Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Russland und Belarus         

 siehe auch Ukraine und Kaukasus

   

   (letzter Eintrag 25.11.22)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
24.10.07

80 Jahre Jüdische autonome Region in Ostsibirien 

B  
3.5.09 "Wer erschoss Stanislaw Wagner?" - Ina Ruck und Stephan Stuchlik suchen in ihrem Beitrag nach Spuren der Mörder des Journalisten Stanislaw Markelow und zeigen die ständige Bedrohung von kritischen Journalisten und anderen Unangepaßten durch Netzwerke von Nazis und Geheimdienstlern. Beunruhigend.

WS

14

17.8.09 Inguschetien : In der Stadt Nasran sterben 20 Menschen bei einem schweren Anschlag. Ein Selbstmordattentäter fährt mit einem LKW voll Sprengstoff in eine Polizeiwache, unter den Toten auch viele Zivilisten aus Nachbargebäuden. Als Täter vermutet man tschetschenische Separatisten.

hj,A

zus.4

5.5.10 "Vorfahrt für die Mächtigen" - Anne Gellinek berichtet aus Moskau über Leute, die mit blauen Plastikeimern auf ihren Autos dagegen protestieren, daß der neue Geldadel mit seinen gekauften Blaulichtern den Straßenverkehr unsicher macht.

auslandsjnl.

6

11.12.10 In Moskau demonstrieren rassistische Fußballfans, weil ein Fan bei einem Streit erschossen worden war. Jetzt pöbeln sie gegen die "Kaukasier, die dafür bezahlen müssen" und ähnlichen Unsinn. Es gibt heftige Krawalle mit der Polizei. - CNN bringt zu den Bildern eine völlig andere Nachricht, über Proteste im Fernen Osten gegen eine Umstellung der Zeitzonen: "Gebt uns unsere Zeit zurück!".

B,E,C,NC

zus.5

15.12.10 In Moskau versammeln sich Tausende gegnerische Fußballfans, Hooligans, Rassisten, um sich gegenseitig zu verprügeln. Ein Großaufgebot an Polizei und Soldaten geht dazwischen. Über 1000 Leute werden verhaftet. 

A,B,E

zus.5

18.12.10 Wieder demonstrieren in Moskau einige tausend Faschisten und Fußballfans.

E

1
19.12.10 Belarus : In Minsk protestieren (angeblich) mehrere Zehntausend Menschen gegen das vermutlich gefälschte Wahlergebnis (79 Prozent für Lukaschenko) und versuchen, das Gebäude der Wahlkommission zu stürmen. Die Polizei geht brutal dagegen vor.

A,B,E

zus.7
10.12.11 Nach der Parlamentswahl werden massive Fälschungsvorwürfe gegen die Partei von Putin laut. In etlichen Städten demonstrieren Menschen und fordern den Rücktritt von Putin und eine Wiederholung der Wahl. Allein in Moskau sind es mindestens 25.000, die größte Oppositionsdemo seit 20 Jahren. Überwiegend bleibt dabei alles friedlich. Bei AJE zwei Berichte von Neave Barker.

A,ht,TS,E

zus.15

4.2.12 In Moskau (und vielen anderen Städten auch) demonstrieren jeweils mehrere Zehntausend Leute für und gegen Putin. (Auch RT hat ausführlich und neutral drüber berichtet.)

E

3

17.8.12 Die Moskauer Punkband "Pussy Riot" hatte im Februar ein Happening in einer Moskauer Kirche veranstaltet und dabei ein "Muttergottes erlöse uns von Putin" gebetet. Das hat ein Gericht für Gotteslästerung gehalten (und somit Putin zum Gott erklärt) und hat jetzt drei der Frauen wegen "Rowdytums" zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Große Protestbewegung in Rußland und weltweit gegen den Prozeß. 

Sehenswert der Beitrag bei aspekte, der weitere Beispiele von teils sehr gewagten und sehr witzigen Aktionen des künstlerisch-politischen Protestes in Rußland zeigt, vor allem auch des feministischen Protestes gegen den Obermacho Putin. - Bei "No Comment" gleich noch so eine Aktion, Aktivistinnen von "Femen" sägen in einem Park in Kiev mit der Kettensäge ein Kruzifix ab, beide wie immer nackt, der Lattenjupp wie auch die Sägefrau. (Ich bin übrigens ernsthaft versucht, das unter Religion abzulegen. Diese Punk-Frauen zeigen, was gelebte Nachfolge Christi sein kann.)   ¤

TS,aspekte,NC

zus.16

4.3.13 Der Theaterregisseur Milo Rau läßt in Moskau die "Moskauer Prozesse" aufführen. Dabei wird das Gerichtsverfahren gegen "Pussy Riot" nochmal neu inszeniert, ohne Manuskript, aber mit realistischer Rollenverteilung. Das Urteil stand nicht vorher fest und fiel hier moderater aus als im realen Prozeß. Polizei und eine selbsternannte Kosakenmiliz versuchten, die Aufführung zu stören.    ¤    - In der taz steht etwas ausführlicher was über das Projekt. Es waren drei Prozesse, neben Pussy Riot ging es noch um zwei Prozese gegen religionskritische Kunstausstellungen.    

ktzt

7
16.12.13 NATO  / Russland : Als Reaktion auf die Aufstellung von Raketen rund um Russland durch die Nato ("Raketenschutzschild", angeblich gegen den Iran) stellt Russland nun bei Kaliningrad ebenfalls Kurzstreckenraketen auf. Hintergrundinfos bei PressTV von Christopher Walker.

P,E

zus.6

23.12.13 Präsident Putin hat per Amnestie erst den Milliardenbetrüger Chodorkowski und jetzt auch die beiden "Pussy Riot"-Aktivistinnen Maria Aljokhina und Nadeshda Tolokonnikova aus der Haft in sibirischen Straflagern freigelassen. Beide sind keineswegs dankbar, nennen die Freilassung einen PR-Gag vor den olympischen Spielen und wollen sich jetzt für ihre Mithäftlinge einsetzen. (Chodorkowski hängt derweil bei seinen FDP-Komplizen ab.)

A,arj,TS,E

zus.10
18.3.14

Ukraine  : Die russische Regierung und Vertreter der Krim unterzeichnen in Moskau feierlich einen Vertrag über die Aufnahme der Krim in die russische Föderation. - In Sinferopol wird weiter gefeiert. - Erstmals werden ein ukrainischer Soldat auf der Krim und ein pro-russischer Milizionär getötet, bei einer Schießerei in einer Militärbasis bei Sinferopol.

A,C,TS,E

zus.15
19.3.14

Die russischen Truppen auf der Krim übernehmen fast gewaltlos weitere Stützpunkte der ukrainischen Armee. Bericht aus Sinferopol von Barnaby Phillips (AJE) und bei Euronews. - Heftige Kontroverse im UN-Sicherheitsrat. - In Kiew dringen Swoboda-Nazis in ein TV-Studio ein, verprügeln den Direktor des Senders und zwingen ihn, eine Rücktrittserklärung zu unterschreiben. -  

Bei "Zapp" zunächst Kritik an der einseitigen Berichterstattung der deutschen Medien, dann ein ausführlicher Beitrag über die Propaganda der russischen Medien und deren internationalen Ableger.

A,TS,E

Zapp

zus.17

8

20.3.14

In Sewastopol übernehmen russische Soldaten die Marinebasis der ukrainischen Marine. - In Donetsk werben pro-russische Aktivisten für ein Referendum. - Die Duma beschließt die Wiedereingliederung der Krim. - US-Regierung und EU beschließen eine Ausweitung der Sanktionen gegen die russische Führung. Diverse Rüstungslieferungen aus Europa werden gestoppt. - Im Bundestag hetzt und droht Merkel gegen Rußland, nur Gysi ist gegen die unsinnigen Sanktionen.

A,TS,E

zus.16

21.3.14

Feuerwerk und Jubelfeiern in Moskau wegen der Heimkehr der Krim. Neue Verträge zwischen EU und den Kiewer Putschisten. Betrachtungen zu Sanktionen und wirtschaftlichen Folgen.

A,TS,E zus.14
19.4.14 Der Faschist Vladimir Schirinovski dreht im Parlament durch und hetzt seine Leibwächter auf eine Journalistin um sie zu vergewaltigen.

E

2
31.3.15 Nato / Russland : Die US-Armee führt in Osteuropa ein Großmanöver zur Abschreckung Rußlands durch. RT berichtet über Proteste von Bewohnern. Marcus Papadopoulos sieht in den Manövern eine gefährliche Provokation.

RT

3

19.6.16 Bei Fareed Zakarias "GPS" eine ganze Sendung über Rußland, darin u.a. ein sehenswertes Interview mit Präsident Putin. Aufgehoben habe ich das Stück über die Entstehungsgeschichte von Schostakovitschs 7. Symphonie. Er schrieb sie während der Belagerung von Leningrad durch die Naziarmee, bei der von 1941 bis 1944 etwa eine Million Menschen starben. Das Werk ist eine Ode an den Widerstandsgeist des Volkes. Es wurde am 9.8.1942 erstmals in Leningrad aufgeführt und mit Lautsprechern an der Front abgespielt, um die deutschen Soldaten zu demoralisieren.  ¤

C

5

14.5.17 In Moskau demonstrieren Tausende Menschen gegen den Plan der Regierung, Tausende von alten Plattenbauten abzureißen und stattdessen für eine Million Menschen neue Wohnviertel zu bauen. Die Bewohner wollen aber nicht aus ihren guten und billigen Wohnungen ausziehen. Bei AJE berichtet Stefanie Dekker aus Moskau.  ¤

A,E

zus.4
                 
19.5.17 Bei n-tv noch ein Bericht (von Andreas Mitzkus) über die Pläne, in Moskau 4500 alte Wohnblocks abzureißen. Die Bewohner sind wütend und demonstrieren gegen das Vorhaben.

n-AR

5

9.8.20 BelArus : In Belarus (Weißrussland) läßt Dauerpräsident Lukaschenko sich wiederwählen. Der Andrang ist enorm, offensichtlich weil diesmal eine glaubwürdige Oppositionskandidatin angetreten ist. Nachdem abends ein angebliches Wahlergebnis von 81 Prozent für Lukaschenko verkündet wird, gibts es laute Proteste gegen die offensichtliche Wahlfälschung. In Minsk errichten Demonstranten Barrikaden, es gibt schwere Zusammenstöße mit Lukaschenkos Polizei. A,B,TS,E zus.13
                 
10.8.20 BelArus : Noch ein Bericht über die Proteste gegen die Wahlfälschung. TS 2
13.8.20 Belarus : Die Proteste gegen das "Wahlergebnis" dauern im ganzen Land an und weiten sich immer mehr aus. In Minsk bilden tausende Frauen eine Menschenkette. Manche Betriebe streiken. Es gibt einige Videos von Polizisten, die den Dienst quittieren. In vier Tagen wurden etwa 7000 Menschen verhaftet und sitzen ohne Nahrung in überfüllten Gefängnissen. Bei AJE berichtet Step Vaessen aus Minsk, teilweise live. Im heute-journal spricht Claus Kleber mit Maria Kalesnikava, einer der drei Wortführerinnen der Opposition. A,arj,hj zus.20
14.8.20 Die Proteste wachsen weiter an, in zahlreichen Fabriken wird gestreikt. Das Regime hat einen Teil der 7000 bei den Demos Verhafteten freigelassen. Viele von ihnen berichten, daß sie im Gefängnis von Soldaten mißhandelt wurden. Andererseits gibt es weitere Videos von Verbrüderungsszenen der Demonstranten mit Soldaten und Polizisten. Einige Berichte. Bei Euronews ein Beitrag über die Hauptrolle der Frauen in dieser Revolution. Frauen, von denen Diktator Lukaschenko sagt, sie seien nur zum Dienen da.  ¤

A,arj,TS,hj,E

zus.15
           
15.8.20 Am siebten Tag in Folge demonstrieren Zigtausende friedlich gegen Lukaschenkos Wahlbetrug. Die Polizei hält sich seit zwei Tagen deutlich zurück, es gibt keine Konfrontationen mehr. International hat Lukaschenkos nur bei Putin Rückhalt. - Bei AJE berichtet Step Vaessen aus Minsk, Einschätzungen von Julia Korosteleva.

A,arj,TS,hj

zus.14
16.8.20 Belarus : Das Regime veranstaltet eine eigene Kundgebung in Minsk zu Lukaschenkos Unterstützung. Dazu wurden Staatsbedienstete aus dem ganzen Land zusammengekarrt, immerhin etwa 5000. Nicht weit entfernt demonstrieren gleichzeitig etwa 20-mal so viele Leute gegen Lukaschenko.

A,B,arj,TS,hj

zus.15
           
17.8.20 Belarus : Die Massenproteste und Streiks dauern an. Diktator Lukaschenko will eine Rede vor Fabrikarbeiter*innen halten, wird von diesen aber ausgebuht, und räumt das Feld. 

A,B,arj,TS,hj

zus.15
           
18.8.20 Belarus : Proteste und Streiks dauern an. U.a. demonstrieren Hunderte in Minsk vor dem Gefängnis, in dem der Oppositionsführer Sergei Tikhanovsky (der Mann von Svetlana Tikhanovskaya) inhaftiert ist. 

A,arj,TS

zus.7
19.8.20 Belarus : Weiter Proteste und Massenstreiks, Forderungen nach einem landesweiten Generalstreik. Die EU-Außenminister erklären, daß sie das Wahlergebnis "nicht anerkennen". Bei AJE zwei Berichte.

A

6

23.8.20 Belarus : In Minsk demonstrieren wieder über 100.000 Leute friedlich gegen Präsident Lukaschenko und verlangen seinen Rücktritt. Lukaschenko läßt sich unterdessen dabei filmen, wie er bewaffnet mit einem Sturmgewehr herumläuft.  ¤

A,B,arj,TS,hj,E

zus.16
           
30.8.20 Belarus : Erneut demonstrieren in Minsk Zehntausende gegen das Lukaschenko-Regime. Die Polizei verhaftet diesmal mehrere hundert Leute, u.a. auch zahlreiche ausländische Reporter. A,arj,TS,E zus.8
13.9.20 Belarus : In Minsk demonstrieren wieder etwa 100.000 Leute gegen Lukaschenko. Paramilitärische Polizeitruppen greifen sich mehrere hundert Leute und verhaften sie, teilweise auf sehr brutale Weise.

A,TS

zus.4
           
23.1.21 Russland : In zahlreichen Städten Russlands demonstrieren zigtausende Leute gegen die Verhaftung von Alexei Nawalny. Der rechtspopulistische Politiker war letztes Jahr vermutlich vom russischen Geheimdienst vergiftet worden und danach in Deutschland behandelt worden. Bei seiner Rückkehr wurde er sofort verhaftet. Er hatte zuletzt in einem Video die angebliche Korruption von Präsident Putin angeprangert. Die Polizei geht massiv gegen die Demonstranten vor, mindestens 3000 werden festgenommen.

A,B,arj,TS,E

zus.11
           
24.1.21 Beitrag von Ina Ruck über Putins geheimen Luxus-Palast mitten in einem Naturschutzgebiet am Schwarzen Meer. Laut Nawalny wurde er mit Schmiergeldern finanziert. Jedenfalls wurde jede Berichterstattung darüber jahrelang blockiert. Jetzt behauptet die russische Regierung einfach, das sei eine Lüge, und Putin habe dort keinen Palast.  WS

9

           
31.1.21 Erneut demonstrieren im ganzen Land Zigtausende gegen Putin und für die Freilassung von Alexei Nawalny. Die Polizei reagiert erneut teilweise sehr brutal, mehr als 5000 Demonstrant*innen werden festgenommen. A,TS zus.7
           
24.2.22

24.2.22 frühmorgens: "Russia attacks Ukraine."  Russland hat an mehreren Fronten einen massiven militärischen Angriff auf die Ukraine begonnen. Es gibt Luftangriffe auf mehrere ukrainische Städte, bei Odessa im Süden landen Marinetruppen vom Meer aus. Ausführliche Infos bei AJE, BBC und CNN, erste Infos bei Euronews. Bislang kaum Bilder.  ¤

A,B,C,E

zus.17
                 
24.2.22

 

Russland beginnt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. An mindestens vier Fronten sind russische Truppen einmarschiert, sämtliche Städte werden aus der Luft angegriffen oder mit Raketen beschossen. Ein Hauptangriffsziel ist offenbar die Hauptstadt Kiew - dort sind in der Nähe anscheinend Fallschirmjäger gelandet. Russische Truppen haben die Sperrzone um die Atomruine Tschernobyl besetzt, warum auch immer. - Einziges Thema bei allen Sendern. Mit Abstand die besten Berichte mal wieder bei AJE, während bei CNN immer dasselbe Zeug von mindestens 30 Reportern und Experten durchgekaut wird. Alles NNA)*  ¤¤

Bei AJE auch Einschätzungen von Marwan Bishara: der Westen wird außer Wirtschaftssanktionen nichts unternehmen. Niemand wird wegen der Ukraine einen Atomkrieg und die gegenseitige Vernichtung riskieren. Russlands Hauptziel ist es nicht, die Ukraine zu besetzen, sondern den Westen zu zwingen, Russland wieder als europäische Großmacht zu behandeln.  ¤

A,B,C

R,TS,E

zus.33

zus.19

                 
26.2.22

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Desinformation durch die russischen Medien, die auch dazu beigetragen hat, daß im Westen kaum jemand glauben wollte, daß Russland wirklich angreifen würde.

A

4

           
27.2.22

In den russischen staatlich kontrollierten Medien wird der Krieg gegen die Ukraine einfach geleugnet. Trotzdem gibt es in zahlreichen russischen Städten Proteste gegen den Krieg, die aber sofort und brutal unterbunden werden. Insgesamt sollen dabei 2500 Menschen verhaftet worden sein.  ¤

A,TT zus.5
                 
2.3.22

Die EU-Kommission verbietet ab sofort die Ausstrahlung des russischen Nachrichtensenders RT (sowie auch von "Sputnik"). Man wirft dem Sender Propaganda und Lügen vor. Man kann RT weiterhin über die Homepage des Senders (rt.com) sehen. - Ich halte die Entscheidung der EU für falsch. Auch wenn die einseitige und verlogene Berichterstattung zum Krieg gegen die Ukraine wirklich übel ist - ich habe sie bisher einfach ignoriert : es ist immer gut, auch die Sicht der anderen Seite zu erfahren. Und man bringt mit dem Verbot auch kritische Stimmen zum Verstummen, die keineswegs immer auf Putins Linie liegen, wie den Journalisten Afshin Rattansi ("Going Underground") und eine der weltweit besten Satiresendungen, "Redacted Tonight" mit Lee Camp. Wenn man unbedingt Lügen und Volksverhetzung verbieten will, könnte man lieber bei "BILD-TV" anfangen.

hj 1/2
5.3.22

Im "Listening Post" ein Beitrag über den Informationskrieg um den Ukraine-Krieg. Putin weist mit Recht auf faschistische Gruppen in der ukrainischen Armee hin, übertreibt aber deren Bedeutung. Seine Klagen über die Expansion der NATO werden auch von westlichen Beobachtern geteilt. CIA-Direktor William Burns sprach schon 2019 von "unnötigen Provokationen" des Westens.  ¤

A 11
           
12.3.22

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medien in Russland, die den Krieg nichtmal einen Krieg nennen dürfen. Alle kritischen Stimmen werden zum Schweigen gebracht, auch die Sozialen Medien dienen nur noch zur Überwachung der Bürger.

A 11
           
13.3.22

Bei Protesten gegen den Krieg sind in zahlreichen russischen Städten zusammen mehr als 800 Menschen festgenommen worden. U.a. wird in Moskau eine Frau verhaftet, die ein weißes Plakat ohne Text hochgehalten hatte.  ¤

In deutschen Städten gibt es erneut große Demonstrationen gegen Putins Krieg. Die größte Kundgebung ist wohl in Stuttgart mit 35.000 Teilnehmern. Forderungen nach einem Importstopp für Brennstoffe aus Russland. - Proteste auch weltweit, u.a. in New York

A,TS,NC

A,TS,E

zus.7

zus.6

                 
14.3.22

 

In der Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehens hält eine Frau ein Plakat gegen den Krieg ("Kein Krieg! Glaubt der Propaganda nicht! Hier werdet ihr belogen.") in die Kamera. Die Sendung wird unterbrochen, die Frau verhaftet. Es handelt sich um die Journalistin Marina Ovsyannikova, die zuvor ein Video aufgenommen und ins Internet gestellt hat, in dem sie ihre Aktion begründet: "Der Krieg gegen die Ukraine ist ein Verbrechen, Russland ist der Aggressor, und die Verantwortung dafür trägt allein ein Mann: Vladimir Putin. Mein Vater ist Ukrainer, meine Mutter Russin, und sie waren niemals Feinde. Russland sollte sofort diesen Bruderkrieg beenden. Ich habe leider die letzten paar Jahre für diesen Sender gearbeitet und die Propaganda des Kreml verbreitet, wofür ich mich jetzt schäme. (...) Geht zu den Protesten. Habt keine Angst. Sie können uns nicht alle verhaften." - Auch alle deutschen Sender melden die Aktion und zeigen Bilder davon. Den ganzen Text der Videobotschaft bringen aber nur AJE, CNN und Sky News, teils als OT mit englischen UT, teils mit Voice-Over-Übersetzung.  ¤¤

A,C,Sky

 

zus.5

 

           
15.3.22

Die Journalistin Marina Ovsyannikova ist wegen ihrer Protestaktion 14 Stunden lang verhört worden und wurde dann zu einer geringen Geldstrafe verurteilt. Ihr droht weiterhin eine langjährige Haftstrafe wegen "Verbreitung von Falschnachrichten". Unterdessen werden in Moskau Leute verhaftet, die ein kleines Schild hochhalten, auf dem nur steht: "Zwei Worte"

A

8

           
2.4.22

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Schwierigkeiten der russischen Propaganda, das militärische Desaster in der Ukraine als Erfolg zu verkaufen, und das Interview, das der ukrainische Präsident Zelensky drei russischen TV-Sendern gegeben hat.  ¤

A

10

           
3.4.22

 

 

Beim "Bericht aus Berlin" ein Beitrag über die Rolle von Steinmeier (früher als Schröders Kanzleramtschef und Außenminister, dann als Bundespräsident) beim langjährigen Kungeln mit Russlands Diktator Putin. Man glaubte, mit guten Handelsbeziehungen, also mit dem Kauf von russischem Öl und Gas, könne man dessen Politik beeinflussen. Was spätestens seit der Annexion der Krim als Irrtum hätte erkannt werden müssen. Einige deutliche Worte dazu von Marina Weisband und Ralf Fücks.  ¤

Ich muß zugeben, daß auch ich (wenn auch aus anderen Gründen) bis vor Kurzem nicht wahrhaben wollte, um was es sich bei Putins Regime handelt. Mit dem 24.2.22 sind diese Illusionen zerplatzt, und ich muß Einiges neu einordnen. Ein Bundespräsident sollte den Mut und die Charakterstärke haben, seine früheren Fehler offen und deutlich einzugestehen. Beides fehlt dem Mann. Wie ich neulich (12.2.) zu seiner Rolle beim Fall Murat Kurnaz schrieb: "Herr Steinmeier war bereits 2002 darüber informiert, daß Kurnaz unschuldig ist, hat sich aber nicht für dessen Freilassung eingesetzt. Er hätte ihm vier weitere Jahre im Foltergefängnis ersparen können. Mit einem solchen politischen Fehlverhalten kann man trotzdem Außenminister werden. Daß Steinmeier sich aber bis heute weigert, seinen Fehler einzugestehen und sich bei Murat Kurnaz zu entschuldigen, zeigt, daß er charakterlich ungeeignet ist für ein Amt wie das des Bundespräsidenten." 

ARD

 

 

6

 

 

           
5.4.22

Beitrag von Demian von Osten über die Lügenpropaganda der komplett gleichgeschalteten russischen Medien.

TT 3
           
7.4.22 Bei "Amanpour" spricht Hari Sreenivasan mit Prof. Jason Stanley (Autor von "How Fascism works - The Politics of Us and Them") über "Putins Faschismus" und auch über den Faschismus von Putins Freunden bei den evangelikalen US-Rechten.  ¤

C

18

           
12.4.22 Ein Bericht über Kundgebungen von Putinfreunden in Deutschland, vorzugsweise per "Autokonvoi", und über die Lügenpropaganda russischer Kanäle für Deutsch-Russen. Eklig. frontal 4
15.4.22

Beitrag über die Kriegspropaganda der russischen Medien.  (NNA)*  ¤

TT 3
           
20.4.22 Anderson Cooper spricht mit Nadya Tolokonnikova (Aktivistin von Pussy Riot) über den Schurken Putin, die Korruption in Russland und die Folgen der Sanktionen.  - Das folgende Gespräch der beiden ist schon drei Wochen alt und war etwas interessanter. Ungeschnittene Version bei Twitter. C 5
           
29.4.22 BRD / Russland : Jan Böhmermann ("ZDF Magazin Royale") über Putins nützliche Idioten in Deutschland. Von Sevim Dagdelen über die AFD bis zum Kanzlerberater Jens Plötner. Die deutsche Gesellschaft als Schlachtfeld des russischen Propagandakrieges. Spannende Fakten, interessante O-Töne, brillante Darstellung.  ¤¤

ZDF

22

           
2.5.22

 

Ein beliebter Trick von Faschisten ist es, ihren Gegnern genau das vorzuwerfen, was sie selber tun. So z.B., wenn die AFD-Nazis Antifaschisten "Links-Faschisten" nennen. Russlands Kriegspropaganda begründet den Angriffskrieg gegen die Ukraine damit, dort seien "Nazis" an der Macht. Russlands Außenminister Lavrov hat sich jetzt mit einem klassischen Antisemitenspruch selbst entlarvt: auf die Frage, wie denn die Ukraine ein Naziland sein könne, wenn deren Präsident selber Jude ist, meinte er: das habe gar nichts zu bedeuten: oft seien die schlimmsten Antisemiten selbst Juden, und Hitler habe wohl auch "jüdisches Blut" gehabt (bzw. er sei jüdischer Abstammung gewesen - die Übersetzungen unterscheiden sich leider). Heftige Proteste in Israel gegen diese offen antisemitischen Äußerungen. - Kurze Berichte bei den internationalen Sendern. Den OT von Lavrov hat leider nur Sky News. Bei den deutschen Sendern nur Meldungen. Dabei schafft es kein einziger Sprecher, den in sich bereits rassistischen Ausdruck "jüdisches Blut" als solchen zurückzuweisen. Als wenn das Blut tatsächlich irgendetwas mit der Abstammung zu tun hätte, als ob das normales Reden wäre, als ob man jemand noch ernstnehmen dürfte, der solche Worte benutzt. (Wie gesagt, vielleicht hat er auch "Abstammung" gesagt, was am antisemitischen Gehalt des Satzes nichts ändern würde.)  ¤

A,C,Sky,arj,
TS,hj,h+,E

 

zus.12

 

                 
3.5.22

Beitrag von Joachim Bartz u.a. über die russische Söldnertruppe "Wagner" und deren Kriegsverbrechen in der Ukraine, Syrien, Libyen, der ZAR und diversen weiteren Staaten Afrikas. Gegründet wurde die staatlich finanzierte Mörderbande 2014 von dem Neonazi und Geheimdienstler Dmitry Utkin.

frontal

9
4.5.22

Über die orthodoxe Kirche in Russland und ihre Unterstützung für Putins Krieg.  (NNA)*

arj

3

5.5.22

Laut dem israelischen Premierminister hat sich Putin bei ihm für die antisemitischen Äußerungen seines Außenministers Lavrov "entschuldigt".

A,E

zus.2

6.5.22

Anderson Cooper spricht mit Stuart A. Thompson (NYT) und Steve Hall (Ex-CIA) über deren Analysen der Kriegspropaganda im russischen Fernsehen. Die wirkliche Kriegslage, die eigenen Verluste, selbst der Verlust von Kriegsschiffen, alles wird einfach verschwiegen oder schöngelogen.  ¤

Isa Soares spricht mit David Scheffer (Ex-Beauftragter der US-Regierung zum Thema Kriegsverbrechen) über den wachsenden Berg von russischen Kriegsverbrechen, laut Zählung der ukrainischen Staatsanwaltschaft fast 10.000 Fälle in 70 Tagen. Offenbar kümmern die Russen sich nicht um die offenkundigen Belege, als brauchten sie sich keine Sorge machen, dafür jemals belangt zu werden. Notfalls bleibt dem Kreml immer noch die nukleare Erpressung.  ¤

C 13
           
8.5.22

Der britische Journalist Paul Mason ("Faschismus und wie man ihn stoppt") über die Wiederkehr des Faschismus. Die Hindunazis in Indien, Bolsonaro, Trump, Putin. "Der Faschismus konnte zurückkehren, weil das System in dem wir leben in die Krise geriet, Es sind aber nicht einfach die Verlierer des Hyper-Kapitalismus, die Opfer wachsender Ungleichheit, die sich jetzt wütend den Faschisten und ihren Wegbereitern zuwenden, sagt Mason. Nein, es seien gerade auch die Gewinner dieses Systems."    ¤

ttt 8
           
9.5.22

Hauptthema bei allen Sendern sind die Feiern zum 9.5. (Tag des Sieges über Nazideutschland) in Moskau. Gewaltige Militärparade (allerdings ohne Flugzeuge, warum auch immer), und Putin rechtfertigt erneut den Angriffskrieg gegen die Ukraine, den er mit einem angeblich drohenden Angriff der NATO und angeblichen "Nazis" in der Ukraine begründet. Wobei eigentlich genau das seine Schwäche zeigt: daß er sich immer noch gezwungen sieht, sein kriminelles Handeln zu rechtfertigen.

A,TS zus.7
10.5.22

Bericht über die Entwicklungen rund um Kaliningrad. (NNA)*  ¤

A

3

10.5.22

Der Historiker Timothy Snyder über Putins faschistische Ideologie.  ¤

hj

5

           
11.5.22

Die Musikerin und politische Aktivistin Maria Alyokhina von "Pussy Riot" ist bei einer abenteuerlichen Flucht aus ihrem Hausarrest in Moskau entkommen und über Belarus nach Litauen gelangt. Anderson Cooper spricht mit ihr über diese Geschichte und über Putins menschenverachtende Politik, die man nur mit der der Nazis vergleichen kann.  ¤

C

9

           
11.5.22

Der frühere Wagner-Söldner Marat Gabidullin schildert in seinen Memoiren die regelmäßigen Verbrechen der Wagner-Bande im Auftrag des Kreml. Er sagt, die russischen Soldaten waren völlig überrascht, als sie in der Ukraine auf einmal einer "richtigen Armee" gegenüberstanden.

E

1

           
13.5.22

Nach der Flucht von Maria Aljochina sind die Musikerinnen der Punkband Pussy Riot nun alle im Ausland und beginnen in Berlin eine Europatournee. Sie rufen den Westen auf: hört auf, Öl und Gas zu kaufen!

ktzt

5

15.5.22

 

Noch ein Beitrag über die Widerstandsaktivistinnen der Punkband Pussy Riot. Maria Alyokhina: "Russland ist jetzt wie bei Orwell, eine dunkle, faschistische Horrorvision. Der Putinismus hat das Land gekapert." - "Der Westen hat Putin aufgerüstet und seine aggressiven Ambitionen unterschätzt, auch noch nach der Annexion der Krim 2014. Es gab hunderte und tausende Menschrechtsorganisationen, Künstler wie uns, Politiker wie Alexeji Nawalny, die in diesen acht Jahren immer wieder davon sprachen, warnten, daß Putin sich mit der Krim nicht zufriedengeben würde. Jetzt, wo das Blut schon in die Erde gesickert ist, gibt es endlich Reaktionen. Es wäre ohne dieses Blut gegangen, ohne den furchtbaren Preis, den die Ukraine dafür zahlt, dass nun auch der Letzte begreift, wer Putin wirklich ist." "Als erster Schritt muss ein Tribunal stattfinden – nicht nur Putin muss vor Gericht, sondern alle Verantwortlichen, besonders seine Propagandisten. Sie alle sind Kriegsverbrecher und sie müssen verurteilt werden."  ¤

ttt

 

6

 

           
18.5.22

"Wie tickt Wladimir Putin?" - Ein Psychogramm des eiskalten, skrupellosen, gewalttätigen, cholerischen KGB-Offiziers Vladimir Putin. (Von Bernd Reufels)  ¤

auslandsjnl

7

23.5.22

Der langjährige russische Diplomat Boris Bondarev ist von seinem Posten bei den UN zurückgetreten, aus Protest gegen und Scham über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ausführliche Infos von Nic Robertson bei CNN, ein Bericht bei Euronews. - Bei Euronews außerdem ein ausführlicher Bericht über Repressalien gegen Kriegsgegner in Russland.  ¤

C,E zus.9
                 
23.5.22

Bericht über die feministische Protestband Pussy Riot und ihre Europatournee, und Ingo Zamperoni spricht im Studio mit den Dreien, Maria Aljochina, Diana Burkot und Olga Borisova. Aljochina fordert, Putin beim ICC in Den Haag vor Gericht zu stellen.  ¤

Auch bei "Spiegel-TV" ein Beitrag über den "Alptraum für eher kleingewachsene gottesfürchtige Diktatoren". Am Ende düstere Einschätzung des Bandmanagers Aleksander Cheparuhkin: "Putins Drohung mit Atomwaffen ist keine Erpressung, sondern sein innigster Wunsch, seine wahre Leidenschaft. Er ist von einem skrupellosen Erpresser zu einem paranoiden Monster mutiert."  ¤

TT

Spiegel-TV

8

9

           
25.5.22

Isabelle Tümena berichtet über den Widerstand in Russland gegen den Krieg, von Spontandemos über gemalte Parolen bis zu Brandanschlägen auf Militäreinrichtungen. Auch wenn wohl eine Mehrheit immernoch den Faschisten Putin unterstützt - die Unzufriedenheit wächst.  ¤

auslandsjnl 7
4.6.22

Im "Listening Post": "Russia vs Ukraine - The Fog of Propaganda and Disinformation" - Eine Timeline der beiderseitigen Kriegspropaganda seit Januar. (Das meiste sind Ausschnitte aus früheren Beiträgen im "Listening Post".)  ¤

A 25
           
4.6.22

Lev Gudkov, Leiter des unabhängigen Levada-Meinungsforschungsinstituts in Moskau über die Manipulationen und Kriegspropaganda der russischen Medien. Der Trick, den Gegner zum Bösen zu erklären bzw. zu "Nazis".

E 2
           
4.6.22

Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Senegals Präsident Macky Sall, hat Putin in Moskau besucht und sich über die drohende Hungersnot als Folge des Ukraine-Krieges beklagt. Putin behauptet, Russland würde die Getreideexporte der Ukraine gar nicht blockieren, vielmehr habe die Ukraine selbst ihre Häfen vermint. (Am Vortag gab es dazu schon einige Berichte bei anderen Sendern.)

E 2
           
8.6.22

"Extra 3" über den Oberguru der Russisch-Orthodoxen Kirche, "Patriarch Kyrill", einen alten KGB-Kumpel von Putin, der seinen Kirchenjob für allerlei kriminelle Nebengeschäfte nutzt und Putins Verbrechen den nötigen geistlichen Segen erteilt. Kyrill sagt, Russland sei nur in der Ukraine einmarschiert, um das Land vor "Schwulenparaden" zu schützen.   ¤

NDR

4

9.6.22

Für Leute, die immer noch an Verhandlungen mit Putin glauben, hat dieser klargestellt, daß das Gerede vom "Schutz gegen die Bedrohung durch die NATO" nur Propaganda ist. In einem Vortrag vor Jugendlichen vergleicht Putin seine Rolle mit der Peters des Großen, der andere Länder eroberte um sein Land zu vergrößern. Genauso würde er jetzt Land "zurückholen" um Russland zu stärken.  ¤

B,E zus.2
           
12.6.22

Fareed Zakaria ("GPS") stellt fest, daß nicht China, sondern Russland die größte Bedrohung für die Welt (bzw. die USA) darstellt. Nicht unbedingt durch seine militärische Stärke, aber durch seine offensichtlich gewordenen Absichten.

C 6
           
15.6.22

Fred Pleitgen (CNN) berichtet von einer bizarren Pressekonferenz des russischen Außenministeriums, bei der eine Sprecherin alle Vorwürfe mit dem Hinweis abblockt, die USA würden sowas ja auch machen. Putins Ex-Präsident Medwedew hat geäußert, in zwei Jahren werde es womöglich gar keine Ukraine mehr geben.

C 3
16.6.22

Steve Rosenberg spricht in Moskau mit Außenminister Lavrov. Der leugnet, daß Russland die Ukraine angegriffen hat. Vielmehr sei es ein krimineller Akt des Westens gewesen, die Ukraine in die NATO zu ziehen. Und einiges zynisches kriminelles Gerede mehr.

B 3
           
17.6.22

Putin verurteilt in einer Rede vor Wirtschaftsvertretern die Sanktionen des Westens und behauptet, der Westen würde sich damit vor allem selbst schaden. Seltsam, daß alle Sender den Diktator und Massenmörder immer noch als "Präsident" titulieren.

TS,h+,E zus.7
20.6.22

Litauen blockiert entsprechend den Sanktionen der EU den Transport bestimmter Güter über die Bahnlinie zwischen Russland und Kaliningrad. Russland protestiert und droht mit unbestimmten Konsequenzen.

A,TS,E zus.5
21.6.22

Mehr über die Spannungen um die Teilblockade Litauens gegen Kaliningrad und die russischen Drohungen.

A,arj,TS zus.8
21.6.22

Fred Pleitgen berichtet über die 76-jährige Malerin Elena Osipova, die wegen ihrer Proteste gegen den Krieg schon mehrmals verhaftet wurde, aber sich nicht hindern läßt, offen ihre Meinung zu sagen. "Putin ist nicht Russland!"

C 3
25.6.22

Im "Listening Post" noch ein Beitrag über die russische Kriegspropaganda und Desinformationskampagne ¤

A 10
                 
28.6.22

Die NATO sorgt sich über den wachsenden Einfluß russischer Söldner ("Wagner") in Afrika, wo sie derzeit in Mali, Libyen, der ZAR und im Sudan aktiv sind.

A 1
29.6.22 Georgien : Ein Bericht aus Georgien von Isabella Tümena, über die ständigen Drohungen und Provokationen Russlands, das seit 2008 zwei Provinzen besetzt hält. Georgien möchte in die EU aufgenommen werden. auslandsjnl 7
29.6.22

Die NATO hat bei einem Gipfeltreffen in Madrid eine neue Strategie beschlossen, mit der Russland als wichtigstes Sicherheitsrisiko in Europa bewertet wird. Die Truppen an den Ostgrenzen sollen massiv verstärkt und aufgerüstet werden. Finnland und Schweden werden neue NATO-Mitglieder. Bericht aus Madrid von Jonah Hull.

A 3
8.7.22

In Moskau ist ein Lokalpolitiker zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil er den Krieg gegen die Ukraine öffentlich als "Krieg" bezeichnet hat.

E 1
           
10.7.22

Ein Beitrag von Christian Semm über die schrille Kriegspropaganda im russischen TV. Der Moderator Wladimir Solowjow hetzt fast jeden Abend gegen den Westen und droht dabei Deutschland direkt mit Krieg. O-Töne.

hj 4
19.7.22

Putin traut sich erstmals seit seinem Überfall auf die Ukraine außer Landes, und zwar ausgerechnet nach Teheran, zu einem Gipfeltreffen mit Erdogan und Irans Präsident Raisi. Offiziell geht es um die Zukunft Syriens, tatsächlich aber wohl mehr um den Ukrainekrieg und den Umgang mit den Sanktionen des Westens. Diverse Berichte, bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara.

A,C

arj,TS,hj,E

zus.10

zus.11

25.7.22

Russlands Außenminister hat erklärt, Russlands Kriegsziel sei der Sturz des "Regimes" in Kiew ¤

Ein Beitrag über die Propaganda der russischen Medien. Angeblich werden immer nur militärische Ziele angegriffen, getötete Zivilisten sind eine Erfindung der westlichen Medien und der Krieg "die Militäroperation" dient nur dem Schutz der Menschen in der Ukraine, die einem Genozid durch ihr faschistisches Regime ausgesetzt sind. Etwa die Hälfte der Menschen in Russland und einige auch hierzulande glauben diesen Wahnsinn.  ¤

E

arj

2

4

25.7.22

Beitrag von Norbert Hahn über den wachsenden Einfluss Russlands in Afrika. Viele autoritäre Regierungen sympathisieren mit Russland und kaufen dort ihre Waffen ein, in mehreren Ländern sind russische Söldner aktiv. Jetzt wird der Faschist Außenminister Lawrow in Ägypten, der DRC, Uganda und Äthiopien freundlich empfangen.

TT 4
28.7.22

Vorschau auf einen Film, den CNN morgen zeigt: "Sudan's Gold, Russia's War", eine Recherche von Nima Elbagir über Russlands kriminelle Goldgeschäfte im Sudan.  

C

1

28.7.22

"Glaubenskrieger gegen das Böse" - Beitrag über die unheilige Allianz zwischen dem Massenmörder Putin und der russisch-orthodoxen Kirche unter Putins Geheimdienstkumpel Kyrill, und über deren Unterstützer im Westen, die zugleich die Hauptstütze der rechtsextremen pseudoreligiösen Bewegungen gegen Gleichberechtigung ("Anti-Gender") darstellen, wie dem "World Congress of Families". (Und die prominent auch in der neuen NRW-Landesregierung vertreten sind. Hätte man noch erwähnen können.)  ¤

Monitor 13
           
29.7.22

"Sudan's Gold, Russia's War" , eine Recherche von Nima Elbagir. Die russische Söldnerbande Wagner finanziert sich und Putins Krieg mit dem illegalen Export von Gold aus illegalen Minen im Norden des Sudan. Laut offiziellen Dokumenten hat Wagner mit Hilfe der Tarnfirma "Meroe Gold" dem sudanischen Staat letztes Jahr etwa 13 Milliarden Dollar gestohlen. Dabei mitgeholfen hat offenbar der sudanische Kriegsverbrecher General Dagalo ("Hemedti", Chef der RSF-Milizen). Der Bericht, und weitere Infos von Nima Elbagir im Gespräch mit Sara Sidner.  ¤

C

13

             
3.8.22

Ex-Kanzler Schröder hat seinen Kumpel Putin in Moskau besucht und behauptet, der Diktator wolle eine Verhandlungslösung.

C 1
3.8.22

Myanmar / Russland : Russlands Außenminister, der Faschist Lavrov, ist zu Besuch bei der regierenden Verbrecherbande in Naypyidaw und verspricht dem Militärregime weitere militärische Unterstützung.

A 1
5.8.22

Die Faschisten Putin und Erdogan beraten bei einem Treffen in Sochi über ihre gemeinsamen Wirtschaftsinteressen, Gasgeschäfte, die Ukraine und Syrien.

arj,TS zus.5
12.8.22

Die Journalistin Marina Ovsyannikova steht wegen ihrer Antikriegsproteste erneut in Moskau vor Gericht und nutzt den Termin für eine weitere Protestaktion.

C 1
16.8.22

Die russische Armee und russische Söldnerbanden rekrutieren neue Soldaten bzw. Kämpfer in russischen Gefängnissen. Man verspricht ihnen viel Geld und eine Amnestie. (CNN hat darüber auch berichtet.)

arj 3
16.8.22

Putin beschuldigt die USA, mit ihren Waffenlieferungen "den Konflikt in der Ukraine in die Länge zu ziehen".

E 1
           
21.8.22

In Moskau ist Darya Dugina bei einem offenbar gezielten Sprengstoffattentat auf ihr Auto getötet worden. Sie ist die Tochter des rechtsextremen "Philosophen" Alexander Dugin, der vermutlich das eigentliche Ziel des Attentats war, aber durch einen Zufall unverletzt blieb. Beide sind bekannte Nazis, beide hetzen seit vielen Jahren gegen die Ukraine, rufen zum Massenmord an Ukrainern auf und fordern eine Rückkehr zu den alten Grenzen der Sowjetunion. Dugin gilt als "Putins Gehirn" und soll hinter dessen Plan zur Invasion der Ukraine stecken. Die russische Führung beschuldigt die Ukraine für den Anschlag, die das zurückweist. Inzwischen hat sich eine bisher unbekannte Gruppe von russischen "Partisanen" dazu bekannt. - Diverse Berichte, bei AJE Einschätzungen von Dmitry Babich ¤

A,B,C

arj,TS,E

zus.10

zus.7

                 
22.8.22

Russlands Propaganda beschuldigt die Ukraine, hinter dem Mord an der Faschistin Darya Dugina zu stecken. Es wird ein Video veröffentlicht, das angeblich eine Ukrainerin zeigt, die angeblich an dem Anschlag beteiligt war, und die angeblich zum Azow-Battaillon gehört. Vermutungen, daß in Wahrheit der russische Geheimdienst FSB Dugina umgebracht hat.  - In der Ukraine erhöhte Alarmbereitschaft wegen möglicher russischer Terrorangriffe am Unabhängigkeitstag. - Heute nichts zum Kriegsverlauf.  ¤

A,C

arj,TS,hj,E

zus.7

zus.10

           
23.8.22

Bei der Beisetzung der ermordeten Faschistin Dugina in Moskau ruft deren Vater, der Nazi Alexander Dugin, dazu auf, den Krieg gegen die Ukraine zu verstärken. Andere fordern ganz offen, die demokratische Regierung der Ukraine ("das verbrecherische faschistische Zelensky-Regime") zu ermorden.  ¤

A,C,E zus.7
                    
31.8.22

Mikhail Gorbachev, der letzte Staatschef der UdSSR, ist mit 91 Jahren gestorben. Berühmt war der Friedensnobelpreisträger vor allem im Westen als der Mann, der Russland Demokratie und Weltoffenheit gebracht hat und den Kalten Krieg beendet hat. In Russland sehen ihn viele als Totengräber des Sozialismus in ihrem Land und als Verantwortlichen für den Zerfall der Sowjetunion. Hauptthema bei allen deutschen Sendern. Aufgehoben zwei Nachrufe bei AJE und den der Tagesschau.

A,TS zus.10
1.9.22

Der Chef des zweitgrößten russischen Ölkonzerns Lukoil, Ravil Maganov, ist beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses gestorben. Er ist mindestens der achte Öl- oder Gasmanager, der in diesem Jahr auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist, und es wird allgemein angenommen, daß sie vom FSB ermordet wurden, weil sie Putins Kriegskurs nicht vorbehaltlos unterstützt haben. Bei AJE Einschätzungen von Bill Browder, bei CNN nennt Anna Stewart in ihrem Bericht einige weitere der Manager, die angeblich Selbstmord begangen haben.   ¤

A,C zus.4
           
2.9.22

Bei CNN und arte Berichte über die Serie von angeblichen Selbstmorden bei russischen Topmanagern. Seit Beginn des Angriffskrieges sind bei russischen Energiekonzernen mindestens zehn Manager unter verdächtigen Umständen ums Leben gekommen.  ¤

C,arj zus.5
           
11.9.22

Ina Ruck berichtet am Tag der Kommunal-"wahlen" aus Petersburg. In den staatlichen Medien wird die militärische Niederlage in der Ukraine als "Umgruppierung" schöngeredet. Wer Putin öffentlich kritisiert wird für Jahrzehnte weggesperrt, Beispiel Ilja Jaschin.

TT 3
           
12.9.22

Während Putin sich versteckt und die russische Armeeführung den panischen Rückzug weiterhin als "ordentliche, geplante Umgruppierung" schönredet, gibt es in Russland zunehmend offene Kritik am Versagen der russischen Militärstrategie und teilweise auch direkt an Putin. Die Kritik kommt sowohl von Faschisten wie den ukrainischen Separatisten und dem tschetschenischen Statthalter Kadyrov als auch von liberalen Kräften wie einer Gruppe von Kommunalabgeordneten aus Petersburg und Moskau, die Putin wegen Hochverrat angezeigt haben. Diverse Berichte und Infos.  ¤

A,B,C,R,arj,Brp zus.19
           
13.9.22

Mehr über die öffentliche Kritik an Putins Kriegführung. Bei den Tagesthemen Gespräch mit dem Petersburger Bezirksabgeordneten Nikita Juferew, einem der Initiatoren der Petition, die Putins Rücktritt fordert.

A,B,TT zus.14
14.9.22

Putin äußert sich weiterhin nicht zu der schweren Niederlage in seinem Krieg gegen die Ukraine und redet lieber über Corona. In den russischen Medien wird dagegen jetzt teilweise offen darüber diskutiert, allerdings meist eher mit der Tendenz, der Ukraine nun offen den Krieg zu erklären. Berichte aus Moskau von Steve Rosenberg und Diana Magnay.  ¤

B,Sky zus.6
15.9.22

Bericht über die Kritik von russischen Lokalpolitikern an Putins Krieg. Zahlreiche Lokalabgeordnete, die für einen Antrag gestimmt haben, der Putins Amtsenthebung fordert, wurden in Schnellverfahren nur wegen dieser Stimmabgabe zu Geldstrafen verurteilt. Inzwischen haben sich 60 Abgeordnete dem Antrag angeschlossen.

arj 2
16.9.22

Bei einem Gipfel der Schurkenstaaten in Samarkand kritisiert der indische Faschist Modi den Krieg des Faschisten Putin. Dafür sei es jetzt nicht die Zeit, sagt er ihm bei einem Zweiertreffen. Putin behauptet, die russische Armee habe sich bislang zurückgehalten, aber wenn die Lage sich so weiterentwickle, werde ihre "Antwort ernsthafter" ausfallen. - Präsident Biden warnt Putin eindringlich vor den Konsequenzen, sollte er Atomwaffen einsetzen. - Bei CNN berichtet Matthew Chance über die Welle der offenen Kritik von Lokalpolitikern an Putins Krieg. Inzwischen haben mindestens 70 die Petition unterschrieben, die Putin zum Rücktritt auffordert.

A,C zus.5
           
17.9.22

Nochmal der OT von Biden aus einem CBS-Interview, in dem er Putin ernste, aber nicht weiter spezifizierte Folgen androht, sollte dieser Atomwaffen einsetzen. Einige Erläuterungen dazu von Shihab Rattansi und Einschätzungen des Historikers Alex Titov ¤

A 8
           
18.9.22

Infos aus Moskau von Steve Rosenberg über weitere Stimmen, die Putins Krieg verurteilen, darunter die bekannte Sängerin Alla Pugachewa. Später Infos dazu auch bei AJE.

B,A zus.3
18.9.22

Beitrag über den russischen Oppositionellen Arkadi Babtschenko. Früher russischer Soldat in Tschetschenien, dann Schriftsteller, seit 2015 im Exil in der Ukraine. 2018 hat er dort mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet, um russische Agenten aufzudecken. Sein neues Buch "Im Rausch - Russlands Krieg" mit teilweise prophetischen Texten aus den letzten 10 Jahren.  ¤

ttt 6
     (Video?)    
20.9.22

Noch ein Beitrag von Joachim Bartz über die russischen Lokalpolitiker, die es wagen, Putin und seinen Krieg zu kritisieren.

frontal 6
21.9.22

 

 

 

 

Putin gibt bekannt, daß er eine Teilmobilmachung der russischen Armee angeordnet hat. Etwa 300.000 Reservisten sollen eingezogen werden. Zugleich droht der Faschist der Ukraine und dem Westen mit militärischen Angriffen und verweist dabei ausdrücklich auf die "technisch überlegenen" russischen Atomwaffen. Praktisch alle Experten und Kommentatoren sind sich einig, daß die Mobilmachung erstmal kaum militärische Folgen haben wird und vor allem ein offenes Eingeständnis von Putins militärischer Schwäche darstellt. Die Drohung mit Atomwaffen wird kaum ernstgenommen.  ¤

In Russland führt die Mobilmachung zu einem Anwachsen der öffentlichen Proteste gegen Putin und seinen Krieg. Wie immer werden diese Proteste von Polizei und Geheimdienst brutal unterbunden und die Teilnehmer verhaftet. Vor allem versuchen nun aber viele Männer, das Land zu verlassen, um so der Einberufung zu entgehen. - Bei der UN-Vollversammlung antworten Präsident Biden und Andere ziemlich deutlich auf Putins Kriegsdrohungen. Später wird eine Videobotschaft von Präsident Zelensky abgespielt, in der er eine Bestrafung der Kriegsverbrecher und ein Sondertribunal gegen Putin fordert.  ¤

Hauptthema bei allen Sendern, diverse Sondersendungen. Hier die wichtigsten Zusammenfassungen und einige Hintergrundinfos. Im heute-journal Einschätzungen von Ben Hodges (Ex-US-General). - Über den aktuellen Kriegsverlauf in der Ukraine heute keinerlei Infos.

Bei "Markus Lanz" der OT von Putins Erklärung mit deutschen UT, und ein paar Anmerkungen dazu von Gerald Knaus (Politologe).

Bei CNN live der OT der Videobotschaft von Präsident Zelensky (auf englisch), die bei der UN-Vollversammlung abgespielt wurde.

A,C

R,arj,TS,hj,TT,E,NC

ZDF (OT)

C (OT)

 

zus.23

zus.40

6

27

 

                 
22.9.22

Während Russlands Propaganda behauptet, 10.000 Männer hätten sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, versuchen zigtausende Männer im letzten Moment noch das Land zu verlassen, bevor sie eingezogen werden. Riesige Staus an den Grenzübergängen, überfüllte Flughäfen. Bei CNN ein Bericht aus Moskau von Matthew Chance. - Mehr als 1300 Menschen sind bei Protesten gegen den Krieg verhaftet worden. Einige Videos von Demonstrationen. - Bei Euronews Erläuterungen zu Russlands Problemen mit den Reservisten.  ¤

A,C,R,arj,
TS,TT,E,NC

zus.27
                   
23.9.22

Die Mobilisierung sorgt in Russland weiter für Unruhe und Protest. In einigen Städten werden Anhänger des Regimes zu Gegenprotesten auf die Straße geschickt, mit Fähnchen und offensichtlich nicht wirklich aus Überzeugung. Weiterhin versuchen zigtausende junge Männer, das Land zu verlassen. An der Grenze zu Georgien gibt es kilometerlange Staus. - Der Geheimdienst hat einen weiteren Industriellen beseitigt: der Luftfahrtexperte Anatoly Gerashchenko ist in Moskau "aus großer Höhe gefallen" ¤

B,C,Sky,hj,E zus.15
           
24.9.22

Weiter Proteste und Widerstand gegen die Mobilmachung. Mehr als 700 Demonstranten wurden verhaftet. Zigtausende junge Männer versuchen, das Land zu verlassen. Völlig überfüllte Flughäfen und Grenzübergänge. - Putin hat mehrere Generäle abgesetzt und u.a. General Mikhail Mizintsev zum Vize-Kriegsminister befördert. Der Mann war hauptverantwortlich für die Belagerung und Zerstörung von Mariupol im April.  ¤

A,C,R,arj,TS,TT,E zus.23
                 
24.9.22

Im "Listening Post" ein paar Fundstücke aus dem Medienkrieg in Russland. U.a. der gefakete Anruf beim Sohn eines Putin-Vertrauten mit der Aufforderung, doch endlich der Einberufung nachzukommen. Antwort: "Ich brauche da nicht hin, ich bin schließlich ein Peskov!" Dann werde er also freiwillig antreten? "Natürlich nicht!"

"Mit offenen Karten: W. Putin: Die Sehnsucht nach dem Imperium" - Karten und Fakten über die Geschichte des russischen Imperiums seit dem Zerfall der Sowjetunion und die Beziehungen zu den anderen Nachfolgestaaten.

A

arte

3

12

           
25.9.22

Die "Teilmobilisierung" führt weiter im ganzen Land zu Protesten gegen den Krieg. In Dagestan blockieren hunderte wütende DemonstrantInnen die Straßen vor einem Rekrutierungsbüro. Auch aus Yakutien Bilder von einer sehr großen Protestkundgebung. Bilder von tausenden Autos, die sich an der Grenze zu Georgien stauen. Offenbar läßt Putin vor allem Angehörige von ethnischen Minderheiten in den abgelegenen Regionen einziehen.  ¤

A,C,hj,E zus.9
26.9.22

Der Widerstand gegen die Einberufungen zur Armee dauert im ganzen Land an. In mehreren Orten werden Rekrutierungsbüros in Brand gesteckt. Allein am Sonnabend sollen mehr als 700 Menschen bei Protesten verhaftet worden sein. Weiter kilometerlange Autoschlangen an den Grenzübergängen. Ein Sprecher des Regimes gibt zu, daß bei der Mobilmachung "Fehler" gemacht wurden. Bei CNN Einschätzungen dazu von Robert Baer: Putin ist komplett in die Ecke gedrängt. - In der Stadt Izhevsk (ca. 800 km östlich von Moskau) schießt ein Mann an einer Schule um sich und tötet mindestens 17 Menschen, größtenteils Kinder, und anschließend sich selbst. Der Täter trägt ein Hemd mit Hakenkreuz.  ¤

A,B,C

R,arj,TS,hj,TT,E 

zus.16

zus.16

                 
27.9.22

Laut AJE sind bisher etwa 200.000 Männer aus dem Land geflüchtet, um der Zwangsrekrutierung zu entgehen, davon allein 52.000 nach Georgien.

Aus den beiden Pipelines Nordstream1 und Nordstream2 in der Ostsee strömen durch Lecks große Mengen Erdgas in die Umwelt. Russland spricht von "technischen Problemen wegen der fehlenden Wartung als Folge der Sanktionen", westliche Experten gehen von Sabotage aus, wahrscheinlich durch Russland selbst.

A,C,arj,TS,E zus.17
           
28.9.22

Mehr über die Massenflucht von kriegsunwilligen Männern in fast sämtliche Nachbarländer Russlands. Und über die sabotierten Gaspipelines in der Ostsee.

A,C,ausljnl,TT,E zus.20
           
29.9.22

Allein nach Georgien sind mehr als 50.000 Männer geflüchtet, die der Rekrutierung entgehen wollen. Berichte vom Grenzübergang bei AJE (Imran Khan) und ZDF. - An den Gaspipelines in der Ostsee ist ein viertes Leck gefunden worden. Russlands Regime beschuldigt die US-Geheimdienste, alle anderen vermuten, daß es eher der russische Geheimdienst war.

A,C,TS,hj,E zus.12
           
3.10.22

Die Journalistin Marina Ovsyannikova ist aus ihrem Hausarrest in Moskau entkommen und wird nun steckbrieflich gesucht. - Bei CNN Infos von Matthew Chance (in London) über wachsende Kritik innerhalb der Führungsclique an Putins Kriegführung, meist mit der Stoßrichtung, man müsse härter gegen die Ukraine vorgehen und dort z.B. Atomwaffen einsetzen.

A,C zus.3
4.10.22

Putin behauptet, seine Mobilisierung sei ein Erfolg, und 200.000 Männer seien zum Kriegsdienst eingezogen worden. Bei CNN ein Beitrag von Melissa Bell über den desolaten Zustand der russischen Armee und ihrer Rekruten. Bei der ARD berichtet Ina Ruck aus Moskau u.a. über die wachsende Kritik von rechten Hardlinern an Putins Kriegsführung.

C,TT zus.7
5.10.22

Step Vaessen berichtet aus Berlin über den unterschiedlichen Umgang der EU-Staaten mit russischen Kriegsdienstverweigerern. - CNN meldet, daß US-Geheimdienstler davon ausgehen, daß der Autobombenanschlag auf die Faschistin Darya Dugina in Moskau am 20.8. das Werk ukrainischer Agenten war.

A,C zus.4
           
6.10.22

Auch die Wagner-Söldnerbande hat offenbar bei den Kämpfen in der Ukraine schwere Verluste erlitten. Angeblich wurden bisher 1500 von 5000 Mann getötet. Die Kampfmoral der Söldner soll auf dem Tiefpunkt sein. Bericht bei CNN.

C 4
7.10.22

Bei CNN berichtet Ivan Watson aus Kasachstan über die Massenflucht von jungen Männern aus Russland. Allein hier sind in einer Woche 200.000 Männer angekommen, die dem Kriegsdienst entgehen wollen. - Bei der Tagesschau berichtet Ina Ruck aus Moskau über Kritik von Putins Anhängern an dessen militärischen Niederlagen - gerichtet allerdings nicht gegen ihr Idol, sondern gegen untergeordnete Militärs.  ¤

C,TS zus.6
           
7.10.22

Den Friedensnobelpreis erhalten das ukrainische "Center for civil Liberties", das u.a. russische Kriegsverbrechen untersucht, der inhaftierte belarussische Menschenrechtsaktivist Ales Bialiatski und die russische Menschenrechtsgruppe "Memorial".  ¤

A,C,arj,TS,hj,E zus.23
           
8.10.22

 

 

Im "Listening Post" ein Beitrag über rechtsextreme Nationalisten wie Kadyrov und Prigozhin (Eigentümer von "Wagner"), die in den russischen Medien angesichts der militärischen Niederlagen russische Militärs verurteilen - aber niemals den Oberbefehlshaber. Die selben Leute sind es auch, die ganz offen den Einsatz von Atomwaffen gegen EU-Länder propagieren.  ¤

Im "Listening Post" außerdem ein Beitrag, der bereits vor der russischen Invasion der Ukraine entstand, über Putins Narrativ vom "großen einigen Russland" und die Aufklärung der Menschenrechtsgruppe "Memorial" über die Verbrechen dieses großartigen Russlands seit dem Stalinismus. Die Gruppe darf inzwischen in Russland nicht mehr arbeiten, gestern hat sie den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen. Der Historiker Nikita Petrov:  "Für die russische Führung ist die Geschichte ein Werkzeug, um bestimmte Ideen in die Köpfe der Leute zu bekommen. Der Staat will nicht mehr die Wahrheit über sich selbst wissen, sondern baut sich seine eigene Geschichte und arrangiert sie passend zu seinen ideologischen Zielen."  ¤

A

 

A

11

 

10

           
10.10.22

Die unabhängige Nachrichtenagentur SOTA wird vom Regime an der Arbeit gehindert und ist zur Verbreitung von Nachrichten auf den kaum zensierbaren Kommunikationsdienst Telegram ausgewichen. Bei Protestaktionen werden regelmäßig alle Teilnehmer sowie die berichtenden Journalisten verhaftet. Es gibt inzwischen aber kaum noch öffentliche Proteste.

arj 3
11.10.22

Bei arte Einschätzungen einiger Experten zur Lage in Russland. Der Historiker Sergei Medvedev: "Dies ist kein Kolonialkrieg am Rande Europas. Putin führt wie Hitler 1939 einen Krieg gegen die ganze Welt, um die Weltherrschaft. Er wird Europa niemals in Frieden leben lassen." - Bei den Tagesthemen ein Beitrag über die Hardliner, die das Versagen der russischen Armee kritisieren und ein "härteres Durchgreifen" fordern, bis hin zum Einsatz von Atomwaffen.  ¤

arj,TT zus.5
15.10.22

Meldungen: in Belgorod, nahe der Grenze zur Ukraine, haben mehrere Männer ("aus einem ex-sowjetischen Staat") ein militärisches Trainingslager angegriffen. Angeblich wurden elf russische Rekruten getötet. - In Belarus sind einige hundert russische Soldaten eingetroffen, die eine gemeinsame Grenztruppe beider Länder bilden sollen.

A,C zus.3
           
16.10.22

Ein paar weitere Infos zu dem Angriff auf ein Militärlager in Belgorod, bei dem elf russische Rekruten getötet wurden. Die Ausführenden sollen zwei Männer aus Tadjikistan gewesen sein. Der Flughafen der Stadt ist erneut von Granaten oder Raketen getroffen worden - die Ukraine bestreitet, dafür verantwortlich zu sein.

A,E zus.4
17.10.22

In Georgien sind bisher etwa 50.000 Flüchtlinge aus Russland eingetroffen, die meisten davon Deserteure. Da das Land selbst teilweise von Russland besetzt ist, werden die Männer gerne aufgenommen. Es gibt aber Befürchtungen, daß mit ihnen auch Putins Agenten eingeschleust werden.

arj 4
18.10.22

In der Ostsee haben mehrere Teams von Journalisten erstmals Bilder von den im September zerstörten russischen Gaspipelines gemacht. In drei der vier Röhren klaffen metergroße Löcher, offensichtlich die Folge von großen Explosionen. - Bei CNN ein Beitrag von Nic Robertson über den russischen Journalisten Gleb Irisov. Der frühere Offizier hat früher Putins Propaganda verbreitet, ist aber kurz nach Kriegsbeginn ins Ausland geflüchtet. Er sagt, daß die russischen Reporter schon lange die Wahrheit über den Krieg kennen, z.B. über die enormen Verluste der russischen Armee. Und er spricht über gravierende Korruption bei der russischen Armeeführung.

A,C,E zus.7
           
28.10.22

Putins Regime hat nach eigenen Angaben die Mobilisierung von 300.000 Männern abgeschlossen. 82.000 davon seien bereits im Kriegseinsatz. - Der Besitzer der Wagner-Söldnerbande, Yevgeny Prigozhin, soll seinen Präsidenten Putin wegen dessen "Missmanagement des Krieges" scharf kritisiert haben. Offenbar gewinnen Hardliner immer mehr Einfluss in der Militärführung.

C 3
           
4.11.22

Ex-Präsident Medwedew erklärt in einem Blogbeitrag, die Gegner Russlands seien Teil einer "sterbenden Welt" und Russland werde den "Herrn der Hölle" aufhalten, "welchen Namen er auch trage, Satan, Luzifer oder Iblis". Das Ziel des Westens sei der Tod, Russlands Ziel das Leben. (Irgendwo kam, daß er auch die Todesstrafe für russische Deserteure fordert.)

E 1
           
10.11.22

Ina Ruck berichtet aus Moskau über Reaktionen auf den Truppenabzug aus Kherson. Die Staatsmedien nennen es schönfärberisch "Truppenbewegungen", Putin verleiht Orden und überlässt die schlechten Nachrichten lieber Anderen. Immer mehr Frauen beklagen sich, daß man ihre zwangsrekrutierten Männer mit falschen Versprechen und ohne brauchbare Ausrüstung an die Front geschickt hat, als Kanonenfutter.  ¤

TT 4
           
11.11.22

Im russischen Geheimdienst FSB gibt es seit Putins Einmarsch in die Ukraine ernsthafte Absetzbewegungen. Etliche Mitarbeiter sind untergetaucht und versuchen, ins Ausland zu flüchten. Viele erkennen, daß Putin das Land in den Abgrund führt, und empfinden das als Verrat. Putin sieht den Geheimdienst darum als unzuverlässig an und setzt nun auf die Faschistentruppen des Tschetschenen Kadyrov und die kriminelle Wagnersöldnerbande.   ¤

ktzt 9
14.11.22

Tausende von Ehefrauen und Müttern von russischen Soldaten haben sich online zusammengetan und stellen nun politische Forderungen. Vor allem wollen sie eine offizielle Auskunft erhalten, was mit ihren Männer und Söhnen passiert ist und warum diese sterben. In Petersburg geben 20 von ihnen bei einer öffentlichen Aktion einen Sack mit Briefen der Vermissten bei der Staatsanwaltschaft ab.

arj 3
15.11.22

Ina Ruck berichtet aus Moskau über den weltweit isolierten Putin, der sich lieber um Nebensächlichkeiten kümmert als um seinen Krieg. Z.B. hat er die Niederlage in Kherson öffentlich mit keinem Wort erwähnt. Gespräch mit Sarah Pagung (Politologin bei der DGAP) über den Kaiser ohne Kleider. Ernsthafte Brüche innerhalb der russischen Führung sind noch nicht zu sehen.

TT 8
21.11.22

Ein Beitrag über Putins Privatarmee, die kriminelle Söldnerbande Wagner, und ihren Besitzer, den Milliardär und bekennenden Nazi Yevgeny Prigozhin.   ¤

Spiegel-TV 15
23.11.22

Ein Beitrag von Fred Pleitgen über russische Soldaten, die ohne Ausbildung und ohne geeignete Ausrüstung an die Front geschickt werden und sich in sozialen Medien beschweren.

C 3
24.11.22

Amnesty International beklagt in einem neuen Report die Verschlechterung der Menschenrechtslage und der Medienfreiheit in Russland seit dem Beginn von Putins zweiter Präsidentschaft 2012. Seit dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine wurde die Kontrolle der Medien weiter verschärft.

E 2
25.11.22

Bei einem sorgfältig inszenierten Termin trifft Putin einige ausgewählte Soldatenmütter, um sich als fürsorglicher und mitfühlender Landesvater darzustellen. Er erzählt den Frauen, sie sollten nicht den Medien vertrauen, die nur Lügen über Russlands "erfolgreiche Militäroperation" verbreiten würden. Frauen, die sich kritisch dazu geäußert haben, waren nicht eingeladen.

A,C,arj,hj,E zus.12
         
       

  Sender-Schlüssel

  Das Archiv (nach Themen)

  Das Archiv (nach Datum)

      HOME