Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Sudan und Süd-Sudan #2         (letzter Eintrag 17.5.13)

Sudan #1 (bis 4.12.11)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
13.12.11 Süd-Sudan : Hibatalla Morgan berichtet über neue Stammeskämpfe in Jonglei. Angeblich haben schwerbewaffnete Männer vom Murle-Stamm Nachbardörfer überfallen und mindestens 40 Menschen getötet. (Den Bericht kann man sich hier ansehen, wenn der Iran nicht gerade wieder gefiltert wird.)

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14.12.11

Mohammed Vall aus Khartum über Studenten, die mit ihrer oppositionellen Haltung noch wenig Anklang finden.

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18.12.11

Mohammed Vall berichtet aus Khartum über die wachsenden Spannungen zwischen Nord- und Süd-Sudan wegen umstrittener Gebiete an der Grenze.

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20.12.11

Meldung: der Rebellenführer George Athor (SPLA-Abtrünniger) ist getötet worden.

James Copnall berichtet aus Upper Nile (Süd-Sudan) über den Grenzkonflikt mit dem Norden. In Mabaan sind einige Zigtausend Flüchtlinge aus dem Norden in Lagern untergekommen, die Versorgungslage ist kritisch.

Infos von Donatella Rovera (Amnesty) über die Massenflucht aus der umstrittenen Provinz Abyei.

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20.12.11 Sudan / Kenia : Ein Berufungsgericht in Kenia beschließt, daß der Haftbefehl gegen Präsident Bashir bestehen bleibt. Infos von Peter Greste.

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21.12.11 Sudan / Libyen : Ein Bericht von Mohammed Vall aus Khartum über die Beziehungen Gaddafis zum Sudan. Die Ideen seines "Grünen Buches" stammten großenteils von der Bewegung der islamischen Sozialisten im Sudan. Diverse Rebellengruppen im Sudan wurden von Libyen unterstützt.

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25.12.11

Khalil Ibrahim, Gründer und Chef der Darfur-Rebellengruppe JEM, ist bei Kämpfen in Nord-Kordofan getötet worden (und angeblich etwa 30 seiner Kämpfer). Bericht aus Khartum von Mohammed Vall.

Inside Story: über Hintergründe und mögliche Folgen eine Diskussion mit Hafiz Mohammed (Justice Africa), Ishag Meki (Darfur-Aktivist) und Rabie Abdul Atti (Berater des sudanischen Informationsministers).  (NNA)*

A,JA,E

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26.12.11 Süd-Sudan : James Copnall berichtet aus Juba über die Probleme des neuen Staates nach einem halben Jahr Unabhängigkeit: Korruption, Unterentwicklung, kaum Zivilgesellschaft, aber immer noch jede Menge Optimismus.

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29.12.11 Süd-sudan : In Jonglei droht der Stammeskonflikt zwischen Nuer und Murle zu eskalieren. Nach Viehdiebstählen der Murle haben junge Männer der Nuer in den letzten Tagen mehrere Dörfer der Murle geplündert, Häuser niedergebrannt und Dutzende Einwohner getötet. Regierungsvertreter rufen zur Ruhe auf.   ¤

arj,JA

zus.4
30.12.11

Bei der BBC mehr über den Stammeskrieg in Jonglei zwischen Nuer und Murle, bei dem in den letzten Monaten schon über 1000 Menschen getötet wurden. Etwa 6000 bewaffnete Männer des Nuer-Volkes marschieren auf die Stadt Pibor, angeblich um Frauen zurückzuholen, die die Murle dorthin verschleppt haben. Bei AJE nur kurze Infos und eine Stellungnahme von UN-Sprecherin Lise Grande, die UN wollen ihre Truppe in Pibor verstärken. - Im BBC-Bericht der Hinweis, daß es solche Kämpfe um Weideland und Vieh schon immer gab, und daß es erst durch die Verbreitung moderner Waffen zu dieser grausamen Eskalation kam.  ¤¤

A,B

zus.3

           
1.1.12

6000 bewaffnete junge Männer des Lou-Nuer-Volkes belagern weiter die Stadt Pibor, die sie zeitweise besetzt hatten. Zehntausende Zivilisten (Murle) fliehen von dort, UN und Regierung schicken mehr Truppen. Die einzigen Bilder dazu sind immer noch dieselben wie im ersten BBC-Bericht vom 29.12. AJE und BBC versuchen, über Gespräche mit Beteiligten mehr zu erfahren. Im deutschen TV dagegen bisher keine Meldung, offenbar ist sowas den Redakteuren zu kompliziert und 1000 tote Schwarze nicht interessant genug. - Infos von Haru Mutasa (in Juba) und Will Ross (in Nairobi), Gespräche mit Parthesarathy Rajendran (MSF in Pibor) und Barnaba Benjamin (Informationsminister). Benjamin bestätigt nebenbei, daß die Murle (also vermutlich deren junge Männer) Frauen und Kinder der Lou Nuer entführt hatten und inzwischen zurückgegeben haben.   ¤

A,B,P

 

zus.14

 

                 
1.1.12

Bericht von Mohammed Vall über Befürchtungen, daß ausländische "Investoren" sich das beste Ackerland für ihre Kommerzprojekte schnappen ("land grabbing").

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2.1.12

 

Als erste Korrespondentin ist Haru Mutasa von AJE in Pibor eingetroffen. Sie berichtet (erst telefonisch, dann im Bericht), daß es dort immer noch Angriffe der Nuer-Männer auf Murle-Zivilisten gibt. Zigtausende Menschen sind in den Busch geflüchtet. Inzwischen sind zahlreiche Soldaten von Regierung und UN dort. Im Bericht ein paar neue Bilder, von geplünderten und ausgebrannten Häusern und ankommenden Soldaten. Bei AJE weitere Infos von Lise Grande (UN) und ein Hintergrundgespräch mit dem Experten Jonathan Temin. Bei der BBC weiter Infos von Will Ross (Nairobi).  ¤¤  Weiter kein Wort im deutschen TV zu dem Konflikt. - Dafür heute endlich in der taz ein kurzer, aber deutlicher Bericht.

A,B

zus.19
           
3.1.12

Nach UN-Angaben sind in den letzten Tagen rund um Pibor mehrere Hundert Menschen getötet worden. Der Bericht von Haru Mutasa zeigt verwundete Zivilisten in einem Krankenhaus in Juba, über 100 sind dort angekommen, fast ausschließlich Murle. Bei AJE außerdem noch ein Interview mit Informationsminister Barnaba Benjamin, der sich optimistisch zeigt, die Regierung werde das alles in den Griff bekommen. Bei CNN ein zusammenfassender Bericht über den Konflikt, unter Verwendung der bekannten Bilder von letzter Woche. Bei Press-TV ein Kurzbericht mit (neuen) Bildern von verletzten Kindern.  ¤   Weiter kein Wort im deutschen TV zu dem Konflikt.

A,C,P

 

zus.10

 

           
4.1.12

 

 

 

 

Bei der BBC kaum aktuelle Meldungen aus Pibor, Melinda Young (Save the Children, Juba) sagt nur, daß die Lage dort weiter sehr angespannt ist. Ein paar neue Bilder von UN-Hubschraubern und Truppen. Unklar, was die Nuer-Jungmänner inzwischen machen. Dann ein aktualisierter Bericht von Will Ross, u.a. von dem eindringlichen Appell von Vizepräsident Riek Machar an die Nuer-Jungmänner, mit den wechselseitigen Rachefeldzügen aufzuhören.  ¤

Bei Press-TV teilt Hibatalla Morgan (telefonisch aus Juba) mit, die Jungmänner hätten sich wohl 10 km aus Pibor zurückgezogen. Und daß ein Großteil der Soldaten selber aus dem Lu-Nuer-Volk stammen und somit wohl nicht unparteiisch seien.

Haru Mutasa erklärt in ihrem Bericht das (patriarchale) System von Viehbesitz und Brautpreisen, das schon immer zu kleineren (eher symbolischen) gewalttätigen Konflikten führte, heutzutage aber zum Anlaß für ethnischen Massenmord wird.   ¤

Und der erste Bericht im deutschen TV, in der Mittagsausgabe des arte-journals (redaktionell, mit den bekannten Bildern). Er schildert die Ereignisse seit letzter Woche ziemlich präzise, bietet aber kaum Hintergrundinfos.  -  ARD und ZDF interessieren sich weiterhin nicht für Massenmorde in Afrika.-  (Nachtrag: arte hatte schon zu Beginn, am 29.12. berichtet.)

Ein lesenswerter kurzer Hintergrundartikel von Peter Mühlbauer bei Telepolis: "Kriegsursache Brautpreis"

B,A,P,arj

 

 

 

zus.11

 

 

 

4.1.12

TV5 hat über den Krieg in Jonglei auch noch nicht berichtet, heute nur ein ganz kurzer Infofilm dazu. Dafür aber ein Bericht von Hassan Lazrag über den andauernden Konflikt im Nord-Süd-Grenzgebiet in Süd-Kordofan, wo ebenfalls Tausende Menschen auf der Flucht sind.

JA

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6.1.12

Vom Stammeskrieg in Jonglei weiter kein Wort bei deutschen TV-Sendern. Nur arte bringt wieder (in der Mittagssendung) einen Bericht mit Bildern und Zahlen zur weiter dramatischen Lage. Letzte Woche sollen dort über 3000 Menschen (fast ausschließlich Zivilisten des Murle-Volkes) getötet worden sein.  ¤

Bei AJE Gespräche mit Paul Moorcraft (Außenpolitikexperte), nicht sonderlich erhellend, und Jon Temin (Friedensforscher), der auf die gegenseitigen Mordfeldzüge beider Stämme hinweist (im Sommer sollen Murle-Jungmänner über 600 Nuer umgebracht haben). Bei CNN ausführliche Infos von Nima Elbagir (London).  Bei TV5 erstmals ein (redaktioneller) Bericht.

arj,A,C,P,JA

 

zus.15

 

7.1.12

Ein allgemeiner Bericht von Haru Mutasa zur Lage nach einem halben Jahr Unabhängigkeit, über Flüchtlinge aus dem Norden, die in ein instabiles und unterversorgtes Land zurückkehren.

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7.1.12 Sudan / Libyen : Präsident Bashir ist zu Besuch beim Übergangsrat in Tripoli.  - Angeblich will der vom ICC per Haftbefehl Gesuchte bis Sonntag bleiben und hätte somit Gelegenheit, dort auch den deutschen Komiker "Fister Filly" zu treffen.

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8.1.12

Hibatalla Morgan berichtet aus Pibor über den Krieg der beiden Völker in Jonglei, mit ein paar neuen eigenen Bildern, aber keine neuen Erkenntnisse.

Noch ein Bericht über die Flüchtlingsströme im Nord-Süd-Grenzgebiet, jetzt in der Provinz Blue Nile.

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9.1.12 Süd-Sudan : Gespräch mit Antonio Guterres (UN-Flüchtlingskommissar, in Juba) über die Lage in Jonglei. Nur sehr allgemeine Aussagen über Zahlen von Flüchtlingen (über 100.000 im ganzen Süd-Sudan).

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12.1.12

Meldung: bei neuen interethnischen Angriffen in Jonglei sind wieder mindestens 57 Menschen getötet worden, die meisten davon Frauen und Kinder.   ¤

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13.1.12

Ein zusammenfassender Bericht über den andauernden Krieg zwischen den Lou-Nuer und den Murle in Jonglei, mit ein paar neuen Aufnahmen aus Perspektive von Helfern (WFP).

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15.1.12

David Leyne berichtet über Flüchtlinge aus Darfur im Tschad, die auch nach dem Ende der Kämpfe erstmal dort bleiben wollen.

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17.1.12

Meldungen: in Jonglei sollen Mitglieder des Murle-Volkes bei einem Racheangriff etwa 50 Leute der Lou-Nuer ermordet haben, zum großen Teil Frauen und Kinder.   ¤

A,JA

zus.1

18.1.12

Noch ein kurzer Bericht (redaktionell) zu der Meldung vom Vortag über einen Racheangriff von Murle-Männern, die etwa 50 Lou-Nuer-Leute getötet haben.

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19.1.12

Beitrag über den Streit um das Öl im Grenzgebiet Nordsudan / Südsudan.

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23.1.12 Südsudan : Der Konflikt in Jonglei mit wechselseitigen Massakern und Pogromen zweier Völker geht weiter, endlich mal wieder ein Bericht von dort, von Hiba Morgan. Einige Bilder von verängstigten Zivilisten, ausführlich Aussagen von Hilde Johnson (UN-Beauftragte) bei einer Pressekonferenz, über die Notlage von über 125.000 Flüchtlingen. Die UN wollen bei Verhandlungen helfen und bei der Nahrungsmittelversorgung.

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24.1.12

Bericht über den Streit zwischen Sudan und Süd-Sudan über das Öl aus dem Süden. Der Norden will für die Durchleitung unverschämte Gebühren, der Süden stoppt die Produktion, die Leute demonstrieren. (Mehr dazu in der taz. Interessant: bei der Teilung des Landes ist der Norden allein auf den Staatschulden sitzengeblieben.)

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25.1.12

Anna Cavell berichtet aus Pibor über die humanitäre Notlage in Jonglei. Die UN haben offenbar Probleme, über 100.000 Flüchtlinge zu versorgen. Im Bericht keine Infos zu den fortdauernden ethnischen Massakern und zu Gegenmaßnahmen von Armee und UN. 

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27.1.12

Der Südsudan stellt die Ölförderung ein, nachdem Verhandlungen mit dem Norden über die Durchleitungsgebühren gescheitert sind. Beide Seiten setzen Truppen in Alarmbereitschaft. Infos von James Copnall aus Khartum.

A,B

zus.4
28.1.12

Die Regierung des Nordens erklärt, sie gehe im Ölstreit einen Schritt auf den Süden zu und gebe beschlagnahmte Öltanker frei.

B,JA

zus.2

29.1.12

Meldung: in Südkordofan (Norden) haben südsudanische Rebellen 29 chinesische Ölarbeiter entführt.

In Addis Abeba verhandeln Nord und Süd über die Verteilung der Öleinnahmen. Nazanine Moshiri informiert von dort. Euronews meldet (voreilig), es gebe eine Einigung.

A,E

zus.3
30.1.12

AJE meldet, daß es bei den Gesprächen über das Ölproblem keine Einigung gibt. - Meldung: in Warrap (Süd-Sudan) sind bei einem Viehraub 70 Menschen getötet worden.

Süd-Sudan: Stefan Maier berichtet aus Juba über Heimkehrer aus dem Norden und die Infrastrukturprobleme des neuen Staates.

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31.1.12

Bericht von Anna Cavell aus Juba zum weiter ungelösten Ölstreit zwischen Nord und Süd.

Bei arte ein allgemeiner Bericht über den Südsudan, über rückkehrende Flüchtlinge und den ethnischen Krieg in Jonglei. - AJE meldet, daß dort in Jonglei 120.000 Menschen wegen des Konflikts keine Versorgung haben und hungern.

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zus.2

1.2.12

Berichte über die Entführung von chinesischen Arbeitern in Süd-Kordofan und eine weitere Entführung von chinesischen Arbeitern im ägyptischen Sinai, die jetzt aber wieder freigelassen wurden.

E,JA

zus.3

2.2.12 Süd-Sudan : Das UNHCR warnt vor Versorgungsproblemen für Hunderttausende Flüchtlinge. Zu den Flüchtlingen in Jonglei könnten weitere kommen, wenn Khartum wegen der Grenzkonflikte Flüchtlinge in den Süden abschiebt. Bericht von Anna Cavell.

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3.2.12

Präsident Bashir sagt, Nord- und Südsudan stünden näher am Krieg miteinander als am Frieden.

Ein Bericht über die Krise in Jonglei, wo weiter Hunderttausende auf der Flucht vor Massakern sind. Valerie Amos (UN-Beauftragte) ist für drei Tage zur Visite in Pibor.

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5.2.12

 

 

Süd-Sudan

"Der Krieg der Stämme" - "Sie haben es vielleicht in den Nachrichten gesehen,..." kündigt Ute Brucker den Beitrag über den Stammeskonflikt in Jonglei an. Ja, habe ich, am 29.12. bei arte. Das war bisher der einzige Beitrag des deutschen Fernsehens über einen Bürgerkrieg, bei dem schätzungsweise 3000 Zivilisten ermordet worden sind. - Nun gut, der Bericht von Stefan Maier ist dafür hervorragend. Er zeigt die hungernden und vertriebenen Leute vom Murle-Volk irgendwo im Busch, ihre zerstörten Dörfer, die zerstörte Klinik von Pibor, ankommende Hilfslieferungen der UN. Schildert die unfassbaren Brutalitäten der gegenseitigen Massaker. Fragt ratlos, wie es dazu kommen konnte und bekommt einige vorsichtige Antworten. Das wechselseitige Stehlen von Rindern zwischen den Murle und den Lou-Nuer ist eine Folge des Brautpreissystems und hat jahrhundertelange Tradition. Daß es dabei zu Massenmorden kommt, ist aber neu und hängt u.a. mit der Verfügbarkeit von Waffen zusammen. Und einige Murle meinen, daß der Nordsudan die Lou-Nuer aufhetzt und mit Waffen beliefert, um im Süden für Unruhe zu sorgen. Belege dafür gibt es keine. Hoffnung am Schluß: der christliche Pastor ruft seine Gemeinde zur Versöhnung auf: "wir sind doch alle ein Volk."  - "Die Botschaft kommt an, denn die Menschen haben genug vom Krieg, sie wünschen sich den Frieden und ein bißchen mehr Aufmerksamkeit von der Welt draußen."   ¤¤

WS

 

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8.2.12

Nach dem Abkommen mit einem Teil der Darfur-Rebellen verkündet die Regierung dort eine neue Autonomie, bei einer pompösen Feier mit Präsident Bashir in El Fasher. Bericht von James Copnall.

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8.2.12 Südsudan : Bericht von Hibatalla Morgan über die andauernden Probleme bei der Versorgung der Vertriebenen in Jonglei. 

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11.2.12

Sudan und Südsudan haben einen Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Die Frage der Öleinnahmen bleibt offen. Infos von Harriet Martin.

Bei arte-reportage Einschätzungen von Marc Lavergne (CNRS) zur Lage in Darfur. Hunderttausende Flüchtlinge können weiterhin nicht in ihre (teilweise zerstörten) Dörfer zurückkehren.

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17.2.12 Süd-Sudan : Interview mit Vizepräsident Riek Machar über den Streit mit dem Norden um die Ölförderung und die Aufteilung der Einnahmen.

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18.2.12 Süd-Sudan : James Copnall berichtet aus Juba über den Ölstreit mit dem Norden. Obwohl dem Land die Einnahmen fehlen, unterstützen die Leute den Kurs der Regierung.

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20.2.12

Die JEM-Rebellen in Darfur haben etwa 50 zivile UN-Mitarbeiter festgehalten und jetzt wieder freigelassen. Gespräch mit Ishag Mekki (Darfur-Opferorganisation) über die Lage in Darfur nach Unterzeichnung des Friedensabkommens.

Bericht über den Krieg in Südkordofan zwischen der Nord-Armee und Süd-Rebellen. Hunderttausenden Flüchtlingen droht eine Hungersnot.

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2.3.12 Kenia  / Südsudan : Die Regierungen von Kenia, Äthiopien und Südsudan beschließen ein gemeinsames Großprojekt aus einem neuen Seehafen, Straßen, Pipelines und Eisenbahnstrecke, das vor allem dem Abtransport von Rohstoffen aus Afrika dienen wird. Nazanine Moshiri berichtet aus Lamu, wo Ölraffinerie und Hafen mitten in einem unter Naturschutz stehenden Mangrovenwald gebaut werden sollen. Auch Bauern und Fischer in der Gegend protestieren und fordern bessere Entschädigungen.

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4.3.12 Süd-sudan : Im Grenzgebiet zum Norden haben sudanische Flugzeuge angeblich zwei Ölanlagen bombardiert. Nach den Bildern aber nur leichte Schäden.  - Im Grenzgebiet zu Uganda haben Ugander das Dorf Moyo angegriffen und verwüstet, wegen eines Streits um Ackerland. (Kurzberichte) 

A,JA

zus.2

7.3.12

Der frühere UN-Beauftragte Mukesh Kapila beschuldigt die Armee des Nordens, in den Nuba-Bergen (Süd-Kordofan) schwere Kriegsverbrechen gegen Zivilisten zu begehen. Ganze Dörfer werden niedergebrannt und von Flugzeugen bombardiert. Kapila war in dem Gebiet und spricht von "Verbrechen gegen die Menschheit", begangen aus rassistischen Motiven. (OT)

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8.3.12

Inigo Gilmore berichtet aus Süd-Kordofan. Dort bekämpft die Armee vom Süden unterstützte Rebellen. Gilmore begleitet Mukesh Kapila (früherer UN-Beauftragter) und einige Rebellenkämpfer. Angeblich greift die Armee gezielt Zivilisten an. Die vorgezeigten Belege (u.a. für den Einsatz von Clusterbomben) sind nicht sehr überzeugend. Die Rebellen zeigen Koffer mit unbenutzten Landminen vor, die angeblich von der Armee stammen. CNN weist darauf hin, daß die Regierung ihrerseits den Rebellen vorwirft, Minen zu legen. 

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12.3.12

Meldungen: in Jonglei sind wieder bis zu etwa 200 Menschen bei "cattle raids" (Stammeskrieg um Land und Tiere) getötet worden, etwa 300 Frauen und Kinder wurden verschleppt.   ¤

A,B

zus.1

14.3.12 Sudan / Südsudan : Al Jazeera berichtet von Anzeichen, daß beide Seiten beim Konflikt im Grenzgebiet (vor allem in Südkordofan) jetzt nach einer diplomatischen Lösung streben.

Bei AJE und CNN Berichte von einer Senatsanhörung in Washington über die Konflikte im Sudan, bei der u.a. George Clooney von einer Reise ins Grenzgebiet berichtet und der Armee des Nordens Kriegsverbrechen vorwirft. Beide Sender zeigen Bilder von Clooneys Trip, bei AJE ein Interview mit ihm.

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16.3.12

George Clooney wird bei einer Protestaktion auf dem Gelände der sudanischen Botschaft in Washington kurzzeitig verhaftet und erhält dadurch viel Medienaufmerksamkeit für seine anschließende Erklärung (zusammen mit seinem Vater, live bei CNN), bei der er über Kriegsverbrechen der sudanischen Armee gegen Zivilisten in den Nubabergen und anderen Grenzregionen spricht. Daß es dort eine vom Südsudan unterstützte Rebellenbewegung gibt, erwähnt er nicht.

C,E

zus.9
17.3.12

Peter Greste berichtet aus dem Gebiet der Nuba in Südkordofan. Etwa 300.000 Menschen sind vor der Armee aus den Dörfern in Verstecke in den Bergen geflüchtet, wo sie Hunger leiden. Greste berichtet aus dem Ort Bran (5000 Einwohner), der von den Truppen komplett zerstört worden ist, und spricht von einer "Politik der verbrannten Erde". Gespräch mit Suliman Baldo (Center for transitional Justice). Er sieht ein typisches Schema (wie zuvor in Darfur), daß die Armee im Kampf gegen Rebellen auch gezielt die (eigene) Zivilbevölkerung angreift.  ¤¤

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18.3.12

George Clooney und John Prendergast (beide Enough Project) im Gespräch mit Fareed Zakaria (GPS) über die Kriegsverbrechen der sudanischen Armee im Grenzgebiet zum Südsudan und über die "Kony 2012"-Kampagne.

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19.3.12

Peter Greste berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wohin Tausende aus dem Kriegsgebiet Südkordofan (Nordsudan) geflüchtet sind. Das Lager liegt direkt an der Grenze und wird darum nicht von den UN unterstützt, die ein Lager 60 km weiter eingerichtet haben. - Gespräch mit Radhika Coomaraswamy (UN-Beauftragte) über die Lage im Kriegsgebiet und die Probleme bei der Hilfe für die Flüchtlinge.   ¤

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20.3.12

Peter Greste berichtet aus den Nuba-Bergen in Südkordofan (Nord-Sudan) über die Rebellenarmee der SPLA-N (wie Nord), die dort sehr offen auftritt, mit Uniformen und reichlich Artilleriemunition (Geschütze dafür sind nicht zu sehen), angeblich alles von der Armee des Sudan erbeutet. Was genau das Ziel der Rebellen ist, kann ihr General Jagod Mekwar nicht erklären, aber angeblich bekommen sie keine Hilfe vom Südsudan.  ¤

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21.3.12

Peter Greste über ein sehr karg ausgestattetes Feldhospital bei den Flüchtlingen in den Nuba-Bergen.

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26.3.12

Schwere Kämpfe zwischen Soldaten des Sudan und des Südsudan in mehreren umstrittenen Grenzgebieten. Rabie Abdul Atti (Regierungsberater Nordsudan) spricht von Kämpfen mit Rebellen der SPLA-N. 

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27.3.12 Sudan / Südsudan : Weiter Kämpfe im Grenzgebiet, vor allem in Unity-State. Infos von Peter Greste aus Juba und James Copnall aus Khartum, sowie von Gillian Lusk (Africa Confidential) und Fatoumata Lejeune-Kaba (UNHCR, Genf). Keine Bilder.

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zus.9
28.3.12

Die Kämpfe rund um die Ölfelder von Heglig (Unity State, Nordsudan) sind anscheinend vorbei. Bei AJE ein Bericht von Mohammed Vall, der erstmals vom Norden aus dorthin reisen konnte. Bilder von schweren Zerstörungen an Infrastruktur, ausgebrannte Militärfahrzeuge. Nach Aussage eines Militärs haben Truppen des Südens versucht, die Ölanlagen zu erobern, wurden aber zurückgeschlagen.  ¤ - Am Donnerstag soll es auf Vermittlung der AU in Addis Friedensgespräche geben.

Bei arte nach zwei Tagen der erste deutsche Bericht über den aktuellen Konflikt. Die ehemalige Tagesschau hat dagegen offenbar beschlossen, dieses Jahr nicht mehr aus Afrika zu berichten.

arj,A,JA

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29.3.12

Die Kämpfe an der Grenze wurden offenbar eingestellt. Beide Seiten geben sich friedenswillig und verhandeln in Addis Abeba über eine Lösung des Grenzstreits. Infos aus Khartum von Mohammed Vall und aus Juba von Nazanine Moshiri, O-Töne von Vertretern beider Staaten.

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31.3.12

In einem Bericht von Peter Greste sind erstmals Aufnahmen von den Kämpfen zwischen der Nord-Armee und den Rebellen der SPLA-N in Südkordofan zu sehen. Sowie eine Ansprache, die der Gouverneur der Provinz, Ahmed Harun, an seine Soldaten hält, in der er sie auffordert, das Gebiet zu "säubern" und dabei keine Gefangenen zu machen. Gegen den Gouverneur gibt es bereits einen Haftbefehl des ICC wegen Menschheitsverbrechen in Darfur.   ¤

Reaktionen 1. von Rabi Abdel Atti (Berater beim sudanischen Informationsminister), der meint, es handele sich um Übersetzungsfehler, 2. von Luis Moreno Ocampo (Ankläger des ICC), 3. von Prof. Paul Moorcraft (Politologe).  Sowie weitere Infos von Peter Greste (Juba) und Mohammed Vall (Khartum).

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zus.25

                       
          
2.4.12 Sudan / Südsudan : Nazanine Moshiri besucht zusammen mit südsudanischen Militärs das Grenzgebiet in Unity State, wo angeblich Flugzeuge des Nordens Ölanlagen bombardiert haben. Der Vize-Verteidigungsminister kehrt die Vorwürfe des Nordens (Stellvertreterkrieg) einfach gegen den Norden um.

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4.4.12

 

Im Grenzgebiet bombardieren Flugzeuge des Nordens Ölanlagen im Süden. Nazanine Moshiri ist Augenzeugin und spricht von MiG-Kampfflugzeugen und Antonow-Transportern (die als Bomber eingesetzt werden). Angeblich ist eine MiG-29 dabei abgeschossen worden.   ¤

Die Friedensgespräche in Addis sind ohne jede Vereinbarung beendet worden, also gescheitert. Gespräch mit Südsudans Informationsminister Barnaba Marial Benjamin , auch über die heutigen Luftangriffe. Er sagt, die Gespräche in Addis seien vom Norden einseitig unterbrochen worden, aber nicht beendet.

Mohammed Vall berichtet aus Khartum über Flüchtlinge aus dem Südsudan, die hier immer noch in Lagern leben, aber jetzt heimkehren wollen.

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zus.11

 

5.4.12

Bericht von Nazanine Moshiri, die im Grenzgebiet mit südsudanischen Soldaten unterwegs war und dabei einen Angriff von Kampfflugzeugen des Nordens miterlebte. (Durchaus glaubhaft, wenn auch kaum etwas zu sehen ist.) Weitere Angaben zu dem Vorfall von Colonel Phillip Aguer (Pressesprecher der Armee), der versichert, daß eine MiG abgeschossen worden sei. Bilder des Wracks gibt es aber nicht.   ¤

Bericht von Rosiland Jordan über das "Sentinel-Project" von Menschenrechtlern in den USA, die Satellitenbilder des Sudan auswerten und nach Belegen von Kriegsverbrechen suchen.

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7.4.12

Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über die Ölinteressen Chinas sowohl im Norden wie im Süden, die durch den Konflikt bedroht sind. Mehr Hintergrund dazu von Ex-Botschafter David Shinn.  - TV5 meldet einen möglichen Durchbruch bei Friedensgesprächen in Juba unter Vermittlung von Thabo Mbeki. Außerdem ein Bericht aus dem Grenzgebiet über die unter den Spannungen leidende Zivilbevölkerung.

A,JA

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8.4.12

Bericht von Nazanine Moshiri aus Juba über Flüchtlinge, die aus dem Norden zurückgekehrt sind. Über 500.000 sind noch im Norden und sollen sich in dieser Woche entscheiden, das Land zu verlassen oder ganz zu bleiben.

Inside Sudan: "Southern Kordofan: Unfinished Business" - Die Hintergrundsendung versucht, den Krieg in Südkordofan einzuordnen. Zunächst nochmal die Serie von Berichten von Peter Greste über die Politik der verbrannten Erde gegen die Bewohner der Nuba-Berge. Dann Gespräch mit Mustafa Osman Ismail (Berater von Präsident Bashir) und Mukesh Kapila (EX-UN-Beauftragter). Ismail gibt die Schuld am Konflikt dem Süden, der ohne Anlaß Rebellengruppen im Norden aufbaut. Auf Fragen nach Kriegsverbrechen gegen die eigene Zivilbevölkerung weicht er aus.   ¤¤

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10.4.12

Angeblich neue Luftangriffe des Nordens bei Heglig. Infos von Informationsminister Barnaba Benjamin. Nordsudan spricht von Angriffen des Südens.

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11.4.12

Weiter gegenseitige Vorwürfe über militärische Angriffe in der Gegend von Heglig (Ölfördergebiet des Nordens in Südkordofan). Infos aus Juba von Nazanine Moshiri, und aus Khartum von Harriet Martin und James Copnall. Bei der BBC Diskussion darüber zwischen Wol Mayar Ariec (Botschafter Südsudans) und Khalid al Mubarak (Sprecher der Botschaft des Sudan). Sie streiten darum, zu welchem Land Heglig gehört, wobei aber anscheinend nichtmal klar ist, um welches Gebiet es genau geht. Und beide Seiten unterstützen Rebellen auf der Gegenseite. Beide machen neue Verhandlungen vom Verhalten des anderen abhängig. - Man fragt sich, wessen Interesse hinter diesem idiotischen Stellvertreterkrieg steckt. Ein Fall für die UN und den IGH.    ¤¤

A,B

zus.16

12.4.12

Die Kämpfe um das Ölfördergebiet von Heglig gehen weiter, dabei wird angeblich auch die Stadt Bentiu (Unity State, Südsudan) von Flugzeugen des Nordens bombardiert. Infos bei der BBC von Martin Plaut, Emmanuel Roussier (MSF, Juba) und Tom Law (Herausgeber der "Sudan Tribune", London), bei AJE von Nazanine Moshiri (Juba) und Harriet Martin (Khartum), bei CNN von David McKenzie (Nairobi). Der Westen scheint sich zu einer Haltung zu entscheiden, und zwar gegen den Versuch des Südens, die Ölfelder zu annektieren. Ashton u.A. kritisieren den Süden recht deutlich.   ¤

Bei Press-TV ein eher allgemeiner Bericht über den Konflikt, von Hibatalla Morgan aus Juba.

Bei arte kam auch ein Bericht (wohl der einzige auf deutsch über den aktuellen Krieg), ist in der Hektik leider verschütt gegangen.

A,B,C,P

 

zus.16

 

12.4.12

"Sudan - Fight for the Soul of the North" - Film von Jamie Doran über die aufkommende politische Oppositionsbewegung im Sudan, spannendes Portrait eines sehr vielgesichtigen Landes. Leider NNA)*   ¤¤

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13.4.12 Sudan / Südsudan : Der Norden schickt angeblich Truppen zur Grenze, um das Heglig-Ölfeld zurückzuerobern. Infos und Bericht bei AJE von Nazanine Moshiri. Darin ist zu sehen, daß Heglig tatsächlich vom Süden eingenommen worden ist.   ¤

A,B,JA

zus.9

           
14.4.12

Der Südsudan beschwert sich über weitere Luftangriffe des Nordens. Nazanine Moshiri berichtet weiter aus Juba, mit Bildern aus dem Grenzgebiet. Telefonische Stellungnahme eines Sprechers der Nord-Armee (Col. A.K. Saad), der bestreitet, seine Truppe sei aus Heglig vertrieben worden. Infos aus Khartum von Harriet Martin und Malcolm Webb.

A,B,JA

zus.9

15.4.12

Nazanine Moshiri berichtet weiter aus Juba über den verworrenen Grenzkonflikt. Die Süd-Armee führt 14 Gefangene vor, Moshiri spricht mit einem der Nord-Soldaten. (Bilder mit angemessener Pixelung.)

A

2

           
16.4.12

Mehr über die gegenseitigen Beschuldigungen im Grenzkonflikt. Infos von Peter Greste (Juba), Harriet Martin und James Copnall (beide Khartum). Das Parlament des Sudan erklärt den Südsudan offiziell zum "feindlichen Staat".

A,B

zus.7

17.4.12

Zwei zusammenfassende Berichte (bei AJE von Sherine Tadros aus Khartum) über den Grenzkonflikt. Nichts Neues 

arj,A

zus.4
18.4.12

Der UN-Sicherheitsrat berät über Sanktionen gegen beide Länder wegen des Grenzkonflikts. Infos von James Copnall (BBC, Khartum) über neue Drohungen von Präsident Bashir gegen den Süden. Einige neue Bilder aus dem Kriegsgebiet. Es soll rund um Heglig zahlreiche Tote gegeben haben, vor allem Soldaten beider Seiten. -  Bei CNN Infos von Elizabeth Pender (Intnl. Rescue Committee, Juba) zur Lage der ca. 20.000 Flüchtlinge. Täglich kommen 400 weitere im Yida-Camp der UN an. - Auch bei Press-TV ein Bericht über die Kriegsdrohungen aus Khartum, weitere neue Bilder aus Heglig.   ¤

B,C,P

zus.10

           
19.4.12

Präsident Bashir redet in Nordkordofan vor Tausenden Leuten, droht dem Süden mit der Rückeroberung von Heglig und dem Sturz von dessen Regierung, die er als "Insekten" bezeichnet. Indessen ist das Ausland sich ziemlich einig, daß der Norden völkerrechtlich beim Streit um Heglig im Recht ist.  - Bei AJE ausführliche Berichte, teils Live-Infos von Peter Greste.   ¤

A,P,arj,E,JA

zus.21
           
20.4.12

Präsident Kiir (Südsudan) kündigt an, seine Truppen würden sich innerhalb von drei Tagen wieder aus Heglig zurückziehen. Kurz danach sagt Sudans Kriegsminister, seine Truppen hätten Heglig "befreit", in Khartum läßt Präsident Bashir sich als Sieger feiern. Was wirklich in Heglig los ist, ist unklar. Bei AJE Infos und Bericht von Peter Greste. Ein Bericht bei Press-TV verweist auf enge Beziehungen des Südens zu Israel und bewertet den Konflikt als Stellvertreterkrieg mit dem Ziel einer Destabilisierung des Nordsudans.   ¤

A,B,P,JA

zus.13

                 
21.4.12

Neue Bilder zeigen sudanische Truppen, die wieder in Heglig einrücken. -  Obama veröffentlicht eine Videonachricht, in der er beide Seiten auffordert, die Unterstützung von Rebellen auf der anderen Seite zu beenden. - Infos, Einschätzungen und Bericht bei AJE von Zeina Khodr (Khartum) und Peter Greste (Bentiu).

A,C,E

zus.11
23.4.12

 

 

 

Präsident Bashir besucht die zurückgewonnenen Ölanlagen von Heglig und gibt neue Drohungen gegen den Süden ab, Verhandlungen werde es nicht mehr geben. Bericht von Zeina Khodr (Khartum). 

Es gibt wieder Luftangriffe des Nordens auf Bentiu, Infos dazu von Peter Greste (als Augenzeuge), Bericht von James Copnall. Vier Bomben auf  zivile Ziele richten einigen Schaden an, haben aber anscheinend keine militärische Bedeutung. Zum wiederholten Mal versuchen sie mit Raketen eine Straßenbrücke zu zerstören, erneut vergeblich. (Die Bilder bieten keinen direkten Beweis für die Luftangriffe, aber beide Korrespondenten sind absolut glaubwürdig, die Berichte konsistent.) Zwei Berichte bei CNN und TV5 verwenden die gleichen Bilder.   ¤

Bei der BBC Bewertungen von Jonathan Hutson (Enough Project). Er sieht die Schuld am Konflikt auf beiden Seiten und beschuldigt beide des Ausführens von Kriegsverbrechen. 

Auch der Bürgerkrieg in Blue Nile und Süd-Kordofan (Grenzprovinzen des Nordens) geht weiter, Infos dazu von Daniel Bekele (HRW), über schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen, Massenflucht der Bevölkerung.

Jimmy Carter fordert, eine UN-Friedenstruppe ins Grenzgebiet zu schicken. 

A,B,C,JA

 

 

zus.22

 

 

23.4.12

"Africa Today: War of the Sudans: Is it a war of the super powers?" - Vuyiswa Ngqobongwana diskutiert über den Nord-Süd-Konflikt und internationale Einflüsse mit Abdullahi al Azreg (Sudans Botschafter in Britannien), Ahmed Hussain Adam (JEM) und Mekki Elmograbi (Politologe). Sehr interessant, leider NNA)* (Video unter dem Link.)   ¤¤

P

22

23.4.12

"Fight for the Heart of the South" - Hintergrundbericht und Reportage von Jamie Doran über die Geburt des neuen Staates und die aktuellen Konflikte. (Wiederholung vom Juli 2011). (NNA)*   ¤¤

A

47

24.4.12

 

 

Krieg der Worte, gegenseitige Vorwürfe, Forderungen und Drohungen. Kiir ist zu Besuch in China, das mit beiden Seiten verbündet ist. Berichte von Zeina Khodr (AJE, Khartum), James Copnall (BBC, Juba) und David McKenzie (CNN, Nairobi).

Peter Greste berichtet aus einem Flüchtlingslager im Südsudan, wo ausgehungerte Menschen aus den Nuba-Bergen (Südkordofan / Nordsudan) ankommen und von Vertreibungen und verbrannter Erde erzählen.   ¤

Interviews mit Larry Attree (Experte, über Chinas Rolle), Hilde Johnson (UN-Beauftragte in Juba), Erastus Mwencha (AU-Kommission).

Live-OT vom Sitz der UN. Susan Rice trägt Beratungsergebnisse des Sicherheitsrats vor. Die Luftangriffe des Nordens werden scharf verurteilt. (Keine ausdrückliche Resolution.) In Unity-State seien 16 Zivilisten bei Bombenangriffen getötet worden. Außerdem O-Töne von Vertretern beider Seiten. (Alles bei AJE)

A,B,C,P,RT,E,JA

 

 

zus.41

 

 

                 
24.4.12

Mit offenen Karten: "Südsudan - Ein neuer Staat in Afrika" (1/2) - Die Geschichte des Sudan seit den Nil-Königreichen, die religiöse Spaltung, die Kolonisierung, der Mahdi-Aufstand. Sprachen, Religionen und Stämme im Norden und Süden, der Bürgerkrieg seit 1964, die SPLA, das Öl. Der Darfur-Konflikt. Die Ablösung des Südsudan 2011.   ¤   

arte

12
25.4.12

In einem Bericht von Peter Greste Bilder vom Einmarsch der südsudanischen Truppen in Heglig vor zwei Wochen, bei dem es anscheinend kaum Widerstand der dort stationierten Nord-Soldaten gab. Bei der BBC Hintergrundinfos zur Bedeutung der Ölvorkommen im Grenzgebiet. Update bei TV5.

A,B,JA

zus.6

26.4.12

Bericht von Zeina Khodr (Khartum) über den andauernden Streit um die Ölvorkommen im Grenzgebiet.

Bei Press-TV ein längeres Gespräch mit Prof. David de'Chand (South Sudan Democratic Front Party) über den Konflikt. Er sieht dahinter eine internationale Verschwörung (speziell der USA) gegen den Nord-Sudan, wegen dessen islamischer Ausrichtung und seiner guten Beziehungen zu China und natürlich vor allem wegen des Öls. Chand spricht auch die militärische Hilfe Israels für den Süd-Sudan an.

A

P

3

9

27.4.12

Bericht von Peter Greste, der Soldaten des Südsudan im Grenzgebiet begleitet. - US-Botschafter Princeton Lyman ermahnt beide Seiten zum Frieden, weil sie durch Krieg nichts zu gewinnen haben. - Yasir Arman (SPLM-North) sagt, seine Rebellengruppe wolle Frieden, und alle im Sudan seien sehr friedensliebend.

A

7
           
28.4.12

Catherine Soi berichtet aus einem Flüchtlingslager in Kenia, wo mehrere Zehntausend Menschen aus Sudan und Südsudan untergekommen sind. - Bei CNN berichtet Robyn Kriel aus einem Hospital in Juba, wo schwerverletzte Zivilisten und Soldaten behandelt werden.

Die sudanische Armee nimmt in Heglig fünf (oder vier) UN-Mitarbeiter fest und bringt sie nach Khartum. Ein Armeesprecher beschuldigt sie, in Heglig militärisch aktiv gewesen zu sein. Nach Angabe von Peter Greste hatten sie mit der Räumung von Minen zu tun.

A,B,C,E

zus.15
                
29.4.12

In Khartum wird eine Handelssperre mit dem Süden diskutiert. Im Grenzgebiet wird der Notstand ausgerufen. Infos und Bericht aus Khartum von Zeina Khodr. - Abends meldet die BBC, daß der Norden 12.000 Südsudaner ausweist. Andrew Harding berichtet vom Aufmarsch südsudanischer Truppen im Grenzgebiet, Bilder von brennenden Öltanks (Bilder eines südafrikanischen Kamerateams, unklar, ob sie aktuell sind.) - Bei CNN ein Bericht von Robyn Kriel aus Bentiu über Schäden durch die Luftangriffe letzte Woche. Telefonisch erzählt sie von einem Angriff nordsudanischer MiGs und Hubschrauber, in den das Team heute geraten ist. Keine größeren Verluste.   ¤

A,B,C

 

zus.13

 

           
30.4.12

 

Bei CNN ein Bericht von Robyn Kreil, die zusammen mit südsudanischen Soldaten einen Angriff nordsudanischer Flugzeuge und Hubschrauber miterlebt. Eindrucksvolle Action, die Bomber sind aber nicht zu sehen.   ¤

Der Südsudan ist nahe an einer Hungersnot. Es gab eine Mißernte, und der Konflikt mit dem Norden blockiert die Importe von dort. Importierte Lebensmittel aus Uganda sind stark im Preis gestiegen. Bericht aus Juba von Peter Greste.   ¤

Der UN-Sicherheitsrat berät weiter über den Grenzkonflikt. Zur Rolle Rußlands und Chinas dabei ein Gespräch mit der Expertin Adjoa Anvimadu

A,C,E,JA

 

zus.18

 

                
1.5.12

Meldungen über neue Kämpfe im Grenzgebiet. Pagan Amum (SPLM) weist alle Vorwürfe gegen den Süden zurück und sieht die Schuld allein beim Norden (BBC). Im Bericht bei TV5 Bilder von Schwerverletzten im Krankenhaus von Bentiu.

B,JA

zus.4

1.5.12

Mit offenen Karten: "Ein neuer Staat in Afrika" (2/2) - Die Probleme des neuen Staates Südsudan. Wasser, Bodenschätze, Wirtschaft, die engen Bindungen an den Nordsudan, geplante Pipelines. Armut und Unterentwicklung, Landraub durch europäische "Investoren", dadurch verstärkter Nahrungsmangel. Fehlende Infrastruktur, fehlende Bildung. Der Streit mit dem Norden um den Grenzverlauf, Bürgerkriegsflüchtlinge. Bündnisse mit dem Westen, China und Israel.   ¤

arte

12

2.5.12

Der UN-Sicherheitsrat droht beiden Ländern mit Sanktionen. Infos aus New York. - Die Regierung des Südens behauptet, die vier vom Norden verhafteten Minenräumer seien nicht auf Nord-Gebiet gewesen. Infos dazu von Peter Greste. - In Heglig wird wieder Öl gefördert. Vorher hat es geheißen, die Anlagen seien schwer beschädigt und auf Monate nicht zu benutzen.

A

8

3.5.12

 

Zeina Khodr spricht in Khartum mit Daniel Kodi, früher General der SPLA, jetzt Berater der sudanischen Regierung. Er gehört selber zu den Nuba und beschuldigt die vom Süden unterstützten Rebellen in Südkordofan, sie wollten die Regierung in Khartum stürzen.

Andrew Harding berichtet vom Leid der Zivilisten in den Nuba-Bergen (Südkordofan). Sie werden zwischen Rebellen und dem Bombardement durch Flugzeuge des Nordens zerrieben, verkriechen sich in Höhlen oder fliehen zu Tausenden in die Nachbarprovinzen.

Robyn Kriel berichtet von südsudanischen Truppen, die ein Ölfeld in der Nähe der Grenze sichern.

Peter Greste berichtet aus Juba über geplante neue Infrastrukturprojekte, für die China dem Südsudan Geld leiht.

A,B,C

 

zus.12

 

5.5.12

Der Nordsudan will Hunderttausende Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Südsudan jetzt dorthin zurückschicken. Viele wollen aber gar nicht zurück, sind dort auch nicht willkommen. Bericht von Zeina Khodr aus Khartum.

A

2

6.5.12

Haru Mutasa berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wo täglich 700 Menschen aus Südkordofan eintreffen.

A

2

           
7.5.12

Eine Einheit von 200 sudanischen Soldaten wechselt die Seite. Jedenfalls behaupten sie das im Bericht von Haru Mutasa aus Upper Nile. Sie sollen aus dem Süden stammen, waren nach der Teilung aber im Norden geblieben und wurden angeblich als Rebellen im Grenzgebiet verheizt. Ihr Brigadegeneral James Douth Lam sagt, sie seien als menschliche Schutzschilde benutzt worden. Die Süd-Armee empfängt sie begeistert, der Norden spricht von einer Propagandashow. - Einschätzungen von Mohamed Vall.   ¤

A

6

9.5.12

Der Norden soll vor ein paar Tagen erneut Gebiete im Süden bombardiert haben, bestreitet das aber. Im Bericht von Haru Mutasa aus Unity State Bilder von schwer verletzten Zivilisten, Opfer früherer Luftangriffe.

A

3
           
10.5.12

Mohamed Vall berichtet aus Khartum über ökonomische Probleme des Nordens durch die Abspaltung des Südens und den Grenzkonflikt.

A

3

12.5.12

Bericht  von Mike Wooldridge über den Konflikt um die ölreiche Provinz Abyei. Die meisten Zivilisten sind aus dem Gebiet geflüchtet. Gespräch mit Abdullahi Alazreg (Botschafter des Sudan in Britannien) darüber und die Vorwürfe, der Norden würde den Süden bombardieren (was er bestreitet).

B

5

13.5.12

Einige Tausend Südsudaner haben seit fast einem Jahr in einem Flüchtlingslager in der Provinz White Nile (Nord-Sudan) auf die Heimreise gewartet. Das Schiff, das sie nach Juba bringen sollte, wurde vom Süden konfisziert. Jetzt bringen die UN sie mit Flugzeugen dort hin. Bericht von Mohamed Vall.

A

3

14.5.12

Die Leute beiderseits der Grenze haben bisher immer gut zusammengelebt. Seit dem Grenzstreit wachsen die Differenzen. Haru Mutasa berichtet aus Bentiu.

A

2

15.5.12

Der Norden hat Zigtausende Südsudaner, die teilweise seit 20 Jahren dort lebten, ausgewiesen. Einige Tausend werden von den UN nach Juba geflogen. Bericht von Haru Mutasa.

A

2

16.5.12

Die UN warnen vor einer Hungersnot, von der mehr als die Hälfte der Bewohner des Südsudan betroffen sind, während weiter Tausende (ehemalige) Flüchtlinge aus dem Norden zurückkommen, viele von ihnen ebenfalls unterernährt. Bericht von James Copnall.

B

2

17.5.12

Mohamed Vall berichtet aus der Stadt Talody in Süd-Kordofan (im Süden des Nordens). Bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen ist der Ort großenteils zerstört worden, die meisten Menschen sind geflüchtet, irgendwo in die Berge.

Bei CNN Infos von Janna Hamilton (Oxfam) über die Hungersituation im Südsudan. 

Thabo Mbeki reist zu Vermittlungsgesprächen nach Khartum. - Bericht über Arbeiten zur Erhöhung des Roseires-Staudamms am blauen Nil.

A,C,JA

zus.9

18.5.12

Haru Mutasa berichtet aus einem Flüchtlingslager in der Provinz Upper Nile (im Norden des Südens), wo Tausende Menschen leben, die vor dem Krieg in Blue Nile (im Süden des Nordens) geflüchtet sind. Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln problematisch.

A

2

20.5.12

Meldung: die vier Minensucher, die vor drei Wochen im Grenzgebiet verhaftet wurden, sind vom Norden freigelassen worden.

A

1/2

21.5.12

Thabo Mbeki spricht mit beiden Seiten und fordert, sie sollten wieder direkt miteinander verhandeln. 

Mohamed Vall berichtet aus Talody (Süd-Kordofan / Nord-Sudan). Die Armee und ein paar Zivilisten feiern den Sieg über den Süden. Die Rebellion der SPLM-Nord dauert aber an.

Bei TV5 ein Bericht aus dem Flüchtlingslager Kakuma im Nordwesten Kenias, wo einige Tausend Menschen aus verschiedenen Kriegsgebieten des Sudan untergekommen sind.

A,JA

zus.6

24.5.12 Südsudan : Historiker und Archivare sammeln in Juba in einem Zelt Bücher und Dokumente zur Geschichte ihres Landes seit der Kolonialzeit.

JA

2

26.5.12 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet über das Elend in einem Flüchtlingslager in der Provinz Upper Nile (Süden), wohin Tausende Menschen aus Blue Nile (Norden) vor den Kämpfen dort geflüchtet sind.

A

2
           
29.5.12

Meldung: der Norden kündigt an, seine Truppen aus dem umstrittenen Ölgebiet von Abyei abzuziehen.

A

1/2

30.5.12

Infos von Harriet Martin aus Khartum über die neuen Verhandlungen zwischen Nord und Süd in Addis. Der Norden hat jetzt tatsächlich seine Truppen aus Abyei abgezogen. 

A

3

31.5.12

Bericht von David McKenzie mit Bildern aus Süd-Kordofan. Eine nicht explodierte Clusterbombe älterer sowjetischer Bauart belegt die Vorwürfe von HRW, daß der Norden dort diese verbotene Munition einsetzt, angeblich weiterhin fast täglich (mit Antonow-Transportflugzeugen). Im Bericht zu sehen sind auch Rebellen der vom Süden unterstützten SPLM-N.

C

4

            
2.6.12

Im ZDF ein Bericht von Jörg Brase über den Krieg in den Nuba-Bergen (Südkordofan). Knappe, aber gut verstehbare Zusammenfassung der bekannten Infos und Bilder, u.a. zu Kriegsverbrechen der Nord-Armee gegen Zivilisten.

ht

2

6.6.12

Amnesty International hat einen Report zur Lage der Zivilisten in den sudanischen Grenzprovinzen Süd-Kordofan und Blue Nile veröffentlicht. Zigtausende Menschen sind auf der Flucht vor dem Krieg (u.a. ständigen Bombardierungen durch Flugzeuge der Nord-Armee) und leiden unter Nahrungs- und Wassermangel. Infos von Scott Edwards (ai). 

A

4

8.6.12

Die Friedensgespräche in Addis sind gescheitert, Nord und Süd machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

A

1

12.6.12

AJE veröffentlicht ein Video, das Soldaten zeigt, die in den Nuba-Bergen (Südkordofan) die Häuser in einem Dorf in Brand stecken. Angeblich Soldaten des Nordens. Einer von ihnen soll das Video selber gedreht haben, SPLA-Kämpfer haben es bei einem getöteten Soldaten gefunden. Der sudanische Botschafter in Nairobi behauptet dagegen, die Rebellen hätten das Video selber gedreht, um der Armee Kriegsverbrechen in die Schuhe zu schieben. Bericht von Peter Greste.  ¤

A

2

           
22.6.12

Ein Bericht aus einem neuen Flüchtlingslager in Äthiopien, wohin Tausende Menschen vor den Kämpfen in der (Nord-)Provinz Blue Nile fliehen.

JA

2
23.6.12

In Khartum gibt es wütende Proteste gegen Preissteigerung und Sparmaßnahmen der Regierung, Zusammenstöße mit Polizei. Diverse YT-Videos, Infos aus Khartum von Mohammed Vall (AJE) und James Copnall (BBC) und von einem namenlosen Teilnehmer der Proteste (CNN). Bei CNN erklärt Nima Elbagir, die Ursache der Wirtschaftsprobleme sei die Abspaltung des Südens.

A,B,C

zus.12

           
24.6.12

Update von Mohamed Vall aus Khartum zu den andauernden Protesten gegen die Austeritätsmaßnahmen der Regierung.

A

2

25.6.12

Eine Untersuchung der UN zu den Massenmorden zwischen zwei Völkern (Murle und Lua-Nuer) in Jonglei Anfang des Jahres, bei denen ca. 900 Menschen getötet wurden, gibt der Regierung des Südsudan eine Mitschuld, weil sie dabei versagt habe, bestehende Vereinbarungen durchzusetzen. Bericht von Peter Greste.

A

2

           
25.6.12

Meldung über eine Regierungskrise wegen der Proteste gegen Preissteigerungen.

A

1/2

27.6.12

Ein Stimmungsbild aus Khartum in der Wirtschaftskrise, von Mohamed Vall

A

3

           
28.6.12

Zeina Khodr berichtet von der Universität in Khartum. Einige Studenten stehen an der Spitze der regierungsfeindlichen Demonstrationen, andere unterstützen das Regime und sehen in den Protesten nur Sabotage.

A

3

29.6.12

Wieder größere regierungskritische Proteste in Khartum, Zusammenstöße mit Polizei. Bericht von Zeina Khodr.

A

2

2.7.12

Bei den Protesten in Khartum sollen etwa 1000 Teilnehmer verhaftet worden sein.  - Im Bericht von Zeina Khodr Stimmen von einigen Oppositionellen.

A

3

2.7.12

In der "Fabulous Picture Show" ein Beitrag über die Dreharbeiten zum Film "Our Big Fear" von Martin Clement, dem ersten Spielfilm, der im neuen Südsudan produziert wurde, eine Geschichte aus dem Bürgerkrieg. (Leider keine näheren Infos zur Handlung.)

A

7

3.7.12

Jörg Brase berichtet über den Konflikt in den Nuba-Bergen. Er zeigt das Leid der Zivilisten und klagt Kriegsverbrechen des Nordens an, erklärt aber kaum, worum es bei dem Konflikt geht (wer gegen wen?).

hj

3

4.7.12

Zeina Khodr berichtet aus Khartum, Angehörige von verhafteten Oppositionellen machen sich Sorgen.

A

2
6.7.12

In Khartum demonstrieren wieder einige Tausend Leute gegen Regime und Wirtschaftskrise. Zusammenstöße mit der Polizei. Bericht von Zeina Khodr.

A,NC

zus.3

8.7.12

Die "Elders" (u.a. Bischof Tutu) besuchen im Zuge einer Friedensinitiative Orte im Grenzgebiet. - In Meldungen ist von einem Friedensschluß zwischen Nord und Süd bei den Verhandlungen in Addis Abeba die Rede.

Ein Jahr nach der Abspaltung des Südens. Ein Bericht von Mohamed Vall (Khartum) zeichnet nochmal die Entwicklung des Grenzkonflikts nach. Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über die Not der Flüchtlinge und die Wirtschaftkrise als Folge des Konflikts mit dem Norden.

In Khartum wieder Proteste an der Universität, Infos von Zeina Khodr.

A

A

A

1

5

1

9.7.12 Südsudan : Ein Jahr nach der Unabhängigkeit. Nazanine Moshiri berichtet von den Feiern in Juba, halb Volksfest halb Militärparade. Berichte zur schwierigen Lage des neuen Staates, von Jörg Brase (ZDF) und Stefan Meier (ARD).

A,ht,arj,TS,JA

zus.13

9.7.12 NordSudan: James Copnall berichtet aus Khartum, über die Krise im Norden durch die Abspaltung des Südens. Neue Bilder von regimekritischen Demos. 

B

3
10.7.12 Südsudan : Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über wirtschaftlichen Stillstand, verrostende Traktoren, eine Regierung ohne Geld für Krankenhäuser und Schulen. Eine Ursache ist die allgegenwärtige Korruption.

A

3

           
14.7.12

Thema im "Listening Post": die beginnende Protestbewegung in Khartum, die internationale Medienberichterstattung darüber, die Bedeutung der sozialen Medien.

A

9
           
15.7.12

Beim AU-Gipfel geben sich die Staatschefs von Nordsudan (Al Bashir) und Südsudan (Kiir) die Hand und erklären, sie wollten die Grenzkonflikte friedlich beilegen. (Unter AU.)

E

1
           
22.7.12

"Schule statt Bomben" - Stefan Maier berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wo 70.000 Menschen aus dem Grenzgebiet untergekommen sind. Krankheiten, schwierige sanitäre Verhältnisse, Suche nach Vermißten, Furcht vor neuen Luftangriffen des Nordens.

WS

7

29.7.12

Anna Cavell berichtet aus dem Flüchtlingslager Jamam im Südsudan, wo sich die schlimmen Lebensumstände allmählich bessern. 

A

2

2.8.12

Nochmal ein kurzer Bericht über die Lage der Flüchtlinge im Südsudan. Morgen (Freitag) kommt Mrs. Clinton zum Besuch nach Juba.

arj

2

3.8.12

Hillary Clinton besucht für 3 Stunden die Regierung des Südsudan und hält eine kurze Ansprache, in der sie den Süden im Streit mit dem Norden um "die Ressourcen" (also das Öl) unterstützt. Bei AJE berichtet Anna Cavell aus Juba.

A,JA

zus.5

4.8.12

Der Sudan und Südsudan haben in Addis Abeba unter Vermittlung von Thabo Mbeki jetzt doch ein Abkommen über die Verteilung der Öleinnahmen und den Preis für den Pipeline-Transfer abgeschlossen. Die diversen Grenzstreitigkeiten wurden aber noch nicht geklärt. Berichte und Hintergrundinfos, bei AJE ein Gespräch mit dem Experten Eddie Thomas.

A,arj,E,JA

zus.11

25.8.12

In den Flüchtlingslagern im Südsudan an der Grenze zum Norden werden die Lebensmittel knapp. Wegen der Regenzeit sind die Straßen unpassierbar. Berichte von Anna Cavell und Hiba Morgan. 

A,P

zus.4

12.9.12
   ff.
Die Berichte über die Proteste in Khartum gegen das antimuslimische Hetzvideo stehen unter der Rubrik "Islamprotest"    
19.9.12

Sherine Tadros berichtet aus Khartum über die politische Oppositionsgruppe Girifna, die mit friedlichen Protesten und im Internet eine Demokratisierung anstrebt. Auch der Islamist Hassan al Turabi wartet auf eine Revolution.

A

3

22.9.12

Die UN drängen die Regierungen von Nord und Süd, endlich den ausgehandelten Vertrag zu unterzeichnen, der vor allem die Verteilung der Öleinnahmen neu regelt. Bericht aus Khartum von Sherine Tadros.

A,JA

zus.4

23.9.12

Weitere Verhandlungen  in Addis Abeba zwischen Nord und Süd über die Grenzfragen. Infos von Harriet Martin, Hintergrundbericht von Sherine Tadros.

A,E

zus.6

26.9.12

Sherine Tadros berichtet über Journalisten in Khartum, die arbeitslos sind, nachdem die Regierung ihre Zeitung, das Oppositionsblatt "El Tayyar", ohne Begründung hat dichtmachen lassen.

A

2

27.9.12 Sudan / Südsudan : Nach vier Tagen intensiver Verhandlungen in Addis Abeba unter der Vermittlung der AU einigen sich die Regierungen von Nord- und Südsudan auf ein Abkommen über die Grenzstreitigkeiten und die Zusammenarbeit beim Ölexport. Einige Fragen werden dabei aber offengelassen. Trotzdem ist von einem historischen Abkommen die Rede. Berichte bei AJE (Harriet Martin) und TV5, und live-O-Töne von der Pressekonferenz, mit Erklärungen von Barney Afako (Berater der AU) und den Präsidenten Salva Kiir und Omar Bashir.   ¤

Bei den deutschen Sendern hat es keine einzige Meldung, keinen Bericht gegeben, auch nicht bei arte und Euronews oder im DLF, bei CNN übrigens auch nicht. Bei der BBC nur Kurzmeldungen.

A,JA

 

zus.45

 

           
29.9.12

Vor den UN streiten die Außenminister von Nord und Süd sich über die Auslegung des frischen Grenzvertrages.

A

2

3.10.12 Südsudan : Amnesty International wirft Soldaten der Süd-Armee vor, bei einer Entwaffnungsaktion in Jonglei Zivilisten vergewaltigt und getötet zu haben. Angaben dazu von Khairunissa Dhala (ai). Ein Regierungssprecher spricht von übertriebenen Vorwürfen.

A

4
4.10.12

Anna Cavell berichtet aus Juba über das am Boden liegende Bildungssystem im Südsudan. Die Universität in Juba wird jetzt neu eröffnet.

A

3

           
8.10.12

Meldung: neue Angriffe von Rebellen in Südkordofan. - Die Regierung des Nordens öffnet als Zeichen guten Willens wieder alle Grenzübergänge. Infos von Nima Elbagir.

C

2

23.10.12

In Süd-Kordofan werden bei Granatenangriffen der Rebellen auf eine Armeekaserne mehrere Zivilisten getötet. Infos von Peter Greste (Nairobi).

Feuer und große Explosion in einer militärischen Fabrik in Khartum. Infos von Amani Muawia (Khartum).

A

P

2

1

24.10.12 Sudan / Israel : Das Feuer in einer Waffenfabrik in Khartum war nach Angabe der sudanischen Regierung Folge eines Luftangriffs von vier israelischen Bombern. Der Sudan werde den UN-Sicherheitsrat anrufen und behalte sich alle Optionen offen. Die Fabrik wurde völlig zerstört. Aus Israel kein Kommentar. Angeblich wurden in der Fabrik Raketen aus iranischer Lizenz gebaut, und diese angeblich in den Gazastreifen geliefert. Der Sudan bestreitet das. - Bei AJE Hauptthema, Infos von Harriet Martin (Khartum) und Einschätzungen vom Experten Yossi Mekelberg. - Bei PressTV ein Bericht von M.R.Khoshlessan mit Bildern von wütenden Protesten in Khartum gegen Israel und die USA. - In den deutschen Nachrichtensendungen (Euronews ausgenommen) naturgemäß kein Wort darüber.   ¤¤

A,B,RT,C,JA,E

P

zus.16

4

                 
25.10.12

Bei CNN berichtet Brian Todd über den mutmaßlichen Luftangriff Israels auf eine Waffenfabrik in Khartum. Die Verweigerung der israelischen Regierung, dazu Stellung zu nehmen, wird als Bestätigung bewertet. Auch die Vermutung, daß der Iran via Sudan Raketen an die Hamas liefert, hält Todd (bzw. sein Experte Michael Eisenstadt) für plausibel.

C

3

           
28.10.12

Der Sudan hat sich beim UN-Sicherheitsrat beschwert wegen des vermutlich israelischen Luftangriffs auf eine Waffenfabrik in Khartum. Satellitenfotos belegen die Vorwürfe.

A

1/2

30.10.12 Sudan / Israel / Iran : Meldungen: in Port Sudan haben zwei iranische Kriegsschiffe angelegt. Bei AJE Gespräch mit Mohammad Marandi über das angebliche militärische Bündnis Sudans mit dem Iran gegen Israel.

A,P

zus.5
31.10.12

Von den iranischen Kriegsschiffen in Port Sudan gibt es auch Bilder.

E

1/2

3.11.12

Afshin Rattansi ("Double Standards") spricht mit dem Botschafter des Sudan in Britannien, Abdullahi al-Azreg, über den Luftangriff Israels auf eine Waffenfabrik in Khartum. Die Behauptungen, Sudan würde Waffen an die Hamas liefern, weist er als "israelische Propaganda" zurück.

P

9

4.11.12

Anna Cavell berichtet aus Maban im Südsudan. Einige Zehntausend Flüchtlinge aus den umkämpften Nord-Provinzen sind hier untergekommen, und es wachsen die Konflikte mit den Einheimischen um knappe Ressourcen.

A

2

4.11.12 Südsudan : Menschenrechtler beklagen das völlig desolate Justizsystem des neuen Staates und fordern eine Reform. Üble Bilder aus einem Frauengefängnis in Juba. Die meisten Insassen wurden in Schnellverfahren verurteilt und dürften unschuldig sein, manche sitzen hier ersatzweise für eine psychiatrische Behandlung. Häufig wird die Todesstrafe verhängt (allerdings wohl nicht vollstreckt).   ¤

JA

2

8.11.12

Meldung: die (südsudanischen) Rebellen in Südkordofan (Nordsudan) geben an, ein Militärflugzeug des Nordens abgeschossen zu haben, das zuvor ihre Stellungen bombardiert habe.

A

1/2

15.11.12

Streit zwischen UN-Truppe und südsudanischer Regierung wegen Zwischenfällen in Jonglei. 

JA

2

21.11.12

Mike Wooldridge berichtet aus Abyei: die Grenzstadt ist weiter zwischen Nord und Süd umstritten. Zerstörte Gebäude. Flüchtlinge richten sich im Lager ein.

B

3

24.11.12

UN-Flüchtlingskommissar Guterres macht sich Sorgen um die Leute im Flüchtlingslager Yida, das im Südsudan sehr nahe der Grenze zum Norden liegt und nur aus der Luft versorgt werden kann. Bericht von Anna Cavell.

A

2

26.11.12

Noch ein Bericht aus dem Yida-Flüchtlingslager an der Nord-Süd-Grenze, diesmal von Mike Wooldridge. Weiterhin kommen Tausende Menschen aus den Nuba-Bergen (im Norden) hier an. (siehe Vorgestern)

B

3

8.12.12 Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Juba über das Problem der Landminen, die immer noch große Gebiete unbegehbar machen. Minensuche mit Panzerraupenschleppern. 

A

2

9.12.12 Südsudan : In Wau schießen Regierungssoldaten auf Demonstranten, mindestens 10 Tote. Infos von Liam McDowall (UN).

A

1

13.12.12

AJE zeigt Aufnahmen vom Sonntag aus Wau. Eine friedliche Demonstration wird von Regierungssoldaten beschossen, mindestens 9 Menschen getötet, zahlreiche verletzt.   ¤

A

2

           
14.12.12

Omar al Saleh berichtet aus Khartum über eine wachsende Protestbewegung der Studenten, befördert auch durch die Ermordung von 4 Studenten, vermutlich durch Polizisten.

A

3

15.12.12 Südsudan : Meldung im "Listening Post": in Juba ist der Journalist Isaiah Abraham vor seinem Haus erschossen worden. Er hatte zuvor Morddrohungen bekommen.

A

1

19.12.12 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Abyei, das weiter zwischen Nord und Süd umstritten ist. Die meisten nach den Angriffen des Nordens geflüchteten Bewohner sind immer noch nicht zurückgekehrt. Es soll ein Referendum geben, aber Nord und Süd streiten sich, wer daran teilnehmen darf. 4000 UN-Soldaten wachen über einen zerbrechlichen Frieden. 

A

3

21.12.12 Südsudan : Die Armee des Südsudan hat in Jonglei "versehentlich" einen MI-8 -Hubschrauber der UN abgeschossen. Die vier Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet. 

A

1

22.12.12 Südsudan : Ein Sprecher der SPLA (Armee des Südsudan) erklärt, man habe den UN-Hubschrauber für einen des Nordsudan gehalten, der Rebellen unterstützt, und ihn deshalb abschießen müssen.

A,E

zus.2

1.1.13 Sudan / Südsudan : Bei der Einweihung eines neuen Staudamms hält Präsident Bashir eine Rede und fordert alle Rebellengruppen auf, die Waffen niederzulegen und sich am Projekt einer neuen Verfassung zu beteiligen.

A,B

zus.3

2.1.13

Meldung: zwei UN-Blauhelme, die vor vier Monaten in Darfur entführt wurden, sind wieder freigelassen worden. Unbekannt, wer die Entführer waren.

A

1/2

5.1.13

Die Präsidenten von Sudan und Südsudan haben sich bei Gesprächen in Addis Abeba auf die Einrichtung einer demilitarisierten Zone beiderseits der Grenze geeinigt. Infos bei der BBC von James Copnall. Bei PressTV ein Bericht von Coletta Wanjuhi. (Euronews-Bericht kam einen Tag später.)

A,B,P,arj,E

zus.8
25.1.13 Sudan / Südsudan : Die Führungen von Sudan und Südsudan beginnen in Addis Abeba neue Gespräche über ihre Grenzstreitigkeiten. Ein paar Infos dazu von Safwat Fanos (Politologe aus Khartum).

A

2

29.1.13 Südsudan : Meldung: erneut Kämpfe in Jonglei, über 2000 Menschen suchen Zuflucht in einem UN-Camp.

A

1/2

30.1.13 Sudan / Südsudan : Die rechtsextreme britische "Baroness" Caroline Cox (bekannt als antimuslimische Agitatorin und zionistische Lobbyistin) hat ohne Genehmigung die umstrittenen Gebiete im Grenzgebiet (Kordofan und Blue Nile) besucht, die sudanische Regierung protestiert. Bericht von Nargess Moballeghi.

P

3

10.2.13 Südsudan : Meldung: in Okobo (in Jonglei) haben schwerbewaffnete "Viehdiebe" über 100 Menschen getötet.   ¤

A

1/2
17.2.13 Sudan / Südsudan : Vor einem Jahr wurde im Südsudan die Ölförderung wegen des Streits mit dem Norden eingestellt. Anna Cavell berichtet, daß die wirtschaftlichen Folgen nicht ganz so schlimm waren wie erwartet.

A

3

22.2.13

Proteste in Khartum gegen die von der Regierung geplante Privatisierung von Krankenhäusern. Bericht von Mohammed Vall.

A

3

24.2.13 Südsudan : "Behindert, versteckt, befreit" - Thomas Aders berichtet über Ärzte, die über die Dörfer ziehen und sich um vernachlässigte behinderte Kinder kümmern. Augenkrankheiten und Blindheit sind sehr häufig, Folge von Armut und Unterentwicklung und Krieg.

WS

7

26.2.13 Sudan / Südsudan : Nach sechs Jahren Einsatz beginnen die UN mit dem Abzug ihrer Blauhelme aus Darfur. Der Bürgerkrieg ist befriedet worden, aber es brechen immer wieder Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen um Ressourcen (Land und Wasser) aus. Da es immer noch sehr viele Waffen gibt, werden dabei zahlreiche Menschen getötet, erst letzte Woche über 50 (da ging es um eine Goldmine). Bericht von Mohamed Vall.

A

3

           
27.2.13

In Darfur leben immer noch Zehntausende Menschen in Flüchtlingslager. Mohamed Vall berichtet aus einem der großen Lager bei El Fasher, das immer mehr zu einer normalen Stadt mit festen Häusern ausgebaut wird.

A

3
12.3.13

Nord und Süd erklären, daß das Abkommen über die Verteilung der Öleinnahmen und Durchleitungsgebühren jetzt umgesetzt werden soll (nach 7 Monaten), in den nächsten Tagen soll die Ölörderung im Süden wieder anlaufen. Zugleich zieht der Norden seine Truppen von der Grenze ab. Infos von Harriet Martin aus Khartum und von einem (ungenannten) Experten.

A,B

zus.7
19.3.13

Beide Länder ziehen ihre Truppen von der Grenze ab, beiderseits soll eine 10 km breite demilitarisierte Zone entstehen. Bei AJE berichtet Anna Cavell aus Jau.

A,JA

zus.4
           
28.3.13 Südsudan : Meldung: bei schweren Kämpfen in Jonglei zwischen (vom Norden unterstützten) Rebellen und der Armee sind über 160 Menschen getötet worden.

A

1/2

4.4.13

Präsident Bashir hat einige politische Gefangene freigelassen, darunter den oppositionellen Aktivisten Abdul Aziz Khalid Osman, mit dem Harriet Martin spricht.

A

3

6.4.13

Im Südsudan (Unity State) ist die Erdölförderung wieder angelaufen. Bericht von Anna Cavell. 

In Doha beginnt eine Geberkonferenz für Darfur. Hashem Ahelbarra berichtet über die Lage in Darfur. Die Kämpfe sind vorbei, aber Hunderttausende leben noch in Flüchtlingslagern.

A

zus.4
7.4.13

Zwei Berichte zur Lage in Darfur. Omar al Saleh berichtet aus Doha über die internationale Geberkonferenz. May Welsh berichtet aus einem Flüchtlingslager im Tschad. Im Nachbarland leben über 200.000 Menschen, die sich auch weiterhin nicht zurück ins angeblich befriedete Darfur trauen.

A

5

8.4.13

Im Süden von Darfur greift die Rebellengruppe SLM mehrere Orte an, daraufhin gibt es Luftangriffe der sudanischen Armee. Tausende Menschen flüchten in ein Lager der UN-Truppe. Infos aus Khartum von Harriet Martin. - Bei der Konferenz in Doha bietet Katar 500 Millionen Dollar als Hilfe zum Wiederaufbau an. 

A

3

10.4.13

In Jonglei (Südsudan) haben pro-Nord-Rebellen ("Yau-Yau") einen Konvoi von UN-Blauhelmen überfallen und 5 indische Blauhelme und 7 Zivilisten ermordet. 

Bericht über entwürdigende Zustände im Frauengefängnis von Juba. Die Gerichtsverfahren sind auch äußerst fragwürdig.

E,JA

JA

zus.3

3

12.4.13

Präsident Bashir besucht erstmals seit der Unabhängigkeit den Südsudan und wird von Präsident Kiir mit militärischem Trara empfangen. Berichte und Hintergrundinfos von Anna Cavell und Nyambura Wambugu.

A,B

zus.6
16.4.13

Meldung: im Süden von Darfur sollen nach neuen Kämpfen ca. 35.000 Menschen auf der Flucht sein.

A

1/2

21.4.13

Wegen neuer "Stammeskämpfe" fliehen wieder Tausende Menschen aus Darfur ins Nachbarland Tschad. Bericht aus einem Flüchtlingslager.

A

2
28.4.13 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet aus dem Ort Renk an der Nord-Süd-Grenze. Etwa 20.000 Menschen hängen dort fest, die eigentlich aus dem Norden in den Süden zurückkehren wollten. Sie haben viel Gepäck dabei, aber kein Geld mehr, um den Transport zu bezahlen.

A

2

4.5.13

Meldung: beim Einsturz einer Goldmine in Darfur sind über 100 Arbeiter verschüttet worden und offenbar tot.

B

1/2

13.5.13

Im Tschad haben Kämpfer der Darfur-Rebellengruppe JEM ein Camp einer JEM-Abspaltung überfallen und deren Anführer Mohamed Bashar getötet. Bashar hatte für die JEM die Friedensvereinbarungen mit der Regierung unterzeichnet. Infos aus Khartum von Harriet Martin. 

A

4
17.5.13 Südsudan : In Pibor (Provinz Jonglei) gibt es wieder Kämpfe mit einer Rebellengruppe. Sowohl die Rebellen als auch die Armee werden beschuldigt, ganze Orte geplündert und niedergebrannt zu haben. Auch ein Krankenhaus wurde zerstört, nach Angabe der MSF-Mitarbeiter von Regierungssoldaten. In Pibor sind die meisten Bewohner in den Busch geflüchtet. Anna Cavell berichtet.

A

2

           
       

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