Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Israel / Palästina - Essentials #2                                                              

 Die Beiträge zu Israel / Palästina landen normalerweise auf Festplatte. Einige besonders wichtige (und meist längere) Stücke habe ich stattdessen auf DVD gebrannt, ohne Durchnumerierung, dafür mit Jahressignatur. Ab jetzt stehen sie zusätzlich auf dieser Liste, die vielleicht irgendwann nach rückwärts ergänzt wird.

Israel / Palästina -Essentials #1

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
1.1.24

Bei der "Inside Story" ein Beitrag über Demonstrationen in den USA gegen den Völkermord in Gaza und dessen Unterstützung durch die US-Regierung.  ¤

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2.1.24

"Inside Story: What does a ‘new phase’ in Israel’s war on Gaza entail?" - Elizabeth Puranam spricht mit Prof. Andreas Krieg (Militärexperte), Diana Buttu (PLO) und Yossi Mekelberg (Chatham House).  (NNA)*  ¤

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3.1.24

Völkermord : Vor dem ICJ in Den Haag gibt es nächsten Donnerstag eine erste Anhörung zu Südafrikas Völkermordklage gegen Israel. Ein paar Erläuterungen von Laura Khan (Ost-Jerusalem). - Den Text der Klage kann man beim ICJ runterladen. Soll laut Aussagen von Experten sehr aufschlussreich und überzeugend sein.  ¤

Auch bei TV5 ein Bericht darüber und ein Gespräch mit Anne Dissez (Journalistin, Südafrika-Korrespondentin).

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4.1.24

 

 

 

Völkermord : Der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kerby, hat Südafrikas Völkermordklage als "wertlos, kontraproduktiv und ohne jede faktische Grundlage" kritisiert. Einschätzungen dazu von Marwan Bishara: es ist nicht überraschend, daß die USA eine Klage gegen ihren Alliierten ablehnen, dessen Krieg sie mit Geld und Waffen unterstützen. Aber es ist schockierend und gegenüber Südafrika beleidigend, wenn Kirby mit drei Worten ein 70-seitiges bestens mit Fakten und Quellen belegtes Dokument einfach so abtut. Da sind allein zehn Seiten nur mit Zitaten von israelischen Politikern und Militärs. In diesem Krieg sind die Zivilisten und die zivile Infrastruktur das eigentliche Angriffsziel, die Hamas ist nur der Kollateralschaden. Was wirklich wertlos, kontraproduktiv und substanzlos ist, ist die Reaktion der US-Regierung. - Ebenfalls dazu Einschätzungen von Prof. Mohamed Elmasry (Medienwissenschaftler). Auch er weist auf die beeindruckende Sammlung von Fakten hin, alles bestens belegt, und insbesondere auf die Fülle von Zitaten, die eine Absicht zum Völkermord belegen. Kirby hat das Dokument offenbar gar nicht gelesen. Die Klage ist sehr erfolgversprechend und wird wahrscheinlich irgendwann noch im Januar zu einer Notfall-Anordnung durch den ICJ führen, mit der Aufforderung an Israel, den Krieg sofort zu beenden. Diese kann allerdings von Israel ignoriert werden, so wie Russland 2022 seinen Angriffskrieg nicht beendet hat. Damit würde Israel als Staat aber jede Legitimität verlieren.  ¤¤

    Hier nochmal der Text der Klage zum Nachlesen.

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6.1.24

Völkermord : Bei CNN ein Bericht von Nada Bashir über die gezielte Zerstörung von Kulturdenkmalen in Gaza.  ¤

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10.1.24

Bianna Golodryga ("Amanpour") spricht mit Yuval Abraham (Journalist bei "+872") über dessen Recherchen zu Israels gezielten und absichtlichen Angriffen auf Zivilisten und zivile Einrichtungen. Die Armee setzt bei der Zielauswahl KI ein und vertraut deren Ergebnissen blind, was zu zahlreichen "fälschlichen" Angriffen führt. Die Informationen darüber stammen von israelischen Soldaten.  ¤

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10.1.24

Völkermord , Weltjustiz

Morgen beginnt die zweitägige Anhörung beim ICJ (IGH) in Den Haag zu Südafrikas Völkermordklage gegen Israel. Bei AJE Berichte aus Den Haag von Step Vaessen und aus New York von James Bays, zwei Infostücke, und Einschätzungen von Ronald Lamola (Südafrikas Justizminister) und Triestino Mariniello (Rechtsanwalt, Vertreter Gazas).  ¤¤

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       DVD Isr./Pal. 2024 #1    
10.1.24

 

Völkermord , Weltjustiz

Morgen beginnt die zweitägige Anhörung beim ICJ (IGH) in Den Haag zu Südafrikas Völkermordklage gegen Israel. Morgens erste Berichte bei BBC (Paul Adams) und CNN (Melissa Bell). Einziger Bericht auf deutsch bei arte. Darin erklärt der israelische Schriftsteller Ben Dror Yémeni, es könne sich schon deshalb nicht um einen Völkermord handeln, weil das Bevölkerungswachstum in Gaza so hoch sei. Dagegen habe es sich aber bei dem Terrorangriff der Hamas um einen solchen gehandelt. (Sollte Israel in Den Haag mit derart abwegigen Argumenten kommen, sieht es für die Klage eher gut aus.)  ¤

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10.1.24

Völkermord, Weltjustiz : "Inside Story: Is Israel committing genocide in Gaza?" - Adrian Finighan spricht mit Ahmed Abofoul (Völkerrechtsanwalt bei der palästinensischen Menschenrechtsorganisation Al-Haq), Chris Gunness (Ex-Sprecher der UNRWA) und Adama Dieng (Ex-Berater der UN und des ICC zur Verhinderung von Völkermorden).  (leider NNA)*

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11.1.24

 

Völkermord 

Erster Tag der Anhörung vor dem ICJ (auf deutsch IGH) in Den Haag zu Südafrikas Völkermordklage gegen Israel. Die Vertreter der Klage geben detaillierte Begründungen dafür, warum es sich bei Israels Krieg gegen Gaza um ein Menschheitsverbrechen und einen Völkermord handelt. Ein wesentliches Argument ist, daß kein Verbrechen eine Rechtfertigung sein kann für einen Völkermord. Diverse O-Töne und Zitate israelischer Politiker belegen den Völkermordvorsatz.  ¤¤¤

AJE hat als einziger Sender die komplette Sitzung live übertragen. In den Pausen Expertengespräche. Ich bewahre das komplett auf, muß das Material aber noch sichten, schneiden und beschreiben.  - Bei der BBC wurden Teile der Sitzung ebenfalls live übertragen, bei CNN nicht.

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11.1.24

 

 

 

Völkermord

Zusammenfassende Berichte und Expertengespräche. Bei AJE berichten Step Vaessen und Osama bin Javaid live aus Den Haag, u.a. über Demonstrationen sowohl für als auch gegen die Klage. Berichte über Reaktionen in Gaza, Ramallah und Washington. Gespräche bei AJE mit Jeremy Corbyn, Marwan Bishara, Prof. Michael Lynk und Norman Finkelstein. Bei CNN und BBC Einschätzungen von Prof. William Schabas (Völkerrechtler - sehr differenzierte und tiefgehende Erläuterungen, sehr sehens- bzw. lesenswert! *), bei CNN Gespräche mit Prof. Omer Bartov (Professor für Genozid-Studien) und Tirana Hassan (HRW) ¤¤

Bei den deutschen Sendern wird das Thema bewusst niedrig gehängt. Immerhin berichten ARD und ZDF überhaupt. Der Springersender "Welt" hat hingegen für das Thema kein Wort übrig. Beim hj-Update ein Gespräch mit dem Völkerrechtler Prof. Stefan Talmon.

* Zitat: "All that it's going to do is determine whether South Africa has set out what's called a plausible case for genocide. It's a pretty low threshold that South Africa has to meet. And I think that Israel's objections will and cannot resist that really.That's something for what we call the merits, which is several years down the line."

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11.1.24

"Inside Story: What plans does Washington have for Gaza?" - Adrian Finighan spricht mit Said Sadek (Politologe), Chris Hedges (NYT) und Mouin Rabbani (Journalist bei "Jadaliyya"). - (NNA)*

A 28
           
12.1.24

 

 

Der zweite Tag der Anhörung vor dem ICJ zur Völkermordklage gegen Israel. Heute haben Israels Verteidiger das Wort. Sie weisen die Vorwürfe zurück und werfen ihrerseits der Hamas Völkermord gegen Israel vor. Die Angaben zu Totenzahlen seien von der Hamas und daher unglaubwürdig. Die Hamas habe selbst Häuser gesprengt (keine Beweise dafür). Ein Anwalt fragt, wieviele der Toten wohl auf das Konto der Hamas gehen mögen, gibt aber keine Antwort darauf. Viele Unterstellungen und Propagandasprüche, kaum konkrete Fakten. Auf den Hauptpunkt: den erklärten Vorsatz, wird praktisch nicht eingegangen. Ziemlich einhellig sind sich Beobachter einig, daß Israel der Klage kaum etwas entgegenzusetzen hat.  

Auch heute überträgt AJE als einziger Sender die komplette Sitzung live. Auch heute bewahre ich das komplett auf, muss das Material aber noch sichten, schneiden und beschreiben.  - Bei der BBC wurden Teile der Sitzung ebenfalls live übertragen.  ¤¤¤

Ein guter Artikel über das Verfahren in der "jungen Welt": "Israel verleumdet Südafrika", außerdem ein lesenswerter Kommentar von Knut Mellentin: "Israel in der Defensive"

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       DVD Isr./Pal. 2024 #2    
12.1.24

 

 

 

 

 

 

1.Zusammenfassungen und Hintergrundinfos bei AJE. Berichte aus Den Haag von Step Vaessen und Osama bin Javaid, aus Johannesburg von Fahmida Miller und aus Tel Aviv von Sara Khairat.  ¤¤

2. Einschätzungen und Bewertungen bei AJE von Marwan Bishara, Step Vaessen, Thomas Macmanus (Völkerrechtler), Prof. Raz Segal (Prof. für Holocaust- und Genozid-Studien) und Mouin Rabbani (der Israels Prozessstrategie treffend als "Gaslighting" beschreibt), und die Stellungnahme von Ronald Lamola (Justizminister Südafrika).  ¤¤

3. Berichte und Bewertungen bei BBC, CNN und Sky News. Bei CNN spricht Becky Anderson mit Andrew Feinstein (südafrikanischer Politiker und Jurist), Bianna Golodryga ("Amanpour") mit der israelischen Politologin Dahlia Scheindlin und Michael Holmes mit dem Völkerrechtler Prof. Adli Haque. Bei der BBC Gespräch mit dem Ex-Richter (u.a. am Jugoslawien-Tribunal) Prof. Geoffrey Nice¤¤

4. Bei den deutschen Sendern spielt das Thema auch heute nur eine Nebenrolle. Bei der Tagesschau reicht es gerade für 30 Sekunden. Im ZDF berichtet Luc Walpot über Israelis, die sich zu Unrecht angeprangert fühlen, und hat einen - israelischen! - Völkerrechtler aufgetrieben, der Israels Verteidigungslinie überzeugend findet: es gebe weder Absicht noch Vorsatz. (Den Donnerstag hat der gute Mann vermutlich schlafend verbracht.) Als einzige direkt aus Den Haag berichtet Shona Murray bei Euronews (und zwar recht ordentlich).

5.Bei 3sat-kulturzeit ein ordentlicher Bericht über das Verfahren, und Vivian Perkovic spricht mit Ronen Steinke (Jurist und Journalist). Er erklärt das Verfahren verständlich und differenziert. Auf die Frage, wie die Absicht zum Völkermord nachgewiesen werden kann (die im Verfahren detailliert behandelt wurde), geht er leider nicht näher ein. Er bemängelt, daß die Rolle der Hamas völlig außenvor blieb, obwohl man auch der Hamas bzw. deren einzelnen Tätern genozidale Absichten und Taten vorwerfen könne. Anmerkung: dann soll doch bitte Israel die Terroristen an den ICC ausliefern und anklagen. Leider hat man die meisten davon bereits selbst umgebracht.  ¤

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12.1.24

"Inside Story: Can South Africa’s court case against Israel end the war in Gaza?" - Adrian Finighan spricht darüber mit Sanusha Naidu (Politologin), Prof. Wadie Said (Jurist) und Nimer Sultany (Jurist).  - leider NNA)*  ¤¤

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13.1.24

"Inside Story: What will be the outcome of the ICJ genocide case against Israel?" - Folly Bah Thibault spricht darüber mit Prof. Cathy Powell (Juristin), Hassan Ben Imran (NGO Law for Palestine) und Prof. Michael Becker (Menschenrechtsanwalt, Ex-Mitarbeiter am ICJ).  Leider NNA)*   ¤

A 28
           
13.1.24

"The Bottom Line": Steve Clemons spricht mit dem Historiker Jean-Pierre Filiu (Autor von "Gaza - A History") über die 4000 Jahre lange Geschichte von Gaza, die Zerstörung von historischen Denkmalen in Gaza durch Israel, und eine mögliche Zukunft des Küstenstreifens.  ¤

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14.1.24

 

Völkermord : 

Eine Auflistung der acht Punkte, die laut Anklage zusammen den Vorwurf des Völkermordes bilden. Und Sohail Rahman spricht mit Prof. William Schabas über die möglichen Anordnungen, die das Gericht im Fall einer Bestätigung der Klage treffen könnte.  ¤¤

Namibias Regierung kritisiert die Unterstützung der deutschen Regierung für Israel gegen Südafrikas Klage und bemerkt, daß Deutschland die Lehren aus seiner eigenen Völkermordgeschichte ignoriert. Laura Kyle spricht darüber mit Henning Melber (Nordic Africa Institute). Zufällig war der 12. Januar, als Deutschland beim ICJ Partei für Israel ergriffen hat, auch der 120. Jahrestag des Beginns des Völkermordes an den Herero und Nama, den Deutschland offiziell noch bis 2015 geleugnet hat und für den es sich weiterhin weigert, Reparationen zu zahlen.  ¤¤

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14.1.24

 

Völkermord : 

Ein Beitrag Im "Listening Post" über Israels Reaktion auf den Völkermordvorwurf. Angeblich seien die Völkermordaufrufe nur Positionen von Außenseitern. Daniel Levy fragt, warum diese genozidale Rhetorik dann täglich auf allen israelischen TV-Kanälen läuft. Erst nachdem man gemerkt hat, daß Südafrikas Klage ein ernsthaftes Problem werden könnte, wurden die Hetzer aufgefordert, doch lieber etwas leiser zu sein. Levy erinnert auch an die Rolle der Medien beim Völkermord in Ruanda. - In Den Haag hat Israel versucht, das Gericht mit seiner Greuelpropaganda zu beeindrucken. Was in der Öffentlichkeit funktioniert, funktioniert aber nicht vor Gericht. (Anmerkung: wenn sich Teile dieser Propaganda als Lügen herausstellen, könnte sich das noch als sehr böses Eigentor erweisen.) - Über die enge Verbindung zwischen Südafrika und Palästina im Kampf gegen die Apartheid. Wenn das Gericht die Klage bestätigt, hat das auch Auswirkungen auf die Länder, die Israel bei seinem Völkermord zur Seite stehen. Die Geschichte wird über die Führer der westlichen Welt urteilen.  ¤¤

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       DVD Isr./Pal. 2024 #3    
6.1.24

 

"Hamas - Die Erschaffung eines Monsters" - Film von Sofia Amara über den Aufstieg der Hamas und die Rolle israelischer Politiker dabei. Informativ, spannend, wichtig und sehr sehenswert!  ¤¤¤

Text von arte: "Wessen Geschöpf ist die Hamas? Ist sie ein Instrument der Muslimbruderschaft, um die Palästinenser unters islamische Gesetz zu zwingen? Wurde sie von Israel manipuliert, um die palästinensische Autonomiebehörde zu diskreditieren und die Zwei-Staaten-Lösung zu torpedieren? Ist die Hamas ein Spielball des Iran, eine Marionette Katars?
Die Hamas ist wohl alles das und noch mehr, denn seit dem 7. Oktober hat sie für die Palästinenser augenscheinlich endgültig die Führung im Widerstand gegen Israel übernommen. Sofia Amara traf die wichtigen Akteure des Konflikts: einflussreiche Mitglieder des politischen Büros und des militärischen Arms der Hamas, palästinensische Gefangene, die gegen israelische Geiseln ausgetauscht wurden, den ehemaligen Chef des SchinBet, der israelischen Politikern gegenüber sehr kritisch eingestellt ist, Frauen wie Yocheved Lifshitz, eine der ersten Geiseln, die von der Terrororganisation befreit wurden und die Frau von Marwan Barghouti, der seit 20 Jahren in einem israelischen Gefängnis sitzt. Er gilt als der palästinensische Mandela und als einziger, der die Legitimität besitzt, Friedensverhandlungen mit Israel zu führen."

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14.1.24

"Inside Story: How long can Israel’s war on Gaza continue?" - Adrian Finnighan spricht mit Hanan Ashrawi (PLO), Omar Abdel -Mannan (Arzt) und Gideon Levy (Autor von "The Punishment of Gaza").  NNA)*

A 28
           
14.1.24

 

Fareed Zakaria ("GPS"): Ich glaube nicht, daß Israel in Gaza einen systematischen Genozid betreibt. Wenn man das gewollt hätte, hätte man längst wesentlich mehr als 23.000 Menschen getötet. Trotzdem ist es sehr besorgniserregend, was Israel in Gaza anrichtet. In Relation sind die Zerstörungen in Gaza größer als die in den deutschen Städten im 2. Weltkrieg. Die meisten Bomben sind nicht gezielt, das Ziel ist größtmögliche Zerstörung. Netanjahu redet von "Amalek". Über 100 Journalisten wurden getötet. Dieser Krieg wird von einer extrem unbeliebten Regierung geführt, die damit ihren Ruf retten will. Nach dem Krieg wollen 69 % Neuwahlen - ein Grund für Netanjahu, den Krieg immer weiterzuführen. Irgendwann wird sich Israel fragen, ob es angemessen gehandelt hat. Freunde Israels sollten ihm helfen, diese Frage jetzt zu stellen.  ¤ (Aufnahme nur auf HDD).

Nachtrag 19.1.24: das erste Mal, daß jemand außerhalb von AJE Amalek erwähnt.

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15.1.24 "HardTalk": Stephen Sackur spricht mit Gideon Levy über den Völkermordvorwurf gegen Israel, das Unwissen der Israelis über den Massenmord in Gaza und die Hoffnung auf einen gemeinsamen Staat von Juden und Palästinensern.  ¤ B 24
15.1.24 Völkermord : "Inside Story: Why is Namibia furious at Germany’s ICJ intervention supporting Israel?" - Adrian Finighan spricht mit Mutjinde Katjiua (Ovaherero Traditional Authority), Henning Melber (Nordic Africa Institute) und Prof. Matthias Goldmann (Völkerrechtler, Experte für die deutsche Kolonialherrschaft in Afrika).  Sehr spannend, leider NNA)*  ¤¤ A 28
           
16.1.24 Völkermord : Beitrag von Jomana Karadsheh über die lauten Forderungen israelischer Nazis, Gaza wieder zu besetzen um dort israelische Siedlungen zu bauen. Offenbar haben die Nazis damit auch unter israelischen Soldaten viele Anhänger, die solche Pläne auf sozialen Medien unterstützen und im Einsatz schon mal das Gelände dafür vorbereiten. Im Beitrag weist Omer Bartov darauf hin, daß die Umsetzung dieser Pläne eine ethnische Säuberung und einen Schritt zum Völkermord darstellen würde.  ¤¤ C 6
16.1.24 Völkermord : In London haben Menschenrechtler Beweise über israelische Menschheitsverbrechen an die Polizei übergeben, damit diese nach Völkerstrafrecht Ermittlungen aufnimmt gegen britische Politiker, die Israels Völkermord in Gaza unterstützen. Bericht von Jonah Hull.  ¤ A 2
19.1.24 Völkermord : In der Schweiz ermittelt die Justiz gegen Israels Präsident Herzog, der in Davos ziemlich offen zum Völkermord an den Bewohnern von Gaza aufgerufen hat, die allesamt Terroristen seien. Ob sich die Ermittlungen darauf beziehen, ist noch unklar. Infos aus Davos von James Bays und Erläuterungen von Prof. William Schabas¤¤

Später ebenfalls Einschätzungen von Prof. William Schabas zu den heute bekanntgewordenen offensichtlichen Kriegsverbrechen (Massaker an 19 Personen, Folter an Gefangenen) durch israelische Soldaten, und wie die Täter vor den ICC gebracht werden können. - Einschätzungen dazu auch von Marwan Bishara¤¤

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19.1.24 Völkermord : Der Menschenrechtsanwalt Jonathan Kuttab (Al Haq) erklärt ein paar wesentliche Zusammenhänge des Völkerrechts. Dessen Regeln gelten für alle gleichermaßen, ohne Ausnahme. Die US-Regierung muss befürchten, daß sie selbst wegen Komplizenschaft beim Völkermord verurteilt wird. Strafbar ist nach der Völkermordkonvention nicht nur die Durchführung, sondern auch die Anstiftung, die Komplizenschaft und auch das Versagen beim Verhindern eines Völkermordes. Mit seinem absichtlichen Weggucken in Gaza schadet der Westen dem ganzen System des Völkerrechts.  ¤¤ A 7
19.1.24

 

Völkermord

Wiederholung vom 17.11.23 : Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit Omer Baddar (Arab American Institute), Stefanie Fox (JWP) und Prof. Omer Bartov (Völkermord-Experte) über die Instrumentalisierung von Holocaust und Antisemitismusvorwurf durch das Apartheidregime, bis dahin, daß dieses nun offenbar bereit ist, selbst einen Völkermord zu verüben. ¤

Nachtrag: Erstaunlich, wie präzise Bartov bereits im November die ganze Fragestellung um den Völkermordvorwurf aufgedröselt und zurechtgerückt hat. Bereits zu diesem Moment hätte der ICJ von sich aus eingreifen müssen. Bartov: "Das Massaker der Hamas war ein Menschheitsverbrechen, und Israel hat wie jeder Staat das Recht, sich zu selbstverteidigen. Ob der Krieg gegen Gaza bereits ein Völkermord ist, ist nicht klar, ich denke, eher noch nicht, aber die Vertreibung von 1 Mio Menschen aus dem Norden von Gaza stellt eine ethnische  Säuberung dar, und es gibt eindeutige Aufrufe zum Völkermord durch israelische Regierende, siehe Amalek!"      ¤¤

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20.1.24 Völkermord : Israels Truppen zerstören in Gaza gezielt alle Bildungseinrichtungen, die Schulen, die Museen, alle sieben Universitäten. Zuletzt wurde am Donnerstag das Gebäude der ISRAA (Islamische Universität) in Gaza-City gesprengt. Menschenrechtler sprechen von einem "Eduzid". Ein Bericht aus Gaza von Tareq Abu Azzoum, und Einschätzungen von Prof. Said Arikat: es handelt sich eindeutig um einen kulturellen Genozid, man will den Palästinensern jede denkbare Zukunft rauben, und offenbar will man sie ganz aus Gaza vertreiben.  ¤¤ A 8
           
20.1.24 Völkermord : "Inside Story: Can international justice stop Israel?" - Elisabeth Puranam spricht mit Prof. William Schabas (Völkermordexperte), Prof. Jennifer Cassidy (Völkerrechtlerin und Ex-Diplomatin für Irland) und Lara Elborno (Menschenrechtsanwältin).  Leider NNA)*   ¤¤ A 28
           
21.1.24

 

 

"The Listening Post: War on Gaza: What impact will the ICJ case have?"

 1. Netanjahu befürchtet offenbar, daß der ICJ eine Entscheidung gegen seinen Völkermordkrieg fällen wird, und kündigt schon mal an, daß er sich daran nicht halten wird. Israelische Medien haben bemerkt, daß ihre Aufrufe zum Völkermord kontraproduktiv waren, aber manche setzen einfach noch Einen drauf. Einige bemerkenswerte O-Töne, u.a. von Ben-Gvir: "When we say, Hamas should be destroyed, it's not only Hamas. Those who hand out candy, those who support, those who sing, they too will have to be destroyed." (Genau das ließe sich über Israels Völkermordpropagandisten in aller Welt sagen: those who hand out candy ..., sie müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden) Weiters Kritik an pro-israelischer Berichterstattung bei BBC und Sky News. (Finde ich nicht gerechtfertigt. Die alte Tante ist halt einfach überfordert.) Und über Hoffnungen, daß die Entscheidung des ICJ die Haltung der US-Regierung ändern könnte.  ¤¤

2. Über Zensur von israelkritischer Berichterstattung beim australischen TV-Sender ABC auf Druck der Netanjahu-Lobby.

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       DVD Isr./Pal. 2024 #4    
24.1.24 "Inside Story: Is Israel using food deprivation as a war tactic?" - Adrian Finighan spricht mit Alex de Waal (Autor von "Mass Starvation: The History and Future of Famine"), Dr. Mads Gilbert (Arzt, der lange in Gaza gearbeitet hat) und Riham Jafari (ActionAid Palestine).  (NNA)*  ¤ A 28
         
24.1.24 Völkermord : Der ICJ wird am Freitag erforderliche Maßnahmen zur Verhinderung eines Völkermordes verkünden. Dies ist aber noch keine Entscheidung über Südafrikas Völkermordklage gegen Israel. Erläuterungen von Prof. Michael Becker (Völkerrechtler). Er glaubt, daß die Entscheidung in der Hauptsache mehrere Jahre dauern wird. - Und Marwan Bishara über die immense Bedeutung der Entscheidung des ICJ. Laut einer Umfrage halten mehr als 90 % der jüdischen Israelis die Zerstörung und das Morden in Gaza für gerechtfertigt und angemessen. (Was für Bishara daraus folgt, bleibt unklar.)  ¤ A zus.13
               
25.1.24 Walter Isaacson ("Amanpour") spricht mit Tom Friedman (NYT) über Israels rechtsextreme Regierung.  (NNA)*  ¤ C 18
           
25.1.24 Völkermord : "Inside Story: Is Israel’s war on Gaza a watershed moment in history?" - Neave Barker spricht mit Michael Lynk (Ex-UN-Berichterstatter für Menschenrechte im besetzten Palästina), Prof. Tamer Qarmout (Politologe) und Prof. Raz Segal (Völkermordexperte).  - Leider NNA)*  ¤ A 27
           
25.1.24 Völkermord : Vor dem morgigen Spruch des ICJ. Bei AJE ein Bericht von James Bays, bei der BBC Infos aus Den Haag von Anna Holligan und Einschätzungen von Prof. Peter Bekker (Jurist, Ex-Mitarbeiter des ICJ). (NNA)* A,B zus.8
           
26.1.24 Völkermord : Noch vor dem Spruch des ICJ: Prof. Menachem Klein über Israels kriminelle und weltweit isolierte Regierung.  - Und ein Versuch eines Gesprächs mit dem Zionisten Mitchell Barak, der zuerst das Gericht beleidigt und dann erklärt, daß dessen Spruch niemanden interessiere. A zus.11
26.1.24

 

Völkermord

Der ICJ (IGH) in Den Haag hat seine Entscheidung über Sofortmaßnahmen verkündet. Südafrikas Klage gegen Israel wegen Völkermordes wird nicht zurückgewiesen, sondern weiter untersucht, was allerdings Jahre dauern kann. Die Aufrufe zum Völkermord durch israelische Politiker werden hervorgehoben. Als Sofortmaßnahme wird kein sofortiges Kriegsende verlangt, aber Israel muss ernsthafte Anstrengungen zeigen, damit aus dem Krieg kein Völkermord wird. U.a. soll es den Zugang zu humanitärer Hilfe nicht weiter blockieren. Die Entscheidung wurde mit einer Mehrheit von 15:2 der Richter:innen getroffen.  ¤¤ 

Bei AJE der Live-OT des Spruchs von Richterin Joan Donoghue. Auch CNN hat den Spruch komplett live gezeigt, die BBC teilweise. Bei Phoenix gab es einen kleinen Teil live mit unbrauchbarer Übersetzung.

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26.1.24

1. Einschätzungen und Bewertungen bei AJE, von James Bays, Marwan Bishara, Akiva Eldar, Daniel Levy und Toby Cadman (Menschenrechtsanwalt) sowie den Völkerrechtlern Thomas Macmanus, Geoffrey Nice, Nimer Sultany und Prof. Adil Ahmad Haque¤¤

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       DVD Isr./Pal. 2024 #5    
26.1.24 2. Zusammenfassungen, Berichte, Hintergründe und Reaktionen bei AJE. Reaktionen u.a. von Francesca Albanese und Mungi Ngomane (Menschenrechtsaktivistin Südafrika). Der Faschist Ben-Gvir verspottet das Gericht, Netanjahu behauptet, die Bedingungen des Gerichts würden von Israel bereits erfüllt. - In Oakland (Kalifornien) hat eine Anhörung über die Komplizenschaft der US-Regierung beim Völkermord begonnen. - (Alles in der 22-Uhr-Newshour.)  ¤¤

3. Berichte und Einschätzungen bei den anderen internationalen Sendern. Einschätzungen bei der BBC von Andrew Feinstein (Politiker Südafrika) und bei CNN von Kenneth Roth (HRW).  ¤

4. Berichte der deutschen Sender. Fast durchweg wird das Thema verfehlt, werden die israelischen Verbrechen relativiert und wird die Tragweite des Richterspruchs kleingeredet.

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26.1.24 Israelische Soldaten haben in Gaza immer wieder Zivilisten mit weißen Fahnen erschossen. Eine Recherche von Clarissa Ward mit Videos von mehreren solcher Fälle.  ¤¤ C 8
           
27.1.24 Steve Clemons ("The Bottom Line") spricht mit Jeremy Scahill ("The Intercept") über die Unterstützung der USA für Israels Völkermordregime, über Parallelen zum Vietnamkrieg, über die Hamas als Netanjahus Werkzeug um eine palästinensische Staatsgründung zu verhindern, über Israels Völkermord als Hindernis für Bidens Wiederwahl, und über das Anschreiben gegen einen genozidalen Mainstream.  ¤ A 24
           
27.1.24 Christiane Amanpour hat einige alte Interviews aus dem Archiv gekramt, in denen es um das Problem von Israels Nazisiedlern im besetzten Palästina geht. Ausschnitte von Jimmy Carter, Shimon Peres und Theodor Meron.  ¤ C 5
27.1.24 Völkermord : Noch ein Bericht über die Klage gegen die US-Regierung wegen Komplizenschaft beim Völkermord, und weitere Einschätzungen dazu von Marwan Bishara. A 7
27.1.24 Völkermord : "Inside Story: Will Israel obey the ruling of the UN’s top court?" - Nastasya Tay spricht mit Nimer Sultany (Herausgeber des "Palestine Yearbook of International Law"), Geoffrey Robertson (Menschenrechtsanwalt) und Chris Gunness (Ex-Sprecher der UNRWA).  (NNA)*   ¤ A 29
           
28.1.24 "The Full Report - Occupied and Imprisoned" - Film von Hoda Abdel-Hamid über die willkürlichen Festnahmen, das Wegsperren ohne Gerichtsurteil, die folterartige Behandlung in israelischen Gefängnissen, welche Männer, Frauen und Kinder in Palästina durch die Besatzungstruppen erfahren. Falls jemand noch keinen Hass auf die israelischen Besatzer entwickelt hat: einfach die durchweg brutalen Bilder ansehen. Zu einem großen Teil stammen diese übrigens von israelischen Menschenrechtlern.  ¤¤ A 23
           
28.1.24 "Inside Story: Why is Benjamin Netanyahu lashing out at Egypt, Jordan and Qatar?" - Nastasya Tay spricht mit H A Hellyer (Sicherheitsexperte), Prof. Sultan Barakat (Politologe) und Akiva Eldar (israelischer Journalist und Autor).  (NNA)* A 28
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #6    
28.1.24 Völkermord : "The Listening Post": 1. Erste Einschätzungen von Tariq Nafi zum Haager Richterspruch und zu Reaktionen israelischer Medien, die den Spruch als Freibrief verstehen, mit dem Völkermord einfach weiterzumachen. 

2. Ein Video-Essay von Mohammed el Kurd (palästinensischer Schriftsteller) darüber, wie sich das Leben der Palästinenser seit dem 7.10. verändert hat.  (NNA)*

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29.1.24 "Inside Story: How will UNRWA function as more donor countries cut funding?" - Nastasya Tay spricht mit Samir Zaqout (palästinensischer Aktivist, in Gaza), Prof. Ardi Imseis (Völkerrechtler) und Raymond Johansen (Ex-Außenminister Norwegen).  Leider NNA)* A 28
           
31.1.24

Völkermord : Der UN-Sicherheitsrat berät über Folgerungen aus dem Spruch des Haager Gerichts und den drohenden Kollaps der humanitären Hilfe für die Menschen in Gaza infolge von Israels Vorwürfen gegen die UNRWA. Die Sitzung wurde bei AJE live übertragen. Hier Infos und Bericht  aus New York von James Bays, Infos aus Johannesburg von Fahmida Miller und Einschätzungen von Mark Leon Goldberg (Herausgeber UN Dispatch). Nachgetragen: ein Gespräch mit Lara Elborno (Völkerrechtlerin).

A zus.15
                 
1.2.24

Beim "auslandsjournal-extra" ein Beitrag von Michael Bewerunge darüber, daß israelische Medien nicht über die Lage der Menschen im besetzten Palästina und im bekriegten Gaza berichten. Eine Ausnahme: Gideon Levy von der Zeitung Haaretz, der einmal pro Woche ins Westjordanland fährt um über die Schikanen der Besatzer gegen die einheimische Bevölkerung zu berichten. Ein TV-Moderator sagt ganz offen, das Leid der Menschen dort interessiere die Leute in Israel nicht. Bewerunge dann noch über die ebenfalls einseitige Berichterstattung der palästinensischen Medien. Dem Sender Al Jazeera (arabische Ausgabe) wirft er Propaganda für die Hamas vor. Als einen Beleg dafür nennt er ausgerechnet, daß auch gut informierte Palästinenser die Märchen über organisierte Massenvergewaltigungen nicht glauben. Wer ist denn da nun auf Propagandalügen hereingefallen? - Trotzdem sehenswerter Beitrag.  ¤

3sat

 

7

 

2.2.24

Völkermord : "UpFront: Can South Africa’s genocide case at the ICJ stop Israel?" - Marc Lamont Hill spricht mit Südafrikas UN-Botschafter Ndumiso Ntshinga über die praktischen Folgen des Richterspruchs des ICJ für Israels Kriegsführung und u.a. auch darüber, warum Deutschland trotz seiner eigenen Völkermordgeschichte das israelische Regime weiterhin unterstützt.    (leider NNA)*  ¤¤

A 12
           
4.2.24

 

 

 

 

Völkermord : "The Listening Post"

1. Über Israels Propagandakampagne gegen die UN-Hilfsagentur für Palästina, die UNRWA. Die erfundenen Vorwürfe sollen die Weltöffentlichkeit von der Entscheidung des ICJ über Israels kriminelle Kriegsführung ablenken. Das Erstaunlichste daran ist, daß westliche Politiker und Medien solche Geschichten der israelischen Geheimdienste immer noch ernstnehmen, obwohl diese sich immer wieder als pure Desinformation erweisen. Und schon redet niemand mehr darüber, den Richterspruch umzusetzen, der fordert, einen Völkermord zu verhindern. Es ist nichts anderes als Komplizenschaft beim Völkermord. - Beitrag mit zahlreichen O-Tönen sowie Aussagen u.a. von Kenneth Roth (HRW) und Diana Buttu.  ¤¤

2. Neues über die angeblichen systematischen Vergewaltigungen durch die Hamas am 7.10. Bei der NYT wird angeblich intern heftig über einen Artikel gestritten, der die Lügenmärchen unkritisch verbreitet hatte.

3. Israels Krieg gegen Gaza zeigt überall die Grenzen der freien Meinungsäußerung auf, besonders aber in Deutschland. Die historische Schuld am Holocaust setzt sich um in die offene Unterstützung für Israel und dessen Völkermord in Gaza, mit verheerenden Folgen für den öffentlichen Diskurs. Die Medien (vor allem Springer, aber auch die ARD) geben sich alle Mühe, die Realität des Krieges von den Menschen fernzuhalten. - Geringfügig aktualisierte Neufassung des Beitrags von Johanna Huss vom 3.12.23 mit Stellungnahmen von Hanno Hauenstein, Hebh Jamal und Wieland Hoban (JVP).  ¤¤

4. Ein historischer Fun-Fact: die USA haben fast 40 Jahre gebraucht, um die Völkermordkonvention zu ratifizieren. Der Senator, der sie 1987 endlich unterzeichnet hat, war Joe Biden, derselbe, dem jetzt eine Anklage wegen Komplizenschaft beim Völkermord droht.

A

 

11

2

10

1

           
5.2.24

Bei "Spiegel-TV" eine brauchbare Sammelreportage von Adrian Altmayer. Mit der IDF in Gaza: "Wir zerstören hier alles, aus Sicherheitsgründen." - Bei den 1,3 Millionen Geflüchteten in Rafah - Am Grenzübergang Kerem Shalom. Ein General: "Es gibt keine Lebensmittelknappheit in Gaza." - Das Gesicht des Terrors: Yahyia Sinwar - Bilder und Zeugenaussagen vom Massaker im Kibbuz Kfar Aza am 7. und 8.10. - Die Geiseln der Hamas - Siedlernazis in Sderot freuen sich auf die Rückkehr nach Gaza - Terror der israelischen Besatzer in Tulkarem (besetztes Westjordanland), Gespräch mit zwei islamistischen Widerstandskämpfern - Der Kleinkrieg mit der Hisbollah an der libanesischen Grenze.  ¤

Sp-TV 25
     (Video?)    
5.2.24

Völkermord : Amnesty International verurteilt die Welle von außergesetzlichen Tötungen durch Israels Armee im besetzten Palästina. Seit 7.10. wurden dort 382 Palästinenser:innen getötet. Für den Report hat ai 20 Fälle näher untersucht und dokumentiert. ai fordert den ICC zu Ermittlungen auf. Gespräch darüber mit der Ermittlerin Budour Hassan (ai). Hassan kritisiert, daß der ICC auch in sehr eindeutigen Fällen von Kriegsverbrechen gegen Palästinenser nur sehr langsam ermittelt.  ¤

A 7
           
6.2.24

Völkermord : Israelische Soldaten haben selbst ein Foto von der Entmenschlichung und Folter eines palästinensischen Zivilisten veröffentlicht. So wie sie die ganze Zeit Videos von ihren eigenen Kriegsverbrechen hochladen (in denen sie sich häufig auf ihren "Gott" berufen). In Südafrikas Völkermordklage beim ICJ sind solche Dokumente als Hinweis auf einen genozidalen Vorsatz angeführt worden. Gespräch darüber mit Luis Moreno Ocampo (Ex-Chefankläger des ICC). Auch über die israelischen Nazis, die Hilfslieferungen nach Gaza blockieren. Moreno Ocampo sieht das alles als deutliche Hinweise auf eine genozidale Absicht. Warum der ICC noch keine Anklagen erhoben hat, sagt er leider nicht.  ¤

A 8
           
7.2.24

Völkermord : Nur bei PressTV gemeldet: Nicaragua kündigt an, Britannien, Deutschland, die Niederlande und Kanada vor dem ICJ wegen Beihilfe zu Israels Völkermord in Gaza zu verklagen. (Im Text werden Nicaragua als "zentralafrikanisches Land" und die Vier inklusive Kanada als "europäisch" bezeichnet.)  ¤

P 1
8.2.24

"Inside Story: What next for Gaza and the talks to end the war?" - Adrian Finighan spricht mit Daniel Levy, Mustafa Barghouti und Akbar Shahid Ahmed (HuffPost).  (NNA)*

A 28
           
9.2.24

"Inside Story: Why is Israel competing in European sport and Eurovision despite Gaza war?" - Adrian Finighan spricht mit Andrew Feinstein (Politiker Südafrika), Omar Barghouti (Mitbegründer der BDS-Kampagne) und Chris Rose (Amos Trust).  (NNA)*

A 28
           
9.2.24

 

 

 

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit dem früheren Chef des Mossad, Efraim Halevy. Dieser erklärt mehrfach, es gebe keine Alternative zum Krieg Israels gegen Gaza, nach dem kriegerischen Angriff der Hamas habe es keine andere Möglichkeit gegeben. Ein Gespräch mit der Hamas sei unmöglich, und wenn bei diesem Krieg tausende Zivilisten stürben, sei das eben unvermeidlich. (Damit hat er sich einen Platz auf der Anklagebank des ICC gesichert.) Soweit, so schlimm. (Ich hätte mir gewünscht, daß Lamont Hill den Faschisten fragt, wie sich so ein Denken mit dem Judentum vereinbaren lässt. Aber egal.) Wirklich bemerkenswert ist Helevys Reaktion auf die Frage, wie er zur Debatte um die Hannibal-Direktive bei Israels Armee steht. Er behauptet nicht, daß es diese Doktrin nicht gäbe, sondern er behauptet, er habe das Wort noch nie gehört und wisse überhaupt nicht, wovon der Journalist da redet.  ¤¤

Die (natürlich geheime) Direktive wurde während seiner Amtszeit erstmals eingeführt, in israelischen Zeitungen ist darüber im Laufe der Jahre immer wieder berichtet worden. Die Direktive verlangt, daß israelische Soldaten lieber sich selbst bzw. ihre Kameraden töten sollen, als daß der palästinensische Widerstand sie als Gefangene nehmen kann. Am 7.10 23. und den beiden folgenden Tagen hat die Armee die Anweisung auch auf Zivilisten ausgedehnt. Ein großer Teil (vermutlich etwa die Hälfte) der 1100 damals getöteten Israelis wurden von ihren eigenen Soldaten getötet (vor allem mit Raketen, die auf Häuser geschossen wurden.)

A

 

 

25

 

 

           
       DVD Isr./Pal. 2024 #7    
10.2.24

Azadeh Moshiri führt ein Interview mit Israels Regierungssprecher Eylon Levy. Gute kritische Fragen, denen Levy gekonnt ausweicht. Leider hakt die Fragestellerin nie nach. Aber manchmal ist ja keine Antwort auch eine Antwort. Etwa wenn auf die konkrete Frage: wohin sollen die 1,5 Millionen Menschen aus Rafah denn "evakuiert" werden? nur allgemeiner Bullshit kommt, daß die Hamas ganz schlimm und böse sei und besiegt werden müsse.  ¤   (Der Text zum YT-Video auf einem Hasbara-Kanal und die Kommentare der Israelfans dort sind wirklich lustig.)

B 12
           
10.2.24

"7th October - Israel's darkest Day" - Ein Film von Tara McDermott über den Terroranschlag. (NNA)* - Muss man nicht sehen. Wenn bereits der Titel falsch ist und im Abspann falsche Opferzahlen angegeben werden, rechne ich nicht damit, daß der Film einen Erkenntnisgewinn bringen könnte darüber, was wirklich vom 7. bis 9.10 passiert ist. Wer z.B. für hunderte verbrannte Leichen verantwortlich war. Oder wer die Vergewaltigungsgeschichten erfunden hat. Wer dafür verantwortlich war, daß die Hannibal-Direktive auf Zivilisten ausgedehnt wurde. Warum Israels Armee den Angriff der Hamas nicht verhindert hat. Oder auch nur, wieviele Hamas-Leute damals eigentlich gefangengenommen wurden.

B 25
11.2.24

Im "Listening Post": 1. Über Belege für Kriegsverbrechen, die von israelischen Soldaten täglich in den Sozialen Netzen veröffentlicht werden.

2. Über den undankbaren Job von Bidens Regierungssprecher John Kirby, der fast täglich zu israelischen Kriegsverbrechen Stellung nehmen und zugleich die andauernde Unterstützung für Israel rechtfertigen muss. Über seine Leugnung des Völkermordes wird die Geschichte urteilen.

A

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2

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11.2.24

Völkermord : Der israelische Historiker Ilan Pappe über den Einfluss von Präsident Abbas und der PA, über die ausbleibende Wirkung von Mahnungen aus den USA und Europa auf Netanjahu (er wird irgendeinen Weg finden, die Mahner zu beschwichtigen), und über Netanjahu, der diesen Krieg nur führe, um seine eigene Haut zu retten. Pappe glaubt, daß Netanjahu Rafah angreifen wird, auch wenn Ägypten die Grenze nicht öffnet und das Resultat eine riesige menschliche Katastrophe sein wird. Man hat die Palästinenser dermaßen entmenschlicht, daß das in Israel kaum noch jemanden kümmert.  ¤

A 9
           
11.2.24

Völkermord : "Talk to Al Jazeera": Jonah Hull spricht mit der UN-Beauftragten für die Freiheit der Meinungsäußerung, Irene Khan. Über eine Reihe von Themen (u.a. die Situation in Bangladesh, Gendergerechtigkeit, den Hijabzwang im Iran, den freien Zugang zum Internet und die Wahlen in Indien). Alles interessant, habe ich hier aber weggelassen. - Dann über die Rolle von Journalisten in Kriegen. Khan ist überzeugt, daß in Gaza ein Völkermord stattfindet, nicht nur ein kultureller Genozid, sondern der tatsächliche Versuch, ein Volk zu vernichten oder zu vertreiben.  ¤

A 8
           
11.2.24

Völkermord : "Inside Story: Is Israel in breach of the ruling by the International Court of Justice?" - Adrian Finighan spricht mit Yousef Hammash (Norwegian Refugee Council), Mouin Rabbani ("Jadaliyya") und Prof. Neve Gordon (Völkerrechtler).  leider NNA)*

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12.2.24

Völkermord : Yanis Varoufakis über die Verantwortung der Europäer für Jahrhunderte des Antisemitismus und für die Politik der Weißen Überlegenheit in Palästina. Die kollektive Schuld am Holocaust wird benutzt, um den Völkermord an den Palästinensern zu rechtfertigen. Wir Europäer haben das Problem geschaffen und sind jetzt dabei, es immer weiter zu verlängern, mit Waffenlieferungen an Israel. Varoufakis erklärt, daß er jede Gewalt gegen Zivilisten verurteilt, sich aber weigert, die Hamas zu verdammen, denn diese sei nur ein Symptom, nicht die Ursache. Er erinnert daran, daß der Frieden in Nordirland erst durch Gespräche mit der ("terroristischen") IRA möglich wurde. (Der Gedankengang über die Schuld der Europäer wurde bereits im Gespräch am 14.11. ausführlicher und etwas klarer entwickelt.)  ¤

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12.2.24

Völkermord : "Inside Story: Is Israel obstructing aid deliveries to Gaza?" - Zuerst ein Bericht über die Behinderung humanitärer Hilfen für Gaza durch Israel, dann ein Gespräch darüber mit Fidaa al Araj (Oxfam, in Gaza). Dann spricht Hashem Ahelbarra mit Prof. Ardi Imseis (Völkerrechtler) und Chris Gunness (Ex-Sprecher der UNRWA) darüber, wie Israel die vom ICJ gesetzten Pflichten umsetzt (überhaupt nicht), über mögliche Ermittlungen des ICC gegen israelische Kriegsverbrecher, und am Ende auch über mögliche Klagen gegen Israels internationale Komplizen.  ¤

A 28
           
13.2.24

Weitere Razzien der Besatzungstruppen in Qalqilya, Jenin, Ramallah, Bethlehem und Ost-Jerusalem. In Jenin wurden mehrere Wohnhäuser zerstört, ein Palästinenser wurde getötet, mindestens 22 gefangengenommen. - Nochmal Infos zu dem Überfall von Nazisiedlern auf das Dorf Asira al Qibliya (bei Nablus). Und ein paar Zahlen: die israelischen Behörden haben in den letzten 18 Jahren 93 Prozent der angezeigten Gewaltverbrechen von Nazisiedlern nicht verfolgt, nur in drei Prozent der Fälle gab es Verurteilungen. Allein seit Oktober hat es mindestens 516 Angriffe der Nazisiedler gegeben. - Gespräch darüber mit der israelischen Menschenrechtsanwältin Netta Amar Shiff. Israels Besatzungsverwaltung steht auf der Seite der Nazisiedler, kümmert sich nicht um israelische Gesetze, die solche Angriffe eigentlich verbieten, und erkennt die Rechte der Einheimischen nicht an.  ¤

A

 

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13.2.24

Völkermord : Südafrika hat sich erneut an den ICJ gewandt, um eine Sofortverfügung gegen Israels geplanten Einmarsch in die Flüchtlingsstadt Rafah zu erreichen. Südafrika beruft sich auf das Urteil vom 26.1., das Israel auffordert, einen Völkermord zu verhindern. Ganz offensichtlich kümmert Israel sich nicht um diese verbindliche Aufforderung. Infos aus Johannesburg von Fahmida Miller.

Gespräch darüber mit Francesca Albonese (UN-Beauftragte für die besetzten Gebiete). Israel ignoriert weiterhin das Völkerrecht und hat trotz des Richterspruchs seinen Krieg gegen die Zivilbevölkerung in Gaza fortgesetzt, zerstört dort weiterhin lebenswichtige Infrastruktur und hat seitdem mehr als 2000 Menschen getötet.  ¤

A 10
           
13.2.24

Völkermord : "Inside Story: Is Israel in breach of the ICJ’s order?" - Hashem Ahelbarra spricht mit Ahmed Abofoul (Jurist bei der Menschenrechtsorganisation Al-Haq), Kate Mackintosh (University of California, Los Angeles Law Promise Institute) und Prof. Mohammed Abu-Nimer (Friedensforscher).  leider NNA)*  ¤¤

A 27
           
14.2.24

"Inside Story: Does diplomacy stand a chance in Israel’s war on Gaza?" - Hashem Ahelbarra spricht mit Robert Geist Pinfold (Militärexperte), Hafsa Halawa (Nahostexpertin) und Omar Rahman (Nahostexperte).  (NNA)*  ¤

A 27
           
14.2.24

Das Theaterstück "Wie bleibe ich nach einem Massaker humanistisch?" der israelischen Autorin Maya Arad Yasur und der Regisseurin Sapir Heller behandelt mögliche Reaktionen auf den Überfall der Hamas vom 7.10. Es wird in vielen deutschen und europäischen Theatern gezeigt und führt zu Diskussionen. Bericht von Uri Schneider.

arj 3
14.2.24

Völkermord : Angehörige der von der Hamas entführten Geiseln haben beim ICC Klagen gegen die Anführer der Hamas eingereicht. Sie werfen ihnen nicht nur Kriegsverbrechen vor, sondern auch Menschheitsverbrechen und Völkermord, und beziehen sich nicht nur auf reale Verbrechen am 7.10. (Morde und Entführungen) sondern auch auf erfundene ("Vergewaltigungen"). Bei CNN berichtet Jeremy Diamond aus Den Haag, auch bei arte ein Bericht. Welche Personen genau verklagt werden, wird leider nicht erwähnt, und auch nicht, warum man nicht die konkreten Täter verklagt. (Weil diese längst von Israels Armee ermordet wurden?) Und vor allem: warum man damit jetzt ankommt, nachdem Israel aus Rache 30.000 Menschen getötet hat. Hätte man diese Klagen eingereicht anstatt einen Krieg anzufangen und Gaza in Grund und Boden zu stampfen, hätte man die ganze Welt auf seiner Seite gehabt und sicher auch das Gericht.

C,arj,NC zus.5
15.2.24

"Inside Story: Is the starvation of civilians being used by Israel as a weapon of war?" - Hashem Ahelbarra spricht mit Fidaa Al Araj (Oxfam, in Gaza), Donatella Rovera (Amnesty International) und Dr. Omar Abdel Mannan (Neurologe, Health Workers of Palestine).  (NNA)*  ¤

A 28
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #8    
15.2.24

"The Stream": Anelise Borges spricht mit Roger Waters, über sein politisches Engagement, über Israels Krieg gegen Gaza, der nicht am 7.10. begann sondern im 19. Jahrhundert, und über die Angriffe von Faschisten, die jeden als "Antisemiten" verleumden, der sich für die universellen Menschenrechte einsetzt. Ergreifend sein Appell am Schluss: man kann die Welt nicht beherrschen. Man muss sie lieben und respektieren, und vor allem: wir müssen sie teilen mit unseren Brüdern und Schwestern.  ¤¤

A 25
           
16.2.24

"Inside Story: How likely is a regional conflict in the Middle East?" - Adrian Finighan spricht mit Elijah Magnier (Nahostexperte), Hala Jaber (Journalistin, Autorin von "Hezbollah: Born With A Vengeance") und Prof. Gilbert Achcar (Politologe).  (NNA)*   ¤

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16.2.24

Ein Beitrag von Jeremy Diamond über Videos von israelischen Kriegsverbrechen in Gaza, die die Täter, israelische Soldaten, selbst anfertigen und über Soziale Medien veröffentlichen, meist auf rechtsextremen Kanälen.  ¤

C 3
           
16.2.24

Völkermord : Der ICJ hat Südafrikas Forderung nach weiteren Sofortmaßnahmen zur Beendigung des Völkermordes in Gaza zurückgewiesen, aber Israel nochmal daran erinnert, daß es verpflichtet ist, selbst Maßnahmen zu ergreifen um einen Völkermord zu verhindern. Erläuterungen und Einschätzungen dazu von Kenneth Roth (HRW). Israels Politiker haben seit dem Urteil des ICJ ihre öffentlichen Genozidaufrufe beendet, aber der Massenmord geht weiter.  ¤

A 8
           
16.2.24

Völkermord : Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit dem Menschenrechtsanwalt und zurückgetretenen Direktor des UN-Büros für Menschenrechte, Craig Mokhiber, über die Weigerung der westlichen Staaten, Israels Völkermord in Gaza aufzuhalten, über das Versagen der UN bei der Durchsetzung des Völkerrechts, die Notwendigkeit, die Dinge beim Namen zu nennen, die Pflicht Völkermorde zu verhindern. "Die Frage, ob es sich in Gaza um einen Völkermord handelt, ist gar nicht so komplex. Die UN reden über humanitäre Hilfe und Waffenstillstand, aber sie weigern sich, über die Ursachen zu reden, über Siedlerkolonialismus und Apartheid. Die einzige Lösung des Konflikts ist eine Situation mit gleichen Rechten für Alle." "Wenn die politische und militärische Führung Israels ganz offen immer wieder ihre Absicht zum Völkermord verkündet, muss man sie beim Wort nehmen. Es ist nicht kompliziert, es ist Völkermord."   ¤¤

A 14
           
18.2.24

"Inside Story: Can Benjamin Netanyahu resist the revolt against his leadership?" - Adrian Finighan spricht mit Oren Ziv (Journalist, "+972"), Thabet Abu Rass (Abraham Initiatives) und Akiva Eldar (Journalist, "Haaretz").   (NNA)*  ¤

A 28
           
18.2.24

Im "Listening Post": Über das Konzentrationslager Rafah. - Über "lustige" Videos von israelischen Kriegsverbrechern. - beides leider NNA)*  ¤

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18.2.24

Über zwei israelisch-palästinensische Spielfilme auf der Berlinale. Einmal "Shikun" des israelischen Regisseurs Amos Gitai, ein surreales Märchen über die Intoleranz und ihre Folgen, und dann "No other Land" von Basel Adra und Yuval Abraham, über die Realität der illegalen israelischen Besatzung in einem Dorf bei Hebron. Bei der Premiere gab es im Publikum Rufe wie "Free Palestine" und "From the river to the sea". Der Bericht nennt das "die bekannten antisemitischen Parolen".  ¤

ttt 5
18.2.24

Völkermord : Der ICJ beginnt morgen mit einer seit Jahren vorbereiteten Anhörung zu Israels illegaler Besatzung Palästinas. Vorbericht von Bernard Smith.

Bei CNN dazu nur ein Satz. Dann ein Bericht von Jeremy Diamond über die Klage vor dem ICC von Angehörigen von Hamas-Geiseln gegen die Führung der Hamas.

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19.2.24

 

 

 

Erster Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. Bei AJE komplett live.  (Auf Original-HDD.) Am ersten Tag haben Vertreter Palästinas das Wort. Israel nimmt nicht teil.  ¤¤

Liste der Sprecher: Nawaf Salam (Vorsitzender Richter), Riyad Maliki (Außenminister Palästina), Prof. Andreas Zimmerman (Völkerrechtler), Paul Reichler (Anwalt für Palästina), Namira Negm ( (Anwältin für Palästina), Prof. Philippe Sands  (Anwalt für Palästina), Alain Pellet (Anwalt für Palästina) und Riyad Mansour (UN-Botschafter Palästina). 

In der Pause und hinterher Gespräche mit Muhammad Daleh (palästinensischer Anwalt), Marwan Bishara (AJE), Michael Lynk (Ex-UN-Berichterstatter für Menschenrechte) und Daniel Levy (US Middle East Project).  - Berichterstatter in Den Haag: Bernard Smith.   

Extra, auf DVD: Der Beitrag von Prof. Philippe Sands.  ¤¤

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19.2.24

Zusammenfassende Berichte über die Anhörung. Bei AJE berichtet Step Vaessen aus Den Haag. Bei CNN ein Gespräch mit Südafrikas Justizminister Ronald Lamola¤¤

Bei AJE ist das Verfahren Hauptthema des Tages, bei BBC und CNN läuft es nur am Rand. Berichte auf deutsch nur bei arte und beim Alibisender TS24. Der Bericht bei arte ist gut, der bei TS24 vermeidet das Wort "Palästina" und nennt Israels Nazisiedler "jüdisch". Bei ARD und ZDF nichts, bei ntv und "Welt" schon gar nichts.

A,B,C,arj,TS24 zus.18
           
19.2.24

"Inside Story: Does Israel care about international justice?" - Adrian Finighan spricht zuerst mit Riyad Maliki (Außenminister Palästina), und dann mit Ardi Imseis (Jurist), Nour Odeh (Expertin) und Prof. Mehran Kamrava (Politologe).  (NNA)*

A 28
           
20.2.24

Zweiter Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. AJE überträgt etwa die Hälfte der Sitzung live.  (Auf Original-HDD.)   ¤¤

Nachdem am ersten Tag Vertreter Palästinas die Klage begründet haben, legen nun nacheinander 51 Staaten ihren Standpunkt dar. Heute die ersten zehn Stellungnahmen. AJE bringt die Stellungnahmen der Vertreterinnen von Südafrika, Algerien, Saudi-Barbarien und den Niederlanden. In der Pause Einschätzungen von Marwan Bishara. Berichterstatterin in Den Haag: Step Vaessen.

A zus.131
           
20.2.24

Außer AJE (und PressTV) hat heute kein Sender über das Verfahren berichtet. 

Bei AJE zwei zusammenfassende Berichte von Step Vaessen und Bernard Smith, beide mit längeren O-Tönen, und ein Beitrag von Fahmida Miller über die jahrzehntelange Unterstützung Südafrikas für die Sache Palästinas.  ¤

A zus.11
           
20.2.24

Walter Issacson ("Amanpour") spricht mit dem Herausgeber von "Haaretz", Aluf Benn, der in Netanjahus Krieg gegen Gaza einen Schritt zur Selbstzerstörung Israels sieht. Spannend, leider NNA)*  ¤

C 17
           
21.2.24

Dritter Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. AJE überträgt nur noch einen Teil der Sitzung live.  (Auf Original-HDD.)   ¤¤

Live die Stellungnahmen von Richard Visek (USA) und Vladimir Tarabrin (Russland). Außerdem Infos aus Den Haag von Bernard Smith, und Einschätzungen von Vyacheslav Matuzov (russischer Ex-Diplomat) und Prof. Wadil Said (Völkerrechtler) sowie Marwan Bishara.

A 79
                 
       DVD Isr./Pal. 2024 #9    
21.2.24

Der US-Vertreter fordert den ICJ auf, keinen sofortigen Abzug Israels aus dem besetzten Palästina zu verfügen, weil dadurch Israels Sicherheit bedroht werde. Recht vernünftige Ansagen hingegen von Russlands Vertreter. Zusammenfassung der heutigen Verhandlung von Step Vaessen, und Einschätzungen von Noura Erekat (Menschenrechtsanwältin). - Außer bei AJE nur bei CNN ein paar Infos.  ¤

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21.2.24

"Inside Story: Can Israel be stopped from using starvation as a weapon of war?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Shaina Low (Norwegian Refugee Council), Nebal Farsakh (Palästinensischer Roter Halbmond) und Sara Pantuliano (Thinktank ODI).  (NNA)*

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22.2.24

Vierter Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. AJE überträgt nur noch Teile der Sitzung live.  (Auf Original-HDD.)   ¤¤

Live die Stellungnahmen der Vertreter von China, Iran, Irland, Jordanien und Libanon. Außerdem Infos aus Den Haag von Step Vaessen, und Einschätzungen von Prof. Alanna O'Malley (Historikerin) sowie Marwan Bishara.

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22.2.24

Zusammenfassung des vierten Tages von Bernard Smith. Inzwischen haben dutzende Länder festgestellt, daß Israel absichtlich die Selbstbestimmung Palästinas verhindert, indem es Teile der Westbank kolonisiert. Mehrfach wurde das Widerstandsrecht der Palästinenser betont. Irland hat das Argument der USA von Israels "Sicherheitsgründen" ausdrücklich zurückgewiesen. "Wenn die Sicherheit eines Volkes nur durch die Besetzung des Gebietes eines anderen Volkes über viele Jahre erreicht werden kann, muss man fragen, ob es für dieses angebliche Problem eine militärische Lösung geben kann." - Außer AJE hat nur CNN heute berichtet, aber nur kurz.  ¤¤

A,C zus.4
           
22.2.24

"Inside Story: How does humanitarian assistance enter Gaza?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Prof. Andreas Krieg (Militärexperte), Sarah Davies (Sprecherin des Roten Kreuzes für Israel und die besetzten Gebiete) und Raymond Johansen (Norwegian People’s Aid, Ex-Außenminister).  (NNA)*

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23.2.24

Fünfter Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. AJE überträgt nur noch Teile der Sitzung live.  (Auf Original-HDD.)   ¤¤

Live die Stellungnahmen der Vertreter von Katar und Britannien. Außerdem Infos aus Den Haag von Bernard Smith, und Einschätzungen von Mohamad Elmasry und Prof. Sultan Barakat, sowie Marwan Bishara.

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23.2.24

Zusammenfassung des Tages von Bernard Smith. Katar nennt die Besatzung Palästinas eine Bedrohung der internationalen Sicherheit. Britannien fordert ein sofortiges Ende der Kämpfe in Gaza als Voraussetzung eines dauerhaften Waffenstillstands. - Außer AJE hat heute kein Sender berichtet.

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23.2.24

"Palestine: Transfer" - Film von Mariam Shanin und George Azar über Israels Pläne zur Vertreibung der Palästinenser sowohl aus Gaza als auch aus der Westbank, aktuell und seit der Nakba. U.a. mit den Historikern Prof. Ilan Pappe und Prof. Issam Nassar. (P+P)  - Leider NNA)*  ¤¤

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23.2.24

Völkermord : In Deutschland hat eine Gruppe von Anwälten in Vertretung von zwei palästinensischen Familien Anzeige gegen Teile der Bundesregierung erstattet, wegen Unterstützung und Begünstigung des Völkermordes von Israel in Gaza. Infos aus Berlin von Dominic Kane. Bei deutschen Sendern nichts darüber.  ¤

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23.2.24

Völkermord : Abby Phillip spricht mit Michael Moore über Bidens Unterstützung für den Völkermörder Netanjahu, die Biden mindestens die Wiederwahl kosten wird. Netanjahu benutzt die Erinnerung an den Holocaust, um seinen eigenen Völkermord zu rechtfertigen, mit dem er die Gerichtsverfahren gegen sich hinausschiebt.  ¤

A 8
25.2.24

In der Sendung "Palestine declassified" bei PressTV Infos über die jüdische Sekte der "Chabad Lubavitch" und ihren Einfluss auf israelische Politiker und besonders auf Israels Nazisiedler. Daß es innerhalb der Sekte sehr verschiedene Strömungen gibt, wird nicht erwähnt, stattdessen die tatsächlich vorhandenen zionistisch-faschistisch-genozidalen Elemente verallgemeinert. Chris Williamson spricht darüber mit David Miller und Ammar Kazmi.

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25.2.24

Im "Listening Post" ein kurzer Beitrag über zwei Dokumentationen im israelischen TV in dieser Woche, die über die Folter von palästinensischen Gefangenen berichten, allerdings nicht kritisch, sondern affirmativ. Die Dokus bestätigen die Aussagen von freigelassenen Gefangenen darüber.

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25.2.24

Völkermord : Michael Holmes spricht mit Yousif Al-Daffale (Experte) über die absichtliche Zerstörung von Kulturschätzen durch Israels Armee in Gaza. Seit dem 7.10. wurden mehr als 200 historische Bauwerke zerstört, darunter Museen mit unwiederbringlichen uralten Dokumenten.  ¤

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26.2.24

Sechster (und letzter) Tag der Anhörung vor dem ICJ (IGH) in Den Haag über die Rechtmäßigkeit der Besatzung Palästinas durch Israel. AJE überträgt den größten Teil der Sitzung live.  (Auf Original-HDD.)   ¤¤

Live die Stellungnahmen der Vertreter der Türkei, der Arabischen Liga, der OIC und der AU. Außerdem Infos aus Den Haag von Bernard Smith, und Einschätzungen von Tamer Qarmout, Prof. Victor Kattan (Völkerrechtler), sowie Marwan Bishara.

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26.2.24

Zusammenfassung des Tages und des gesamten Verfahrens beim ICJ von Bernard Smith. Fast alle Teilnehmer waren sich einig, daß Israels Besatzung Palästinas illegal ist. Nur die USA haben sich gegen einen Abzug der israelischen Truppen ausgesprochen. - Infos aus Den Haag außer bei AJE nur noch bei der BBC. 

Gespräch mit der südafrikanischen Menschenrechtsaktivistin Mungi Ngomane (Enkelin von Desmond Tutu) über Südafrikas Solidarität mit den Palästinensern und die Unterstützung für Israels Apartheidregime durch dieselben Länder, die auch Südafrikas Apartheidregime unterstützt haben.  ¤

A,B

 

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26.2.24

Yalda Hakim spricht mit dem israelischen Historiker und Philosophen Yuval Noah Harari über mögliche Folgen des Krieges gegen Gaza. (NNA)*  ¤

Sky 7
         
26.2.24

Bericht von Harry Fawcett über den israelischen Science-Fiction-Film "Lyd", der eine alternative Geschichte der Levante erzählt, in der es nie eine Nakba und eine Besatzung gegeben hat und es dort (im heutigen Israel-Palästina-Jordanien-Syrien) einen gemeinsamen demokratischen Staat für alle Konfessionen gibt. Bis heute finden dort Juden Zuflucht, die vor dem Antisemitismus in Europa flüchten. Ausschnitte aus einem Gespräch mit den Regisseurinnen Rami Younis und Sarah Ema Friedman.  ¤

A 3
         
26.2.24

Völkermord : Noch ein Bericht über Israels kulturellen Genozid in Gaza, die gezielte Zerstörung aller Bildungs- und Kulturstätten und Moscheen.  ¤

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27.2.24

 

 

 

 

"Re: Ein palästinensisches Dorf kämpft um seine Zukunft" - Reportage von Vanessa Schlesier  (NNA)*   ¤¤ 

Text von arte: "Farkha im Westjordanland ist ein palästinensisches Ausnahmedorf: Die Einwohner*innen betreiben biologische Landwirtschaft, haben feministische Ideale und pflegen im Dorfrat Basisdemokratie. Sie möchten unabhängig sein von Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde. Doch in diesem unsicheren Teil der Welt ist das schwierig – erst recht seit dem 7. Oktober 2023.
Farkha mit seinen knapp 1.800 Einwohnern liegt idyllisch auf einem Hügel, 40 Minuten von Ramallah entfernt. Mitten in der konservativen palästinensischen Landbevölkerung haben sie hier eine Vision in die Tat umgesetzt: Regelmäßige Wahlen und Teilhabe der Bevölkerung an politischen Entscheidungsprozessen, Solidarität und Selbstversorgung sowie Gleichberechtigung der Frauen.
Ein Dorf voll ungewöhnlicher Menschen: Da ist Mai, die als Anwaltsgehilfin arbeitet und mit ihrer Mutter einen kleinen Catering-Dienst aufgebaut hat. Nebenbei unterstützt sie auch noch Farkhas Frauen-Kooperative, die ihre traditionellen palästinensischen Lebensmittel bis nach Ramallah und Jerusalem vertreibt. Mai ist 38 Jahre alt und unverheiratet, was hier auf dem Land eher ungewöhnlich ist. Aber eben nicht in Farkha.
Mustafa, 33, ist seit drei Jahren der Bürgermeister des Dorfs. Er stammt aus einer progressiven Familie mit kommunistischen Idealen und ist eine der Triebfedern von Farkhas Entwicklung. Ständig löst er irgendein Problem, organisiert Hilfe für die Einwohner oder leitet die Sitzungen des Dorfrats. Jetzt aber ist er mit einer der größten Herausforderungen in der Geschichte des Dorfes konfrontiert: Vor den Toren Farkhas haben israelische Siedler im Oktober 2023 eine Straße gebaut – dort, wo sich zahlreiche Olivenhaine des Dorfes befinden. Die Bewohner erzählen, sie seien bei der Ernte von Siedlern bedroht worden. Und sie haben Angst, dass das nur der Anfang sein könnte. Denn gegenüber von Farkha liegt die Siedlung Ariel, mit 20.000 Einwohnern die viertgrößte Siedlung im Westjordanland."

arte

 

 

 

 

30

 

 

 

 

           
28.2.24

Beitrag von Uri Schneider über das neue Buch von Moshe Zimmermann: "Niemals Frieden? Israel am Scheideweg". Zimmermann stellt fest, daß das Versprechen der Zionisten, den Juden einen sicheren Ort anzubieten, mit dem 7.10. endgültig gestorben ist. Den Terrorangriff sieht er klar als Folge der Machpolitik der rechtsextremen israelischen Führung gegenüber den Palästinensern. Trotzdem hofft Zimmermann immer noch auf eine Zwei-Staaten-Lösung, auch wenn er zugibt, daß diese kaum noch denkbar erscheint. Im Beitrag geht Einiges durcheinander (u.a. wird der Völkermord in Gaza geleugnet und der Vorwurf als "antisemitisch" diffamiert), wobei unklar ist, ob das an Zimmermann oder an Schneider oder an der "kulturzeit"-Redaktion liegt. Vermutlich Letzteres.

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29.2.24

Bei CNN fasst Abby Phillip den Erkenntnisstand über das Massaker auf der Al Rashid Street zusammen ("Anatomy of a Catastrophe") und spricht dann mit Mehdi Hasan über die offensichtlichen Lügen, die Israels Armee darüber verbreitet. In einer normalen Welt und in jedem anderen Konflikt wäre dies ein Kippunkt. Es ist bizarr und unerklärbar, daß Biden mit seiner Unterstützung für Netanjahu und seine Faschisten einen Wahlsieg für Trump riskiert und damit den Untergang der Demokratie in den USA.  ¤¤

C 12
1.3.24

"UpFront": Marc Lamont Hill spricht mit dem israelischen Parlamentsabgeordneten Ofer Cassif über das extrem repressive Klima in Israel. Nachdem Cassif Südafrikas Völkermordklage unterstützte, wurde ihm "Verrat" vorgeworfen, und man hat versucht, ihn aus dem Parlament zu werfen. Cassif sagt, Israel stehe an der Schwelle zu einer faschistischen Diktatur. (leider nicht komplett gesehen.)  ¤

A 9
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #10    
1.3.24

Brasiliens Präsident Lula verurteilt die Gleichgültigkeit der Welt gegenüber der kollektiven Bestrafung des Volkes von Gaza durch Israel. - 200 Parlamentsabgeordnete aus 13 Ländern (u.a. Jeremy Corbyn und Rashida Tlaib, aus Deutschland ein paar Abgeordnete des BSW) fordern in einem Offenen Brief, alle Rüstungslieferungen an Israel zu stoppen. Infos dazu vom belgischen Abgeordneten Simon Moutquin¤

A 9
1.3.24

 

Cècile Schortmann redet kompletten Stuss über das Massaker auf der Al Rashid Street, dann ein ansatzweise sinnvoller Beitrag dazu, mit ein paar diffusen Andeutungen, daß das alles geschichtliche Ursachen hat. Dann spricht Schortmann mit Nadine Sayegh (Autorin von "Orangen aus Jaffa" und Mitglied bei der jüdisch-arabischen Friedensgruppe "Standing Together Vienna"). Sie beschreibt das Massaker als eine gezielt gestellte Falle (gemeint: durch die israelischen Truppen, was sie aber leider nicht sagt. So versteht das hier leider niemand.) Sie erinnert an die mehr als 30.000 Toten, und weil Schortmann das in Zweifel zieht: "das sind keine Phantasiezahlen." Bei den Österreichern beobachtet sie eine Furcht davor, Empathie mit den Palästinensern zu zeigen, weil sie Angst haben, des "Antisemitismus" bezichtigt zu werden. Sie erinnert an Desmond Tutus Ausspruch: Wenn man in einer Situation des Unrechts nicht klar Position ergreift, macht man sich mitschuldig.  ¤

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3.3.24

Alle vorhandenen Informationen über das Massaker auf der Al Rashid Street (Videos, Zeugenaussagen, die Art der Verletzungen) belegen eindeutig, daß es sich um ein absichtliches Massaker durch israelische Soldaten handelt. Der Grund für ihr Verhalten ist weiter unbekannt, von israelischer Seite gibt es keine Information über die Täter. Stattdessen von verschiedenen Sprechern verschieden Variationen, die sich alle gegenseitig widersprechen, aber sich einig sind, 118 Palästinenser hätten sich irgendwie selbst umgebracht. Diese verschiedenen zynischen Märchen nochmal als Zitate, und Einschätzungen dazu von Donatella Rovera (ai), Prof. Mohamad Elmasry und Antony Loewenstein¤¤

A zus.21
           
3.3.24

Michael Holmes spricht mit Antony Loewenstein über die dramatisch angewachsene Gewalt von Israels Nazisiedlern gegen Palästinenser. Inzwischen tragen viele der Nazis Armeeuniformen und es gibt im Verhalten keinen Unterschied mehr. Israel hat trotz einer Armee von Internettrollen, die nichts tun als Desinformation zu streuen, den Informationskrieg längst verloren. Außerdem über die gefährliche Zunahme des Antisemitismus, und zwar gerade als Folge der zionistischen Propaganda, die die Kritik, besonders von Juden, an Israels Verbrechen als "antisemitisch" diffamiert.  ¤¤

C 5
3.3.24

Der "Take" von Fareed Zakaria ("GPS"): Bidens Israelpolitik ist komplett gescheitert. Israel hat keine der amerikanischen Ermahnungen beachtet, Zivilisten zu verschonen, Rafah nicht zu bombardieren, die Hilfslieferungen nach Gaza nicht zu blockieren etc. Bidens hilflose Kommentare zeigen seine Schwäche und Passivität. "Bibi" hat Biden vollständig ausgetrickst, ausmanövriert und in die Ecke gespielt. Israel erklärt, es wolle die Hamas vollständig zerstören. Man kann die Hamas aber nicht ausrotten, denn sie ist eine Idee, die Idee, daß man die israelische Besatzung nur mit bewaffnetem Widerstand loswerden kann. Um diese Idee zu besiegen, braucht man eine bessere Idee: daß gewaltlose Aktion und Kooperation zu einem besseren Leben führen können. Das sollte Biden den Israelis sagen. Dazu auch Zakarias Kolumne in der WaPo. ¤

C 6
3.3.24

Fareed Zakaria spricht mit Israels Ex-Premier Ehud Olmert, der erklärt, daß es Netanjahus Ziel sei, die ganze Region in einem nuklearen Armageddon versinken zu lassen. Der Krieg gegen Gaza sei für "eine Gruppe von messianischen jüdischen Israelis" nur der erste Schritt dorthin. Die fünf Millionen Palästinenser kommen in den Plänen dieser Leute nicht vor.  ¤

C 10
3.3.24

 

The Listening Post":

1. Über die "New York Times" und ihre Schwierigkeiten, israelische Propagandalügen zu erkennen. U.a. bei der Greuelpropaganda über angebliche "Vergewaltigungen am 7.10."  (leider NNA!)*  ¤¤

2. Über den offenen (und teilweise sehr lächerlichen) Antisemitismus der deutschen Medien gegen den israelischen Filmemacher Yuval Abraham wegen dessen Rede bei der Berlinale.  ¤

3. Über den Berg von Videos israelischer Soldaten, die nicht nur ihre eigenen Kriegsverbrechen dokumentieren, sondern damit ganz offen Völkermordpropaganda verbreiten.  ¤¤

4. Über einen Offenen Brief internationaler Journalisten, die von Israel und Ägypten Zutritt nach Gaza verlangen.

A 11

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3.3.24

Völkermord : In Australien verlangen Menschenrechtler, den israelischen Ex-General Doron Almog auszuweisen oder vor Gericht anzuklagen. Almog war zwischen 2001 und 2003 für mehrere Massaker und andere Kriegsverbrechen in Gaza verantwortlich. Er ist zur Zeit in Australien auf einer Propagandatour für den Völkermord in Gaza. Erläuterungen von der Völkerrechtlerin Rawan Arraf.

A 5
5.3.24

Christiane Amanpour spricht mit Oren Persico (israelischer Journalist bei "The Seventh Eye") und Dalia Hatuqa (unabhängige palästinensische Journalistin), darüber, was beide Seiten von der jeweils anderen in ihren Medien meist nicht erfahren. U.a. über die Vorwürfe wegen sexueller Gewalt sowohl durch Hamas-Männer als auch israelische Soldaten. (NNA)*  ¤

C 16
     (Video?)    
5.3.24

Bei "Markus Lanz" sehr hilfreiche und differenzierte Erläuterungen von Kristin Helberg, ergänzt von Roderich Kiesewetter (CDU). Eher unerheblich die Anmerkungen des Palästinensers Abed Hassan, während der Nazipropagandist Philipp Peyman Engel ("Jüdische Allgemeine") angesichts von Helbergs fundierten Argumenten hoffnungslos verloren ist - das gibt Taschengeldabzug.  ¤¤

ZDF 56
           
6.3.24

Christiane Amanpour spricht mit Sophia Scott und Arab Barghouti. Scott ist Autorin einer Dokumentarfilms ("Tomorrow's Freedom") über Marwan Barghouti, Palästinas möglichem Präsidenten, der seit 20 Jahren von Israel eingesperrt wird, Arab Barghouti ist dessen Sohn.  ¤

C 16
     (Video?)    
6.3.24

Völkermord : Südafrika hat beim ICJ einen Eilantrag gestellt, Maßnahmen gegen Israel zu ergreifen, weil es die am 26.1. verfügten Sofortmaßnahmen zur Verhinderung eines Völkermordes permanent ignoriert und insbesondere das Aushungern der Bevölkerung in Gaza fortsetzt. Erläuterungen dazu vom Völkerrechtler und Menschenrechtsanwalt Jonathan Kuttab¤

Einschätzungen dazu auch von Marwan Bishara.

A

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7.3.24

Völkermord : "Forensic Architecture" hat die "Beweisfotos" untersucht, die Israel dem ICJ zu Südafrikas Völkermordklage vorgelegt hat um angebliche Kriegsverbrechen der Hamas zu belegen. Einige davon sind offenbar falsch und zeigen nicht das, was Israel behauptet. Beitrag von Charles Stratford.  ¤

A 3
7.3.24

Völkermord : Seit dem 7.10.hat Israel in Gaza und der Westbank mehr als 200 Lehrer und Professoren getötet. Zugleich wurden in Gaza praktisch sämtliche Gebäude von Schulen und Universitäten zerstört, offenbar in einem Krieg gegen das palästinensische Bildungssystem. Im besetzten Palästina gibt es an den Universitäten immer wieder Razzien und Massenfestnahmen von Studentinnen. Bericht aus Ramallah von Zein Basravi.  ¤

A 3
           
9.3.24

In der Sendung "Unspun World" von John Simpson spricht der Jerusalem-Korrespondent Fergal Keane über die Arbeit im besetzten Palästina und die Zusammenarbeit mit einheimischen Reportern in Gaza, von denen die meisten Bilder des Krieges stammen.

B 7
       DVD Isr./Pal. 2024 #11    
10.3.24

 

AJE hat endlich mal etwas genauer untersucht, was am 7.10. wirklich geschehen ist. Morgen Übermorgen (am 20.3. dann wirklich) gibt es dazu eine einstündige Doku. Heute bereits ein paar Auszüge. Es ist vollkommen unklar, wieviele der Todesopfer von der Hamas umgebracht wurden und wieviele von israelischen Truppen im Sinne der Hannibal-Direktive, die vorschreibt, lieber eigene Soldaten (und hier erstmals auch eigene Zivilisten) zu töten als zuzulassen, daß der Feind Geiseln mitnehmen kann. In einigen Fällen ist dies nun nachgewiesen worden, mit forensischen Methoden sowie Zeugenaussagen, u.a. von israelischen Hubschrauberpiloten. Bislang kann man in mindestens 39 Fällen davon ausgehen, daß israelische Zivilisten von israelischen Soldaten getötet wurden. Die Zahl ist aber möglicherweise wesentlich größer. - Hintergrundinfos und Einschätzungen dazu von Ahmed Shihab-Eldin (unabhängiger Journalist), Omar Rahman (Experte) und Justin Schlosberg (Institute for Journalism and social change). Alles was Justin Schlosberg sagt, ist essentiell, und sämtliche Journalisten sollten sich das ganz dick hinter die Ohren schreiben.  ¤¤

A

 

zus.18

 

           
11.3.24 Noch ein Beitrag über die israelischen Propagandalügen über die Ereignisse des 7.10. Der Beitrag weist deutlich darauf hin, daß es unstrittig ist, daß die Hamas an diesem Tag zahlreiche Kriegsverbrechen begangen hat, speziell das Massaker auf dem Musikfestival. Es geht um Lügenerzählungen, die auch u.a. vom US-Außenminister verbreitet wurden, über erfundene bzw. grotesk übertriebene Verbrechen. ("40 geköpfte Babys" z.B. Es kamen genau zwei Babys zu Tode, beide wurden weder geköpft noch verbrannt.)  ¤¤  A  3 
20.3.24 "Ocober 7" - Die bereits letzte Woche (siehe 10.3.) angekündigte Doku über die Ereignisse des 7.10.23. Die erste umfassende Doku darüber, die überhaupt bei irgendeinem Sender gezeigt wird. Darin werden einerseits die Verbrechen der Hamas unverblümt geschildert, andererseits die Propagandamärchen des israelischen Regimes entlarvt und versucht, herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Was in vielen Punkten allerdings unmöglich ist, und wohl auch für immer unmöglich bleiben wird, dank Zerstörung aller Spuren durch Israels Armee und dadurch, daß Israel sämtliche Täter umbringt, statt sie vor Gericht zu bringen. (Aufklärung könnte vielleicht ein Prozess gegen Israels Regime vor dem ICC bringen.) - Dringend und absolut sehenswert!  ¤¤¤    A 47
           
10.3.24

"Inside Story: Are US and EU plans to send supplies to Gaza credible?" - Hashem Ahelbarra spricht mit Mansour Shouman (Nothelfer), Dr. Mads Gilbert (Notfallmediziner, beide waren kürzlich in Gaza) und Marwan Bishara (Kommentator bei AJE).   (NNA)*   ¤

A 28
           
10.3.24

 

 

 

 

Völkermord : "The Listening Post": 1. Über die Ablenkung von Israels Völkermord in Gaza durch das Theater um Hilfslieferungen aus der Luft und übers Meer - während man weiter Bomben an Israel liefert und Israel hungernde Menschen massakriert. Nach dem "Mehl-Massaker" auf der Al Rashid Street haben internationale Medien die lächerlichen Lügen der israelischen Propaganda nacherzählt. Dank der sozialen Medien verfangen diese Lügen aber kaum noch. "Israel wird für alle Zeiten mit dem Makel des Genozids befleckt sein." (Mouin Rabbani) Trotz Israels Versuchen, Journalisten aus Gaza fernzuhalten, ist noch nie ein Völkermord so ausführlich und in Echtzeit für die ganze Welt sichtbar gewesen.  ¤¤

2. Über Journalisten in Ägypten, die gegen die Gleichgültigkeit und Ignoranz des Sisi-Regimes gegenüber Israels Völkermord protestieren,

3. Der palästinensische Historiker Jehad Abusalim über Israels gezielten genozidalen Angriff auf die palästinensische Geschichte und Kultur. Dies ist kein normaler Krieg sondern ein Vernichtungskrieg gegen die Grundlagen der palästinensischen Gesellschaft.  - Möglicherweise der wichtigste Beitrag überhaupt über diesen Krieg.  ¤¤¤

4. Die israelischen Anschuldigungen gegen UNRWA, die von westlichen Medien kritiklos nacherzählt wurden, sind weitgehend in sich zusammengebrochen. Die Art, wie darüber berichtet wurde, wird schwer auf dem Gewissen der Journalisten liegen - jedenfalls sollte es das tun.  ¤

A 12

 

 

2

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1

                 
11.3.24

"Balfour: Seeds of Discord" - Geschichtsdoku von Mohammed Salameh über den britischen Antisemiten A.J. Balfour und die Entstehung der Balfour-Deklaration (1917), mit der man die europäischen Juden loswerden wollte, indem man ihnen eine "neue Heimstatt" in Palästina anbot. Mit den bekannten Folgen.  ¤¤ 

A 49
           
11.3.24

Bei der Oscar-Verleihung in Hollywood ist der Holocaust-Film "The Zone of Interest", als bester Auslandsfilm ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede zieht der (jüdische) Regisseur Jonathan Glazer eine Parallele vom Horror der Vergangenheit zu dem der Gegenwart und verurteilt Israels Besatzung Palästinas, die zu so viele Konflikten führt. Großer Beifall des Publikums dafür. Nur bei AJE wird dieser Moment thematisiert, bei der BBC gibt es immerhin einen kurzen OT. Bei sämtlichen deutschen Berichten, die ansonsten jedes Tralala der Veranstaltung würdigen, kein Wort dazu. Als hätten sich alle verabredet, nach ihrer Blamage mit der Berlinale diesmal den "antisemitischen Vorfall" einfach totzuschweigen. Nur die "kulturzeit" bringt den Ausschnitt, ohne darauf aber weiter einzugehen. (In anderen Medien wird der jüdische Regisseur später als Antisemit beschimpft.)

A,B,ktzt zus.4
           
12.3.24

Völkermord : Mehrere israelische Menschenrechtsorganisationen fordern in einem Offenen Brief Israels Regierung und Militär auf, sich an die vom ICJ auferlegten Maßnahmen zur Verhinderung eines Völkermordes zu halten. Infos aus Ost-Jerusalem von Willem Marx, und Erläuterungen von Guy Shalev (Physicians for human rights Israel).

A 6
           
13.3.24

"Inside Story: How does US intelligence disagree with Israel on Gaza?" - James Bays spricht mit Glenn Carle (Ex-CIA), Yossi Mekelberg und Tamer Qarmout.  (NNA)*

A 27
           
17.3.24 Im "Listening Post" ein Beitrag über Israels Terrorregime im besetzten Palästina. Soldaten und Siedler haben letztes Jahr mehr als 500 Einheimische ermordet. In israelischen Medien kommt praktisch nichts darüber. Palästinensischen Journalisten wird die Arbeit fast unmöglich gemacht, seit 7.10. wurden mehr als 50 von ihnen eingesperrt.  ¤ A 11
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #12    
13.3.24


"Praying for Armageddon" - Teil 1: Political Influence"
- Film von Tonje Hessen Schei über den politischen Einfluss rechtsextremer Evangelikaler in den USA und Israel.  Leider NNA)* 
¤¤

A 47
           
15.3.24

"UpFront": 1. Marc Lamont Hill spricht mit der Journalistin Mariam Barghouti über die Lage in besetzten Gaza und im besetzten Palästina und die Kollaboration der palästinensischen Führung.  ¤

"UpFront" 2. Marc Lamont Hill spricht mit den jüdischen Friedensaktivistinnen Rabbi Alsissa Wise (Rabbis for Ceasefire) und Eva Borgwardt (If Not Now) über den jüdischen Widerstand gegen Israels Völkermord. Rabbi Wise: ein Teil des Projekts Israel ist, Zionismus und Judentum komplett zu vermengen. Wir sollen bei allem was Israel tut, glauben, das sei "der Jude". Aber Israel ist kein Jude, sondern ein Staat, der behandelt werden muss, wie jeder andere Staat, mit der gleichen Verantwortlichkeit. Man kann nicht die Palästinenser ermorden und glauben, das würde den Juden keinen Schaden zufügen.  ¤¤

A

 

14

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19.3.24

"Inside Story: How can Israel’s war on Gaza be allowed to continue?" - Cyril Vanier spricht zuerst mit Sam Rose (UNRWA) und dann mit Fidaa Al-Araj (Oxfam), Arwa Mhanna (Mercy Corps) und Francesca Albanese (UN-Berichterstatterin).  (NNA)*  ¤

A 28
           
19.3.24 Völkermord : In den USA diskutiert das Parlament über Sanktionen gegen Südafrika, angeblich wegen Verbindungen zu Ländern, die die "nationale Sicherheit der USA" bedrohen. Gemeint ist aber offenbar Südafrikas Widerstand gegen Israels Apartheid im besetzten Palästina und den Völkermord in Gaza. Mike Hanna spricht darüber mit Südafrikas Außenministerin Naledi Pandor¤ A 4
           
20.3.24

Mehr als 100 jüdische Künstler und Aktivistinnen in den USA verurteilen in einem Offenen Brief die Versuche der rechtszionistischen Lobbygruppe AIPAC, Einfluss auf die Vorwahlen der Demokraten zu nehmen, zugunsten von israelfreundlicheren Kandidatinnen. Gespräch darüber mit Drew Minsky (Progressive Democrats of America), der den Brief angestoßen hat. Auch zu den ständigen "Antisemitismus"-Vorwürfen gegen jeden, der Israels Regierung kritisiert.  ¤

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20.3.24

(#11)

"Ocober 7" - Die bereits letzte Woche (siehe 10.3.) angekündigte Doku über die Ereignisse des 7.10.23. Die erste umfassende Doku darüber, die überhaupt bei irgendeinem Sender gezeigt wird. Darin werden einerseits die Verbrechen der Hamas unverblümt geschildert, andererseits die Propagandamärchen des israelischen Regimes entlarvt und versucht, herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Was in vielen Punkten allerdings unmöglich ist, und wohl auch für immer unmöglich bleiben wird, dank Zerstörung aller Spuren durch Israels Armee und dadurch, daß Israel sämtliche Täter umbringt, statt sie vor Gericht zu bringen. (Aufklärung könnte vielleicht ein Prozess gegen Israels Regime vor dem ICC bringen.) - Dringend und absolut sehenswert!  ¤¤¤   

A 47
           
20.3.24

"Inside Story: Who is arming Israel’s war on Gaza?" - Elizabeth Puranam spricht mit Sarah Yager (HRW), Wendela de Vries (Stop Wapenhandel, Niederlande) und Brian Finucane (ICG).   (NNA)*  ¤

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20.3.24

Bei "Amanpour" spricht Michel Martin mit dem israelischen Parlamentsabgeordneten Ofer Cassif, den die Knesset von ihren Sitzungen ausgeschlossen hat, weil er Südafrikas Völkermordklage gegen Israel unterstützt.  ¤¤

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20.3.24

 

Der israelische Philosoph Prof. Omri Boehm erhält für sein Buch "Radikaler Universalismus" den "Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung". Boehm hält einen moralischen Universalismus im Sinne Kants hoch, die universelle Gleichheit aller Menschen und die universelle Geltung der Menschenrechte, gegen jedwede Identitätspolitik. Im Konflikt "Israel gegen Palästina" tritt er für eine Föderation beider Staaten mit gleichen Rechten für Juden und Palästinenser ein. (Eine Forderung, die von Israels Propagandisten als "antisemitisch" bezeichnet wird. Es ist genau diese Position, die auch die in Deutschland verbotene Parole "From the River to the Sea, Palestine will be free" ausdrückt.) Im Gespräch mit Jessy Wellmer (Tagesthemen) wiederholt er mehrfach: Frieden wird es nicht ohne Gleichheit geben. (No Justice No Peace) Statt über die politische Lösung eines Konfliktes zwischen zwei Staaten (von denen es den einen noch garnicht gibt) zu streiten, sind wir jetzt soweit, daß zwei Völker gegeneinander Krieg führen, ein Nullsummenspiel, bei dem am Ende nur eines überleben kann.  ¤

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       DVD Isr./Pal. 2024 #13    
20.3.24 Clarissa Ward berichtet über Pläne israelischer Nazisiedler, das Gebiet von Gaza erneut zu kolonialisieren. U.a. Auszüge aus einem Interview mit der ideologischen Anführerin der Nazis, Daniella Weiss (Nachala). Sie sagt, die "Araber in Gaza" hätten am 7.10. das Recht verloren, dort zu leben.  ¤¤ C 8
           
21.3.24

"Palestine 1920" - Geschichtsdoku von Ahraf Mashharawi über das alte Palästina, das seit 1948 von den Zionisten zerstört wurde. Mit alten Filmaufnahmen, Aussagen von Überlebenden der Nakba und diversen Historikern.  ¤

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22.3.24

Beitrag über die israelisch-französische Soziologin Eva Illouz, die einige sehr vernünftige Dinge sagt: "Netanjahu ist derjenige, der diesen Golem (die Hamas) eingeladen, legitimiert und geformt hat." - "Die größte Bedrohung für Israel geht von der Besatzung durch die Siedler aus, die Israel zu einem Schurkenstaat zu machen droht." Zugleich wirft sie Israelkritikerinnen vor, das ganze Land gleichzusetzen mit seiner rechtsextremen Regierung. Teilweise sind ihre Aussagen im Beitrag nicht verständlich, vermutlich durch eine unsinnige Übersetzung.  ¤

ktzt 8
23.3.24

"The Bottom Line: Does Israel need to be forced by the US to end the war in Gaza?" - Steve Clemons spricht mit Prof. Ian S. Lustick (Autor von "Paradigm Lost - From Two State Solution to One Staate Reality") und Mustafa Barghouti. (leider NNA)*  ¤¤

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23.3.24

"Praying for Armageddon - Teil 2: The War Machine"  - Film von Tonje Hessen Schei über den politischen Einfluss rechtsextremer Evangelikaler in den USA und Israel.  Leider NNA)*  ¤¤

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24.3.24

Ein Bericht von Orla Guerin über Pläne israelischer Nazisiedler, das Gebiet von Gaza erneut zu kolonialisieren. Auch sie spricht, wie neulich (20.3.) Clarissa Ward, mit Daniella Weiss, einer ideologischen Anführerin der Nazis. Diese bekräftigt nochmal in beeindruckender Offenheit, daß ethnische Säuberung und Apartheid nötig seien, um den Staat Israel zu schützen.  ¤¤

B 5
24.3.24

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Pläne in den USA, die Videoplattform TikTok zu verbieten, angeblich um den chinesischen Einfluss zu vermindern. Es geht aber wohl auch darum, daß TikTok einer der wenigen Plätze ist, wo propalästinensische Stimmen bisher nicht zensiert werden. - Außerdem nochmal Infos zu Israels Angriff auf das Krankenhaus Al Shifa, bei dem mehrere Journalisten verhaftet und misshandelt wurden und ihre Ausrüstung zerstört wurde. - Und: Israels Chefpropagandist Eylon Levy ist entlassen worden, nachdem er sich ausgerechnet in einem Streit mit dem britischen Außenminister auf Twitter hat beim Lügen erwischen lassen.  ¤

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24.3.24

Jake Tapper spricht mit der linken Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, u.a. über Trumps Finanzproblem und über ihre Forderung, die Waffenhilfe für Israels Völkermord einzustellen.

C 10
25.3.24

Einschätzungen von Prof. Ardi Imseis zu den legalen Folgen der UN-Resolution. Diese ist verbindlich, aber es gibt keine Mittel, sie direkt durchzusetzen.  ¤

A 6
26.3.24

Völkermord : Die UN-Sonderbeauftragte Francesca Albanese stellt in einem ausführlichen Bericht fest, daß es sehr ernsthafte Gründe dafür gibt, zu sagen, daß Israel in Gaza einen Völkermord betreibt. Sie beschreibt den Völkermord als einen Prozess der Entmenschlichung der Palästinenser, als den Versuch, sie als Gruppe auszulöschen. Albanese geht im Detail vor allem auf die genozidale Rhetorik israelischer Politiker und Militärs ein und verlangt ein sofortiges Waffenembargo gegen Israel.  - Bei AJE live die Vorstellung des Berichts durch Frau Albanese in Genf, ausführliche Erläuterungen dazu von James Bays, und ein Bericht von Gabriel Elizondo. Außer AJE hat kein Sender ein Wort darüber verloren.  ¤¤

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27.3.24

"Inside Story: What’s in UN expert’s report describing Israeli ‘genocide’ in Gaza?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Mustafa Barghouti, Yousef Hammash (Norwegian Refugee Council) und Geoffrey Nice (Menschenrechtsanwalt).  leider NNA)*.  ¤

A 28
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #14    
27.3.24

"Israel : Above the Law?" - Film von Zainab Walji über die faktische Aufhebung des Völkerrechts durch westliche Politiker mit dem Ziel, Israel weiterhin seine Verbrechen zu ermöglichen (Besatzung, Apartheid, Völkermord). Der ICC funktioniert nur noch als Gericht der Sieger und für westliche Interessen. Zahlreiche spannende Aussagen von Völkerrechtlern, dazwischen absurde Stellungnahmen von Vertreterinnen Israels ("Israel greift nur Terroristen an. In Gaza sind Alle Terroristen und Tiere." (Wird noch ergänzt.)  ¤¤

A 26
           
27.3.24

 

Völkermord : Nachdem am Vortag kein Sender außer AJE über den UN-Bericht zu Israels Völkermord in Gaza berichtet hat, bringt die BBC heute live aus Genf den Anfang einer Pressekonferenz von Francesca Albanese dazu - aber leider nur den Anfang. Später immerhin eine kurze Zusammenfassung aus Genf von Imogen Foulkes, in der es aber vor allem um Israels Reaktion ("eine obszöne Verdrehung der Realität", etc.) geht. - Am Abend bei der BBC ein Gespräch mit UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk, der feststellt, daß Israel nachweislich in Gaza Hunger als Waffe einsetzt.  ¤

Etwas überraschend berichtet die Tagesschau mit einem Tag Verspätung doch noch über den Völkermordvorwurf der UN, allerdings nur in der Nachmittagsausgabe. Und von den 90 Sekunden handeln 60 Sekunden von Israels Reaktionen ("Albanese hasst Israel.") - Bei der ZiB (ORF/ 3sat) eine etwas verwirrte Meldung und ebenfalls ein Bericht über Israel, das sich "ungerechtfertigt an den Pranger gestellt" sehe. Nett die Erkenntnis des Nahost-Experten Peter Lintl (SWUP): die UN-Resolutionen widersprechen Israels Interessen.

B,TS,ZiB

 

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28.3.24

Einschätzungen von Kenneth Roth (HRW) zum erneuten Beschluss des ICJ und zur UN-Resolution, die einen Waffenstillstand verlangt, während niemand außer den USA die Macht hat, diese Forderung auch durchzusetzen.  ¤

A 5
28.3.24

Nur online: "The Take – October 7: Al Jazeera investigates" - Noch eine Untersuchung darüber, was am 7.10. beim Angriff der Hamas in Israel wirklich geschehen ist, und vor allem: was nicht.  ¤¤

A(Netz) 26
           
28.3.24

 

Ein Beitrag von Ursula Beyer über Ideen von Hiba Husseini und Andreas Reinicke (beide Juristen und Vermittlerinnen) für eine Zwei-Staaten-Lösung bzw. Föderation von Israel und Palästina, mit konkreten Vorschlägen für das Problem der Nazisiedlungen und für eine (faktisch bereits bestehende) Teilung Jerusalems.  - Daß die "religiösen" Nazisiedler das eigentliche Problem bei jeder Konfliktlösung darstellen, wird erwähnt. Daß diese (größtenteils evangelikalen) Fanatiker schon längst die Macht in Israel ergriffen haben, daß sie absichtlich den Krieg gegen Gaza herbeigeführt haben, und daß nur mit einem internationalen Eingreifen zivilisatorische Standards wieder hergestellt werden könnten, haben beide Experten aber nicht verstanden. Da dieses niemand verstehen will, wird es keine politische Lösung geben und die Region irgendwann, wie von den Nazis geplant, im Armageddon versinken.  ¤

ktzt

 

8

 

29.3.24

"Inside Story: Will the ICJ’s latest orders help Palestinians under attack in Gaza?" - James Bays spricht mit Prof. Ardi Imseis (Völkerrechtler), Ahmed Abofoul (Rechtsanwalt und Menschenrechtler) und Akbar Shahid Ahmed ("Huffington Post").  (Leider NNA)*  ¤

A 28
         
29.3.24

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit dem Politologen Prof. John Mearsheimer (Autor u.a. von "The Israel Lobby and US foreign Policy") über die trotz aller Kritik unveränderte Politik der USA gegenüber Israel und die geänderte "multipolare" Weltpolitik.  ¤

A 25
         
30.3.24

Die britische Regierung hat der Öffentlichkeit ein eigenes Rechtsgutachten verschwiegen, das zu dem Ergebnis kommt, daß Israel mit seinem Krieg in Gaza das Völkerrecht verletzt. Bekannt wurde das durch Äußerungen der konservativen Abgeordneten Alicia Kearns. Erläuterungen von Geoffrey Nice (Völkerrechtler / Menschenrechtsanwalt). Britannien macht sich mit seinen Waffenlieferungen an Israel (ebenso wie die USA und Deutschland) mitschuldig.  ¤

A 7
           
31.3.24

Im "Listening Post": 1. Beitrag über Israels zunehmende internationale Isolation und die trotzige Reaktion der rechtsextremen israelischen Medien auf die Unterstützung der USA für die Waffenstillstandsresolution, sowie über den Versuch westlicher Medien, den Völkermord in Gaza totzuschweigen, während in der Bevölkerung die Ablehnung wächst.  ¤

2. Infos zum Einsatz von Überwachungstechnik durch Israel gegen die Bewohner von Gaza.

A 10

2

           
1.4.24

Bei "Amanpour" spricht Bianna Golodryga mit Ronen Bergman (NYT) über Netanjahus Versuch, einen Krieg gegen Iran anzuzetteln, über die Zerstörung des Krankenhauses Al Shifa und über Israels unmögliches Vorhaben, die Hamas zu "zerschlagen", ohne einen Plan, wie es danach in Gaza weitergehen soll.

C 15
2.4.24

"Inside Story: Why is Israel targeting Al Jazeera?" - Hashem Ahelbarra spricht mit Irene Khan (UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit), Mansour Shouman (Bürgerjournalist der fünf Monate lang aus Gaza berichtet hat) und Daniel Levy (Ex-Unterhändler Israels bei Friedensverhandlungen).  leider NNA)*

A 28
           
3.4.24

Christiane Amanpour spricht mit dem Satiriker Bassem Youssef über die Lage in Gaza, wo er einige Familie hat, die ausbleibende Verantwortung für Israels Verbrechen, wie er trotz allem noch eine lustige Show abziehen kann, über die westlichen Medien, die bedenkenlos alle israelischen Propagandalügen nachplappern und sich niemals dafür entschuldigen, darüber daß Viele Leute Palästinenser nicht als menschliche Wesen ansehen, über seine Probleme mit Präsident Mursi, und über sein Buchprojekt "The Muslim and the Jew" (eine wahre Geschichte aus der Zeit des Holocaust).  ¤¤

C 21
5.4.24

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit Norman Finkelstein. Höchst spannend. Leider NNA)*  ¤¤

A 25
           
5.4.24

Völkermord : Kolumbien will sich Südafrikas Klage vor dem ICJ anschließen. Infos aus Bogota von Alessandro Rampietti.

A 4
       DVD Isr./Pal. 2024 #15    
3.4.24

 

 

Spannende Diskussion bei "Markus Lanz". Thema: die Verhältnismäßigkeit des israelischen Krieges gegen Gaza. Mit dem Völkerrechtler Prof. Kai Ambos, Amira Mohamed Ali (BSW), dem rechtsextremen Pseudohistoriker Michael Wolffsohn und dem Journalisten Michael Bröcker ("Table.Media"). Prof. Ambos erklärt die völkerrechtlichen Zusammenhänge, und zwar sehr präzise, verständlich und umfassend. Wolffson quatscht unqualifiziert dazwischen und zeigt sich, im Verbund mit Bröcker, mal wieder ganz offen antisemitisch, indem er penetrant Israel mit "den Juden" gleichsetzt. Nebenbei nennt er Südafrika "ein Regime, das mit Ethik nichts zu tun hat". Frau Ali hat nicht viel beizutragen, sagt aber auch nichts Falsches. Am Ende liefern die beiden Israelfans noch eine lustige kleine Broderei, indem sie behaupten, der "Antisemitismus" habe in Deutschland ganz schlimm zugenommen, was man daran erkennen könne, dass auf Demos "From the River to the Sea" gesungen wird. Der Professor erklärt ihnen, daß es durchaus verschiedene Interpretationen für diese Parole gibt, und daß selbst deutsche Gerichte das inzwischen bemerkt haben. Lanz will das Thema (Antisemitismus und "Antisemitismus" demnächst nochmal in derselben Runde besprechen.  ¤¤ ZDF

 

 

75

 

 

           
4.4.24

 

 

 

Israels Armee benutzt für den Völkermord in Gaza eine KI namens "Lavender". Das Programm hat praktisch die gesamte Bevölkerung von Gaza gespeichert und identifiziert automatisch angebliche "Terroristen". 37.000 Personen wurden als "Target" markiert, die Fehlerquote soll dabei 10 Prozent betragen. Beim Ermorden der so Identifizierten Personen werden üblicherweise auch deren Familien getötet. Die "akzeptable" Quote von getöteten Unbeteiligten liegt bei einfachen Hamas-Leuten bei 1:20, bei höheren Chargen bei 1:100. Offenbar hat das Programm auch die sieben Helferinnen von "Word Central Kitchen" als Zielobjekt markiert, und ein Soldat, der dieser KI blind vertraut hat, hat dann den Feuerknopf betätigt. Die israelische Armee hat dazu zwar ein Dementi herausgegeben, aber darin bestätigt sie, daß sie solche Systeme benutzt. Es ist unklar, was genau dann eigentlich dementiert wird. Daß die KI autonom Raketen abschießen würde hatte niemand behauptet.

Bei CNN mehrere Beiträge dazu, u.a. ein Bericht von Fred Pleitgen und Einschätzungen von Paul Scharre (Sicherheitsexperte), und Eleni Glokos spricht mit dem israelischen Journalisten Yuval Abraham (+972), von dem die Recherche darüber stammt. Unbedingt anhören, unbedingt den Artikel lesen! ("‘Lavender’: The AI machine directing Israel’s bombing spree in Gaza" deutsche Übersetzung beim ND) Am Ende grundsätzliche Gedanken zum Einsatz von KI in der Kriegführung und zur Frage der Verantwortung.  ¤¤¤

AJE berichtet am Morgen über das Thema, später dann nicht mehr. Den Grund dafür kenne ich nicht. Infos von Rory Challands und ein Gespräch mit Antony Loewenstein¤

A

C

 

 

zus.8

zus.26

 

 

             
6.4.24

"Inside Story: Does Israel’s attack on aid workers mark a turning point for its allies?" - James Bays spricht mit Nour Odeh, Gideon Levy und Chris Doyle.  (NNA)*  ¤

A 29
           
7.4.24

 KI : Michael Holmes spricht mit Antony Loewenstein über den Einsatz der KI "Lavender" zur Zielidentifizierung durch Israels Armee. Zehntausende Zivilisten werden auf der Basis von Computerprogrammen getötet, und das sind Kriegsverbrechen. Israel verkauft diese Programme weltweit und wirbt auf Waffenmessen damit, sie seien "im Kampf getestet". Loewenstein erwähnt "Israels Guantanamo", streng geheime Lager, in denen palästinensische Gefangene (oft Unschuldige) festgehalten und gefoltert werden.  ¤

C 8
7.4.24

"The Listening Post: Reporting under Genocide - Six Months in Gaza" - Drei Reporter:innen von Al Jazeera in Gaza erzählen von ihrer Arbeit und vom Leben im Krieg. Mit Anas Al Sharif in Jabalia, Hind Khoudary in Deir el Balah und Marah Elwadiya in Rafah.  ¤¤

A 25
           
7.4.24

"Inside Story: Is a ceasefire in Gaza possible?" - James Bays spricht und diskutiert mit Dan Perry (israelischer Journalist, Autor von "Ask Questions Later"), Prof. Munir Nuseibah (Völkerrechtler) und Hafsa Halawa (Expertin).  (NNA)*

A 29
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #16    
8.4.24

Völkermord : Der Internationale Gerichtshof (ICJ) in Den Haag berät über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen dessen militärischer Unterstützung für Israels Völkermord in Gaza. Am ersten Tag tragen die Vertreter der Klage ihr Anliegen vor, morgen kommen Vertreter Deutschlands dran. AJE hat wieder als einziger Sender die komplette Sitzung live übertragen. (Aufbewahrt auf der Original-HDD.)  ¤¤

A(live) 152
           
8.4.24

Völkermord : Bei AJE Berichte und Einschätzungen zu Nicaraguas Klage. Aus den Haag berichtet Step Vaessen, aus Berlin Dominic Kane. Einschätzungen von Marwan Bishara und Kenneth Roth (HRW). - Bei BBC und CNN praktisch nichts darüber.  ¤¤

Berichte auf deutsch bei arte und ARD. Bei den Privatsendern nichts, im ZDF nur eine Meldung. Die ARD berichtet immerhin, und sogar halbwegs sachlich. Allerdings wird der Vorwurf als unhaltbar dargestellt, und als einziger Völkerrechtler kommt der berüchtigte Matthias Herdegen zur Wort, der ernsthaft erklärt: "Einen Erfolg von Nicaraguas Klage halte ich für vollkommen ausgeschlossen. Wenn es doch dazu käme, wäre das ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit des ICJ." Es wäre wohl eher ein schwerer Schlag für Leute wie Prof. Herdegen. 

A

arj,TS,TT

zus.19

zus.8

                 
           
9.4.24

Eine Recherche von CNN über das "Mehl-Massaker" am 29.2., bei dem israelische Soldaten mehr als hundert auf Hilfe wartende Palästinenser erschossen haben. CNN hat alle verfügbaren Videos und Zeugenaussagen ausgewertet, der Beitrag erstellt eine präzise Timeline der Ereignisse und weist im Detail nach, daß Israels Behauptungen über den Vorfall unwahr sind. Was genau tatsächlich passiert ist und warum, lässt sich nicht sagen, weil Israel den größten Teil seiner Drohnenvideos nicht herausgibt.  ¤¤

C 5
9.4.24

Völkermord : Zweiter Verhandlungstag beim Internationalen Gerichtshof (ICJ) in Den Haag über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen dessen militärischer Unterstützung für Israels Völkermord in Gaza. Heute kommen Vertreter Deutschlands zu Wort, die die Klage mit juristischen Spitzfindigkeiten zurückweisen und als absurd darstellen. Anschließend eine Presserklärung der deutschen Vertreterin Tania von Uslar Gleichen. Auch heute hat AJE als einziger Sender die komplette Sitzung live übertragen. (Aufbewahrt auf der Original-HDD.)  ¤¤

A(live) 144
9.4.24

 

 

 

Völkermord : Bei AJE ein Bericht aus Den Haag von Step Vaessen und Einschätzungen von Prof. Sophia Hoffman (Politologin) zu dem Glauben in Deutschland, ein Land wie Nicaragua habe nicht das Recht, ein Land wie Deutschland zu verklagen, während man nicht bemerkt, wie sehr Deutschlands internationales Ansehen durch die Unterstützung für Israel leidet. Man versucht, das durch Unterdrückung jeder Gegenrede zu verbergen.  ¤

Bei CNN auch heute nichts über das Verfahren, bei der BBC nur mittags Infos aus Den Haag von Anna Holligan.

Bei den deutschen Sendern heute überraschenderweise noch weniger als am Vortag. Bei der ARD gar nichts, im ZDF nur eine Kurzmeldung, ebenso bei arte. Einziger ausführlicher Beitrag beim rechtsextremen Hetzsender "Welt", wo man nichtmal den Namen des Gerichts kennt und es mit dem ICC verwechselt. Hier ein längeres Gespräch mit einem Jaques Schuster ("Chefkommentator"), der vor allem mit seiner unbegrenzten Blödheit auffällt: "Genozid? Das kann ja wohl nicht Gegenstand des Konfliktes in Gaza sein, es geht um den Terror der Hamas! Im Grunde ist der Vorwurf, daß Deutschland Beihilfe zum Völkermord leistet, und das ist unglaublich." Was nicht wahr sein darf, darf nicht wahr sein. Punkt. Und der Mond ist aus Käse. Außerdem sei Daniel Ortega ein Linker und damit moralisch verdammenswert, und man solle Nicaragua die Entwicklungshilfe streichen.

A

B

arj,hj,W

 

zus.8

4

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9.4.24

Völkermord : "Inside Story: Is Germany complicit in Israel’s war on Gaza?" - James Bays spricht mit Matthias Goldmann (Völkerrechtler am MPI), Diana Buttu (Menschenrechtsanwältin) und Kenneth Roth (HRW). - Leider NNA)*

A 28
           
10.4.24

Christiane Amanpour spricht mit Senator Bernie Sanders über Bidens verfehlte Nahostpolitik. Sanders spricht sich deutlich dafür aus, die Waffenexporte an Israel zu stoppen (mit Ausnahme der rein defensiven Raketenabwehr). Zugleich ist er für die weitere Unterstützung der Ukraine.   ¤

C 11
           
10.4.24

"Inside Story: What’s behind Germany’s unwavering support for Israel?" - Laura Kyle spricht mit Tobias Bacherle (MdB für die Grünen), John Kampfner (Journalist, Royal United Services Institute) und Shir Hever (Alliance for Justice between Israelis and Palestinians).  leider NNA)*

A 27
           
11.4.24

"Inside Story: What has allowed Israel operate an assassination policy for decades?" - Sohail Rahman spricht mit dem Historiker Prof. Ilan Pappe, Rami Khouri (American University of Beirut) und Colin Clarke (Soufan Group) - NNA)*

A 28
           
14.4.24

"The Bottom Line": Steve Clemons spricht mit Francesca Albonese darüber, wie ein Völkermord in Gaza zu verhindern wäre. (leider NNA)*  ¤

A 24
           
14.4.24

Völkermord : Im "Listening Post" Infos zum Verfahren gegen Deutschland vor dem ICJ und den würdelosen Reaktionen deutscher Medien. Bizarre O-Töne von Nikolaus Blome und von Jaques Schuster, den ich hier bereits gewürdigt habe. Und ein Tweet der Außenministerin, die an den Völkermord an den Tutsi erinnert und meint, wir dürften "niemals wieder wegsehen", während Deutschland in Gaza nicht nur erneut genau dies, sondern Schlimmeres tut.  ¤

A 2
15.4.24

"Inside Story: Will Israel respond to Iran’s first-ever direct attack?" - James Bays spricht mit Randa Slim (Middle East Institute), Robert Geist Pinfold (Friedensforscher) und Akiva Eldar (u.a. Autor von "Lords of the Land"). - NNA)*  ¤

A 28
           
15.4.24

"The Stream: Why direct action is becoming common in the fight for the Palestinian cause" - Myriam Francois spricht mit Medea Benjamin (Code Pink), Lowkey (Hip-hop-Künstler und Aktivist) und Ashish Prashar "No Tax for Genocide").  NNA)*  ¤

A 25
           
       DVD Isr./Pal. 2024 #17    
14.4.24  KI : Im "Listening Post" ein Beitrag über den Einsatz der KI "Lavender" zum Massenmord an Palästinensern, die die Software für Terroristen hält, und deren Familien. Die Daten dafür werden bereitwillig u.a. vom Google-Konzern geliefert.  ¤¤ A 11
           
17.4.24

 KI  : Infos zu den Protesten von Google-Mitarbeitern gegen die Beteiligung des Konzerns an Israels Kriegsführung durch KI, konkret gegen das Projekt "Nimbus", das der Datenerfassung einer kompletten Bevölkerung dient, die man dann mittels KI aussortieren und ermorden kann. Eine Sprecherin: "Der Völkermord in Gaza ist der erste von KI angetriebene Völkermord." Gespräch darüber mit Antony Loewenstein¤¤

A 7
           
17.4.24

Christiane Amanpour spricht mit dem AJE-Korrespondenten in Gaza, Tareq Abu Azzoum. - Leider NNA)*  ¤

In derselben Sendung ("Amanpour") spricht Michel Martin mit Akbar Shahid Ahmed ("HuffPost"), der längere Interviews mit zwei Hamas-Führern geführt hat, über deren Einstellungen.  - Leider ebenfalls NNA)*  ¤¤

C

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14

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17.4.24

"Israel's foreign Army" - Film von Hind Hassan, Lama al-Arian und Philip Pendlebury über die Rolle, die US-Bürger, speziell US-Soldaten, bei Israels Nazisiedlern im besetzten Palästina spielen. (P+P)  ¤

A 25
           
18.4.24

Beitrag von Stefan Buchen über die deutschen Waffenlieferungen für Israels Völkermordarmee. Seit dem Beginn von Israels Vernichtungskrieg wurden die Waffenexporte verzehnfacht, Deutschland ist nun Israels zweitgrößter Rüstungslieferant. Im Beitrag wird auch kurz erwähnt, daß Israel seine Angriffsziele von einer KI auswählen lässt. Und daß es sich bei zahlreichen dieser Angriffe um Kriegsverbrechen handelt. Aussagen dazu von Andreas Krieg und Aref Hajjaj (Ex-Berater der Bundesregierung).  ¤

Panorama 11
19.4.24

Mehr über den israelischen Gegenangriff im Iran. Viel ist allerdings nicht bekannt: von Israel gibt es keinen offiziellen Kommentar, nach US-Angaben hat Israel Raketen gegen ein militärisches Ziel bei Isfahan eingesetzt, der Iran behauptet, er habe dort drei Drohnen abgeschossen und es habe keine Schäden gegeben. Offensichtlich wollen sowohl Israel wie der Iran es damit erstmal bewenden lassen. Diverse Berichte, und bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara¤

A,B,C

arj,TS,hj,E

zus.21

zus.14

           
19.4.24

"Inside Story: What’s the solution to the rising tensions between Israel and Iran?" - Elizabeth Puranam spricht mit Prof. Mohammad Marandi (Teheran), Gideon Levy ("Haaretz") und Prof. Roxane Farmanfarmaian (Cambridge).  (NNA)*

A 27
           
19.4.24

In der Nacht erste Meldungen über große Explosionen in einem Stützpunkt der Volksmobilisierungskräfte (PMU) bei Bagdad. Die USA erklären, daß sie diesmal nichts damit zu haben, also war es vermutlich wieder Israel. 

A,C zus.4
           
19.4.24

"UpFront": Marc Lamont Hill spricht mit dem Ökonomen Prof. Jeffrey Sachs über den Nahostkonflikt und die Rolle der USA.  (NNA)*  ¤

A 25
           
20.4.24

Heute nur noch bei AJE ein Bericht über Israels Angriff auf eine Basis der pro-iranischen Volksmobilisierungskräfte (PMU) südlich von Bagdad. Bei der Explosion entstand ein riesiger Krater, mindestens eine Person wurde getötet. Iraks Armee meint, es habe sich um einen Unfall gehandelt.

A 3
             
21.4.24

Völkermord : In der Trümmerwüste neben dem Nasser-Krankenhaus in Kahn Younis wurde am Vortag ein Massengrab entdeckt. Die Zahl der dort gefundenen Leichen steigt immer weiter, auf zuletzt 210. Wie die Menschen zu Tode kamen, ist unbekannt, angeblich gab es Massenerschießungen. Bei vielen der Leichen sind die Hände auf dem Rücken gefesselt. Nach Zeugenaussagen haben israelische Soldaten die Leichen dort verscharrt. Am 7.4. sind die Truppen dort abgezogen. - Bei AJE berichtet Hani Mahmoud vom Fundort, teilweise live. Einschätzungen von Alonso Gurmendi und Prof. William Schabas (beide Völkerrechtler): Massengräber sind immer ein Zeichen für Verletzungen des Kriegsvölkerrechts und meist auch ein Hinweis auf Kriegsverbrechen. - Außer bei AJE gibt es nur bei CNN eine Meldung und ein paar Bilder. Hier heißt es, die Toten seien von Mitarbeitern des Krankenhauses vergraben worden.  ¤¤

A

C

zus.22

1/2

                 
21.4.24

Im "Listening Post" Infos zu den Sprachregelungen bei der "NYT", mit denen Journalisten angehalten werden, bei Berichten über den Völkermord in den besetzten Gebieten u.a. die Begriffe "besetzte Gebiete", "Völkermord" und "ethnische Säuberungen" zu vermeiden.

A 2
22.4.24

 Demo / Gebroder : An immer mehr Universitäten in den USA protestieren Studierende gegen die Komplizenschaft der Unis und der US-Regierung mit Israels Völkermord-Regime. In immer mehr Fällen schicken die Unis den Studenten die Polizei auf den Hals, es gibt Massenfestnahmen. Zugleich werden Videos verbreitet von antisemitischen Äußerungen, die offenbar aber nicht von den Protestteilnehmerinnen stammen. Tatsächlich gibt es antisemitische Angriffe, nämlich von zionistischen Nazis gegen die Protestteilnehmer, von denen viele selbst jüdisch sind. Bei AJE und CNN vernünftige Berichte, die die Verhältnisse klarstellen, bei Sky News und im ZDF albernes Geschwurbel über "antisemitische und israelfeindliche Vorfälle", das wie üblich nicht begründet wird. Bei Sky News auch O-Töne des zionistisch-rassistischen Abschaums, ohne Erklärung dazu.  ¤

A,C,Sky,h+

 

zus.13

 

           
22.4.24

"Inside Story: What could be the consequences if Israel invades Rafah?" - James Bays spricht mit Kholoud Jwefil (Oxfam), Robert Geist Pinfold (Israel-Experte) und Hisham Mhanna (Sprecher des ICRC in Gaza).  NNA)*

A 28
           
23.4.24

"Inside Story: Will Israeli army intelligence chief’s resignation lead to accountability?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Daniel Levy (US/Middle East Project), Antony Loewenstein (Author von "The Palestine Laboratory") und Gideon Levy ("Haaretz").  leider NNA)*  ¤

A 28
           
23.4.24

 

 

 Demo / Gebroder

Die Polizeigewalt gegen die friedliche Palästina-Solidarität an US-Universitäten führt dazu, daß die Proteste sich ausweiten. Rechte Medien phantasieren von "antisemitischen Bedrohungen" und erfinden wilde Geschichten über Gewaltdrohungen. Tatsächlich sitzen die Leute auf dem Campus friedlich zusammen und diskutieren. Juden stellen dabei einen großen Teil (schätzungsweise ein Drittel) der Teilnehmer, viele feiern dort ihr Pessachfest. Bei AJE und CNN gibt es mehrere Berichte direkt von verschiedenen Kundgebungen, und Gespräche mit durchweg jüdischen Teilnehmern, die erläutern, warum sie es als ihre Pflicht ansehen, gegen Israels Völkermord in Gaza und die Beihilfe der USA und ihrer eigenen Hochschulen aufzustehen. Bei AJE außerdem Erläuterungen von den Juristen Prof. Bassem Khawaja und Prof. Wadie Said. Bei Sky News ein Gespräch mit der (ebenfalls jüdischen) Teilnehmerin Marie-Adele Rosso. - Berichte auf deutsch im ZDF, bei arte und im ORF. Alle drei bemühen sich um das Framing der "antisemitischen Vorfälle", ohne das irgendwie belegen zu können. Videos sollen angeblich zeigen, wie jüdische Studenten "bedrängt" werden. Bei ZDF und arte werden die jüdischen Demonstranten verschwiegen, obwohl sie auf den Bildern durchaus zu sehen sind. Das ORF erwähnt, daß sich auch jüdische Studenten den Protesten anschließen, und es wird auch deutlich, wer gegen die Proteste ist: nicht Juden, sondern Rechtsextreme. (Und möglicherweise auch rechtsextreme Juden.) ¤¤

A

C,Sky

ht,arj,ZiB

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24.4.24

 

 

 

 Demo / Gebroder : An mehreren US-Universitäten geht die Polizei mit Gewalt gegen friedliche Proteste von Studierenden vor, u.a. in Los Angeles, Austin (Texas) und New York. AJE und CNN berichten längere Zeit live von den Schauplätzen. Heute keine Interviews mit Teilnehmern, dafür bei AJE mit einigen (jüdischen) Professor:innen, u.a. Rebecca Karl (New York), Jody Armour (Los Angeles) und Jeremi Suri (Austin), die betonen, daß die Proteste völlig friedlich sind und in keinem Fall antisemitisch. - Bei AJE auch ein kurzer Bericht von einer Kundgebung der "Jewish Voice for Peace" in New York.  ¤¤

Bei CNN live-OT der Hetzrede von Mike Johnson (Fraktionschef der Rechtsextremen) auf dem Campus der New Yorker Uni. Nochmal die ganzen albernen Lügen über "das Virus des Antisemitismus, das sich an den Hochschulen ausbreitet". Goebbels steht daneben und applaudiert. Später spricht Erin Burnett mit Johnson, der sieben Minuten lang eine Lüge an die andere reiht. (Inklusive vergewaltigten Babys im Backofen.) Burnett hört staunend zu, widerspricht aber nicht. - Bei CNN auch ein OT des Faschisten Netanjahu, der erklärt, ein "antisemitischer Mob" habe die US-Universitäten übernommen und bedrohe jüdische Studenten, und das sei das Gleiche wie im Deutschland der 30er-Jahre.

Auf deutsch nur bei den Tagesthemen ein relativ sachlicher Bericht von Kerstin Klein, die darauf hinweist, aus welcher politischen Ecke die "Antisemitismus"-Vorwürfe kommen. Leider tut aber auch sie so, als stünden die jüdischen Studierenden an der Seite Israels und der Faschisten. Es ist aber genau das Gegenteil der Fall. - Der Bericht bei Euronews kurz und sachlich.

A

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zus.30

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25.4.24

"Inside Story: Will Israel be held accountable for its actions in Gaza?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Mansour Shouman (Bürgerjournalist aus Gaza), Andreas Kleiser (International Commission on Missing Persons) und Prof. Kenneth Roth (Ex-HRW).   (NNA)*  ¤

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25.4.24

Völkermord : Stephen Sackur (BBC-HardTalk) spricht mit Joan Donoghue, bis vor kurzem Präsidentin des ICJ und Vorsitzende beim Völkermord-Verfahren Südafrikas gegen Israel. Über die grundsätzliche Bedeutung des Verfahrens, über die Arbeitsweise des Gerichts, über die Bedeutung der vorgelegten Belege, über den Sinn der vorläufigen Anordnungen, die von Israel offensichtlich ignoriert werden. Dazu sagt sie, man wisse ja nicht, wie sich Israel ohne den Richterspruch verhalten hätte. Über die infamen Antisemitismusvorwürfe des israelischen Regimes gegen das Gericht. Warum das Gericht der Hamas keine Auflagen machen kann: weil die Hamas kein Staat ist. Warum der ICJ seit den 1940ern noch nie einen Staat wegen Völkermordes verurteilt hat.  ¤

B

 

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25.4.24

Völkermord : "The Cube": in sozialen Medien kursiert ein Video, das behauptet, der ICJ habe über Nicaraguas Klage gegen Deutschland entschieden, sodaß Deutschland seine Unterstützung für Israels Völkermord beenden müsse. Dem ist nicht so. Das Gericht hat noch nicht entschieden. Das Video ist zwar echt und auch korrekt übersetzt, aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Tatsächlich handelt es sich nur um ein Zitat aus Nicaraguas Anklageschrift.

E 3
           
25.4.24

 

 

 

 

 Demo / Gebroder

Die Polizei geht an mehreren US-Universitäten mit Gewalt gegen die friedlichen Antikriegsproteste vor und verhaftet hunderte Studenten, darunter zahlreiche jüdische, und auch einige Professoren. Die Protestbewegung breitet sich landesweit weiter aus¤¤

Hauptthema bei AJE und zeitweise auch bei Sky News. Bei AJE berichten sechs Korrespondenten von sechs verschiedenen Hochschulen. Bei CNN ein paar Live-Berichte, aber das Interesse an Trumps Gerichtsauftritten ist wesentlich größer. Bei der BBC erst am Freitag früh ein Bericht. - Auf deutsch gab es genau einen Bericht, bei Euronews.

Heute einige Gespräche mit pro-israelischen Gegendemonstranten, die nicht durchweg alle Nazis sind. Bei AJE eine jüdische Studentin in Washington, die Israels Staatlichkeit verteidigt und die Forderung nach einem freien Palästina zurückweist, aber auch Israels Kriegsführung gegen Zivilisten ablehnt. Und eine andere jüdische Studentin in Washington, die sich auf der Seite der Palästinenser engagiert. Bei CNN ein zionistischer Student in Boston, der überall nur Antisemiten sieht, und Prof. Marty Blatt (ebenfalls in Boston), der auf die zerstörten Universitäten in Gaza verweist. Bei Sky News eine Konfrontation zwischen einer pro-palästinensischen Demonstrantin, die sich von einem Nazi mit Israelfahne triggern lässt, aber ihn immerhin nicht prügelt. Der Nazi meint, die anderen würden "das jüdische Volk" ausrotten wollen, und merkt nicht, wie er seine eigenen Visionen auf Andere projiziert. Und ein Gespräch mit dem zionistischen Nazi Lishi Baker (in New York). Angesprochen auf die jüdischen Teilnehmer an den Protesten meint er, die hätten den Zionismus nicht verstanden. Im Gegenteil ...

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B,C,Sky

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25.4.24

  KI: Bei arte ein Bericht von Stephan Amar über den Einsatz von KI zur Lokalisierung von angeblichen Terroristen durch Israels Armee. Der Chef einer Waffenfirma erklärt, es gehe auch darum, möglichst wenig Zivilisten zu treffen, vor allem aber darum, möglichst wenig Munition zu verbrauchen.

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26.4.24

"UpFront": Marc Lamont Hill spricht mit Prof. Noura Erakat (Menschenrechtsanwältin) und Josh Paul (Ex-Mitarbeiter des US-Außenministeriums, der aus Protest gegen die Waffenlieferungen zurückgetreten ist) über die US-Rüstungslieferungen an Israel, die auch US-Gesetze verletzen.  ¤

Und mit Maryam Alwa, einer der Organisatorinnen der Studentenproteste in New York.  ¤

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26.4.24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Demo / Gebroder

Die Proteste an den US-Universitäten breiten sich trotz oder gerade wegen der Repression weiter aus. Bei AJE sind sie weiterhin Hauptthema, mit zahlreichen Live-Reportagen und Gesprächen mit Teilnehmern. Erneut sind etwa die Hälfte der Interviewten jüdisch. - Bei CNN steht das Thema weiter am Rande, und es wird praktisch nur über die Proteste geredet, aber kaum mit den Teilnehmerin. Bei der BBC nur ganz am Rand ein Bericht, Sky News interessiert sich heute mehr für den britischen "König", und bei den deutschen Sendern wird das Thema weiterhin weitestgehend ignoriert - stattdessen haufenweise irrelevanter Bullshit.  ¤¤

Aus der Fülle des aufbewahrten Materials nur ein paar Höhepunkte: in Washington die Aktivistin Selina al Shihabi, die die Infamie der Antisemitismusvorwürfe auf den Punkt bringt: "Sie nennen uns Monster und Nazis, weil wir gegen einen Völkermord protestieren, statt daß sie diejenigen verurteilen, die diesen Völkermord ermöglichen. Meine Freundin ist jüdisch, und für sie sorgt Israel dafür, daß Juden schlecht angesehen werden, weil Israel im Namen der Juden einen Völkermord begeht. Für mich ist das antisemitisch."  ¤¤

Ebenfalls in Washington die jüdische Studentin Miram S., die feststellt, daß die Verwechslung von Zionismus mit Judentum antisemitisch ist. - Der Politikwissenschaftler Prof. Lincoln Mitchell sehr differenziert und deutlich über die politische Bedeutung der Bewegung.  ¤

Bei CNN ein Beitrag von Miguel Marquez über Khymani James, einen der Organisatoren der Proteste in New York, der mit problematischen Äußerungen den Antisemitismusvorwürfen Futter geliefert hat und auf Nachfrage diese Äußerungen wiederholt. Er spricht dabei aber nicht über Juden, sondern über Zionisten. Er meint (OT), diese hätten kein Recht zu leben, genauso wie andere Rassisten, Faschisten und Nazis. (Dank an CNN, daß es diesen Zusammenhang nicht weglässt.)  - Man muss diese Aussage aufteilen. Worüber die Zionisten sich aufregen, ist, daß er sie mit Nazis gleichsetzt. Dies trifft vielleicht nicht in allen Fällen zu, ist aber grundsätzlich richtig. Kritisieren würde ich die Aussage, irgendjemand, z.B. Nazis, habe kein Recht zu leben. Darüber können im Einzelfall nur Richter entscheiden, auch wenn man Anhänger der Todesstrafe ist. Ich lehne die Todesstrafe grundsätzlich ab. In den Fällen der deutschen Nazi-Kriegsverbrecher fand ich diese angemessen und verständlich, aber sie war langfristig gesehen nicht die beste Lösung. (Im verlinkten Beitrag wird noch erwähnt, daß Marquez sich für seine Aussage entschuldigt hat, die ihm in der Hitze eines Wortgefechts passiert sei.)

Auch in Paris, London, Sydney und Berlin protestieren Studenten und Andere gegen Israels Massenmord. Als einziger Sender berichtet AJE aus allen vier Städten, William Peacock aus Berlin, wo die Polizei illegalerweise das Protestcamp aufgelöst hat. Bei arte ein Bericht aus Paris.

Im deutschen TV kein Wort über das erneute Demonstrationsverbot in Berlin. Nachts im ZDF ein Bericht aus den USA von Claudia Bates, der zuerst die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten zeigt. Dann ist von "jüdischen Studenten" die Rede, aber es sind nicht die Demonstranten gemeint, sondern ein paar Zionisten, die Märchen über "knallharten Antisemitismus" erzählen. Als Beleg ein Video unklarer Herkunft, jedenfalls nicht von einer Uni, auf dem ein paar Leute (möglicherweise bezahlte Provokateure) unsinnige Parolen rufen.

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26.4.24

 Demo / Gebroder

Und extra die Stellungnahme von Bernie Sanders, die ebenfalls kein Sender außer AJE gebracht hat. "Nein, Herr Netanjahu, es ist nicht antisemitisch, mit dem Finger darauf zu zeigen, daß Ihre extremistische Regierung in einem halben Jahr 34.000 Palästinenser umgebracht hat, 70 % davon Frauen und Kinder." Hier der komplette Text.   ¤¤ 

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26.4.24

 Demo / Gebroder : Die Unterstützung der USA für Israel und dessen Angriffskriege hat viel mit der politischen Macht der evangelikalen Faschisten zu tun, die auf Jesu Rückkehr nach Jerusalem und das folgende Armageddon hoffen. Bei einer Anhörung einer Universitätspräsidentin im US-Kongress zu den "Antisemitismus"-Vorwürfen hat der Faschist Rick Allen die "Angeklagte" ernsthaft gefragt (OT), ob sie wolle, daß ihre Universität "von Gott verflucht" wird. Zwei spannende Gespräche dazu, mit Prof. Frank Bosman und Prof. Sally Vance Trembath (beide Religionswissenschaftlerinnen).    ¤¤

A zus.11
26.4.24

 Demo / Gebroder : "Inside Story: Is the crackdown on US university campuses a threat to free speech?" - Laura Kyle spricht mit Jude Taha (palästinensische Studentin in New York), Prof. Jeremi Suri (Historiker in Austin) und Rina Shah (Politikexpertin).  (NNA)*  ¤

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27.4.24

  KI : "The Bottom Line: What role do US tech giants play in powering Israeli war crimes?" - Steve Clemons spricht mit Zelda Montes (Ex-Google) und Paul Biggar (Tech for Palestine).  (NNA)*  ¤

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27.4.24

 

 Demo / Gebroder : Die Antikriegsproteste an zahlreichen US-Universitäten sind bei AJE weiterhin Hauptthema, mit live-Reportagen von sechs Korrespondenten. Habe heute etwas weniger davon aufbewahrt. Von diversen Interviews heute nur eins: Momodou Taal, Student an der Yale-Universität in New York, der wegen der Teilnahme an Protesten von der Uni suspendiert wurde. Er erzählt von rassistischen Übergriffen auf muslimische Demonstrantinnen. - Berichte auch über Proteste beim jährlichen White-House-Correspondent's-Dinner in Washington mit Präsident Biden.  ¤

Außerdem Berichte von einer großen Palästina-Solidaritätsdemo in London, an der wie immer auch zahlreiche jüdische Aktivisten teilnehmen. Am Rande demonstrieren ein paar Antisemiten für Israel. Ein Bericht darüber auch bei Sky News. - Auch bei CNN ein paar Berichte, die aber wieder fast nichts von den Protesten zeigen. Mehrere jüdische Teilnehmer kommen kurz zu Wort, ohne daß dieses erwähnt wird. Es wird aber mehrfach betont, daß die Proteste völlig friedlich sind. - Auf deutsch heute gar nichts.  ¤

A

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28.4.24

"Inside Story: Will it be safe for Palestinians in Gaza to return and rebuild their homes?" - Folly Bah Thibault spricht mit Jonathan Guthrie (Norwegian People’s Aid), Federico Dessi (Humanity & Inclusion) und Raja Khalidi (Palestine Economic Policy Research Institute).   (NNA)*

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28.4.24

Völkermord : Bisher nur bei arte eine Meldung: der ICC könnte angeblich in dieser Woche Haftbefehle gegen Netanjahu und weitere Beteiligte an Israels Völkermord erlassen.

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28.4.24

 

 

 

 

 

 

 

 Demo / Gebroder

Die Proteste an US-Hochschulen gegen Israels Krieg und Völkermord dauern an. Weiterhin berichtet nur AJE angemessen darüber und lässt Teilnehmende ausführlich zu Wort kommen. U.a. in einem "First Person" der jüdische Student Elijah Kahlenberg, Gründer der Friedensgruppe ATIDNA.  ¤

Außerdem zeigt John Hendren in seinem Bericht aus New York eine Aktion von ultraorthodoxen Rabbinern, die öffentlich ihre israelischen Pässe verbrennen. Rabbi Dovid Feldman erklärt im Interview die Position der antizionistischen Juden. Er stellt fest, daß es bei den Protesten keinerlei Judenfeindschaft gibt sondern großen Respekt für den jüdischen Glauben. Einige Zionisten könnten sich aber unwohl fühlen, wenn man sie mit Israels Verbrechen konfrontiert. Was Israel in Gaza macht seien nicht nur völkerrechtlich Verbrechen sondern auch Verbrechen am Judentum. "Judentum ist nicht Zionismus. Das Judentum ist eine Religion, der Zionismus eine politische Bewegung. Das hat nichts miteinander zu tun. Wenn man Antizionismus mit Antisemitismus verwechselt, beschuldigt man damit alle Juden, sie würden diese Verbrechen unterstützen, und sagt letztendlich, alle Juden seien verantwortlich für das was passiert (also Besatzung und Völkermord)."  ¤¤

Außerdem ein Gespräch mit der Grünen Präsidentschaftskandidatin Jill Stein, die bei einem Solidaritätsbesuch an der Uni in St. Louis verhaftet wurde, zusammen mit dutzenden friedlichen Demonstranten. Stein ist selbst jüdischer Abstammung und erklärt, daß es bei den Protesten keinerlei irgendwie judenfeindliche Äußerungen gab. Und daß Zionismus nicht dasselbe ist wie Judentum, und Antizionismus nicht dasselbe wie Antisemitismus. Wenn sie Präsidentin wäre, würde sie den Krieg gegen Gaza mit einem Telefonanruf beenden, indem sie die Waffenlieferungen an Israel beendet.  ¤

CNN berichtet weiter nur am Rand, und dann lieber von einer Gegendemo in Los Angeles von Leuten mit US- und Israelfahnen, angeblich jüdische Leute, worauf aber nichts hindeutet. Es sind fast nur alte Leute und offensichtlich Trumpisten. Die Einzige die das nicht bemerkt, ist Camila Bernal von CNN. 

Außerdem spricht bei CNN Dana Bash mit Senator Bernie Sanders. Er wiederholt nochmal, daß der Terrorangriff der Hamas ebenso zu verurteilen ist wie jeder Antisemitismus, und ebenso klar zu verurteilen ist Israels Krieg gegen die Zivilbevölkerung von Gaza. Die Kritik daran ist aber kein Antisemitismus.  ¤

Auf deutsch nur ein Bericht von Kerstin Klein bei der Tagesschau. Die Proteste werden mit einem düsteren Dräuen von "antisemitischen Vorfällen" belegt, für die es aber auch diesmal keine Belege gibt. Nur einen OT einer Zionistin, die behauptet, jemand habe gerufen "Zionisten sind nicht willkommen" und "Tod dem jüdischen Staat". Nun denn. Wenn das Antisemitismus wäre, sollte man sich mehr davon wünschen. Natürlich wieder kein Wort über die jüdischen Proteste gegen Israel.

A

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TS

 

 

 

 

 

 

 

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28.4.24

 Demo / Gebroder 

Im "Listening Post" ein kurzer Beitrag über die toxischen Medienberichte zu den Protesten an US-Unis.

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29.4.24

Völkermord : "Inside Story: What would ICC arrest warrants against Benjamin Netanyahu mean for Israel?" - Nick Clark spricht mit Gideon Levy (Haaretz), Geoffrey Nice (Menschenrechtsanwalt) und Prof. Stephen Zunes (POlitologe).  leider NNA)*  ¤

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29.4.24

 

 Demo / Gebroder : Die Protestbewegung an den US-Universitäten und die teilweise gewalttätigen Reaktionen des Staates werden, wie seit Tagen bei AJE, allmählich auch bei CNN zum Hauptthema. Aber immer noch wird bei AJE vor allem mit den Teilnehmenden gesprochen, bei CNN über sie. Bei anderen Sendern heute nichts Brauchbares, bei deutschen Sendern gar nichts.  ¤

Ein paar ausgewählte Beiträge: bei AJE die (jüdische) Professorin Jack Halberstam in New York über die vernünftigen politischen Forderungen der Studenten und die sinnlosen Diskussionen über deren nicht vorhandenen "Antisemitismus". Bei CNN die jüdische Studentin Katya Urban (JVP) in Los Angeles über die absurden Antisemitismusvorwürfe. Ebenfalls dazu Noa Fay in New York.  ¤

Und Kaitlan Collins spricht darüber mit Michael Moore, etwas ausführlicher und grundsätzlicher. Sollte sich einfach jede*r ansehen, der/die immer noch Israels Massenmord unterstützt. U.a. weist Moore darauf hin, woher die Formel "From the River to the Sea" stammt, nämlich aus der Charta von Netanjahus Likud-Partei.  ¤¤¤

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zus.28

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30.4.24

Völkermord : Ermittler des ICC sind in Gaza und untersuchen die Funde an zwei Massengräbern in Rafah und Gaza-City und befragen Augenzeugen. Infos und Berichte darüber nur bei AJE (von Tareq Abu Azzoum in Rafah), Einschätzungen von Geoffrey Nice (Menschenrechtsanwalt).  ¤

A 10
                 
30.4.24

Völkermord : Der ICJ in Den Haag verkündet seine Entscheidung über den Eilantrag Nicaraguas gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord. Das Gericht lehnt den Antrag ab, Deutschland kann also weiter Waffen an die israelischen Völkermörder liefern. Allerdings läuft das Hauptverfahren weiter, es könnte also noch zu einer Verurteilung im Nachhinein kommen. Ausführliche Infos nur bei AJE, von Willem Marx (Den Haag) und Dominic Kane (Berlin), und Einschätzungen von Prof. Michael Becker (Jurist, Ex-Mitarbeiter des ICJ).  ¤

Bei CNN gar nichts, auf deutsch nur bei arte ein Bericht, bei ARD und ZDF Kurzmeldungen.

A

arj,TS,hj

10

zus.3

           
30.4.24

Völkermord : AJE hat auch als einziger Sender den Richterspruch live übertragen, anschließend eine Stellungnahme von Nicaraguas Rechtsvertreter Carlos Jose Arguello Gomez, sowie Einschätzungen von Moataz el Fegiry (Jurist), Prof. Sofia Hoffmann (Völkerrechtlerin, Erfurt) und Willem Marx (für AJE in Den Haag).  (Alles zusammen auf der Original HDD.)  ¤

A zus.44
           
30.4.24

 

Demo / Gebroder : Die Proteste an US-Unis gegen Israels Völkermord nehmen noch weiter zu. In New York besetzen Aktivisten ein Gebäude  der Columbia Universität. In der Nacht stürmen Polizisten das Gebäude und verhaften hunderte Demonstranten¤

Weiterhin ausführliche Live-Berichte bei AJE und CNN, wobei die bei AJE weiterhin wesentlich vielseitiger (sieben Korrespondenten in sechs Städten) und spannender sind. Hier Gespräche mit mehreren jüdischen Teilnehmern, u.a. Sam Law in Austin und Prof. Robin Kelley in Los Angeles. Von CNN aufbewahrt nur ein Bericht über den Polizeiangriff in New York, und ein Gespräch von Becky Anderson mit zwei pro-palästinensischen Juden, dem Studenten Ian Berlin in Yale und Prof. Jonathan Simon in Berkeley, über die absurden Antisemitismusvorwürfe von Rassisten gegen Juden, die gegen einen Völkermord protestieren, und über Parallelen zur Bewegung gegen den US-Völkermord in Vietnam.  ¤¤

Auf deutsch zwei Berichte im ZDF, von Elmar Theveßen (halbwegs vernünftig) und von Benjamin Daniel (der die jüdischen Demonstranten, die er im Bericht zeigt, nicht erwähnt, aber eine Gruppe von Rassisten als "jüdischen Gegenprotest" bezeichnet. Absurd.) - Bei der ARD heute nichts.

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zus.35

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     Israel / Palästina - Essentials #3
   

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