Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

 Das Themenarchiv
(Update 5.12.25)
 rauskuck-Archiv
(nach Datum)
  rauskuck:    
Was soll das?
  rauskuck,   
What's that?
¤¤¤

 rauskuck-Extra
zu Putsch, Bürgerkrieg und
Völkermord in Sudan Teil #2
 

  ¤¤¤   

Ich habe sowas schonmal erlebt.

Daß ich vor dem TV sitze und nicht kapiere, warum niemand hier kapiert, was da los ist. Das sind keine "Stammeskämpfe". Ihr kapiert nicht, daß es auch in Afrika um politische Fragen geht. Und um Rassismus und Faschismus. Der sich damals in Ruanda drei Monate austobte und fast eine Million Menschen gemordet hat. Und ihr gedenkt an Auschwitz und was alles und merkt nicht, wenn es wieder passiert, diesmal in Afrika.

Und sie haben es wiedermal* nicht verstanden. Reden von "Kämpfen zwischen zwei rivalisierenden Generälen". Und der "Gefahr eines Bürgerkrieges". Als gäbe es nicht Täter und Opfer, Angreifer und Verteidiger, Faschisten und Zivilisierte. Als gäbe es Politik in Afrika immernoch nur als Geopolitik. Und reden stundenlang drüber, welche Mächte denn dort welche Interessen hätten. Und kommen nicht darauf, daß die Faschisten längst weltweit zusammenarbeiten. Myanmar, Russland, Mali, Eritrea, jetzt Sudan.

       

Im #Sudan findet gerade ein Putschversuch durch eine faschistische
Mörder/Söldnerbande statt. Sowas wie Wagner. Und kein Sender, auch
nicht @aje, erkennt es als solches und fordert eine sofortige
Intervention der UN?
#Khartum in Flames

No TV-station, not even @AJE is reporting events in #Sudan as what
they are: the coup d'etat attempt by a gang of fascist murderers, by
the likes of Wagner. Demand an imminent intervention by UN!
#Khartum in Flames

 

Es folgt meine bisherige Chronologie der Ereignisse aus dem täglichen rauskuck. Eigene Kommentare sind kursiv..

Teil #1 vom 14.4.23 bis 25.10.25

Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
   Sonntag, 26.10.25
Nach tagelangen schweren Kämpfen haben die RSF das Hauptquartier der Armee in El Fasher erobert. Angeblich hält sich die Armee noch in einigen Teilen der belagerten Stadt. Bilder von triumphierenden Kämpfern. Meldungen über Massaker an der Zivilbevölkerung. Infos bei AJE von Hiba Morgan aus Khartum und vom Experten Justin Lynch, bei der BBC von Richard Kagoe (in Nairobi), bei Sky News ein Bericht von Yousra Elbagir.  ¤ A,B,Sky zus.8
                 
   Montag, 27.10.25
Die RSF haben El Fasher komplett eingenommen. Die Armee ist aus der Stadt abgezogen, "um die Stadt vor der Zerstörung zu bewahren". Es gibt Berichte über Massaker an den dort eingeschlossenen Zivilisten. Etwa 250.000 Menschen leben dort noch. ¤

Bei AJE ein Bericht von Hiba Morgan und Infos von Mathilde Vu (NRC), bei der BBC Infos von Barbara Plett. Berichte auf deutsch bei arte und ARD. Die Meldung der Tagesschau dümmlich und fehlerhaft, der Bericht von Ramin Sina ist aber OK.

A,B,arj,TS,TT zus.22
                 
   Dienstag, 28.10.25
Nach der Einnahme von El Fasher durch die RSF kommen von dort immer mehr Meldungen über Massenmorde an Zivilisten. Laut UN wurden in der Stadt an einem Tag mindestens 1350 Menschen getötet. Tatsächlich ist die Zahl wohl wesentlich größer. Bei AJE ein Video von RSF-Kämpfern an einem Graben, in dem zahlreiche Leichen liegen. Auch auf Satellitenbildern sind zahlreiche Leichen und riesige Blutlachen zu erkennen. Bericht von Hiba Morgan (in Khartum), Einschätzungen von Nathaniel Raymond: es ist eindeutig, daß die RSF "ethnische Säuberungen" durchführen. Wir haben seit zweieinhalb Jahren immer wieder Beweise für die Menschheitsverbrechen der RSF.  - Bei der BBC Infos von Barbara Plett (in Nairobi), bei Sky News ein Bericht von Yousra Elbagir. Beide erwähnen Videos der RSF von ihren Massakern, zeigen diese aber nicht. Auf deutsch nur im ZDF ein Bericht. Wie üblich entschuldigt sich die Ansagerin erstmal, daß man darüber berichtet. Der Beitrag von Golineh Atai blumig, aber relativ faktennah. Und er zitiert Nathaniel Raymond: "Wir können sagen, daß El Fasher gerade abgeschlachtet wird. Es ist das letzte Kapitel des Genozids in Darfur, der vor 20 Jahren begann."  ¤¤ A,B,Sky,hj

 

zus.23

 

           
"Inside Story: Is controlling el-Fasher a game-changer in Sudan’s war?" - Bernard Smith spricht mit Caroline Bouvard (Solidarites International), Alex de Waal und Dallia Abdelmoneim.  - Dallia Abdelmoniem sagt: die Beweise für die Verbrechen der RSF sind erschlagend, sie filmen sich selbst bei ihren Massenmorden, und trotzdem kommen von allen Regierungen und sogar von den UN nur hohle Statements, niemand wird zur Verantwortung gezogen, die Mörder können glauben, sie seien immun gegen Strafverfolgung. Alex De Waal stimmt ihr zu und stellt fest, daß der Sinn der Völkermordkonvention gerade die Verhinderung solche Massaker ist, wie wir sie gerade sehen.  ¤¤ A 27
           
   Mittwoch, 29.10.25
Die RSF haben in El Fasher mindestens 2000 Einwohner ermordet (laut Regierungsangaben), wahrscheinlich ein Vielfaches davon. Allein bei einem Massaker in einem Krankenhaus wurden mindestens 460 Menschen ermordet. Von den noch ca. 300.000 Bewohnern konnten nur einige tausend aus der Stadt entkommen, Tausende wurden beim Versuch zu fliehen getötet. Aus der Stadt selbst gibt es keine Bilder. Es gibt einige Videos von Massakern, die die Täter selbst gedreht haben. Bei der BBC wird eins davon verpixelt gezeigt. - Morgen soll der UNSC bei einer Sondersitzung beraten. ¤¤

Bei AJE Hauptthema, der Sender nennt als einziger die (realistische) Zahl der Todesopfer. Ein Bericht von Hiba Morgan (aus Khartum), ein Hintergrundbericht über die Rolle des Goldbergbaus und -Schmuggels zur Finanzierung der RSF, Einschätzungen von Mukhtar Elsheikh, Ahmad Ibrahim (Ex-Mitarbeiter der Übergangsregierung), Shayna Lewis und Mohamed Refaat. - Bei der BBC ebenfalls Infos von Shayna Lewis sowie von Richard Kagoe, und nochmal Einschätzungen von Nathaniel Raymond. Bei CNN Infos von Noah Taylor (NRC), bei Sky News Infos von Yousra Elbagir (im Studio), bei TV5 ein Bericht. - Auf deutsch eine Kurzmeldung bei RTL, ein Bericht bei arte, im ZDF ein Bericht über die Geschichte seit Adam und Eva, und belanglose Einschätzungen von Gerrit Kurtz (SWuP). - Bei der ARD auch am zweiten Tag gar nichts. - Das entscheidende Wort - Völkermord - wurde heute bei keinem Sender erwähnt.

A

B,C,Sky,JA

R,arj,hj

 

zus.32

zus.27

zus.9

 

                 
   Donnerstag, 30.10.25
Es gibt weiterhin nur wenige Bilder von den Massakern in El Fasher, und diese stammen alle von den Tätern. U.a. gibt es ein Video aus dem saudischen Krankenhaus, wo sie mindestens 460 Menschen abgeschlachtet haben. Bisher etwa 15.000 Menschen sind nach der Flucht aus der Stadt zufuß in der 60 km entfernten Nachbarstadt Tawila angekommen. Sie berichten von Gräueltaten in El Fasher und zahllosen Leichen auf dem Weg nach Tawila. Aus der Nachbarprovinz Nord-Kordofan kommen Meldungen über weitere Massaker der RSF.  - Der UNSC berät bei einer Sondersitzung. Der Rat verurteilt die Massaker, ergreift aber keine Maßnahmen. Der Vertreter des Sudan beschuldigt die UAE wegen der militärischen Unterstützung der RSF.  ¤¤

Bei AJE selbstverständlich Hauptthema. Bericht und Infos von Hiba Morgan (in Khartum), weitere Infos und Einschätzungen von Abdallah Hussain (Journalist, ebenfalls in Khartum), Caroline Bouvard (Helferin in Tawila), Sheldon Yett (Unicef in Port Sudan) und Cameron Hudson. Von den UN berichtet Gabriel Elizondo.

Berichte außerdem bei BBC, CNN und TV5. Bei CNN Einschätzungen von Justin Lynch (Experte), bei TV5 von Jean-Baptiste Gallopin (HRW). PressTV hatte drei Tage lang nicht über Sudan berichtet, jetzt aber korrekte Infos.  - Besser spät als gar nicht: heute berichtet die ARD als einziger Sender auf deutsch. Nach der üblichen Kinderfunkansage ordentliche Berichte von Ramin Sina.

A

B,C,JA,P

TS,TT

 

 

zus.33

zus.34

zus.6

 

 

                 
AJE überträgt den Großteil der Sondersitzung des UNSC live. Redebeiträge von Martha Ama Akyaa Pobee (USA), Tom Fletcher (UN-Beauftragter für Menschenrechte) und Idriss al Harith Mohamed (Sudan). Der Beitrag des Vertreters der UAE wurde nicht übertragen. A(live) zus.53
           
"Inside Story: After yet more atrocities in Sudan, what will end the conflict?" - Nick Clark spricht mit Hamid Khalafallah (Experte), Prof. Bakry Eljack (Politologe) und Justin Lynch (Conflict Insights Group).  (NNA)* A 28
           
   Freitag, 31.10.25
Auch in Nord-Kordofan dringen die RSF vor. Es gibt Meldungen über zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung. Aus der Stadt Bara sind 40.000 Menschen vor den RSF geflüchtet. Von Überlebenden der Massaker in El Fasher kommen Immer mehr Einzelheiten über Gräueltaten der RSF, u.a. Massenvergewaltigungen. Meist wurden Männer von Frauen getrennt, die Frauen vergewaltigt und die Männer praktisch alle getötet.  ¤

Bei AJE weiterhin Hauptthema. Diverse Berichte und Infos, Einschätzungen u.a. von Cameron Hudson und Ahmad Ibrahim. Bei CNN ein Bericht von Nida Bashir und Einschätzungen von Kholood Khair und nochmal Cameron Hudson. Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A

B,C

arj

zus.22

zus.21

3

           
   Sonnabend, 1.11.25
Meldungen über weitere Massaker der RSF in Nord-Kordofan. Keine neuen Infos über die Massaker in El Fasher, die Stadt mit noch etwa 200.000 Menschen ist komplett abgeschirmt. Im Nachbarort von El Fasher, Tawila, sind inzwischen mehrere zigtausend Geflüchtete zu Fuß angekommen. Ein Bericht mit weiteren Aussagen von Augenzeugen der Massaker der RSF. Hiba Morgan berichtet aus einem Flüchtlingslager in Al Dabbah im Nordstaat. Dort leben bereits einige tausend Geflüchtete aus Darfur, jetzt kommen weitere Menschen an, denen die Flucht aus El Fasher gelungen ist. (Unklar, wie sie die etwa 1500 km dorthin geschafft haben.) - Infos und Einschätzungen von Abdul Karim Elgoni und Abdallah Hussain (in Khartum).  ¤

Bei PressTV ein Nachrichtenbeitrag (im Wesentlichen korrekt, Schuldzuweisung an die UAE, Völkermordvorwurf) und die Diskussionssendung "Spotlight". Kaitlin Hamade spricht mit Abayomi Azikiwe (Pan-African Newswire) und Nefta Freeman (Black Alliance for Peace). Angeblich unterstützt neben den UAE auch Israel die RSF.

Auf deutsch nur bei RTL ein Beitrag unter dem Titel "Und die Welt schaut weg". Gut gemeint, aber fehlerhaft. Mischmasch aus aktuellen Bildern und zwei Jahre alten Aufnahmen aus Khartum, geografische Verwirrung.

A

P

R

 

zus.16

zus.28

2

 

               
         
   Sonntag, 2.11.25
Nach UN-Angaben konnten 60.000 Menschen aus El Fasher entkommen und so dem genozidalen Massaker der RSF entgehen. Hiba Morgan berichtet weiter aus Al Dabbah (im Nordstaat), wohin einige der Überlebenden geflüchtet sind. Sie erzählen von den Grausamkeiten der RSF-Männer. - Ein paar neue Drohnenaufnahmen aus El Fasher. Die Zahl der Toten wird meist mit mindestens 2000 angegeben, wahrscheinlich ist es ein Vielfaches davon. - Sudans Botschafter in Ägypten fordert, die RSF zur Terrororganisation zu erklären und ihre Unterstützung durch die UAE zu verurteilen. - Bei AJE aktuelle Infos aus Khartum von Abdallah Hussain. Abdallah Hussain berichtet jetzt auch bei PressTV aus Khartum.  ¤

Bei CNN spricht Fareed Zakaria ("GPS") mit Prof. Mai Hassan über die Entwicklungen in Sudan seit dem Sturz des Bashir-Regimes 2019 und die Interessen ausländischer Mächte.

A

P

C

zus.11

2

6

               
   Montag, 3.11.25
Aus El Fasher kommen weiterhin Meldungen über Entführungen, Hinrichtungen und Gruppenvergewaltigungen durch die RSF. Der ICC stellt fest, daß es sich bei den Taten der RSF in El Fasher und in ganz Darfur seit 2023 um Menschheitsverbrechen handeln könne. Bei AJE Infos weiterhin von Hiba Morgan (in Al Dabbah) und Abdallah Hussain (in Khartum). Außerdem Infos von Denise Brown (UN-Beauftragte für Sudan).   ¤

Außerdem bei AJE ein Interview mit Alaa El-Din Nugud, Sprecher der "Tasis-Alliance", einer Gruppe, die die Terroristen der RSF propagandistisch unterstützt. Er leugnet alle Vorwürfe gegen die RSF und behauptet, die Videos von deren Verbrechen seien von KI erstellt worden, und die Menschen würden vor der Armee flüchten, die er "Terroristen und Jihadisten" nennt. Eine kurze Stellungnahme dazu von Abdallah Hussain.

Bei Sky News Hauptthema unter der Überschrift "Sudan's Killing Fields". Yousra Elbagir berichtet, daß etwa 60.000 Zivilisten seit ihrer Flucht aus El Fasher verschwunden sind. Viele wurden offenbar von den RSF gefangengenommen und ermordet. Videos zeigen etwa 2000 Männer in der Gewalt der RSF, die fast alle ermordet wurden. Nur 200 wurden freigelassen. Nach Aussagen eines RSF-Kommandanten haben seine Männer in den ersten Tagen in El Fasher mindestens 7000 Menschen getötet. - Weitere Infos von Yousra Elbagir und Mamadou Dian Balde (UNHCR).  ¤¤

Bei "Amanpour" spricht Bianna Golodryga mit Nathaniel Raymond und Hamid Khalafallah über die ethnischen Säuberungen und systematischen Massenmorde der RSF. Raymond nennt eine Zahl von mehr als 10.000 Toten in El Fasher und wiederholt, daß man das nur mit dem Völkermord in Ruanda vergleichen kann.  ¤

Auf deutsch bereits der zweite Tag ohne jegliche Berichterstattung.

A

Sky

C

 

 

 

25

18

16

 

 

 

               
         
Bei "kulturzeit" fragen sie sich, warum sich (in Deutschland) niemand für "die humanitäre Notlage im Sudan" interessiert. Und bringen einen Beitrag, der genau das falsche Narrativ wiederholt, das dazu beiträgt: es gebe hier "kein Gut und Böse", irgendwie seien alle gleichermaßen schuld, es sei nur ein Machtkampf zwischen zwei Generälen - da könne man eben nichts tun. Die "Expertin" Hager Ali (GIGA) bestätigt den Unsinn (und redet auch sonst viel Quatsch). - Vielleicht würde es ja helfen, mal mit Vertreterinnen der Demokratiebewegung zu reden, die die Armee beim Krieg gegen die faschistischen RSF-Putschisten unterstützen. Man könnte auch aufhören, einen rassistischen Völkermord als "humanitäre Krise" zu bezeichnen. Und mal nachfragen, auf welcher Seite eigentlich Israel in diesem Völkermord steht. ktzt 11
   Dienstag, 4.11.25
In Nord-Kordofan rücken die RSF weiter auf die Hauptstat El Obeid vor, die noch von der Armee gehalten wird. - In El Fasher lassen die RSF keine Menschen hinaus und keine Hilfen hinein. Die Leichen werden in Massengräbern verscharrt. Immer weitere Zeugenaussagen über die Massaker dort. - Die US-Regierung verhandelt mit Regierung und RSF über einen "humanitären Waffenstillstand".  ¤

Bei AJE Infos aus Khartum von Abdallah Hussain und aus Al Dabbah von Hiba Morgan. Und Einschätzungen von Nathaniel Raymond. Er sagt: niemand weiß, wie viele von den 200.000 Menschen in El Fasher noch leben. Möglicherweise sind dort in 10 Tagen mehr Menschen ermordet worden als in Gaza in zwei Jahren (also ca. 100.000). Mit den RSF über einen "Waffenstillstand" zu verhandeln bedeutet, die Menschen in El Fasher zum Tode zu verurteilen.  ¤¤

Bei BBC-FoA ein OT eines Vertreters der UAE, der erklärt, der Sturz der zivilen Übergangsregierung sei "ein Fehler" gewesen. Einschätzungen von Prof. Mukesh Kapila zu den Verhandlungsbemühungen der USA. - Bei Sky News ein Bericht über die Massaker in El Fasher. Hier wird die Zahl der Opfer auf 6000 geschätzt. Sudans Botschafter in London fordert eine internationale Intervention gegen den andauernden Völkermord. - Auch bei TV5 ein Bericht. - Bei den deutschen Sendern seit drei Tagen nichts.  ¤

A

B,Sky,JA

 

zus.16

zus.12

 

         
   Mittwoch, 5.11.25
Frauen, denen die Flucht aus El Fasher gelungen ist, identifizieren auf den Massakervideos der RSF ihre ermordeten Männer. - Ein Beitrag über einen Anführer der RSF, "General Abu Lulu", der sich rühmt, in El Fasher 2000 Menschen umgebracht zu haben. Er wurde von den RSF kurzzeitig zu Propagandazwecken verhaftet, aber wieder freigelassen. - In der Nähe von El Obeid haben die RSF mehr als 40 Menschen bei einer Beerdigung mit einer Drohne getötet¤

Bei AJE Infos aus Khartum von Abdallah Hussain und aus Al Dabbah von Hiba Morgan, und Einschätzungen von Laetitia Bader (HRW). Bei CNN Infos und Einschätzungen von Al Migdad Hassan (Korrespondent von Al Arabiya in Port Sudan). Bei TV5 ein Bericht. -  Bei den deutschen Sendern seit vier Tagen nichts. 

A

C

JA

zus.17

8

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   Donnerstag, 6.11.25
Die RSF erklären, sie würden einer von den USA vorgeschlagenen dreimonatigen "humanitären Feuerpause" zustimmen. Allerdings hat die Armee das angesichts der Massaker der RSF bereits abgelehnt. Die RSF blockieren weiter alle Hilfslieferungen nach El Fasher und haben einen Konvoi des WFP bombardiert. Sonst heute nichts Neues über den andauernden Völkermord in Darfur.

Bei AJE Infos aus Khartum von Abdallah Hussain und Hiba Morgan. Außerdem Infos zur Lage in El Fasher von Nic Pyatt (Nonviolent Peaceforce), die bis vor kurzem dort gearbeitet hat. Bei der BBC Infos zum "Waffenstillstand" und ein Beitrag mit den bereits bekannten Videos der Massaker in Fasher.  - Bei den deutschen Sendern der fünfte Tag ohne Berichte. Nur im ZDF eine alberne Meldung, die RSF habe einer "Waffenruhe" zugestimmt. Na dann ist ja alles wieder gut!

A,B,hj zus.23
         
   Freitag, 7.11.25
Stunden, nachdem sie einer "Feuerpause" zugestimmt haben, greifen die RSF Omdurman und andere Orte bei Khartum mit Drohnen an. Bei AJE berichtet Hiba Morgan aus Khartum. - Volker Türk (UN) spricht von "unvorstellbaren Grausamkeiten" in El Fasher (OT). Einschätzungen von Cameron Hudson zu der "Feuerpause": diese ist bereits gescheitert, und es ist unverständlich, warum man einer Organisation, die einen Völkermord begeht (die RSF), auch nur ein Wort glauben sollte. Außerdem eine Stellungnahme von Sudans Botschafter in den USA, Mohamed Abdalla Idris, zu Vorwürfen, auch die Armee begehe Kriegsverbrechen. Die Vorwürfe würden untersucht. Er erneuert die Forderung, die RSF zur Terrororganisation zu erklären.  ¤

Bei CNN ein Gespräch mit Sudans Botschafter in London, Babikir Elamin. Die RSF haben sich noch nie an Abmachungen gehalten, u.a. drei nie umgesetzte "Waffenstillstände" im letzten Jahr, und verüben stattdessen in Darfur einen Völkermord. - Bei TV5 ein Bericht mit weiteren Augenzeugenaussagen über die Massaker in El Fasher.  ¤

Heute mal Berichte im deutschen TV. Bei "heute" erstmal dummes Gerede über "furchtbare Meldungen", "Machtkampf" und "angebliche" Massaker, dann ein halbwegs brauchbarer Bericht über die Massaker in El Fasher (das die deutschen Medien "Al-Fashir" nennen). Bei den Tagesthemen von Zamperoni dasselbe dumme Gerede, es gebe jetzt "ein Zeichen der Hoffnung". Der Bericht von Ramin Sina recht ordentlich, allerdings nimmt er das Gerede von einer "Waffenruhe" ernst und repetiert teilweise Propagandalügen der RSF.

A

C,JA

ht,hj,TT

 

zus.11

zus.19

zus.9

 

           
   Sonnabend, 8.11.25
Heute keine Berichte. AJE meldet: Staatschef General Burhan besucht das Flüchtlingslager in Al Dabbah, wo viele Menschen angekommen sind, die vor den Massakern der RSF aus Darfur geflüchtet sind. Bei der BBC ein Gespräch mit Dr. Jamal Eltaeb, der als Direktor eines Krankenhauses in Khartum den Menschenrechtspreis "Aurora" erhalten hat, über die schwierige Arbeit dort. A,B zus.6
"Mit offenen Karten: Sudan - Der vergessene Krieg" - Landesstruktur, Geschichte ab 1956. Die Bashir-Diktatur. Die Abspaltung des Südsudan. Der Völkermord in Darfur 2003 (mehr als 300.000 Tote). Die demokratische Revolution von 2018, der Militärputsch von 2021. Seitdem "Machtkampf der zwei Generäle". Ethnische Säuberungen der RSF in Darfur, Massenflucht, Hungersnot. Interessen der Nachbarländer, die Verbindungen der RSF zu den UAE. Das Goldimperium der RSF. Die Wagner-Söldner standen an der Seite der RSF, bis Putin ein Abkommen mit der Regierung geschlossen hat, um am Roten Meer einen Hafen und Stützpunkt zu bauen. - Im Wesentlichen korrekt. Die Zahl der Kriegstoten seit April 2023 wird mit mehr als 150.000 angegeben. Die Verbindung der RSF zu den Janjaweed wird nicht klar benannt, die Motivation für ihr genozidales Vorgehen bleibt unklar. Man hätte die Position der Demokratiebewegung (an der Seite der Armee) erwähnen können. arte

 

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   Sonntag, 9.11.25
Die UN warnen, daß die Grausamkeiten der RSF in El Fasher andauern. Die wenigen Infos darüber kommen weiterhin von Leuten, denen die Flucht aus der Stadt gelungen ist. Infos aus Khartum von Hiba Morgan. - Bei der Tagesschau (nach dem allfälligen Erklärquatsch) ein Bericht von Ramin Sina, der den Eindruck erweckt, der Reporter sei selbst im Sudan. Die Bilder waren aber durchweg schon bei AJE zu sehen.

Bei AJE außerdem ein Erklärstück über die RSF. Fazit: die RSF setzen den Völkermord fort, den die Janjaweed vor 20 Jahren begannen.

Und im "Listening Post" Infos über Terror der RSF gegen Journalisten, und einige der Satellitenfotos, die die Massenmorde in El Fasher belegen.

A,TS

A

A

zus.4

3

2

           
   Montag, 10.11.25
In El Fasher haben die RSF tausende Leichen verbrannt oder in Massengräbern vergraben. Infos aus Khartum von Hiba Morgan und von Waseem Solangi (Helfer in Tawila), sowie bei PressTV von Abdallah Hussain (in Khartum). A,P zus.11
           
   Dienstag, 11.11.25
Bericht von Barbara Plett über das Massaker im saudischen Krankenhaus in El Fasher vor zwei Wochen. Keine neuen Infos. Die RSF verbreiten Propagandabilder, die zeigen sollen, daß dort alles bestens sei. Gespräch mit Jan Egeland (NRC). Es gibt seit zwei Wochen keinen Kontakt mehr zu Bewohnern oder Helfern in El Fasher.  ¤ B 8
         
   Mittwoch, 12.11.25
Laut der UN-Organisation für Migration (IOM) sind seit der Eroberung von El Fasher durch die RSF zusätzlich 130.000 Menschen im Sudan auf der Flucht. Bei AJE und CNN (und Sky News) Infos dazu von Amy Pope (IOM, in Khartum). Sie fordert einen sicheren Korridor zur Versorgung der Menschen in El Fasher.

Im ZDF (wie immer nach einer Entschuldigung dafür, daß man über Sudan berichtet) ein Beitrag von Carl Gierstorfer mit Aufnahmen - ernsthaft - von vor einem Jahr. Geflüchtete erzählen daß es ihnen sehr schlecht geht. Das ist alles. Keinerlei Infos zu irgendwelchen aktuellen Entwicklungen. Nur, daß das Alles irgendwie ganz schlimm ist. Wtf.

A,C

auslandsjnl

zus.8

7

Bei "Markus Lanz" reden Serap Güler (CDU), Gregor Peter Schmitz ("Stern"), Daniel Thym (Migrationsforscher) und Achim Vogt (FES in Kampala) etwa die Hälfte der Sendung über Sudan. Auch hier erfährt man, daß das Alles irgendwie ganz schlimm ist. Lanz versucht wohl zu verstehen, was dort passiert, aber es gelingt ihm nicht. Die Worte "Völkermord" und "Faschismus" werden vermieden, man sagt lieber "Apokalypse" oder "humanitäre Krise". Güler sagt ausdrücklich: es geht nicht um Politik sondern es ist ein "Machtkampf". Güler war kürzlich zu Besuch in Khartum und hat mit Staatschef Burhan geredet und ihn allen Ernstes zu einem Waffenstillstand aufgefordert. (Nötig wäre eher militärische Unterstützung.) Burhan hat ihr die Gleichsetzung von RSF und Regierung, also Tätern und Opfern vorgeworfen. Immerhin erzählt Güler davon - verstehen wollen das aber weder sie noch Lanz. Am Ende wird deutlich: das eigentliche Interesse der ganzen Runde ist, Europa vor weiteren Flüchtlingen zu bewahren. Man kann sich nur noch schämen für dieses Land. ZDF

 

41

 

   Donnerstag, 13.11.25
Der US-Außenminister erklärt, die USA würden sich um ein Ende der Waffenlieferungen an die RSF bemühen. Einschätzungen dazu von Alex de Waal: das macht Hoffnung, aber auch Sudans Regierung sollte einem Waffenstillstand zustimmen. B 5
   Freitag, 14.11.25
Meldungen: schwere Kämpfe und Luftangriffe der Armee auf die RSF-Banden in West-Kordofan. - General Burhan ruft die Bevölkerung auf, sich am Kampf gegen die RSF zu beteiligen. - Der UN-Menschenrechtsrat schickt eine Kommission nach Darfur, um die Kriegsverbrechen der RSF zu untersuchen und die Täter zu identifizieren. - Auf deutsch ein ordentlicher Bericht bei arte, Meldungen bei ARD und ZDF. Auch bei PressTV ein Bericht, und Einschätzungen des Journalisten Fra Hughes¤

Ermittler der Yale-Universität sichern weiter mit Hilfe von Satellitenbildern Belege für die Massenmorde der RSF in El Fasher. Gespräch mit Nathaniel Raymond (Yale). Die Bilder zeigen große Blutlachen, aufgestapelte und dann verbrannte Leichen, Massengräber. Was man dort nicht mehr sieht sind Menschen. Man muss befürchten, daß die RSF die verbliebenen ca. 150.000 Bewohner ermordet haben.  ¤¤

A,JA,P,arj,hj

 

A

zus.8

 

6

   Sonnabend, 15.11.25
  Keine Meldungen -    
   Sonntag, 16.11.25
Wegen der Kämpfe und des Terrors der RSF in Kordofan kommen immer mehr Geflüchtete von dort in Khartum an. Bericht von Hiba Morgan.  A 3
           
   Montag, 17.11.25
In Nord-Kordofan rückt die Armee an mehreren Fronten gegen die RSF-Terroristen vor und hat u.a. die zweitgrößte Stadt der Region (Name unklar) zurückerobert. Infos aus Khartum von Hiba Morgan. - Tom Fletcher (UN) hat eine Woche lang mehrere Flüchtlingslager besucht (u.a. in Tawila) und sich von Geflüchteten aus El Fasher über die Verbrechen der RSF informieren lassen.

Bei "Amanpour" spricht Paula Newton mit Tom Fletcher (Chef der UN für humanitäre Angelegenheiten) über die Not der Menschen in Darfur, die Menschheitsverbrechen der RSF und die weitgehende Gleichgültigkeit der Welt. Außerdem auch über die Lage in Gaza.

A

C

4

14

           
   Dienstag, 18.11.25
Infos aus Khartum von Hiba Morgan über die Massenflucht von Zivilisten aus Darfur und Nord-Kordofan vor dem Terror der RSF. - Bei TV5 ein Bericht aus Tschad, wo ebenfalls wieder tausende Menschen aus Darfur eintreffen und von den Massakern erzählen. Und Gespräch mit Gerôme Bertrand (Handicap International), der gerade aus dem Flüchtlingslager in Tawila zurückgekehrt ist.  ¤ A,JA zus.11
                  
Beim ARD-Magazin "Report Mainz" eine Recherche über die Wege, auf denen Waffen aus Deutschland nach Sudan und speziell in die Hand der Terrorgruppe RSF gelangen. Wenig überraschend führen diese über die Emirate (UAE). Deutsche Behörden wollen davon nichts wissen. Report 10
   Mittwoch, 19.11.25
Ahmed Idris berichtet aus dem Grenzort Tine in Tschad, wo tausende Menschen ankommen, die aus Darfur flüchten mussten. Ebenfalls aus Tine berichtet Nadia Ben Mahfoudh (TV5). A,JA zus.5
         
Donald Trump hat vom Saudiprinz erfahren, daß es ein Land namens "Sudan" gibt und daß es dort ganz schrecklich sei, keine Regierung und so, und er erklärt, daß er sich auch dort nun "darum kümmern" wolle. (OT) A,B zus.4
   Donnerstag, 20.11.25
Mehr von Ahmed Idris (Infos und Bericht) aus dem Flüchtlingslager Touloum in Tschad, wo weiterhin täglich hunderte Geflüchtete aus Darfur ankommen.

Mehr zu Trumps Ankündigung, sich für ein Ende des Konflikts einzusetzen. Bei der BBC ein Bericht und Einschätzungen von Joshua Craze (Experte, in Kampala): weitere "Friedensabkommen" werden genauso scheitern wie die bisherigen. Grund ist, daß der Westen sich nicht mit den Emiraten anlegen will, die man für eine Lösung in Gaza braucht. Letztlich befördern die USA so beide Völkermorde. Craze kritisiert auch Katar, welches angeblich "Islamisten" in Khartum unterstütze. (Interessant, aber nicht ganz logisch.) - Bei CNN Einschätzungen von Cameron Hudson¤

A

B,C

5

zus.13

         
   Freitag, 21.11.25
  Keine Meldungen -    
   Sonnabend, 22.11.25
Ahmed Idris berichtet weiter aus Tschad über die Massenflucht der Menschen aus Darfur. Tschad, eins der ärmsten Länder der Welt, hat kaum die Ressourcen, so viele Menschen zu versorgen. Im Osten des Landes sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung Geflüchtete. Erläuterungen dazu auch von Patrice Ahouansou (UNHCR in N'Djamena). Bei CNN ein allgemeiner Bericht, der die Massaker der RSF erwähnt. A,C zus.10
   Sonntag, 23.11.25
Ramin Sina berichtet aus dem Südosten Libyens, wo die UN zigtausende Geflüchtete aus Darfur versorgen. Mehrere Experten erklären, daß auch die RSF ihre Waffenlieferungen aus den Emiraten auf dem Weg über Ostlibyen erhält. WS,TT zus.9
   Montag, 24.11.25
Der Anführer der RSF, Dagalo, verkündet eine dreimonatige "einseitige humanitäre Feuerpause". Die Regierung in Khartum hat einen Waffenstillstand bereits abgelehnt und wirft den "Vermittlern" von USA und UAE Einseitigkeit vor. O-Töne von Dagalo und Burhan.

Amnesty International wirft den RSF in einem neuen Report Kriegs- und Menschheitsverbrechen in Darfur vor, speziell bei der Eroberung von El Fasher. Ein Bericht über diese Verbrechen, mit weiteren Zeugenaussagen über Vergewaltigungen von Kindern. - Außerdem ein Bericht über das schwer beschädigte Bildungssystem in Khartum.  ¤

A zus.7
           
   Dienstag, 25.11.25
Ahmed Idris berichtet aus einem Flüchtlingslager in Iriba (Tschad) und spricht mit Geflüchteten aus Darfur. Für hunderttausende traumatisierte Geflüchtete in Tschad gibt es nur einen Psychologen. 

Bei CNN ein OT von Anwar Gargash, dem diplomatischen Berater des Regierung der UAE. Er äußert sich befriedigt darüber, daß die USA die Muslimbruderschaft zur "Terrororganisation" erklärt haben. Diese soll angeblich die Regierung in Khartum dominieren. Später spricht Becky Anderson mit Gargash und fragt ihn nach den Verbindungen der UAE zu den RSF, worauf er ausweichend antwortet, aber erneut die angebliche Gefahr durch die Muslimbruderschaft betont. Er behauptet, die Emirate hätten keine Waffen in den Sudan geliefert und NGOs würden eine ungerechtfertigte Kampagne gegen die UAE betreiben.

A

 

C

3

 

12

         
   Mittwoch, 26.11.25
Meldung über schwere Kämpfe in West-Kordofan. Angeblich hat die Armee in der Stadt Babnousa hunderte Kämpfer der RSF getötet. - Berichte von Hiba Morgan aus dem Flüchtlingslager bei Tawila (Nord-Darfur) und von Ahmed Idris aus einem Lager in Iriba (Tschad).  ¤ A 5
         
   Donnerstag, 27.11.25
Ahmed Idris berichtet aus Iridimi (Tschad) über Geflüchtete aus Darfur, die sich in Tschad eine neue Existenz als Handwerker oder Händler aufbauen. Auch bei arte ein Bericht aus Tschad, aus einem Flüchtlingslager bei Tine. Aussagen von Überlebenden der RSF-Massaker. A,arj zus.5
   Freitag, 28.11.25, und Sonnabend, 29.11.25
  Keine Meldungen -    
   Sonntag, 30.11.25
Hiba Morgan berichtet aus Khartum über wirtschaftliche Sorgen der Leute durch den Krieg. - Barbara Plett (BBC) berichtet aus dem Flüchtlingslager Al-Dabbah und spricht mit Leuten, die aus El Fasher geflüchtet sind und die Massaker der RSF gesehen haben. - Im ZDF (nach der üblichen Entschuldigung, daß man schon wieder über Sudan berichtet!) ein Bericht mit Aussagen von Exil-Sudanern in Deutschland, die Kontakt mit Angehörigen in Darfur haben, u.a. über Massenvergewaltigungen durch die RSF. A,B,hj zus.11
   Montag, 1.12.25
Meldung: die RSF haben nach eigenen Angaben (und trotz selbsterklärtem "Waffenstillstand") die Stadt Babanusa in West-Kordofan erobert. A 1/2
   Dienstag, 2.12.25
Die RSF verbreiten Videos, die ihre Kämpfer in Babanusa zeigen, und offenbar haben sie die Stadt in West-Kordofan wohl tatsächlich eingenommen, auch wenn die Armee das noch bestreitet. Infos aus Khartum von Hiba Morgan, Einschätzungen von Kholood Khair, Bericht bei Sky News. A,Sky zus.9
         
   Mittwoch, 3.12.25
Neue Satellitenbilder von El Fasher zeigen keine Anzeichen von Leben. Die Menschen, die aus der Stadt fliehen konnten, haben seitdem keinen Kontakt mehr mit ihren Angehörigen dort. Etwa 150.000 Menschen sind einfach "verschwunden", wahrscheinlich großenteils ermordet von den RSF. Bericht von Hiba Morgan.  ¤ A 3
         
   Donnerstag, 4.12.25
Bericht mit Zeugenaussagen von Geflüchteten in einem Lager in Tschad über die Massaker der RSF in El Fasher. JA 4
           
   Freitag, 5.12.25
Meldung: bei einem Angriff der RSF auf den Ort Kologi in Süd-Kordofan sind mindestens 47 Zivilisten getötet worden, die meisten davon Kinder. Die Terroristen haben u.a. ein Krankenhaus und einen Kindergarten beschossen.  ¤

Ein Beitrag über den wichtigsten Treibstoff dieses Krieges: Gold. Schon vorher war Gold das wichtigste Exportgut des Sudan (mehr als 50 %), jetzt finanzieren beide Seiten damit den Krieg, und die Kontrolle über die Goldminen bestimmt den Frontverlauf. Die Menge des offiziell (also von der Regierung) exportierten Goldes ist dabei gestiegen (von 41 auf 64 Tonnen pro Jahr), dazu kommt noch etwa die gleiche Menge, die außer Landes geschmuggelt wurden, davon ca. 10 Tonnen durch die RSF, die damit 860 Millionen Dollar eingenommen haben. Das Gold beider Seiten landet größtenteils in Dubai.  ¤

CNN meldet, daß die RSF Überlebende in El Fasher als Geiseln benutzen, um von deren Angehörigen Lösegeld zu erpressen. Außerdem ein allgemeiner Bericht von Larry Madowo, u.a. über die Massaker der RSF in El Fasher.

A

 

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   Sonnabend, 6.12.25
Bei dem Angriff der RSF auf den Ort Kologi (Süd-Kordofan) sind mindestens 116 Zivilisten getötet worden. Sie haben zweimal mit Drohnen angegriffen, zuerst einen Kindergarten (46 tote Kinder), dann mit einem zweiten Schlag die Rettungssanitäter und Helfer. Infos aus Khartum von Hiba Morgan, Einschätzungen von Elbashir Idris zur Kriegslage. Er erwähnt eine Schätzung, daß die RSF in El Fasher 60.000 Menschen ermordet haben. - Laut UN sind in Sudan 30 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Erläuterungen von Carl Skau (WFP).  ¤ A zus.13
   Sonntag, 7.12.25
Dr. Mohammed Elsheikh (Sudan Doctors Network) mit weiteren Details über die Verbrechen der RSF in El Fasher. Dutzende Frauen wurden bei der Flucht aus der Stadt von den Terroristen vergewaltigt. Cyril Vanier fragt: warum würde irgendjemand einen Kindergarten beschießen? (wie die RSF beim Massaker von Kologi / Süd-Kordofan am 5.12., mindestens 80 Tote). Elsheikh sagt, solche Angriffe sind kein Nebenprodukt eines normalen Krieges. Die RSF verüben gewohnheitsmäßig und systematisch Verbrechen gegen Zivilisten, sie filmen sich dabei und rühmen sich auf Sozialen Medien ihrer Taten. (Es handelt sich um einen Völkermord.)  ¤ A 13
         
   Montag, 8.12.25
Die RSF haben in Süd-Kordofan das Ölfeld von Heglig eingenommen, das größte des Landes. Einige Hintergrundinfos, Einschätzungen von Ahmad Ibrahim (Ex-Berater der Übergangsregierung). - Außerdem berichtet Hiba Morgan aus Khartum über Helfer, die tausende Leichen von Kriegsopfern bergen und ordentlich bestatten. A 9
         
   Dienstag, 9.12.25
Der frühere Janjaweed-Anführer Ali Muhammad Ali Abd-Al-Rahman ist vom ICC zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Er war im Oktober wegen Kriegsverbrechen und Menschheitsverbrechen in Darfur schuldiggesprochen worden. Bericht aus Den Haag von Step Vaessen. 

Bei der BBC wird gemeldet, daß die USA Sanktionen verhängen gegen ein Netzwerk, das in Kolumbien Söldner für die RSF rekrutiert. Einschätzungen dazu und zur Kriegslage von Daniel Sullivan (Refugees International).

A,B zus.7
         
   Mittwoch, 10.12.25
  Keine Meldungen -    
   Donnerstag, 11.12.25
Ein Bericht aus einem Flüchtlingslager im Nordosten der ZAR.     JA 2
   Freitag, 12.12.25
Hiba Morgan berichtet aus Khartum über Leute, die im Krieg verletzt wurden und für die es kaum medizinische Hilfe gibt. Weitere Infos dazu vom Chirurgen Dr. Chandra Hassan (in Port Sudan). - Bei PressTV Infos zum regelmäßigen Einsatz von Vergewaltigungen als Kriegswaffe durch die RSF. Und ein Beitrag von Dieter Reinisch über das Massaker der RSF in Kologi (Süd-Kordofan) am 6.12. und die Unterstützung der Emirate für die RSF. A,P zus.10
   Sonnabend, 13.12.25
Meldung: in Süd-Kordofan sind bei einem Drohnenangriff der RSF mindestens sechs UN-Blauhelme aus Bangladesh getötet worden. A 1/2
   Sonntag, 14.12.25
In Dilling (Süd-Kordofan) haben die RSF mit Drohnen ein Krankenhaus angegriffen und mindestens sieben Menschen getötet. Der Ort wird seit einem Jahr von den RSF belagert. - Infos aus Khartum von Hiba Morgan zu dem Drohnenangriff der RSF in Kadugli (Süd-Kordofan) am Vortag, bei dem sechs UN-Blauhelme getötet wurden. Die RSF leugnen ihre Verantwortung dafür. A 2
   Montag, 15.12.25, und Dienstag, 16.12.25
  Keine Meldungen -    
   Mittwoch, 17.12.25
Die Auswertung von Satellitenfotos belegt, daß die RSF in El Fasher zehntausende Leichen in Massengräbern verscharrt haben. Infos aus Port Sudan von Mohamed Vall. Am Folgetag ein Bericht bei TV5. ¤ A,JA zus.6
         
   Donnerstag, 18.12.25
  Keine Meldungen -    
   Freitag, 19.12.25
Die RSF nehmen in Kordofan weitere Gebiete ein. Allgemeiner Bericht von Mohamed Vall (in Port Sudan). - Bei TV5 ein Bericht über eine Klage vor dem ICC gegen Verantwortliche in Tschad wegen Komplizenschaft bei den Verbrechen der RSF. A,JA zus.6
           
   Sonnabend, 20.12.25
Bei der BBC Infos von Ros Atkins (BBC Verify) zu den Vorwürfen gegen die UAE, die RSF mit Waffen zu versorgen. Die Belege dafür sind erdrückend. Die UAE haben auch die Söldner aus Kolumbien rekrutiert und (über Libyen) nach Darfur gebracht. - Im ZDF ein "Bericht" von Golineh Atai über die Verbrechen der RSF. B,ht zus.9
   Sonntag, 21.12.25
Mohamed Vall berichtet aus einem Flüchtlingslager in White Nile State, wo etwa 2000 Menschen angekommen sind, die vor den RSF in West-Kordofan geflüchtet sind. Erläuterungen von Mohamed Refaat (IOM, in Port Sudan). A 5
         
   Montag, 22.12.25
Meldung über schwere Kämpfe in West-Kordofan. - Mohamed Vall berichtet weiter aus dem Flüchtlingslager bei Kosti in White Nile State. - In Darfur ist eine heftige Masern-Epidemie ausgebrochen mit bisher mehr als 1300 Fällen. Infos von Dr. Ali Almohammed (MSF).

Bei CNN ein Beitrag von Nada Bashir über Belege dafür, daß auch die Armee (bzw. mit ihr verbündete Milizen) Kriegsverbrechen begehen. Es geht um Massenmorde an mutmaßlichen Unterstützern der RSF nach der Rückeroberung von Wad Madani (Jezira State) im Januar. Die Opfer (einige Dutzend) sind unbewaffnete junge Männer in Zivil. CNN spricht von "ethnischen Massenmorden". Die Armee hat bereits zugegeben, es habe dort "vereinzelte Verfehlungen" gegeben.  ¤

A

C

4

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   Dienstag, 23.12.25
Ein sehr allgemeiner Bericht von Larry Madowo über den Krieg in Sudan, und Bianna Golodryga spricht mit Premierminister Kamil Idris. Er hat dem UNSC einen Plan für einen Waffenstillstand vorgelegt, bei dem die RSF die eroberten Gebiete zurückgeben und ihre Waffen niederlegen sollen. Dabei nennt er die RSF nicht so, sondern spricht von kriminellen Söldnerbanden.  ¤ C 19
   Mittwoch, 24.12.25
"Inside Story: Is peace in Sudan possible?" - Sami Zeidan spricht mit den drei Experten Ahmad Ibrahim, Cameron Hudson und Khalid Medani. A 27
           
   Donnerstag, 25.12.25
  Keine Meldungen -    
   Freitag, 26.12.25
Meldung: laut RSF hat die Armee in Nyala (Süd-Darfur) einen Marktplatz bombardiert. - Mohamed Vall berichtet weiter aus einem Flüchtlingslager bei Kosti (Süd-Kordofan), wo immer mehr Menschen aus Nord-Kordofan ankommen. A 3
   Sonnabend, 27.12.25
  Keine Meldungen -    
   Sonntag, 28.12.25
Mohamed Vall berichtet nochmal aus dem Flüchtlingslager bei Kosti, u.a. über die Folgen der Kürzung der humanitären Hilfen durch fast alle reichen Länder.     A 3
   Montag, 29.12.25, und Dienstag, 30.12.25
  Keine Meldungen -    
   Mittwoch, 31.12.25
Meldung: zahlreiche Tote bei Kämpfen zwischen Armee und RSF in Dilling (Süd-Kordofan). - Mohamed Vall berichtet aus einem Flüchtlingslager bei Khartum über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Masern unter den geflüchteten Kindern. Wegen des Krieges und ausbleibender internationaler Hilfen finden wesentlich weniger Impfungen statt als früher. A 3
           
   Donnerstag, 1.1.26
Erstmals seit der Eroberung von El Fasher durch die RSF konnte ein Team der UN-Nothilfe die Stadt besuchen, dort aber keine Untersuchungen anstellen. Denise Brown (Koordinatorin der UN-Nothilfe in Sudan) sagt, es seien nur noch sehr wenige Zivilisten dort zu sehen. Nathaniel Raymond sieht durch die Aussagen der UN seine Untersuchung (auf der Basis von Satellitenbildern) bestätigt, wonach die RSF in der Stadt zigtausende Menschen ermordet, verbrannt und vergraben haben. Wie es dort weitergehe? Gras wächst über Massengräber.  ¤ A 6
           
   Freitag, 2.1.26
Meldung: nach eigenen Angaben hat die Armee in Nord-Kordofan einige Gebiete von der RSF zurückerobert. - Ein "First Person" von einer geflüchteten Frau aus Süd-Kordofan, jetzt in Kosti. A 3
   Sonnabend, 3.1.26, bis Montag, 5.1.26
  Keine Meldungen -    
   Dienstag, 6.1.26
Mohamed Vall berichtet aus einem Flüchtlingslager in White Nile. Viele Kinder sind an einer Seuche erkrankt, die durch Würmer im unbehandelten Flusswasser ausgelöst wird.      A 3
           
   Mittwoch, 7.1.26
  Keine Meldungen -    
   Donnerstag, 8.1.26
Mohamed Vall berichtet weiter aus dem Flüchtlingslager bei Kosti (White Nile) über die Not der Kriegsflüchtlinge. Bei Sky News ein Beitrag von Nousra Elbagir über den Krieg, mit neuen Belegen für die Versorgung der RSF mit Waffen durch die Emirate. A,Sky zus.9
         
   Freitag, 9.1.26
  Keine Meldungen -    
     

 

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