Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

ukraine #3      

  siehe auch Russland

    Ukraine #1    Ukraine #2

   (letzter Eintrag 26.11.22)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
15.6.22

Laut UNHCR ist ein Drittel der Bevölkerung der Ukraine auf der Flucht vor dem Krieg. Bei AJE ein Bericht aus Kiew über Menschen, die aus Mariupol dorthin geflüchtet sind. - Die meisten Sender berichten vor allem darüber, daß die USA eine weitere Milliarde Dollar an Waffenlieferungen zugesagt haben. Auch andere NATO-Länder kündigen weitere Lieferungen an. Laut dem ukrainischen Militär hat das Land bisher nur ein Zehntel der notwendigen Waffenhilfe bekommen. - Berichte vom Krieg nur am Rande, vor allem über die Kämpfe rund um Sjevjerodonetsk. - Im heute-journal berichtet Christian Sievers aus dem Hauptquartier im Präsidentenpalast in Kiew, außerdem vor dem Besuch von Kanzler Scholz in Kiew Einschätzungen von Prof. Carlo Masala ¤

A,C

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zus.11

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15.6.22

Fred Pleitgen (CNN) berichtet von einer bizarren Pressekonferenz des russischen Außenministeriums, bei der eine Sprecherin alle Vorwürfe mit dem Hinweis abblockt, die USA würden sowas ja auch machen. Putins Ex-Präsident Medwedew hat geäußert, in zwei Jahren werde es womöglich gar keine Ukraine mehr geben.

C 3
16.6.22

Hauptsächlich Berichte über den gemeinsamen Besuch der Staats- bzw. Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Italien und Rumänien in Kiew und Irpin. - Bei der BBC ein Bericht von Orla Guerin, die ukrainische Soldaten im Schützengraben bei Izyum (bei Kharkiv) besucht hat.

A,B,C

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16.6.22

Steve Rosenberg spricht in Moskau mit Außenminister Lavrov. Der leugnet, daß Russland die Ukraine angegriffen hat. Vielmehr sei es ein krimineller Akt des Westens gewesen, die Ukraine in die NATO zu ziehen. Und einiges zynisches kriminelles Gerede mehr.

B 3
           
17.6.22

Berichte vor allem über den Besuch von der Leyen in Kiew, bei dem sie eine baldige Aufnahme in die EU in Aussicht stellt. (Habe ich fast alles weggelassen.) - Kaum Kriegsberichte. In Lysychansk bombardiert Russland Wohnhäuser, bei AJE einige Bilder davon. Berichte von dort von Ben Wedeman (CNN) und John Sparks (Sky News). - Die UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet berichtet über die Lage in Mariupol. Durch den Krieg, vor allem durch russische Artillerieangriffe, wurden dort mindestens 1348 Zivilisten getötet (wahrscheinlich noch wesentlich mehr). Bericht bei Euronews.

A,C,Sky

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17.6.22

Putin verurteilt in einer Rede vor Wirtschaftsvertretern die Sanktionen des Westens und behauptet, der Westen würde sich damit vor allem selbst schaden. Seltsam, daß alle Sender den Diktator und Massenmörder immer noch als "Präsident" titulieren.

TS,h+,E zus.7
18.6.22

Kaum Infos über die andauernden Kämpfe im Donbass. - Präsident Zelensky besucht die Städte Odessa und Mykolaiv, die unter ständigem Beschuss durch Russland liegen. - In Kiew ist unter großer öffentlicher Anteilnahme der bekannte Demokratie- und Umweltaktivist Roman Ratuschny beigesetzt worden, der als Soldat im Krieg gegen Russland getötet wurde. - CNN berichtet über die Probleme ukrainischer Bauern, die wegen des Krieges ihre Felder nicht bestellen können, oder wenn doch, wegen der russischen Blockade ihre Ernte nicht absetzen können. - Laut UNHCR sind inzwischen 7,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet. - Auch das deutsche BKA ermittelt gegen russische Kriegsverbrecher. Bei RTL berichtet Gordian Fritz über Morde an Zivilisten in einem Dorf.

A,C

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19.6.22

Russland verstärkt den Beschuss von Kharkiv wieder. - Andauernde Kämpfe in Sjevjerodonetsk. - Bei CNN ein Bericht über die Entschärfung von nicht explodierten Landminen in der Nähe von Kiew. 43.000 davon wurden schon gefunden. - John Sparks (Sky News) berichtet von der Front irgendwo in Donetsk, wo die ukrainischen Soldaten der russischen Armee wenig mehr entgegenzuhalten haben als ihre Zuversicht und manchmal abenteuerlichen Mut. - Das "heute-journal" berichtet, daß von den versprochenen Waffen aus Deutschland bisher sehr wenig in der Ukraine angekommen ist.

A,C,Sky

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20.6.22

Russland verstärkt seine Angriffe auf Kharkiv und Umgebung. Bilder und Infos bei CNN. Bei RTL ein Frontbericht von Kavita Sharma, irgendwo im Donbass. - Berichte heute vor allem über die Kornkrise, weil die EU die Schuld dafür allein Russland gibt. - In den Tagesthemen ein Beitrag über die Untersuchung von Kriegsverbrechen durch die Gruppe "Forensic Architecture".

A,C

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21.6.22

Kaum noch Berichte über den Krieg.  - Weiter massiver russischer Beschuß auf Kharkiv, mindestens 15 Zivilisten werden getötet. Bilder bei AJE und CNN. - Weiter schwere Kämpfe rund um Lysychansk. Infos bei CNN. - Angeblich hat die ukrainische Armee versucht, die Schlangeninsel zurückzuerobern. Bericht bei Euronews.

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22.6.22

Weiterhin massive russische Angriffe auf Kharkiv, erneut werden dort zahlreiche Zivilisten getötet. Vermutungen, daß Russland erneut versuchen wird, die Stadt zu erobern. - Auch in Sjevjerodonetsk, Lysychansk und Umgebung weiterhin schwere Kämpfe. Die ukrainische Armee hat Sjevjerodonetsk noch nicht aufgegeben und verstärkt ihre Truppen dort. - Russland hat zwei der gerade von den USA gelieferten modernen Haubitzen zerstört. - Innerhalb Russlands sind ein Munitionsdepot und eine Ölraffinerie explodiert, offenbar nach ukrainischen Drohnenangriffen. - Aus dem Kriegsgebiet berichten Orla Guerin (BBC), Ben Wedeman und Sam Kiley (beide CNN).  ¤

A,B,C

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23.6.22

Über die anhaltenden schweren Kämpfe im Donbass nur ein paar vage Meldungen, Bilder aus Lysychansk. - Meldungen über eine weitere große Waffenlieferung der USA. - Ausführlichere Berichte heute darüber, daß die EU die Ukraine als Mitgliedkandidaten anerkennt. (Weggelassen.)

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24.6.22

Die Ukraine beginnt mit dem Abzug ihrer verbliebenen Truppen aus Sjevjerodonetsk. Die Stadt ist durch den russischen Dauerbeschuss praktisch komplett zerstört. Bei AJE, BBC und CNN Berichte mit Aufnahmen von dort. -  Im ZDF berichtet Katrin Eigendorf von der Front im Süden bei Kherson.

A,B,C

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TT,E,NC

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25.6.22

Die ukrainischen Truppen sind aus Sjevjerodonetsk abgezogen und die russische Armee hat die Stadt nun komplett besetzt. Die Kämpfe um Lysychansk dauern an. Bei Sky News berichtet John Sparks aus dem Kriegsgebiet. - Schwerer russischer Beschuß auf Ziele in der gesamten Ukraine, auch wieder auf Kiew. Offenbar gibt es russische Luftangriffe auf die Ukraine auch von Belarus aus. - Putin kündigt an, Belarus Trägersysteme für Nuklearwaffen zu übergeben.

A,B,C,Sky

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25.6.22

Im "Listening Post" noch ein Beitrag über die russische Kriegspropaganda und Desinformationskampagne ¤

A 10
                 
26.6.22

Schwere Zerstörungen an Wohngebäuden in Kiew durch russische Raketenangriffe, mehr als 200 zivile Gebäude wurden getroffen, darunter ein Kindergarten. Diverse Berichte aus Kiew.  ¤

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27.6.22

Russland setzt den Beschuss ukrainischer Städte fort. In Kremenchuk, 300 km von der Front entfernt, wird ein Einkaufszentrum von zwei Raketen getroffen. Zu dem Zeitpunkt befanden sich etwa 1000 Zivilisten in dem Gebäude, das durch die Explosionen in Flammen aufgeht und völlig zerstört wird. Bis zum Morgen sind 16 Tote gefunden worden, die Zahl der Opfer dürfte aber wesentlich höher sein.  ¤

Bei den internationalen Sendern sonst keine Berichte aus der Ukraine. Bei den deutschen auch Meldungen über Raketenangriffe auf Odessa und andere Städte. Im ZDF berichtet Katrin Eigendorf über den Einsatz einer von Deutschland gelieferten Panzerhaubitze an der Ostfront, bei den Tagesthemen ein Bericht von Vassili Golod aus Bucha, über die Untersuchung der russischen Kriegsverbrechen und die Traumata der Überlebenden.  ¤

A,B,C,Sky

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28.6.22

Weitere russische Raketenangriffe auf zivile Gebäude in Kharkiv. - Ein Video zeigt den Einschlag einer russischen Rakete in das Einkaufszentrum in Kremenchuk. Bisher sind dort 18 Tote gefunden worden, zahlreiche Menschen werden vermisst. Es ist kaum wahrscheinlich, daß es in den Trümmern noch Überlebende gibt. Russlands Außenminister behauptet, man habe ein benachbartes Waffenlager bombardiert, und das Einkaufszentrum sei menschenleer gewesen. Beides ist offenbar gelogen. Präsident Zelensky nennt den Angriff einen Terroranschlag und Russland einen "Terror-Staat", und fordert den Ausschluß Russlands aus dem UN-Sicherheitsrat.  ¤

A,C,Sky

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29.6.22

 

In den Trümmern des Einkaufszentrums in Kremenchuk wird weiter nach Opfern des russischen Raketenangriffs gesucht. Bisher wurden 18 Leichen gefunden, etwa 30 Personen werden vermisst. Putin leugnet weiter den Angriff und behauptet, man habe ein Waffendepot bombardiert und von dort sei explodierende Munition zu dem Einkaufszentrums hinübergeflogen, oder so. Die Videos vom Einschlag belegen sehr eindeutig, daß das Lügen sind. Einzelheiten dazu bei CNN und Sky News. - Auch in Mykolaiv sind zahlreiche Zivilisten beim Einschlag einer russischen Rakete in ein Wohnhaus getötet worden.  ¤

Bei AJE ein Bericht mit heimlich gemachten Aufnahmen aus dem russisch besetzten Kherson. Viele Bewohner leisten zivilen Widerstand. - Bei Sky News ein ausführlicher Bericht von Alex Crawford aus dem weiter heftig umkämpften Lysychansk. - Im auslandsjournal ein Bericht von Katrin Eigendorf von der Front im Donbass ¤

Bei einem größeren Gefangenenaustausch hat Russland 144 Kämpfer freigelassen, die im Azowstal-Stahlwerk in Mariupol gefangengenommen wurden.

Bei den deutschen Nachrichtensendungen heute nur ein paar Meldungen und ein Bericht bei Euronews.

A,B,C,Sky

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auslandsjnl

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30.6.22

Die russischen Truppen haben sich von der strategisch wichtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer zurückgezogen. - Bei Sky News noch ein Bericht von Alex Crawford aus Lysychansk. - Charles Stratford (AJE) berichtet aus Kiew über Cyber-Experten der ukrainischen Polizei, die im Netz nach den Spuren russischer Kriegsverbrecher und russischer Cyberangriffe fahnden.  ¤

A,C,Sky

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1.7.22

Russland bombardiert ein Wohngebiet bei Odessa, mehrere Wohnblocks werden schwer zerstört, mindestens 20 Zivilisten getötet. Angeblich eine Vergeltung dafür, daß Russland die Schlangeninsel verloren hat. - Nach ihrem Rückzug von der Schlangeninsel bombardiert Russlands Armee die Insel mit Phosphorbomben. - Ein Bericht von der Front bei Sloviansk (Donetsk) von Phil Black (CNN).  ¤

A,B,C

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2.7.22

Weiter schwere Kämpfe im Donbass. Russische Truppen haben Lysychansk eingekreist und stehen kurz vor der Einnahme der völlig zerstörten Stadt. - Russland bombardiert weiter Wohngebiete und wohl auch Waffenlager im ganzen Land. - Russland schickt einen Frachter mit gestohlenem Weizen vom Hafen des besetzten Berdyansk aus in die Türkei. Die ukrainische Regierung fordert die Türkei auf, das Schiff zu beschlagnahmen ¤

A,B,C

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3.7.22

Die letzten ukrainischen Truppen ziehen aus Lysychansk ab, russische Truppen und tschetschenische Kämpfer feiern ihren Sieg unter einer Sowjetflagge. Die Provinz Luhansk ist damit nun komplett unter russischer Kontrolle. Zugleich verstärkt Russland seine Angriffe auf Sloviansk und andere Orte in der Nachbarprovinz Donezk. Diverse Berichte, einziger direkt aus dem Kriegsgebiet von Alex Crawford (Sky News). - Bei arte ein Bericht aus Odessa nach den russischen Terrorangriffen auf Wohnblocks. - Die Ukraine hat offenbar erneut Ziele in der russischen Stadt Belgorod bombardiert. Angeblich wurden dabei Wohnhäuser getroffen und mehrere Zivilisten getötet. Nur bei Euronews ein Bericht. (Gestern gab es dazu Meldungen bei AJE und CNN.)  ¤

A,B,C,Sky

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4.7.22

Putin befiehlt seiner Armee, nach der Region Luhansk auch Donetsk komplett zu erobern. Präsident Zelensky kündigt an, seine Armee werde die verlorenen Gebiete zurückerobern. - Bei der BBC berichtet Jonathan Beale aus dem Kriegsgebiet. - Bei Sky News eine längere Reportage von Alex Crawford über den Fall von Lysychansk. - Bei einer Konferenz in Lugano versprechen westliche Länder Hilfe beim Wiederaufbau der Ukraine.  ¤

A,B,Sky

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5.7.22

Massive russische Luftangriffe und Artilleriebeschuß auf mehrere Städte in Donetsk. In Sloviansk wird ein Marktplatz bombardiert. ¤

Fergal Keane (BBC) berichtet über ein Massaker in Bucha im März. Russische Truppen haben dort neun Männer verhaftet, die dem bewaffneten Widerstand angehörten. Sie wurden im Gänsemarsch auf ein Gelände geführt und dort erschossen. Es gibt zwei Videos von der Szene. Einer der Männer wurde nur angeschossen und konnte entkommen, er schildert das Erlebte. Die Täter sind dadurch leicht identifizierbar. ¤

In Lugano versprechen westliche Länder Hilfe beim Wiederaufbau. Nach ukrainischen Angaben wird dieser bislang 750 Milliarden Dollar kosten. Bei arte ein Bericht aus Odessa, wo man schon mit dem Wiederaufbau beginnt.

A,B,C

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5.7.22

Im "heute-journal" ein Beitrag über Stepan Bandera. Ein Faschist, der in den 40er-Jahren zehntausende Juden und Polen ermorden ließ, aber wegen seines Widerstandes gegen die sowjetische Besatzung bis heute als ukrainischer Nationalheld gilt - überall stehen Bandera-Denkmäler.  ¤

Bei den "Tagesthemen" ein Bericht über Juden, die damals als Kinder vor den Nazis flüchten mußten und jetzt vor den Russen geflüchtet sind und in Deutschland Zuflucht finden.

hj,TT zus.7
6.7.22

 

Russland setzt den schweren Beschuß von Städten in Donetsk fort. In Sloviansk fordern die Behörden die Bewohner auf, die Stadt zu verlassen. Ebenso werden in Mykolaiv im Süden weiter Wohngebiete bombardiert, auch dort werden die Bewohner zur Flucht aufgefordert. - Laut ukrainischen Angaben hat die russische Armee bei ihrer Offensive schwere Verluste. Bei CNN berichtet Phil Black über den Einsatz einer modernen Anti-Raketen-Systems ("HIMARS") aus den USA durch die ukrainische Armee. ¤

Bei der BBC ein weiterer Bericht von Fergal Keane über russische Kriegsverbrechen in Bucha, die Erinnerung an die Opfer und die Ermittlungen über die Täter.  ¤

Im ZDF-auslandsjournal eine Recherche von Julia Theres Held über Vorwürfe, daß russische Soldaten gezielt Vergewaltigungen als Waffe einsetzen. Belege, daß russische Soldaten ukrainische Frauen und Mädchen vergewaltigen, gibt es zu zuhauf. Zu beweisen, daß dies systematisch geschieht, ist dagegen schwierig. Immerhin gibt es glaubhafte Aussagen, wonach Vorgesetzte der Soldaten davon wissen und die Täter decken.  ¤¤

A,B,C

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auslandsjnl

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zus.3

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6.7.22

"Die Straße des Todes - Kriegsverbrechen in der Ukraine" - Dokumentation von Arndt Ginzel über eine Serie von Morden an Zivilisten durch russische Soldaten. Kurz nach Kriegsbeginn Ende Februar / Anfang März wurden auf einer Autobahn bei Kiew dutzende Zivilisten, die aus dem belagerten Kiew flüchten wollten, willkürlich in ihren Autos erschossen. Der Film rekonstruiert die Verbrechen anhand von Drohnenvideos, Handydaten und Augenzeugenberichten. Und er versucht, die Täter namentlich zu identifizieren, in einigen Fällen mit Erfolg.  ¤¤

ZDF 45
           
7.7.22

Heute meist nur ein paar Meldungen, kurze Berichte nur bei Euronews: weiter schwerer russischer Beschuß auf Städte in Donetsk, vor allem auf Sloviansk und Kramatorsk. Auch Charkiw wird erneut bombardiert. Ukrainische Soldaten hissen auf der Schlangeninsel ihre Flagge und werden dann von Russland mit Raketen beschossen.

A,C

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8.7.22

Russland setzt seine Angriffe in Donetsk fort. - Berichte: Jonathan Beale (BBC) aus Sloviansk über den Einsatz von Aufklärungsdrohnen durch das ukrainische Militär. Alex Marquardt (CNN) aus Kharkiv über das Leid der Zivilisten. Und Sally Lockwood (Sky News) aus Chernihiv über die Geschichte eines ukrainischen Kämpfers, der bei einem Austausch aus russischer Gefangenschaft freigekommen ist. Er erzählt von schweren körperlichen Mißhandlungen, und daß sie im Lager 15 mal am Tag die russische Nationalhymne singen mußten.

B,C,Sky,h+,E

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9.7.22

Russland bombardiert weiter Wohngebiete in der Ukraine. Bei CNN Bilder von schweren Zerstörungen in Mykolaiv, und Alex Marquardt berichtet weiter aus Kharkiv, mitten aus den Trümmern eines völlig zerstörten Wohnblocks. - Alan Fisher (AJE) berichtet aus dem Ort Moshun (nördlich von Kiew). Fast alle Bewohner sind während der russischen Besatzung geflohen, viele kehren jetzt in den schwer zerstörten Ort zurück. Eine alte Frau, die dort geblieben war, erzählt, wie sie sich einen Monat lang in ihrem Keller versteckt hat. - Bei den Tagesthemen ein Bericht von Shafagh Laghai aus dem Dorf Andriivla in derselben Gegend. Hier haben die Russen während der Besatzung 13 Männer (Zivilisten) ermordet.  ¤

A,C,TS,TT,E

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10.7.22

Russland beschießt weiter Städte in Donetsk. In Chasiv Yar zerstört eine Rakete einen Wohnblock, mindestens 15 Zivilisten werden getötet, mehr als 20 Bewohner werden noch vermisst. Bei der BBC berichtet Jonathan Beale direkt von dort.  - Auch in Charkiw werden weitere Wohnblocks sowie eine Schule zerstört. Von dort berichtet Alex Marquardt (CNN). - Bei der ARD berichtet Shafagh Laghai aus Pokrowsk (in Donetsk). - In der Ukraine beginnt die Getreideernte, während in den Häfen weiter 22 Millionen Tonnen Getreide lagern und wegen der russischen Blockade nicht exportiert werden können. ¤¤

A,B,C,Sky

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11.7.22

Weitere massive Angriffe Russlands auf Städte in Donetsk und auf Kharkiv. In den Trümmern des von Russland bombardierten Wohnblocks in Chasiv Yar sind inzwischen mehr als 30 Tote gefunden worden. Neun Menschen wurden lebend geborgen. Russland behauptet immer wieder, es würde nur militärische Ziele angreifen.

Die Ukraine bereitet eine Gegenoffensive zur Rückeroberung der russisch besetzten Gebiete im Süden des Landes vor. CNN zeigt Bilder von schweren Explosionen im besetzten Kherson, angeblich ein russisches Munitionslager.

Bei AJE berichtet Alan Fisher aus dem Ort Myrotske in der Nähe von Kiew. Forensiker untersuchen mehrere kürzlich entdeckte Massengräber in einem Waldstück.  /¤¤

A,C

R,TS,hj,E,NC

zus.5

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12.7.22

Die ukrainische Armee hat in Süden des Landes eine Gegenoffensive begonnen. In Kherson ist ein russisches Munitionslager zerstört worden, dabei wurden auch benachbarte Wohnhäuser getroffen. Nach russischen Angaben war es ein Düngerlager, und es seien mehrere Zivilisten getötet worden. - Im Donbass setzt Russland seinen wahllosen Beschuss ukrainischer Städte fort. - Einziger Korrespondentenbericht heute im ZDF von Dara Hassanzadeh aus Kharkiv.  ¤

A,C

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zus.6

zus.12

           
13.7.22

Russland beschießt weiter ukrainische Städte in Donetsk, die Ukraine beschießt russisch besetzte Orte im Süden des Landes. Von dort heute nur ein Bericht bei CNN, von Ivan Watson aus Mykolaiv. Dort wurde durch russischen Beschuß ein 100 Jahre altes Schulgebäude zerstört. - Bei arte ein Bericht über die Lage in der russisch besetzten, weitgehend zerstörten Stadt Sjevjerodonetsk. Und ein Bericht aus Odessa, wo Zivilisten nachts nach russischen Spionen suchen.  ¤

In Istanbul verhandeln Vertreter Russlands und der Ukraine unter Vermittlung der UN und der Türkei über ein Ende der Blockade der ukrainischen Häfen, damit das Land wieder Getreide exportieren kann. Einige Berichte darüber.

A,C

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zus.12

14.7.22

In der Stadt Vinnytsia im Westteil des Landes werden bei Raketeneinschlägen in einem Wohngebiet mehrere Gebäude zerstört und mindestens 23 Zivilisten getötet, darunter einige Kinder. Mehr als 100 Menschen wurden schwer verletzt. Angeblich wurden extrem zielgenaue Cruise-Missiles eingesetzt - also eindeutig ein gezielter Angriff. Präsident Zelensky verurteilt diesen als Akt des Terrors und fordert, Russland solle zum Terrorstaat erklärt werden. Bei der BBC berichtet Sarah Rainsford direkt aus Vinnytsia.  ¤

A,B,C,Sky

TS,h+

zus.12

zus.4

           
14.7.22

Bei einer Konferenz in Den Haag beraten internationale Juristen über die Verfolgung der Kriegsverbrechen in der Ukraine.

A,C,TS,E zus.6
           
15.7.22

Russland bombardiert weiter ukrainische Städte. In Mykolaiv werden zwei Universitäten getroffen und schwer zerstört. Nach ukrainischen Angaben richten sich 70 % der russischen Angriffe gegen zivile Ziele. - Bei der BBC noch ein Bericht aus Vinnytsia, wo bei einem russischen Raketenangriff auf ein Wohngebiet zahlreiche Zivilisten getötet wurden. Etwa 40 Menschen werden dort noch vermisst. - Im ZDF berichtet Dara Hassanzadeh von der Front in der Nähe von Kharkiv. - Bei AJE ein Bericht über eine Crowdfunding-Aktion, die bisher weltweit 34 Millionen Dollar für den Krieg gegen Russland zusammengebracht hat.  ¤

A,B,C

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16.7.22

Weitere russische Luftangriffe auf diverse ukrainische Städte, mindestens 17 Zivilisten werden getötet. Offenbar haben die russischen Truppen im Osten schon seit etwa zwei Wochen keine Geländegewinne mehr erzielt, während sie im Süden langsam zurückgedrängt werden. - Bei CNN berichtet Ivan Watson aus Mykolaiv über die schweren Schäden an zivilen Gebäuden durch den täglichen russischen Beschuss. - Bei AJE berichtet Alan Fisher aus einer Klinik in Kiew, in der Kriegsopfer mit Kopfverletzungen und PTSS behandelt werden.  ¤

A,C

R,arj,ht,TS,hj,E

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zus.11

17.7.22

Russland hat (im Donbass oder in Odessa?) angeblich ein ukrainisches Waffenlager mit frisch gelieferten Geschützen zerstört. - Weitere russische Raketenangriffe auf Wohngebiete. Bei CNN ein Bericht von Ivan Watson über die zahlreichen russischen Angriffe auf Städte im ganzen Land. - Präsident Zelensky hat seinen Sicherheitschef und die oberste Staatsanwältin entlassen. Angeblich haben 60 von deren Angestellten für Russland gearbeitet.  ¤

Im ZDF berichtet Winand Wernicke von einer geführten Besichtigungstour im russisch besetzten Gebiet, in Sjevjerodonetsk, Lysychansk und Mariupol. Inszenierte Propagandabilder: Verteilung von Hilfsgütern, lauter glückliche Menschen, erbeutete westliche Waffen. Und völlig zerstörte Städte, wie in Syrien. Angeblich beginnt Russland schon mit dem Wiederaufbau.  ¤

Im "Weltspiegel" berichtet Shafagh Laghai aus Donetsk. Suche nach Leichen in den Trümmern des zerbombten Wohnblocks in Chasiv Yar, 48 wurden inzwischen gefunden. Die Angst der Menschen nahe der Front. Kramatorsk wird ständig beschossen, viele Bewohner sind geflüchtet.  ¤

A,C,ht,TS,E

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      (Weltspiegel Video?)    
18.7.22

Weitere russische Raketenangriffe auf ukrainische Städte. U.a. werden in Toretsk mindestens sechs Zivilisten getötet. - In der Nähe der Front in Donetsk geraten zahlreiche Getreidefelder durch russischen Beschuss in Brand. - Mehr über Zelenskys Entlassung zweier Spitzenbeamter wegen Vorwürfen, daß zahlreiche von deren Untergebenen mit Russland kollaborieren würden. Berichte dazu aus Kiew von Alan Fisher (AJE) und Isabel Schayani (ARD). - Die EU-Länder beschließen weitere Waffenhilfe für die Ukraine.  ¤

A,C

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19.7.22

Weitere russische Raketenangriffe auf diverse ukrainische Städte, u.a. Kramatorsk und Odessa.  - Das ukrainische Parlament bestätigt die Absetzung des Sicherheitschefs und der obersten Staatsanwältin. Bei CNN berichtet Nic Robertson aus Kiew über die Hintergründe und spricht mit der entlassenen Generalstaatsanwältin Iryna Venediktova. - Bei den deutschen Sendern heute allenfalls Kurzmeldungen.

A,C zus.7
20.7.22

Weitere russische Raketenangriffe auf ukrainische Städte. Die ukrainische Armee beschießt eine strategisch wichtige Brücke über den Dnipro im besetzten Gebiet und beschädigt diese schwer. - Lavrov kündigt an, Russland werde wegen der Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine die Angriffe auf die gesamte Ukraine ausdehnen - was ja bereits seit Monaten stattfindet. - Olena Zelenska, die Frau des ukrainischen Präsidenten, spricht vor dem US-Kongress und bittet um weitere Waffenlieferungen. - Bei CNN berichtet Ivan Watson aus dem Stahlwerk von Kryvyi Rih. Der Ort liegt nur 50 km von der Front entfernt. Weil die meisten Arbeiter als Soldaten dienen, wurde die Leistung der Anlage auf ein Drittel heruntergefahren. - Bei der BBC ein Bericht aus Kiew über Leute, die nach russischen Luftangriffen ihre zerstörten Wohnungen auf eigene Faust wieder aufbauen. - Im ZDF berichtet Dara Hassanzadeh aus der Gegend von Kharkiv über eine ukrainische Spezialeinheit, die getötete russische Soldaten birgt und identifiziert.  ¤

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21.7.22

Heute nur einige Meldungen: weitere russische Raketenangriffe in Kharkiv. - Bilder eines Vaters in Kharkiv, der trauernd neben seinem getöteten Sohn auf der Straße kniet. - Bilder aus Kramatorsk nach einem Luftangriff. - Die OSZE hat zahlreiche schwere Völkerrechtsverstöße der russischen Truppen dokumentiert sowie auch einige der ukrainischen. - Russland und die Ukraine haben in der Türkei ein Abkommen zur Freigabe von Getreideexporten vereinbart.   ¤

A,C,TS,NC

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22.7.22

Heute fast nichts über den Fortgang des Krieges. Nur bei AJE ein paar Infos von Fadi Salameh aus Donetsk über russische Angriffe auf frisch gelieferte ukrainische Raketenwerfer. - Einige Berichte zu dem Abkommen zwischen Ukraine und Russland zur Beendigung der Weizenblockade. Guterres preist das Abkommen als "Leuchtfeuer der Hoffnung".

Der iranische Sender PressTV hatte in den ersten Kriegstagen noch eine neutrale Position eingenommen. Inzwischen hat man sich dort der russischen Kriegspropaganda angeschlossen. Der Korrespondent Johnny Miller berichtet regelmäßig aus den besetzten Gebieten über angebliche Schandtaten der ukrainischen "Ultranationalisten". Ich fand das ganz interessant, habe es aber nicht aufbewahrt. Zuletzt berichtete Miller über angebliche Todeslisten einer ukrainischen "Nazi-Webseite" ("Myrotvorets") gegen russische Soldaten, pro-russische Journalisten und angeblich auch Kinder. Nun steht er selber auf dieser "Todesliste".

A,arj

 

P

zus.11

 

4

           
23.7.22

Einen Tag nachdem Russland das Abkommen unterzeichnet hat, das den sicheren Transport ukrainischen Getreides und die Sicherheit der ukrainischen Häfen garantieren soll, schießt Russland Raketen auf den Hafen von Odessa. Zwei Raketen werden abgefangen, zwei schlagen ein, richten aber nur geringen Schaden an. Russlands Regime leugnet den Angriff, obwohl unabhängige Augenzeugen die anfliegenden Raketen (Cruise Missiles) gesehen haben. Bei AJE Aufnahmen vom Abfangen einer der Raketen.  ¤

A,B,C

TS,hj,TT,E

zus.13

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24.7.22

Russlands Regime gibt nun doch zu, den Hafen von Odessa bombardiert zu haben, behauptet nun aber, man habe dort nur militärische Ziele angegriffen und getroffen. - Bei AJE berichtet John Hendren von der Südfront bei Kherson, wo die ukrainischen Truppen langsam vorrücken.  ¤

A,C

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zus.14

           
25.7.22

Trotz des russischen Angriffs auf Odessa will die Ukraine in den nächsten Tagen den Export von Weizen über die Schwarzmeerhäfen wieder aufnehmen. - An beiden Fronten gehen die Kämpfe weiter. Heute kaum Infos darüber.

A,C,E

zus.11
25.7.22

Russlands Außenminister hat erklärt, Russlands Kriegsziel sei der Sturz des "Regimes" in Kiew ¤

Ein Beitrag über die Propaganda der russischen Medien. Angeblich werden immer nur militärische Ziele angegriffen, getötete Zivilisten sind eine Erfindung der westlichen Medien und der Krieg "die Militäroperation" dient nur dem Schutz der Menschen in der Ukraine, die einem Genozid durch ihr faschistisches Regime ausgesetzt sind. Etwa die Hälfte der Menschen in Russland und einige auch hierzulande glauben diesen Wahnsinn.  ¤

E

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4

26.7.22

Russland beschießt mehrere kleine Küstenorte am Schwarzen Meer bei Odessa mit Raketen, zahlreiche Wohngebäude und Hotels werden zerstört. Laut ukrainischen Angaben gab es dort keinerlei Militär. Mykolaiv und Kharkiv sowie Orte in Donetsk werden ebenfalls erneut bombardiert. - Bei CNN berichtet Ivan Watson von der Front im Süden bei Kherson. Die ukrainischen Truppen rücken dort langsam vor, das Ziel ist die Rückeroberung von Kherson. - Berichte auf deutsch nur bei Euronews.  ¤

A,C,E,NC

zus.14
           
27.7.22

In Donetsk weiter schwere Gefechte und russischer Beschuß von Dörfern und Städten. Nur bei CNN ein paar Infos und ein Bericht dazu. - Im besetzten Kherson wurde eine Brücke, die für den Nachschub der Russen wichtig ist, durch andauernden ukrainischen Beschuß stark beschädigt und ist darum gesperrt worden. - Bei AJE einige Infos über die Umsetzung des Getreideabkommens, und ein Bericht von John Hendren über die lebensgefährliche Arbeit ukrainischer Bauern im Krieg. - Auf deutsch nur im ZDF ein Bericht von Dara Hassanzadeh aus Mykolaiv über ukrainische Soldaten im Schützengraben.

A,C,h+ zus.12
           
28.7.22

Russland greift erneut Städte im ganzen Land mit Raketen an, u.a. auch mal wieder Kiew. - Russland verstärkt offenbar seine Truppen in der Region Kherson. Die Stadt ist nach der Zerstörung mehrerer Brücken praktisch abgetrennt vom restlichen besetzten Gebiet, eine ukrainische Offensive zur Rückeroberung hat begonnen. Bei der BBC ein Bericht und ausführliche Infos dazu von Paul Adams (in Kiew). - Bei der BBC außerdem ein Frontbericht aus dem Donbass von Andrew Harding, über den Einsatz von neuen Artilleriegeschützen durch die ukrainische Armee. - Berichte auf deutsch im ZDF und bei Euronews.  ¤

A,B,C

ht,E

zus.13

zus.3

             
29.7.22

Im russisch besetzten Olenivka ist ein Gefängnis bombardiert worden, in dem die Russen einige hundert ukrainische Kämpfer des Azow-Bataillon als Kriegsgefangene festhalten. Etwa 50 Menschen, vor allem Gefangene, sollen getötet worden sein. Russland beschuldigt die Ukraine, das Gebäude mit Raketen beschossen zu haben, die Ukraine beschuldigt russische Wagner-Söldner. Das Rote Kreuz verlangt Zutritt zu der Einrichtung, um Überlebenden zu helfen.  ¤

In den Häfen von Chornomorsk und Odessa sind erstmals wieder zwei ukrainische Schiffe mit Weizen beladen worden und sollen die Ladung nun nach Istanbul bringen, ein Test, ob die Russen sich nun doch an die Abmachungen halten werden.

Bei den Tagesthemen berichtet Isabel Schayani aus Mykolaiv. In der Frontstadt gibt es seit Monaten kein Trinkwasser, freiwillige Helfer versorgen die Bevölkerung. Die Hälfte der Bewohner ist vor den ständigen russischen Angriffen geflüchtet.

A,B,C

arj,ht,TS,TT,E

zus.16

zus.14

           
30.7.22

Nach dem Tod von mehr als 50 Ukrainern in russischer Gefangenschaft in Olenivka beschuldigen sich weiter beide Seiten gegenseitig. In Kiew demonstrieren Angehörige von Kriegsgefangenen gegen Russlands Kriegsverbrechen.  - Die ukrainische Regierung ruft alle Bürger auf, die umkämpfte Region Donetsk zu verlassen. - Weiter heftige Kämpfe bei Kherson, Russland bombardiert die benachbarte Stadt Mykolaiv. - Im Hafen von Odessa sind nun 17 Schiffe mit Getreide beladen und warten darauf, die Ladung ins Ausland zu bringen.  ¤

A,B,C

TS,hj,TT,E

zus.8

zus.12

           
31.7.22

Einer der reichsten Unternehmer des Landes ist bei einem vermutlich gezielten russischen Raketenangriff auf sein Wohnhaus in Mykolaiv getötet worden.  - Andrew Harding (BBC) und Nic Robertson (CNN) berichten aus Mykolaiv über das andauernde Bombardement auf Wohngebiete. - Ansonsten vor allem Infos über die bevorstehende Wiederaufnahme der Getreideexporte und Aufnahmen von Putin bei einer Marineparade in Petersburg.  ¤

A,B,C,P

TS,hj,E

zus.15

zus.7

           
1.8.22

Das erste Schiff mit Getreide hat den Hafen von Odessa verlassen und ist auf dem Weg nach Istanbul und dann weiter in den Libanon, die erste Schiffsladung seit dem russischen Überfall im Februar. Einige Berichte dazu. - Heute kaum Infos zum Kriegsverlauf. Im "heute-journal" berichtet Anne Brühl aus Mykolaiv, das weiter unter russischem Dauerbeschuss liegt. Auch die Stadt Bakhmut (in Donetsk) wird massiv bombardiert (Bericht bei Euronews).  ¤

A,TS,hj,E

zus.11
2.8.22

Weiter massive russische Raketenangriffe auf Mykolaiv, u.a. werden dort ein Öldepot und ein Krankenhaus zerstört. - Das russische Terrorregime hat das ukrainische Azow-Battaillon zur "Terrorgruppe" erklärt, offenbar um gefangengenommene Kämpfer auf dieser Grundlage verurteilen zu können, ohne ihnen irgendwelche konkreten Verbrechen nachzuweisen. - Der erste Frachter mit Weizen ist im Hafen von Istanbul angekommen. - Bei CNN berichtet Nic Robertson von der Südfront über den Einsatz von Aufklärungsdrohen. Beide Seiten versuchen, die Funksignale der gegnerischen Drohnen zu stören.

A,C

TS,TT,E

zus.6

zus.7

3.8.22

Russland bombardiert weiterhin zivile Gebäude in Mykolaiv und anderen Städten. Die ukrainische Armee rückt an der Südfront langsam weiter vor und zerstört weitere Nachschublinien der Russen. Bei CNN ein Frontbericht von Nic Robertson aus Ivanivka.  - Die UN bereiten eine Untersuchung des Angriffs auf ein Gefängnis in Olenivka vor, bei dem mehr als 50 Ukrainer in russischer Gefangenschaft getötet wurden. - Das erste Schiff mit Getreide aus der Ukraine ist nach der Untersuchung in Istanbul nun auf dem Weg in den Libanon.  ¤

A,C

zus.8
             
3.8.22

Ex-Kanzler Schröder hat seinen Kumpel Putin in Moskau besucht und behauptet, der Diktator wolle eine Verhandlungslösung.

C 1
4.8.22

 

Im Donbass rücken offenbar die russischen Invasoren langsam vor. Ein Frontbericht von dort von Andrew Harding (BBC). - Nach Angaben westlicher Geheimdienste sind im Krieg bisher mehr als 20.000 russische Soldaten getötet worden (Meldung bei CNN). - Amnesty beschuldigt die ukrainische Armee, bewusst Militär in Wohngegenden zu stationieren und damit die Zivilisten in Gefahr zu bringen. Zelensky weist die Vorwürfe zurück (Infos bei CNN und arte).

Die UN schicken ein Untersuchungsteam nach Olenivka, das die Umstände aufklären soll, unter denen dort vor einer Woche mehr als 50 Ukrainer in russischer Gefangenschaft getötet wurden. Laut US-Geheimdiensten haben russische Agenten begonnen, den Tatort zu manipulieren, um die Verantwortung der ukrainischen Armee in die Schuhe zu stecken (Meldung bei Euronews). Bei AJE ein Bericht von John Hendren über das Azow-Battaillon, zu dem die dort getöteten Gefangenen gehörten, und über die Forderungen von Angehörigen, die Gefangenen freizulassen.  ¤

A,B,C,arj,E

 

zus.13

 

                 
5.8.22

CNN und Euronews melden, daß das Gelände des Atomkraftwerks von Zaporizhzhia erneut mit Artillerie beschossen worden ist. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig dafür. (Das Gebiet ist in russischer Hand.)  - Nic Robertson berichtet aus dem Donbass über Zivilisten, die in das besetzte Gebiet fahren um ihre Angehörigen zu versorgen.

Präsident Zelensky verurteilt Amnesty International wegen deren Behauptung, ukrainische Truppen würden gezielt in Wohngegenden stationiert und damit Zivilisten gefährdet. Amnesty würde damit Aggressor und Opfer vertauschen. Bei AJE ein Gespräch darüber mit dem ukrainischen Regierungsberater Andriy Zagorodnyuk. (Amnesty hat hier leider eine Argumentation übernommen, die gerne von Angriffskriegern (USA, Israel z.B.) benutzt wird, um die Schuld für eigene Kriegsverbrechen den Angegriffenen zuzuschieben. Wer Zivilisten bombardiert, trägt dafür selbst die Verantwortung.)

Drei weitere Schiffe mit Getreide haben ukrainische Häfen verlassen.

A,C,E

zus.14
6.8.22

Die IAEA warnt vor einer möglichen nuklearen Katastrophe infolge des Beschusses des Atomkraftwerks von Zaporizhzhia. Bisher wurden keine nuklearen Anlagen getroffen, aber wegen der Schäden mußte einer der sechs Reaktorblöcke abgeschaltet werden. Die Ukraine und Russland beschuldigen sich weiterhin gegenseitig für den Beschuss. Russland hat direkt neben dem Kraftwerk Artillerie stationiert. Vier Berichte.  ¤

Nic Robertson (CNN) berichtet über menschenleere Dörfer in der Nähe der Front im Donbass. - Im ZDF berichtet Anne Brühl über Katholiken in Mykolaiv.

C

R,arj,hj,E

7

zus.12

7.8.22

Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen erneut das AKW Zaporizhzhia beschossen und teilweise beschädigt. - Weitere russische Angriffe auf Mykolaiv und andere Städte. - Bei CNN berichtet Nic Robertson aus einem Schützengraben an der Ostfront.

A,C,TT

zus.8
8.8.22

Weiter schwere Kämpfe in der Region Donetsk. - Internationale Ängste vor einer Nuklearkatastrophe wegen des wiederholten Beschusses des Atomkraftwerks in Zaporizhzhia. Russland und die Ukraine beschuldigen sich deshalb weiter gegenseitig. - Bei CNN berichtet Jason Carroll über das Leid der Kinder im Krieg. - Inzwischen haben acht Frachtschiffe mit Getreide ukrainische Häfen verlassen.

Amnesty International reagiert auf die Kritik an ihrem Bericht über ukrainische Truppen in der Nähe von zivilen Einrichtungen. Man habe damit keineswegs russische Kriegsverbrechen rechtfertigen wollen. So brutal der Krieg Russlands auch sei, die Ukraine müsse es besser machen. Bericht bei CNN.

A,C

arj,TS,E

zus.11

zus.8

           
9.8.22

Auf einer russischen Luftwaffenbasis bei Novofedorivka auf der besetzten Krim gibt es eine Serie von schweren Explosionen. Die ukrainische Armee sagt nichts dazu, Russland behauptet, dort sei durch Unachtsamkeit Munition explodiert. - Bei CNN berichtet Nic Robertson aus Siversk über die schweren Kämpfe in der Region Donetsk. - Bei AJE berichtet John Hendren aus Bucha über die Beisetzung von nicht identifizierten Zivilisten und Soldaten beider Seiten. - Bei der ARD berichtet Xenia Böttcher aus Mykolaiv über den Dauerbeschuß der Stadt durch Russland. - Anne Brühl (ZDF) begleitet ukrainische Soldaten an der Front bei Kherson.  ¤

A,C

TS,hj,TT,E

zus.8

zus.13

           
10.8.22

 

 

 

Weiter Befürchtungen wegen des Atomkraftwerks in Zaporizhzhia, das mehrfach beschossen wurde, vermutlich von russischen Truppen, die erreichen wollen, daß das Kraftwerk vom ukrainischen Stromnetz getrennt werden muß. Damit wäre aber zugleich die Notstromversorgung des AKW gekappt, mit der Gefahr eines Durchschmelzens. Mehrere Berichte.

Satellitenaufnahmen zeigen die schweren Schäden auf der russischen Luftwaffenbasis auf der Krim. Bei CNN Einschätzungen von Ex-General Wesley Clark, der vermutet, daß es sich um einen Schlag der Ukraine gehandelt hat. Und er stützt die Aussage von Zelensky, wonach bisher fast 43.000 russische Soldaten getötet wurden. - Ein Frontbericht aus Donetsk von Nic Robertson (CNN) über den Einsatz neuer Panzerfahrzeuge durch die ukrainische Armee. Auch bei Euronews ein Bericht über schwere Kämpfe in Donetsk. Tausende Zivilisten flüchten aus der Region.  ¤

Außerdem bei CNN ein Beitrag von David McKenzie über die Explosion im russischen Militärgefängnis in Olenivka am 29.7., bei der mehr als 50 gefangene Ukrainer getötet wurden. Militärexperten haben die Bilder von dort ausgewertet und sagen, es sei äußerst unwahrscheinlich, daß es sich um einen ukrainischen Artilleriebeschuss handelte. Beim Einschlag einer Himars-Rakete (wie von Russland behauptet) wäre das Gebäude komplett zerstört worden, man würde nur noch einen Krater sehen. Stattdessen ist das Gefängnis einfach ausgebrannt. Offenbar haben die Besatzer (Wagner-Söldner) dort Feuer gelegt, um die Gefangenen loszuwerden. Eine unabhängige Untersuchung des Tatorts war bis heute nicht möglich.  ¤

A,B,C

arj,TS,TT,E

 

zus.20

zus.11

2

           
11.8.22

Der UN-Sicherheitsrat berät über die Lage um das AKW Zaporizhzhia, das heute erneut beschossen wurde. Bei AJE Infos aus New York und ein Bericht aus Tschernobyl über das, was auch in Zaporizhzhia passieren könnte. Bei CNN Einschätzungen von Malcolm Davis (Sicherheitsexperte). - Nic Robertson (CNN) berichtet weiter aus der Region Donetsk, heute über Zivilisten, die vor der Entscheiddung stehen, zu flüchten oder dort zu bleiben. - Bei arte neue, von den Russen abgesegnete Bilder aus dem zerstörten russischen Militärgefängnis in Olenivka. Auf die gestrigen Recherchen von CNN wird dabei nicht eingegangen. - Bei den Tagesthemen ein Bericht aus Tschernihiv. Die Stadt wurde wochenlang von der russischen Armee belagert und fast völlig zerstört. Nun beginnen Bewohner mit dem Wiederaufbau.  ¤

A,C

arj,ht,hj,TT,E,NC

zus.21

zus.19

           
12.8.22

Angeblich macht Russland Geländegewinne in der Region Donetsk. Meldungen bei CNN und Euronews. - Bei arte noch ein Bericht über die Angriffe auf das AKW Zaporizhzhia und die möglichen Folgen. -

C,arj,E

zus.5
12.8.22

Die Journalistin Marina Ovsyannikova steht wegen ihrer Antikriegsproteste erneut in Moskau vor Gericht und nutzt den Termin für eine weitere Protestaktion.

C 1
13.8.22

Heute praktisch nichts zum Kriegsverlauf. Nur bei CNN mehr über den Konflikt um das AKW Zaporizhzhia. Die UN und die EU fordern, dort eine demilitarisierte Zone einzurichten.

C 3
14.8.22

Auch heute kaum Infos zum Kriegsgeschehen. Nur Euronews meldet andauernde schwere Kämpfe in der Region Donetsk. - Bei CNN berichtet Nic Robertson aus einem Feldhospital nahe der Front irgendwo im Osten der Ukraine.

C,E zus.6
15.8.22

 

Weiter schwere Kämpfe in der Region Donetsk. Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Wagner-Söldner in Popasna (Region Luhansk) mit Artillerie beschossen. Bilder bei AJE zeigen einen schwer zerstörten (ehemaligen) Wohnblock.  - CNN meldet, daß an der Südfront (bei Kherson) tausende russische Soldaten nach ukrainischen Angriffen vom Nachschub abgeschlossen sind. - Bei AJE berichtet John Hendren aus Bucha über Familien, die immer noch nach verschwundenen Angehörigen suchen, die vermutlich von den Russen ermordet wurden, vielleicht aber auch in Gefangenschaft sind. - Das von Russland besetzte AKW in Zaporizhzhia wird weiter mit Artillerie beschossen, angeblich von Russland. - Auf deutsch nur bei Euronews einige Berichte, über russische Angriffe auf ukrainische Kraftwerke, über die Kämpfe in Donetsk und über einen Schauprozess in Donetsk gegen fünf internationale pro-ukrainische Kämpfer. - Bei der Tagesschau eine absurde Propagandameldung, die so auch direkt von Putin kommen könnte: "Russland will Inspektion ermöglichen" (im AKW Zaporizhzhia).  ¤

A,C,TS,E

zus.13
           
16.8.22

Erneut große Explosionen auf der Krim, diesmal in einem russischen Munitionslager bei Mayskoye im Norden der besetzten Halbinsel. Wieder keine Bestätigung für einen ukrainischen Angriff, Russlands Regime redet von "Sabotage". - Bei der ARD Infos von Xenia Boettcher aus dem Ort Zaporizhzhia, nahe dem umkämpften AKW.  ¤

A,B,C

arj,TS,TT,h+,E

zus.8

zus.13

             
16.8.22

Die russische Armee und russische Söldnerbanden rekrutieren neue Soldaten bzw. Kämpfer in russischen Gefängnissen. Man verspricht ihnen viel Geld und eine Amnestie. (CNN hat darüber auch berichtet.)

arj 3
16.8.22

Putin beschuldigt die USA, mit ihren Waffenlieferungen "den Konflikt in der Ukraine in die Länge zu ziehen".

E 1
           
17.8.22

Bei russischen Raketenangriffen auf Wohngebiete in Kharkiv, Odessa und anderen Städten werden etliche Zivilisten getötet. - CNN meldet, daß ukrainische Militärs bestätigen, daß sie die Explosionen auf der Krim verursacht haben. Keine weiteren Details, aber Einschätzungen von Cedric Leighton dazu und zu einer bevorstehenden Offensive der Ukraine im Süden.  - Bei Sky News ein Bericht von Alastair Bunkall mit Aufnahmen aus dem russisch besetzten Kherson, einer "Stadt in Angst". Ständig werden Leute von den Russen verhaftet und "verschwinden" dann. Die Versorgung ist schlecht, erst recht seit die Ukrainer alle drei Brücken über den Dnepr unpassierbar gemacht haben.  ¤

A,C,Sky

hj,h+,E

zus.16

zus.5

           
18.8.22

In Lviv treffen sich Präsident Zelensky, UN-Generalsekretär Guterres und der türkische Machthaber Erdogan (anscheinend als Vertreter Putins) zu Beratungen über eine "diplomatische Lösung", zumindest für das Atomkraftwerk Zaporizhzhia. Einige Berichte.

Bei arte ein Bericht aus Bucha über Beerdigungen von nicht identifizierten Opfern der russischen Besatzung. Bei den Tagesthemen berichtet Xenia Boettcher aus der Stadt Nikopol, gegenüber vom AKW Zaporizhzhia, aber unter ukrainischer Kontrolle und unter Dauerbeschuss durch Russland.  ¤

In der Nacht wird eine russische Luftwaffenbasis bei Sewastopol auf der Krim angegriffen, nach russischen Angaben von einer ukrainischen Drohne. Bilder von gewaltigen Explosionen. Erste Infos bei AJE und BBC.

Meldungen: Russland hat (angeblich) mehrere Kampfflugzeuge mit Hyperschallraketen nach Kaliningrad verlegt.

A,B,C

arj,TS,TT,E,NC

zus.13

zus.17

           
19.8.22

Guterres ist zu Besuch in Odessa. Berichte fast nur über die Getreideexporte und die "wachsenden Sorgen" um das AKW Zaporizhzhia. Bei CNN Satellitenbilder, die zeigen, daß es auf dem Gelände des AKW seit vier Wochen keine weiteren Artillerieeinschläge gab. Die russischen Angaben stimmen also - wie immer! - nicht. Die Tagesschau bringt erneut Putin-Propaganda: "Russland für Inspektion von Atomkraftwerk", weil Putin Macron am Telefon irgendwas versprochen hat. Offiziell hat Putin vor einer großen nuklearen Verseuchung - infolge des von ihm erfundenen ukrainischen Beschusses -  "gewarnt". Man sollte sagen: er droht damit.

A,C,TS,E zus.16
           
20.8.22

Die ukrainische Armee hat das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim mit Drohnen angegriffen. Über Schäden ist nichts bekannt, angeblich wurde mindestens eine Drohne abgeschossen. - Bei AJE Einschätzungen zur Kriegslage von Alexandre Vautravers (Swiss Military Review). - Bei AJE berichtet Teresa Bo aus Lviv über die Probleme der ukrainischen Krankenhäuser, die vielen Verletzten zu versorgen. - In Kiew werden die Feiern zum Unabhängigkeitstag am Mittwoch vorbereitet, u.a. mit der Ausstellung von zerstörten russischen Panzern. Es wird befürchtet, daß Russland den Tag zum Anlaß für neue Terrorangriffe nimmt. - CNN zeigt ein Video, das russische Armeefahrzeuge in einem Gebäude des AKW Zaporizhzhia zeigen soll. - Bei den deutschen Sendern vor allem Berichte über das Getreideabkommen.  ¤

A,B,C

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zus.15

zus.7

           
21.8.22

Mehrere Orte auf ukrainischer Seite in der Nähe des AKW Zaporizhzhia sind mit Artillerie beschossen worden. Westliche Regierungen fordern, die Kämpfe dort einzustellen und werfen Russland vor, die Anlage zu einer Militärbasis zu machen. - Teresa Bo berichtet aus Mykolaiv. Durch den ständigen russischen Beschuß sind dort mehr als 6000 Wohnhäuser, 66 medizinische Einrichtungen und 327 Schulgebäude beschädigt oder zerstört worden. - CNN meldet, daß bisher mindestens 5500 Zivilisten durch den Krieg getötet wurden. - Euronews meldet, daß die Feiern zum Unabhängigkeitstag am 24.8. wegen der Angst vor russischen Angriffen größtenteils abgesagt wurden.

A,C,E

zus.7
           
21.8.22

In Moskau ist Darya Dugina bei einem offenbar gezielten Sprengstoffattentat auf ihr Auto getötet worden. Sie ist die Tochter des rechtsextremen "Philosophen" Alexander Dugin, der vermutlich das eigentliche Ziel des Attentats war, aber durch einen Zufall unverletzt blieb. Beide sind bekannte Nazis, beide hetzen seit vielen Jahren gegen die Ukraine, rufen zum Massenmord an Ukrainern auf und fordern eine Rückkehr zu den alten Grenzen der Sowjetunion. Dugin gilt als "Putins Gehirn" und soll hinter dessen Plan zur Invasion der Ukraine stecken. Die russische Führung beschuldigt die Ukraine für den Anschlag, die das zurückweist. Inzwischen hat sich eine bisher unbekannte Gruppe von russischen "Partisanen" dazu bekannt. - Diverse Berichte, bei AJE Einschätzungen von Dmitry Babich ¤

A,B,C

arj,TS,E

zus.10

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22.8.22

Russlands Propaganda beschuldigt die Ukraine, hinter dem Mord an der Faschistin Darya Dugina zu stecken. Es wird ein Video veröffentlicht, das angeblich eine Ukrainerin zeigt, die angeblich an dem Anschlag beteiligt war, und die angeblich zum Azow-Battaillon gehört. Vermutungen, daß in Wahrheit der russische Geheimdienst FSB Dugina umgebracht hat.  - In der Ukraine erhöhte Alarmbereitschaft wegen möglicher russischer Terrorangriffe am Unabhängigkeitstag. - Heute nichts zum Kriegsverlauf.  ¤

A,C

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zus.11

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23.8.22

Berichte zum morgigen Unabhängigkeitstag. Die Feiern wurden meist abgesagt, in Kiew wurde schon heute der "Tag der Flagge" begangen. Bei AJE berichtet Teresa Bo von dort. - Der UN-Sicherheitsrat diskutiert über die Lage am AKW Zaporizhzhia und ruft beide Seiten auf, ihre militärischen Aktivitäten dort einzustellen. Infos aus New York von Kristen Saloomey. - Nichts Aktuelles zur Kriegslage.

A,C,arj,TS

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23.8.22

Bei der Beisetzung der ermordeten Faschistin Dugina in Moskau ruft deren Vater, der Nazi Alexander Dugin, dazu auf, den Krieg gegen die Ukraine zu verstärken. Andere fordern ganz offen, die demokratische Regierung der Ukraine ("das verbrecherische faschistische Zelensky-Regime") zu ermorden.  ¤

A,C,E zus.7
                    
24.8.22

31. Jahrestag der Unabhängigkeit, zugleich ein halbes Jahr seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges. Gedenkfeiern, Erinnerung an die Kriegsopfer, Ansprache von Präsident Zelensky vor dem UN-Sicherheitsrat. - Wie erwartet gibt es mehrere Terrorangriffe Russlands auf zivile Ziele im ganzen Land. Beim Beschuß eines Eisenbahnzuges in Chaplyne (im Osten des Landes) werden mindestens 22 Menschen getötet.

Einige Berichte und Rückblicke, bei der ARD kommen die Tagesthemen mit Caren Miosga direkt aus Kiew. ¤ - Bei Euronews ein "No Comment" mit Bildern des Krieges von einem halben Jahr.  ¤

A,C

R,arj,TS,hj,E

NC

zus.11

zus.18

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25.8.22

Nach dem russischen Raketenangriff auf einen Eisenbahnzug im Bahnhof von Chaplyne, bei dem mindestens 25 Zivilisten getötet wurden, behauptet das russische Regime, dort seien 200 ukrainische Soldaten getötet worden. - Russland hat das umkämpfte AKW Zaporizhzhia zeitweise vom ukrainischen Stromnetz getrennt (was die Gefahr einer Kernschmelze vergrößert). Bei CNN Infos von Sam Kiley über die diversen Gefährdungen für das Kraftwerk.  ¤

A,C

arj,ht,TS,hj,TT,E

zus.10

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26.8.22

Weiter Sorgen um die Sicherheit des AKW Zaporizhzhia, nachdem mehrere Reaktoren ab- und wieder angeschaltet wurden und die Anlage zeitweilig vom Stromnetz getrennt wurde. Bei CNN ausführliche Infos von Sam Kiley.  - Auch heute nichts über den Kriegsverlauf.

C,TS

zus.8
27.8.22

Erneut Explosionen auf dem Gelände des AKW Zaporizhzhia. Russland und die Ukraine beschuldigen sich erneut gegenseitig, das Gelände beschossen zu haben. - Euronews berichtet über erneuten russischen Beschuß auf ukrainische Städte, u.a. Sloviansk. - Im ZDF ein Bericht von Henner Hebestreit über ukrainische Kirchengemeinden, die sich von der russisch-orthodoxen Kirche lossagen und zur ukrainisch-orthodoxen übertreten.

A,C,hj,E

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28.8.22

Zwei Orte in der Nähe des AKW Zaporizhzhia sind erneut mit Artillerie beschossen worden, nach ukrainischen Angaben von russischen Truppen. Die Angst vor einer nuklearen Katastrophe wächst jeden Tag weiter. Die Tagesthemen berichten, daß russische Soldaten angeblich ukrainische Techniker in dem AKW gefoltert haben. - Ansonsten kaum Infos zum Kriegsverlauf. Weitere russische Raketenangriffe auf ukrainische Städte in der Region Donetsk.

A,C,TS,TT,E

zus.14
29.8.22

Die Ukraine  hat mit ihrer schon länger angekündigten Gegenoffensive zur Rückeroberung der Stadt Kherson begonnen. Angeblich wurden bisher vier Dörfer eingenommen. Sonst noch nicht viele Details. - Ein Team der IAEA, das das von Russland besetzte AKW Zaporizhzhia inspizieren soll, ist in der Ukraine eingetroffen.

A,C

arj,TS,hj,TT,E

zus.8

zus.15

30.8.22

Nach dem Beginn der ukrainischen Gegenoffensive offenbar schwere Kämpfe bei Kherson. Beide Seiten sprechen von schweren Verluste der Gegenseite - wobei erfahrungsgemäß die russischen Angaben ziemlich wertlos sind. Laut ukrainischen Angaben wurden die russischen Verteidigungslinien auf breiter Front durchbrochen und vier Dörfer zurückerobert. Bei CNN ein Bericht von Sam Kiley aus dem Kriegsgebiet. - Die Delegation der IAEA, die das AKW Zaporizhzhia inspizieren soll, berät erstmal in Kiew mit der ukrainischen Regierung.  ¤

A,B,C

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zus.9

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31.8.22

Die Atominspekteure der IAEA sind in der Stadt Zaporizhzhia (auf ukrainischer Seite) eingetroffen, 20 km vom gleichnamigen russisch besetzten AKW entfernt. Die Inspektion des AKW soll am Donnerstag beginnen. Sam Kiley (CNN) berichtet aus einem anderen AKW im Süden der Ukraine, das ebenfalls mehrfach von russischen Flugzeugen angegriffen wurde.

Die Gegenoffensive der ukrainischen Armee bei Kherson geht weiter, es soll dort schwere Kämpfe geben. Kaum weitere Details. Russland beschießt erneut Städte in der Ukraine, u.a. Kramatorsk.

A,C

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zus.8

zus.10

1.9.22

Das 14-köpfige Inspektorenteam der IAEA unter Leitung von IAEA-Direktor Rafael Grossi ist im AKW Zaporizhzhia angekommen und läßt sich die entstandenen Schäden zeigen. Auch an diesem Tag schlagen dort wieder Geschosse unbekannter Herkunft ein. Die Inspektion soll mindestens vier Tage dauern. Diverse Berichte. - Bei der BBC außerdem ein Frontbericht von Quentin Sommerville irgendwo aus dem Donbass. - Nur bei Euronews ein paar Infos zur ukrainischen Gegenoffensive bei Kherson, über deren Stand aber kaum etwas zu erfahren ist.   ¤

A,B,C

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2.9.22

 

 

Die meisten IAEA-Inspektoren sind schon wieder aus Zaporizhzhia abgereist. Ihr Chef, IAEA-Direktor Rafael Grossi erklärt in Wien, die Schäden an den Gebäuden (offenbar durch Beschuss) seien besorgniserregend. Sein Team habe von den Russen ungehinderten Zugang zu allen Einrichtungen bekommen. Zu dem dort stationierten russischen Militär sagt er nichts, auch nichts darüber, wer denn nun das AKW beschossen hat. Sechs Inspektoren sollen noch ein paar Tage vor Ort bleiben, zwei dauerhaft. Die ukrainische Regierung kritisiert, daß die IAEA nichts zur nötigen Demilitarisierung des Kraftwerks sagt, und sie habe sich von den Russen täuschen lassen.  ¤

Bei CNN berichtet Sam Kiley aus der Stadt Zaporizhzhia. Leute, die aus der Nähe des AKW dorthin geflüchtet sind, sagen, daß sie gesehen haben, wie russische Artillerie das von ihren eigenen Truppen besetzte AKW beschossen hat. - Bei der Inspektion waren auch einige Journalisten dabei, auf Einladung und unter Kontrolle des russischen Militärs. Einer davon war Rainer Munz bei RTL. - Bei arte und Tagesschau gibt es die Quatschmeldung, die ukrainische Armee habe erstmals zugegeben, Ziele "in der Nähe des AKW" beschossen zu haben. Gemeint sind aber Ziele in 60 km Entfernung.

Zum Kriegsgeschehen heute keine Infos.

A,C

R,arj,TS,hj

 

zus.11

zus.9

 

           
3.9.22

Das AKW Zaporizhzhia ist erneut beschossen worden und mußte erneut vom ukrainischen Stromnetz getrennt werden. - Im ZDF berichtet Arndt Ginzel aus Mykolaiv über die ukrainische Gegenoffensive. Keine militärischen Infos. - Bei arte ein Bericht über die russischen "Filtrationslager" in den besetzten Gebieten, in denen dort lebende Einwohner eingesperrt und brutal verhört werden.

A,arj,ht,TS,E

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4.9.22

Die ukrainischen Truppen erobern ein paar Dörfer in der Nähe von Kherson. Russland setzt seinen Dauerbeschuß auf die nahegelegenen Städte Mykolaiv und Nikopol fort und trifft u.a. ein Krankenhaus. Bericht von Gabriel Elizondo (aus Kiew), auch bei Euronews ein Bericht. - Bei "No Comment" Bilder der schlimmen Zerstörungen in Mykolaiv und Bezruky.  ¤

A,E,NC zus.9
                 
5.9.22

Die ukrainische Gegenoffensive bei Kherson kommt anscheinend voran. In mehreren befreiten Dörfern wurden ukrainische Flaggen aufgezogen. Auch im Osten von Donetsk rücken ukrainische Truppen auf russisch besetztes Gebiet vor. -  In Sloviansk ist ein deutlich markiertes Gebäudes des Roten Kreuzes von russischen Granaten getroffen worden. - Das AKW Zaporizhzhia ist nach erneutem Beschuss erneut vom Netz genommen worden.

A,C,E zus.6
6.9.22

Die IAEA erklärt in ihrem Bericht an den UN-Sicherheitsrat, daß die Lage am AKW Zaporizhzhia "unhaltbar" ist und daß dort sofort eine Sicherheitszone eingerichtet werden muß.

Russische Medien melden schwere Angriffe der Ukraine bei Kherson. Ein Bericht von dort von Sam Kiley (CNN), über ausländische Kämpfer, die die ukrainischen Truppen unterstützen. Infos zur Kriegslage bei Euronews. - Bei arte ein Bericht über Kontakte zu Bewohnern im russisch besetzten Kherson. Trotz brutaler Unterdrückung und zahlreichen Morden an pro-ukrainischen Aktivisten ist der Widerstand sehr lebendig.

A,C

arj,ht,TS,E

zus.10

zus.13

           
6.9.22

"Atomkraftwerk unter Beschuss" - Arndt Ginzel recherchiert in der Gegend um das AKW Zaporizhzhia und versucht herauszufinden, was dort wirklich passiert ist. Diverse Aussagen von Augenzeugen, wonach die Russen vom Gelände des AKW aus mit Artillerie aufs andere Ufer schießen. Aber keine wirklichen Belege dafür, und leider gibt es auch Hinweise, daß umgekehrt die Ukrainer das AKW-Gelände beschießen. Die Aussagen der russischen Seite dazu sind aber nicht überzeugend, auch sie liefern keine Beweise.  ¤

frontal 10
7.9.22

Laut eigenen Angaben kommen die ukrainischen Truppen bei ihrer Gegenoffensive bei Kharkiv weiter voran. Infos dazu von Gabriel Elizondo (in Kiew) sowie bei Euronews. Außerdem Infos zur Lage am AKW Zaporizhzhia.  - Ein "No Comment" mit apokalyptischen Bilder aus dem unter Dauerbeschuß liegenden Sloviansk.

A,TS,E,NC zus.7
                 
8.9.22

Die ukrainischen Truppen kommen sowohl bei Kharkiv im Süden als auch bei Kherson im Norden weiter voran. Infos bei AJE von Gabriel Elizondo, im ZDF ein Bericht von Arndt Ginzel über Flüchtende aus dem Kriegsgebiet. - US-Außenminister Blinken ist in Kiew und kündigt weitere Waffenlieferungen an. - Im UN-Sicherheitsrat werfen die USA Russland vor, 1,6 Millionen Menschen aus den besetzten Gebieten gegen ihren Willen nach Russland verschleppt zu haben. Bericht der Tagesschau. (Infos dazu bei AJE und CNN bereits am Vortag.)

A,ht,TS zus.11
9.9.22

Russlands Militär bestätigt, daß das ukrainische Militär bei Kharkiv schnell vorrückt. Laut Zelensky wurden bisher im Süden bei Kherson und im Norden bei Kharkiv zusammen etwa 1000 km2 Land zurückerobert. Angeblich nehmen die Desertionen von russischen Soldaten zu. In den Berichten bei AJE, CNN und ZDF einige Videos aus befreiten Dörfern. Bei den Tagesthemen berichtet Tobias Dammers aus Mykolaiv.  ¤

A,C

TS,hj,TT,E,n

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zus.17

           
10.9.22

 

Die ukrainische Armee dringt schnell und weit in das bisher russisch besetzte Gebiet in der Region Kharkiv im Nordosten vor. Zahlreiche Ortschaften sowie die strategisch wichtigen Städte Kupyansk und Izyum werden eingenommen, insgesamt seit Beginn der Gegenoffensive etwa 2000 km2. Die russischen Truppen ziehen sich mehr oder weniger kampflos und ungeordnet aus großen Gebieten zurück. Die ukrainischen Soldaten werden von der Bevölkerung als Befreier empfangen. Auch im Süden geht der ukrainische Vormarsch weiter. In russischen Kreisen wird erstmals über eine Niederlage im Krieg gegen die Ukraine gesprochen. Nur Putin läßt sich noch nichts anmerken.  ¤¤

Neben den Monarchieberichten aus England das einzige Thema, das heute bei allen Sendern auftaucht, bei der ARD sogar als Spitzenmeldung. Bei AJE Einschätzungen von Keir Giles (Chatham House). Der erste (eingebettete) Bericht direkt aus dem befreiten Gebiet kommt von Katrin Eigendorf im ZDF. Die deutschen Sender berichten außerdem über den Besuch der deutschen Außenministerin in Kiew. Und bei RTL ein Bericht von Rainer Munz von einer begleiteten Führung in mehreren Orten im russisch besetzten Donbass.

A,B,C

R,arj,TS,hj,TT,E

 

zus.19

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11.9.22

Während der ukrainische Vormarsch vor allem in der Region Kharkiv weitergeht, greift Russland gezielt mehrere Kraftwerke im Osten der Ukraine an. Außerdem ist das AKW Zaporizhzhia nun ganz heruntergefahren worden. In der Folge fällt in weiten Gebieten der Strom aus, u.a. in der Stadt Kharkiv. Die Russen haben bei ihrem Rückzug große Mengen an Panzern und Geschützen einfach stehen gelassen, teilweise die modernsten Modelle. Berichte aus dem Kampfgebiet von Orla Guerin (BBC) und Deborah Haynes (Sky News). Im "heute-journal" Einschätzungen von Ex-General Egon Ramms ¤

A,B,C,Sky

R,ht,arj,TS,hj,E,NC

zus.16

zus.23

                   
12.9.22

Die ukrainische Armee hat seit Monatsbeginn etwa 6000 km2 Land zurückerobert, vor allem in der Region Kharkiv, und damit mehr Gelände gewonnen als Russland in den letzten vier Monaten. Das ist etwa ein Achtel des russisch besetzten Gebietes. Die ukrainischen Soldaten werden von den Bewohnern als Befreier begrüßt, einige Videos mit sehr ergreifenden Szenen. Aussagen über Kriegsverbrechen und Gewalt der Besatzer gegen Bewohner. Mit den ukrainischen Truppen sind jetzt auch einige Reporter dort unterwegs, Melissa Bell (CNN), Kavita Sharma (RTL) und Katrin Eigendorf (ZDF). - Bei "Tagesschau24" ausführliche Einschätzungen des Militärexperten Andreas Flocken ("Streitkräfte und Strategien"/ NDR).  ¤¤

A,B,C

R,arj,TS,hj,E

TS24

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12.9.22

Während Putin sich versteckt und die russische Armeeführung den panischen Rückzug weiterhin als "ordentliche, geplante Umgruppierung" schönredet, gibt es in Russland zunehmend offene Kritik am Versagen der russischen Militärstrategie und teilweise auch direkt an Putin. Die Kritik kommt sowohl von Faschisten wie den ukrainischen Separatisten und dem tschetschenischen Statthalter Kadyrov als auch von liberalen Kräften wie einer Gruppe von Kommunalabgeordneten aus Petersburg und Moskau, die Putin wegen Hochverrat angezeigt haben. Diverse Berichte und Infos.  ¤

A,B,C,R,arj,Brp zus.19
           
13.9.22

Die ukrainischen Truppen rücken sowohl in der Region Kharkiv als auch bei Kherson weiter vor, aber nicht mehr so schnell wie in den letzten Tagen. Bei BBC, CNN und ZDF Berichte aus dem befreiten Gebiet. Orla Guerin (BBC) und Katrin Eigendorf (ZDF) berichten aus Balakliya, wo die Besatzer in der Polizeiwache ein Folterzentrum betrieben haben. Weitere Hinweise auf russische Kriegsverbrechen. Sam Kiley (CNN) aus Izyum, über schwere Kriegszerstörungen und die zurückgelassenen Panzer der Russen.  ¤ 

A,B,C

TS,hj,TT,E

zus.14

zus.13

                   
14.9.22

Präsident Zelensky besucht die soeben befreiten Städte Izyum und Balakya. Er zeigt sich erschüttert von den enormen Kriegszerstörungen dort, spricht von russischen Kriegsverbrechen und kündigt erneut an, das gesamte ukrainische Gebiet zurückzuerobern. Korrespondentenberichte aus dem befreiten Gebiet jetzt bei den meisten Sendern. Die Leute erzählen, daß die Russen einfach weggerannt sind, die Offiziere voran. - Die schweren Kämpfe entlang der gesamten Front (also im Süden, im Norden, und auch dazwischen) dauern an, die ukrainischen Truppen rücken an mehreren Stellen weiter vor. Ein paar Infos dazu heute nur bei Euronews.  ¤¤

A,B,C,Sky

arj,ht,TS,TT,h+,E

zus.17

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14.9.22

Putin äußert sich weiterhin nicht zu der schweren Niederlage in seinem Krieg gegen die Ukraine und redet lieber über Corona. In den russischen Medien wird dagegen jetzt teilweise offen darüber diskutiert, allerdings meist eher mit der Tendenz, der Ukraine nun offen den Krieg zu erklären. Berichte aus Moskau von Steve Rosenberg und Diana Magnay.  ¤

B,Sky zus.6
15.9.22

Russland bombardiert erneut gezielt den Geburtsort von Präsident Zelensky, Kryvyi Rih (im Süden des Landes) sowie einen nahegelegenen Staudamm am Fluß Inhulets. Etwa 100 Häuser werden überschwemmt, und es besteht die Gefahr, daß der Damm ganz zerbricht und dann die ganze Stadt mit 600.000 Einwohnern überflutet.  ¤

In der befreiten Stadt Izyum ist ein Massengrab gefunden worden, in dem während der Besatzung mehr als 400 Leichen ohne Namen vergraben wurden. Unklar, ob es sich um Kriegstote handelt oder um Ermordete. - Berichte aus dem befreiten Gebiet von Orla Guerin (BBC) und Nick Paton Walsh (CNN).  ¤

Bei den deutschen Sendern kaum etwas darüber, dafür Infos zum Besuch von Wonderleyn bei Zelensky. Informative Berichte nur bei Euronews.

A,B,C

TS,E

zus.18

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15.9.22

Bericht über die Kritik von russischen Lokalpolitikern an Putins Krieg. Zahlreiche Lokalabgeordnete, die für einen Antrag gestimmt haben, der Putins Amtsenthebung fordert, wurden in Schnellverfahren nur wegen dieser Stimmabgabe zu Geldstrafen verurteilt. Inzwischen haben sich 60 Abgeordnete dem Antrag angeschlossen.

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16.9.22

Experten beginnen mit der Exhumierung und Identifizierung der Leichen auf einem Friedhof mit etwa 450 namenlosen Gräbern, der in einem Wald bei Izyum entdeckt wurde. Vermutlich sind viele davon einfach Kriegsopfer, aber viele wurden auch mit Folterspuren oder gefesselten Armen aufgefunden, sind also offenbar Opfer russischer Kriegsverbrechen. Russlands Propaganda bestätigt dies mal wieder, indem sie von einer "Inszenierung" spricht. Die UN schicken eigene Ermittler nach Izyum. Verschiedene Berichte aus Izyum, u.a. von Orla Guerin (BBC), Nick Paton Walsh (CNN), Katrin Eigendorf (ZDF) und Tobias Dammers (ARD). Bei AJE weitere Infos und Einschätzungen von der Menschenrechtsanwältin Oksana Pokalchuk ¤¤

A,B,C

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zus.24

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16.9.22

Bei einem Gipfel der Schurkenstaaten in Samarkand kritisiert der indische Faschist Modi den Krieg des Faschisten Putin. Dafür sei es jetzt nicht die Zeit, sagt er ihm bei einem Zweiertreffen. Putin behauptet, die russische Armee habe sich bislang zurückgehalten, aber wenn die Lage sich so weiterentwickle, werde ihre "Antwort ernsthafter" ausfallen. - Präsident Biden warnt Putin eindringlich vor den Konsequenzen, sollte er Atomwaffen einsetzen. - Bei CNN berichtet Matthew Chance über die Welle der offenen Kritik von Lokalpolitikern an Putins Krieg. Inzwischen haben mindestens 70 die Petition unterschrieben, die Putin zum Rücktritt auffordert.

A,C zus.5
           
17.9.22

 

 

In Izyum graben dutzende Helfer weiter die Leichen von dem Friedhof aus, auf dem etwa 450 Menschen namenlos begraben wurden. Die meisten der Opfer waren Zivilisten. In verschiedenen Orten des befreiten Gebietes wurden mindestens zehn Folterkammern der Besatzungstruppen entdeckt. - Die ukrainische Gegenoffensive wird fortgesetzt, nun in langsamerem Tempo. ¤

Die "WaPo" berichtet, daß ukrainische Widerstandskämpfer in den besetzten Gebieten seit Kriegsbeginn bei Anschlägen mindestens 20 Beamte der russischen Verwaltung oder deren Kollaborateure getötet haben. Bei CNN weitere Infos dazu vom Autor des Artikels, David L. Stern. - Nur Euronews meldet, daß die Ukraine ein Gebäude der Besatzungsverwaltung in Kherson bombardiert hat und daß im besetzten Luhansk der russische Generalstaatsanwalt bei einem Bombenanschlag getötet wurde. Das russische Regime spricht von "Terrorakten". (Das Putinregime stellt sich damit zum legitimen bewaffneten Widerstand gegen die russische Besatzung genauso wie das israelische Regime zum Widerstandskampf der Palästinenser gegen die israelische Besatzung. Aus Widerstandskämpfern macht man Terroristen. Interessant ist, daß die westlichen Medien beide Fälle unterschiedlich behandeln.)

A,B,C,Sky

ht,TS,TT,E

 

zus.18

zus.10

 

           
17.9.22

Nochmal der OT von Biden aus einem CBS-Interview, in dem er Putin ernste, aber nicht weiter spezifizierte Folgen androht, sollte dieser Atomwaffen einsetzen. Einige Erläuterungen dazu von Shihab Rattansi und Einschätzungen des Historikers Alex Titov ¤

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18.9.22

Während die ukrainischen Truppen langsam weiter nach Osten vorrücken und angeblich den Fluß Oskil überschritten haben, der zuletzt als neue Frontlinie der Russen galt, verstärken die russischen Truppen ihren Beschuß ukrainischer Städte, wobei offenbar absichtlich auf zivile Infrastruktur gezielt wird. Bei der BBC Erläuterungen des Militärexperten Mike Mihailovic zu den militärischen Erfolgen der Ukraine.  - Im Wald bei Izyum werden weiter die Toten ausgegraben. Weitere Bilder und Infos über die Folterkammern der Russen, die im befreiten Gebiet von Kharkiv entdeckt wurden. Die ukrainische Regierung hat bislang 34.000 einzelne russische Kriegsverbrechen gezählt. Präsident Zelensky vergleicht die russischen Verbrechen mit denen der Nazis im zweiten Weltkrieg.  ¤

Im "Weltspiegel" berichtet Tobias Dammers aus Kharkiv. Ständiger russischer Beschuß, zerstörte Wohnhäuser, zerstörte Infrastruktur, Stromausfall, Sorgen vor dem Winter.  ¤

A,B,C

arj,TS,E

WS

zus.11

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18.9.22

Infos aus Moskau von Steve Rosenberg über weitere Stimmen, die Putins Krieg verurteilen, darunter die bekannte Sängerin Alla Pugachewa. Später Infos dazu auch bei AJE.

B,A zus.3
18.9.22

Beitrag über den russischen Oppositionellen Arkadi Babtschenko. Früher russischer Soldat in Tschetschenien, dann Schriftsteller, seit 2015 im Exil in der Ukraine. 2018 hat er dort mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet, um russische Agenten aufzudecken. Sein neues Buch "Im Rausch - Russlands Krieg" mit teilweise prophetischen Texten aus den letzten 10 Jahren.  ¤

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     (Video?)    
19.9.22

Bei ukrainischem Beschuß auf die russisch besetzte Stadt Donetsk sind nach russischen Angaben 14 Zivilisten getötet worden. - Die ukrainische Armee bestätigt Angaben, daß sie in der Region Luhansk den Fluß Oskil überschritten hat. - Putins Sprecher Peskov nennt die Angaben über russische Kriegsverbrechen in Izyum "Lügenmärchen", es sei das gleiche Szenario wie in Bucha. Ein weiterer Bericht von dort von Ben Wedeman (CNN). - Russland beschießt die letzte Woche befreiten Orte in der Region Kharkiv. Ein Bericht aus Kopiansk von Nick Paton Walsh (CNN). - In Sviatohirsk (Region Donetsk) haben russische Truppen ein historisches Kloster beschossen. Im Süden der Ukraine schlagen russische Raketen in der Nähe eines Atomkraftwerks ein ¤

A,C

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zus.17

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20.9.22

 

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist das dominierende Thema bei der UN-Vollversammlung.

Die pro-russischen Separatisten wollen in den vier von Russland besetzten Provinzen am Freitag ein "Referendum" über einen Anschluß an Russland durchführen. Irgendeine völkerrechtliche Bedeutung hat das allerdings nicht, im Gegenteil, unter den Bedingungen der Besatzung stellt so ein "Referendum" selbst einen Bruch des Völkerrechts dar. Ausführliche Einschätzungen dazu bei CNN von Ben Wedeman und Matthew Chance, auch zu den zwangsweise Einberufungen junger Männer zur russischen Armee. Im heute-journal völkerrechtlicher Erläuterungen von Prof. Sabine Fischer (SWuP).  ¤

Weitere Berichte über die Belege für russische Kriegsverbrechen in der befreiten Region Kharkiv von Hoda Abdel-Hamid (AJE) und Orla Guerin (BBC). - Bei CNN berichtet Nick Paton Walsh aus Bakhmut über schwere Kämpfe, bei denen auf russischer Seite vor allem die Wagner-Söldner in Erscheinung treten. Bei Sky News berichtet Stuart Ramsay über die andauernde ukrainische Gegenoffensive bei Kherson. Ebenfalls von der Südfront berichtet Arndt Ginzel bei "frontal" (NNA)*  ¤

A,B,C,Sky

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frontal

 

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21.9.22

 

 

 

 

Putin gibt bekannt, daß er eine Teilmobilmachung der russischen Armee angeordnet hat. Etwa 300.000 Reservisten sollen eingezogen werden. Zugleich droht der Faschist der Ukraine und dem Westen mit militärischen Angriffen und verweist dabei ausdrücklich auf die "technisch überlegenen" russischen Atomwaffen. Praktisch alle Experten und Kommentatoren sind sich einig, daß die Mobilmachung erstmal kaum militärische Folgen haben wird und vor allem ein offenes Eingeständnis von Putins militärischer Schwäche darstellt. Die Drohung mit Atomwaffen wird kaum ernstgenommen.  ¤

In Russland führt die Mobilmachung zu einem Anwachsen der öffentlichen Proteste gegen Putin und seinen Krieg. Wie immer werden diese Proteste von Polizei und Geheimdienst brutal unterbunden und die Teilnehmer verhaftet. Vor allem versuchen nun aber viele Männer, das Land zu verlassen, um so der Einberufung zu entgehen. - Bei der UN-Vollversammlung antworten Präsident Biden und Andere ziemlich deutlich auf Putins Kriegsdrohungen. Später wird eine Videobotschaft von Präsident Zelensky abgespielt, in der er eine Bestrafung der Kriegsverbrecher und ein Sondertribunal gegen Putin fordert.  ¤

Hauptthema bei allen Sendern, diverse Sondersendungen. Hier die wichtigsten Zusammenfassungen und einige Hintergrundinfos. Im heute-journal Einschätzungen von Ben Hodges (Ex-US-General). - Über den aktuellen Kriegsverlauf in der Ukraine heute keinerlei Infos.

Bei "Markus Lanz" der OT von Putins Erklärung mit deutschen UT, und ein paar Anmerkungen dazu von Gerald Knaus (Politologe).

Bei CNN live der OT der Videobotschaft von Präsident Zelensky (auf englisch), die bei der UN-Vollversammlung abgespielt wurde.

A,C

R,arj,TS,hj,TT,E,NC

ZDF (OT)

C (OT)

 

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22.9.22

Die Ukraine und Russland haben Kriegsgefangene ausgetauscht, 210 Ukrainer und fünf Briten gegen 55 russische Soldaten und einen Oligarchen. - Der UN-Sicherheitsrat diskutiert über den Krieg. Russlands faschistischer Außenminister hält seine Ansprache und geht wieder, ohne sich die anderen Beiträge anzuhören. - Kriegsberichte heute bei der BBC von Orla Guerin aus dem kürzlich befreiten Kupiansk, bei CNN von Ben Wedeman über Leute, die in die befreiten Gebiete zurückkehren und ihre Häuser zerstört wiederfinden.

A,B,C

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22.9.22

Während Russlands Propaganda behauptet, 10.000 Männer hätten sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, versuchen zigtausende Männer im letzten Moment noch das Land zu verlassen, bevor sie eingezogen werden. Riesige Staus an den Grenzübergängen, überfüllte Flughäfen. Bei CNN ein Bericht aus Moskau von Matthew Chance. - Mehr als 1300 Menschen sind bei Protesten gegen den Krieg verhaftet worden. Einige Videos von Demonstrationen. - Bei Euronews Erläuterungen zu Russlands Problemen mit den Reservisten.  ¤

A,C,R,arj,
TS,TT,E,NC

zus.27
                   
23.9.22

In den besetzten Gebieten beginnen die Separatisten mit ihren "Referenden" über einen Anschluß an Russland. Teilweise gehen Soldaten mit durchsichtigen Wahlurnen von Tür zu Tür. Mit einer freien Abstimmung hat das alles nichts zu tun. Bei AJE wird deutlich darauf hingewiesen, daß es nach Völkerrecht illegal ist, unter Besatzung und in einem Kriegsgebiet Abstimmungen abzuhalten.

In den befreiten Gebieten werden immer mehr Belege für russische Kriegsverbrechen entdeckt. Bei AJE Aussagen des UN-Ermittlers Pablo de Greiff dazu.

Die Gegenoffensive der Ukraine geht unterdessen weiter, ebenso der ständige russische Beschuss auf die befreiten Gebiete. Bei CNN berichtet Nick Paton Walsh aus Bakhmut. Von der Südfront bei Vysokopillya berichtet Stuart Ramsay (Sky News).

A,B,C,Sky

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23.9.22

Die Mobilisierung sorgt in Russland weiter für Unruhe und Protest. In einigen Städten werden Anhänger des Regimes zu Gegenprotesten auf die Straße geschickt, mit Fähnchen und offensichtlich nicht wirklich aus Überzeugung. Weiterhin versuchen zigtausende junge Männer, das Land zu verlassen. An der Grenze zu Georgien gibt es kilometerlange Staus. - Der Geheimdienst hat einen weiteren Industriellen beseitigt: der Luftfahrtexperte Anatoly Gerashchenko ist in Moskau "aus großer Höhe gefallen" ¤

B,C,Sky,hj,E zus.15
           
24.9.22

Zweiter Tag der illegalen "Referenden" in den russisch besetzten Gebieten. Videos von bewaffneten Soldaten beim Einsammeln von Stimmzetteln in Wohnhäusern. Proteste von geflüchteten Bewohnern, vom ukrainischen Präsidenten, von Präsident Biden. - Der Faschist Lavrov sagt in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung, Russland habe "keine andere Wahl" gehabt als die Ukraine anzugreifen. Der Westen wolle Russland zerstören. Und er kündigt Russlands "vollen Schutz" für die annektierten Gebiete an. - Heute keine Infos zum Kriegsgeschehen.

A,C,arj,E zus.15
             
24.9.22

Weiter Proteste und Widerstand gegen die Mobilmachung. Mehr als 700 Demonstranten wurden verhaftet. Zigtausende junge Männer versuchen, das Land zu verlassen. Völlig überfüllte Flughäfen und Grenzübergänge. - Putin hat mehrere Generäle abgesetzt und u.a. General Mikhail Mizintsev zum Vize-Kriegsminister befördert. Der Mann war hauptverantwortlich für die Belagerung und Zerstörung von Mariupol im April.  ¤

A,C,R,arj,TS,TT,E zus.23
                 
25.9.22

Die Russen bombardieren Wohngebiete in Zaporizhzhia und Odessa, angeblich mit etwa 35 "Kamikaze-Drohnen" iranischer Bauart, die allerdings kaum Schaden anrichten. Infos bei AJE. - Ben Wedeman (CNN) berichtet aus dem kürzlich befreiten Kupiansk, das ebenfalls ständig von den Russen bombardiert wird. - Bei RTL besucht Kavita Sharma ukrainische Soldaten in der Nähe der Front in Donetsk. - Im ZDF ein Bericht über Zivilisten, die aus Kherson geflüchtet und durch die Front nach Zaporizhzhia gelangt sind. Marietta Slomka erwähnt eine Ansprache von Präsident Zelensky, der russische Soldaten zur Fahnenflucht aufgefordert hat. Sie hätten nichts zu befürchten, wenn sie sich ergeben - im Gegensatz zu den Folterungen, die Ukrainer in russischer Gefangenschaft erleiden.  ¤

A,C,R,hj zus.13
           
25.9.22

Die "Teilmobilisierung" führt weiter im ganzen Land zu Protesten gegen den Krieg. In Dagestan blockieren hunderte wütende DemonstrantInnen die Straßen vor einem Rekrutierungsbüro. Auch aus Yakutien Bilder von einer sehr großen Protestkundgebung. Bilder von tausenden Autos, die sich an der Grenze zu Georgien stauen. Offenbar läßt Putin vor allem Angehörige von ethnischen Minderheiten in den abgelegenen Regionen einziehen.  ¤

A,C,hj,E zus.9
26.9.22

In den besetzten Gebieten gehen die "Referenden" weiter. Russland wird nach dem gewünschten Ergebnis die Gebiete annektieren und dann behaupten, die Ukraine greife Russland an. Die Faschisten Putin und Lavrov haben für diesen Fall mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. - Russland beschießt fortdauernd die Region Donetsk, und zwar gezielt auf zivile Gebäude. Offenbar will man die Zivilbevölkerung von dort vertreiben. Orla Guerin (BBC) berichtet aus Bakhmut, Nick Paton Walsh (CNN) aus Toretsk.  ¤

A,B,C,E

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26.9.22

Der Widerstand gegen die Einberufungen zur Armee dauert im ganzen Land an. In mehreren Orten werden Rekrutierungsbüros in Brand gesteckt. Allein am Sonnabend sollen mehr als 700 Menschen bei Protesten verhaftet worden sein. Weiter kilometerlange Autoschlangen an den Grenzübergängen. Ein Sprecher des Regimes gibt zu, daß bei der Mobilmachung "Fehler" gemacht wurden. Bei CNN Einschätzungen dazu von Robert Baer: Putin ist komplett in die Ecke gedrängt. - In der Stadt Izhevsk (ca. 800 km östlich von Moskau) schießt ein Mann an einer Schule um sich und tötet mindestens 17 Menschen, größtenteils Kinder, und anschließend sich selbst. Der Täter trägt ein Hemd mit Hakenkreuz.  ¤

A,B,C

R,arj,TS,hj,TT,E 

zus.16

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27.9.22

Die Separatisten haben ihr illegales "Referendum" in den besetzten Gebieten abgeschlossen. Nach Angaben aus Russland wurden dabei knapp über unter 100 Prozent Zustimmung für einen Anschluß an Russland gezählt.

Zwei Kriegsberichte: bei der BBC berichtet ein Reporter über ukrainische Soldaten in der Nähe von Kherson, bei CNN Ben Wedeman aus dem letzte Woche befreiten Dorf Pisky (in der Nähe von Izyum). Zahlreiche tote russische Soldaten und Unmengen teils zerstörtes, teils intaktes russisches Kriegsgerät.  ¤

Bei "frontal" ein Beitrag von Felix Klauser und Nathan Niedermeier über die militärischen Entwicklungen der letzten Monate und die Gründe für Putins sich abzeichnende Niederlage. Und ein Beitrag über russische Foltergefängnisse in den besetzten Gebieten.  ¤

A,B,C

arj,TS,hj,nam,E

frontal

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27.9.22

Laut AJE sind bisher etwa 200.000 Männer aus dem Land geflüchtet, um der Zwangsrekrutierung zu entgehen, davon allein 52.000 nach Georgien.

Aus den beiden Pipelines Nordstream1 und Nordstream2 in der Ostsee strömen durch Lecks große Mengen Erdgas in die Umwelt. Russland spricht von "technischen Problemen wegen der fehlenden Wartung als Folge der Sanktionen", westliche Experten gehen von Sabotage aus, wahrscheinlich durch Russland selbst.

A,C,arj,TS,E zus.17
           
28.9.22

Wegen der illegalen "Referenden" wollen die EU und die USA weitere Sanktionen gegen Russland verhängen. In Moskau wird eine große Feier zur Annexion der Ostukraine an Russland vorbereitet. Bei AJE berichtet Hoda Abdel-Hamid aus einem Ort wenige Kilometer vom russisch besetzten Gebiet entfernt darüber, wie die Leute dort wirklich darüber denken.  ¤

Die ukrainische Armee nimmt in Donetsk weitere Gebiete ein. Bei CNN ein Frontbericht von Nick Paton Walsh aus der soeben zurückeroberten Kleinstadt Swiatohirsk. Bei Euronews aktuelle Infos zu den militärischen Entwicklungen.   ¤

A,C

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29.9.22

Russlands Regime hat angekündigt, morgen die vier besetzten Provinzen der Ukraine offiziell zu annektieren. Alarmbereitschaft in der Ukraine, weltweit wird Russlands Rechtsbruch scharf verurteilt. - Russland beschießt weiterhin Wohngebiete in der Ukraine. Berichte von Hoda Abel-Hamid (AJE) aus Dnipro und James Waterhouse (BBC) aus Zaporizhzhia. Bei arte und Euronews Berichte aus dem befreiten Gebiet bei Kharkiv. Dort sind weitere Folterkammern der Russen entdeckt worden. Bei Euronews wieder aktuelle Infos zur militärischen Lage.   ¤

A,B,C

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30.9.22

In Moskau erklärt Putin bei einer feierlichen Zeremonie formell die Annexion der besetzten ukrainischen Gebiete an Russland. Von dem völkerrechtswidrigen Akt sind etwa 15 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets betroffen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilt fast einstimmig Russlands Vorgehen, wogegen Russland dann aber sein Veto einlegt.  ¤

Gleichzeitig rückt die ukrainische Armee weiter vor und hat bei Lyman (Region Donezk) etwa 5000 russische Soldaten eingeschlossen. Einziger Bericht darüber im ZDF. - In der Nähe von Zaporizhzhia ist ein ziviler Autokonvoi von mehreren Raketen getroffen worden. Mindestens 30 Zivilisten werden getötet. Russland bestreitet, die Rakete abgeschossen zu haben.  ¤

A,B,C

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1.10.22

Die ukrainische Armee hat die strategisch wichtige Stadt Lyman im Norden von Donetsk eingenommen. Zuvor sind einige tausend russische Soldaten von dort geflüchtet, um einer Einkesselung zu entgehen, nach offenbar sehr schweren Verlusten. Zahlreiche russische Soldaten und ihre Verbündeten wurden gefangengenommen. Der tschetschenische Faschist Kadyrov erklärt, Moskau solle nun den Einsatz von Nuklearwaffen in Erwägung ziehen. - In der Region Zaporizhzhia hindern die pro-russischen Kräfte Bewohner an der Flucht ins ukrainische Gebiet. Bisher sind von dort jeden Tag etwa 2000 Menschen geflüchtet. - Bei Kupjansk (Region Kharkiv) haben russische Kräfte einen zivilen Autokonvoi angegriffen und mindestens 24 Menschen (davon 13 Kinder) ermordet, die aus dem russisch besetzten Gebiet flüchten wollten. Das Massaker liegt offenbar schon eine Weile zurück, die Toten wurden aber erst jetzt entdeckt. Die Menschen wurden mit gezielten Gewehrschüssen getötet - die übliche russische Schutzbehauptung, dafür seien ukrainische Kräfte verantwortlich, ist in diesem Fall leicht durchschaubar.  ¤¤

A,B,C

R,TS,hj,E,NC

zus.17

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2.10.22

Charles Stratford (AJE) und Nick Paton Walsh (CNN) berichten aus der soeben befreiten Stadt Lyman bzw. dem Umland. Dort ist durch die wochenlangen Kämpfe fast alles zerstört. Nur wenige Bewohner sind noch dort und kommen nun wieder aus ihren Kellern. Die ukrainischen Truppen rücken bereits weiter nach Osten vor. Auch bei arte und Euronews Berichte über den Sieg der Ukrainer in Lyman. - Bei Euronews außerdem eine Reportage aus Mykolaiv (bei Kherson) über das Leben der Bewohner in der Stadt, die seit Monaten unter russischem Dauerbeschuss liegt.   ¤

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3.10.22

Die ukrainische Armee rückt im Süden bei Kherson weiter vor und befreit mehrere Orte. Bei AJE Infos aus Kryvyi Rih von Hoda Abdel-Hamid. -  CNN berichtet über Verhandlungen zwischen Ukraine und USA über die Lieferung von weiterreichenden Raketensystemen vom Typ ATACMS (Reichweite 300 km). - Das russische "Parlament" hat mit einer Mehrheit von mehr als 100 Prozent (diesmal kein Witz) die Annexion der täglich schrumpfenden eroberten Gebiete in der Ukraine gebilligt.  ¤

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3.10.22

Die Journalistin Marina Ovsyannikova ist aus ihrem Hausarrest in Moskau entkommen und wird nun steckbrieflich gesucht. - Bei CNN Infos von Matthew Chance (in London) über wachsende Kritik innerhalb der Führungsclique an Putins Kriegführung, meist mit der Stoßrichtung, man müsse härter gegen die Ukraine vorgehen und dort z.B. Atomwaffen einsetzen.

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4.10.22

Rund um Kherson rückt die ukrainische Armee immer weiter vor und befreit weitere Dörfer. Infos zum Kriegsverlauf bei AJE, CNN und Euronews. - Bei AJE berichtet Charles Stratford von irgendwo an der Ostfront. - In Lyman wird nach der Befreiung aufgeräumt, die Leichen von hunderten getöteten russischen Soldaten werden geborgen. Bei AJE und im ZDF einige Bilder von dort, Berichte von Orla Guerin (BBC) und Alex Crawford (Sky News). - Bei der ARD ein Bericht über einen der Azow-Kämpfer aus Mariupol, der kürzlich bei einem Gefangenenaustausch freigekommen ist. - In Moskau billigt auch der Senat die Annexion von ukrainischen Gebieten, die zum Teil inzwischen gar nicht mehr in russischer Hand sind.  ¤

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4.10.22

Putin behauptet, seine Mobilisierung sei ein Erfolg, und 200.000 Männer seien zum Kriegsdienst eingezogen worden. Bei CNN ein Beitrag von Melissa Bell über den desolaten Zustand der russischen Armee und ihrer Rekruten. Bei der ARD berichtet Ina Ruck aus Moskau u.a. über die wachsende Kritik von rechten Hardlinern an Putins Kriegsführung.

C,TT zus.7
5.10.22

Hoda Abdel-Hamid (AJE) und  Nick Paton Walsh (CNN) berichten über den weiteren Vormarsch der ukrainischen Armee bei Kherson. Walsh begleitet ukrainische Soldaten an der Front. Auch hier Anzeichen, daß die russischen Soldaten ihre Stellungen in panischer Flucht verlassen haben. - Deborah Haynes (Sky News) berichtet von der Front in der Region Luhansk. Laut Sky News haben die ukrainischen Truppen in der letzten Woche mehr als 4000 km2 russisch besetztes Gebiet befreit ¤

Bei der Tagesschau wird gemeldet, die von Russland besetzten Regionen stünden "künftig unter dem Schutz der Atommacht". - Beim "heute-journal-update" Einschätzungen der Politologin Liana Fix (CFR) zu Putins Drohgebärden.

Im "auslandsjournal" berichtet Katrin Eigendorf aus Izyum über die Hinterlassenschaften der Russen in den befreiten Gebieten: Trümmer, Tote, Traumatisierte. Und haufenweise Hinweise auf Kriegsverbrechen.  ¤

A,C,Sky

R,arj,TS,h+,E

auslandsjnl

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5.10.22

Step Vaessen berichtet aus Berlin über den unterschiedlichen Umgang der EU-Staaten mit russischen Kriegsdienstverweigerern. - CNN meldet, daß US-Geheimdienstler davon ausgehen, daß der Autobombenanschlag auf die Faschistin Darya Dugina in Moskau am 20.8. das Werk ukrainischer Agenten war.

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6.10.22

 

Während die ukrainische Armee die Russen weiter zurückdrängt, beschießen diese mal wieder ukrainische Städte, heute besonders Zaporizhzhia (die Stadt, nicht das AKW), und zerstören dort etliche Wohnhäuser. Berichte aus der Stadt von Hoda Abdel-Hamid (AJE) und Paul Adams (BBC). Frontberichte von Fred Pleitgen (CNN) und Alex Crawford (Sky News).  ¤

In Moskau gibt es laute Kritik von Putins Leuten an der Armeeführung - nur der Oberkommandierende, der selbst immer wieder mit unsinnigen Befehlen das Desaster verschlimmert hat, wird verschont. Der ernennt dafür den berüchtigten Tschetschenenführer Kadyrov zum Generaloberst.

Bei CNN Einschätzzungen von Ex-General Mark Hertling zu den russischen Drohungen, in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen, und den möglichen Reaktionen des Westens. Bei Euronews Einschätzungen dazu von Nikolai Sokow (Wiener Zentrum für Abrüstung).

Im ZDF begleitet Alica Jung die FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann bei einem Besuch in Kiew und Tschernobyl. Interessante Infos zur Kriegslage wie immer bei Euronews.

A,B,C,Sky

ht,TS,hj,E,NC

 

zus.27

zus.16

 

                 
6.10.22

Auch die Wagner-Söldnerbande hat offenbar bei den Kämpfen in der Ukraine schwere Verluste erlitten. Angeblich wurden bisher 1500 von 5000 Mann getötet. Die Kampfmoral der Söldner soll auf dem Tiefpunkt sein. Bericht bei CNN.

C 4
7.10.22

 

Bei Bakhmut (Region Donetsk) versuchen die russischen Truppen erneut vorzurücken, werden aber von der ukrainischen Armee wieder zurückgedrängt. Ein Bericht von dort von Charles Stratford (AJE). Von der Front etwas weiter nördlich, aus dem Ort Torske (Region Kharkiv an der Grenze zu Luhansk) berichtet Alex Crawford (Sky News). Bei CNN berichtet Nick Paton Walsh von der Südfront bei Kherson, wo sich die Russen immer weiter zurückziehen. - Bei arte ein Bericht über die enormen Mengen an funktionsfähigen Waffen und Munition, die die Russen bei ihrer Flucht aus der Region Kharkiv zurückgelassen haben und die jetzt von den Ukrainern verwendet werden. ¤

Im ZDF berichtet Katrin Eigendorf aus dem befreiten Gebiet bei Kharkiv über Spannungen mit Leuten, die während der russischen Besatzung dort geblieben waren. Die Russen haben ihnen gesagt, die Ukrainer würden sie abschlachten. - Im befreiten Lyman sind zwei weitere Massengräber entdeckt worden. - Bei den russischen Raketenangriffen auf die Stadt Zaporizhzhia sind mindestens 14 Zivilisten getötet worden. - Der ukrainische Verteidigungsminister ruft in einem Video die russischen Soldaten zur Fahnenflucht auf. ¤

Bei der BBC spricht John Simpson mit Präsident Zelensky. Dieser rückt ein Zitat zurecht, das von der russischen Propaganda so gedeutet wird, er habe einen nuklearen Präventivschlag gegen Russland gefordert. Was natürlich Unsinn ist. Bei Euronews ein Bericht über diese russische Propaganda, u.a. mit Aussagen von Außenminister Lavrov. Real sind hingegen die Drohungen von Putin, Kadyrov und anderen mit Nuklearangriffen.

A,B,C,Sky

arj,hj,E

 

zus.22

zus.9

 

                 
7.10.22

Bei CNN berichtet Ivan Watson aus Kasachstan über die Massenflucht von jungen Männern aus Russland. Allein hier sind in einer Woche 200.000 Männer angekommen, die dem Kriegsdienst entgehen wollen. - Bei der Tagesschau berichtet Ina Ruck aus Moskau über Kritik von Putins Anhängern an dessen militärischen Niederlagen - gerichtet allerdings nicht gegen ihr Idol, sondern gegen untergeordnete Militärs.  ¤

C,TS zus.6
           
7.10.22

Den Friedensnobelpreis erhalten das ukrainische "Center for civil Liberties", das u.a. russische Kriegsverbrechen untersucht, der inhaftierte belarussische Menschenrechtsaktivist Ales Bialiatski und die russische Menschenrechtsgruppe "Memorial".  ¤

A,C,arj,TS,hj,E zus.23
           
8.10.22

Die Brücke über die Straße von Kerch, die die besetzte Halbinsel Krim mit Russland verbindet und die wichtigste Route für den Nachschub der russischen Truppen darstellt, ist durch die Explosion eines LKW schwer beschädigt worden und teilweise eingestürzt. Ukrainische Medien feiern den Anschlag als "Geburtstagsgeschenk" für Putin. Es ist indes noch nicht klar, ob wirklich ukrainische Kräfte dafür verantwortlich waren. (War es ein Selbstmordanschlag?) Putin hatte die Brücke nach der Annexion der Krim bauen lassen und 2018 selbst den ersten LKW hinüber gefahren.  ¤

Bei AJE noch ein Bericht von Charles Stratford aus dem Ort Torske, Nahe der Front in der Region Kharkiv. Überall enorme Zerstörungen durch den Krieg, überall tote russische Soldaten. - Russland hat erneut die Stadt Zaporizhzhia mit Raketen beschossen und mindestens 17 Zivilisten getötet ¤

A,B,C

arj,TS,hj,E

zus.24

zus.12

                   
8.10.22

Im "Listening Post" ein Beitrag über rechtsextreme Nationalisten wie Kadyrov und Prigozhin (Eigentümer von "Wagner"), die in den russischen Medien angesichts der militärischen Niederlagen russische Militärs verurteilen - aber niemals den Oberbefehlshaber. Die selben Leute sind es auch, die ganz offen den Einsatz von Atomwaffen gegen EU-Länder propagieren.  ¤

Im "Listening Post" außerdem ein Beitrag, der bereits vor der russischen Invasion der Ukraine entstand, über Putins Narrativ vom "großen einigen Russland" und die Aufklärung der Menschenrechtsgruppe "Memorial" über die Verbrechen dieses großartigen Russlands seit dem Stalinismus. Die Gruppe darf inzwischen in Russland nicht mehr arbeiten, gestern hat sie den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen. Der Historiker Nikita Petrov:  "Für die russische Führung ist die Geschichte ein Werkzeug, um bestimmte Ideen in die Köpfe der Leute zu bekommen. Der Staat will nicht mehr die Wahrheit über sich selbst wissen, sondern baut sich seine eigene Geschichte und arrangiert sie passend zu seinen ideologischen Zielen."  ¤

A

 

A

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9.10.22

Russland beschießt weiterhin Wohngebiete in der Stadt Zaporizhzhia mit Raketen. Mindestens weitere 13 Zivilisten werden getötet, insgesamt etwa 50 in den letzten Tagen. - Der Terrorist Putin nennt den Anschlag auf seine Krim-Brücke einen "Terrorakt" und droht der Ukraine mit Vergeltung. - Alex Crawford (Sky News) berichtet aus Lyman nach der Befreiung. - Bei Euronews ein Bericht über schwere Umweltschäden in der Ukraine durch den Krieg.  ¤

A,B,C,Sky

TS,hj,E

zus.17

zus.11

                 
10.10.22

Als Rache für den Anschlag auf Putins Krim-Brücke (dessen Urheber nicht bekannt sind) beschießt Russland Wohngebiete und zivile Infrastruktur in zahlreichen ukrainischen Städten mit Raketen. Schwere Schäden und zahlreiche Tote u.a. in Kiew, Lviv. Kharkiv und Dnipro sowie erneut in Zaporizhzhia. Putin selbst erklärt ausdrücklich und offensichtlich stolz, es handele sich um Schläge mit Präzisionswaffen. Damit hat er u.a. Spielplätze und Schulen beschossen, aber auch Brücken und Kraftwerke, jedoch keine militärischen Ziele. In weiten Teilen des Landes fällt der Strom aus. - Der Diktator von Belarus, Lukaschenko, verschärft seine Kriegsdrohungen gegen die Ukraine. Ein Teil der russischen Raketen wurde in Belarus gestartet. - Die russischen Terrorangriffe werden weltweit verurteilt, auch in der UN-Vollversammlung. - Hauptthema bei allen Sendern, einige Sondersendungen. Beim "heute-journal-update" Einschätzungen von Ex-General Hans-Lothar Domröse ¤¤

A,B,C

R,arj,TS,hj,E,NC

zus.29

zus.37

                 
11.10.22

Russland setzt seine Raketenangriffe auf ukrainische Städte fort und zielt dabei vor allem auf Kraftwerke und Umspannwerke. Etwa ein Drittel der Elektrizitäts-Infrastruktur des Landes wurde durch die Terrorangriffe bereits zerstört oder beschädigt. Präsident Zelensky bittet den Westen um mehr Waffen, besonders zur Flug- und Raketenabwehr. Laut dem britischen Geheimdienst gehen Russlands Munitionsvorräte allmählich zur Neige.   ¤

A,B,C

R,arj,TS,hj,E,NC

zus.25

zus.19

11.10.22

Bei arte Einschätzungen einiger Experten zur Lage in Russland. Der Historiker Sergei Medvedev: "Dies ist kein Kolonialkrieg am Rande Europas. Putin führt wie Hitler 1939 einen Krieg gegen die ganze Welt, um die Weltherrschaft. Er wird Europa niemals in Frieden leben lassen." - Bei den Tagesthemen ein Beitrag über die Hardliner, die das Versagen der russischen Armee kritisieren und ein "härteres Durchgreifen" fordern, bis hin zum Einsatz von Atomwaffen.  ¤

arj,TT zus.5
12.10.22

 

 

Mehr über die Auswirkungen der zweitägigen Raketenangriffe auf ukrainische Städte, bei denen vor allem Wohnhäuser und Anlagen der Elektrizitätsversorgung getroffen wurden. In Lwiw und anderen Städten gibt es dadurch weiterhin keinen Strom. Heute gehen die Luftangriffe vor allem auf die Stadt Zaporizhzhia weiter. - Bei AJE berichtet Rory Challands aus der Metro in Kiew, wo während des Bombardements tausende Menschen Zuflucht gesucht haben. Die Anlage wurde zu Sowjetzeiten erbaut, zum Schutz vor Atombomben des Westens. - Die NATO kündigt bei einer Tagung in Brüssel weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an, speziell Flugabwehrraketen. - Die russische Propaganda meldet, es seien acht Personen wegen einer Beteiligung an dem Anschlag auf die Kerch-Brücke verhaftet worden. Angeblich soll der LKW in Odessa mit Sprengstoff beladen worden sein und dann einmal rund ums Schwarze Meer über sechs Staatsgrenzen bis nach Kerch gelangt sein. An der beschädigten Brücke stauen sich weiterhin hunderte LKW.  ¤

In Lyman werden hunderte Leichen aus einem Massengrab bzw. namenlosen Gräbern exhumiert, um sie zu identifizieren. Bei Euronews ein Bericht, außerdem ein Gespräch mit dem Chefankläger des ICC, Karim Khan ¤

In der Nacht stimmt die UN-Vollversammlung mit großer Mehrheit für eine Resolution, die die Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland verurteilt. Nur Nordkorea, Nicaragua, Syrien und Belarus stimmen mit Russland dagegen. China, Indien und 33 weitere enthalten sich. Der Iran hat anscheinend nicht an der Abstimmung teilgenommen.

A,B,C

arj,TS,hj,E.NC

 

zus.21

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13.10.22

Die ukrainische Armee rückt immer weiter an Kherson heran. Die russischen Besatzer wollen jetzt die Stadt evakuieren.  - Es gibt weitere Luftangriffe auf ukrainische Städte, u.a. Mykolaiv. CNN berichtet, daß dabei nicht nur Raketen, sondern häufig auch iranische "Kamikaze-Drohnen" vom Typ Shahed eingesetzt werden. - Ein Wohnblock in der russischen Grenzstadt Belgorod wird ebenfalls getroffen, nach ukrainischen Angaben durch eine fehlgeleitete russische Rakete.  ¤

A,C,arj,TS,E,NC

zus.17
                 
14.10.22

Wegen der bevorstehenden Rückeroberung von Kherson durch die ukrainischen Truppen wollen die Besatzer die Stadt "evakuieren", bzw. die Bewohner nach Russland deportieren. Ein Frontbericht aus der Region von Nick Paton Walsh (CNN). - Bei ihrer Gegenoffensive im Norden hat die Armee nach eigenen Angaben bei Angriffen in Luhansk große Mengen an militärischem Gerät der Russen zerstört. - Im ZDF ein Bericht über eine Telefonhotline ("I Want To Live") der ukrainischen Regierung, über die sich russische Soldaten und Kämpfer in den besetzten Gebieten melden können, wenn sie sich freiwillig ergeben wollen. Angeblich haben sich bisher 3000 gemeldet.  ¤

A,C,h+,E,NC zus.24
           
15.10.22

Russland bombardiert mehrere Orte, die die Ukraine kürzlich zurückerobert hat, sowie weiterhin die Stadt Zaporizhzhia. Weitere gezielte Angriffe gegen Elektrizitätsanlagen im Raum Kiew. - Katrin Eigendorf (ZDF) berichtet aus einem Gebiet bei Kherson, das kürzlich zurückerobert wurde. Die Russen haben Unmengen an kaputtem Militärgerät zurückgelassen, sowie zahlreiche tote eigene Soldaten. Deren Leichen werden nun geborgen und sollen zu den Familien nach Russland geschickt werden.  - Bei arte ein Bericht über die Ermittlungen der ukrainischen und der internationalen Justiz zu russischen Kriegsverbrechen in den inzwischen befreiten Gebieten.  ¤

A,C,arj,hj,E

zus.17
           
15.10.22

Meldungen: in Belgorod, nahe der Grenze zur Ukraine, haben mehrere Männer ("aus einem ex-sowjetischen Staat") ein militärisches Trainingslager angegriffen. Angeblich wurden elf russische Rekruten getötet. - In Belarus sind einige hundert russische Soldaten eingetroffen, die eine gemeinsame Grenztruppe beider Länder bilden sollen.

A,C zus.3
           
16.10.22

Es gibt schwere Kämpfe an mehreren Frontabschnitten. Nach eigenen Angaben haben die russischen Truppen im Süden einen größeren Gegenangriff der Ukrainer zurückgeschlagen. Infos bei CNN und Euronews. - Weiter russischer Beschuss auf die Stadt Zaporizhzhia und das benachbarte Nikopol. In der besetzten Stadt Donetsk ist das Gebäude der russischen Stadtverwaltung von Raketen schwer beschädigt worden, offenbar von ukrainischer Seite.  ¤

Charles Stratford (AJE) berichtet aus einem Dorf in der Nähe von Kherson, das kürzlich befreit wurde. Einige Bewohner kehren in ihre zerstörten Häuser zurück und beginnen mit dem Wiederaufbau. Hoda Abdel-Hamid (AJE) berichtet über Tschetschenen, die mit der ukrainischen Armee gegen die russischen Besatzer kämpfen, und damit auch gegen die tschetschenischen Milizen auf russischer Seite. Im Weltspiegel berichtet Vassili Golod aus dem befreiten Lyman.  ¤

A,C,WS,E zus.20
             
16.10.22

Ein paar weitere Infos zu dem Angriff auf ein Militärlager in Belgorod, bei dem elf russische Rekruten getötet wurden. Die Ausführenden sollen zwei Männer aus Tadjikistan gewesen sein. Der Flughafen der Stadt ist erneut von Granaten oder Raketen getroffen worden - die Ukraine bestreitet, dafür verantwortlich zu sein.

A,E zus.4
17.10.22

Russland bombardiert Kiew mit zahlreichen "Kamikaze-Drohnen". Die meisten (angeblich 36 von 42) werden abgeschossen, die anderen richten vor allem Chaos an, aber auch ernsthafte Zerstörungen. Mindestens vier Zivilisten werden getötet. Die Drohnen stammen aus iranischer Produktion und sind offenbar nicht sehr zielgenau. - Russland und die Ukraine haben zusammen 218 Gefangene ausgetauscht, 108 ukrainische Frauen gegen 110 russische Soldaten. - Bei arte ein Bericht aus Odessa über zivile Drohnenpiloten, die in Kursen ihre Fertigkeiten an Soldaten weitergeben. - Zum eigentlichen Kriegsverlauf heute nichts Neues.  ¤

A,C

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zus.12

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17.10.22

In Georgien sind bisher etwa 50.000 Flüchtlinge aus Russland eingetroffen, die meisten davon Deserteure. Da das Land selbst teilweise von Russland besetzt ist, werden die Männer gerne aufgenommen. Es gibt aber Befürchtungen, daß mit ihnen auch Putins Agenten eingeschleust werden.

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18.10.22

Russland bombardiert erneut Städte im ganzen Land und zielt dabei erneut auf Anlagen der Energieversorgung. Getroffen werden aber auch Wohnhäuser. Inzwischen sind etwa ein Drittel der ukrainischen Kraftwerke zerstört, in mehr als 1000 Orten gibt es keinen Strom, teilweise fällt auch die Wasserversorgung aus. Diverse Berichte, meist aus Kiew. - Der Iran bestreitet, "Kamikaze-Drohnen" an Russland geliefert zu haben. Bei CNN berichtet Clarissa Ward über eine intakte russische Drohne (allerdings eines anderen Typs), die die Ukrainer erbeutet haben, an der iranische Schriftzeichen zu finden sind. CNN meldet, daß die russischen Truppen kaum noch Vorräte an Raketen haben. - Bei Sky News berichtet John Sparks aus Bakhmut über die andauernden schweren Kämpfe an der Ostfront. - Bei arte ein Bericht aus Mykolaiv über die Schauspieler des Stadttheaters, die auch mitten im Krieg weiterspielen, jetzt auf einer Untergrundbühne.  ¤

A,B,C,Sky

arj,TS,h+,E

zus.25

zus.13

                   
18.10.22

In der Ostsee haben mehrere Teams von Journalisten erstmals Bilder von den im September zerstörten russischen Gaspipelines gemacht. In drei der vier Röhren klaffen metergroße Löcher, offensichtlich die Folge von großen Explosionen. - Bei CNN ein Beitrag von Nic Robertson über den russischen Journalisten Gleb Irisov. Der frühere Offizier hat früher Putins Propaganda verbreitet, ist aber kurz nach Kriegsbeginn ins Ausland geflüchtet. Er sagt, daß die russischen Reporter schon lange die Wahrheit über den Krieg kennen, z.B. über die enormen Verluste der russischen Armee. Und er spricht über gravierende Korruption bei der russischen Armeeführung.

A,C,E zus.7
           
19.10.22

 

Russland bombardiert weiterhin ukrainische Städte mit "Kamikaze-Drohnen", die aber inzwischen zum großen Teil abgeschossen werden. Trotzdem werden drei weitere Kraftwerke getroffen. Im UN-Sicherheitsrat bestreitet der Iran, Russland solche Drohnen geliefert zu haben, obwohl es dafür reihenweise Belege gibt. (Es sei denn, Russland hat diese Drohnen in Lizenz nachgebaut.) Die Ukraine hat durch das Bombardement ernsthafte Probleme mit der Stromversorgung, die Regierung ruft zum Stromsparen auf, es gibt Stromabschaltungen.  ¤

Putin erklärt für die vier besetzten und "annektierten" Regionen in der Ukraine das Kriegsrecht. Das bedeutet u.a., daß die Besatzer Einheimische zum Kriegsdienst gegen ihr eigenes Land zwingen können. - In Kherson haben die Besatzer mit dem Abzug ihrer Verwaltung und mit der Vertreibung ("Evakuierung") der ukrainischen Bevölkerung begonnen. Die ukrainischen Truppen rücken von zwei Seiten weiter auf die Stadt vor. Frontberichte von dort von Charles Stratford (AJE) und Jonathan Beale (BBC). - Von der Front im Nordosten bei Bakhmut berichtet Fred Pleitgen (CNN). Auch dort weiterhin schwere Kämpfe. Die russischen Truppen versuchen, erneut auf die Stadt vorzurücken, werden aber immer wieder zurückgeschlagen.  ¤

A,B,C

arj,TS,hj,TT,E

zus.26

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20.10.22

Die ukrainischen Truppen rücken langsam weiter auf Kherson vor. Russland hat bisher etwa 15.000 Zivilisten aus der Stadt verschleppt, zum Teil nach Russland. - Weitere Hinweise, daß die russischen "Kamikaze-Drohnen" vom Iran geliefert wurden. Im russischen Staatsfernsehen hat ein russischer Militärexperte das versehentlich zugegeben (Video davon bei CNN). - Als Folge der russischen Angriffe auf die Stromversorgung der Ukraine wird im ganzen Land tagsüber der Strom abgestellt.

A,B,C

arj,TS,E

zus.10

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21.10.22

Russland hat angeblich den Staudamm von Nova Kakhovka in der Nähe von Kherson vermint, um die Stadt im Fall der Rückeroberung zu überfluten. Vorsorglich behaupten die Russen, die Ukrainer würden den Damm mit Raketen beschießen. Zugleich setzen die Besatzer die "Evakuierung" (Vertreibung) der Bevölkerung der Stadt fort. Bei der BBC ein Bericht mit Ausschnitten aus dem Video-Tragebuch eines Bewohners von Kherson. - Weitere Raketenangriffe Russlands auf Kiew und die Stadt Zaporizhzhia. Bei Euronews u.a. ein Bericht aus Bakhmut (in Donetsk), das seit Monaten unter ständigem russischem Beschuss liegt. - CNN zeigt Bilder einer kilometerlangen Panzersperre, die Wagner-Söldner im Osten der Ukraine errichtet haben. Außerdem berichtet Fred Pleitgen über ukrainische Techniker, die Soldaten im Umgang mit Drohnen schulen. - Nach einer Zählung der UN sind bisher im Krieg mehr als 6300 ukrainische Zivilisten getötet worden. Die tatsächliche Zahl dürfte aber wesentlich höher liegen.  ¤

A,B,C

R,ht,TT,E

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22.10.22

Die russischen Besatzer in Kherson fordern alle Bewohner auf, die Stadt sofort zu verlassen. Russische Truppen sind aus mehreren Orten in der Umgebung abgezogen. - In Belgorod (Russland nahe der Grenze zur Ukraine) sind erneut Wohnhäuser und ein Kraftwerk von Granaten getroffen worden. Auch dort fällt nun der Strom aus. Die Ukraine bestreitet erneut jede Verantwortung. - In der Ukraine haben nach dem russischen Bombardement auf ukrainische Kraftwerke etwa 1,5 Millionen Menschen keinen Strom. Auch heute gab es weitere Raketenangriffe. - Suheib Alassa (AJE) berichtet aus einem Vorposten der ukrainischen Armee nahe der russischen Grenze bei Kharkiv. Die Soldaten nutzen Schützengräben und Waffen, die die Russen dort bei ihrem Abzug zurückgelassen haben.  ¤

A,C,ht,arj,E

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23.10.22

In Kherson haben die Russen offenbar den Hauptteil ihrer Soldaten abgezogen. - Russlands Kriegsminister Shoigu, der selbst immer wieder mit dem Einsatz von Atomwaffen droht, behauptet nun, die Ukraine plane den Einsatz einer "Schmutzigen Bombe" auf eigenem Gebiet. - Erneut Raketenangriffe auf Wohnviertel in Mykolaiv sowie auf die Energieinfrastruktur in verschiedenen Städten. Weiterhin große Probleme mit der Stromversorgung in der Ukraine.  ¤

A,C,TS,E zus.16
           
24.10.22

Russlands Regierung wiederholt die substanzlosen Behauptungen über eine "Schmutzige Bombe", die die Ukraine zünden wolle und das dann der Russen in die Schuhe schieben wolle. Offenbar ist es genau umgekehrt. Die ukrainische Regierung weist die Behauptungen energisch zurück und lädt die IAEA zu Inspektionen der ukrainischen Nuklearanlagen ein. - In Kherson ziehen die Besatzer aus der Stadt ab und nehmen dabei die ukrainischen Bewohner mit. - Bei Sky News ein Frontbericht aus Bakhmut von John Sparks, u.a. über den Einsatz von Aufklärungsdrohnen durch ukrainische Soldaten. - Bei den deutschen Sendern Berichte über eine Konferenz in Berlin zum Wiederaufbau der Ukraine.   ¤

A,C,Sky

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25.10.22

Heute fast keine Infos zum aktuellen Kriegsgeschehen. Stattdessen Berichte über die Konferenz in Berlin zum Wiederaufbau der Ukraine und bei den deutschen Sendern über den Besuch des Bundespräsidenten in Kiew und Korjukiwka.

Nur bei CNN ein Bericht von Fred Pleitgen über den allmählichen Vormarsch der ukrainischen Truppen rund um Kherson und bei Euronews das tägliche Update: heftige Kämpfe bei Kherson und bei Bakhmut, wo die Wagner-Truppe unter sehr hohen Verlusten ein paar kleine Geländegewinne erzielt hat.

"Terror als Kriegsziel" - Bei "frontal" ein Beitrag von Joachim Bartz über Russlands Krieg der Verbrannten Erde. Etliche Belege für Kriegsverbrechen, gezielte und hinterhältige Angriffe auf die Zivilbevölkerung, auf Rettungskräfte, auf Krankenhäuser. Seit Kriegsbeginn wurden 330 militärische Ziele angegriffen und 22.000 zivile.  ¤¤

Bei "Markus Lanz" schildert CNN-Korrespondent Fred Pleitgen direkt aus der Nähe von Kherson seine Fronterlebnisse.

A,C

TS,hj,E

frontal

Lanz

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26.10.22

Die Offensive der ukrainischen Armee auf Kherson kommt nach eigenen Angaben im Moment kaum noch voran, angeblich wegen schlechten Wetters. Russische Truppen haben sich rund um die Stadt verschanzt. Weitere Frontberichte von Fred Pleitgen (CNN) und John Sparks (Sky News). - In Donetsk haben die Russen die Stadt Druzhkivka unter massives Artilleriefeuer genommen und etliche Wohnhäuser und eine Schule zerstört. Assed Baig (AJE) berichtet von dort. Weitere Raketenangriffe auf Kiew und Umgebung. - Russland probt bei einem Manöver den Einsatz von Atomwaffen. - Berichte auf deutsch heute nur bei Euronews.   ¤

A,C,Sky,E zus.21
                 
26.10.22

"Russland, Ukraine und die Welt - Wie der Krieg unser Leben verändert" - Sondersendung des "auslandsjournal" mit Beiträgen von acht ZDF-Korrespondent:innen, aus Borodjanka, Tiflis, Washington, Tunis, Orléans, Brüssel, Požarevac (Serbien) und Przemyśl (Polen).  (NNA)*  ¤

ZDF 43
27.10.22

Nur wenig Neues zum Kriegsverlauf. Assed Baig (AJE) berichtet aus dem unter russischem Dauerbeschuss liegenden Bakhmut (Donetsk), dessen Bewohner sich aber weigern, die Stadt zu verlassen. Fred Pleitgen (CNN) berichtet weiter von der Front bei Kherson. - Große Teile des Landes, auch in Kiew, liegen im Dunkeln , nachdem große Teile der Energieinfrastruktur zerstört sind. Auch Präsident Zelensky hält seine allabendliche Ansprache diesmal irgendwo draußen im Dunklen.  ¤

Putin hält in Moskau eine sehr lange (dreieinhalb Stunden) und sehr langweilige Rede, in der er für seinen Krieg und alle anderen Übel allein den Westen verantwortlich macht. Er behauptet, er selber werde nicht als erster Atomwaffen einsetzen, aber die Ukraine würde dieses planen und vorbereiten. Er zitiert ein Video, das angebliche Belege dafür zeigen soll, aber bereits als dreiste Fälschung entlarvt worden ist. Infos zu dieser Fälschung habe ich nur bei den deutschen Sendern gefunden, bei AJE und CNN leider nichts darüber. Bei den "Tagesthemen" auch ein Kommentar von Thomas Bittner dazu.  ¤

A,C,R,TS,
TT,E,NC

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28.10.22

Weiter schwere Kämpfe bei Bakhmut. Offenbar versuchen die Wagner-Söldner, die Stadt zu erobern, werden aber immer wieder zurückgedrängt. Einstweilen liegt die Stadt unter ständigem Artilleriebeschuss. Bericht  von dort von Assed Baig (AJE). - Bei CNN berichtet Fred Pleitgen weiter von der Front bei Kherson, wo der ukrainische Vormarsch ebenfalls kaum noch vorankommt. Hier bombardieren die Russen weiter täglich die Stadt Mykolaiv. - Möglicherweise wird Russland erneut von Belarus aus in den Norden der Ukraine einfallen. Adam Parsons (Sky News) berichtet aus Horodyna, wie sich die ukrainische Armee darauf vorbereitet.  ¤

A,C,Sky,arj,E

zus.17
             
28.10.22

Putins Regime hat nach eigenen Angaben die Mobilisierung von 300.000 Männern abgeschlossen. 82.000 davon seien bereits im Kriegseinsatz. - Der Besitzer der Wagner-Söldnerbande, Yevgeny Prigozhin, soll seinen Präsidenten Putin wegen dessen "Missmanagement des Krieges" scharf kritisiert haben. Offenbar gewinnen Hardliner immer mehr Einfluss in der Militärführung.

C 3
           
29.10.22

In Sewastopol (Krim) haben mehrere (offensichtlich ukrainische) Drohnen mehrere Schiffe der russischen Flotte schwer beschädigt. Leider heute kaum Infos dazu, nur bei AJE und in der Tagesschau ein Video (unklar, was da zu sehen ist). Russland nimmt den Angriff als Vorwand, um das Getreideabkommen aufzukündigen. Angeblich könne man nicht für die Sicherheit der Getreidefrachter garantieren. Seit August hatten mehr als 450 Schiffe mit Getreide aus der Ukraine und den besetzten Gebieten auslaufen können.  ¤

Zum Kriegsgeschehen heute fast nichts. Nur bei Euronews eine Meldung, daß es in Donetsk einen weiteren Gefangenenaustausch gegeben hat, 52 ukrainische gegen 50 russische Soldaten.

A,C,TS,E

zus.13
           
30.10.22

Die Ukraine und die Türkei versuchen, trotz Russlands Aufkündigung des Getreideabkommens weiter Getreidefrachter aus den ukrainischen Häfen herauszubekommen. - Bei AJE berichtet Assed Baig weiter von der Front bei Bakhmut. Weiter schwere Kämpfe dort. - Euronews meldet, daß die Ukraine letzte Woche hunderte iranische Drohnen abgeschossen hat.

A,E zus.7
31.10.22

Eine dritte Welle von russischen Raketenangriffen auf ukrainische Städte in diesem Monat. Erneut wird gezielt die Energie-Infrastruktur beschossen, diesmal vor allem mit Cruise-Missiles, die sich nur schwer abschießen lassen, aber auch besonders teuer sind. In der Folge fällt in Kiew nicht nur erneut der Strom aus, sondern fast überall auch das Leitungswasser.  ¤

Die Ukraine ignoriert einfach, daß Russland sich nicht mehr an das Getreideabkommen halten will, und schickt trotzdem 12 mit Weizen beladene Frachter auf den Weg durchs Schwarze Meer, ohne daß die Russen irgendwie darauf reagieren. Anscheinend waren die russischen Drohungen gegen Schiffstransporte reiner Bluff.

Zum eigentlichen Kriegsgeschehen nur ein blumiger Bericht von Jeremy Bowen (BBC) über die Kämpfe im Osten und Süden, und im ZDF ein Bericht von Dara Hassanzadeh von der Front bei Kherson.

A,B,C

R,arj,TS,hj,E

 

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1.11.22

Nachdem Russlands Getreideblockade offenbar nicht mehr funktioniert, zeigt sich Putin bereit, vielleicht doch wieder am Getreideabkommen teilzunehmen. - Erneut russische Luftangriffe auf Wohnhäuser in Mykolaiv. - CNN meldet, daß der Iran gerade 1000 weitere Drohnen an Russland liefert, darunter auch welche, die sehr treffsicher sein sollen. - Weiter schwere Kämpfe bei Kherson und bei Bakhmut.

A,C,arj,E zus.9
           
2.11.22

Während beide Seiten zur Zeit kaum noch Geländegewinne machen, geht der Dauerbeschuss ukrainischer Städte und Dörfer durch die Russen weiter. Ein Bericht von Assed Baig aus Nikopol. - Bei CNN berichtet Clarissa Ward über ukrainische Ermittler, die in befreiten Orten Belege für sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen durch russische Soldaten sammeln. Im Bericht einige Aussagen von Opfern. - Bei Euronews Infos über die andauernde Vertreibung der Bevölkerung aus dem besetzten Kherson. - Russlands Regime erklärt, es werde sich nun doch wieder an das Getreideabkommen halten.    ¤

A,C,E,NC zus.17
                 
3.11.22

BBC und CNN melden, es gebe Anzeichen für einen Abzug der russischen Truppen aus Kherson. Dabei könne es sich aber auch um eine Falle handeln. Bei der BBC berichtet Jeremy Bowen von der Front bei Kherson. - Die IAEA hat in den ukrainischen Atomanlagen nach Anzeichen für den Bau einer "Schmutzigen Bombe" gesucht, aber keine gefunden.

A,B,C,E,NC

zus.15
           
4.11.22

In Kherson setzen die Besatzer die "Evakuierung" bzw. Deportation der Bevölkerung fort. Der ukrainische Verteidigungsminister sagt, er hoffe auf einen freiwilligen Abzug der Russen, als "Zeichen des guten Willens". Berichte bei AJE und CNN, Infos bei Euronews. - Assed Baig (AJE) berichtet aus einem Dorf bei Kherson, das die Ukrainer zurückerobert haben, das bei den Kämpfen aber komplett zerstört wurde. - Bei Euronews ein Bericht über die Untersuchung russischer Kriegsverbrechen in Bucha.

A,C,TS,E zus.14
                 
4.11.22

Ex-Präsident Medwedew erklärt in einem Blogbeitrag, die Gegner Russlands seien Teil einer "sterbenden Welt" und Russland werde den "Herrn der Hölle" aufhalten, "welchen Namen er auch trage, Satan, Luzifer oder Iblis". Das Ziel des Westens sei der Tod, Russlands Ziel das Leben. (Irgendwo kam, daß er auch die Todesstrafe für russische Deserteure fordert.)

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5.11.22

Meldungen über schwere Kämpfe und Artilleriegefechte bei Kherson und bei Bakhmut. - Irans Außenminister gibt zu, daß der Iran doch Kampfdrohnen an Russland geliefert hat, allerdings nur ein "geringe Anzahl", und das sei einige Monate vor dem Krieg gewesen. Seit Kriegsbeginn habe man keine Drohnen mehr geliefert. Präsident Zelensky beschuldigt die iranische Regierung der Lüge und erklärt, daß über der Ukraine jeden Tag mindestens zehn iranische Kamikazedrohnen abgeschossen würden.

A,C,ht,TT,E zus.16
           
6.11.22

Rund um Kherson weiterhin schwere Kämpfe. Die russischen Besatzer behaupten, die Ukraine habe den Staudamm von Nova Kakhovka bei Kherson beschossen, und deshalb sei dort der Strom ausgefallen. Infos bei AJE von Assed Baig in Kryvyi Rih. - Harry Fawcett berichtet aus Kiew über den Wiederaufbau von schwer beschädigten Wohnblöcken. - Bei CNN berichtet Nic Robertson aus Kramatorsk über ukrainische Soldaten, die in der Nähe der Front getötete Kameraden bergen. - Auf deutsch nur bei Euronews ein Bericht über den Blackout in Kiew und Plünderungen durch russische Soldaten in Kherson.  ¤

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7.11.22

Meldungen: Russland beschuldigt die Ukraine, die Zentrale der Eisenbahnverwaltung im besetzten Donetsk bombardiert zu haben. Auch im besetzten Kherson sei zivile Infrastruktur beschossen worden, angeblich ist auch dort nun der Strom ausgefallen. Zugleich dauern die russischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine an. Dort hat etwa die Hälfte des Landes keinen Strom. - Bei Euronews das tägliche Update zur Kriegslage.  - Bei den internationalen Sendern heute nichts Relevantes. Bei AJE nur ein Bericht über das Leben im Blackout in Kiew. CNN beschäftigt sich ausschließlich mit den morgigen Wahlen in den USA.

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8.11.22

Die Besatzer in Kherson erklären, die "Evakuierung" (Vertreibung) der Bewohner sei abgeschlossen. Infos bei AJE. - Bei CNN Infos über schwere Verluste der Russen in der Region Donetsk. Nach eigenen inoffiziellen Angaben wurden dort in wenigen Tagen mehr als 300 russische Soldaten getötet, offenbar vor allem unerfahrene neue Rekruten. - Bei Sky News ein Beitrag über den Einsatz iranischer Drohnen durch die russischen Truppen, und Infos zu den Kämpfen im Osten und Süden der Ukraine. - Im ZDF berichtet Dara Hassanzadeh aus Nikopol. Die Stadt wird jeden Tag von russischer Artillerie beschossen, angeblich vom Gelände des AKW Zaporizhzhia aus. - Bei Euronews wie jeden Tag aktuelle Infos von Sasha Vakulina.    ¤

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9.11.22

Russlands Militärführung erklärt, die russischen Truppen würden aus Kherson abziehen und sich aufs Ostufer des Dnipro zurückziehen. Bei den Ukrainern stößt die Ankündigung erstmal auf Skepsis, man rechnet mit einer Falle. Rund um Kherson haben die Russen mehrere Brücken zerstört. - Assed Baig (AJE) berichtet aus der Nähe von Kherson von ukrainischen Truppen in einem Schützengraben, der vor ein paar Wochen noch von den Russen belegt war. - Im Update bei Euronews u.a. die Info, Russland habe im Krieg schon 80 Prozent seiner modernen Raketen verbraucht.  ¤

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10.11.22

Anscheinend rücken die russischen Truppen tatsächlich aus Kherson ab. Diverse Experten erklären, daß dieser Rückzug im Sinne einer Frontbegradigung militärisch Sinn ergibt. Trotzdem für Putin eine herbe Blamage, zu der er sich noch nicht geäußert hat. Die ukrainischen Truppen rücken nur langsam und vorsichtig in das Gebiet um Kherson vor. Dort bietet sich überall ein Bild der Zerstörung. Berichte aus der Region von Assed Baig (AJE), Alex Rossi (Sky News) und Dara Hassanzadeh (ZDF).  ¤

Bei CNN Auszüge aus einem Interview von Christiane Amanpour mit Präsident Zelensky und seiner Frau, u.a. zu Verhandlungen mit Russland: "Worüber sollten wir denn mit Russland verhandeln?"

Bei Euronews ein Bericht über eine Untersuchung von Amnesty International, wonach die russischen Besatzer regelmäßig und völkerrechtswidrig Bewohner der besetzten Gebiete zwangsweise nach Russland deportieren. Erläuterungen von Agnes Callamard.  ¤

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10.11.22

Ina Ruck berichtet aus Moskau über Reaktionen auf den Truppenabzug aus Kherson. Die Staatsmedien nennen es schönfärberisch "Truppenbewegungen", Putin verleiht Orden und überlässt die schlechten Nachrichten lieber Anderen. Immer mehr Frauen beklagen sich, daß man ihre zwangsrekrutierten Männer mit falschen Versprechen und ohne brauchbare Ausrüstung an die Front geschickt hat, als Kanonenfutter.  ¤

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11.11.22

Ukrainische Truppen sind in die Stadt Kherson eingerückt und hissen dort die ukrainische Fahne. Sie werden von jubelnden Bewohnern empfangen. Auch in Kiew tanzen die Menschen vor Freude auf den Straßen. Russlands Armee behauptet, sie habe beim Rückzug kein militärisches Material zurückgelassen. Das ist offenbar erneut gelogen: Bilder zeigt große Mengen zurückgelassene Munition und Fahrzeuge. AJE zeigt Satellitenbilder des Nova-Kakhovka-Staudamms, der offenbar in den letzten Tagen von den Besatzern schwer beschädigt worden ist. - Berichte aus der Region Kherson von Assed Baig (AJE), Nic Robertson (CNN) und Alex Rossi (Sky News). Einschätzungen bei AJE von William Courtney (RAND Corporation) und im ZDF von Claudia Major (SWP). Bei der Tagesschau nur eine absurd kurze Meldung, bei den Tagesthemen auch nichts Relevantes. Bei allen anderen Sendern Hauptthema.  ¤¤

Bei AJE berichtet außerdem Jonah Hull aus Bucha über die andauenden Untersuchungen der dortigen russischen Kriegsverbrechen. Allein dort wurden während der Besatzung mehr als 500 Zivilisten ermordet. Und Amer Lafi aus Bakhmut über die schweren Zerstörungen durch den andauernden russischen Artilleriebeschuss.   ¤

A,B,C,Sky

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11.11.22

Im russischen Geheimdienst FSB gibt es seit Putins Einmarsch in die Ukraine ernsthafte Absetzbewegungen. Etliche Mitarbeiter sind untergetaucht und versuchen, ins Ausland zu flüchten. Viele erkennen, daß Putin das Land in den Abgrund führt, und empfinden das als Verrat. Putin sieht den Geheimdienst darum als unzuverlässig an und setzt nun auf die Faschistentruppen des Tschetschenen Kadyrov und die kriminelle Wagnersöldnerbande.   ¤

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12.11.22

In Kherson feiern die Menschen die Befreiung nach acht Monaten Leben unter Besatzung. Etwa die Hälfte der 300.000 Bewohner sind in der Stadt geblieben. Die Russen haben vor ihrem Abzug noch sämtliche technische Infrastruktur (u.a. Heizungs-, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen) zerstört und umfassend geplündert. Bei AJE Infos zur Lage in Kherson vom Parlamentsabgeordneten Oleksandr Merezhko. Bei CNN spricht Nic Robertson mit einigen der feiernden Leuten in Kherson, die dann spontan zusammen die Nationalhymne singen. - Ein Video zeigt eine schwere Explosion am Nova-Kakhovka-Staudamm vor ein paar Tagen. Unklar, ob dabei wirklich der Damm beschädigt wurde oder nur die Brücke daneben.  ¤¤

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12.11.22

Banksy war in Borodyanka in der Ukraine und hat dort einige neue Wandbilder an Gebäuderuinen hinterlassen, u.a. das Bild eines kleinen Jungen, der beim Judo einen großen Mann zu Boden wirft - gemeint offenbar Putin. Andere Bilder erinnern an die Lebensfreude -  mitten in den Ruinen des Krieges.  ¤

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13.11.22

Laut Präsident Zelensky haben Ermittler in der Region Kherson mehr als 400 Hinweise auf Kriegsverbrechen der russischen Besatzer gefunden. Ein Bericht aus Kherson von Alex Rossi (Sky News). Nach dem Feiern geht es jetzt ums Überleben angesichts der komplett zerstörten Infrastruktur. Ein Unternehmer zeigt sein Werksgelände, wo die Russen ein Folterzentrum eingerichtet hatten. - In Donetsk haben russische Truppen mehrere Dörfer erobert.   ¤

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14.11.22

Präsident Zelensky besucht das soeben befreite Kherson und sagt dort, dies sei der Anfang vom Ende des Krieges. (Übrigens in einer bemerkenswert schlichten medialen Präsenz. Gerade deswegen ist der Mann dermaßen beliebt.) Inzwischen berichten sämtliche Sender aus Kherson.  ¤

Die Chefs des russischen und des US-Geheimdienstes treffen sich in Ankara zu einem Gespräch, bei dem es angeblich um die russischen Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen geht. Bei AJE Einschätzungen dazu von Lawrence Korb.

Die UN-Vollversammlung beschließt eine Resolution, nach der Russland für die durch den Angriffskrieg verursachten Schäden aufkommen muß. 14 Länder stimmen dagegen, u.a. China, Mali und der Iran. Infos aus New York von Kristen Saloomey.

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14.11.22

Tausende von Ehefrauen und Müttern von russischen Soldaten haben sich online zusammengetan und stellen nun politische Forderungen. Vor allem wollen sie eine offizielle Auskunft erhalten, was mit ihren Männer und Söhnen passiert ist und warum diese sterben. In Petersburg geben 20 von ihnen bei einer öffentlichen Aktion einen Sack mit Briefen der Vermissten bei der Staatsanwaltschaft ab.

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15.11.22

 

 

Russland bombardiert erneut massiv zahlreiche Orte in der gesamten Ukraine, eine der schwersten Angriffswellen bisher. Bei den etwa 100 Raketenangriffen wird erneut vor allem zivile Infrastruktur getroffen. Erneut fällt in großen Teilen des Landes der Strom aus.  ¤

Bei einem Dorf im Osten Polens nahe der Grenze zur Ukraine sind zwei Raketen eingeschlagen, zwei Menschen werden dabei getötet. Es ist zunächst unklar, woher die Rakete kam. Die ukrainische Regierung beschuldigt Russland, Russland bestreitet, dort Raketen abgefeuert zu haben. Russlands Regime spricht von einer gezielten Provokation durch die Ukraine. Die US-Regierung reagiert zunächst sehr zurückhaltend, später heißt es von dort, es habe sich wahrscheinlich um fehlgeleitete Raketen der ukrainischen Flugabwehr gehandelt. - Am Abend Hauptthema bei allen Sendern, überall ausführliche Infos, Spekulationen, Hintergründe zu einer möglichen Reaktion der NATO auf einen Angriff auf ein NATO-Mitgliedsland. Habe vor allem Beiträge bei AJE aufbewahrt, beginnend mit den Breaking News ab 20:20 Uhr. Als erste hat diesmal die Tagesschau den Vorfall gemeldet.  ¤¤

Bei CNN außerdem eine interessante Info: angeblich hat die russische Führung den Rückzug aus Kherson um mehrere Wochen hinausgezögert, bis nach den US-Zwischenwahlen, um damit nicht den US-Demokraten im Wahlkampf zu nützen.

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15.11.22

Ina Ruck berichtet aus Moskau über den weltweit isolierten Putin, der sich lieber um Nebensächlichkeiten kümmert als um seinen Krieg. Z.B. hat er die Niederlage in Kherson öffentlich mit keinem Wort erwähnt. Gespräch mit Sarah Pagung (Politologin bei der DGAP) über den Kaiser ohne Kleider. Ernsthafte Brüche innerhalb der russischen Führung sind noch nicht zu sehen.

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16.11.22

Nach dem Einschlag von zwei Raketen in Polen sind sich sämtliche westlichen Politiker und Experten einig, daß es sich wahrscheinlich um fehlgeleitete Raketen der ukrainischen Flugabwehr gehandelt hat. Letztlich sei aber natürlich Russland dafür verantwortlich, das den Krieg angefangen hat und ständig weiter die Ukraine bombardiert. Nur Präsident Zelensky beharrt darauf, es seien keine ukrainischen Raketen gewesen. - Alle Sender beschäftigen sich weiter ausführlich mit dem Vorfall und den möglichen Folgen. Im ZDF außerdem ein Bericht über die Minensuche in Kherson und bei Euronews der tägliche Bericht zur Frontlage. Russland hat kaum noch Angriffsraketen, und diese werden inzwischen über der Ukraine zu zwei Dritteln abgefangen.

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17.11.22

Russland bombardiert weiterhin ukrainische Städte, vor allem zivile Infrastruktur. U.a. in Zaporizhzhia werden mehrere Zivilisten getötet. Mindestens 15 Flugkörper (Raketen, Cruise Missiles, Drohnen) wurden abgefangen. - In Kherson werden Belege für Kriegsverbrechen der russischen Besatzer gefunden. U.a. bei der BBC ein Bericht über Folterkammern, die dort gefunden werden.  ¤

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17.11.22

Ein Gericht in den Niederlanden hat drei Männer wegen 298-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie hatten 17.7.2014 ein malaysisches Passagierflugzeug über der Ukraine mit einer russischen Rakete abgeschossen. Ein vierter Angeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Alle vier gehören zu den pro-russischen Separatisten und leben jetzt in Russland und werden von dort nicht ausgeliefert.  ¤

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18.11.22

Durch die russischen Angriffe auf die Infrastruktur ist etwa in der Hälfte des Landes der Strom ausgefallen, und das, während nun der Winter einsetzt.  - Meldungen über andauernde schwere Kämpfe im Osten des Landes (Luhansk und Donetsk). - Nic Robertson (CNN) berichtet aus einem Dorf im Osten, das vor sechs Wochen befreit wurde. Bei den Kämpfen wurden praktisch sämtliche Häuser zerstört. Einige Bewohner kehren zurück, andere haben in Bunkern überlebt. - Bei RTL berichtet Nadja Kriewald aus Kherson. Bewohner erzählen von den Misshandlungen durch die Besatzer. Auch bei arte und im ZDF Berichte über Folterzentren in Kherson. - Bei Euronews Infos über systematische Deportationen aus den russisch besetzten Gebieten. Mindestens 150.000 Kinder sollen von dort nach Russland verschleppt und dort zur Adoption freigegeben worden sein. Insgesamt sollen mehr als eine Million Menschen gegen ihren Willen verschleppt worden sein.   ¤

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19.11.22

Der britische Premier Sunak ist zu Besuch in Kiew und verspricht weitere Waffenlieferungen, vor allem zur Flugabwehr. - In Kherson kommt über die soeben reparierte Eisenbahnlinie erstmals ein Zug an und bringt dringend benötigte Hilfsgüter.

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20.11.22

Auf dem Gelände des AKW Zaporizhzhia sind erneut mindestens 12 Raketen eingeschlagen und haben einige Schäden verursacht. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig. - Weiter schwere Kämpfe in der Region Donetsk. Leider keine Details. - Russland verbreitet ein Video, das ein Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee in Makiivka (Region Luhansk) zeigen soll. Etwa zehn russische Soldaten sollen erschossen worden sein, nachdem sie sich ergeben hatten. Nach ukrainischen Angeben hatten sie sich nur zum Schein ergeben und dann selbst das Feuer eröffnet. Infos und Bilder bei CNN. Eine Bewertung ist aus dem unvollständigen Material nicht möglich.

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21.11.22

 

Ein Ermittlerteam der IAEA inspiziert erneut das AKW Zaporizhzhia und stellt fest, daß es auch nach dem gestrigen Beschuß noch im Wesentlichen intakt ist. Keine Aussage dazu, wer das Kraftwerk beschossen hat.

CNN zitiert aus einem Anruf eines russischen Soldaten bei seiner Freundin. Er erzählt, daß die Hälfte seiner Einheit an der Front getötet wurde, während ihr Kommandant sich einfach zurückgezogen hat. Andere Soldaten schimpfen in einem Video über fehlende Ausrüstung.

Außerdem bei CNN ein Bericht von Sam Kiley über eine ukrainische Einheit, die vor der Einnahme von Kherson (also vor etwa drei Wochen) tief im Gebiet des Feindes unterwegs war und russische Stellungen ausgekundschaftet und angegriffen hat. Das Videomaterial stammt von den Soldaten selbst.  ¤

In Kiew wird an die Maidan-Revolution vor neun Jahren erinnert. Die anti-russischen Proteste führten zum Sturz der pro-russischen Regierung und haben damit letztlich den Keim für den jetzigen Krieg gelegt. Bericht bei AJE.

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22.11.22

Weiter enorme Probleme mit der Energieversorgung im ganzen Land. Thema in mehreren Berichten. - Bei AJE ein paar Erläuterungen, wie der beginnende Winter die Kriegsführung beider Seiten verändert. - Russland beschießt weiterhin Orte in der Nähe der Kampfzonen mit Artillerie. Infos bei CNN. - Bei arte ein Bericht aus Kherson über das schwierige Überleben ohne Heizung, Strom und Wasser im Winter. Die Regierung bietet den Menschen eine Evakuierung in "sichere Gebiete" an. - Bei den deutschen Sendern berichtet nur "Welt" über das Video, das angeblich die Erschießung von zehn russischen Soldaten zeigen soll. Nach ukrainischen Angaben hatten diese sich nur zum Schein ergeben und dann selbst das Feuer eröffnet. Das Video wurde geschnitten, die entscheidende Stelle fehlt. - Bei Euronews aktuelle Infos zu weiteren Kämpfen bei Kherson.  ¤

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23.11.22

Russland überzieht die Ukraine mit einer weiteren Welle von Luftangriffen. Nach ukrainischen Angaben etwa 70 Raketen und Drohnen, von denen 51 abgefangen wurden. Getroffen werden erneut vor allem Anlagen der Energie-Infrastruktur, aber u.a. auch Schulen und eine Geburtsklinik bei Zaporizhzhia. - Im UN-Sicherheitsrat beschuldigen die USA Russland, gezielt und absichtlich Krieg gegen die ukrainische Bevölkerung zu führen und dabei den Winter zu benutzen, um das Leid der Bevölkerung zu vergrößern. - Das EU-Parlament beschließt in einem symbolischen Akt, Russland zum "staatlichen Unterstützer des Terrorismus" zu erklären. - Zu allem diverse Berichte.  ¤

Bei CNN außerdem ein Bericht von Sam Kiley aus Kherson, über Widerstandskämpfer, die dort während der russischen Besatzung die Besatzer angegriffen und einige getötet haben. (Im Fall von Palästina werden solche Leute gemeinhin als "Terroristen" bezeichnet.)

Bei Euronews u.a. Infos über das russische Raketenarsenal, das allmählich leergeschossen ist.

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23.11.22

Ein Beitrag von Fred Pleitgen über russische Soldaten, die ohne Ausbildung und ohne geeignete Ausrüstung an die Front geschickt werden und sich in sozialen Medien beschweren.

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23.11.22

Noch ein Bericht über Banksy in der Ukraine und die Reaktionen der Einheimischen. Die meisten finden die Bilder toll, nur ein paar meinen, das sei "Kriegstourismus".

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24.11.22

Neun Monate seit dem russischen Überfall. - Nach den russischen Angriffen auf die Infrastruktur versucht man, das Stromnetz zu reparieren. In Kiew und anderen Städten werden öffentliche Wärmestuben für die Bevölkerung eingerichtet. Satellitenbilder zeigen ein Land in Dunkelheit. - Russland setzt seine Angriffe fort, heute u.a. auf die Stadt Zaporizhzhia.

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25.11.22

Russland beschießt die kürzlich befreite Stadt Kherson massiv mit Artillerie. Mindestens 15 Zivilisten werden getötet. Die Regierung bietet den Bewohnern auch angesichts der komplett zerstörten Infrastruktur eine Evakuierung an. Bei Euronews berichtet Anelise Borges aus der Stadt. - Bei der BBC ein Bericht aus der Stadt Avdiyivka bei Donetsk, die ebenfalls seit Monaten ständig mit Artillerie beschossen wird. - Bei Euronews außerdem Infos über die Deportation von tausenden ukrainischen Kindern aus den besetzten Gebieten nach Russland.  ¤

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25.11.22

Bei einem sorgfältig inszenierten Termin trifft Putin einige ausgewählte Soldatenmütter, um sich als fürsorglicher und mitfühlender Landesvater darzustellen. Er erzählt den Frauen, sie sollten nicht den Medien vertrauen, die nur Lügen über Russlands "erfolgreiche Militäroperation" verbreiten würden. Frauen, die sich kritisch dazu geäußert haben, waren nicht eingeladen.

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26.11.22

Gedenktag für die Opfer des Holodomor, dem völkermörderischen Aushungern der Ukraine unter Stalin, dem mehrere Millionen Menschen zum Opfer fielen. - Auch heute beschießt Russland ukrainische Städte, u.a. Kherson und Dnipro.

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26.11.22

Im "Listening Post" ein Beitrag, der dazu auffordert, die Kriegsberichte kritisch zu hinterfragen. Manche Berichte (z.B. über das russische Raketenarsenal) könnten gezielte Desinformation sein. (Wobei die vorgebrachten Argumente in diesem Fall aber sehr dünn sind. Wenn die Russen an einem Tag 100 Raketen verschießen, heißt das nicht, daß sie das noch lange so weitermachen können. Aber man weiß es nicht.) Außerdem geht es um Differenzen bei den US-Demokraten darüber, ob man mit Putin verhandeln sollte.

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