Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Israel / Palästina - Essentials                                                                     

 Die Beiträge zu Israel / Palästina landen normalerweise auf Festplatte. Einige besonders wichtige (und meist längere) Stücke habe ich stattdessen auf DVD gebrannt, ohne Durchnumerierung, dafür mit Jahressignatur. Ab jetzt stehen sie zusätzlich auf dieser Liste, die vielleicht irgendwann nach rückwärts ergänzt wird.

  (letzter Eintrag 25.5.22)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
       DVD Isr./Pal. 2018    
22.12.17

"Re: Wem gehört Jerusalem? Kampf um einen Sehnsuchtsort" - Reportage von Katrin Sandmann und Daniel Böhm. Bemerkenswert die Naivität und das bewußte Nichtsehenwollen von Israelis, auch solchen, die keine Hardcore-Nazis sind, die glauben, sie könnten in ihrem Besatzungsstaat ein "völlig normales" Leben leben, und die sich wundern, daß die Palästinenser das nicht können. Sehenswerte Reportage.  ¤

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2.1.18

"The Architecture of Violence" - Film von Ana Naomi de Sousa (in der Reihe "rebel architecture"). Der israelische Architekt Eyal Weizman zeigt in mehreren Orten im besetzten Palästina, wie die Besatzer Architektur als Waffe einsetzen, um die Bewohner des Landes zu trennen, zu kontrollieren, zu schikanieren und ihnen letztlich das Leben dort unmöglich zu machen. Sehr sehenswert, allein schon wegen der Anfangsszene.  ¤¤    (Wiederholung vom 1.9.14)

A 24
           
21.1.18

"Die geheimen Tötungskommandos des Mossad" - Beitrag über die weltweiten Terroranschläge des israelischen Geheimdienstes Mossad, anhand des neuen Buchs von Ronen Bergman, "Der Schattenkrieg". 

ttt 8
21.2.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Norman Finkelstein über die die unerträgliche Not in Gaza und den Goldstone-Report zu israelischen Kriegsverbrechen, über Ahed Tamimi und das Recht auf Widerstand, und über die Macht von gewaltlosem Protest. Spannend, leider nur im Schnelldurchgang angesehen.)  ¤ 

RT 23
           
3.3.18

 

"Gaza: Überleben am Abgrund" - Reportage von Michael Unger, Thomas Vollherbst, Fares Al-Ghoul und Florence Touly über die desolate wirtschaftliche und politische Lage in Gaza.   ¤
Text von arte:
"Der bittere Machtkampf hört nicht auf, trotz der Einigung Ende vergangenen Jahres, zwischen der extremistischen Hamas, die in Gaza herrscht und der von der Fatah dominierten palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland. Finanziell hat die Hamas keine Alliierten mehr. Sie steht mit dem Rücken zu Wand, sodass sie sich schon im Oktober 2017 auf eine Übergabe der Macht verständigt hat. Doch die Umsetzung des Aussöhnungsabkommens steckt in der Sackgasse. Beide Palästinenserorganisationen machen sich gegenseitig das Leben schwer. Die Leidtragenden sind die zwei Millionen Menschen in Gaza: Sie sind ohnehin schon jahrelang abgeschlossen von der Welt, denn seit die radikalen Hamas-Kämpfer ihre Raketen auf Israel schossen, blockiert die israelische Armee die Zugänge zum Gazastreifen."

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6.3.18

Live-OT der Rede von Netanjahu bei der Jahresversammlung des rechtsextremen zionistischen Lobbyverbandes AIPAC in Washington. Er bedankt sich bei Trump für die "Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt", teilt die Welt in "Gut und Schlecht" (natürlich: Israel und Iran), begrüßt ausdrücklich anwesende Ex-Mitglieder der israelischen Terrororganisation IDF und verliert kein Wort über das besetzte Palästina.

C 13
26.4.18

Der deutsche Bundestag debattiert über Antisemitismus und bekennt sich zum "Existenzrecht Israels". Auch die Nazipartei AfD steht dabei auf der Seite der Israelfreunde, solange sie dabei gegen Muslime hetzen kann. Über das von Israel verweigerte Existenzrecht Palästinas wird kein Wort verloren (jedenfalls taucht davon in den Medienberichten nichts auf).

Interessant dazu auch der Artikel in der jW: "Mit der AfD für Israel"

TS 2
29.4.18

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Ronen Bergman (israelischer Journalist und Autor von "Rise and kill first") über Israels Politik der gezielten Ermordung von politischen Gegnern.

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14.5.18

 

 

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag von Uri Schneider über Versuche in Israel, an die Nakba zu erinnern. Offiziell wird die Geschichte der Palästinenser geleugnet und verdrängt, jedes öffentliche Gedenken ist verboten. Gideon Levy glaubt dennoch, daß eines Tages ein israelischer Ministerpräsident vor den Gräbern der Palästinenser auf die Knie fallen wird. "An diesem Tag werden wir anfangen, uns als gleichwertige Menschen gegenüberzustehen." ¤

Ein Beitrag im heute-journal über Jerusalem/ Al-Quds als heilige Stadt von drei Weltreligionen.

Caren Miosga spricht mit dem Historiker Moshe Zimmermann über den trostlosen Zustand des "Friedensprozesses". Die USA standen schon immer einseitig auf der Seite der israelischen Regierung. Trump verschärft den Konflikt. Gerade weil Deutschland aus der Geschichte gelernt hat, muß es sich um mehr bemühen als nur das "Existenzrecht" Israels, auch um die Demokratie in Israel, um den Frieden mit den Palästinensern. Konstruktive Kritik ist nötig.

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19.5.18

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medienberichterstattung zu Trumps Botschaftseinweihung und zu dem Massaker am Gazastreifen. Für viele ein "Splitscreen" zweier Geschichten, die anscheinend nicht zusammenhängen. Der saudische Sender Al Arabiya unterstützt nicht mehr die Sache der Palästinenser 

A 10
           
4.6.18

Der israelische Schriftsteller A.B. Yehoshua hat immer für die Zwei-Staaten-Lösung gekämpft. Nun sagt er, daß diese durch den israelischen Siedlungsbau unmöglich gemacht wurde. ("Time to say Goodbye to the Two-State-Solution - Here is the alternative") Er fordert eine Föderation, einen gemeinsamen Staat von Israelis und Palästinensern mit gleichen Rechten für Alle. Beitrag von Uri Schneider.  ¤

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9.7.18

"Geheimnisvolle Orte: Der Tempelberg in Jerusalem" - Film von Simone Jung. Die Geschichte des heiligen Ortes dreier Konfessionen und der andauernde Streit um seinen Besitz. Sehenswert.  ¤

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27.9.18

Live-OT der Rede von Netanjahu vor der Vollversammlung der UN. Fast nichts über die Palästinenser, dafür ausführliche Märchen über die angebliche Bedrohung durch den Iran. Bei AJE haben sie nach 12 Minuten beschlossen, den Quatsch nicht weiter zu übertragen, und stattdessen drei Korrespondenten nach ihrer Meinung gefragt. Außerdem noch ein zusammenfassender Bericht von James Bays, auch über die Antwort von Präsident Abbas.

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       DVD Isr./Pal. 2019    
10.11.18

"History suppressed: Censorship in Israel's archives" - Ein Beitrag im "Listening Post": staatliche israelische Archive lassen sämtliche Dokumente über die Geschichte Palästinas und die Verbrechen der israelischen Besatzung in der Versenkung verschwinden und zensieren sie für die Öffentlichkeit. Was noch zugänglich ist, wurde so umgeschrieben und neu eingeordnet, daß es das zionistische Narrativ von den terroristischen Arabern unterstützt.  ¤

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13.11.18

In der Reihe "Radicalized Youth": "Thou Shalt Not Kill: Israel's Hilltop Youth" - Film von Fatima Lianes über die milizenartig organisierten rechtsextremen Jugendbanden der Siedler im besetzten Palästina. Unter dem Motto "Price Tag" terrorisieren die Anhänger  des "Kahanismus" (gegründet von dem Terroristen Rabbi Kahane) die Bewohner des Landes und jeden, der sich ihrem Eroberungsdrang widersetzt. Sollten sich Israelfans mal ansehen.  ¤¤

A 26
            
8.12.18

Der CNN-Mitarbeiter Marc Lamont Hill ist entlassen worden, weil er in einer Rede bei den UN eine Ein-Staaten-Lösung mit einem demokratischen Palästina mit gleichen Rechten für alle Bewohner gefordert hat, und zwar "vom Fluß bis zum Meer" (also im gesamten Gebiet, das heute in Israel und Palästina geteilt ist). Wegen dieser Formulierung werfen ihm die israelischen Nazis und ihre Freunde in den USA "Antisemitismus" vor. Beitrag im "Listening Post" mit interessanten Einblicken in das Netzwerk der zionistischen Lobby in den USA.  ¤

Im "Listening Post" außerdem ein Videoclip der arabisch-israelischen Nachrichtensprecherin Lucy Aharish, die angefeindet wird, weil sie die Zuschauer auf hebräisch und arabisch begrüßt. Sie und ihr Mann reagieren mit einem witzigen Lied.

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10.12.18

"Palestinian Seed Queen" - Film von Mariam Shahin über Vivien Sansour, die Gründerin der "Palestine Seed Library". Sie kümmert sich um den Erhalt von Nutzpflanzen. Im "Bir Arts and Seeds centre" in Beit Sahour sammelt sie die Saaten von alten Sorten aus dem ganzen Land und sorgt für den Austausch unter Bauern und Gärtnern. Im Film zeigt sie uns Palästina "durch Fava-Bohnen und Molokhia, durch seltsam geformte Tomaten und Aprikosensamen". Die Einschränkungen und Verwüstungen durch die Besatzung sind nicht Thema, stehen aber ständig sichtbar dabei.  (Witness)  ¤

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10.1.19

Die US-Bürgerrechtlerin Angela Davis sollte einen wichtigen Menschenrechtspreis ihrer Heimatstadt Birmingham (Alabama) erhalten. Dieser wurde ihr aber wieder aberkannt, wegen ihres Engagements für die Rechte der Palästinenser, und weil sie den Boykott (BDS) gegen den Besatzerstaat Israel unterstützt. Die Trump-Regierung strebt ein neues Gesetz an, das Sanktionen gegen Firmen verhängt, die den Israelboykott unterstützen.

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2.3.19

Im "Listening Post" ein OT der israelischen TV-Journalistin Oshrat Kotler. Sie hat in ihrer TV-Sendung gesagt, daß israelische Soldaten durch die Besatzung zu Tieren werden. Als sie deshalb heftig angegriffen wird und Morddrohungen erhält, entschuldigt sie sich, und fügt an: "Ich kann es nicht ändern, daß ich den enormen Preis sehe, den wir von unseren Kindern, unseren Soldaten verlangen, dafür daß wir über ein anderes Volk herrschen."

A 2
9.3.19

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu, bei denen es u.a. um die Einflußnahme des Premiers auf die Berichterstattung diverser israelischer Medien geht. (NNA)*  ¤ 

A 10
           
9.3.19

Am Gorki-Theater in Berlin wird das Stück "Third Generation, Next Generation" der israelischen Autorin Yael Ronen uraufgeführt. Darin setzen sich israelische, palästinensische und deutsche Schauspieler mit Geschichte und Gegenwart (und Zukunft) des Nahost-Konflikts auseinander. Mit viel schwarzem Humor werden dabei auch heikle Aspekte betrachtet, z.B. wenn frühere KZ-Insassen heute selber Fleisch von KZ-Hühnern essen. Der Bericht und Claus Kleber weisen mehrmals darauf hin, daß eine Aufführung des Stücks in Israel unmöglich wäre.  ¤ 

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23.3.19

Im "Listening Post" ein bizarres Dokument aus dem israelischen Wahlkampf: die rechtsextreme Justizministerin Ayelet Shaked wirft in einem Werbespot dem obersten Gericht Faschismus vor - oder, je nach Interpretation, sie bekennt sich selber offen zum "Parfum des Faschismus".

A 2
           
3.4.19

Portrait des rechtspopulistischen israelischen Machthabers Benjamin Netanjahu, von Nicola Albrecht. Deutliche Parallelen zu Donald Trump. Interessant der Hinweis, daß er in den 80er-Jahren von der New Yorker Psychologin Lilyan Wilder "gecoacht" (d.h. zum seelenlosen Roboter gemacht) wurde. Wilder sagt, er sei ihr bester Schüler gewesen.  ¤

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5.7.19

Beitrag von Uri Schneider über "König Bibi", den korrupten rechtsextremen Regierungschef Israels. Angesichts diverser Gerichtsverfahren versucht er Gesetze durchzusetzen, die ihm Immunität garantieren. Intellektuelle wie der Historiker Noah Harari, der Dramatiker Joshua Sobol und die Richterin Dalia Dorner sehen darin eine Gefährdung der Demokratie. Jede Woche demonstrieren Leute gegen den "´Crime-Minister". Dessen beste Freunde international sind die Faschisten Orban, Trump und Bolsonaro.

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6.7.19

Bei "BBC-Newsnight" ein Bericht von Tom Bateman über Übergriffe von israelischen Nazisiedlern auf Einheimische im besetzten Palästina. Die Hassverbrechen der Nazis finden unter den Augen und dem Schutz der israelischen Armee statt. Nach dem Bericht eine Stellungnahme von Schlomo Fischer (Jewish People Policy Institute). Er meint, es gebe Gewalt von beiden Seiten, setzt also die Verbrechen der Besatzer mit dem legitimen Widerstand gegen die Besatzung gleich. Ansonsten wirres Zeug über ein "Zusammenleben von zwei Staaten auf demselben Territorium". (Tatsächlich wäre die Lösung des Konflikts ein Zusammenleben beider Völker in einem gemeinsamen demokratischen Staat.)  ¤

B 10
           
8.7.19

Einige Überlebende des ISIS-Völkermordes an den Yeziden sind in Israel aufgenommen worden und finden bei der Aufarbeitung ihres Traumas Hilfe bei Nachkommen von Überlebenden des Nazi-Holocaust. Oren Liebermann berichtet aus Tel Aviv.  ¤

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8.7.19

Beitrag über den Dokumentarfilm "Lea Tsemel, Anwältin" von Rachel Leah Jones und Philippe Bellaiche. Die jüdisch-israelische Anwältin Lea Tsemel verteidigt vor Gericht palästinensische Attentäter und wird dafür von den israelischen Nationalisten scharf attackiert. Sie sieht die Anschläge als Widerstand gegen die Besatzung und Teil des Freiheitskampfes der Palästinenser. - Der Film läuft Mittwochabend 22:45 in der ARD.  ¤

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10.7.19

"Lea Tsemel, Anwältin" - Dokumentarfilm von Rachel Leah Jones und Philippe Bellaiche über die israelische Rechtsanwältin Lea Tsemel, die vor Gericht palästinensische Attentäter verteidigt. Sie sieht die Anschläge als Widerstand gegen die Besatzung und Teil des Freiheitskampfes der Palästinenser.  ¤¤

ARD 90
       DVD Isr./Pal. 2019 / 2020    
13.7.19

"Boycott, resist, push back: Shifting Israel narratives in the US" - Sonderausgabe des "Listening Post" über den sich ändernden Diskurs zu Israel bei Politikern, Journalisten und Aktivisten in den USA. Die Debatten in der Demokratischen Partei, u.a. um angeblich antisemitische Äußerungen von Ilhan Omar. Der schrumpfende Einfluß von AIPAC unter US-Juden. Der Rauswurf von CNN-Mitarbeiter Marc Lamont-Hill. Versuche, den Aufruf zum Boykott Israels zu kriminalisieren. Wie Trump mit seiner plumpen Unterstützung für Netanjahu dem Ansehen Israels schadet. - Höchst spannend und aufschlußreich. Ein Beitrag auf diesem Niveau wäre auf deutsch unvorstellbar. Der Inhalt in gestraffter Form komplett nachzulesen unter dem Link.  ¤¤

A 27
           
14.7.19

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Thomas Friedman (NYT). Der warnt davor, daß Netanjahu bei einer Wiederwahl Israel zu einer "Jüdischen Bananenrepublik" machen wird.

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14.7.19

Zionistische Organisationen in den USA schicken jedes Jahr tausende junge jüdische Amerikaner auf sog. "Birthright"-Touren nach Israel, bei denen ihnen Israel als jüdisches Disneyland gezeigt wird. Die progressiven jüdischen Gruppen U-Street und J-Street organisieren nun alternative Israeltouren, bei denen auch die Realität der Besatzung thematisiert wird und Kontakte mit Palästinensern gesucht werden. Bericht von Oren Liebermann.  - (Übrigens bemerkenswert, wie selbstverständlich die Zionisten ein "Geburtsrecht" auf dieses Land reklamieren, während sie das gleichwertige Rückkehrrecht der Palästinenser in ihre Heimat ablehnen und jeden als "antisemitisch" verunglimpfen, der dafür eintritt.)

C 4
15.8.19

Nachdem Trump Israel aufgefordert hat, die beiden muslimischen Parlamentsabgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib nicht ins Land zu lassen, tut Netanjahu genau dies. Wegen ihrer Unterstützung für BDS seien sie dort nicht willkommen, und sie dürfen auch nicht das besetzte Palästina besuchen. Breite Proteste von allen Seiten, auch von Republikanern, und Kritik sogar von der zionistischen Lobbygruppe AIPAC.  - Berichte bei allen internationalen Sendern. Auf deutsch nur eine Meldung im ZDF und ein Bericht bei Euronews.  ¤

A,B,C,hj,E

zus.23
                 
16.8.19

Nach ihrer Einreiseverweigerung durch Israels Regierung hat Rashida Tlaib Israels Angebot abgelehnt, zu einem rein privaten Besuch bei ihrer Großmutter nach Palästina zu reisen. Mit den dafür gestellten repressiven Bedingungen solle sie gedemütigt werden. Die Beobachter sind sich einig, daß die Affäre dem Ansehen Israels schadet und vor allem Netanjahu, der sich als williger Diener Donald Trumps gezeigt hat. - Ausführlich berichtet weiter vor allem CNN. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,C,arj,E

zus.12
                 
19.8.19

Rashida Tlaib und Ilhan Omar geben eine Erklärung ab zum Einreiseverbot nach Palästina und zu den Zuständen dort unter der israelischen Besatzung. OT bei AJE und CNN, Erläuterungen bei AJE von John Hendren, bei CNN von Peter Beinart. 

A,C zus.13
                 
16.9.19

 

Am Tag vor der Parlamentswahl in Israel gab es etliche Vorberichte. Aufgehoben nur zwei:

Mike Lingenfelser berichtet in den Tagesthemen über den wachsenden politischen Einfluß der Strengreligiösen. Vom Unbehagen darüber profitiert ausgerechnet der Faschist Liebermann, der sich neuerdings als Kämpfer gegen die Ultraorthodoxen aufführt - mit denen er selber jahrzehntelang zusammengearbeitet hat. Jetzt wählen ihn auch liberale säkular eingestellte Israelis.  ¤

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag von Uri Schneider über den schmutzigen Wahlkampf. Hass, Hetze, Angstmache, offener Rassismus, vor allem von Netanjahus Likud-Partei. Über Frieden redet man nicht mehr. Im Beitrag kommen zu Wort der liberale Politiker Jossi Beilin, die wegen kritischer Äußerungen entlassene Journalistin Oshrat Kotler, der arabische Abgeordnete Ayman Odeh (Gemeinsame Liste) und der Rapper Neta Weiner.  ¤

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14.10.19

"The Occupation of the American Mind - Israel's Public Relations War in the United States" - Film von Loretta Alper und Jeremy Earp, Text gesprochen von Roger Waters. Wie Medien und Politiker aus Israel und den USA den Amerikanern (bislang erfolgreich) einreden, Israel sei das arme Opfer, das sich gegen die Angriffe von wildgewordenen Nachbarn verteidigen müsse. Mit zahlreichen O-Tönen der Beteiligten und Einschätzungen u.a. von Sut Jhally, Phyllis Bennis, Max Blumenthal, Norman Finkelstein, Amira Hass und Noam Chomsky. Spannend und aufrüttelnd.  (Wiederholung vom 11.3.17. Damals ging meine Aufnahme verloren.)   ¤¤

A 47
           
24.10.19

Beitrag von Uri Schneider über die Zensur von historischen Dokumenten durch israelische Behörden. In den Dokumenten geht es um israelische Kriegsverbrechen, u.a. Massenerschießungen von Zivilisten, bei der Vertreibung der Palästinenser während der Nakba (israelische Staatsgründung). Ein paar israelische Historiker versuchen, die Dokumente aus den staatlichen Archiven zugänglich zu machen.

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12.11.19

In der EU müssen Waren aus den von Israel besetzten Gebieten als solche gekennzeichnet werden. 

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18.12.19

Israel hat trotz Waffenembargos Waffen nach Myanmar geliefert, und Israels Regierung pflegt offenbar beste Beziehungen zu dem Völkermordregime. Ein Infostück bei PressTV. Alle Infos aus israelischen Quellen (vor allem "Haaretz").

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26.12.19

Ein Beitrag von Oren Liebermann über Parallelen und Beziehungen zwischen den drei Faschisten Netanjahu, Trump und Modi.

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29.1.20

"Inside Story: Will the US Mideast plan boost or undermine peace?" - Sami Zeidan diskutiert mit Phyllis Bennis (Politologin, u.a. bei "Jewish Rights for Peace"), Robbie Sabel (Ex-Berater des israelischen Außenministeriums) und Nabil Sha'ath (Berater von Präsident Abbas). (NNA)*  ¤

A 26
               
1.3.20

Beim demnächst stattfindenden Jahreskongress der Netanjahu-Fans vom AIPAC werden sowohl Trumps Leute als auch Demokraten auftreten und um die Stimmen jüdischer Wähler werben, aber nicht Bernie Sanders, der AIPACs rechtsextreme Töne und die Negierung der Rechte der Palästinenser verurteilt. Bericht von Patti Culhane.

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8.6.20

"Re: Wem gehört das Heilige Land - Deutsche Siedler im Westjordanland" - Film von Katrin Sandmann über einige deutsche und israelische Kolonisten in einer illegalen Siedlung im besetzten Palästina, die sich selber für "unpolitisch" halten. Interessante Beobachtungen. Leider NNA)*  ¤ 

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1.7.20

Der israelische Philosoph Omri Boehm stellt in seinem neuen Buch "Israel - Eine Utopie" fest: "Ein Staat, der ausdrücklich darauf besteht, die Souveränität des jüdischen Volkes und nicht die Souveränität seiner Bürgerinnen und Bürger zu behaupten, kann keine liberale Demokratie sein." Peter Schneeberger spricht mit Prof. Omri Boehm. Der befürchtet, daß Netanjahu den "Trump-Plan" (Kushner-Plan) umsetzen wird. Den Frieden wird das nicht fördern. Er wünscht sich einen gemeinsamen föderalen  Staat von Juden und Palästinensern. Dieser ist der einzige Ausweg, nachdem die Zwei-Staaten-Lösung nicht mehr möglich ist. Die gemeinsame Liste im israelischen Parlament ist ein erster Schritt dorthin. Er fordert deutsche Intellektuelle auf, sich stärker in den Konflikt einzumischen und die Selbstzensur bei diesem Thema zu beenden.  ¤¤

Eine schöne Rezension des Buches gab es Montag im DLF, auch zum Nachhören.

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5.7.20

Noch ein Beitrag über das Buch "Israel - Eine Utopie" des israelischen Philosophen Omri Boehm. Seine Forderung, Deutschland solle sich mehr gegen Netanjahus Annexionspläne engagieren, wird von Alan Posener abgelehnt, mit einem zynischen und einem demagogischen Argument. Boehm: wenn Israel den Palästinensern nicht die israelische Staatsbürgerschaft gibt, wird es zum Apartheidsstaat. Er glaubt, daß ein Zusammenleben von Juden und Arabern wie in Haifa auch in einem gemeinsamen föderalen Staat möglich ist, mit gleichen Rechten für Alle. Alan Posener dazu: die Palästinenser sind aber keine Schweizer. Was viel schlimmer ist: ein Teil der Israelis sind auch keine Schweizer!  ¤

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       DVD Isr./Pal. 2020/21    
12.7.20

Ein Beitrag von Susanne Glass mit drei Stimmen zu Israels geplanter Annexion von Teilen Palästinas. Ein faschistischer Siedler, eine alte Palästinenserin aus dem Dorf Al-Walaja (dort gibt es den ältesten Olivenbaum der Welt) und ein israelischer Ex-General, der den Kushner-Plan für eine Katastrophe für beide Seiten hält.

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6.8.20

Anders Lee ("Redacted Tonight") spricht mit Norman Finkelstein über Israels Plan, Teile des besetzten Palästina zu annektieren, und warum Netanjahu diese Pläne noch nicht umgesetzt hat. U.a. wegen der dann zwangsläufig folgenden Anklage gegen Israel beim ICC.  ¤

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13.10.20

"Rim Banna - The Voice of Palestine" - Film über die palästinensische Sängerin Rim Banna (1966 - 2018).  ¤¤

Text von AJE: "The dramatic life of the outspoken Palestinian singer and musician Rim Banna - her talent, struggle and premature death from breast cancer in 2018 aged only 51."

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25.10.20

Palästinensische Rechtsanwälte haben die britische Regierung auf Schadensersatz verklagt für die Folgen der Balfour-Deklaration von 1917, die zur Besatzung Palästinas erst durch die Briten und dann durch die Zionisten führte.

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3.3.21

Der ICC beginnt mit der Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen im besetzten Palästina, und zwar ausdrücklich Verbrechen beider Seiten. Netanjahu nennt die Untersuchung "antisemitisch" (OT, sinngemäß: "alle Anderen dürfen Zivilisten ermorden, nur wir nicht. Das ist antisemitisch.") und auch der neue US-Außenminister lehnt sie ab.  - Bei AJE ausführliche Infos und Berichte, Einschätzungen von Marwan Bishara und Max Blumenthal. Bei CNN Einschätzungen von Luis Moreno Ocampo (Ex-Ankläger beim ICC). - Bei den deutschen Sendern nichts: keine Berichte, keine Meldungen. Nur bei Euronews ein Bericht ¤

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17.4.21

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Ilan Pappe (israelischer Historiker) über Israel und das besetzte Palästina. Pappe nennt Gaza und das Westjordanland israelische Freiluftgefängnisse, das eine ein Hochsicherheitsgefängnis, das andere eher ein offenes Gefängnis, beide voll mit Leuten, deren einziges Verbrechen es ist, daß sie Palästinenser sind. (Nicht alles angesehen.)  ¤

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26.4.21

Human Rights Watch hat in einer Untersuchung erstmals festgestellt, daß es sich bei der Behandlung der Palästinenser durch Israel um Apartheid handelt, die das Ziel hat, die "jüdische Vorherrschaft" in Palästina zu sichern. Bei CNN Erläuterungen von Eric Goldstein (HRW). Die Bezeichnung Apartheid bezieht sich vor allem auf das besetzte Palästina, aber auch in Israel werden palästinensische Israelis diskriminiert. Bei AJE Bericht und Infos von Harry Fawcett.  ¤

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27.4.21

Zur Einordnung von Israels Regime im besetzten Palästina als "Apartheid" durch HRW spricht Becky Anderson mit Kenneth Roth, dem Direktor von HRW.  ¤

"Inside Story: Will Israel be held accountable for ‘apartheid’ policies?" - Mohammed Jamjoom diskutiert mit Raji Sourani (palästinensischer Menschenrechtsanwalt), Anne Herzberg (israelische Völkerrechtlerin) und Prof. William Schabas (Völkerrechtler). (NNA)*

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11.5.21

Gespräch mit dem Historiker Joseph Croitoru (neues Buch: "Al-Aqsa oder Tempelberg - Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten") über den Streit zwischen Juden und Muslimen um den Tempelberg. Eigentlich dürfen Juden auf dem heiligen Gelände der Muslime nicht ihren Glauben praktizieren, aber seit zwei Jahren läßt die israelische Polizei es zu, daß israelische Extremisten dort in Gruppen auftreten um die Einheimischen zu provozieren. (Leider geht Croitoru nicht der Frage nach, ob das wirklich gläubige Juden sind oder doch nur evangelikale Nazis.)

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16.5.21

 

 

 

Omar Barghouti (Mitgründer von BDS): solange der UN-Sicherheitsrat nichts gegen Israels Kriegsführung und die Besatzung Palästinas unternimmt, kann aber jeder Staat und auch jeder Einzelne etwas tun, mit Waffenembargos, Abbruch der Beziehungen und Kaufboykotts. Es handelt sich nicht um einen "Konflikt", sondern um ein System von Apartheid und Kolonialismus. Wer die Gewalt beenden will, muß die Ursache bekämpfen: die Unterdrückung.

Moshe Zimmermann (Historiker): Die Siedler versuchen, die Palästinenser aus ihrem Land zu verdrängen. Bei den israelischen Juden wächst die Tendenz zum radikalen Nationalismus. Der Krieg nutzt kurzfristig Netanjahu. Die internationale Gemeinschaft muß sich auch in "ruhigen" Zeiten um eine Lösung des Konflikts kümmern.

Tom Segev (Historiker): Vermutlich werden wieder beide Seiten behaupten, sie hätten den Waffengang gewonnen. Nach ein paar Jahren Ruhe kommt der nächste Krieg, aber der Konflikt wird nie gelöst. Die Bevölkerung in Gaza leidet schrecklich, unter dem Krieg und unter der islamistischen Hamas-Diktatur.

Daniel Barenboim (Dirigent und Friedensaktivist): Hoffnung zu haben, in der Situation, in der wir heute sind, ist naiv. Man muß die israelische Regierung kritisieren, aber nicht vor der Synagoge. Die Israelis müssen verstehen, daß die Besatzung kein Zustand auf Dauer sein kann. Das muß aufhören! 

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18.5.21

 

 

 

 

Bei "Markus Lanz" diskutieren die beiden Nahost-Expertinnen Ahmad Mansour und Kristin Helberg über den Nahostkonflikt und über den "eingewanderten Antisemitismus". Zu beidem eine sehr deutliche Haltung von Helberg: man kann die Raketenangriffe der Hamas verurteilen, muß aber den Kontext der israelischen Besatzung und der ständigen weiteren Verdrängung der Palästinenser sehen. Der Antisemitismusvorwurf wird auch benutzt, um Kritik an Israel zu entwerten. Die Zwei-Staaten-Lösung ist durch Israels Siedlungen inzwischen unmöglich. Von Mansour dagegen fast nur Plattheiten. Z.B., daß er ja auch für die Zwei-Staaten-Löung sei. (Dann soll er bitte auch sagen, wo dieser palästinensische Staat denn liegen soll. In Jordanien?) Jedenfalls eine spannende Debatte mit viel Gesprächsstoff, die man sich beim nächsten Gazakrieg nochmal ansehen kann. (Beim Thema Syrienkrieg war ich mit Helbergs Position nicht einverstanden. Sie hat das "Assad-Regime" verteufelt, ohne zu erkennen, welche Interessen hinter den salafistischen "Rebellen" stecken.)  ¤

 Etwas seltsam, daß man über arabischen, "zugewanderten" Antisemitismus redet, aber den seit etwa einem Jahr grassierenden deutschen Antisemitismus nicht erwähnt. Dies, obwohl am Anfang auch der Faschist Maaßen Thema war. Der hat immer wieder klar antisemitische Parolen verbreitet, spielt sich jetzt aber als großer Israelfreund auf und damit als jemand, der qua definitionem kein Antisemit sein könne. Ebenso die ganze Nazipartei und alle Rassisten bei CSU und FDP. Aber das wurde leider nicht erörtert. Helberg hat das Thema kurz angerissen, wurde aber abgewürgt.

ZDF

 

 

 

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12.6.21

Eine Sonderausgabe des "Listening Post: Journalism under Apartheid" - Beitrag über die Aktivistin Muna el Kurd in Sheikh Jarrah und über den Fotografen Hosam Salem in Gaza. Aktuelle Infos über die andauernden Angriffe Israels auf Journalisten in Palästina. Gespräch mit Hagai El-Ad (Direktor der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem). Kommentar von Richard Gizbert: wenn die Medien nicht mehr über Palästina berichten, sind da noch die sozialen Medien, die die Mainstream-Medien drängen, weiterzumachen.  ¤

A 26
           
26.7.21

Laut israelischen Zeitungen hat das Netanjahu-Regime einigen arabischen Diktaturen (Marokko, Emirate, Bahrain) die Spionage-Software "Pegasus" angeboten, als Lockmittel zur Aufnahme von diplomatischen Beziehungen. Auch die Diktaturen Aserbeidjan und Ruanda und die faschistische Regierung Indiens bekamen die Software im Austausch für Beziehungen. Bericht bei arte von Stephane Amar. (Interessant wäre noch zu erfahren, was die Saudis für das Spähprogramm geboten haben. Deren Einsatz des Programms gegen Jamal Khashoggi war der erste bekannt gewordene Fall.) - Auch bei PressTV Infos dazu, sowie einige Kommentare aus dem Internet. "Der Pegasus-Skandal zeigt, daß Israel nicht nur ein Apartheidstaat ist, sondern auch ein Schurkenstaat." Passend dazu ein Video mit O-Tönen von israelischen Nazis, mit Parolen wie "Tod den Arabern!" und "Die zweite Nakba kommt bald!"   ¤

arj,P

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31.7.21

Im "Listening Post" noch ein Beitrag über Israels "Spytech-Diplomatie". Immer wenn Netanjahu Auslandsbesuche bei autoritären Regimes gemacht hat, wurde dort kurze Zeit später damit begonnen, die Spionagesoftware "Pegasus" gegen Oppositionelle und Journalisten einzusetzen. Das gilt z.B. für Indien, Azerbaijan, Ungarn und Ruanda. (An die Emirate und die Saudis wurde die Software aber auch weitergegeben.)  ¤

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       DVD Isr./Pal. 2021/22    
2.10.21

 

"Neue Straßen fürs Westjordanland" - Reportage von Stéphane Amar über Israels Straßenbau im besetzten Palästina, der nur den israelischen Siedlern dient und das Land der Palästinenser immer weiter zerschneidet.  ¤

Text von arte: "Israel investiert viel Geld in neue Schnellstraßen, Tunnel, Viadukte und Parkhäuser im palästinensischen Westjordanland. Das ermutigt immer mehr Bürger Israels, sich in den neuen Siedlungen niederzulassen, denn die sind ja jetzt durch moderne und sichere Straßen mit den großen Städten verbunden. Diese Straßen sind auch die Antwort auf Israels Bevölkerungszuwachs. Die meisten Israelis leben in Tel Aviv und Jerusalem, und in diesen Ballungsgebieten wird es allmählich eng. Also bauen sie die Siedlungen im Westjordanland aus. Doch allmählich gleicht das Ganze immer mehr einer schleichenden Übernahme der Palästinensergebiete."

arep

 

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24.11.21

 

 

 

 

 

"Re: Wem gehört das Heilige Land? - Deutsche Siedler im Westjordanland" - Film von Katrin Sandmann. Lauter total nette deutsche (jüdische) Siedler in den nicht etwa illegalen, sondern "umstrittenen" israelischen Siedlungen im besetzten Palästina. Da wird sogar den vorbeifahrenden palästinensischen Müllmännern fröhlich zugewunken. Gleich am Anfang macht ein OT den Geisteszustand dieser Leute deutlich: der Kern der jüdischen Religion sei der Bezug zum "Land". Wer entsprechendes in Deutschland sagen würde, gälte zurecht als völkischer Nazi. Es kommt dann aber auch noch ein palästinensischer Friedensaktivist zu Wort, und Siedler, die sich offen für ein friedliches Zusammenleben mit den Einheimischen zeigen.  ¤

Text von arte: "Zwei deutsche Juden ziehen in eine Siedlung nahe Bethlehem. Der Grund: Sie träumen von einem Leben im Heiligen Land. Völkerrechtlich gelten israelische Siedlungen auf palästinensischem Boden als illegal. Aber die Siedler glauben, dass sie ein Recht auf dieses Land haben. Was zieht die Deutschen in die Siedlungen? Und wie stellen sie sich das Zusammenleben mit den Palästinensern vor?
Was treibt Menschen aus Europa an, ihr vergleichsweise komfortables Leben gegen ein deutlich komplizierteres und gefährlicheres in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten einzutauschen?
Die Kölnerin Chaya Tal und der Bonner Nethanel von Boxberg haben genau das getan: Sie sind in den Siedlungsblock Gush Etzion in der Nähe von Bethlehem im Westjordanland gezogen. Beide sind überzeugt, dass Judäa und Samaria, wie sie dieses Gebiet nennen, dem Volk Israel, also den Juden gehört. Nach internationalem Recht gilt das Gebiet allerdings als illegal von Israel besetzt, auch wenn Israels Regierung das nicht akzeptiert.
Chaya und Nethanel sind nicht die einzigen Europäer unter den etwa 450.000 Siedlern im Westjordanland – gerade in Gush Etzion haben Belgier, Franzosen, Schweizer oder Niederländer ein neues Zuhause gefunden. Und besonders unter den Europäern sind viele, die einen erstaunlichen Widerspruch leben: Sie besetzen einerseits Land, das den Palästinensern gehört, und setzen sich gleichzeitig für ein friedliches Zusammenleben mit ihnen ein. Wie geht das?
Chaya spricht fließend Arabisch und hat Freunde in den palästinensischen Dörfern, deren Betreten israelischen Staatsbürgern eigentlich streng verboten ist."

arte

 

 

 

 

 

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11.12.21

Beitrag im "Listening Post": die israelische Spionagesoftware "Pegasus", die weltweit von Diktaturen gegen Journalisten und Oppositionelle eingesetzt wird, bekommt in den USA Gegenwind sowohl von der Regierung als auch von Tech-Firmen. Es gibt in den USA und der EU Forderungen, die Verwendung von Pegasus zu verbieten. Inzwischen haben aber andere Firmen längst ähnliche Programme zum Hacken von Handys entwickelt.  ¤

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24.12.21

Nachtrag (Wiederholung vom 14.5.21): "Inside Story: Can young activists change the dialogue on Israel-Palestine?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Mariam Afifi (palästinensische Aktivistin in Ost-Jerusalem), Najla Shawa (humanitäre Helferin in Gaza) und Morriah Kaplan (Aktivistin bei der US-jüdischen Gruppe gegen die Besatzung "IfNotNow"). Über die neuen Protestbewegungen für die Rechte der Palästinenser und gegen die illegale israelische Besatzung. Als Einstieg einige Zitate zum Zusammenhang zwischen BLM-Protesten in den USA und Palästina-Solidarität, und ein OT von Trevor Noah ("The Daily Show") über die Unverhältnismäßigkeit zwischen dem militanten Widerstand der Palästinenser und der brutalen Reaktion der israelischen Militärmaschine. "Was dort passiert, ist nicht schwer zu verstehen: es handelt sich um Siedlerkolonialismus und ethnische Säuberung."   ¤¤

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1.1.22

 

 

 

 

Alle Welt trauert um den verstorbenen Bischof und Anti-Apartheid-Kämpfer Desmond Tutu. Daß Tutu sich für Freiheit und Menschenrechte nicht nur in Südafrika sondern weltweit eingesetzt hat, fällt dabei unter den Tisch. (Auch sein Einsatz für die Rechte von LGBT und für die weltweite Klimagerechtigkeit.) Tutu hat auch immer wieder gleiche Rechte für die Palästinenser gefordert und Israels Apartheidsystem im besetzten Palästina verurteilt. Dazu ein Auszug aus einem Gespräch von David Frost mit Bischof Tutu von 2012, nach dessen Besuch in Palästina: "Vieles dort erinnert an die Situation in Südafrika zur Zeit der Apartheid, manches ist sogar schlimmer, denn eine solche Mauer zur Abgrenzung hatten wir bei uns nicht. Israels Politiker wissen, daß sie sich alles erlauben können, weil der Westen ein schlechtes Gewissen hat, weil er den Juden während des Holocaust nicht geholfen hat. Wenn sie (der Westen) sich deshalb schuldig fühlen, sollen sie dafür einen Preis bezahlen, aber es sind die Palästinenser, die den Preis bezahlen. Fast größere Sorge als das, was den Palästinensern passiert, macht mir, was das mit den Israelis macht. Wenn man eine entmenschlichende Politik ausführt, wird diese Politik unvermeidlich den Ausführenden selbst entmenschlichen." (Meine grobe Übersetzung)

Gespräch darüber mit Ali Abunimah (Electronic Intifada). "Tutu war weltweit gerade deswegen so beliebt, weil er immer deutlich die Wahrheit gesagt hat. Tutu war in den 80er Jahren, als Nelson Mandela im Gefängnis saß, das Gesicht und die Stimme Südafrikas. Er war bis zuletzt konsistent in seiner Botschaft: so wie wir die Apartheid in Südafrika boykottiert haben, müssen wir Israels Apartheid boykottieren. Wer "neutral" zwischen dem Unterdrücker und dem Unterrückten steht, stellt sich in Wahrheit auf die Seite des Unterdrückers. Daß die BDS-Bewegung weltweit Fuß gefasst hat, ist zum großen Teil Desmond Tutus Verdienst. Wenn jetzt Politiker Tutu als moralisches Vorbild preisen, aber sich weigern, seiner moralischen Lektion zu folgen, müssen wir diese Heuchelei anprangern. Leute, die Waffen an Israel verkaufen, sollten keine Grabreden auf Desmond Tutu halten." (Meine gekürzte grobe Übersetzung)  ¤¤

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29.1.22

Israels Regierung zahlt 30 Millionen Dollar an die Initiative "Concert", die in aller Welt, aber vor allem in den USA, Propaganda gegen kritische Berichterstattung über Israel und speziell gegen Boykottforderungen (BDS) machen soll. Infos im "Listening Post".

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1.2.22

 

Amnesty International hat in einem neuen Report ("Israel’s apartheid against Palestinians: Cruel system of domination and crime against humanity"), wie zuvor bereits HRW und B'Tselem, Israel wegen der Behandlung der Palästinenser als "Apartheidstaat" verurteilt. Die Politik der Trennung, Enteignung und Ausgrenzung in den besetzten Gebieten zeige, daß die Palästinenser als "rassisch minderwertige Gruppe" behandelt werden. ai-Generalsekretärin Agnes Callamard nennt Israels Politik ausdrücklich ein "Menschheitsverbrechen". Israels Außenminister Lapid nennt den Report "falsch, voreingenommen und antisemitisch", ohne inhaltlich darauf einzugehen.

Bei AJE die Presskonferenz von Agnes Callamard live aus Ost-Jerusalem, Einschätzungen von Marwan Bishara ("Der Vorwurf des Antisemitismus gegen Menschenrechtler schadet vor allem dem Kampf gegen den Antisemitismus.") und ein Bericht von Harry Fawcett. Bei CNN Einschätzungen von Peter Beinart (ebenfalls zustimmend. Er verweist u.a. darauf, daß Israel selbst die Berichte von ai benutzt, wenn es um die Lage im Iran geht.) - Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.  ¤

A,C

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zus.31

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4.2.22

Zum Report von Amnesty über die israelische Apartheidpolitik mochte sich "kulturzeit" nicht auf eine eigene Haltung festlegen. Man stellt stattdessen zwei konträre Ansichten vor: der israelische Soziologe und Historiker Moshe Zuckermann freut sich, daß Amnesty das Offensichtliche bestätigt und weist darauf hin, daß die Diskriminierung der Palästinenser in den besetzten Gebieten eine andere Qualität hat als die in Israel. "Für mich als Sohn von Shoah-Überlebenden ist es unbegreiflich, daß dieses Land eine solche Barbarei schon seit über 50 Jahren alltäglich betreibt." - Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) lehnt den Begriff Apartheid für die Zustände in Israel ab. Auch er sieht immerhin eine "Gefahr", daß sich im besetzten Palästina in den nächsten Jahrzehnten eine Art Apartheid entwickeln könnte. Er meint, Amnesty würde die Auflösung des israelischen Nationalstaates fordern (was natürlich Unsinn ist) und das würde auf einen neuen Genozid hinauslaufen (womit er dann am Ende doch noch im Feld der absurden Demagogie landet).  ¤

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12.2.22

Lee Camp ("Redacted Tonight") über Amnestys Entscheidung, Israel (endlich) als Apartheidstaat zu bezeichnen. Lee Camp: "Jeder sollte ai unterstützen, wenn sie aus dem dunklen Zeitalter heraustreten und Israels Apartheid anerkennen. Ich darf das sagen, denn ich bin Jude. Aber Sie dürfen das auch sagen, auch wenn Sie nicht jüdisch sind. Genauso wie jeder sagen darf, daß die USA eine unterdrückerische und kriegstreibende Nation sind, die mit ihren Kriegen in aller Welt in den letzten 20 Jahren sechs Millionen unschuldige Leute umgebracht haben."  ¤

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13.5.22

Die Ermordung der palästinensischen Journalistin Shireen Abu Akleh.

Alle von mir aufgehobenen Berichte von AJE vom 11.5. bis 13.5. auf einer Extra-DVD, insgesamt 32 Stücke, dreieinhalb Stunden.  ¤¤¤

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20.5.22

"Talk to Al Jazeera - In the Field: Shireen Abu Akleh - The Voice of Palestine" - Über die palästinensische Journalistin und Al-Jazeera-Korrespondentin Shireen Abu Akleh und ihre Ermordung durch israelische Soldaten, und allgemein über die Verfolgung palästinensischer Journalisten durch Israel. Stefanie Dekker spricht mit den palästinensischen Journalistinnen Rania Zabaneh, Wessam Hammad und Faten Elwan ¤

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25.5.22

"Israel als Besatzungsmacht - Soldaten erzählen" - Zweiteiliger Film von Avi Mograbi mit Aussagen von israelischen Soldaten, die im besetzten Palästina eingesetzt waren, seit 1967 bis heute. Höchst aufschlußreich. Leider NNA)*  ¤¤  (Heruntergeladen von YT)

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