir Duthiers aus Lagos).

A,P,JA

 

C

zus.7

 

2

7.1.12

Weitere Beiträge zur Serie von Angriffen der Boko Haram auf Christen in mehreren Bundesstaaten. Diese geht auch am Sonnabend weiter. Infos von Ahmed Idris und Haru Mutasa (AJE), Mark Lobel (BBC) und Vladimir Duthiers (CNN). Bei CNN Aussagen einer Augenzeugin in Gombe (von Reuters), bei der BBC ein Bericht mit einigen Bildern von den Anschlagsorten und von Verletzten.

A,B,C,E

zus.16
           
8.1.12

Der Streit um die Verdoppelung des Benzinpreises geht weiter, Gewerkschaften wollen darum streiken, der Präsident begründet in einer TV-Ansprache die wirtschaftlichen Sinn der Maßnahme (OT). Bei AJE erklärt Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala, das Geld werde in Sozialprogramme und den Straßenbau gesteckt.

Bei arte und AJE (Haru Mutasa) Berichte zur Lage im Norden des Landes. Tausende Menschen (nicht nur Christen) sind wegen der Angriffe der Boko Haram auf der Flucht in den Süden, es ist die Rede von "ethnischer Säuberung" und Bürgerkrieg. Ayo Oritsejafor, Vorstand der christlichen Assoziation erklärt öffentlich, man wolle sich jetzt selber gegen die Angriffe verteidigen (OT).

A,B,C

 

arj,A

zus.9

 

zus.5

9.1.12

In Lagos, Abuja und anderen Städten wird wegen der Spritpreiserhöhung gestreikt und es gibt größere Demonstrationen, überwiegend ruhig. In Kano schießt allerdings die Polizei auf Demonstranten, mehrere Menschen werden getötet. Ziemlich ausführliche Berichte (teilweise live) bei AJE und BBC. Bei der BBC ein Interview mit Femi Kuti, der die Proteste unterstützt, 

A,B,P,E,JA,NC

zus.18
           
10.1.12

Der landesweite Streik geht weiter und wird auch größtenteils eingehalten, angeblich demonstrieren landesweit mehrere Millionen Menschen gegen die Benzinpreiserhöhung. Die Bilder geben das nicht her, eher einige Zehntausend. Berichte von Haru Mutasa, Mark Lobel und Vladimir Duthiers.

Meldungen über zwei neue Anschläge, einen der Boko Haram auf eine Bierkneipe (im Norden) und einen auf eine Moschee (in Benin im Süden), jeweils mehrere Tote.

A,B,C,arj,E,JA

zus.16
11.1.12

Die Streiks und Massendemos gehen weiter, auch die Ölarbeiter streiken jetzt.  (Übrigens, wie üblich: keiner der deutschen TV-Sender hat bisher drüber berichtet.) - Boko Haram veröffentlicht eine Videobotschaft ihres Führers Abubakar Shekau mit Drohungen gegen Christen und die Regierung. Berichte von Haru Mutasa und Mark Lobel.

A,B,E,JA

zus.9
           
12.1.12

Tag vier des landesweitern Generalstreiks. Korrespondentenberichte mit Bildern von Massenprotesten, anscheinend sehr friedlich. Die Ölindustrie kann momentan wohl trotzdem noch produzieren. Einschätzungen zu politischen Folgen des Streiks, bei AJE von Uche Igwe, bei der BBC von Vincent Magombe. Bei CNN erklärt der Unternehmer Tunji Lardner die Bedeutung des informellen Sektors, der unter der Benzinpreiserhöhung besonders leidet. - Weiter Nichts darüber bei den deutschen TV-Sendern.

arte zeigt außerdem einen Ausschnitt aus der Videobotschaft von Abubakar Shekau (Boko Haram): "Demokratie und Verfassung sind Unglaube."

A,B,C,arj,E,JA

zus.24

                
13.1.12

Die Gewerkschaften unterbrechen den Streik für zwei Tage. Bei BBC Gespräch mit dem Schriftsteller Mohammed Umar über die Lage.

A,B,E,NC

zus.10
14.1.12

Gespräche zwischen Gewerkschaften und Regierung sind gescheitert, so soll ab Montag der Generalstreik weitergehen. Ein Bericht, Infos aus Abuja von Haru Mutasa.

A,B

zus.4
15.1.12

Am Sonntag berichten AJE (Haru Mutasa) und TV5 vom Streik und ersten Versorgungsproblemen. Hintergrundgespräch mit Adebayo Oladimeji (Council of Elders) (NNA)*. Am Montag Morgen meldet CNN (Nima Elbagir in Lagos), daß Präsident Jonathan angekündigt hat, die Benzinpreise würden wieder gesenkt.

A,JA,C

zus.14
16.1.12

Auch nach Jonathans Ankündigung von Preissenkungen gibt es weiter Demonstrationen, den Streik sagen die Gewerkschaften aber erstmal ab. Berichte aus Abuja und Lagos von Haru Mutasa, Mark Lobel und Danjuma Abdullahi.

A,B,P,E

zus.9
18.1.12

Bei Abuja wird ein Gefangenentransport überfallen und Kabiru Sokoto befreit, der als ein Hauptverantwortlicher des Anschlages auf eine Kirche am 25.12. gilt. Infos von Ahmed Idris und Mark Lobel.

A,B

zus.4

19.1.12

Mark Lobel berichtet aus Lagos von einer kleinen Demonstration von Bürgerrechtlern gegen das Auftreten von Soldaten in der Stadt. Die Polizei reagiert mit massivem Einsatz von Tränengas.

B

2

20.1.12

Serie von etwa 20 Bombenanschlägen und Selbstmordanschlägen in Kano, u.a. auf das Hauptquartier der Polizei und mehrere andere Regierungsgebäude. Urheber ist offenbar (und von diesen reklamiert) Boko Haram. Zunächst ist von mindestens sieben Toten die Rede, die Zahl steigt später auf etwa 25, ein Großteil davon Polizisten. Infos von Mark Lobel und Nima Elbagir (beide in Lagos). - Die BBC spricht inzwischen von über 120 Toten bei den Anschlägen.  ¤

Zuvor bei der BBC ein Bericht von Marc Doyle aus Kano über die Spannungen zwischen Muslimen und Christen. Tatsächlich haben gemäßigte Muslime viel größere Probleme mit den Islamisten von Boko Haram als mit ihren christlichen Glaubensgeschwistern.   ¤

A,B,C,E

 

B

zus.8

 

3

           
21.1.12

Bilder des totalen Chaos nach den Terroranschlägen der Boko Haram in Kano. Es wurden mindestens 100 Menschen getötet, die Angaben gehen bis ca. 180.  ¤

Bei allen internationalen Sendern ist Kano das Topthema, fundierte Berichte haben vor allem AJE und BBC. Als einziger Korrespondent ist Mark Doyle (BBC) jetzt in Kano. - Bei AJE Hintergründe und Einschätzungen von den Experten Nii Akuetteh und Peter Cunliffe-Jones. -  Bei den deutschen Sendern ist das Thema dagegen nur eines am Rande. In Sekunden haben dafür übriggehabt : RTL 36, "heute" 29, arte 100, Euronews 62 und die Tagesschau ganze 20. (n-tv = 0) Mit Rassismus hat dieses Desinteresse aber sicher nichts zu tun.

A,B,C,P,Sky

JA

R,ht,arj,T,E

zus.28

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zus.4

           
22.1.12

 

Von Andrew Harding (BBC) weitere Infos aus Kano über den Hergang der Terroranschläge (insgesamt 30 einzelne Angriffe, über 170 Tote), und weitere Bilder. In einer der überfallenen und völlig zerstörten Polizeiwachen haben die Terroristen mehrere Dutzend ihrer Leute aus der Haft befreit.  - Präsident Jonathan besucht in Kano Opfer der Anschläge im Krankenhaus und verspricht, Armee und Polizei würden die Täter besiegen. - Am Sonntag gibt es zwei Brandanschläge auf Kirchen in Bauchi, ohne größere Schäden.  - Mehr Hintergrund über die Lage im Norden Nigerias von Mohammed Umar (Schriftsteller, BBC).   ¤¤

Bei AJE am Sonntag nichts Wesentliches zu Nigeria. Von den deutschen Sendern berichtet nur noch Euronews. Eine der schlimmsten Terroranschlagsserien mit über 170 Toten ist (trotz reichlich vorhandenem drastischem Bildmaterial) für deutsche TV-Sender nicht wichtig, weil es sich nur um Schwarze handelt. QED.

B,E,JA

 

zus.16

 

           
23.1.12

In Kano hat die Polizei 10 weitere Autobomben entdeckt, die nicht explodiert waren. Es gibt eine Ausgangssperre und massive Präsenz des Militärs. Infos von Yvonne Ndege, die jetzt in Kano ist.

A,P

zus.4
24.1.12

Polizisten haben seit letzter Woche 160 mutmaßliche Boko-Haram-Mitglieder festgenommen. Dabei wurden anscheinend auch Unbeteiligte verhaftet bzw. getötet. Yvonne Ndege und Andrew Harding berichten aus Kano, Nima Elbagir informiert aus Lagos.

A,B,C

zus.7
           
25.1.12

Der oberste Polizeichef des Landes und seine Stellvertreter sind wegen der Boko-Haram-Anschläge entlassen worden. Infos aus Kano von Yvonne Ndege. Im Bericht bei TV5 u.a. Bilder von nicht explodierten kleinen Sprengsätzen in Getränkedosen, die die Polizei in Kano zu Hunderten gefunden hat.

A,JA

zus.3
26.1.12

Präsident Jonathan fordert Boko Haram auf, aus dem Schatten zu kommen, ihre Forderungen zu nennen und Verhandlungen zu beginnen. Bei AJE ein allgemeiner Bericht über die Nazibande und ein Hintergrundgespräch mit Nii Akuatteh (Africa Action), der die Initiative von Jonathan lobt. Bisher weiß niemand so recht, wer diese Gruppe ist und was sie wirklich will. Bei CNN berichtet Nima Elbagir aus Kano und zeigt nochmal die Zerstörungen, die Boko Haram dort angerichtet hat.  ¤

A,C

zus.9

           
27.1.12

Bei CNN berichtet Nima Elbagir (telefonisch) über die weiter sehr gespannte Lage in Kano, weitere Drohungen der Boko Haram, massive Polizeipräsenz. Im ZDF zweimal Infos über den Konflikt und ein guter Bericht von Jörg Brase. 

C,ht,hj

zus.9
28.1.12

In Maiduguri töten Soldaten bei einem Gefecht 11 Boko-Haram-Leute. Infos dazu von Mark Lobel.

Im "Listening Post" ein Beitrag über Boko Haram und die Schwierigkeit über diese Organisation zu berichten, die die Medien als Teil des zu bekämpfenden Feindes betrachtet.   ¤

Ebenfall im "Listening Post" ein Portrait des Webportals "sahara reporters" (@SaharaReporters), bei dem Omoyele Sowore von New York aus Grassroot-Reportern in Nigeria eine Plattform bietet und damit unabhängigen investigativen (allerdings nicht immer glaubwürdigen) Journalismus ermöglicht.   ¤

B,JA

A

A

zus.3

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30.1.12

Andrew Harding berichtet über den (angeblichen) Wirtschaftsboom in Lagos. Angesichts von Armut, Elend und Korruption sehen nicht alle die Entwicklung positiv.

B

3
31.1.12

Der Sicherheitschef von Ex-Diktator Abacha, Hamza al-Mustapha, wird vom obersten Gericht in Lagos wegen der Ermordung von Oppositionellen zum Tode verurteilt.

JA

2

1.2.12

Die Polizei soll in Kaduna den Sprecher von Boko Haram, Abul Qaqa, verhaftet haben. Erste vage Infos von Yvonne Ndege (telefonisch aus Abuja).

Nema Elbagir berichtet aus Kano von (angeblich) unschuldigen Todesopfern bei der Jagd der Polizei nach den Boko-Haram-Terroristen. Es gibt dort auch weiter fast täglich Angriffe auf Polizeistationen.

A,C

zus.6
           
3.2.12

Boko Haram dementiert die Festnahme von Abul Qaqa. Ein angeblicher Abul Qaqa hat Journalisten am Telefon gesagt, der Verhaftete sei ein Vertreter von Boko Haram, den man zu Verhandlungen geschickt habe. Infos aus Abuja von Yvonne Ndege.

A

1
4.2.12

Vor dem Nigerdelta läuft seit zwei Wochen Öl aus einer explodierten Förderplattform ins Meer, auf dem Wasser brennt es. Der Betreiber Chevron erklärt, es gebe keine Gefahr für die Umwelt. Dazu Luftbilder eines großen Ölteppichs auf dem Meer. Bericht von Yvonne Ndege.   ¤

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3

           
6.2.12

In Kano haben bewaffnete Männer, vermutlich Boko Haram, eine Polizeiwache angegriffen und niedergebrannt. Erste Infos telefonisch von Yvonne Ndege.

A

2

7.2.12

In Kaduna wird eine Basis der Armee angegriffen, vermutlich mit zwei Selbstmord-Autobomben. Erste Infos von Yvonne Ndege. 

A

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10.2.12

Etwa 90.000 Menschen, vor allem Christen, sind vor Boko Haram aus dem Norden in den Süden geflohen. Yvonne Ndege berichtet aus Imo darüber, wie sie dort aufgenommen werden.

A

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11.2.12

Ein führendes Mitglied von Boko Haram, Kabiru Sokoto, ist wieder festgenommen worden. Er war vor einem Monat aus der Haft entkommen.

E

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16.2.12

In Kogi im Norden des Landes brechen 20 Boko-Haram-Leute in ein Gefängnis, befreien etwa 100 Insassen (davon einige Anhänger der Sekte) und brennen das Gebäude nieder. Infos von Yvonne Ndege (Abuja), einige Bilder der Ruine.

A

2

17.2.12

Yvonne Ndege berichtet aus Kogi und besucht dort das völlig zerstörte Gefängnis, aus dem Boko Haram 120 Gefangene befreit haben. 25 wurden bisher wieder eingefangen.

A

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19.2.12

Autobombenanschlag auf eine Kirche in einem Vorort von Abuja, mehrere Verletzte. 

E

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21.2.12

In Maiduguri greifen Boko-Haram-Terroristen einen Markt an, werfen Bomben und schießen um sich. Bei einem Gefecht mit Polizisten werden angeblich 8 Terroristen und etwa 20 Unbeteiligte getötet. (Beides unsicher.) Infos von Yvonne Ndege aus Abuja.

A

3
25.2.12

Zwei Bombenanschläge der Boko Haram in Gombe und Kaduna, auf ein Gefängnis und eine Polizeiwache, mindestens 19 Tote. Nur Kurzmeldung bei TV5,  und bei NC Bilder eines Amateurfilmers vom Moment der Explosion in Kaduna (allerdings nicht sehr viel zu sehen). (Der AJE-Artikel spricht von zwei Anschlägen in Kano und Gombe.)

JA,NC

zus.2
26.2.12

In Jos fährt ein Selbstmordattentäter von Boko Haram mit seinem Bombenauto in eine Kirche, drei Menschen werden getötet. Bei CNN Infos aus Jos von Mark Lipdo, Mitarbeiter einer christlichen NGO.

A,C

zus.2
27.2.12

Zwei kurze Berichte mit Bildern aus Jos von der bei einem Anschlag der Boko Haram zerstörten Kirche.

A,JA

zus.2
28.2.12

Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu ist im November in London gestorben und jetzt in seiner Heimat mit einer großen Zeremonie beerdigt worden. Er hatte ab 1967 den Aufstand der Igbo und die Abspaltung Biafras angeführt. Der Bürgerkrieg und die Hungersnot in Biafra haben über eine Million Menschen das Leben gekostet. Yvonne Ndege berichtet aus Owerri im heutigen Bundesstaat Imo.   ¤

A

3
2.3.12

Große Trauerfeier für Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu, den Führer des unabhängigen Biafra von 1967.

A

2
8.3.12

In Sokoto (Nordwest-Nigeria) sind zwei Europäer, die vor 10 Monaten von Boko Haram entführt worden waren, bei einer mißglückten Befreiungsaktion (von britischen Spezialtruppen zusammen mit nigerianischem Militär) getötet worden, angeblich ermordet von ihren Entführern. Die Entführer werden nach längerer Schießerei verhaftet. - Die britischen Sender berichten sehr ausführlich (Sky News teilweise ganzstündig), aber teilweise sehr ungenau und widersprüchlich. Präzisere Infos von Yvonne Ndege bei AJE.  - Im deutschen TV kein Wort darüber, dafür eine Meldung, daß die entführten Deutschen in Afar (Äthiopien) wieder frei sind.

A,B,E,TT

 

zus.11

 

9.3.12

Nach der gescheiterten Gefangenenbefreiung, bei der eine italienische und eine britische Geisel getötet wurden, kritisiert Italiens Regierung die Briten für die nicht abgesprochene Aktion. In den Berichten Bilder aus dem Gebäude in Bernin-Kebbi, wo die Geiseln von Boko Haram festgehalten und getötet wurden.

A,B,Sky,JA

zus.10
11.3.12

 In Jos sprengt ein Selbstmordattentäter sich während des Gottesdienstes in einer christlichen Kirche in die Luft, mindestens 14 Tote und zahlreiche Verletzte. Infos von Yvonne Ndege (Abuja), Bilder vom Anschlagsort.   

A,B

zus.3
12.3.12

Yvonne Ndege berichtet aus Jos vom gestrigen Anschlagsort. Der Boko-Haram-Attentäter fuhr mit seinem Bombenauto auf das Gelände der Kirche und wollte offenbar in die Kirche hineinfahren, was aber verhindert wurde, darum nur 4 Tote bei der Explosion, die anderen 10 bei anschließenden Schießereien. Bilder von dort auch in den Berichten bei BBC und TV5 (mit etwas anderen Zahlenangaben.) (Hier ein anderer Bericht.)  - Meldungen über einen Angriff auf eine Polizeiwache in Kano.   ¤

A,B,JA

zus.5
             
15.3.12

Der Rapper Mallam T-Bass hat ein Video veröffentlicht in dem er die Gewalt der Boko-Haram verurteilt.

JA

2
            
16.3.12

Yvonne Ndege berichtet, es gebe angeblich Geheimgespräche mit Boko-Haram-Führern über einen Waffenstillstand. Gespräch darüber mit Nii Afuatteh, der Verhandlungen begrüßen würde, aber nicht glaubt, daß dabei viel herauskommt.

A

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19.3.12

In einem Bericht von Nkepile Mabuse aus Lagos erklären Muslime, warum sie den Rigorismus von Boko Haram ablehnen. 

C

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20.3.12

Yvonne Ndege berichtet aus Lagos über die Probleme und Proteste von Fuhrunternehmern wegen gestiegener Spritpreise (nachdem die staatliche Subvention gekürzt wurde). 

A

3
24.3.12

Yvonne Ndege berichtet von der Universität in Kano über die Bildungsmisere in Nigeria. Nur ein Drittel der 1,5 Millionen möglichen neuen Studenten bekommen tatsächlich einen Studienplatz. Der Staat gibt viel mal so viel für Rüstung aus wie für Bildung.  ¤

A

2

8.4.12

In Kaduna versucht ein Selbstmordattentäter sein Bombenauto in eine christliche Kirche zu lenken (während des Ostergottesdienstes), wird aber durch Sicherheitssperren daran gehindert. Als er kontrolliert werden soll, zündet er die Bombe auf offener Straße und tötet zahlreiche Passanten, die genaue Zahl ist unklar, angeblich etwa 40. Bei AJE Infos aus Kaduna von Yvonne Ndege, bei CNN ebenfalls aus Kaduna von der Journalistin Safiya Akau. Allgemein werden die Boko-Haram-Terroristen hinter dem Anschlag vermutet.  ¤

A,C,TS,E,JA

zus.11
           
9.4.12

Yvonne Ndege berichtet aus Kaduna nach dem letzten Anschlag (38 Tote). Verunsicherte Leute.

Armut und Ölverschmutzung im Nigerdelta.

A,E,JA

JA

zus.4

2

           
26.4.12

Sprengstoffexplosionen vor zwei Zeitungshäusern in Abuja und Kaduna, mindestens sieben Tote. Vermutlich Anschläge der Boko Haram. In Kaduna kann der Fahrer des Bombenautos verhaftet werden. Bericht von Mark Lobel und Infos von Danjuma Abdullahi.

B,P

zus.3
29.4.12

In der Universität von Kano greifen sieben Männer auf Motorrädern einen christlichen Gottesdienst an und töten mit Granaten und Gewehren etwa 20 Menschen. Offenbar ein Anschlag der Boko-Haram-Terroristen. Infos von drei Korrespondenten, Bericht  aus Kano von Danjuma Abdullahi (Press-TV).   ¤

A,B,C,P,E

zus.8
30.4.12

Meldung: in Jalingo im südöstlichen Staat Taraba sprengt sich ein Selbstmordattentäter neben einem Polizeikonvoi in die Luft, 11 Menschen werden getötet. - Bei TV5 ein Bericht aus Kano nach dem Anschlag der Boko Haram auf einen katholischen Gottesdienst an der Universität.

A,JA

zus.2
2.5.12

Boko-Haram übernehmen in einem Video die Verantwortung für eine Reihe von Terrorangriffen der letzten Wochen. U.a. ist die Explosion an einem Zeitungshaus in Abuja zu sehen. Infos von Yvonne Ndege   

In der Reihe "Need to know" bringt die BBC einen Beitrag über Boko Haram, mit Erläuterungen von Tomi Oladipo.

A,E

B

zus.4

2

3.5.12

In Potiskum (Bundesstaat Yobe, im Norden) greift eine Gruppe von schwer bewaffneten Männern einen Viehmarkt an. Mit Granaten, Gewehrschüssen und Feuer töten sie über 30 Menschen (und zahllose Tiere). Es ist noch unklar, ob es Boko-Haram-Leute waren oder eine örtliche Bande von Viehräubern. Infos von einem Polizeisprecher in Potiskum und Will Ross (Lagos).   ¤

A,B

zus.5
4.5.12

Yvonne Ndege berichtet aus Abuja über die Angst von Journalisten nach dem Boko-Haram-Anschlag auf das Zeitungshaus dort. - Bei Euronews noch ein Kurzbericht zum Angriff auf einen Viehmarkt in Potiskum, bei dem über 50 Menschen getötet wurden.

A,E

zus.3
           
11.5.12

In Zamfara im Norden Nigerias sind über 4000 Menschen mit Blei aus illegalen Goldminen vergiftet worden, über 400 Kinder sind daran gestorben. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Die Hilfsorganisation MSF wirft jetzt der Regierung vor, nichts gegen die illegalen Minen und die Bleiverseuchung zu unternehmen.   ¤

A,E

zus.3
           
13.5.12

Nachdem Boko Haram mit Anschlägen auf christliche Kirchen in Lagos gedroht hat, gibt es dort massive Polizeikontrollen. Yvonne Ndege berichtet aus Lagos.

A

2
28.5.12

Will Ross berichtet über anhaltenden Streit um Subventionen für Benzin. Offenbar sind Milliarden Dollar durch Subventionsbetrug verschwunden, und im Ölexportland Nigeria ist Benzin an den Tankstellen immer knapp.  

B

3
31.5.12

 

In Kano ist ein deutscher Ingenieur, der im Januar von einer angeblichen Al-Kaida-Gruppe entführt worden war, bei einer (mal wieder) mißglückten Befreiungsaktion der Polizei getötet worden, ebenso fünf der Entführer. Infos aus Abuja von Yvonne Ndege (sie nennt u.a. auch den Namen des Getöteten, Edgar Fritz Raupach).

Die BBC meldet den Vorfall ausführlich (ebenfalls mit Namensnennung). Passend dazu ein Bericht von Mark Lobel über den Führer der schiitisch-islamistischen Bewegung in Nigeria, Sheikh Ibrahim Zakzaky, der die extremen Ziele der Boko Haram unterstützt, sich aber verbal von deren Terror distanziert.

Bei den deutschen Sendern, speziell der ehemaligen Tagesschau, wird offenbar selbst dann nicht mehr über Afrika berichtet, wenn Deutsche direkt involviert sind. Einzig arte brachte eine Kurzmeldung.

A,B

 

zus.7

 

1.6.12

Yvonne Ndege berichtet aus Abuja über die Probleme mit einer regelmäßigen Stromversorgung. Geschäftsleute sind sauer, daß sie trotzdem höhere Strompreise bezahlen sollen.

A

2
1.6.12

Es hat tatsächlich im deutschen TV (außer arte) keine einzige Meldung zum Tod des entführten Edgar Fritz Raupach gegeben. Man fragt sich, was da in den Redaktionen los ist.

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2.6.12

"Law and Disorder in Lagos" - Film von Louis Theroux. Der Autor begegnet in Lagos Straßengangs und Polizisten und ist bei ihren Konfrontationen dabei. Hautnah und eindringlich, leider NNA)*   ¤¤

B

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3.6.12

In Bauchi fährt ein Selbstmordattentäter sein Auto mit Sprengstoff auf ein Kirchengelände, wird dort an einer Polizeibarrikade gestoppt, trotzdem sterben bei der Explosion 15 Menschen. Infos von Yvonne Ndege (telefonisch aus Abuja) und Adamu Abubaker (Rotes Kreuz, telefonisch aus Bauchi). Keine Meldungen bei anderen Sendern.

Dagegen überall (sogar bei der sog. "Tagesschau") Berichte, teils ausführlich, über ein Flugzeugunglück in Lagos. Eine Passagiermaschine stürzt in ein Wohngebiet, alle ca. 150 Insassen sterben.

A

A,B,TS

zus.4

zus.8

           
4.6.12

Bei dem Flugzeugabsturz in Lagos sind außer den 153 Insassen auch über 60 Menschen am Boden getötet worden. Bilder der Zerstörung, Präsident Jonathan besucht die Unglücksstelle. 

Meldung: Boko Haram hat sich zu dem Selbstmordanschlag gegen eine Kirche in Bauchi bekannt.

A

A

3

1/2

10.6.12

 

Wieder Anschläge auf Kirchen. In Biu schießen mehrere Männer in die Kirchengemeinde und töten mindestens sechs Menschen, zahlreiche werden verletzt. In Jos versucht ein Selbstmordattentäter mit seinem Sprengstoffauto in eine Kirche zu fahren und tötet mindestens zwei Menschen, danach kommt es zu Unruhen, Jugendliche greifen Polizisten und Reporter an, dabei sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Urheber der Anschläge vermutlich Boko-Haram (später bestätigt). Infos von Hassan John (CNN, in Jos) und Yvonne Ndege und Will Ross (beide in  Lagos). Bei AJE Hintergrund von Ayo Johnson (Viewpoint Africa) und Nii Akuetteh (Africa Action). Kurzmeldungen bei "heute" und "Tagesschau". Die Opferzahl laut BBC nur jeweils Eins, aber 6 Tote bei den Gegenangriffen in Jos.    ¤

Bei AJE berichtet Yvonne Ndege außerdem über die anhaltenden Bemühungen, die Toten des Flugzeugabsturzes in Lagos zu identifizieren.

A,B,C,ht,TS

 

zus.20

 

11.6.12

In zwei Orten in Zamfara haben kriminelle Banden mindestens 20 Dorfbewohner ermordet. Infos von Yvonne Ndege (Lagos).

A

2
17.6.12

Wieder drei Anschläge auf christliche Kirchen im Bundesstaat Kaduna, mindestens 19, angeblich über 30 Tote. Verantwortlich vermutlich wieder Boko Haram. Infos von Yvonne Ndege (Abuja) und Will Ross (Lagos), am Montagmorgen bei der BBC auch Bilder von einer der zerstörten Kirchen. Der DLF meldet, daß es in Kaduna nach den (fünf) Anschlägen Vergeltungsaktionen von christlichen Jugendlichen gab, die u.a. eine Moschee in Brand gesteckt haben. Unklar, ob auch dabei Menschen getötet wurden und sich die Zahl 30 auf beide Gruppen bezieht.

A,B

zus.3
18.6.12

Boko Haram hat die Verantwortung für die Terroranschläge auf Kirchen in Kaduna übernommen. Auch im Bericht von Yvonne Ndege ist jetzt von etwa 50 Toten bei den Anschlägen und bei Gegengewalt gegen Muslime die Rede. Leider keine weiteren Details über diese Gegengewalt.  - Als einziger deutscher Sender hat arte die Anschläge kurz gemeldet.

A,arj,JA

zus.4
19.6.12

Meldung über schwere Gewalt in Damaturu (im Nordosten), mindestens 34 Tote. In der Meldung bei TV5 ist von Kämpfen zwischen Polizei und Boko-Haram-Leuten die Rede, unklar, was wirklich dort los ist.

JA

1/2
20.6.12

Nach Angabe von Yvonne Ndege gibt es in Damaturu seit Sonntag Gefechte zwischen Polizei und Boko-Haram-Terroristen, mit über 100 Toten, davon 30 Boko-Haram-Leute und 6 Polizisten. (Der Rest Unbeteiligte?) - Bei TV5 weitere Bilder von den zerstörten Kirchen in Kaduna. Der Papst nimmt Stellung und verurteilt den "Krieg gegen Christen". Ob er auch die "Racheakte" seiner Anhänger verurteilt hat, ist im Beitrag nicht zu verstehen. (Laut AJE hat er immerhin gesagt: "I hope all parts of society will collaborate in not taking the road of reprisals.")

A,JA

zus.3
22.6.12

Präsident Jonathan entläßt zwei Minister wegen des Versagens der Polizei beim Kampf gegen die Boko-Haram-Terroristen. Infos von Yvonne Ndege (Abuja). - Die US-Regierung befördert drei Boko-Haram-Männer auf die Liste der weltweiten Top-Terroristen. Bericht bei TV5.

A,JA

zus.4
23.6.12

Ein kurzer Lagebericht von Yvonne Ndege, die jetzt in Kaduna ist.

A

1
24.6.12

Yvonne Ndege berichtet aus Kaduna. Es herrscht Ausgangssperre, es sieht aus wie in einer Geisterstadt, zerstörte Kirchen und niedergebrannte Häuser von den wechselseitigen Angriffen auf Muslime und Christen. Ein junger Mann meint, Boko Haram solle aufhören, die Armen anzugreifen.    ¤

A

2
           
25.6.12

Weiterer Bericht aus Kaduna von Yvonne Ndege. U.a. spricht sie mit einem Muslim, der bei den Krawallen von anderen Muslimen zusammengeschlagen wurde.  ¤

A

3
           
   

    Nigeria #2   (ab 2.7.12)

 

   

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