Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

"Demo" (-kratie, -nstrationen) #2                                                                          (letzter Eintrag 16.11.19)

Demo #1 

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
28.8.18

Bei RTL ein Bericht über die Proteste von Umweltaktivisten im Hambacher Forst. 150 Menschen leben in Baumhäusern, um die Abholzung des Waldes zu verhindern. Die Polizei geht verstärkt gegen sie vor, offenbar steht eine Räumung kurz bevor.

R

2

1.9.18

Das Künstlerkollektiv "Peng!" erhält den Aachener Friedenspreis für seine provokativen Kunstaktionen. Sie stiften zu zivilem Ungehorsam an, z.B. mit dem Appell, bei der Heimfahrt aus dem Urlaub einen Flüchtling mit über die Grenze zu nehmen.

TT

3

2.9.18

In Berlin und Hamburg demonstrieren jeweils mehrere Tausend Menschen für die Rettung und Aufnahme von Geflüchteten. In der letzten Woche gab es in zahlreichen deutschen Städten Kundgebungen des Aktionsbündnisses "Seebrücke". In den TV-Nachrichten kam darüber fast nichts. Heute Kurzmeldungen bei arte und ZDF, und bei Euronews ein Bericht über eine ähnliche Kundgebung in Athen.

arj,hj,E

zus.2
3.9.18

 

 

 

In Chemnitz besuchen etwa 50.000 Menschen das Konzert "#WIRSINDMEHR" und demonstrieren damit gegen Nazis und Rassismus. Die Punkbands Feine Sahne Fischfilet und Die Toten Hosen, die Rockband Kraftclub, die Rapper von K.I.Z. und andere spielen kostenlos und rufen zum Engagement für die Demokratie auf. Eine beeindruckende Demonstration der Tatsache, daß die Nazis auch in Sachsen nur eine kleine krakeelende Minderheit darstellen, daß auch in Sachsen die Mehrheit für Frieden und Menschlichkeit einsteht. Eine CDU-Politikerin kritisiert wegen des Auftritts von "Feine Sahne Fischfilet" den Bundespräsidenten, der zur Teilnahme an dem Konzert aufgerufen hat. Sie will lieber gar nicht gegen Nazis protestieren als gemeinsam mit Linken.  

Berichte international bei BBC und Sky News, und bei allen deutschen Sendern. - 3sat hatte angekündigt das Konzert komplett live zu übertragen, hat dies aber leider nicht getan. Immerhin bei "kulturzeit" eine Sondersendung aus Chemnitz. Darin leider nur wenige Live-Aufnahmen vom Konzert (zweimal Kraftclub - grandios! - und ein Stück von Trettmann). Außerdem ein Beitrag über die Pressekonferenz der Bands, mit klugen Sätzen von Campino. Ansonsten fürchterlich viel uninteressantes Gerede über sächsische Befindlichkeiten (weggelassen) und ein Beitrag über die Naziaufmärsche der letzten Woche (einsortiert unter "Rassismus").  ¤

B,Sky,TS,hj,TT,E

 

ktzt

zus.19

 

13

           
5.9.18

Im Hambacher Forst beginnen RWE und Polizei mit der Räumung des Camps der Waldschützer. Ab Oktober soll der Wald gerodet werden.

TS

2

8.9.18

In etwa 1000 Städten in aller Welt haben Hunderttausende für einen ernsthaften Klimaschutz demonstriert. Besonders groß war die Beteiligung in den USA und in Frankreich. Berichte bei AJE aus San Francisco und Washington, bei PressTV aus Paris. Bei arte Bilder aus Bangkok und Marseille, bei Euronews aus Paris. Bei ARD und ZDF keine Meldungen.

A,P,arj,E

zus.9
                 
8.9.18

In Hannover haben etwa 10.000 Menschen gegen das in Niedersachsen geplante verfassungswidrige Polizeistaatsgesetz demonstriert.

ht,TT

zus.2
10.9.18

Die beiden Maler Saxana und Helge Hommes unterstützen den Protest gegen die Abholzung des Hambacher Forsts und haben ihr Atelier in den Wald verlegt. Die Polizei schikaniert sie gründlich und beschlagnahmt Pinsel, Farben und Leinwände mit der Begründung, das Malmaterial könne auch als Waffen benutzt werden. Bericht bei 3sat-kulturzeit. ¤

ktzt

8

13.9.18

Die Polizei beginnt mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst. Mehr als 3000 Beamte sollen etwa 150 Umweltschützer aus dem Weg schaffen, damit der RWE-Konzern den Wald abholzen und die Kohle darunter verbrennen kann, um das Klima noch mal richtig anzuheizen. Die Aktivisten, die den Wald seit Jahren besetzt halten, leisten verzweifelt passiven Widerstand.  ¤

arj,TS,hj,TT,E

zus.14
           
14.9.18

Im Hambacher Forst räumt die Polizei weitere Baumhäuser und sägt dafür eigenhändig mitten im Naturschutzgebiet Bäume ab.

R,TS,E

zus.2
           
15.9.18

Die Polizei geht weiter gegen die Waldschützer im Hambacher Forst vor und räumt weitere Baumhäuser. Einige Tausend Demonstranten kommen dazu und unterstützen die Besetzer, in der Nähe wird ein Braunkohlekraftwerk besetzt und zeitweise stillgelegt.

ht,TS,E

zus.4
           
16.9.18

Etwa 8000 Menschen kommen zum Hambacher Forst um die 250 Baumbesetzer zu unterstützen. Viele pflanzen am Waldrand neue Bäume. Die Polizei geht teilweise brutal gegen Naturschützer vor und räumt weitere Baumhäuser.  ¤

R,arj,TS,TT,E

zus.11
           
16.9.18

In Köln demonstrieren etwa 10.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten, für sichere Fluchtwege und gegen Abschiebungen. Im TV bestenfalls Kurzmeldungen darüber.  ¤

TS

1/2
           
17.9.18

Im Hambacher Forst hat die Polizei inzwischen etwa die Hälfte der 50 Baumhäuser zerstört. Im ZDF-Bericht besichtigt Reporter Lothar Becker das Baumhaus "Paragraf 11". Manchmal verhindern Hunderte Unterstützer mit friedlichen Sitzblockaden die Räumung durch die Polizei.   ¤

TS,h+

zus.4
19.9.18

Im Hambacher Forst ist ein Reporter von einer Hängebrücke gestürzt und gestorben. Er hatte seit einer Woche bei den Baumhausbewohnern gelebt und ihren Widerstand sowie die Räumungsaktionen der Polizei dokumentiert, Die Polizei war nicht direkt an seinem Tod beteiligt, aber durch ihr Vorgehen gegen die Aktivisten natürlich mitverantwortlich. Als Reaktion läßt die Landesregierung die Räumung erstmal abbrechen.  ¤

Alle Videos von Steffen Meyn aus dem Wald bei Twitter : @vergissmeynnic1  Ein Nachruf in der taz.

hj,TT,E

 

Twitter

zus.2

 

zus.22

20.9.18

Berichte über den Tod von Steffen Meyn und die Reaktionen von Waldschützern und Polizei. Überall herrscht Trauer und Nachdenklichkeit. (Daß die Polizei weiterhin versucht, Leuten den Zutritt in den Wald zu verbieten und Kletterutensilien - die in ähnlichen Fällen vielleicht Leben retten könnten - beschlagnahmt, wird nicht erwähnt.)

R,nam,E

zus.7
23.9.18

Beitrag über die Proteste gegen die Abholzung des Hambacher Waldes. Der Fotograf und Professor Andreas Magdanz und seine Studenten dokumentieren seit Jahren die Zerstörung und den Widerstand. "Ein Totalversagen in Wirtschaft und Politik. Es geht nicht nur um den Wald, sondern um unsere Gesellschaft. Darum, ob man aufgeben oder kämpfen will."

ttt

5

24.9.18

Die Polizei macht nach fünf Tagen Unterbrechung weiter mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald. Aktivisten blockieren für ein paar Stunden einen Kohlezug. In Halle tagt die "Kohlekommission", und einige Hundert "Arbeiter" demonstrieren für das weitere Verbrennen von Braunkohle.

N,n,TS,hj

zus.5
26.9.18

Bei "Zapp" ein Bericht über die Berichterstattung von den Protesten im Hambacher Wald, mit der taz-Reporterin Anett Selle. Die Polizei behindert Journalisten immer wieder bei der Arbeit.

Zapp

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28.9.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei fast alle Baumhäuser geräumt. Die Proteste gegen die geplante Abholzung und gegen den Irrsinn des Braunkohleverbrennens gehen weiter.

E

2

29.9.18

In Hamburg demonstrieren etwa 25.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten und für sichere Fluchtwege, sowie gegen Rassismus. Bei ARD und ZDF kein Wort darüber, Meldungen und Bilder nur bei RTL und beim iranischen PressTV (!).

R,P

zus.1
29.9.18

 

Das Magazin "Insiders" mit einer ganzen Ausgabe über den Kohleausstieg und die Proteste im Hambacher Wald. Der Reporter Hans von der Brelie besucht die Baumbesetzer, spricht mit einigen von ihnen, mit zugereisten Demonstranten, mit Vertretern von RWE, mit Leuten aus den umgesiedelten Dörfern, mit zwei Mitgliedern der "Kohle-Kommission". Es entsteht ein sehr buntes Meinungsbild, wobei die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg dominiert. Die radikalere Forderung, jede Kohleverbrennung sofort zu beenden, kommt leider nicht zu Wort. (Es wird viel zu viel gefragt, was "möglich" sei, statt danach,was nötig ist. Für ein Überleben der Zivilisation und vermutlich des Menschen überhaupt ist ein sofortiges Ende jeder Verbrennung, auch von Holz, Gas und Öl, unerläßlich, auch wenn dieser Schritt wahrscheinlich schon zu spät käme.) Anschließend ein Gespräch mit der Energieexpertin Claudia Kemfert vom DIW.  - Sehenswerte Sendung, viele teils anrührende und überzeugende, teils erschütternd dumme ("Wir brauchen die Kohle für unsere Kinder!") Stellungnahmen.  ¤

E

 

23

 

                 
30.9.18

Am Hambacher Wald demonstrieren etwa 5000 Menschen gegen dessen Abholzung. Nur eine Kurzmeldung in der Tagesschau.

Die Regionalsendung "Westpol" geht auf die Personalprobleme der NRW-Polizei ein, die wegen des Dauereinsatzes für den Konzern RWE ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr schafft. CDU-Innenminister Reul erklärt das für Unsinn und verbreitet auch sonst gerne Lügengeschichten, um gegen die Waldschützer zu hetzen.

TS

WDR

1/2

7

3.10.18

In München demonstrieren etwa 40.000 Menschen gegen Rassismus und den Rechtspopulismus der CSU. Motto: "Gemeinsam gegen die Politik der Angst"

R,TS,E

zus.4

           
3.10.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei sämtliche Baumhäuser geräumt und versperrt nun den Zugang zu dem "Betriebsgelände". RWE errichtet in dem Naturschutzgebiet illegal eine Lichtanlage und fällt dort weiter illegal Bäume.

E

1

           
5.10.18

Das zuständige Oberverwaltungsgericht hat entschieden, daß RWE zunächst (für wenigstens zwei Jahre) den Hambacher Wald nicht abholzen darf. Einerseits, weil die Natur dort (u.a. die dort lebenden Fledermausarten) wahrscheinlich besonders schützenswert ist (darüber muß noch ein anderes Gericht entscheiden), andererseits, weil der Kohlekonzern nicht belegt hat, daß er das Areal wirklich braucht, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Ein anderes Gericht verwirft zugleich das polizeiliche Verbot einer Großdemonstration am Sonnabend. Der Kurs der RWE-Aktie stürzt ab, Kursverlust ca. 1 Milliarde Euro an einem Tag. Gleich drei gute Nachrichten auf einmal, und die Waldschützer haben jeden Grund zum Feiern.  ¤

arj,TS,TT,hj,h+,E

zus.16
                
6.10.18

Bei einer Großkundgebung am Hambacher Wald fordern etwa 50.000 Menschen das Ende der Kohleverbrennung und feiern das Gerichtsurteil, nach dem der Wald zunächst nicht gerodet werden darf.  ¤

n,arj,TS

zus.6
           
6.10.18

Das Rettungsschiff "Aquarius" liegt im Hafen von Marseille fest, weil Panama ihm die Flagge entzogen hat. Etwa 10.000 Menschen demonstrieren dort und in Paris dafür, daß Frankreich das Schiff übernimmt damit die Seenotretter wieder ihre Arbeit machen können. 

arj,E zus.3
           
13.10.18

In Berlin nehmen mehr als 250.000 Menschen an der "#unteilbar"-Demo teil, gegen Rassismus und Ausgrenzung und für eine offene und freie Gesellschaft. Nicht dabei sind nur AfD, CDU und Sahra Wagenknechts seltsamer Verein "Aufstehen". Schöne Berichte bei allen deutschen Sendern, auch international einige Meldungen.  ¤ 

A,W,R,arj,
TS,hj,TT,E

zus.16
                 
13.10.18

In Paris und anderen Städten in Frankreich demonstrieren einige Zigtausend für sofortiges ernsthaftes Handeln gegen die Erderwärmung, zugleich auch für den Ausstieg aus der Nuklearenergie. ¤ 

TS,E

zus.2
           
20.10.18

In London demonstrieren über 600.000 Menschen gegen den Brexit und fordern eine erneute Volksabstimmung.

A,Sky,ht,TS,E,NC

zus.13
                 
20.10.18

In Frankfurt demonstrieren über 5000 Menschen gegen den Mietwahnsinn und fordern bezahlbaren Wohnraum für Alle.

ht

2
27.10.18

Im Hambacher Tagebau demonstrieren etwa 8000 Menschen gegen die Zerstörung. Unter dem Motto "Ende Gelände" fordern sie den sofortigen Kohleausstieg. Zeitweise werden ein Kohlebagger und  die Gleise der Kohlebahn besetzt. 

R,ht,TS

zus.5
6.11.18

"Re: Kohle oder Wald - Der Kampf um den Hambacher Forst" - Film von Theo Heyen über die Protestaktionen der Klimaschützer und Waldretter, und über zwei Beteiligte, die Anwohnerin und Aktivistin Antje Grothus und den Aachener Kontaktpolizisten Ingo Mitschke, der zwischen beiden Seiten vermittelt und sich friedliche und kreative Proteste wünscht.  ¤

arte 30
10.11.18

In Rom demonstrieren etwa 1000 Menschen gegen den faschistischen Innenminister und dessen rassistische Politik gegen Einwanderer.

A

1
17.11.18

In ganz Frankreich protestieren etwa 200.000 Autofahrer, vor allem aus ländlichen Gegenden, gegen eine geplante Erhöhung der Benzinsteuern. Sie blockieren mehr als 1000 Straßen, es gibt teilweise heftige Zusammenstöße mit der Polizei und einige schlimme Zwischenfälle, bei denen eine Demonstrantin ums Leben kommt. - Wirklich traurig, daß sich eine so energische Bewegung an so einem untauglichen Thema entfaltet. Verständnis hätte ich, wenn sie bessere öffentliche Verkehrsmittel fordern würden. Es gibt aber kein Menschenrecht auf praktisch kostenlosen Brennstoff. (Ein realistischer Preis würde heute bei ungefähr 200 Euro pro Liter liegen, wenn man die Umweltkosten der Verbrennung mitrechnet, und im Verhältnis zur gelieferten Arbeitsleistung.) In dieser Sache kann ich nur Präsident Macron unterstützen, der u.a. auch ökologische Gründe für die Steuererhöhung anführt.

A,Sky,arj,TS,E

zus.13
17.11.18

In London blockieren ein paar Tausend Umweltaktivisten den Verkehr auf fünf Brücken. Sie fordern von der Regierung ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung.

E

1
           
24.11.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Clare Farrell von der Aktivistengruppe "Extinction Rebellion". Die Gruppe hat vor einer Woche mit der Sperrung mehrerer Brücken den Verkehr in London zum Stillstand gebracht. Sie wollte damit darauf aufmerksam machen, daß eine Wirtschaftsordnung, die auf der Verbrennung fossiler Stoffe beruht, nicht nur die Natur und die Artenvielfalt zerstört, sondern zur Auslöschung des menschlichen Lebens auf diesem Planeten führen kann. Obwohl die Gruppe streng gewaltlose Protestformen einsetzt, wird sie von den Behörden scharf überwacht wie eine Terrorgruppe.   ¤

RT

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24.11.18

In Paris protestieren erneut einige Zigtausend Autofahrer und andere Idioten mit gelben Westen gegen die geplante Erhöhung der Spritsteuern. Sie errichten Barrikaden und setzen Barrikaden und Autos in Brand. Als die Polizei dagegen vorgeht, kommt es erneut zu schweren Zusammenstößen.

A,E

zus.5
1.12.18

In Köln und Berlin demonstrieren zusammen etwa 30.000 Menschen für Klimaschutz und Energiewende, also vor allem den schnellen Ausstieg aus der Kohleverbrennung.

ht,TS

zus.4
           
10.12.18

Bei der Klimakonferenz in Katovice wirbt ein Vertreter der US-Regierung für "saubere Kohle". Er wird vom Publikum lauthals ausgelacht, und einige Dutzend Aktivisten chanten "Keep it in the ground, keep it in the ground!" (OT)  ¤

C

1
7.1.19

"Up to the last Drop - The secret Water War in Europe" - Dokumentarfilm von Yorgos Avgeropoulos über den Widerstand gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Europa.  (NNA)*   ¤¤

Der Film lief auf deutsch bei arte im Dezember '17, "Bis zum letzten Tropfen". Das Video der englischen Fassung unter dem AJE-Link.

A

47

           
18.1.19

 

 

 

 

 

 

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg aus Schweden gehen weltweit Schüler Freitags nicht zur Schule sondern demonstrieren unter dem Motto "Fridays for Future" für politische Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas. Auch in Deutschland werden es immer mehr, heute beteiligen sich in zahlreichen deutschen Städten zusammen zigtausende an den Schulstreiks. Sanktionsdrohungen mancher Schulen dürften die Beteiligung noch verstärkt haben. Die Schüler zeigen sich dabei sehr kreativ, eine Fülle von tollen Plakaten und Losungen. Viele sagen, die Zukunft des Planeten sei wichtiger als ihre eigene ("Warum lernen ohne Zukunft", "Das Klima ist aussichtsloser als unser Matheabi"). - Berichte nicht in allen Nachrichtensendungen, aber teilweise sehr schön und wohlwollend.  ¤¤

Zwei Gedanken dazu: 1.Die Schulen könnten diese Aktionen auch als Projektunterricht für die Fächer Erdkunde, Politik, Sozialkunde, Ethik, Kunst, Musik, Deutsch und Englisch einordnen. 

2. Eine Schülerin sagte: "Wir wissen nicht, ob es etwas bewirkt, aber wir wollen ein Zeichen setzen." Ja, das tut ihr, und das ist gut und wichtig, damit später niemand sagen kann, man habe ja nichts gewußt. An der Zerstörung des Planeten, auf dem ihr leben wollt, werdet ihr mit bloßen Appellen an die Herrschenden aber nichts ändern. Die haben euch längst aufgegeben. In den Zukunftsvisionen der Herrschenden (soweit sie denn aufgeklärt und rational denken, wie z.B. Frau Merkel) kommt ihr nur noch als Megatote vor. Von den 25.000, die heute demonstriert haben, werden in 50 Jahren vielleicht noch 25 in irgendwelchen verstrahlten Drecklöchern überleben und nach Wasser und Essbarem suchen und kaum Zeit haben, sich um den Neuaufbau eines besseren Wirtschaftssystems zu kümmern. 

Zur Beseitigung etwaiger Illusionen über die Gesprächsbereitschaft der Reichen und Mächtigen empfehle ich den Text "Der Krieg der Reichen" (Survival of the Richest) von Douglas Rushkoff.

W,R,hj,TT,
h+,E,b&b

 

 

 

zus.16

 

 

 

                  
25.1.19

Greta Thunberg ist nach Davos gefahren (natürlich mit dem Zug), um den Teilnehmern des "Weltwirtschaftsforums" folgendes zu sagen: "Erwachsene sagen immer: wir müssen der Jugend Hoffnung geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, daß ihr hoffnungsvoll seid, ich will daß ihr panisch seid. Ich will, daß ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag fühle. Und dann will ich, daß ihr handelt, daß ihr so handelt, wie ihr es in einer Notsituation tätet. Handelt, als würde euer Haus brennen - denn das tut es!" ¤¤

A,ktzt

zus.4
           
25.1.19

In ganz Deutschland gehen am Freitag wieder zigtausende Schüler statt zur Schule auf die Straße, und demonstrieren für einen ernsthaften Klimaschutz. In Berlin protestieren Tausende vor dem Kanzleramt, vor dem Wirtschaftsministerium und vor dem Gebäude, wo die Kohlekommission ihre abschließenden Verhandlungen führt. Der Minister für das organisierte Verbrechen, Altmaier, versucht, die Demonstranten zu belabern, wird aber höflich ausgebuht.  ¤

n,R,arj,TS,TT,hj

zus.21
           
27.1.19

In Hamburg haben 40 Klimaaktivisten eine Verladebrücke im Kohlehafen besetzt. Sie fordern das sofortige Ende von Import, Abbau und Verbrennung von Kohle.

R 1/2
1.2.19

Bei "aspekte" ein Beitrag (lief identisch auch bei "kulturzeit") über die Bewegung der Schülerinnen, die jeden Freitag für die Rettung des Klimas streiken und auf die Straße gehen. In den Nachrichtensendungen gab es heute keine einzige Meldung darüber.

ZDF

6

6.2.1

In England hat ein Gericht die "Stansted-15" freigesprochen. Die 15 Aktivisten hatten sich auf dem Flughafen an ein Flugzeug gekettet, um einen Abschiebungsflug zu verhindern. Ihnen drohten deshalb bis zu lebenslange Haftstrafen wegen "Terrorismus". Die meisten "Passagiere" des Fluges haben inzwischen Asyl bekommen. Bericht von Laurence Lee.

A 3
           
8.2.19

Wie jeden Freitag haben wieder zigtausende Schüler für ernsthaften Klimaschutz gestreikt und demonstriert. In den Nachrichten wieder kein einziger Bericht. Nur bei "heute+" eine Meldung, und ein Bericht über die Anfeindungen gegen Greta Thunberg. Sie selber sagt dazu: "Was ich sage, sagen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Ich sehe die Welt schwarz-weiß, und ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere tun." (Früher nannte man eine solche Einstellung "radikal", und daran ist nichts Krankes.)   ¤

h+

3

15.2.19

In Städten in aller Welt streiken und demonstrieren am Freitag wieder Schüler gegen die Untätigkeit der Regierungen angesichts der Erderhitzung. AJE, BBC, Sky News und PressTV berichten über die Proteste in London, TV5 über die Demo in Paris. Die deutschen ÖR-Sender dagegen berichten nun schon seit drei Wochen nicht mehr, obwohl auch hier die Bewegung weiter wächst. Berichte auf deutsch gibt es nur bei RTL (vor allem über die Frage: dürfen die das?) bei arte (aus Paris) und später noch bei Euronews.  ¤

A,B,Sky,P,R,arj,E,T

zus.17

                 
22.2.19

Die Bewegung der streikenden Schüler wächst weiter. Von den zahlreichen Protestdemos in Deutschland gibt es erneut praktisch keine Berichte, nur bei "Welt" ein paar Bilder und zwei Halbsätze. Bei AJE berichtet David Chater aus Paris, wo Greta Thunberg mit tausenden Schülern auf die Straße geht. Ein Kurzbericht davon auch bei arte.  - "Welt" berichtet, daß die deutsche "Umweltministerin" ein Klimaschutzgesetz vorgelegt hat, das aber - obwohl es völlig unzureichend ist - von der regierenden CDU abgelehnt wird. 

A,W,arj

zus.5
           
24.2.19

Bei "BBC-Newsnight" ein Beitrag über die weltweite Protestbewegung der Schüler. Darin wird u.a. an die Rechnung erinnert, die Nicholas Stern schon 2006 aufgestellt hat, wonach die heutigen Kosten des CO2-Ausstiegs weit geringer sind als die Schäden bei einer weiteren Erderwärmung.  ¤  - Anschließend ein Gespräch mit Anna Taylor (UK Student Climate Network), Rebecca Lowe (von "Freer", einem neoliberalen Thinktank, die vermutlich Unsinn redet, aber so schnell, daß es nicht zu verstehen ist) und Ed Davey (Abgeordneter der Lib Dems, der selber für die blamable Klimapolitik der Vorgängerregierung verantwortlich war, sich jetzt aber opportunistisch hinter die Schüler stellt).

B

13

           
26.2.19

Das Bundesfinanzgericht hat entschieden, Kapitalismuskritik sei nicht gemeinnützig, und der Verein Attac darum nicht mehr steuerlich förderungswürdig

TS

2
1.3.19

In vielen Ländern streiken und demonstrieren wieder Schüler für einen ernsthaften Klimaschutz. In Deutschland diesmal besonders viele (ca. 5-10.000) in Hamburg. Hier ist diesmal Greta Thunberg dabei, darum diesmal Berichte bei allen deutschen Sendern. International nur ein Bericht bei PressTV.  ¤

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag über die fehlende "Generationengerechtigkeit", die Machtlosigkeit der Jungen, die die Fehler der Alten ausbaden müssen.

W,n,R,arj,TS,
hj,TT,E,P

ktzt

zus.20

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8.3.19

Im "heute-journal" ein Beitrag über das Politikinteresse von jungen Leuten, die sich lieber in einer themenbasierten Bewegung wie "Fridays for Future" engagieren als in den formellen Strukturen der Parteien mit ihren Universalprogrammen.

Bei "heute+" ein Beitrag über wohlwollende Kommentare des Bundespräsidenten zu den Schülerprotesten, während einige Schulen mit Sanktionen auf die Schülerstreiks antworten.

Euronews berichtet, daß die streikenden Schüler in Dänemark erreicht haben, daß der Umweltminister nun regelmäßig mit einer Schülerdelegation über die Klimapolitik berät. (Das Land wird irgendwann in den nächsten 200 Jahren fast komplett im Meer versinken.)

hj,h+

 

E

zus.7

 

2

    markiert: die Aktionen von "Extinction Rebellion", auf DVD "Demo #52" (9.3.bis 26.4.)    
9.3.19

In London kippen Aktivisten von "Extinction Rebellion" vor dem Regierungssitz Kunstblut auf die Straße. Sie protestieren damit gegen die Untätigkeit der Regierung angesichts des Klimanotstands.

C

1/2
11.3.19

Ein Bericht über die Studentin und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. "Merkel soll uns nicht loben, sondern ihre selbsterklärten Klimaziele einhalten."

E

2

           
14.3.19

"Was heißt hier eigentlich gemeinnützig?" - Während ein Gericht attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen hat, sind Vereine zur Förderung der Geschäftsinteressen von Großkonzernen und Rüstungsfirmen durchaus weiterhin "gemeinnützig". (Ebenso übrigens diverse rechtsextreme Vereine.) 

Monitor

6
15.3.19

 

Weltweiter Aktionstag der Schüler für den Klimaschutz. In etwa 2000 Städten in über 120 Ländern streiken Hunderttausende Schüler und demonstrieren für Klimagerechtigkeit und sofortige ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung. U.a. Berichte aus London (AJE), New York (CNN), Brüssel (sehr ausführlich bei arte) und Bremen (buten & binnen, mit Bildern auch von der ersten Demo in Bremerhaven mit 2000 Teilnehmern, darunter Wissenschaftler des AWI). Bei ARD und ZDF zusammenfassende Berichte, mit sehr vielen Bildern von klugen und kreativen Plakaten. In den Tagesthemen ein Kommentar von Moritz Rödle zu den unernsten Reaktionen der deutschen Politiker. Nur im ZDF der Hinweis, daß 23.000 Wissenschaftler in Deutschland den Protest der Schüler unterstützen ("Scientists for Future"). Bei PressTV ein Bericht mit Demobildern aus mehreren Ländern und ein Bericht aus Rom. Im Iran selbst gibt es aber offenbar keine Proteste, obwohl das Land mit seiner Erölförderung massiv zur Erwärmung beiträgt. Ebenso übrigens Saudi-Arabien.  ¤¤

A,C,P

R,arj,TS,TT,hj,b&b

 

zus.13

zus.30

 

           
16.3.19

Am Internationalen Aktionstag gegen Rassismus gibt es in aller Welt Kundgebungen gegen Fremdenfeindlichkeit, rechte Gewalt und rechte Ideologen. Bei AJE ein Bericht von der Demo in London, bei ARD und ZDF Meldungen über die Demos in 27 deutschen Städten.

A,TS,hj

zus.3
16.3.19

In Frankreich demonstrieren in mehreren Städten hunderttausende Menschen für mehr Umweltschutz und Klimaschutz. Auch zahlreiche Leute von der Bewegung der "Gelbwesten" nehmen an den Kundgebungen teil. Eine der Parolen: "Eins, zwei drei Grad mehr sind ein Verbrechen gegen die Menschheit".  ¤

arj,TS,E

zus.3
19.3.19

Schöner Beitrag über die weltweiten Proteste der Schüler, die Unterstützung ihrer Forderungen durch die Wissenschaftler und die zynisch-dickfelligen Reaktionen der verantwortlichen Politiker, die, statt endlich ihre Arbeit zu machen, nur immer weitere nutzlose Kommissionen gründen und zugleich die Schüler als dumm und faul beleidigen.  ¤

frontal21

9

22.3.19

Die Tagesschau berichtet nur ganz nebenbei über die heutigen Schülerproteste "für ein besseres Klima", und ausführlicher über den Kongress der Schulleiter in Düsseldorf, auf dem u.a. über das Thema "Schulschwänzen" beraten wurde.

TS

2

           
23.3.19

In London demonstrieren über eine Million Leute gegen den "Brexit" und fordern ein neues Referendum über den EU-Austritt.  ¤

A,B,C,Sky,
ht,TS,TT,E
zus.22
                 
23.3.19

In ganz Europa demonstrieren Hunderttausende (allein in München 40.000, in Berlin 30.000) gegen das von der EU geplante neue "Urheberrecht" und speziell gegen Artikel 13, der mit Uploadfiltern eine Vorzensur im Internet einführen würde.  ¤

ht,TS,TT,E

zus.10
           
23.3.19

In Bremen demonstrieren etwa 2000 Leute für das Recht auf Wohnen und fordern mehr sozialen Wohnungsbau.

b&b

3

23.3.19

In Oldenburg demonstrieren 600 Leute gegen die Agrarindustrie und fordern, kleine Höfe zu fördern statt der industriellen Großbetriebe,

b&b

1/2

23.3.19

In Keyenberg (NRW) demonstrieren 3000 Leute gegen den Braunkohletagebau und fordern: "Alle Dörfer bleiben!"

ht

1/2
29.3.19

"Fridays for Future": zigtausende Schülerinnen demonstrieren wieder für besseren Klimaschutz, allein 30.000 in Berlin, wo Greta Thunberg mit dabei ist.  ¤

R,TS,hj,E

zus.5
           
5.4.19

Bericht über die "Parents for Future", die ihre Kinder bei den Klimaschutzdemos unterstützen. 

h+

2

6.4.19

In Berlin demonstrieren etwa 40.000 Leute gegen den Mietenwahnsinn und für bezahlbare Wohnungen. Zugleich beginnt das Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienspekulationskonzernen. Große Demos zum gleichen Thema auch in mehreren anderen Städten. - Diverse Berichte, die durchweg das Anliegen unterstützen. Caren Miosga (Tagesthemen) weist ausdrücklich darauf hin, daß angemessener Wohnraum ein Menschenrecht ist.

R,arj,TS,
hj,TT,E

zus.16
           
6.4.19

Im britischen Parlament haben vor ein paar Tagen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit einem Nackt-Protest auf der Besuchertribüne mehr Aufsehen erregt als die absurde Brexit-Debatte. Gespräch mit einem der Aktivisten, Mark Ovland, der wegen der Teilnahme ein paar Tage im Gefängnis gesessen hat. Er erklärt, daß man damit endlich Aufmerksamkeit für den ökologischen Notstand erregt hat, ein Thema, das unendlich viel wichtiger ist als der alberne "Brexit".

Sky

3

15.4.19

In 80 Städten weltweit legen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit Straßenblockaden teilweise den Verkehr still. Die größten Aktionen gibt es in London, dort liegt der Autoverkehr vier Stunden lahm. Die englischsprachigen Sender berichten von dort ausführlich und zeitweise live, bei allen gibt es Erläuterungen von den Teilnehmern. In Berlin wurde immerhin einige Zeit eine Brücke blockiert, aber im deutschen TV kam darüber praktisch nichts, nur nachts bei "heute+" ein Bericht (und davon fehlt mir leider die Aufnahme).  ¤

"Extinction Rebellion" fordert wegen der akuten Klimakrise und des beginnenden Massenaussterbens die Ausrufung des Klimanotstands und CO2-Neutralität bis 2025 (eine sowohl radikale als auch umsetzbare Forderung). 

A,B,C,Sky,h+

zus.27
                  
16.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" den zweiten Tag einige Straßen und Brücken in der Innenstadt. Die Polizei verhaftet über 300 Teilnehmer. Die Protestaktionen sollen noch zwei Wochen weitergehen, oder solange, bis die Forderungen erfüllt werden. Die Aktivisten achten dabei sehr auf absolute Gewaltlosigkeit.  - Polizisten verhaften lieber Leute, die die Welt retten wollen, als Leute, die mit dem Auto in die Stadt fahren und dort die Menschen vergiften.  ¤

A,B,Sky

zus.7
17.4.19

 

 

 

Die Aktionen von "Extinction Rebellion" in London gehen weiter. Mehrere U-Bahnen werden von Aktivisten stillgelegt, die sich an die Wagen ketten oder kleben.  ¤¤

Während Sky News sehr ausführlich und mehrmals live über die Proteste berichtet, gibt es bei der BBC nur ein paar ganz kurze Meldungen. Ausführliche Berichte aus London auch bei CNN, Berichte außerdem bei AJE und PressTV. Bei Sky News Stellungnahmen von Caroline Lucas (Abgeordnete der Grünen Partei), Rupert Read (Sprecher von ER) und etlichen Teilnehmern der Aktionen. Bei CNN Einschätzungen von Jess Phoenix (US-Demokratin und Geologin). Bei RT ein Streitgespräch zwischen Tim Jones (Klimaaktivist) und Andre Walker (rechter Kolumnist und Erwärmungsleugner). - Auf deutsch Meldungen bei "Welt" und RTL und Berichte bei "heute" und Euronews. Bei der ARD: nichts.

Rupert Read erklärt (bei Sky News): natürlich wollen wir, daß die Leute Bahn - oder Fahrrad - fahren statt Auto, aber wenn der Meeresspiegel steigt, werden auch die U-Bahnen überflutet. Eine U-Bahn-Linie für ein paar Stunden zu sperren ist ein geringer Preis, um darauf aufmerksam zu machen. Die Polizei sollte sich um die wahren Verbrecher kümmern: die Chefs der Energiekonzerne. Die Erderhitzung ist Gewalt im großen Maßstab. ¤¤

Tim Jones (bei RT) sagt: wenn es in Ihrem Haus brennt und Sie schlafen, beschweren Sie sich dann über die Störung, wenn wir Ihre Haustür eintreten um Sie zu retten?

A,Sky,C,RT,P

W,R,ht,E

 

 

 

zus.35

zus.4

 

 

 

           
18.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" erneut einige Hauptverkehrskreuzungen. Donnerstag soll versucht werden, den Flughafen Heathrow lahmzulegen. Bisher wurden über 500 Aktivisten verhaftet.

Ausführlich berichtet weiter vor allem Sky News, jetzt aber auch die BBC. Auch bei TV5 ein Bericht. Bei Sky News gibt es zwei Beiträge, die zugeben, daß die Reduktion des Kohlenstoffausstoßes auf Null tatsächlich nötig ist, aber in Frage stellen, ob sie auch ökonomisch möglich sei. Der Gedanke, daß dann eben das ganze Wirtschaftssystem geändert werden muß, kommt den Redakteuren und Experten nicht. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

B,Sky,T

zus.21
           
19.4.19

 

 

 

Die Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London dauern an. Der Plan, den Flughafen Heathrow lahmzulegen, wurde allerdings aufgegeben. Die Polizei trägt Hunderte Demonstranten fort, es bleibt aber alles weiter sehr friedlich. Insgesamt wurden bisher 700 Teilnehmer verhaftet. Das Segelboot auf dem Oxford Circus wird von der Polizei abtransportiert.  ¤

In Paris blockieren Aktivisten von Greenpeace den Zugang zu den Gebäuden einer Bank, des Ölkonzerns "Total" und des staatlichen Energiekonzerns "UDF". Hier geht die Polizei gewaltsam (mit Pfefferspray) gegen friedlich am Boden sitzende Demonstranten vor. 

In Rom haben zigtausende Schüler mit Greta Thunberg für den Klimaschutz demonstriert. Für die Stromversorgung haben dabei etwa 100 Radfahrer mit Fahrradgeneratoren gesorgt.

In Deutschland gibt es am Karfreitag einige Demos der Schüler von "Fridays for Future".

Alle englischsprachigen Sender sowie TV5 berichten aus London, Paris und Rom, am ausführlichsten wieder Sky News. Gespräche mit Aktivisten bei BBC und Sky News. Berichte auf deutsch nur bei arte und ausführlich bei Euronews. Bei "Welt", ntv und RTL Kurzmeldungen (die bei "Welt" besonders lächerlich und fehlerhaft). Die Demos in Deutschland werden nur bei RTL kurz erwähnt.  - Bei ARD und ZDF: nichts.

A,B,C,Sky,P,T

W,n,R,arj,E

 

 

zus.35

zus.9

 

 

                 
19.4.19

ARD und ZDF berichten zwar nicht über die Klimaproteste, bringen dafür aber Meldungen über die Ostermärsche der Friedensbewegung, bei denen u.a. ein Verbot der Atomwaffen gefordert wird.

ht,TS,TT

zus.1
20.4.19

Weiter Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London. Die besetzte Straßenkreuzung Oxford Circus ist von der Polizei geräumt worden. Bei Sky News berichtet ein Reporter live von den Protesten und spricht mit Teilnehmern. Die durchweg sehr klar sagen können, was sie da tun und warum. Lauter wunderbare, kluge, mutige Menschen, die jeden Politiker sehr arm aussehen lassen. - Bei den deutschen Sendern nur bei "Welt" eine läppische Meldung. Der Sprecher schafft es auch heute nicht, den Namen "Extinction Rebellion" korrekt auszusprechen, geschweige denn zu erklären, was er bedeutet.  ¤

B,Sky,W

zus.14

21.4.19

In London trägt die Polizei die Demonstranten von "Extinction Rebellion" von weiteren Brücken. Insgesamt wurden diese Woche 960 Teilnehmer der Proteste verhaftet. Auf einer Kundgebung spricht Greta Thunberg zu tausenden Leuten. Ob die Blockadeaktionen nächste Woche weitergehen sollen, ist noch unklar.

B,Sky

zus.3
22.4.19

Bei einer weiteren Aktion von "Extinction Rebellion" in London nehmen hunderte Leute an einem "Die-In" im Natural History Museum teil. - Bei Sky News ein Bericht, der fragt, ob "ER" mit den Blockaden etwas erreicht hat. Auf deutsch noch ein ordentlicher Bericht bei Euronews. - Bei CNN spricht Christiane Amanpour mit Jack Harries (Filmemacher und ER-Aktivist) über "ER", ihre Methoden und Ziele.

A,Sky,C,E

zus.14
20.4.19

Bericht über die Ostermarsch-Kundgebung in Bremen.

b&b

3

23.4.19

In London nehmen Tausende Leute an einer "normalen" Demo von "Extinction Rebellion" teil. Bilder von der sehr bunten und einfallsreichen Demo bei PressTV und "No Comment". - Greta Thunberg spricht mit dem Umweltminister und mit Labour-Chef Jeremy Corbyn. Der Umweltminister gibt zu, daß bisher bei weiten nicht genug gegen die Erderwärmung getan wird. Berichte bei BBC und Sky News. Bei der BBC Einschätzungen von Alyssa Gilbert (Grantham Institute) und Nathan Hultman (University of Maryland) zum politischen Einfluß der Protestbewegung.  ¤

B,Sky,P,NC

zus.14
24.4.19

Bei PressTV noch ein Bericht von den Klimaprotesten von "Extinction Rebellion" in London, mit Stimmen von Teilnehmern.

P

2
25.4.19

Zum Abschluß der 11-tägigen Protestaktionen von "Extinction Rebellion" in London blockieren nochmal einige hundert Leute die Börse und eine U-Bahn-Station im Bankenviertel. Berichte aus London bei AJE, BBC und CNN. Auf deutsch ein Bericht bei Euronews und eine Meldung im heute-journal.

A,B,C,Sky,hj,E

zus.10
           
25.4.19

Bei der BBC eine Diskussion über den Sinn der Aktionen von "Extinction Rebellion" und darüber, ob deren Forderungen "realistisch" sind. Mit Farhana Yamin (ER), Prof. Catherine Mitchell (Energieexperte) und Ross Clark (Journalist). (Noch nicht komplett angesehen.)

B

15

26.4.19

Noch zwei Berichte über die 11-tägigen Aktionen von "Extinction Rebellion" in London.

P,E

zus.4
1.5.19

In Goma haben am 1. Mai hunderte Leute von "Lucha" für das Recht auf Arbeit demonstriert.   

JA

2
3.5.19

Die Stadt Konstanz hat den Klimanotstand ausgerufen. Alle Entscheidungen der Stadtverwaltung sollen dadurch unter den Vorbehalt des Klimaschutzes gestellt werden.

In Essen protestieren die Schüler von "Fridays for Future" vor der Hauptversammlung von RWE. Auf Einladung der kritischen Aktionäre spricht Luisa Neubauer vor den Aktienbesitzern und kritisiert die klimazerstörende Politik des Kohlekonzerns in scharfer Weise und fordert eine Abschaltung der Kohlekraftwerke noch dieses Jahr. Konzernchef Rolf Martin Schmitz zeigt sich unbeeindruckt und will mit der Zerstörung des Planeten noch 20 Jahre weitermachen.

W,n,ht,TS,TT

zus.14
           
4.5.19

In Hamburg demonstrieren 6000 Leute gegen Wohnungsnot und Mietsteigerungen.

ht,TS zus.2
13.5.19

In Brüssel und anderen europäischen Städten demonstrieren Tausende für den Klimaschutz

E

1

18.5.19

Im "Listening Post" das Musikvideo " ''allo le Système!" von Raja Meziane, mit Bildern des Volksaufstandes gegen die Diktatur. "Hallo! Hallo? Können Sie mich hören oder hört wie gewöhnlich keiner zu? Wir wollen eine Republik, eine Volksdemokratie, keine Monarchie!"  ¤

A 2
           
18.5.19

In Frankreich demonstrieren in 30 Städten Tausende Menschen gegen den Giftkonzern Monsanto.

E

1/2

           
20.5.19

"Earthrise: The Peoples's Voice" - Film über die Bewegungen "Extinction Rebellion" und "Sunrise Movement".  (leider NNA)*   ¤

Thema bei "The Stream": "How are youth forcing world leaders to act on climate change?", eine Sendung über diesen Film, mit Amanda Burrell (Filmproduzentin), Varshini Prakash (Sunrise Movement) und Clare Farrell (Extinction Rebellion).  (leider auch NNA)*   ¤

A

A

25

25

                 
21.5.19

Bei der Aktionärsversammlung des Ölkonzerns BP in Aberdeen protestieren Aktivisten gegen den Konzern, der seine Verantwortung für die Erderhitzung leugnet. Auch einige Anleger wollen aus der Förderung von Öl und Erdgas aussteigen.

Sky

3

24.5.19

Weltweit streiken und demonstrieren wieder über eine Million Schüler und auch viele Erwachsene bei "Fridays for Future" für die Rettung des Klimas, allein in Deutschland über 300.000 in 300 Städten. Die BBC und Euronews berichten international. Bei "buten un binnen" ein Bericht über die Demo in Bremen. - Mehr als 80 bekannte YouTuber schließen sich dem Aufruf von Rezo an, nicht CDU oder SPD zu wählen, weil diese Parteien nichts für den Klimaschutz tun, und schon gar nicht die AFD, die den wissenschaftlichen Konsens leugnet. (Die FDP mit ihrem Marktradikalismus hätte man aber auch erwähnen müssen.)  ¤

B,R,arj,TS,
TT,E,b&b

zus.18
                 
30.5.19

"buten & binnen Extra: Fridays for Future - Die neue Jugend-Protestkultur" - Beiträge über die Klimaproteste in Bremen, und János Kereszti spricht mit den beiden Aktivistinnen Frederike Oberheim und Eva Hoops. Dann Beiträge über die Friedensbewegung in Bremen heute und über die Straßenbahnunruhen der Schüler 1968, dazu ein Gespräch mit dem Historiker Jan Werquet über Parallelen zwischen der 68er-Bewegung und heute.

b&b

29
31.5.19

Nick Glass berichtet aus London über Proteste von Schülern gegen das Nichtstun beim Klimaschutz (schönes Transparent: "Fossil Fools"), und über die Naturschützerin Amy-Jane Beer, die wunderschöne Zeichnungen der verschwindenden Natur macht und jetzt Aktivistin bei "Extinction Rebellion" geworden ist. Sehr schöner Bericht.  ¤ 

C

4

2.6.19

In Berlin demonstrieren 90.000 Radfahrer für mehr Platz für Menschen auf den Straßen, also weniger Platz für Autos.

hj

1/2

2.6.19

Ein Beitrag über die Rebellion der Jugend gegen die altersstarre Politik und die hilflose Reaktion von z.B. AKK auf das Rezo-Video. Mit etlichen klugen Statements, u.a. von Tilo Jung, Sophie Passmann und Wolfgang Gründinger. Und dem Fazit: die junge Generation will mitreden, will echte Demokratie.

ttt

6

9.6.19

In Venedig demonstrieren etwa 10.000 Menschen gegen den Kreuzfahrt-Massentourismus, der die Lagunenstadt direkt sowie über die Klimaerwärmung auch indirekt zerstört. Bericht bei Euronews.

E

1/2
           
10.6.19

In Kiel haben 50 Klimaaktivisten einige Stunden lang ein Kreuzfahrtschiff blockiert und an der Abfahrt gehindert. Alle Teilnehmer wurden von Polizisten verhaftet. Im TV nur bei RTL am Folgetag ein Kurzbericht.

R

1/2
21.6.19

In Aachen demonstrieren etwa 50.000 Leute bei einer internationalen "Fridays for Future"-Kundgebung für den schnellen Kohleausstieg. Viele Teilnehmer schließen sich anschließend den Aktivisten von "Ende Gelände" an, die den Tagebau Garzweiler lahmlegen wollen.  ¤

R,n,arj,TS,hj,E zus.18
           
21.6.19

In London haben Aktivisten von Greenpeace bei einem Galadiner für den Klimaschutz demonstriert. Eine Teilnehmerin wird von einem Staatssekretär rüde angepackt und hinausgedrängt. Der Mann wurde anschließend entlassen. Leider konzentrieren sich die Berichte auf diesen Vorfall und nicht auf das, was die Aktivisten den versammelten Elitären zu sagen hatten, nämlich daß diese hauptverantwortlich für die Erderhitzung sind. Bei der BBC aber immerhin Erläuterungen von Areeba Hamid (Greenpeace).

B,Sky zus.7
22.6.19

Bei den Aktionen von "Ende Gelände" in Garzweiler durchbrechen Tausende Demonstranten die Polizeiketten und besetzen die Grube des Braunkohletagebaus und ein Bahngleis der Kohleverbrennermafia. Die mit Steuergeld bezahlten Polizisten stellen sich rechtswidrig einseitig in den Dienst der Verbrecherfirma RWE, statt die Aktivisten vor Angriffen der Kohleterroristen zu schützen.  - Diverse Berichte. Einziger internationaler Bericht bei der BBC. (Bei AJE und CNN Meldungen).  ¤

W,R,arj,TS,E,B zus.13
                 
23.6.19

Die Polizei hat im Auftrag der Massenmörder von RWE den Tagebau in Garzweiler wieder geräumt, teilweise mit brutaler Gewalt. Die Zerstörung kann weitergehen. Hunderte Aktivisten von "Ende Gelände" wurden zeitweise festgenommen, dagegen kein einziger der Kohleterroristen. Die Klimaschützer sehen die Besetzungen aber als Erfolg und kündigen weitere Maßnahmen an, solange bis die Braunkohleförderung und -Verbrennung beendet wird. - Ausführliche Berichte nur bei Privatsendern und Euronews. Bei den ÖR nur Meldungen oder kurze Berichte.

W,R,TS,E zus.5
           
23.6.19

Bilder von einer Straßenaktion von "Extinction Rebellion" in New York.

RT 1/2
24.6.19

Neue Wochenserie bei "buten un binnen" zum Thema: "Gegen den Strom". Erster Beitrag über die Aktivistinnen von "Fridays for Future" in Bremen.

b&b 5
28.6.19

Nur RTL berichtet über eine Kundgebung von "Fridays for Future" in Berlin. Einige Hundert Schüler umstellen das Parlament, um die Abgeordneten nicht in die Ferien zu entlassen, solange die sich weigern, ihre Arbeit zu machen.

In Paris geht die Polizei mit Pfefferspray gegen eine absolut friedliche Sitzblockade von "Extinction Rebellion" vor.

R

P

2

2

29.6.19

Das Popmusikfestival in Glastonbury stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Politik, mit Klimaprotesten von "Extinction Rebellion" und Protest gegen den Brexit. Für Aufsehen sorgt der Rapper Stormzy mit seinem Outfit und seinen Texten. Erläuterungen von Benjamin Zephaniah (revolutionärer Dichter) und ein Ausschnitt aus einem Video der Punkband Idles. Bericht von Neave Barker.

A 3
30.6.19

In Madrid demonstrieren einige Tausend Leute dagegen, daß der neue Bürgermeister die Fahrverbote wieder aufheben will, die seit einem halben Jahr für etwas sauberere Luft in der Stadt gesorgt haben.

E 1
6.7.19

In vielen Städten in Deutschland demonstrieren zusammen etwa 30.000 Menschen gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung und für sichere Fluchtwege übers Mittelmeer. Aufgerufen hatte das "Bündnis Seebrücke".

ht,TS,hj,E,b&b zus.8
           
8.7.19

In Basel und Zürich blockieren Klimaaktivisten die Eingänge einige Bankhäuser und demonstrieren gegen Kredite für die Kohleförderung.

E 1/2
8.7.19

In mehreren Städten demonstrieren die Schüler von "Fridays for Future" in den Ferien mal eine ganze Woche, Tag und Nacht. Bericht über die Aktion in Bremen, mit einigen wunderbar aufgeweckten und klarsichtigen Kindern. "Macht Ihr euere Hausaufgaben, dann machen wir unsere!"  ¤

b&b 3
12.7.19

Die Polizei hat Aufnahmen  veröffentlicht, die von einem Hubschrauber aus bei den Protesten im Braunkohletagebau Garzweiler gemacht wurden. Sie sollen die Gewaltsamkeit der Demonstranten belegen, zeigen aber die Verantwortungslosigkeit der Polizisten.

W 1
13.7.19

In Kiel demonstrieren einige Aktivisten gegen den Irrsinn der riesigen Kreuzfahrtschiffe. Die Branche ist durch die Proteste aufgeschreckt und betreibt heftiges Greenwashing und präsentiert neue Schiffe mit Hybridantrieb, die (mit enormem Aufwand) 20 % (!) weniger Schadstoffe ausstoßen. (Bei 90 % Reduktion könnte man darüber diskutieren.)

hj 3
16.7.19

Weitere Proteste von "Extinction Rebellion" in London. Die Aktivisten blockieren u.a. eine Betonfabrik und mehrere Straßen.

E 1
           
26.7.19 Auf dem Stuttgarter Flughafen protestieren einige hundert Schüler von FfF gegen den Flugtourismus und sorgen dafür, daß die Urlauber wenigstens ein schlechtes Gewissen mitnehmen. (Die Leute, die nicht fliegen, stehen mit ihren klimatisierten Stinkmobilen im Stau auf der Autobahn.) R,TS,E zus.2
             
26.7.19 In China gibt es noch keine Schülerproteste. Einen Anfang macht aber die 16-Jährige Howey Ou, die eine Woche mit einem Schild vor einem Regierungsgebäude demonstriert hat, bis sie verhaftet wurde. n-AR 5
28.7.19

Greta Thunberg hat mit der Band "The 1975" einen Song aufgenommen, in dem sie ihre Botschaft wiederholt. Die Einnahmen sollen an "Extinction Rebellion" gehen.

E 2
           
1.8.19

In Dortmund treffen sich 1500 Aktivisten von "Fridays for Future" zu einem Sommerkongress um sich besser zu vernetzen und über den Kurs der Bewegung zu beraten. "Es reicht uns nicht mehr, eine Debatte anzustoßen, wir wollen, daß endlich Entscheidungen getroffen werden." Parteienvertreter sind unerwünscht. 

TS

2
2.8.19

Berichte vom Sommerkongress der Bewegung "Fridays for Future" in Dortmund. Zwischen Debatten über strategische Ziele, Workshops für klimabewußtes Handeln im Alltag und Training für Medienauftritte gibt es auch Demonstrationen, Straßenblockaden, Pflanzaktionen, ein Sit-In vorm RWE-Hochhaus. Sehr schöne Tanzdemos. Für den 20.9. wird zum Generalstreik aufgerufen.  - Wenn es doch noch Hoffnung geben sollte, dann wohl hier, bei einer Jugend, die die Tragweite der Krise verstanden hat. Die nichts anderes fordert, als das Recht auf eine Zukunft.  ¤ 

W,R,arj,ht,h+,E

zus.14
           
3.8.19

In Mannheim haben etwa 100 Aktivisten einen Block des größten deutschen Kohlekraftwerks blockiert und teilweise besetzt. "Unsere Zukunft ist wichtiger als eure Profite". Einziger Bericht bei "Welt", im ZDF Meldungen.

W,ht

zus.2

3.8.19

Trotz des beschlossenen Kohleausstiegs sollen immer noch weitere Dörfer den Tagebauen geopfert werden, z.B. der 700 Jahre alte Ort Pödelwitz bei Leipzig. Dort treffen sich etwa 1000 Aktivisten zum Klimacamp, um die verbliebenen 26 Dorfbewohner zu unterstützen und über Wege zum Kohleausstieg zu beraten. 

TT 3
           
4.8.19

Ein Bericht über den Sommerkongress von FfF in Dortmund

E

2
4.8.19

Auf der Unterweser haben Aktivisten von Greenpeace "CLIMATE CRIME!" an die Bordwand eines Soja-Frachters gemalt. Sie protestieren damit gegen den Irrsinn, den Amazonaswald abzuholzen, um noch mehr Soja für die europäische Massentierhaltung anzubauen.

b&b

3
6.8.19

Demonstration von "Extinction Rebellion" in Brisbane (Australien). Aktivisten, die eine Straße blockieren, werden von der Polizei fortgetragen. Teilweise werden Journalisten an der Arbeit gehindert.

NC

2

           
9.8.19

Bericht über das internationale Treffen der Bewegung "Fridays for Future" in Lausanne (Schweiz).

TS

2

           
13.8.19

In Wolfburg haben 80 Aktivisten das Bahngleis des VW-Werks blockiert und ein paar Stunden die Auslieferung von neuen Autos verhindert.

R

1/2

13.8.19

In London haben Aktivisten von "Extinction Rebellion" vor der Botschaft Brasiliens gegen die Vertreibung der Urwaldbewohner protestiert und die Fassade rot angemalt. - In Brasilia demonstrieren indigene Frauen gegen die ignorante Politik von Präsident Bolsonaro. (Bei arte) - In den Tagesthemen berichtet Matthias Ebert über Bolsonaros Frontalangriff auf den Amazonas-Urwald und dessen Bewohner. Er befördert die Abholzung und die Goldsuche, hintertreibt die Arbeit der Umweltbehörden und will jetzt offiziell den Bergbau in den Schutzgebieten der Indigenen zulassen.  ¤

arj,TT

zus.6
           
16.8.19

"BBC-HardTalk": Stephen Sackur spricht mit Roger Hallam, einem Mitbegründer von "Extinction Rebellion".  (NNA)*  ¤

B

24

             
16.8.19

Nur Euronews berichtet über die Freitagsdemo von F4F in Berlin.

E

1

           
20.8.19

Vor einem Jahr hat Greta Thunberg mit ihren Schulstreik für das Klima begonnen und damit eine weltweite Bewegung gestartet. 

arj,TT

zus.6

           
23.8.19

Beitrag über die "Fridays for Future"-Bewegung in Bremen, ein Jahr nach dem ersten Klimastreik von Greta Thunberg.

b&b 4
24.8.19

In Dresden demonstrieren eine Woche vor der Landtagswahl, bei der hohe Stimmengewinne der Nazis erwartet werden, etwa 35.000 Menschen unter dem Motto #Unteilbar für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus. Alle demokratischen Parteien außer der CDU beteiligen sich. 

arj,TS,hj,E zus.8
                 
26.8.19

In Rio und anderen Städten Brasiliens demonstrieren Tausende gegen Bolsonaro und gegen die Zerstörung des Regenwaldes.

E 1
           
30.8.19

Während am Freitag wieder Schüler in aller Welt für den Klimaschutz streiken und demonstrieren, gibt es ein paar Berichte nur über die eher kleine Demo in New York, an der auch Greta Thunberg teilnimmt.

A,W,R,TS zus.6
13.9.19

 

Weltweit Demonstrationen von Schülern von "Fridays for Future" (F4F). In Washington demonstrieren einige hundert Schüler mit Greta Thunberg vorm Weißen Haus. Der Hausbesetzer läßt sich nicht blicken. Bei AJE und bei "Welt" berichten Reporter live aus Washington. Aber was für ein Gegensatz: bei AJE Shihab Rattansi, wie immer kompetent, mit Fokus auf dem Anliegen der Schüler, mit OT von Greta, mit dem Hinweis auf den weltweiten Generalstreik in einer Woche. Bei "Welt" ein Steffen Schwarzkopf, der sich darüber mokiert, daß es "nur" ein paar Hundert Leute sind. Über die Kundgebungen in Deutschland nur bei "Welt" und RTL ganz kurze Meldungen.

Nur Euronews berichtet, daß in London etliche Aktivisten von "Extinction Rebellion", u.a. Roger Hallam, verhaftet wurden, um deren Drohnen-Aktion zur Blockade des Flughafens Heathrow zu verhindern.

A,W,R

 

E

zus.5

 

1

14.9.19

In Frankfurt demonstrieren etwa 30.000 Menschen gegen die Autoshow IAA und für eine Verkehrswende, weg vom Auto, hin zu menschenfreundlichen Städten. Drinnen bei der heiligen Automesse bestaunen die Junkies unterdessen die neuen Stadtpanzer. Viele Besucher, leider auch viele Demonstranten, und sämtliche Berichterstatter schwärmen für den neuesten Irrweg, das Elektroauto, je größer und schneller desto besser. Dominic Kane berichtet bei AJE fast nur darüber, kein Wort über die Forderungen nach mobiler Abrüstung.

A,R,ht,TS,TT,hj

zus.16

           
15.9.19

In Frankfurt blockieren einige hundert Aktivisten von "Sand im Getriebe" die Zugänge zur Automesse IAA.

R,TS,E

zus.2
16.9.19

Kurze Reportage von einer Straßenblockade von "Extinction Rebellion" in Hamburg.

Spiegel-TV

5

18.9.19

Greta Thunberg spricht vor einem Ausschuß des US-Kongress. "Ihr sollt nicht auf mich hören sondern auf die Wissenschaftler." Gregory Meeks (Vertreter der Demokraten) zeigt sich beeindruckt. (Interview bei der BBC)  (NNA)*

A,B

zus.5
           
18.9.19

Pressekonferenz von FfF in Berlin vor dem Klimastreik und der Sitzung des "Klimakabinetts". Pauline Brünger, Nick Hrubeck und Sebastian Grieme verurteilen die Untätigkeit der Regierung und den absurden Flickenteppich von symbolischen Maßnahmen, den die CDU jetzt plant. Sie fordern erneut einen Preis von 180 Euro pro Tonne CO2. "Welt" überträgt dankenswerterweise live. Gleich danach ein Werbespot für den neuen Mini Cooper mit 306 PS.

W(live)

9

18.9.19

Bei Zapp ein Beitrag über die Bewegung "Fridays for Future" und ihre Medienwirkung.  (Leider NNA)* 

Zapp

7

           
19.9.19

Bei Christiane Amanpour spricht Hari Sreenivasan mit dem US-Aktivisten Xiuhtezcatl Martinez über den globalen Klimastreik am Freitag.  (NNA)*

C

15

20.9.19

 

Am globalen Klimastreiktag von "Fridays for Future" gibt es Demonstrationen in praktisch allen Ländern, in über 5000 Städten zusammen mehre Millionen Teilnehmer. Allein in Deutschland 1,4 Millionen in 570 Städten, oft sind es die größten Kundgebungen seit dem Krieg. Am häufigsten zu hören die Forderung nach globaler Klimagerechtigkeit. Diesmal waren ausdrücklich auch Erwachsene aufgerufen, und viele haben sich auch beteiligt. Harald Welzer sagt (im ZDF): es ist eine interessante Paradoxie, daß die Kinder heute die Realisten sind, die sich auf harte Fakten beziehen, und die Erwachsenen sind die Illusionisten, die glauben, man könne durch Aberglauben, Gesundbeten und Weitermachen wie bisher durchs 21. Jahrhundert kommen.  ¤

Bei den internationalen Sendern Berichte aus zahlreichen Ländern, u.a. aus Kapstadt, Nairobi, Delhi, Sydney, Bogota, London und New York, wo über 250.000 Menschen mit Greta Thunberg demonstrieren. Bei den deutschen Sendern vor allem (aber nicht nur) Berichte von den Kundgebungen in Deutschland. Bei "aspekte" ein längerer Beitrag mit soziologischen Betrachtungen, mäßig interessant.

A,B,C,Sky

W,n,R,arj,TS,
TT,hj,E,NC,b&b

aspekte

zus.28

zus.34

9

                 
                 
22.9.19

Bei CNN stellt Becky Anderson die Bewegung "Extinction Rebellion" vor, die mit gewaltfreien Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen das Aussterben rebelliert. Anderson besucht ein Sommerlager von jugendlichen Aktivisten in London und spricht mit einigen Teilnehmern. Dann ein Gespräch mit Katie Eder (Future Coalition). Die Frage nach konkreten Forderungen beantwortet sie leider nicht. 

C

9
22.9.19

 

 

Bei den großen Kundgebungen der Klimabewegung letzten Freitag gab es auch etliche Straßenblockaden, die von der Polizei geduldet und immer nach einiger Zeit friedlich beendet wurden. Nur bei einer Sitzblockade in Hamburg hat die Polizei ohne jeden Grund auf brutale Weise eingegriffen. Etwa 50 Aktivisten, darunter viele Jugendliche, wurden mit schmerzhaften Griffen und Atemabdrücken zum Aufstehen gezwungen. Selbst wenn die Aktion der Polizei irgendwie gerechtfertigt gewesen wäre (was sie aber nicht war: das Demonstrationsrecht steht immer noch höher als das Recht von Luftverpestern auf freie Durchfahrt), hätte man die Leute auch ohne Gewalt wegtragen können. Alle beteiligten Beamten haben sich strafbar gemacht, teils wegen versuchter oder vollendeter gefährlicher Körperverletzung, die anderen wegen Billigung von Straftaten und unterlassener Hilfeleistung, sowie alle wegen Eingriff in die Grundrechte. Die Polizeiführung billigt diese Straftaten und behauptet, bei der friedlichen Sitzblockade habe es sich um Gewalt gehandelt.  - Während alle Sender ausführlich über die Massenproteste berichtet haben, ist dieser skandalöse Vorfall nur auf Twitter bekanntgemacht worden, mit zahlreichen Videos, auf denen die beteiligten kriminellen Polizisten genau zu erkennen sind. Im deutschen TV bisher nur bei RTL ein Minibericht.  ¤

Ich frage mich, ob Hamburger Polizisten mit Greta Thunberg oder Antonio Guterres wohl genauso umspringen würden, wenn diese sich auf eine deutsche Straße setzen und den Autoverkehr blockieren würden.

R

 

 

1/2

 

 

23.9.19

Bei "Spiegel-TV" (auf RTL) eine Reportage von Adrian Altmayer u.a. über Aktionen von Umweltaktivisten: Die Greenpeace-Blockade gegen SUVs auf dem Bremerhavener Autoterminal. Die Blockaden gegen die IAA in Frankfurt. Protest gegen den Kreuzfahrttourismus in Hamburg. Eine Straßenblockade von "Extinction Rebellion" in Hamburg. (Diese Demonstration wird durch einen illegalen und brutalen Polizeieinsatz beendet, mit denselben illegalen Methoden wie die andere Blockade in Hamburg, die gestern kurz erwähnt wurde.) Eine Demo von Veganern in einem Berliner Supermarkt. Der "Sicherheitsdienst" von Edeka setzt - natürlich illegal! - und mit Gewalt sein angebliches Hausrecht durch. (Auch hier gilt: das Demonstrationsrecht steht über dem "Hausrecht", solange nichts und niemand durch die Demo zu Schaden kommt.)  - Der notorische arrogante  Unterton von "Spiegel-TV" nervt etwas, aber ansonsten sehenswerte Reportagen über mutige und klarsichtige junge Menschen.  ¤

Sp-TV

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23.9.19

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Greta Thunberg hält eine Rede beim UN-Klimagipfel in New York:  Ihr kommt zu uns jungen Leuten auf der Suche nach Hoffnung. Wie könnt ihr es wagen! Ihr habt meine Träume und meine Kindheit gestohlen mit eueren leeren Worten. Menschen leiden, Menschen sterben, ganze Ökosysteme brechen zusammen, wir stehen am Beginn eines Massenaussterbens, und alles worüber ihr redet ist Geld und das Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen! Seit 30 Jahren ist die Wissenschaft kristallklar, wie könnt ihr es wagen, wegzusehen und hierherzukommen und zu erzählen, ihr würdet genug tun! Auch wenn wir die Kohlenstoffemissionen innerhalb von 10 Jahren auf die Hälfte senken ist die Chance, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen nur 50 Prozent. Für euch mögen 50 Prozent akzeptabel klingen. Aber diese Zahlen enthalten nicht die Kippunkte, nicht die meisten Rückkopplungen, auch nicht die zusätzliche Erwärmung, die durch die Luftverschmutzung kaschiert wird, und die Klimagerechtigkeit. Ihr überlasst es meiner Generation, hunderte Milliarden Tonnen von eurem CO2 wieder aus der Luft herauszusaugen, mit Technologien, die es noch nicht gibt. Nach den Berechnungen des IPCC dürft ihr nur noch 350 Gigatonnen CO2 emittieren. Wie könnt ihr es wagen, so zu tun, als könne man das mit "Business as ususal" und technischen Lösungen erreichen. Dieses Budget (350 Gt) wird in 8½ Jahren aufgebraucht sein. Niemand von euch wird hier heute Lösungen oder Pläne präsentieren, wie man diese Zahlen erreichen kann, denn diese Zahlen sind euch zu unbequem und ihr seid nicht erwachsen genug, um zu sagen, wie es ist. Ihr versagt, aber die jungen Leute haben begonnen, euren Betrug zu durchschauen. Und wenn ihr uns weiter im Stich laßt, werden wir euch nie vergeben. Wir lassen euch das nicht durchgehen. Die Welt wacht auf. Der Wandel kommt, ob ihr es wollt oder nicht.   ¤¤¤

(Leicht gekürzte Übersetzung von mir nach dem Live-OT bei AJE und dem OT bei "Welt", beide für sich leider nicht vollständig. Hier der ganze Text als Transkript.)

Gretas Vorwürfe richten sich u.a. direkt an Kanzlerin Angela Merkel. Diese hält völlig unbeeindruckt kurz danach ihre vorbereitete Rede, in der sie die Klimabewegung freundlich lobt und ihr lächerliches Pillepalle-Konzept zum Klimaschutz, das in Wahrheit die Subventionen für die Verbrennung von fossilen Brennstoffen noch weiter erhöht, als tolles und vorbildliches Konzept anpreist. Für die armen Länder verspricht sie großzügig eine Spende von vier Milliarden Euro, ohne zu sagen, über wie viele Jahre diese Zahlung gestreckt wird.  - Ich habe mich selten mehr für einen Politiker geschämt. Live-OT bei Euronews.

A/W(live)

 

 

 

 

 

 

 

E(live)

4/3

 

 

 

 

 

 

 

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23.9.19

Berichte über die UN-Klimakonferenz und über Gretas Rede. Donald Trump war übrigens nicht anwesend, er kam etwas später kurz vorbei und ignorierte Greta. Für Merkel hatte er auch keinen Beifall. Vertreter von Ländern, die weiterhin Kohlekraftwerke bauen, durften bei dieser Konferenz nicht reden.  ¤

Bei AJE ein Gespräch mit Inger Anderson (UN-Umweltprogramm). (Dazu Bilder von der großen Klimademo in New York, u.a. dieses schöne Transparent: "Melt the 1 % like they are melting us") - Im heute-journal wird nochmal Merkels Pillepalleprogramm detailliert auseinandergenommen.

A,B,Sky

arj,TS,hj,TT

zus.14

zus.16

                   
23.9.19

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Tim Jones von "Extinction Rebellion" über die weltweiten Klimaproteste und den nötigen Aufstand gegen das kapitalistische System.

Bei nano ein Beitrag über die ökologische Landkommune "Tinkers Bubble" in Sommerset (England), Leute, die erkannt haben, daß der normale Lebensstil angesichts des globalen ökologischen Kollapses nicht mehr realistisch ist. Und über die Bewegung "Extinction Rebellion", die gegen das Aussterben rebelliert und im Sommer Teile Londons 10 Tage lang stillgelegt hat. Auch die Bewohner von "Tinkers Bubble" sind dabei.   ¤

RT

nano

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23.9.19

Auch in Washington blockieren Klimaaktivisten und Antirassisten den Autoverkehr. Bericht von Shihab Rattansi.

A 2
           
24.9.19

Bei "kulturzeit" ein Beitrag über die "emotionale " Rede von Greta Thunberg bei den UN: kann man ihre Anklage gegen das Versagen der Erwachsenen vergleichen mit Trumps infantilem Gerede? Nein, das sind zwei Universen, das Gestern und das Morgen. Fahriger Narzissmus vs. hochkonzentrierter Hingabe für ein hehres Ziel: die Rettung der Welt. Das klingt dramatisch, das ist dramatisch. Greta wagt es, klar zu sein und emotional, sachlich und wütend - entschlossen das System zu sprengen. Was sagt es über eine Gesellschaft, daß es ein 16-jähriges Mädchen braucht, um zu glauben, was Wissenschaftler seit Jahrzehnten sagen?  ¤

ktzt

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25.9.19

Den Alternativen Nobelpreis erhalten dieses Jahr die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die chinesische Anwältin und Frauenrechtlerin Gua Jianmei, die Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar aus der Westsahara und Davi Kopenawa, Sprecher der Ureinwohner Brasiliens.

arj,TS,nam zus.5
25.9.19

 

 

 

 

 

 

 

"Die Rote Linie - Widerstand im Hambacher Forst" - Film von Karin Miguel de Wessendorf. Noch eine Dokumentation des Widerstandes gegen die Zerstörung von Wald und Dörfern für die Braunkohle (und damit die Zerstörung des Klimas). U.a. Aufnahmen vom Abriß des Immerather Domes. Immer wieder Konfrontationen mit gewissenlosen Schergen des RWE-Konzerns in staatlichen Uniformen. Sehr sehenswert. Leider nur ein paar Stücke angesehen.  (NNA)* ¤¤

Text vom WDR: "Seit 2015 begleitet die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes und gegen die Zerstörung der Dörfer am Rand der Braunkohle-Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier, der größten CO2-Quelle Europas. Zuerst ist es nur ein Aufbegehren einzelner Gruppen mit unterschiedlichen Zielen, doch im Herbst 2018 wird der Protest gegen die Rodung zu einer überregionalen Bewegung, die bundesweit Schlagzeilen macht.
Wenn 31.000 Polizisten gegen 150 Baumbesetzer anrücken und es zum Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken kommt, dann wird ein gerade mal noch 550 Hektar großer "Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen-Wald" zum Symbol des Widerstands für viele Aktivisten. Seit 2015 begleitet die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes und gegen die Zerstörung der Dörfer am Rand der Braunkohle-Tagebaue, der größten CO2-Quelle Europas. Zuerst ist es nur ein Aufbegehren einzelner Gruppen mit unterschiedlichen Zielen, doch im Herbst 2018 wird der Protest gegen die Rodung schließlich zu einer breiten überregionalen Bewegung. Die Klimaschutzproteste sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Karin de Miguel Wessendorf begleitet den Baumbesetzer Clumsy, Antje Grothus, Anwohnerin aus Buir und Mitglied einer Bürgerinitiative, Lars Zimmer, der sein Dorf nicht verlassen will, und den Naturführer und Waldpädagogen Michael Zobel. Es sind ganz normale Menschen, die im Lauf der Jahre über sich hinauswachsen, aber auch Rückschläge hinnehmen, um für ihre Ziele zu kämpfen: den Erhalt des Hambacher Forstes, der Dörfer und den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Der Film begleitet und beobachtet - ohne zu kommentieren. Er zeigt Menschen, die aus ihrer Komfortzone kommen und sich mit ihrer ganzen Person in die Protestbewegung einbringen - einfach weil sie es für extrem wichtig halten. Aber er verschweigt auch nicht, dass die Proteste zum Teil gewalttätig wurden und dass es nicht nur Ausschreitungen von Seiten der Polizei gab.
Gedreht von 2015 bis Herbst 2018 dokumentiert der Film, wie politisches Engagement entsteht und gegen alle Widerstände gelebt wird. Er zeigt, wie eine Bürgerbewegung Fahrt aufnimmt und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über eine zukunftsfähige Energiepolitik."

WDR

 

 

 

 

 

 

89

 

 

 

 

 

 

26.9.19

Bei "Kontraste" (ARD) außerdem ein Beitrag über "Extinction Rebellion". Wenn einfacher Protest nichts hilft bleibt in einer Demokratie nur noch ziviler Ungehorsam. Im Beitrag ein paar Bilder von der brutalen und illegalen Polizeiaktion gegen friedliche Straßenblockierer in Hamburg, allerdings wird darauf nicht weiter eingegangen.

Kontraste

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27.9.19

Wieder weltweit große Demonstrationen von "Fridays for Future". Besonders große Kundgebungen diesmal in Italien (etwa 200.000 in Rom), Neuseeland und Kanada. Dort mit Greta Thunberg. Premier Trudeau nimmt auch teil, warum auch immer. (Hat der eigentlich seine Regierungszeit genutzt, den irrsinnigen Abbau von Teersanden zu beenden?) Bei der BBC ein Bericht aus Den Haag, ansonsten Aufnahmen u.a. aus Montreal, Auckland, Wellington, Seoul, Tel Aviv, New Delhi, Rom, Stockholm, Athen und Madrid.  ¤

A,B,Sky,arj,
TS,E,NC

zus.14
           
27.9.19

"Re: Streiken fürs Klima - Europas Schülerbewegung wächst" - Film von Vera Drude (?). Junge Aktivisten beim Sommerkongress von "Fridays for Future" in Dormund, bei einem Aktionscamp in der Nähe eines Tagebaus in Polen, bei einer internationalen Programmkonferenz in Lausanne. Immer wieder die Feststellung: die Schüler meinen es sehr ernst, sind hervorragend basisdemokratisch organisiert und beschäftigen sich intensiv mit den wissenschaftlichen Fragen. Vor allem Letzteres kann man von den meisten Politikern nicht sagen. Außerdem Eindrücke von der Massendemo vom 20.9. in Berlin mit wunderbar kreativen Parolen und Transparenten. - Sehenswert.   ¤

arte 32
28.9.19

Im "Listening Post" ein Stück über die eklige Hetze von rechten Klimaleugnern gegen Greta Thunberg. U.a. ein Ausschnitt mit einem wüsten Ausfall des Hetzers Michael Knowles bei Fox News, für den der Sender sich anschließend entschuldigt hat.  

A

3

3.10.19

In London haben Aktivisten von "Extinction Rebellion" ein Feuerwehrauto gekauft und damit das Gebäude des Finanzministeriums mit Kunstblut bespritzt.

A,E zus.
6.10.19

Ab morgen wollen Aktivisten von "Extinction Rebellion" 60 Städte in aller Welt lahmlegen, darunter Berlin. Am Tag davor besetzen in Paris über 1000 Leute ein Einkaufszentrum. Berichte bei "Welt" und Euronews. Euronews nennt die Aktivisten "Umweltkrieger". 

Bei CNN ein Gespräch mit dem Soziologen Prof. Douglas McAdam. Ob diese neuen Protestformen angemessen sind? Angesichts der Übermacht der Öl- und Kohlekonzerne sind sie jedenfalls effektiver als ein "Marsch durch die Institutionen". 

W,E

C

zus.4

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7.10.19

In weltweit 60 Städten versuchen Aktivisten von "Extinction Rebellion" den Autoverkehr lahmzulegen. In London und in Berlin klappt das ganz gut, trotz zahlreicher Festnahmen. Im allgemeinen geht die Polizei sehr vorsichtig mit den absolut friedlichen Demonstranten um und trägt einen nach der anderen von der Straße, was angesichts der Menschenmengen schwierig ist.  ¤

Bei den internationalen Sendern Berichte aus aller Welt und vor allem aus London, bei den deutschen vor allem aus Berlin. Bei "nano" ein Portrait der Bewegung "Extinction Rebellion". Allerdings sehr oberflächlich. Die Kritik einiger Linker (u.a. Jutta Ditfurth) an XR findet im Fernsehen keinen Niederschlag.

A,B,C,Sky

W,R,arj,ht,TS,
TT,nam,E

nano

zus.11

zus.26

4

                 
8.10.19

Weitere Straßenblockaden von "Extinction Rebellion" in zahlreichen Städten weltweit. Berichte aus London und Berlin.

A,B,C,P,W

zus.15
9.10.19

Heute nur bei PressTV ein Bericht aus London über die andauernden Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion", von Robert Inlakesh.

P

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9.10.19

Im Magazin "Temps Present" eine ausführliche Reportage über die Schülerbewegung für den Klimaschutz in der Schweiz: "Avec les Jeunes au Coeur de la Bataille du Climat", von Maria Pia Mascaro und Frank Preiswerk. Sehr interessant, aber leider NNA)* Größtenteils auf französisch mit deutschen UT, teils umgekehrt. (Aufnahme leider nicht vollständig, der Schluß fehlt.)  ¤

TV5

(36)

           
10.10.19

Gespräch mit Melanie Bergmann. Sie ist Wissenschaftlerin am AWI und zugleich Aktivistin bei "Extinction Rebellion". Sie sieht keine Spaltung zwischen XR und F4F und hat von Esoterik und Sektierertum bei XR nichts bemerkt.

b&b

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11.10.19

Am Strand von Sydney haben einige hundert Aktivisten von "Extinction Rebellion" in einer symbolischen Aktion den Kopf in den Sand gesteckt.  ¤

A

1/2

11.10.19

Ein Beitrag bei "aspekte" über die Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in Berlin. Ralf Fücks (Grüne) befürchtet, die Bewegung könne die "demokratischen Institutionen" außerkraftsetzen, Bernd Ulrich ("Zeit") sagt: "Wenn es eine Ökodiktatur gibt, dann nicht wegen ökologischer Ideologen sondern wegen ökologischer Unterlassungen." Jeremy Rifkin hofft auf die erste planetare Bewegung der Geschichte, eine Generation die über die Grenzen zusammenkommt, um die Erde zu retten.  ¤

aspekte

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17.10.19

In London sind mehrere Aktivisten von "Extinction Rebellion" auf eine U-Bahn geklettert und haben sie so ca. 10 Minuten an der Abfahrt gehindert. Die Fahrgäste auf dem Bahnsteig wurden wütend, einige haben die Aktivisten vom Zug gezerrt und verprügelt. Die Polizei mußte die Aktivisten schützen und hat sie dann verhaftet. XR unterstützt mehrheitlich keine Aktionen gegen den öffentlichen Verkehr und bittet um Entschuldigung. Ob auch die aggressiven Prügler verhaftet wurden, ist unbekannt. Der Bericht bei Sky News ist sehr differenziert und präzise. Bei RTL ein Kurzbericht.

Sky,R zus.3
           
19.10.19

Während das britische Parlament wiedermal über Johnsons "Brexit"-pläne debattiert, demonstrieren in London Hunderttausende und fordern, den Blödsinn endlich abzublasen und das Volk nochmal entscheiden zu lassen. Eine ausgesprochen bunte, phantasievolle und schöne Demo.  ¤

A,Sky,E zus.7
           
21.10.19

"Inside Story: Why are so many people protesting?" (Link später.) - Weltweit gibt es in immer mehr Ländern Massenproteste, gegen das Versagen beim Klimaschutz, gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen Korruption und unfähige Regierungen, gegen die Benachteiligung bestimmter Regionen. Unvollständige Liste der Länder: Frankreich, Algerien, Sudan, Hongkong, Haiti, Brasilien, Argentinien, Ecuador, Guinea, Katalonien, Britannien, Chile, Libanon. Was treibt die Demonstrationen an? Richelle Carey diskutiert mit Matt Clement (Soziologe, Autor von "Mobs versus Markets"), Jean-Baptiste Gallopin (Amnesty International) und Amalendu Misra (Politologe). (leider NNA)*  ¤ 

A

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24.10.19

Auch bei CNN stellt man fest, daß in immer mehr Ländern die Leute gegen die Mächtigen aufbegehren. Die Gründe sind nicht überall die gleichen, aber meist ist die soziale Ungerechtigkeit der Grund. Ein Bericht mit Bildern u.a. aus Bolivien, Haiti, Chile, Libanon, Hongkong. Gespräch mit Arturo Valenzuela (Ex-US-Vizeaußenminister), der auch, mit Einschränkungen, extreme ökonomische Ungleichheit als Grund erkennt. (Das K-Wort fällt natürlich nicht.)

C

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27.10.19

"Aufstand gegen das Aussterben" - Beitrag über die Basisbewegungen "Extinction Rebellion" und "Fridays for Future". Rupert Read (XR) und Luisa Neubauer (F4F) erläutern Ziele und Herangehensweise. "´Eine Regierung, die ihr Volk in den Tod schickt, hat ihre Legitimation verloren."

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28.10.19

 

 

  "Rabiat: Klima retten? Ohne mich!" - Film von David Donschen. Der Autor begleitet Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion", spricht mit den Aktivisten und beobachtet die Reaktionen von Autofahrern, Flugreisenden und Kreuzfahrern. (Bezeichnende und typische Antwort einer Fliegerin: irgendwann bin ich tot, und bis dahin will ich möglichst viel von der Welt gesehen haben.) Er läßt sich seinen CO2-Abdruck berechnen (enorm groß durch Fernflüge), läßt sich einen abgebrannten Wald zeigen, läßt sich von einem Klimaforscher erklären, was getan werden müßte, redet mit einer "grünen" Fliegerin, die keine Verbote will, und (überflüssigerweise) mit einem durchgeknallten Rallyefahrer, er läßt sich Versuche zeigen, das CO2 mit technischen Verfahren wieder aus der Luft zu holen, und er trifft Leute, die durchaus für die Energiewende sind, aber keine neuen Stromtrassen wollen. Sein vorläufiges Fazit: überall fehlt das Vertrauen in die Politik. (Und das zurecht. Ich habe von allen Befragten am ehesten mit den Leuten von XR etwas anfangen können, die offen sagen, daß sie auch keinen Ausweg wissen, die aber deutlich die richtigen Fragen stellen und das Problem benennen. Den einen Ausweg gibt es wohl auch nicht. Es käme darauf an, endlich in die richtige Richtung zu gehen und nicht immer weiter in die falsche.)  ¤

ARD

 

 

44

 

 

1.11.19

In Los Angeles demonstrieren tausende Schüler zusammen mit Greta Thunberg für den Klimaschutz. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat erklärt, daß die Folgen des Klimawandels dort für jeden sichtbar sind, mit jahrelanger Dürre, extremen Niederschlägen und katastrophalen Waldbränden.

Sky

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6.11.19

Ein Gericht in London hat entschieden, daß ein Demonstrationsverbot der britischen Polizei gegen "Extinction Rebellion" im Oktober unrechtmäßig war. Damit waren auch über 1800 Verhaftungen bei den Demos und Blockaden ungesetzlich, und die Betroffenen können die Polizei auf Schadensersatz verklagen. Bericht von Jamal Elshayyal, und ein Gespräch mit Sarah Lunnon von XR.

A

7

             
10.11.19

In Berlin blockieren einige Aktivisten den Zugang zum Flughafen und fordern ein Verbot von Kurzstreckenflügen. Kurzberichte nur bei PressTV und "Welt".

P,W

zus.1
16.11.19

"Inside the Rebellion" - Reportage über die Aktivisten von "Extinction Rebellion" und ihre Protest- und Blockadeaktionen in London. (Kein Autor angegeben.)  ¤

Sky

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