Obama : O-Töne (gerichtsverwertbar) (letzter Eintrag 24.1.12)
Neue Rubrik. Hier wurden früher Aussprüche der Bush/ Cheney-Bande gesammelt, um sie bei einem Strafprozeß gegen sie verwenden zu können. Obama hat sich mit seinen jüngsten Aussagen zu den WikiLeaks-Enthüllungen über den verbrecherischen Krieg gegen Afghanistan nunmehr in die gleiche Abteilung begeben. Statt als Konsequenz den Krieg sofort zu beenden, will er die Überbringer der Wahrheit bestrafen lassen. Wir werden vermutlich feststellen, daß auch bei anderen Themen hinter Obamas Rhetorik nicht mehr steckt als eine verbesserte PR-Strategie der weiterhin herrschenden plutokratischen Elite. (Was nicht heißen muß, daß die Obama-Regierung nicht hier und da auch mal auf der richtigen Seite stehen kann. Das ließ sich aber auch von Bush sagen.)
Ältere Reden sind teilweise auch dokumentiert und meist unter USA zu finden.
| Datum | Beitrag | Sender (Schlüssel) | Länge (Min.) |
| 27.7.10 |
Weitere Reaktionen auf die Veröffentlichung der Afghanistan-War-Logs durch Wikileaks Obama sagt, er sei besorgt wegen der Veröffentlichung, die die Sicherheit der Soldaten bedrohe, andererseits enthielten die Dokumente nichts relevantes Neues. (OT) - Der Kongress bewilligt weitere 33 Milliarden Dollar für den Krieg. |
A,E | zus.3 |
| 31.7.10 | Obama spricht in einer Chrysler-Autofabrik zu "Arbeitern". Sie sollten froh sein, daß er ihre Arbeitsplätze gerettet habe. Er wünsche sich, daß die Leute heute hier stehen würden, die gemeint hatten, der Autobau in den USA sei verloren. - Stimmt, das hätte ich mir auch gewünscht. Ich hätte ihm z.B. gesagt, daß es ein Verbrechen ist, heutzutage noch mobile Ölverbrennungsanlagen bauen zu lassen. Und daß sein sogenannter "Aufschwung" ziemlich bald in einem Desaster landen muß, wenn alle Länder gleichzeitig den gleichen Müll produzieren und exportieren wollen. | E |
2 |
| 31.7.10 | Es mehren sich in den USA die Stimmen, die keinen Unterschied mehr sehen zwischen Bush und Obama. Bürgerrechtler vom ACLU stellen fest, daß er z.B. die unter Bush noch außergesetzlichen Hinrichtungen von angeblichen Terroristen (inklusive US-Bürgern) inzwischen institutionalisiert hat. | Press |
3 |
| 2.8.10 | Obama verkündet stolz vor Veteranen, die US-Kampftruppen würden wie versprochen bis Ende August aus dem Irak abgezogen werden. (OT) | A | 3 |
| 15.8.10 |
14.8.: Obama
erklärt, daß er den Moscheebau in New York unterstützt, und er ruft dazu
auf, die Religionsfreiheit anzuerkennen (OT). Die Hetze der rechten Scharfmacher
geht weiter (diverse Beispiele).
15.8. Obama macht einen Rückzieher: er wolle nicht kommentieren, ob der Moscheebau an dieser Stelle eine kluge Idee sei. (OT mit voice-over, kam leider nur in diesem einen Bericht bei n-tv, in dem es vor allem um seinen Besuch an der Golfküste ging.) |
A,E
n-tv |
zus.5
2 |
| 17.8.10 | Hier dann nochmal der (OT) von Obamas windelweicher zweiter Stellungnahme zum Moscheebau in New York. | A | 1 |
| 28.8.10 |
Nach einer Recherche von Wayne Madsen soll Obama seit 1982 als Agent für die CIA gearbeitet haben. |
Press | 3 |
| 1.9.10 |
Teile von zwei Reden von Obama im Weißen Haus bei den Gesprächen mit Netanjahu und drei arabischen Komparsen. (OT) |
A | zus.16 |
| 10.9.10 | Pressekonferenz von Obama (zwei Ausschnitte, jeweils live-OT). Über die Gespräche mit Netanjahu und Abbas und die Lage im Nahen Osten. Und zur geplanten Koranverbrennung, die er sehr deutlich verurteilt. "We are not in a war with Islam." (In freier Rede, es ist deutlich zu spüren, daß ihn das Thema sehr betroffen macht.) | Press,C | zus.11 |
| 11.9.10 | Obama spricht am Pentagon zum Jahrestag der Anschläge vom 11.9.2001 (Live-OT). Er wiederholt nochmal: "As Americans we are not and will never be at war with Islam. It was not a religion that attacked us that day, it was Al Kaida." | Press | 9 |
| 23.9.10 | Ein Ausschnitt aus der Rede von Präsident Obama vor der UN-Vollversammlung (live-OT) und zwar der Teil, in dem er über den Nahost-Konflikt spricht, und sagt, in einem Jahr könne es ein neues Mitglied geben, den unabhängigen Staat Palästina. | Press | 9 |
|
29.11.10
|
Ansprache von Außenministerin Hillary
Clinton (OT)
bei einer Pressekonferenz
zur WikiLeaks-Veröffentlichung der Embassy Cables. Sie nennt diese ein
Verbrechen: die Veröffentlichung, nicht die imperialistischen Aktionen ihrer
"Diplomaten" (vulgo: Spione). Während sie sich seit Tagen bei
Regierungschefs für irgendwelche Unannehmlichkeiten entschuldigt, gibt es kein
Wort des Bedauerns zum Beispiel gegenüber Ban Ki Mun, geschweige denn
gegenüber den verarschten Völkern der Welt. - Anschließend (die Fragen
auf der PK fehlen leider) ein paar klare Worte von Mike Hanna zu dieser
blamablen Schau der Arroganz der Supermacht. ¤¤
Mein Kommentar: Es ist also ein Verbrechen, die Wahrheit zu verkünden, daß der Kaiser nackt, gemein und häßlich ist. Seit dem 11.9.01 war der Niedergang und bevorstehende Zerfall des US-Imperiums noch nie so stark spürbar. Dies, nachdem erst ein Achtel der Dokumente bekannt geworden ist. Ich schätze, Obama wird der letzte frei gewählte US-Präsident gewesen sein. |
A
|
15
|
| 16.12.10 | Erklärung von Obama zum Krieg in Afghanistan. Live-OT. (Ende fehlt) | Press | 9 |
| 12.1.11 |
Live-OT der Rede von Obama in Tucson bei der Gedenkfeier für die Toten des Anschlags. Ein eindringlicher Appell an das zivile Gewissen der Amerikaner, mit bewegenden Schilderungen des Geschehenen. Beeindruckend, daß er eine klare Botschaft an alle aussendet, ohne dies zu parteitaktischen Angriffen zu wenden. Jeder darf sich an die eigene Nase fassen. (Welch ein Kontrast zu dem erbärmlichen Herumgedruckse von Frau Palin, s.o.) ¤ |
A | 37 |
| 25.1.11 |
Obamas zweite "State
of the Union"-Rede im Capitol. (Live-OT)
(NNA)* (gehört nur die Stelle, wo er von der Innovationskraft der
Amerikaner faselt und ausgerechnet die Billigheimer Google und Facebook als
Beispiele nennt. Wikipedia und WikiLeaks erwähnt er nicht.) Bemerkungen zu der Rede (in der die Außenpolitik nur am Rande vorkam, z.B. kein Wort zu Ägypten) von Marwan Bishara und noch jemand. (NNA)* |
A
A |
62
19 |
| 28.3.11 |
Shihab Rattansi spricht mit Steve
Clemons (New America Foundation) über Obamas Arabienpolitik.
Live-OT der Ansprache von Obama zum Libyenkrieg. (NNA)* |
A
A |
6
27 |
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28.3.11
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Shihab Rattansi spricht mit PJ Crowley
über Obamas Politik und die "Obama-Doktrin". (vor Obamas Rede)
BBC-Hard Talk: Stephen Sackur spricht mit Ex-Regierungssprecher PJ Crowley über seine extrem vorsichtige Kritik an der Behandlung von Bradley Manning (den er bis heute für einen Kriminellen hält), über WikiLeaks (deren Veröffentlichung der Diplomatic Cables er weiter für schädlich und gefährlich hält), über den Krieg gegen Libyen (den er natürlich weiter unterstützt), über die Doppelzüngigkeit der US-Außenpolitik (die er abstreitet) und über seine eigene (um die er herumredet). - Zusammengefaßt: ein eitler Schwätzer, der zurücktreten mußte, als er einmal im Leben eine eigene Meinung hatte. Aber nett, daß er sich immer wieder von guten Journalisten bloßstellen läßt. Es ist zu vermuten, daß bei seinen politischen Herren hinter all der schönen Rhetorik auch nicht mehr Konzept steckt als bei ihm. ¤ |
A
B
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4
25
|
| 19.5.11 | Obamas große Rede zur US-Politik gegenüber den arabischen / nahöstlichen / muslimischen Ländern ist Hauptthema des Tages. Kann man sicher irgendwo nachlesen. Hier nur eine Zusammenfassung der Kernaussagen (OT), und eine Stellungnahme von Robert Fisk, der das alles auch nicht sonderlich ernstnimmt. "Die meisten Leute im Irak, Afghanistan und anderswo wollen einfach nur, daß die Amerikaner abhauen." Er sagt, es war eine sehr schlechte Rede, langweilig und undeutlich. Und: "I think he has failed in the Middle East and I don't think this is going to get anywhere." | A | zus.5 |
| 22.5.11 | Obamas Auftritt bei der AIPAC (Hardcorezionisten-Lobbyorganisation) in Washington, live-OT (das Ende fehlt leider wegen einer technischen Störung). Dazu eine Zusammenfassung und Stellungnahmen von Marvan Bishara und Robert Fisk. Beide sehen weiter keinen Fortschritt in der Position der USA. Auffällig außerdem, daß Obama Israel wörtlich als "jüdischen Staat" anerkennt - was immer das bedeuten mag - und dieses auch von den Palästinensern verlangt. ¤ | A | zus.46 |
| 8.8.11 | In seiner Ansprache zur Weltfinanzkrise nach der Abwertung der "Kreditwürdigkeit" der USA sagt Obama: "We've always been and always will be a triple-A-country". (OT) (Es geht doch nichts über einen starken Glauben ...) | P,E | zus.1 |
| 24.1.12 | Obamas "Rede zur Lage der Nation", live und komplett. (NNA)* Darin u.a. deutliche Kriegsdrohungen gegen den Iran. . (OT) | A |
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